Donnerstag, 4-Anglist 1938
188. Jahrgang
Nr. 180 Erstes Statt
geschaffen wird.
Um Lord Runciman einen deutlichen Anschauungsunterricht zu geben über das, was die Tschechen von ihm erwarten, oder was sie von seiner Mission wirklich denken, sind am 3. August vormittags drei tschechische Militärflugzeuge aufgestiegen, um über Glatz und Umgebung zu kreisen. Die tschechischen Piloten können sich nicht gut darauf ausreden, sie hätten sich verflogen, denn es war klare Sicht, ganz abgesehen davon, daß die tschechische Militärfliegerei darüber unterrichtet ist, wo sich die Grenze befindet. Es ist auch nicht ein tschechischer Flieger allein unterwegs gewesen, es sind drei Flugzeuge einwandfrei
Glah, 3. Aug. (DNB.) Am Mittwochvormittag in der Zeil zwischen 10.15 Uhr und 10.30 Uhr erschienen zwei tschecho - slowakische Doppeldecker kleineren Formals über der 20 Kilometer von der lschecho-slowakischen Grenze entfernt liegenden Stadt Glah und zogen in z. I. nur 100 Meter höhe etwa fünf Minuten lang ihre Kreise über der Stadt. Die tschecho - slowakischen Hoheitszeichen waren einwandfrei zu erkennen. Es war des weiteren deutlich zu sehen, wie weit sich die Beobachter aus den Apparaten herausbeugten, ohne Zweifel, um photographische Aufnahmen von der deutschen Stadt zu machen.
Weiter wurde festgestellt, daß die beiden tschechoslowakischen Doppeldecker nach Erledigung ihrer Aufgaben über Glah zunächst in Richtung über Bad Landeck — Landesgrenze flogen, dann aber nicht von dort in die Tschecho-Slowakei zurückkehrlen, sondern auf reichsdeutschem Gebiet noch ungefähr 30 bis 40 Kilometer an der Grenze entlang flogen, bis sie über Mittelwalde hinaus beim Grenzdörfchen Bobischau in Richtung Gruhlich in die Tschecho-Slowakei zurückkehrten.
Ein dritter tschecho-slowakischer Doppeldecker, der gleichfalls zusammen mit den beiden bereits genannten Doppeldeckern bei Reichenslein die Grenze überflog, kehrte unterwegs wieder um, während die beiden anderen Flugzeuge nach Glah weiter-
beobachtet worden bei einer Tätigkeit, die mit Ausspähung sehr viel Aehnlichkeit hat.
Offenbar ist es den Tschechen doch mcht ganz geheuer, denn fällt es Lord Runciman em, sich einmal die aktenmäßigen Belege über Ursprung und # Entwicklung des sudetendeutschen Problems, wie überhaupt des Volksgruppenproblems in der Tschecho-Slowakei zu beschaffen, so wird er bestimmt auf die honigsüßen Redensarten und Versprechungen stoßen, die der derzeitige Staatspräsident B e n e s ch seinerzeit den Sudetendeutschen schriftlich und mündlich gegeben hat. An diese Versprechungen und Zusagen muß die Prager Regierung immer wieder erinnert werden, bis die Versprechungen erfüllt sind, denn diese Versprechungen sind der wirkliche Ausgangspunkt des sudetendeutschen Problems. Die Sudetendeutschen haben ihre Forderung auf Gewährung der nationalen Autonomie nicht aus dem hohlen Faß geschöpft, sondern sie können sich darauf berufen, daß in Versailles von den tschechischen Staatsschöpfern darüber verhandelt worden ist, und zwar nicht nur ^verhandelt, denn es sind bestimmte Zusagen gemacht worden, an die sich heute freilich die tschechischen Staatsschöpfer nicht mehr gern erinnern.
Weil aber die Gefahr besteht, daß Runciman auf diese Dinge stößt, halten es die tschechischen Drahtzieher wohl für zweckmäßig, wieder einmal an der Grenze Lärm zu machen. Sie haben einige Hebung darin, zumal die tschechische Presse es mit schlauem Lächeln immer als Heldentat zu bezeichnen pflegt, wenn einem tschechischen Flieger mal die Maschine durchgeht. Merkwürdigerweise immer in Richtung auf und über die deutsche Grenze. Das . sieht tatsächlich nicht danach aus, als ob die Tschechen Lord Runciman die Zeit und die Muße gönnen wollen, den Dingen auf den Grund zu gehen, denn was könnte sonst die Aufgabe des prominenten Engländers sein als die, in Prag daran zu erinnern, ■ daß es weder dem völkerrechtlichen, noch dem euro- ■ päischen Sittenkodex entspricht, Verpflichtungen ern- > zugehen und auf sich zu nehmen, die dann nachher t nicht erfüllt und sogar schroff abgelehnt werden.
MrtschastsverjlänbWitg.
Jetzt sind die deutsch-französischen Wirtschaftsverträge unterzeichnet, nachdem bereits am 20. Juni die Verhandlungen über den reinen Waren- und Wirtschaftsverkehr in Paris abgeschlossen wurden. Die Einigung über die ö st e r r e i ch i s ch e n Schulden war einigermaßen schwierig, zumal die Franzosen anfangs nicht das Vorbild der Verhandlungen Großdeutschlands mit England in der gleichen Angelegenheit anerkennen wollten. Danach ist eine Angleichung an diesen Vorläufer erreicht worden. Bei aller Wahrung des deutschen Standpunktes, daß eine rechtliche Anerkennung der politischen Anleihen Altösterreichs nicht gegeben sei, werden, wie im Falle des englischen Gläubigers, die Heberschüsse aus dem deutsch-französischen Handel dazu benutzt, um die österreichischen Privatschulden auch in Frankreich abzudecken. Es werden ferner die Zinsen für die Altreichsverpflichtungen um V- v. H. von 3V2 auf 3 v. H. gesenkt. Für die Dawes- und Younganleihe wird der Zinssatz ebenfalls ermäßigt, und zwar für die Dawesanleihe um 2 v. H. von 7 v. H. auf 5 v. H., Für die Younganleihe von 5V2 v. H. auf ebenfalls 5 v. H., während die Engländer nach dem Abkommen für die Younganleihe nur 4V2 v. H. erhalten. Die Franzosen begründeten ihre Forderungen damit, daß sie hauptsächlich Stucke der Younganleihe hätten, dann aber durch die verschiedenen Frank-Entwertungen schon immer schlechter abgeschnitten hätten, als die Briten. Der eingesparte Ertrag dient zur Vornahme von Tilgungen, und die Devisenspitze der Reichsbank wird davon kaum berührt. Bei der Dawesanleihe tritt die Amortisation sofort, in Kraft, bei der Younganleihe aber erst nach zwei Jahren.
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Handelsministerium, Herve Alphand, gab als Leiter der französischen Delegation anläßlich der Unterzeichnung der neuen deutsch-französischen Wirtschaftsvereinbarungen dem Berliner Vertreter der „Rational-Zeitung" (Essen) folgende Erklärung:
„Nach zweimonatiger Verhandlungsdauer haben Deutschland und Frankreich ein neues Wirtschaftsabkommen unterzeichnet. Die französische Delegation beglückwünscht sich zu diesem positiven Ergebnis, welches dem guten Willen und dem Geist der Verständigungsbereitschaft beider Seiten zu verdanken ist. Es ist ihr ein Vergnügen, hierin ein günstiges Anzeichen für die Entwicklung der Beziehungen der beiden Länder und eine Etappe auf dem Wege zu einem wirklichen Frieden in dem heute allzu verwirrten Europa zu sehen.
Die Aufgabe war nicht leicht: Besonders schwierige und zahlreiche Probleme ergaben sich für die Regelung der wirtschaftlichen und finanziellen Beziehungen zwischen einem Land, wie Deutschland, eine Devisenbewirtschaftung durchgeführt und auf der anderen Seite einem Lande, wie Frankreich, mit freiem Devisenverkehr. Fortgesetzte Anstrengungen und gegenseitiger Derständigungswille waren notwendig, um schließlich diese Vereinbarungen zustande zu bringen, die zur Hnterschrift unseren beiden Regierungen vorgelegt wurden.
Es konnte eine vollständige Lösung d e r wirtschaftlichen Fragen gefunden werden, die beide Völker berühren, vornehmlich in den Fragen der Bezahlung und des Transfers der ehemaligen österreichischen Anleihen.
Das heute getroffene Abkommen kann indessen nur dann voll zur Wirkung kommen, wenn die Hm- stände uns günstig sind, insbesondere bann, wenn
Die tschechische Begleitmusik für Runciman.
Anschauungsunterricht für alle Welt.
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die Spanne zwischen den französischen und deutschen Preisen, die sich aus den augenblicklichen Währungsunterschieden ergibt, keinen hinderlichen Einfluß auf das volle Funktionieren der Abmachungen ausübt.
Wir wünschen, daß dieses Abkommen die harmonische Entwicklung unseres gegenseitigen Handelsverkehrs erleichtert, daß es auch auf die B e - Ziehung en auf andere n G e b i e 16 n einen günstigen Einfluß ausüben möge, und damit zu einer Gesundung der politischen Atmosphäre zwischen den beiden Ländern beiträgt.
„Größte Wichtigkeit/
Die Annäherung auf allen Gebieten wird nur begünstigt.
Paris, 3. Aug. (DNB.) Der Minister für Handel und Industrie, G e n t i n, gab am Mittwochabend der Presse aus Anlaß der Unterzeichnung der französisch - deutschen Handels- und Finanzabmachungen bedeutsame Erklärungen ab. „Ich messe", so erklärte der Minister, ,cher neuen lieber- einfunft größte Wichtigkeit bei, nicht etwa, weil diese Abmachungen den einen Hnterzeichner mehr als den anderen begünstigen, sondern, weil sie für beide bestimmte Vorteile barbieten und weil ihre Durchführung die Annäherung Frank- reichs und Deutschlands auf allen Gebieten nur begünstigen können."
Nachdem sie ihre Aufgaben erfüllt hatten, gingen die Flieger sofort wieder etwas in die Hohe und erreichten beim Heberfliegen der Glatzer Grenze etwa 200 Meter von der Erdoberfläche. Beim Heberfliegen von Rengersdorf und Bobisfchau in der Nähe von Mittelwalde hatten die Flieger wieder eine Hohe von 500 bis 600 Meter.
Die obenftehend verzeichneten Hmftände sprechen einwandfrei dafür, daß es sich bei dieser tschechischen Grenzverletzung wiederum um eine planmäßige Aktion handelt. Sollte man in Prag jetzt zu der Version greifen, daß es sich um ein „Versehen' handele, so wäre das im übrigen für diesen Fall gegenstandslos, weil am Mittwochvormittag in der ganzen Grafschaft Glatz sonnigesundklares Wetter geherrscht hat, so daß von einem „Ver - fliegen nicht die Rede sein kann.
Noch während die Flugzeuge über der Stadt kreuzten, sammelten sich überall in den Straßen erregte Gruppen, die diese neuerliche „Bravourleistung" tschechischer Piloten diskutierten. Tausende oon Teilnehmern des Deutschen Turn- und Sportfestes, die sich im Anschluß an dieses große Fest gegenwärtig auch in der Grafschaft Glatz aufhalten, darunter Angehörige aller deutschen Stämme und auch auslandsdeutsche Volksgenossen, haben dabei mit eigenen Augen sehen können, auf welche Weise von tschechischer Seite immer wieder Unruhe
Neue Grenzverletzung durch ischechische Flieger
Photoaufnahmen aus 100 Meter Höhe über Glatz und Umgegend.
tischen, die Sudetendeutschen hätten sich in den letzten 20 Jahren in der Tschecho-Slowakei wohlgefuhlt, ihre Wünsche nach Aenderung der bestehenden Lage sei ihnen von außen her eingeredet worden. Wir dürfen gewiß annehmen, daß sich Lord Runciman durch diese plumpen Lügen nicht das wahre Licht verdunkeln läßt. Tatsächlich liegen die Dinge so, daß die S u d e t e n d e u t s ch e n , die sich nach dem Verfall der Donaumonarchie sofort zu nationaldeutschen Gemeinwesen zusammengeschlossen halsen, mit Gewalt und ohne Befragung in den neugegründeten t s ch echischen Staat hineingezwungen wurden. Die Pariser Friedenskonferenz hat leider dieses selbstherrliche Verfahren der Tschechen gebilligt, allerdings unter dem Eindruck weitgehender Versprechungen Dr. Beneschs, die dann nicht eingefallen wurden. Auch die Zusagen i m M i n - derheitenvertrag, der vor Hnterzeichnung der Diktate von Versailles und Saint-Germain unter der Bürgschaft Englands und Frankreichs zu- standekam, haben die Tschechen nicht e i n g e l o st. Damit ist der Ausgangspunkt für die Aufgabe Lord Runcimans in Prag gegeben. Er wird sich selbst
Berlin, 6. Aug. (DNB.) „Brandstifter am Wer k", so überschreibt der „Völkische Beobachter" seinen Kommentar zu der neuen Herausforderung des Reiches durch tschechische Flieger. „Es wird", so heißt es darin, „in Prag mit einer Leichtfertigkeit sondergleichen mit dem Frieden Europas gespielt. Unter allen Umständen wollen die Tschechen in ihrem hussitischen Zerstörungswahn Zwischenfälle heraufbeschwören, die Ereignisse von nicht abzusehender Tragweite provozieren sollen. Dieses Spiel mildem Feuer ist angesichts der gegebenen Lage von einer beispiellosen Gewissenlosigkeit. In einem Augenblick, da Deutschland zu erkennen gegeben hat, daß es eine'friedliche Losung der tschecho-slowaki- schen Frage wünscht, da ein britischer Berater nach Prag kommt, um ein klares Bild der Zustände in der Tschecho-Slowakei zu gewinnen, wagen es kriegshetzerische Desperados, zu einer Aktion überzugehen, die neue Verwicklungen schaffen und die Besprechungen in Prag unter den Druck einer gefährlichen Kriegsslimmung setzen soll. Es entspricht dieser Haltung, wenn Ische- I chische Blätter die dreiste Geschichlsfälschung auf-
Diese gesamten Schuldenabmachungen beruhen auf dem Warenverkehr, der ja erst die zum. Transfer erforderlichen Devisen bringen muß. Der flogen. . }{x
österreichische Handel mit Frankreich betrug nur ein Die Grenzverletzung, die heu e Zwei tschechische Zehntel des Handels des Altreichs mit unserem Jagdflugzeuge begingen, hat bei der Bevölkerung Nachbarn, aber zwischen Wien und Paris bestand des Glotzer Berglandes größte (Empörung au - bis jetzt ein völlig anderes Zahlungssystem, näm- gelöst. Heber den Vorfall werden noch fol ge lieh der Barlransfer. Künftighin wird dieses Sy- Einzelheiten bekannt: Das Austauchen ^Fliaer Item durch das zwischen dem Altreich und Frank- die kurz vor 10.30 Uhr in etwa 300 ^ter Hoye reich bestehende ersetzt, Oesterreich also einbezogen, über der Gucke bei Reichenslem m das deutsche Fenier wurden die Kontingente der Ge - Reichsgebiet
aenroart angepaßt, unter weitgehender Be- der ganzen Stadt Glatz das ihr erstes grotzes Ziel rücksichtiaung der bisherigen Kontingente Oester- war bemerkt und neNolgb "kiese
reicks Die besonderen Zollvergünstigungen, die Hnler den gewagtesten Kurven in ziemlicher Tiefe Kreich"bishergenoß, Zurden'beLe'halt'en.' stvaen die beiden^Maschrnen ihre Ziele an, die sie
SÄS. ~ beizubehalten, wobei selbstverständlich nicht tegisch wichtig erscheinende Punkte, wie insbe-
die tatsächliche Ausfuhr, sondern, kontingentsmäßig sondere auch die Bahnhofsanlagen, aufs Korn
gesprochen, die Ausfuhrmöglichkeil erhallen wurde. I genommen wurden.
Ferner wurde eine besonders wichtige Frage zur fonnte weiter beobachtet werden, daß sich die Zufriedenheit der Deutschen entschieden. Die^fran- c^ger jn der Luft miteinander durch zösische Industrie bezog K ok s hauptsächlich °u5 §iqna[e oerftänbigten, um tur3 barauf — offen«
Deutschland und lieferte dafür Elfe n er z e. 3n= b nachdem sie sich im Eieren waren, daß sie ihre
folge des Rückganges der franzosychen Erzeugung Aufgabe gelöst hatten — in einem höllischen Tempo, hatten die Koksbezüge Frankreichs nachgelassen, bQ5 teilweise mit 250 Kilometer, teilweise mit 30Q
und wie die französische Ausfuhr nach Deutschland l mß^r ^ometer geschätzt wird, über die
rückläufig war, so auch umgekehrt! Durch eine @r DOn hmrasten, aber auch hier noch Sondervereinbarung wurde vor sechs Monaten seit- . Qenuq ÖQc. tschechischen Hoheitszeichen klar gesetzt, daß die d e u t s ch e n (E r 3 b ezu 9 e aus erfannt werden konnten.
Frankreich trotz der nachlassenden .französischen Welche fdürfen Kurven die Flieger gerissen haben, Kokseinfuhr in voller Hohe getätigt werben um ^re Aufnahmen freie Blickfelder 3U bekom- tonnten. Diese Regelung ist nun für weitere fea)5 men, gei)t daraus hervor, daß selbst die auf den
Monate verlängert worden, so daß wir also oberen Tragflächen angebrachten Kreise mit den
auf weiteren (Er3be3ug in der vorgesehenen Hohe ^ar & en sr0 t, Weiß, Blau von der Erde
rechnen können. Schließlich wurden die „Anschluß- aU5 gesehen werden konnten.
«gelungen" auch auf Oesterreichs Handel mit dem poiogravhifchen Aufnahmen erfolgten aus
Mandatsgebiet Synen ausgedehnt. . einet fiöhe oon etwa 150 Meter. Teilweise
»Äsal t’o’mmens^cht »kokchkn. und gingen^ Flugzeuge |ogar bi. aus 100 Me-er
5maru. a schon deshalb nichh weil wir von herab, wobei die Gcschw.ndigkeil gegenüber
Oesterreich einen Handel mit Frankreich übernom- dem An- und Abflug wesentlich gemindert war.
men haben, -der zu der Verschuldung Oesterreichs ___।
an Frankreich in keinem Verhältnis stand. Wir —------------------------ —
mußten also eine finanzielle Belastung durch den ß|ne (ücfenlofe Devisenbewirtschaftung Rücksicht zu Wiederanschluß Oesterreichs auf uns nehmen die nej)men hatte, gegenüber einem Lande wie Frankteilweise durch unseren bisherigen Handelsüberschuh mit freiem Devisenverkehr.
mit Frankreich abgebeeft wird, so baß für eine Neu- £.a5 auf beiben Seiten beslehenbe aufrichtige Be- regelung des Reiseverkehrs noch keine Möglichkeit streben, durch den'Geist der D e r st ä n d i g u n g s- gegeben ist. bereit(d)aft gu einem positiven Ergebnis der
Die Verhandlungen haben aber gezeigt, daß schwierigen Verhandlungen zu kommen, ermöglichte Deutschland und Frankreich in beiderseitigem Ein- e5, trotz der augenblicklichen Währungsunlerschiede, vernehmen alle die teilweise sehr schwierigen Fra- ' einem beide Teile befriedigenden gen der Schulden- und Wirlschaflsverhällnlsse u e & e r e i n f o m m e n zu gelangen. Der gesamte überwunden haben, die noch vor wenigen lagen grügentomple£, und zwar sowohl der Waren- und der Pariser Presse Alarmrufe entlockten. rt. Zahlungsverkehr, wie die Fragen der Bezahlung m kuni) des Transfers der ehemaligen österreichischen viea des VerüaNdlÜUNaWMllK Anleihen, nunmehr durch vertragliche Verem- I barungen geregelt, so daß mit sofortiger Wirkung Staatssekretär Brinckmann erklärt. die deutsch-französischen Abmachungen IN Kraft _ . s n„£.y treten Das Verhandlungsergebnis zeugt von dem
Berlin, 3. Aug. (DNB.) Anläßlich der Unter- A^Mgen guten Willen und verspricht auch für Zeichnung der neuen deutsch-französischen Wirt- Zukunft eine weitere Ausdehnung der schaslsoereinbarungen gab der Staatssekretär im deutsch-französischen Handelsbeziehungen unb einen Reichswirtschaftsministerium Brinckmann ^m Einfluß zur frieblichen 23 er«
Berliner Vertreter ber französischen Havas-Agenlur . b e r politischen Beziehungen
folgenbe Erklärung ab: hoiher Länber.
„Die seil Anfang Juni in Paris geführten beutsch- befriebiaenbe Abschluß des Abkommens hat
französischen Wirlschaftsverhandlungen hatten zu- , <7 beim Dorliegen scheinbar unüber-
nachst zur Paraphierung mehrerer Abkommen ge- $ j3 b[i(kcr Gegensätze ber Erfolg nicht versagt bleibt, fuhrt, die in erster Linie die Eingliederung des vornherein bei den Verhandlungspartnern
Waren- und Zahlungsverkehrs mit Oesterreich . des Verständigungswillens herrscht."
w die deutsch-französischen Wirtschaslsabmachungen oer wei, i
bezweckten. Sie konnten, wie ursprünglich beab- 1DU1Ü1Ö.
stchtigt war, trotz des gegenseitigen Versländigungs-1 //<vUU!lU ▼ M W
Eens zu einer vollständigen Lösung der wirb Erklärung des französischen
schafllichen Fragen nicht führen, weil vornehmlich perttwova
'n den Fragen der Bezahlung und des Transfers DelcgatWNsfNyrerS.
u?cSa!i0en österreichischen Anleihen entgegen- Berlin 3 Aug. (DNB.) Der Direktor
E S'ÄrI°Z>7 5a^nn?en6a6ies™tfS *71 ber^bteilu^ für ^Mooerträge im fr°nMfch°n
Eichener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberhefsen
0ru6 unb Verlag: vriihlsche Universitätsbruckerei «.Lange In Siehrn. Lchriftleitung unb Geschäftsstelle: Schnlstrahe 7


