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Geschäftsstelle, Walltorstraße 38, einzureichen. Spa» ter eingehende Kohlengutscheine können nicht mehr berücksichtigt werden.

3um Gendarmene-Maior befördert.

Der Leiter der Gendarmerie in Oberhessen, Gen- darmerie-Hauptmann G o e d e, ist mit sofortiger Wirkung zum Gendarmerie-Major beför­dert worden.

NS.-GemeinschastKraft durch Freude". handharmonlka-Kurs.

Wir beginnen demnächst neue Kurse für diato­nische und chromatische Handharmonika. Hieran kön­nen sich Anfänger sowie Spieler mit Vorkenntnissen Beteiligen. 2237D

Anmeldungen werden in unserer Kartenverkaufs­stelle, Seltersweg 60, entgegengenommen.

Hitler-Jugend Bann 116 Gießen.

Befr.: Führerausweise für die Reichsbahn.

Ab 30. 4.1938 verlieren die alten Führerausweise für die Reichsbahn ihre Gültigkeit. Sie sind daher sofort zwecks Umschreibung an die Sozialstelle zu schicken. Hierzu und ebenso bei künftigen Neu­anträgen sind die,50 RM. nicht mehr beizu­fügen.

Don der Universität Gießen.

Von der Pressestelle der LudMgs-Hniversität Gie­ßen wird mitgeteilt:

Der Reichs- und Preußische Minister für Wissen- schäft, Erziehung und Volksbildung hat den nicht beamteten ao. Professor Dr. Keller in Mainz be­auftragt, vom 1. April 1938 ab die Vertretung der ordentlichen Professur für Kinderheilkunde und die Leitung der Universitäts-Kinderklinik in Gießen zu übernehmen.

Oie Abstimmungsbezirke

und Abstimmungsräume am 10. April.

Der Oberbürgermeister (Wahlamt) gibt die Einteilung der Stimmbezirke und die Abstimmungs­räume für die Volksabstimmung und Wahl' zum Großdeutschen Reichstag am 10. April für den Be­reich der Stadt Gießen mit Gemarkung Schiffen­berg und Herrnwald bekannt. Auf diese wichtige Bekanntmachung seien unsere Leser besonders hin­gewiesen.

Sturm über Gießen.

Rach der Reihe von schönen Tagen der Domen Woche und dem guten Wochenende brachte der frühe Morgen des gestrigen Sonntags einen starken Wetterumschlag, der einen regnerischen und vor allem sehr stürmischen Sonntag zur Folge hatte. Bei den heftigen Stürmen, die sowohl am Sonntag- vormittag, als auch am Nachmittag über unsere Stadt dahinbrausten, wurde in den Gärten und Wäldern, zum Teil auch in den Straßen der Stadt mancherlei Unheil angerichtet.

Stellenweise riß der Sturm Gartenzäune ganz oder zum Teil um. In den Straßen beschädigte er teilweise die zum 10. April über die Fahrbahnen gespannten Spruchbänder, oder er riß in den An­lagen dürres Holz und kleine Aeste von den Bäumen.

Erheblich ernstereft Schaden richtete der Sturm an dem Bau der Heilstätte Seltersberg an. Dort fegte er von dem Aufbau auf dem Flachdach der Heilstätte, der mehrere Räume zur Unterbringung von Sachen birgt, das Dach herunter, das zum Teil mehrere Stockwerke tief in den Hof der Heilstätte geworfen wurde, zum Teil auf dem Flachdach liegen blieb. Da ein etwa 5 Zentner schwerer Stütz­pfeiler aus Kunststein von der Gewalt des Sturmes nahezu völlig umgedrückt wurde und die Gefahr des Absturzes dieses Pfeilers mit voraussichtlich ernsten Folgen^für mehrere Krankenräume bestand, wurde sofort die Feuerwache zur Hilfe herbeige- rufen, die denn auch in mustergültiger Arbeit inner­halb kurzer Zeit diese Gefahrenquelle beseitigte.

Ein weiterer ernster Unfall durch die Gewalt des Sturmes ereignete sich in der Nähe der Wald­kaserne. Dort drückte ein mächtiger Stoß des Stur­mes einen in Fahrt befindlichen Personenkraft­wagen von der Landstraße herab in den Straßen­graben, wobei der Kraftwagen so stark beschädigt wurde, daß er abgeschleppt werden mußte. Die In­sassen kamen zum Glück mit leichten Verletzungen davon.

Am heutigen Montag früh mar die Temperatur reichlich kühl, so daß der Wettersturz ziemlich emp­findlich war. Bis gegen 8.30 Uhr wirbelten sogar mehrfach Schneeflocken durch die Luft.

Tragische Todesfälle.

Der 23 Jahre alte Rudolf F r i s ch h o l z aus Rüddingshausen (Kreis Gießen) hatte sich vor etwa 14 Tagen einen Zahn ziehen lassen. Nach einigen Tagen stellte sich Blutvergif­tung ein, durch welche die Heberführung des jungen Mannes in die Chirurgische Klinik zu Gie­ßen erforderlich wurde. Hier ist der Bedauerns­werte in der Nacht zum Sonntag verstorben.

In Bad-Nauheim entstand in der Nacht zum Sonntag in einer Ga st wirtschaft zwischen zwei Männern ein ©tret t. Im Verlaufe der Aus­einandersetzung krachte plötzlich ein Schuß, durch den einer der Streitenden so unglücklich getroffen wurde, daß er auf der Stelle tot zusammen- brach. Der andere am Streit beteiligte Mann ft eilte sich der Polizei und wurde von dieser in .Haft genommen. Die polizeilichen Er­mittlungen, insbesondere auch über den Schuß und den Stützen, sind im Gange.

* Nachsendung von Postsendungen. Das Postamt Gießen teilt mit: Zu Anträgen auf Nachsendung von Postsendungen sind möglichst die amtlichen Formblätter zu benutzen, die an den Post- schaltern und von den Postzustellern zür Abgabe bereitgehalten werden. Die Verwendung dieser amt­lichen Formblätter gewährleistet die pünktliche Nach­sendung der Post und ist daher zum Vortell der Empfänger.

** Oef fentliche Bücherhalle. Im Marz sind 2205 Bänd« aus geliehen worden. Davon kamen auf: Literaturgeschichte 2, Zeitschriften 26, Gedichte und Dramen 14, Erzählende Literatur 1267, Jugendschriften 361, Länder- und Völker­kunde 150, Kulturgeschichte 3, Geschichte und Bio­graphien 229, Kunstgeschichte 2, Naturwissenschaft und Technologie 48, Heer- und Seewesen 47, Haus- und Landwirtschaft 4, Gesundheitslehre 9, Religion und Philosophie 13, Staatswissenschaft 28, Sport 2 Bände. Nach auswärts kamen 29 Bände.

Begeisterung um BMW.

DleTausend Bleiten von Brescia.

Gespenstisches Leben und Treiben herrschte auf bem Startplatz zu den 12.Tausend Mellen" in Brefcia 140 Wagen wurden zwischen 2 und 5.30 Uhr früh auf die 1621 Kilometer lange Reise ge­schickt. Heber Bologna und Florenz führt die Strecke zum südlichsten Kontrollpunkt nach Rom.

Zum ersten Male wieder waren deutsche Wagen vertreten. Die vier BMW. hielten sich ganz hervor­ragend und übernahmen in ihrer Klasse sofort die Spitze. Bis Bologna war Graf von der Mühle- Eckart mit 138,5 km/st der Schnellste. Jeweils eine Minute später trafen Prinz zu Schaumburg, Fane und Richter ein. Infolge der Kurven des Apennin sank das Tempo bis Florenz auf 113,34 km/st. Fane führte seine Kameraden an.

Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung tra­fen die Fahrer in Rom ein. In der großen Klasse ist der Zweikampf Alsa Romeo - Delahaye oorererft zugunsten des italienischen Wagens ent­schieden. Pintacuda, der Vorjahressieger, hatte sei­nen Alfa Romeo in der absolut schnellsten Zeit zur Kontrolle gebracht und mit 141,27 km/st wieder­um den Preis des Duce gewonnen. Seine Marken­gefährten Biondetti und Dufio folgten, bann erst kam der dunkelblaue Delahaye von Dreyfus.

In der internationalen kompressorlosen Zwei­liter-Sportwagenklasse waren die vier BMW. mit der Regelmäßigkeit eines Uhrwerks ge­fahren. Im Startabstand von je einer Minute tra­fen sie ein. Prinz zu Schaumburg führte das Quar­tett mit 119,7 km/st an. Dann folgten Richter, Fane und von der Mühle. Von den acht Bewer­bern dieser Klasse war außer den vier BMW. nur noch ein Fiat im Wettbewerb. 48 Minuten trennten ihn in Rom von den Deutschen.

Neuartiger Wettbewerb beim Berliner Reitturnier.

Den Berliner Turnierfreunden wurde am Sams­tag im Rahmen der leider wieder nur schwach be­suchten Nachmittagskämpfe in der Deutschlandhalle etwas Erstmaliges geboten. Im Mittelpunkt stand die Vielseitigkeitsprüfung um den Preis des In­spekteurs der Kavallerie, die unter den Bedingungen des neu geschaffenen Caprilli-Preises der FEI. zum erstenmal bei einem deutschen Turnier zum Aus- traa kam. Während für die Dressur eine besondere Aufgabe vorzubereiten ist, wird das dazugehörige leichte Springen nach der reinen Springleistung und dem Springstil bewertet. Für den Stil und die Haltung werden Noten vergeben, die für die Pla­

cierung ebenso mit ausschlaggebend sind wie die Zahl der gemachten Fehler. Unter 38 Bewerbern biteben bei den nicht allzu hohen Anforderungen zehn fel)lerlos. Im Still wurden Amneris unter A-Sturmhauptführer Temme und Catilina unter DblL Huck mit der Note 11 am höchsten bewertet und liegen somit gemeinsam in Front. Die nach­folgende Dressurprüfung wird die Entscheidung bringen. Im Preis von Potsdam, einer mittleren Dressur, gab es einen Sieg des Vollblüters Me­lissas unter Oberstlt. Walzer vor Quartierwirt und Preußenstolz.

Gute Springleifhingen.

Das Berliner Reitturnier erreichte am Sonntag mit dem Doppel-Jagdspringen um den Preis der nationalsozialistischen Erhebung" feinen ersten sportlichen Höhepunkt. Die Pferde hatten zu­nächst ihr Können auf einem Kurs der Klasse rb zu zeigen. Nur sechs Hindernisse waren zu springen, darunter aber die 1,60 Meter hohe Mauer und ein Oxer von 1,40 Meter Höhe und fogar 1,70 Meter Breite. Trotzdem gab es zahlreiche fehlerlose Ritte. 19 von 59 Gestarteten gingen ohne Fehler und sind damit aussichtsreiche Bewerber um den Endsieg. Gleich zwei Eisen im Feuer haben Hauptmann Nelke und ^-Standartenführer Tegelein von der ff» Hauptreitschule München, die mit Moulott und Neu­deck bzw. Galgenstrick und Schorsch alle Klippen meisterhaft umschifften.

Die Vollblüter beherrschen gegenwärtig die Dressurprüfungen. ImPreis von Pots­dam" wurde der Aberglaube-Sohn Eilbote unter Major Bürkner mit der Goldenen Schleife ausge­zeichnet.

Vier ^-Reiter in Front.

Am Sonntagabend fiel in der Berliner Deutsch­landhalle die Entscheidung im wertvollsten Spring- Wettbewerb des Berliner Turniers, dem Preis der Nationalsozialistischen Erhebung. Das Doppelsprin­gen wurde ein großer Erfolg für die ff-Reiterei, deren Vertreter gleich auf die vier ersten Plätze Be- schlag legten. -Hauptsturmführer Temme siegte auf der elfjährigenNordland" im Stichkampf gegen seine beiden Kameraden Unterscharführer W. H. Schmidt auf Nora und ff-Bewerb er von Jena auf Jäger. Die drei Pferde waren schon am Nachmit­tag ohne jeden Fehler durch das 8b-Springen ge­kommen und wiederholten ihre Leistung am Abend auf dem ziemlich schweren 8a-Kurs über die dop­pelte Zahl von Hindernissen. Stürmischer Beifall belohnte den Sieger für die großartige Leistung, die ihm den Ehrenpreis des Reichs- und preußischen Ministers für Ernährung und Landwirtschaft, R. Walther Sarree, eintrug.

Wiener Zußballschnle in Front.

Deutsche Fußball-Nationalelf unterliegt der deutsch-österreichischen Auswahl 0:2

Der Fußballkampf zwischen der deutschen Natio- nalelf und einer Auswahl Deuftch-Oesterreichs, einer der denkwürdigsten Länderkämpfe des deutschen Sports, gehört der Vergangenheit an. 60 000 be­geisterte Menschen erlebten im Wiener Stadion die Begegnung zwischen der alten deutschen Mann­schaft und der Eli, die nun nie mehr als selb­ständigeösterreichische Nationalmannschaft" auf­treten wird, weil die deutsche Ostmark mit all ihrer großen sportlichen Geschichte in die große Volks­gemeinschaft aller Deutschen, in das Geschehen unseres Sportlebens eingeschaltet ist, eingeschaltet für alle Zeit!

Fast während der ganzen Begegnung, der 11. seit dem Jahre 1908, waren die Deutsch-Oester- reicher überlegen, und ihr 2:0= (0:0-) Sieg war durchaus verdient. Das deutsche Stürmerspiel zeigte nicht die erwartete Schlagkraft, das Fehlen von Szepan, Siffling und Urban machte sich doch stark bemerkbar. Reichssportführer von Tschammer und Osten, der dem Kampf aufmerksam folgte, ergriff in der Pause das Wort, um auf die Bedeutung des Ereignisses hinzuweisen.

Die Wiener Fußballer statteten im prächtig mit Fahnen geschmückten Wiener Praterstadion ihren Dank ab für die gewaltigen Ereignisse der letzten Wochen. Sie taten es auf ihre Weise, indem sie ein ganz großes, technisch mustergültiges Spiel vor­führten. 60 000 Menschen freuten sich wieder einmal an der so oft gefeierten Wiener Fußballkunst.

Der deutsche Sturm zu schwach.

Wieder waren es Abwehr und Läuferreihe in der deutschen Nationalelf, die ihr Bestes taten, aber der Ueberbelaftung nicht mehr gewachsen waren. Jakob, der riesige Regensburger, leistete erbitterten Widerstand. Mit Sekundenschnelle reagierte er bei den Wiener Angriffen, immer wieder dankten ihm die Tausende für seine prächtigen Leistungen. Einen von Sesta aus 55 Meter Entfernung geschossenen Freistoß berechnete er falsch. Unerklärlicherweise verließ der Regensburger das Tor, um dem Ball entgegenzueilen. Zur großen Ueberraschung aller aber senkte sich das Leder über seine Hände ins völlig ungedeckte Tor. Das war sein einziger Fehler. Ausschlaggebend für die Niederlage wurde das zusammenhanglose Spiel des deutschen Stur­mes. Mit Ausnahme von Gellefch, der sich alle Mühe gab, hielt keiner einen Vergleich mit den Wienern aus.

Die Wiener in großer Form.

Seit Jahren hatte man die früheren österreichi­schen Nationalspieler nicht mehr in einer derartigen Form gesehen. Vor allem aber waren alle Spieler mit Eifer bei der Sache. Platzer und die Verteidi­ger begingen keinen Fehler und beherrschten ihren Strafraum meisterlich. Mock spielte im Gegensatz zu Goldbrunner, der die Aufgabe der Bewachung Sin­delars zu lösen hatte, ausschließlich offensiver Mittel- läufer, während die beiden Außenläufer sich mehr der Abwehr widmeten. Der Angriff ließ alle feine technischen Künste spielen und kombinierte zeitweise derart planvoll, daß kein Spieler der Nattonalelf die Kreise zu stören vermochte. Mit einem auf den Zentimeter genauen Abspiel zwang er unsere Läu­ferreihe zu einer ungeheuren Laufarbeit, der auf die Dauer selbst so unverwüstliche Kämpfer wie Kitzinger und Kupfer zum Opfer fallen muhten. Der große Dirigent dieses Fünfstürmerspiels war Stroh, der in Hahnemann und Sindelar blitzschnell reagie­rende Nebenspieler hatte.

Der Kampf.

Dem Berliner Schiedsrichter Birlem stellten sich die beiden Mannschaften in der vorgesehenen Aufstellung.

Die deutsche Elf hat Anstoß, kämpft aber gegen

Wind und Sonne. Ungenaues Zuspiel auf beiden Seiten verrät zunächst die Nervosität der Spieler. Nach wenigen Minuten aber haben sich die Wiener bereits gefunden. Mit einem Male kommt ihre Kombinationsmaschine, von dem technisch hervor­ragenden Mittelläufer Mock angetrieben, in Gang. Angriff auf Angriff rollt vor das deutsche Tor. Münzenberg und Janes sind aber ihrer Aufgabe gewachsen. Wenn auch sie machtlos sind, setzt sich Jakob prächtig ein. Die Wiener geben dem Kampf das Gepräge, sie beherrschen das Feld in ihrer wundervollen Zusammenarbeit. In der- 37. Minute sind sie einem Tor nahe, aber Strohs Schuß prallt von der Latte zurück. Jakob klärt alle noch so brenzligen Situationen. So kommt es, daß der Kampf trotz eines 5:1-Eckenverhältnisses der Wiener Berufsspieler bis zur Pause torlos bleibt.

Torschützen: Sindelar und Sesta.

Pech der Nationalelf ist es, daß sich in der Pause der Wind gedreht hat und sie nun erneut gegen die­sen launischen Gegner anzukämpfen hat. Weiterhin bleibt die Ueberlegenheit der Berufsspieler bestehen. Die deutsche Länderelf muß sich auf Durchbrüche beschränken, wird hierbei aber von Platzer und Sesta gestoppt. In der 62. Minute fällt endlich das längst fällige erste Tor. Dom linken Flügel wandert der Ball von Mann zu Mann, kommt von Stroh zu Sindelar, der mit mächtigem Schuß die Latte trifft. Geistesgegenwärtig springt Sindelar erneut herbei, um den abgeprallten Bali enbgültig über die Linie zu befördern. Die Wiener werden mächtig an­gefeuert und kommen noch wirkungsvoller ins Spiel, bis in der 70. Minute schließlich durch Jakobs Fehler der zweite Treffer durch Sesta fällt. Noch einmal hat die Länderelf eine große Chance. Fath steht in der 89. Minute völlig frei vor Platzer, ihm fehlt aber die Ruhe; sein Schuß streicht über die Latte ins Aus. Ein schöner, packender Kampf ist beendet.

Die IBerbefpiele in Innsbruck, Salzburg, Klagenfurt und Linz.

Rund um den großen Kampf in Wien gruppier­ten sich weitere Werbespiele zwischen deutsch-öster­reichischen Mannschaften und Vertretern des bis­herigen Reichsgebietes. Ueberall gab es gute Spiele, denen auch der Publikumserfolg nicht ver­sagt blieb.

Die Ergebnisse.

Salzburg München 1:3 (0:2).

Linz Dresden 3:6 (1:5).

Innsbruck Berlin 0:3 (0:0).

Klagenfurt Breslau 1:5 (1:3).

Eyston soll geschlagen werden.

Ein geheimnisvoller Wagen hat eben die Werk­stätten von Brooklands verlassen. Er wurde von Reid Railton, dem Schöpfer des Campbellschen Blue Bird", entwickelt und wird von John Cobb gesteuert, der sich als Langstrecken-Weltrekordfahrer einen großen Namen gemacht hat. Der berühmte Konstrukteur hat einen ähnlichen Weg beschritten wie die deutschen Werke bei ihren Rekordwagen. Er geht, wenn auch nicht in so ausgesprochenem Maße, zumLeichtbau" über. Der neue Wagen wiegt etwa 40 Zentner, also nicht mehr als ein großer Personenwagen, während EystonsBlitz­strahl" bei seiner erfolgreichen Weltrekordfahrt ein Gewicht von 150 Zentnern aufwies.

Die Antriebskraft wird von zwei Napiermotoren mit Kompressor erzeugt, die 3000 PS leisten. Der Sitz des Fahrers ist ähnlich wie der des Flugzeug­piloten weit vorne. Die Stromlinienoerkleidung ist aus einem Stück, muß also bei jedem Radwechsel vollkommen abgehoben werden. Man traut dem Wagen eine Geschwindigkeit von 560 km/st zu. Zur Zeit steht Eystons absoluter Weltrekord auf 505 km/st

Oer 1.50. geschlagen.

Deutsche Fußball-Meisterschaft 1938.

Bei den Endrundenspielen um die deutsche Fuß« dall-Meisterschaft ging es am erffcn April-Sonntag nicht ohne Ueberraschungen ab. Die größte Heber» raschung kam in der Gaugruppe 4 zustande, wo der heiß favorisierte 1. FC. Nürnberg gegen Hannover 96 auf dem Platz des Gegners knapp mit 1:2 (0:0) unterlag. 22 000 Zuschauer erlebten die Niederlage des Clubs, die allerdings vorläufig noch nicht allzu viel besagen will, da ja die 9(?er auch noch zum Rückspiel nach Nürnberg müssen. Vorläu­fig hat sich aber der Niedersachsenmeister an die Spitze der Tabelle gesetzt.

Im einzigen Spiel der ©augruppe 3 gab es zwar den erwarteten Sieg des VfB. Stuttgart über Vorwärts-Rasensport Gleiwitz, aber mit einem 7:1 (2:1) konnte man natürlich nicht rechnen. Tatsächlich ist der Schlesienmeister auch normalerweise keine sechs Tore schlechter als der VfB. Er entwickelte lediglich reichlich viel Pech (Torhüterverletzung!) und stellte auch ungünstig um, wodurch die hohe Schlappe zustande kam.

In der Gaugruppe 2 lieferte der VfR. Mann­heim in Berlin gegen den BSV. 92 kein schlechtes Spiel, aber die Berliner Stürmer waren geschickter im Ausnutzen der Torgelegenheiten und siegten mit 3:1 (1:0) Toren.

In Gaugruppe 1 war man auf das erste Auftreten der beiden Favoriten aus Hamburg und Frankfurt gespannt. Die Frankfurter Eintracht ge­fiel in Insterburg gegen Porck sehr gut und gewann auch glatt mit 5:1 (2:1) Toren. Viel schwerer hatte cs der HSV., der zu Hause gegen den Stettiner SC. nur zwei Treffer schaffte und mit 2:0 (1:0) gewann.

Fulda scheidet aus der Gauliga aus.

Fußball der Gauliga-Mannschaflen.

Am ersten April-Sonntag hat Hessen die Gau- liga-Meisterschaftskämpfe abgeschlossen. Im Gau Hessen siegte BC. Sport Kassel über Germania Fulda mit 3:1 und sicherte sich damit den Gauliga- Verbleib, während Germania absteigen muß. Da auch der Altmeister Borussia Fulda zum Abstieg verurteilt ist, scheiden also beide Fuldaer Mann­schaften aus der Gauliga aus.

Im Gau Südwest steht nun der Abstieg von Opel Rüsselsheim endgültig fest, da den Opel-Leuten in Saarbrücken gegen den FDS. nur ein Unent» schieden (1:1) gelang. Wer Rüsselsheim begleitet, ist weiterhin ungewiß. Saarbrücken muß aus brei^ Spielen noch mindestens zwei Punkte holen, um den 1. FC. Kaiserslautern zu überflügeln.

Freundschaftsspiele.

In Hessen schaffte der Meister Hanau 93 gegen die der Bezirksklasse angehörende Union Frankfurt- Niederrad nur ein 1:1, während VfB. Groß-Auheim gegen die Spog. Fechenheim 03, ebenfalls ein Ver­treter der Bezirksklasse, nur 3:2 gewann. Der VfL. 1860 Marburg (Meister der Bezirksklasfe) hatte gegen den. Wiesbaden nicht viel zu bestellen und verlor glatt mit 0:4.

Handball um den Adler-Schild.

Milte und Schlesien im Endspiel.

Der erste April-Sonntag brachte die Entscheidung der Frage, wer in diesem Jahre den Endkampf um den Adlerpreis, den Wettbewerb der Handball- Gaumannschaften, bestreitet. Dorauszusehen war, daß der Sieger des Dorjahres, Gau Mitte, sich in Köln gegen Mittelrhein durchsetzen würde. Das Ergebnis mit 12:3 (8:2) fiel auch deutlich genug für die Gäste aus. Eine Ueberrafchung aber brachte das Münchener Spiel. Wenn hier auch ein Sieg der Schlesier gegen Bayern durchaus im Bereiche der Möglichkeit lag, so hatte doch niemand mit einer derartigen Niederlage der Einheimischen gerechnet. Mit 11:3 (6:2) Toren setzten sich auch hier die Gäste ganz überlegen durch. Die Gaue Mitte iind Schlesien werden also am Ostersonntag in Danzig den Endkampf austragen.

Handball-Sieg derSA.-Gruppe Hess en

Die SA.-Gruppe Hessen konnte mit ihrer Hand­ball-Auswahlelf das Freundschaftsspiel gegen «den MSV. Darmstadt mit 9:8 (5:5) Toren siegreich ge­stalten und damit einen schönen Erfolg erzielen.

Kein Gegner

für Schlauch, Heina und Ordorf.

Eine recht gute Besetzung hatte am Samstagabend das Nationale Schwimmfest im Kölner Hohen- staufenbad aufzuweisen. Die meiste Beachtung fan­den die Rennen mit den deutschen Spitzenschwim­mern Schlauch, Heina und Ordorf. Europarekord- mann Schlauch gewann die 100-m-Rücken in 1:09,1 Minuten überlegen vor Simon. Der Glad­becker H e i n a hatte nur auf den ersten 100 Meter im 200-m-Brustschwimmen mit Ohligschläger zu kämpfen, um dann klar in Front zu ziehen und in 2:41,8 Minuten zu siegen. Heber 200-m-Kraul hatte der Dortmunder Bachmann überraschenderweise nichts gegen den Magdeburger Ordorfzu bestellen, der sein Rennen sicher in 2:19,6 nach Hause brachte. Bei den Frauen trat die Heberlegenheit der Ver­treterinnen von Düsseldorf 98 klar heraus. Das ab­schließende Wasserballspiel gewann Poseidon Köln mit 8:7 (5:2) Toren ganz knapp gegen die ohne ihre Schußkanone Schneider antretende Mannschaft von Duisburg 98.

Sepp Manger in Hochform.

Bei einer Kraftsport-Veranstaltung in Chemnitz wartete unser Olympiasieger im Gewichtheben, Sepp Manger (Freising), mit einer ganz vorzüglichen Leistung auf. Im Olympischen Dreikampf brachte er die gewaltige Last von 420 Kilogramm zur Hoch­strecke, womit er seine olympische Bestleistung um 10 Kilogramm übertraf. Die Einzelleistungen Man­gers waren folgende: Beidarmig Drücken 180 Kilo­gramm, Reißen 125 Kilogramm, Stoßen 155 Kilo­gramm.

Berlin - Kotibus Berlin.

Das neue Rennjahr unserer Straßenfahrer wurde am Sonntag mit der klassischen Spreewaldfährt BerlinKottbusBerlin über 260,5 Kilometer ein­geleitet. Fritz Diederichs (Dortmund) siegte bei den Berufsfahrern in 8:06,35, bei den Amateuren war der Berliner Bartofkiewicz in einer nur um fünf Minuten schlechteren Zeit siegreich.

Zugend-Wettkampfgruppen in den Betrieben.

Die Reichsjugendführung, das Amt für Leibes­übungen und das Sportamt der NS.-Gemeinfchaft ..Kraft durch Freude" haben an ihre Dienststellen eine Verlautbarung herausgegeben, nach der bereits bestehende Iugendgruppen in den Wettkampf-Ge­meinschaften der Betriebe vorläufig bestehen blei­ben. Neugründungen dürfen dagegen vorläufig nicht! vorgenommen werden.