dinowitsch. Er verstand, die gespaltenen und zerstreuten Kräfte der jugoslawischen Wirtschaft zu- sammenzufassen, die Weltkonjunktur auszunützen und so einen ungeahnten Fortschritt auf wirtschaft- lichem und finanziellem Gebiet in die Wege zu leiten. Seine Aufbaupolitik wurde durch seine Außenpolitik erleichtert, die dem jugoslawischen Staat die volle außenpolitische Sicherheit gegeben hatte. Stojadinowitsch erreichte, daß in den Grenzen Jugoslawiens frühere Feinde, wie Italien unb Bulgarien, sich in Freunde wandelten, so daß in den Tagen der schweren internationalen Krise im September Jugoslawien ruhig in die Zukunft blicken konnte, und die Jugoslawen nicht durch eine Mobilmachung ihre Tätigkeit unterbrechen mußten. Das Gefühl der Sicherheit und Ruhe verdanken die Jugoslawen in erster Reihe der Freundschaft mit Großdeutschland, das gegenüber Jugoslawien wirtschaftlich und politisch immer größtes Entgegenkommen gezeigt hat. Die Freundschaft mit Italien und Bulgarien, die Stellung im Balkanbund, der wirtschaftliche Aufschwung, 'der materielle und geistige Fortschritt sind gewichtige Posten in der zwanzigjährigen Bilanz des jugoslawischen Staates.
Hessens Siaafsfinanzen.
Rach dem Jahres-Ausweis über die Einnahmen und Ausgaben des Landes Hessen im Rechnungsjahr 19 3 7 betrugen die Einnah - men im Ordentlichen Haushalt (Be- träge in 1000 RM., erste Zahl die Ist-Einnahme, in Klammer das Jahressoll einschl. I. und II. Nachtrag) an Reichs st euern nach Abzug der Einbehaltungen für den Ueberaang der Rechtspflege und der Polizei auf das Reich 38 243 RM. (37 087), an Landes ft euern 32383 RM. (31 945). Da- von gehen ab Ueberweisungen an Gemeinden (Ge- meinoeverbände) 16 781 (16 304), so daß verbleiben 53 845 RM. (52 728). Aus Ueberschüssen der Betriebe kamen ein 13821 RM. (11 702), davon ab Zuschüsse an Betriebe 6 917 RM. (7 469). Es verbleiben somit 6 904 RM. (4 233 RM.). Unter sonstigen Einnahmen (Schulwesen, Wissenschaft und Kunst, Kirche) stehen 8 856 RM. (8 351 RM.), Uebrige Landesverwaltung 27 635 RM. (30 856 RM.), so daß an Einnahmen insgesamt 97 240 RM. (96 168 RM.) verblieben.
'Die Ausgaben setzen sich zusammen aus Allgemeine (innere) Verwaltung (einschl. Polizei) 2125 RM. (2339), Verkehrswesen 3091 RM. (3 791 RM.), Schulwesen, Wissenschaft und Kunst, Kirche 32 303 RM. (33 515 RM.), Soziale Maßnahmen und Gesundheitswesen 9 556 RM. (10 011 RM.), Wohnungswesen 2 332 RM. (2 866 RM.), Schuldendienst 10797 RM. (8140 RM.), Ruhegehälter 14 917 RM. (15 092 RM.), Sonstige Ausgaben 22 119 RM. (22 886 RM.). Die Ausgaben betragen insgesamt 97 240 RM. (98 640 RM.).
Der Außerordentliche Haushalt sieht als Einnahmen und Ausgaben insgesamt 61394 RM. im Jahressoll vor. k
Alte Münzen wieder in Kurs.
Aber nut für die Whlv.-Sammlungenl
Das WHW. nimmt am „Tag der nationalen Solidarität" und auch an allen folgenden Sammeltagen bei seinen Haus- und Straßensammlungen neben den gültigen Münzen und Geldscheinen alle auch außer Kurs gesetzten in- und ausländischen Münzen, Gedenkmünzen, Plaketten, Prägemarken usw. entge-en. Sie werden umgehend einer rohstoffwirtschaftlichen Verwertung zugeführt.
Jeder deutsche Volksgenosse möae einmal seinen Schreibtisch oder feinen Schrank oaraufhin unter
suchen, um diese für ihn meist wertlosen Münzen bereitzuhalten. Es kann sich dabei um eiserne Kriegsmünzen, Aluminiumgeld', Messing oder Bronzemünzen handeln. Mancher hat noch von seinen Reisen her kleine Beträge an ausländischen Münzen, die er wegen Geringfügigkeit nicht ein- wechseln will. Alle diefe Münzen — seien die Beträge auch noch so gering — ergeben in ihrer Gesamtheit eine stattliche Summe, die eine fühlbare Hilfe für die Deoisenwirtschaft darstellen. Auch alle Dienststellen des WHW. nehmen solche Spenden entgegen.
3m Dienste des Winterhilfswerkes.
Firma und Angestellte des Stoffhauses B e r - n a r d & Sohn in der Plockstraße haben sich in schöner Weise für das Winterhilfswerk eingesetzt. Die Firma stellte Stoffe zur Verfügung, die von den weiblichen Angestellten in ihrer Freizeit zu einer Anzahl Kleidungsstücke für Kinder verarbeitet wurden. So entstanden unter den fleißigen Händen der Angestellten 22 verschiedene Kinderkleidchen, Knaben-Sporthemden, Schlafanzüge, Schürzen usw. Sicherlich werden diese Kleidungsstücke bei den kleinen Empfängern und ihren Müttern große Freude auslösen. Der Inhaber der Firma hat für die besten Arbeiten, die aus diesem edlen Wettbewerb hervorgingen, einige Buchpreise vergeben. Die Kleidungsstücke wurden der NSV. zur Verfügung gestellt.
Gießener Dochenmarktpreise.
* Gießen, 3. Dez. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 9, Eier, deutsche, Güteklasse I, S 15, A 14%, B 14, C 13%, D 12%, Kühlhauseier, Klasse S 12, A 11%, B 10%, Wirsing, % kg 9, Weißkraut 5 bis 7, Rotkraut 10, gelbe Rüben 9 bis 10, rote Rüben 15 bis 18, Unterkohlrabi 6 bis 10, Grünkohl 12, Rosenkohl 15 bis 30, Feldsalat, 1/io 8 bis 10, Tomaten, % kg 45, Zwiebeln 12 bis 15, Meerrettich 30 bis 55, Schwarzwurzeln 25 bis 40, Kartoffeln, % kg 4 Pf., 5 kg 40 Pf., 50 kg 3 bis 3,45 Mark, Aepfel, % kg 30 bis 45 Pf., Birnen 30 bis 35, Nüsse 40 bis 65 Pf., junge Hähne 1 bis 1,20 Mark, Suppenhühner 90 Pf. bis 1 Mark, Gänse 1,10 bis 1,20 Mark, Tauben, das Stück 50 bis 60 Pf., Blumenkohl 20 bis 50, Salat 5 bis 6, Endivien 5 bis 10, Oberkohlrabi 5 bis 10, Lauch 5 bis 12, Sellerie 10 bis 35, Rettich 5 bis 20, Radieschen, das Bündel 8 bis 12 Pf.
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** Städtische Bücherei. Im November sind 2034 Bände ausgeliehen worden. Davon kamen auf: Literatur 1, Zeitschriften 14, Gedichte und Dramen 33, Erzählende Literatur 1204, Jugendschriften 321, Länder- und Völkerkunde 129, Kulturgeschichte 6, Geschichte und Biographien 199, Kunstgeschichte 2, Naturwissenschaft und Technologie 48, Heer- und Seewesen 26, Haus- und Landwirtschaft 8, Gesund- heitslehre 3, Religion und Philosophie 5, Staatswissenschaft 35 Bände. Nach auswärts kamen 30 Bände.
** Unfall beim Baumfällen. Gestern ereignete sich bei den Baumfällungsarbeiten in der Sicher Straße ein Unfall. Dem etwa 65jährigen Vorarbeiter Nocker aus Rödgen sprang durch einen unglücklichen Zufall ein Stück eines Eschenastes nach dem Aufprall auf die Erde gegen das Gesicht und brachte ihm eine heftige Prellung am Auge und eine Hautabschürfung an der Nase bei. Nach erster ärztlicher Behandlung konnte er sich nach Hause begeben.
** Der Naturheilverein hielt im ^acholischen Vereinshaus" einen Vortragsabend ab. Dr. weck. Bachem (Frankfurt a. M.) sprach über „Geschwülste und Wucherungen". Aus langjährigen Erfahrungen heraus stellte der Vortragende fest, auch bei solchen Krankheiten mit natürlichen Heilmitteln
oute Erfolge erzielt werden können, wenn der Kranke sich einer Lebensführung bediene, die ihm der Naturheilarzt empfehle. Aber auch nach der Naturheilweise werde die Anwendung chirurgischer Hilfsmittel nie ganz ausgeschlossen bleiben können. Bei Warzen lasse sich durch einfache Mittel und auch durch seelische Einwirkung Abhilfe schaffen. Gegen Fettgeschwülfte, die sich an fiüfte und Schulter bilden, wie auch gegen Fasergeschwülste, nannte er eine Reche von Mitteln, die erfolgversprechend sind, wenn auch nicht in jedem Falle operative Hilfe zu umgehen sei. Ganz anders lasse sich das Muskelgeschwür bei Frauen behandeln, bei denen in erster Linie Bäder eine vorzügliche Wirkung erzielten. In sehr eingehender Weise besprach er die ernsteren Krankheiten der Schilddrüsen des Kropfes und vor allem des Krebses, wobei er die Ursachen andeutete und die Methoden aufzeigte, mit denen die Naturheilkunde bereits Erfolge erzielen konnte. Der Vortragende ging dann auf die Fragen nach der Vererbung und Ansteckung ein und führte eine Auslegung für das Entstehen dieser Wucherungen an, nämlich die Anhäufung von inneren Giften im menschlichen Körper, die zum Krebs führten. Abschließend besprach 4er eine Reihe von Heilerfolgen aus seiner eigenen Praxis und sprach die lieber» zeugung aus, daß sich in vielen Fällen durch eine naturgemäße Lebensweise eine solche Erkrankung
nicht nur beseitigen, sondern schon In ihren Ursachen abschwächen und vermeiden lasse. Die Voraussetzung dazu sei ein gesunder und starker Körper, wie er durch Befolgung einer vernünftigen Ernährungsund Lebensweise erreicht werden könne.
Landkreis Gießen
+ Grünberg, 3. Dez. Der hiesige Oberweichenwärter Hermann N e b h u t wurde für 40jährige Tätigkeit im Dienste der Bahn mit dem goldenen Treudienstehrenzeichen ausgezeichnet. Der Amtsvorstand, Oberbaurat Wilke (Gießen), überreichte ihm am Freitag im Dienstzimmer des Bahnhofs persönlich das Ehrenzeichen nebst der Urkunde des Führers. Auch vom Reichs- verkehrsminifter Dorpmüller und von der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. wurden dem Geehrten Glückwunschschreiben ausgehändigt.
* Ober-Hörgern, 3. Dez. Am heutigen Samstag, 3. D e ze m b e r (nicht am gestrigen Freitrag, wie gestern irrtümlich berichtet), feiert der Landwirt Wilhelm Lotz I. in körperlicher und geistiger Frische seinen 8 3. Geburtstag.
Spre^stnnden frer
11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnachmittag geschlossen.
Mgermeifler-Taglllig des Kreises Alsfeld.
* A l s f e I b , 2. Dez. Anläßlich der Zuteilung von 13 Gemeinden des führenden Kreises Schotten zu dem Kreis Alsfeld fand am Donnerstag unter dem Vorsitz von Kreisdirektor Dr. S ch ö n h a l s im „Deutschen Haus" eine Bürgermeister-Versammlung des vergrößerten Kreises Alsfeld statt.
Kreisdirektor Dr. S ch ö n h a l s begrüßte mit herzlichen. Worten die aus dem Kreise Schotten hinzugekommenen neuen Bürgermeister. Erst durch die Tatkraft der nationalsozialistischen Führung sei es möglich gewesen, die Vereinheitlichung der Staatsverwaltung in Hessen durchzuführen. Die besondere Initiative hierzu habe Gauleiter Sprenger ergriffen, dem es gelungen sei, den Verwaltunzs- apparat des Landes Hessen ourch Zusammenlegung der Ministerien mit einem Minister und durch Auflösung der Provinzen wesentlich billiger und einfacher zu gestalten. Kreisdirektor Dr. Schön- h a l s gab dann einen Ueberblick über die künftige Gestaltung des Kreises Alsfeld, der mit 9 7 Gemeinden mit 96 Bürgermeistereien räumlich an zweiter Stelle in Hessen stehe. Der Redner ging weiter auf die Arbeit der Bürgermeister im einzelnen ein und wies darauf hin, daß heute die Stellung des Bürgermeisters gegenüber früher eine ganz andere geworden sei. Im Gegensotz zu dem früheren System sei der Bürgermeister heute nicht mehr das ausführende Organ des Gemeinderats, sondern der all einige verantwortliche Leiter der Gemeinde, der sein Amt immer in nationalsozialistischem Geiste zu führen habe.
Am Schlüsse seiner Ausführungen gab Kreisdirektor Dr. .Schönhals einen Hinweis auf die Bedeutung des Tages der Nationalen Solidarität am nächsten Samstag und betonte, daß die Beamten in erster Linie berufen seien, im Sinne des Aufrufes des Führers sich bei dieser Gelegenheit für einen vollen Erfolg dieses Tages einzusetzen. Er regte deshalb anläßlich der Bürgermeisterveksamm- lung eine Sonderspende für den Tag der Nationalen Solidarität an. Als Ergebnis dieser Sonderspende der anwesenden Beamten des Kreisamts und der Bürgermeister konnte der stattliche Betrag von 2 5 0 Mark an den Kreisbeauftragten des WHW. abgeführt werden.
Kreisleiter Zürtz als Beauftragter der NSDAP, begrüßte ebenfalls die neuen Bürgermeister des Kreises Alsfeld und sprach dann über die Stellung und Aufgaben des Beauftragten der NSDAP, und dessen Mitwirkung bei der Berufung der Bürgermeister, Beigeordneten und Gemeinderäte. Die Partei fei der-Willensträger des Deutschen Volkes, und die Tätigkeit der Bürgermeister in der Selbstverwaltung müsse immer im Rahmen der Ziele und Auffassungen der Partei stehen. Er behandelte sodann das Verhältnis zwischen Bürgermeister und Ortsgruppenleiter, die sich verständigen und zusammenarbeiten sollen. Der Ortsgruppenleiter solle nicht in die Belange des Bürgermeisters hineinreden, anderseits solle aber auch der Bürgermeister den Wünschen des Ortsgruppenleiters gerecht werden. Kreisleiter Zürtz wandte sich bann in scharfen Worten gegen diejenigen drinnen und draußen, die bestrebt seien, eine Spaltung in das deutsche Volk zu tragen und die die nationalsozialistische Weltanschauung bekämpften. Es sei Pflicht der Bürgermeister, sich von allen diesen Bestrebungen fern« zuhalten. Die Bürgermeister hätten nur für die weltanschauliche Sippengemeinschaft in ihren Gemeinden zu sorgen. Wenn allen zersetzenden Bestrebungen energisch entgegengearbeitet werde, bann werde sich auch das Dichterwort bewahrheiten, daß am deutschen Wesen die Welt genesen werde. Die Ausführungen des Kreisleiters wurden mit lebhaftem Beifall aufgenommen.
Regierungsrat Deringer gab hierauf eine Anzahl allgemeiner Verfügungen der Hessischen Landesregierung bekannt. Derwaltungsinspektor Dip- p e l referierte über den neuen Finanzausgleich in Hessen und dessen Auswirkungen auf die Gemeinden, wobei er die Veränderungen in Einnahme und Ausgabe des Haushaltsplanes näher erläuterte. Verwaltungsinspektor kneifet sprach über Standesamtsangelegenheiten und über das militärische Erfassungswesen.
Kreisdirektor Dr. S ch ö n h a l s schloß die Tagung mit dem Treuegelöbnis an den Führer.
Anschließend fand bei gemeinschaftlichem Mittagessen ein kameradschaftliches Beisammensein statt, das noch Gelegenheit zur Besprechung verschiedener Angelegenheiten gab.
CrxA-
DaS ist die übliche Reihenfolge. Erkältungen unb den ersten Grippean- tzeichen. sofort wirksam begegnen, heißt deshalb schwere Ertränkungen in ver Regel vermeiden. Bei häufigem Witterungsumschlag, vor allem bei sogenanntem Grippewetter, trinke man dreimal täglich eine Tasse heißen Lee mit einem Schuß Klosterfrau-Melissengeist. Das meist wohltuende und (lotwendige Schwitzen, das die Krankheitserreger bekämpft und unwirk- am macht, wird dadurch begünstigt.
Ist eine Erkältung bereits da, wende man folgende Schnellkur an:
Kurz vor dem Zubettgehen möglichst heiß zweimal je einen Eßlöffel Klosterfrau-Melissengeist und Zucker mit der doppelten Menge kochenden Wassers gut verrührt trinken; Kinder die Hälfte.
Halten Sie in Ihrer Hausapotheke Klosterfrau-Melissengeist stets vor- ILtig. Sie bekommen ihn in der blauen Original-Packung mit den drei Nonnen in Apotheken und Drogerien in Flaschen zu NM 2.80, 1.65 u. —.90.
Bekanntmachung
Die Steuerkarten für bas Jahr 1939 werden den Steuerpflichtigen sofort nach Fertigstellung durch die Post zugestellt. Mit der Zusendung kann voraussicht- llch vor dem 15. Dezember 1938 nicht gerechnet wer- den. 7685C
Die Zusendung an Behörden und größere Firmen für ihre Gefolgschaftsmitglieder erfolgt ebenfalls nicht mehr an die zuständigen Lassen ober Firmen, sondern die Steuerkarten werden den einzelnen Steuerpflichttgen unmittelbar durch die Post zugesandt.
Line Vorsprache der einzelnen Steuerpflichtigen wegen der Abholung ihrer Steuerkarten bei der Steuerkarten-Ausgabesielle ist daher zwecklos.
Gießen, den 30. November 1938.
Der Oberbürgermeister. J.V.: Vogt.
Eie femngsvergrbung.
Auf Grund der Reichsverdingungsordnung soll nachstehendes Steinmaterial frei Verwendungsstelle vergeben werden:
1. für Reichsstraße 7lr. 49 Abtlg. Ortsdurchfahrt Romrod:
ca. 1135 t Kleinpflastersteine 8/10,
ca. 505 t Großpflastersteine (Gossenpflaster) 14/16,
ca. 200 m Randsteine;
2. für Reichsstraße Ar. 62 Abtlg. Alsfeld—Lisa:
ca. 1700 t Kleinpflastersteine 8/10.
Angebotsvordrucke sind, soweit der Vorrat reicht, beim Hessischen Straßenbauamt Gießen, Zimmer 8, ob Dienstag, den 6. d. M., erhältlich, woselbst auch die Bedingungen offenliegen.
Die Angebote sind bis zum Eröffnungstermin Dienstag, den 13.12.38, vormittags 11 Ahr, in fest verschlossenem Umschlag portofrei beim Hessischen Straßenbauamt Gießen, Httlerwall 37, einzureichen.
Gießen, den 1. Dezember 1938. 7793D
Hessisches Straßenbauamt Gießen.
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am 4. Dezember 1938.
Die Wahlhandlung der Sudetendeutschen zum Großdeutschen Reichstag findet am Sonntag, dem 4. Dezember 1938, ununterbrochen von 9 bis 18 Ahr statt, und zwar befindet sich der Abstimmungsraum für sämtliche stimmberechtigten Sudetendeutschen aus dem Stadt- und Landkreis Gießen im Regierungsgebäude (Kreisamt), Gießen, Landgraf-Philipp-Platz 3, Sitzungssaal.
Zur Stimmabgabe dürfen nur amtlich hergestellte Stimmzettel verwendet werden. Die Ausgabe der amtlichen Stimmzettel und Wahlumschläge erfolgt im Abstimmungsraum. Die Abstimmung ist so vorzunehmen, daß der Wille des Stimmberechtigten unzweideutig zum Ausdruck kommt (durch ein Kreuz im Kreis).
Für dringende Fälle der Abwesenheit werden Stimmscheine, mit denen an einem beliebigen größeren Orte abgestimmt werden kann, noch bis einschließlich Samstag, den 3. Dezember 1938, mittags 12 Ahr durch das Städt. Wahlamt im Stadthaus Bergstraße 20, Zimmer Rr. 17 ausgestellt. Voraussetzung hierfür ist, daß dieser Ort (Reiseziel) für die Abstimmung zugelassen ist und einen Abstimmungsraum eingerichtet hat.
Gießen, den 3. Dezember 1938. (7771C
Der Oberbürgermeister.
3. V.: Vogt.
Lebensmittelverdingung.
Am 15.12.1938 erfolgt die Vergebung ber küchen- bebürfnisse der III./Art.Regt. 9, Bleibornkaferne, für die Zeit vom 1.1. bis 30. 6.1939 zu festen Preisen, unb zwar in folgenden Losen: 7780D
Los I: Kolonialwaren.
Los II: Frifchgemüfe.
Die Bedingungen für die Verdingungen der Kü- chenbedürfnifse der III./Art.-Regt. 9 liegen bei ber Zahlmeisterei der III./Art.-Regt. 9, Bleidornkaserne, aus. Sie sind dort gegen Erstattung der Selbstgebühr von 0,50 RM. ab 5. Dezember 1938 erhältlich»
Angebote mit der Aufschrift
„Angebot auf Lebensmittel (Los I bzw. Los II) für die Zeit vom 1.1. bis 30.6.1939“
sind bis zum 15. Dezember 1938. vormittags 10 Uhr. der Küchenverwaltung III./Art.-Regt. 9 nur durch die post einzufenben.
Höchstpreisüberschreitungen sind unzulässig. Angebot mittels Bietungsscheins, der von der Küchen- verwattung unentgettlich abgegeben wirb, können nur auf ganze Lose gemacht werden. Bieter sind nach den Bestimmungen der Verdingungsordnung bei der Oeffnung nicht zugelassen.
Wenn Bewerber bis zum 24. Dezember 1938 nicht benachrichtigt sind, mußte das Angebot unberücksichtigt bleiben.
küchenverwaltung III./Art.-Regt. 9.
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