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vor stehen die Industrieländer in, lebhaftem Kampf um die Absatzgebiete.

Neuraths Geburtstag.

Auszeichnungen und Glückwünsche.

Berlin. 3. Febr. (DNB.) Der Führer hat dem Reichsminister des Auswärtigen, Freiherrn von Neurath, am Mittwoch als E r ft e m das goldene Treudien ft - Ehrenabzei­chen für vierzigjährige Dienstzeit verliehen, das am fünften Jahrestage der Machtübernahme ge­stiftet worden ist. Die Stadt Stuttgart hat dem Reichsaußenininister, einem Sohn der schwä­bischen Heimat, das Ehrenbürgerrecht der Stadt der Ausländsdeutschen verliehen. Der König von Schweden hat bei seinem Berliner Aufenthalt dem Reichsminister des Aus­wärtigen persönlich seine Glückwünsche ausgespro­chen und ihm sein Bild in silbernem Rahmen überreicht. Außerdem hat der Minister zahlreiche telegraphische Glückwünsche von fremden Staats­oberhäuptern, Regierungschefs und Außenministern erhalten, darunter von König Boris von Bulga­rien, vom italienischen Regierungschef Musso­lini, vom bulgarischen Ministerpräsidenten K j o s- s e i w a n o w , vom italienischen, polnischen, unga­rischen, schwedischen, finnischen und dänischen Außenminister und dem österreichischen Staatssekre­tär des Auswärtigen. Ferner haben bei dem Emp­fang des Diplomatischen Korps zahlreiche Missions­chefs die Glückwünsche ihrer Regierungen und ihrer Außenminister übermittelt. Schließlich sind viele Telegramme von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in Deutschland und des Auslandes sowie aus dem großen Freundes- und Bekanntenkreis des Reichsministers eingegangen.

Vanzigs Iukunfisaufgaben.

Danzig, 3. Febr. (DNB.) Auf einem Appell der Politischen Leiter sprach Gauleiter F o r st e r. Das veränderte Verhältnis Danzig-Polen, die be­reinigten Beziehungen zwischen dem Reiche und Polen hätten für die Danziger Politik neue Be­dingungen geschaffen. Der Einfluß der Liga auf die Danziger Innen- und Außenpolitik sei aus- geschaltet worden, an die Stelle Genfs sei die für die Danziger Belange ersprießlichere Aussprache zwischen Berlin und Warschau getreten. Die gegen­wärtige Lage stellt uns vor zwei Aufgaben: 1. Wir müssen uns eine dauerhafte innere Ord­nung schaffen, und zwar nach nationalsozialisti­scher Ueberlegung und Planung, und 2. die Freie Stadt Danzig muß nach außen hin ihren hundert­prozentigen deutschen und nationalso- zialistischen Charakter unmißdeutig Her­ausstellen. Zur ersten Aufgabe gehört die Verpflich­tung, daß wir uns darum sorgen, daß alle Brot und Arbeit haben. Wenn wir uns in Danzig so eingerichtet haben, daß die von uns geforderte innere Ordnung vorhanden ist, werden wir unserer Stadt auch das äußere städte- bauliche Gesicht geben, das dieser Zeit des Aufbaues würdig ist. Ebenso muß durch groß­zügige Veranstaltungen Danzigs kulturelle Bedeutung in Erscheinung treten. Im übrigen werden wir dafür sorgen, daß auch wir die Le­bensformen unserer reichsdeutschen Volksgenossen übernehmen, d. h. wir werden die nationalsozia­listische Gesetzgebung nach Maßgabe und Notwen­digkeit auch hier in Anwendung bringen.

Gowjetspionaqe in England.

Konftruktiorrspläne, schwerer Schiffsgefchntze photoaravbiert.

London, 3. Febr. (DNB.) Die Londoner Blät­ter berichten über einen Landesverratspro­zeß gegen vier Engländer, die beschuldigt werden, geheime Papiere einer frem­den Macht ausgeliefert zu haben. Die fremde Macht ist offenkundig Sowjetrußland, da die Beschuldigten Mitglieder der Vereinigung Freunde der Sowjetunion" in England waren. Außerdem sind die Agenten der fremden Macht, die die Papiere übernommen hatten oder überneh­men wollten, nach Moskau zurückgekehrt. Die vier Beschuldigten waren in Nüstungssabriken be­schäftigt und haben die Dokumente den ausländi­schen Agenten beschafft, damit sie photographiert werden. Ferner wurden geheime Anweisungen über den Gebrauch von Waffen sowie Pläne, die bei der Konstruktion des neuen englischen 35-Zenti- meter-Geschützes verwendet werden, photographiert. Die Entlarvung der Spione erfolgte durch eine eng­lische Agentin, die im Einverständnis mit der Spionageabwehr des Kriegsministeriums die Stel- lktng einer Sekretärin in der VereinigungFreunde der Sowjetunion" übernommen und auf diese Weise das Vertrauen der Angeklagten erworben hotte. So soll es noch gelungen sein, die Photographien der geheimen Papiere sicherzustellen.

Oie Hand der GM.

Russische Emigranten in Sofia die Opfer einer Höllenmaschine.

Sofia, 3. Febr. (DNB.) In der Sofioter Woh­nung des aus Sowjetrußland geflüchteten Schrift­stellers Iwan Solonewitsch wurde, in einem Paket verpackt, eine Höllenmaschine abge­geben. Beim Oeffnen des Paketes explodierte Die Höllenmaschine, zerriß einen zufällig in der Woh­nung anwesenden russischen Emigranten und ver­wundete die Frau Solonewitschs; sie erlag nach kurzer Zeit ihren schweren Verletzungen. Iwan Solonewitsch selbst blieb unverletzt. Alles spricht dafür, daß Der Anschlag das Werk von GPU.- Agenten ist. Solonewitsch und seine Frau haben nämlich der kommunistischen Wühlarbeit im Aus­land mit ihren Werken schweren Abbruch getan, da sie die grauenvollen Zustände in Sowjetrußland wie kaum ein Flüchtling zuvor enthüllen. Das Buch von SolonewitschDie Verlorenen eine Chronik namenlosen Leidens in den Zwangsarbeits­lagern Sowjetrußlands" und das Buch von Tamara SolonewitschHinter den Kulissen der Sowjetpropaganda. Erlebnisse einer sowjetischen Dolmetscherin" sind auch in Deutschland erschienen (Essener Verlagsanstalt in Essen). Sie sind auch im Gießener Anzeiger besprochen-worden.

AuchDienst ohneWaffe" inOesterreich

Wien, 3. Febr. (DNB.) In dem im Frühjahr 1936 erlassenen Bundesdienstpflichtgesetz, das die Wehrhoheit Oesterreichs wiederherstellte' wurde die Bestimmung getroffen, daß die ausge- musterten Männer zum Dienst mit ober ohne Waffen herangezogen werden können. Während

bisher nur Einberufungen zum Waffendienst vor­genommen wurden, werden dieses Jahr die als mindertauglich Befundenen zum ersten­mal zum Dienst ohne Waffe herangezogen. Sie werden alsW e r k f o l d a t e n" bezeichnet wer­den unh als technische Spezialisten bei der Truppe, als Schreiber bei den Kommandanturen und in ge­schlossenen Arbeitsabteilungen Verwendung finden. Die Einberufungen sind bereits erfolgt.

Heid)6beamfenfül)rer Neef in Rom.

Rom, 3. Febr. (DNB.) Der Presse gab Reichs­beamtenführer Neef, der zu einem offiziellen Be­such in Rom eingetroffen ist, seiner Freude Aus­druck über das große Interesse, das viele italienische Beamte der praktischen Arbeit der deutschen Ver­waltungen wie der Organisation und den Selbst­hilfeeinrichtungen 'der deutschen Beamtenschaft be­reits entgegengebracht hätten. Die deutsche Beamten­schaft besitze in ihren Verwaltungsakademien eine ausgezeichnete Möglichkeit zur Freiwilligenfortbil- düng. Die Wichtigkeit der Verwaltungsakademien werde besonders dadurch verdeutlicht, daß der Führer einen seiner engsten Mitarbeiter, den Neichs- minister und Chef der Reichskanzlei Dr. Lam­mers, mit der Führung betraut habe. Die italie­nischen Beamten, die zum Besuch der Verwaltungs­akademien eingeladen seien, würden daher dort am

besten das Wesen der deutschen Verwaltung stubie- ren können.

DiechinesischeFrontzurückverlegt

Bor einer Entscheidungsschlacht um den Besitz der Eisenbahn TientsinPu tau.

Hankau, 3. Febr. (DNB.) Nach mehrtägigen Kämpfen, die in der Nacht zum 3. Februar in einem schweren Bombardement der chinesischen Stellungen bei Fengjang ihren Höhepunkt er­reichten, ist die chinesische Front unter Aufgabe von Pengpu am Donnerstag früh auf die den Hwai- Fluß verbindende Seenkette zurückverlegt worden. Die Japaner sind damit vor den stark aus­gebauten und durch natürliche Hindernisse verstärk­ten chinesischen Haupt ft ellungen angelangt. Von der Widerstandskraft dieser chinesischen Front hängt das Schicksal des noch in chinesischen Händen befindlichen Abschnittes der Eisenbahnverbindung Tientsin Pukau sowie des Ostabschnittes der Lun gh a i-Bahn ab. Auf beiden Seiten sind neue Divisionen in den Kampf geworfen wor­den. DieDaily Mail" meldet aus Hongkong, daß Tausende von Einwohnern Kantons panikartig aus der Stadt flüchteten, um einem japanischen Vorstoß auszuweichen.

Für ein Lustknegsabkommen.

England kommt auf den Vorschlag des Führers zurück.

London, 3. Febr. (DNB.) Im Unterhaus be­antragte der Labour-Abgeordnete George Jones, die Bombenabwürfe auf die Zivilbe­völkerung zum Gegenstand eines internatio­nalen Abkommens zu machen. Sir Henry Page- (Trofft (konservativ) lenkte die Aufmerksamkeit auf die Valencia-Leute. Er glaube, daß die Mehr­zahl der auf sowjetspanischer Seite verwandten Bomber aus Sowjetrußland stammten. Es sei nicht gerecht, immer wieder die Luftbombarde- ments den bösen Italienern und Deutschen zuzu­schieben. Es sei tief bedauerlich, daß eine große An­zahl Unterhausmitglieder sich neuerlich habe nach Sowjetspanien locken lassen, um dort ihre Sympa­thien für eine Seite an den Tag zu legen, während England sich zur Nichteinmifthung verpflichtet habe.

Eden gab dann dem Unterhaus bekannt, daß die englische Regierung bereits eine Prüfung des Problems der Entwicklung des Luftkrieges, besonders im Zusammenhang mit der Bombardie­rung der Zivilbevölkerung, vornehme. Sie werde mit der Absicht durchgeführt, diese Frage bei an­deren Mächten wieder anzuschneiden. Das Ziel der britischen Regierung sei dabei der Abschluß eines internationalen Abkommens auf diesem Gebiet. Der deutsche Reichskanzler habe sich g üvn st i g gegenüber derartigen Beschränkungen ausgesprochen. Auf feine Sympathie und Unter­stützung werde man bei einer Kontrollmaßnahme rechnen können. Deutschland sei potentiell die größte Militärmacht, aber es liege inmitten von Europa, und daher sei für Deutschland auch die Luft außer­ordentlich wichtig.

Die Schuld der spanischen Volschewisten.

Rote Luftstreitkräfte bombardierten offene Städte.

London, 4. Febr. (DNB. Funkspruch.) In einer Zuschrift an dieTimes" weist der konservative Abgeordnete Sir Henry Page-Crofft auf die ungeheuere Schuld hin, die die spanischen Bol­schewisten im Luftkrieg auf sich geladen haben. Franco sei rein militärisch berechtigt, Barcelona und Valencia mit Bomben belegen zu lassen, da Barce­lona das größte Munitionsarsenal sowie Garnison- und Regierungsstadt sei, während über Valencia Munition, Kohlen und Lebensrnittel nach Südost- Spanien hineinkämen.Den Valencia-Machthabern" so sagt der konservative Abgeordnetewerfe ich vor, daß ihre ßuftftreitfräfte zwischen dem 18. Juli und dem 23. September 1936 offene Städte nicht weniger als 57 mal ange­griffen haben. Der Zweck kann dabei kein anderer gewesen fein, als Schrecken zu erregen. Ist es nach einer fo langen Periode der Beschießung und des Hinschlachtens von unschuldigen Zivilisten aus der Luft nicht etwas spät, wenn die rote Re­gierung jetzt die Einstellung der Bombardierung von Zivilisten vorschlägt, da es doch ständig ihre Taktik war, Zivilisten mit Bomben zu bewerfen ohne Rücksicht darauf, ob es einem militärischen Zwecke diente?"

Oie Bolschewisten geben Bomben- angnffeaufwehrloseZivilbevölkerungzu

Salamanca, 3. Febr. (DNB.) Das sog. bolsche­wistischeVerteidigungsministerium" veröffentlicht am Donnerstag eine Note, in der es heißt, daß den bolschewistischen Fliegern der Befehl erteilt worden fei, dieBombenangriffe auf Die Zivil- bevölkerun g" e i n z u ft e l l e n. Der Befehl wird damit begründet, daß die englische und die französische Regierung bereit seien, wegen der Einstellung der Fliegerangriffe auf das Hinterland Schritte zu unternehmen. Damit wird von sowjetspanischer Seite zum erstenmal, wenn auch indirekt, zugegeben, daß die bolschewistischen Flieger Bombenangriffe auf das unbewehrte Hinter­land durchführten, bei denen, wie wiederholt gemeldet wurde, Frauen, Kinder und Landarbei- t e r Opfer dieser verbrecherischen Anschläge wurden. DieLeberwachungimBittelmeer Frankreich zur Beteiligung an verschärften

Maßnahmen bereit.

Paris, 3. Febr. (DNB.) Das französische Außenministerium gab bekannt: Die französische Regierung hat im Anschluß an die englisch-franzö­sisch-italienischen Besprechungen in London über die Sicherheit der Handelsschiffahrt im Mittelmeer im Zusammenhang mit dem von der britischen Admira­lität festgelegten Maßnahmen ihrerseits zu ergreifende Maßnahmen ins Auge ge­faßt. Zu diesem Zweck ist sie bereit, folgende Verfügungen zu treffen: Die französischen Kriegs­schiffe, die die durch das Abkommen von Nyon vorgesehenen Ueberwachungsmaßnahmen durch­führen, werden den Befehl erhalten, in ihrem lieber» machungsgebiet jedes U-Boot anzugreifen und wenn möglich zu vernichten, das außerhalb der spanischen Hoheitsge- wässer unter Wasser fahrend westlich von La Ciotat zwischen Marseille und Toulon auf den Wasserstraßen angetroffen wird.

Ein ganzer Artillerie-park nach Eowietspanien verschoben?

Paris,, 4. Febr. (DNB. Funkspruch.) Die Action Fran^aise" stellt fest, daß kürzlich der Ar­tillerie-Park von Castres fast vollständig ge­räumt worden sei; Munition und Kanonen, ein­schließlich der 120er Langrohrgeschütze seien auf zwölf Zügen in Richtung Perpignan trans­portiert worden. Chautemps müßte der Letzte fein, der sich über die verstärkten Bombenangriffe ge­rade im Berich der französischen Pyrenäen-Grenze wundern dürfte. Ed fei fein Geheimnis, dgß der Durchgangsverkehr nach Sowjetspanien über fran­zösisches Gebiet in alter Frische wieder aufgelebt fei. Daß die nationalspanischen Piloten eines Tages auf die Idee kommen würden, diese Versorgung der Bolschewisten zu stoppen, sei unvermeidlich gewesen.

3m grünen Herzen Deutschlands.

Bilder von einer Reichspreffefahrt der NSD.

Dank der Reichsautobahn, auf ber wir mit un­serem rotgelben Gesellschaftswagen dahinrollen, steigert sich die Geschwindigkeit unserer Fahrt, die uns mitten in das grüne Herz Deutschlands trägt. Zwar haben Reichsautobahn und Film unmittelbar nichts miteinander zu tun; dennoch erleben wir, indem der Zeiger des Tachometers noch höher hin­aufklettert, von dem weißen, schwingenden Band der Reichsautobahn aus die uns umgebende Landschaft gleich einem Film. Wälder und Felder, Berge und Täler, Städte und Schlösser und Schornsteine nähern sich uns, zunächst klein und unscheinbar, dann gleichsam bis zur Großaufnahme wachsend, um gleich darauf hinter uns zu versinken.

Aber nicht nur die Landschaft Thüringens fliegt an unseren Augen vorüber Genau so ergeht es uns mit den tausendfältigen, stolzen Erinnerungen, die dieser Gau in sich birgt. Bald ist es das Mittel- alter, das uns von den Burgen und Burgruinen entgegengrüßt; bald ist es die Zeit des fürstlichen Absolutismus, die in- den vielen ehemaligen Resi­denzen wieder auswvchen will; bald ist es das Reich der Dichtkunst, der Musik und der Philosophie, des Klassizismus und ber Romantik, das in uns auf­taucht, wenn wir an den Wirkungsstätten eines Goethe und Schiller, eines Johann Sebastian Bach, eines Fichte und Hegel vorüberfahren. Aber dann schieben sich doch auch schon die Bilder jüngerer Erinnerungen an uns heran: Haeckel und Ernst Abbe, der Schöpfer der weltumspannenden Zeiß- unb Schottwerke, werden in uns lebendig und run­den die Erscheinung dieses Landstriches, dieses deut­schen Gaues ab, dessen innerer und äußerer Reich­tum von Stunde zu Stunde sichtbarer wird.

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Aeußerer Reichtum? O, ja! Thüringen war ein­mal reich! Landwirtschaft, Gewerbefleiß, bann In­

dustrie ernährten die Bewohner nicht nur zur Ge­nüge. Selbst die Haus- und Spielzeugindustrie fand dank ausgedehnten Exportes Absatz in der ganzen Welt. Und die kleine Stadt Greiz zählte vor dem Kriege nicht weniger als 54 Millionäre! Dann aber kam dieser Krieg, und nach ihm kamen die Revolte von 1918, die Inflation, die Wirtschafts­krise, die wie ganz Deutschland so auch Thüringen in den Strudel des Verderbens und Sterbens ris­sen. So weit kam es in Thüringen, daß an dem Rathaus von Elgersburg Sichel und Hammer als Sinnbilder einer kommunistischen Hochburg prang­ten! Der Gau Thüringen stürzte fast ins Boden­lose, und sicher hätte das grüne Herz Deutschlands ganz aufgehört zu schlagen, hätte nicht der Natio­nalsozialismus unter der straffen Zucht des damali­gen thüringischen Staatsministers, des heutigen Reichsinnenministers Frick, im letzten Augenblick dem Absturz Einhalt geboten.

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Allein: der Nationalsozialismus begnügte sich nicht damit, wie vorher der Marxismus, neue Staatsformen zu ersinnen. Der Nationalsozialismus griff mit der Tat ein, packte zu und warf durch die NS.-Dolkswohlfahrt über ganz Thüringen ein Netz sozialer Einrichtungen, deren tägliche und stündliche Hilfsbereitschaft wir nun auf unserer Fahrt kreuz und quer durch Thüringen erleben und bewundern sollen. Und da es viel zu sehen und zu erkennen gibt, so hilft es nichts: wir müs­sen die einmal aufgenommene Geschwindigkeit bei* behalten und sehen so, indem wir mit dem Koloß unseres Gesellschaftswagens durch viele Städte und Dörfer rattern, zum dritten Mal einen Film vor uns abrollen, der uns offen fei es ausgespro­chen tiefer ergreift als die uns umgebende, im Winterschlaf liegende Landschaft und die ehrwür­dige Vergangenheit Thüringens.

Hatte uns schon der RaumVier Jahre N S V. - A r b e i t" in der im Weimarer /Schloß, museum untergebrachten LeistungsschauNational, sozialistischer Rechenschaftsbericht" Einblick in die Vielfalt und Vielzahl der Kreisamtsleitungen, Orts, gruppen und Stützpunkten der thüringischen NSV. gegeben; hatten wir vor uns auf einer Riefenkarte des Gaues alle die unzähligen Orte aufleuchten sehen, in denen Müttererholungsheime, Jugend- erholungsheime, Kindertagesstätten, Hilfsstellen von M utter und K i n d", NS.-Schwesternstationen, aber auch Lernschwester-Schulen und endlich Stät- ten des Ernährungshilfswerks (nämlich 29 Schweinemästereien!) in Betrieb gehalten wer­den, so wurde uns die Bedeutung dieser Fülle von Tatstätten des deutschen Sozialismus doch erst in der persönlichen Anschauung vollends klar.

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Wir saßen zwischen den Müttern imHaus Mutterliebe" in Elgersburg, waren Zeuge ihres Frohsinns.und ihres Lachens und ihrer spart- lichen Hebungen, die sie jeden Tag vornehmen, ob­wohl sie ihrer ungewohnt sind, und obwohl in dem großen, weiten Haus, das wenige Schritte vom Mütterheim sich erhebt, die Säuglinge und Klein­kinder, 32 an der Zahl, krähten und mit den Aerm- chen fuchtelten und nach ihren Müttern verlangten. Wir besuchten die größte NS.-Schwesternstation in Eisenberg, die mit drei NS.-Schwestern besetzt ist, von denen eine sich besonders der Lungenfürsorge annimmt. Wir erfuhren, daß es in Thüringen nicht weniger als 102 NS. -Schwesternstationen gibt. Woher diese große, überraschende Zahl? Nun, im Gau Thüringen sorgen zwei Lernschwestern- Heime, in Gera und itr Greiz, für den Nachwuchs. Diese Lernschwesternheime nehmen ihren Nachwuchs wieder aus den Reihen der Vorschülerinnen, deren fröhliches Lachen bei der Arbeit wir überall hören konnten, werden doch die Heime und Erholungs- ftätten des NSD.-Gau Thüringen ohne bezahltes Hauspersonal geführt und ausschließlich von den in schmucken, weiß-rot tarierten Arbeitskleidern ge« kleideten Dorschülerinnen in Stand gehalten.

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Das schönste Erlebnis aber war wohl das Haus der NSV.", das in Weida durch die Ge­meinschaftsarbeit der Einwohner der Stadt und ber Bauern und Fuhrleute der Umgegend entstand. Das, was sich die Gemeinschaftsarbeit erbaut hat: den Kindergarten, die HilfsstelleMutter und Kind", die NS.-Schwesternstation, den Spielplatz, den Kinderhort für die ersten Schulgänger samt Üllen notwendigen Nebeneinrichtungen, alles das ist nun auch Gemeinschaftsbesitz der Einwoh­ner unter der Betreuung der NSV.-Leitung von Weida. Schon ist das Haus für die 120 Kinder zu eng geworden, und mitunter müssen die Mütter, die mit ihren Kindern auf dem Arm zur Beratungs­stelle kommen, hraußenSchlange stehen". Abex ist diesesSchlange-stehen" nicht der beste Ausdruck des Vertrauens zu den Schwestern und ehrenamt­lichen Helfern und Helferinnen der NSV. Thürin­gen, die insgesamt die Zahl von 50 000 weit über­steigen?

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Bevor der Film abgeblendet wird, noch einen Blick in das Jugenderholungslager in Markersdorf; dann in die thüringische NSV.-Erho- lungspflege rm Winter und einen allerletzten Blick in die vorbildliche Schweinemästerei von Jena, die in Bälde 6000 Schweine auf den Markt bringen wird, und die sogar durch ein besonderes Verfahren aus dem Schweinedung einen viel begehrten Edelmift liefert. Dann aber, während uns noch der Wohlgeruch des Edelmistes in der Nase und das Quieken dergrunzenden Rohstoffe" in den Ohren liegt, besteigen wir unfern Wagen, holpern kurze Zeit über Kopfpflaster, um wenig später wieder auf die Reichsautobahn zu rollen. Die Zeit der Rückfahrt vergeht im Nu, weil wir viel nachzu­denken haben über das, was Gemeinschaftswille und Gemeinschaftsarbeit im Gau Thüringen ge­schaffen haben.d

Ein Lustschuh-Ehrenzeichen.

Der Führer und Reichskanzler hat für Verdienste im Luftschutz ein Luftschutz-Ehrenzeichen gestiftet. Die erste Stufe, ein Ehrenkreuz, wird für besondere Verdienste verliehen, während die zweite Stufe, eine Medaille, diejenigen erhalten, die sich nach dem 30. Ja- nuar 1933 auf dem Gebiete des Luftschutzes beson­dere Verdienste erwarben. Beide Stufen werden an einem hellila Band mit fchwarzweißrotem Saum getragen. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Kleine politische Nachrichten.

Die große politische SchauD e r e w i g e I u d e" hat am 31. Januar 1938 ihre Pforten in München geschlossen. Seit ihrer Eröffnung am 8. November 1937 wurden insgesamt 4 12300 Besucher gezählt. Mehr noch als diese Besucherzahl beweist das Echo, das die Ausstellung in den Zeitungen fast aller Länder gefunden hat, ihren durchschlagenden Erfolg.

Der Oberbürgermeister der Stadt Berlin, Stabt« Präsident Dr. Lippert, traf in London ein. Der Besuch dient dem Ausbau der Beziehungen zu der International Summer School und der Frage des Schüleraustausches,

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