Ausgabe 
3.1.1938
 
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Entente für die Interessen Frankreichs bedeute. Marschall Liautey habe einmal gesagt, Frankreich lei nur ein kleines Land von 40 Millionen Ein­wohnern, das i i ch langsam entvölkere. Aber es werde oennoch so lange eine große Na­tion bleiben, wie es sein Kolonialreich und seinen vorherrschenden Einfluß in politischer und militärischer Hinsicht auf die 80 Millionen Bewoh­ner Mittel- und Osteuropas bewahre. Mit einem Schlage sei, so sagt das Blatt, die ganze Mauer der Kleinen Entente erschüttert und das gesamte Shstem der überlieferten Freundschaf­ten Frankreichs befinde sich in Gefahr.

Oes Führers Silvester.

Der Neujahrsgrutz

der Berchtesgadener Weihnachtsschützen.

Berchtesgaden, 2. Ian. (DNB.) Der Füh­rer weilte auch in diesem Jahre am Silvester­abend aufdem Obersalzberg bei Berch- tesgaden. Wie ' alljährlich überbrachten die Berchtesgadener Weihnachtsschützen dem Führer ihre Neujahrswünsche mit dem tradi­tionellen Böllerschießen, lieber eine halbe Stunde lang erklang in der Neujahrsnacht das Salven-, Schnellfeuer- und Reihenschießen der wackeren Schützen weit über das tief verschneite Berchtesgadener Land, und das Echo brach sich tausendfältig an den Wänden der Bergriesen. Mit einer donnernden Salve und den Liedern der Nation grüßten die Schützen um Mitternacht in der ersten Minute des neuen Jahres den Führer, der ihnen herzlich dankte und alles Gute zum neuen Jahre wünschte.

Neujahrsglückwünsche

zwischen dem Führer

und Staatsoberhäuptern des Auslandes.

Berlin, 2. Jan. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat am Neujahrstage in der üblichen Weise mit einer Anzahl fremder Staats­oberhäupter auf drahtlichem Wege Neujahrsglück­wünsche ausgetauscht. Ein solcher Telegramm­wechsel fand statt mit den Königen der Belgier, von Bulgarien, Dänemark, England, Griechenland, Italien, Norwegen, Rumänien, Schweden, dem Prinzregenten von Jugoslawien, dem Reichs­verweser des Königreichs Ungarn, dem Präsi­denten von Guatemala, dem österreichischen Bundespräsidenten, dem Staatspräsidenten der Tschechoslowakei und dem Chef der fpanischen Nationalregierung General Franco.

Ebenso hat der Führer und Reichskanzler dem Papst seine und der Reichsregierung beste Wünsche für das neue Jahr übermitteln lassen, für die der Papst gedankt und sie für den Führer, die Reichs­regierung und das deutsche Volk in gleicher Weise erwidert hat. Außerdem gingen bei dem Führer Glückwünsche des Königs von Afghanistan und des Schahs von Iran ein, denen drahtlich gedankt worden ist. Ferner hat der Führer und Reichskanzler die Glückwünsche der Ministerpräsi­denten von Kanada und von Ungarn dankend erwidert.

Parole 4938:Es geht."

Neujahrsaufruf

des Ministerpräsidenten Göring.

Berlin, 31. Dez. (DNB.) Der Ministerpräsi­dent Generaloberst Göring, der Beauftragte für den Dierjabresplan, erläßt für das kommende Jahr folgenden Aufruf:

Ein Jahr größter Anstrengungen und Erfolge liegt hinter uns. Das Jahr 1937 hat uns mancher­lei Schwierigkeiten gebracht. Keine Schwierigkeit aber kann größer fein, als unser unerschütterlicher Wille, sie zu überwinden. Mein Dank am Ende des Jahres 1937 gilt in erster Linie demganzen deutschen Bolt, dessen begeisterter Arbeitsein­satz dem Werk des Führers den Erfolg ermöglichen half. Mein Dank gilt weiter allen Führungsstellen in Staat und Wirtschaft für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und mit ihnen allen Mitarbeitern meiner Dienststellen.

9t*u e große Aufgaben müssen im kom­menden Jahr gelöst werden. Zum Ausruhen auf Lorbeeren hat das Schicksal uns keine Zeit gelassen. In verstärkter Einheit und Geschlossenheit wird die Wirtschaftsführung das begonnene Werk fortsetzen. Der Führer hat uns bewiesen, daß für ihn das WortEs- geht nicht" nicht existiert. Jeder ein­zelne muß auf seinem Platze von dem Wil- . len beseelt sein, das Unmögliche mög- l i ck zu machen. Er muß feine ganze Arbeitskraft einsetzen und an jeder Stelle ein in vorderster Stelle stehender Träger des großen Planes unse­res Führers sein. Je entschlossener dieser Wille in jedem einzelnen vorhanden ist, um so größer wird der Erfolg sein. Die Parole für 1938 für unsere Arbeit kann nur lauten:E s geh t".

An ff und Polizei.

Neujahrsaufruf des Reichsführers ff und Chefs der deutschen Polizei.

Berlin, 31. Dez. (DNB.) Der Reichsführer ff und Chef der deutschen Polizei hat zum Jahres- wecksel folgenden Aufruf erlassen:

An alle ^-Männer, an alle Angehörigen der deutschen Polizei! Ein arbeitsreiches Jahr liegt hin­ter uns. Ein Jahr mit ebensoviel Arbeit und Pflich­ten wird mit dem heutigen Tage begonnen. Ich hoffe, daß das Jahr 1938 uns weiterbringen möge in der Festigung uifferer Organisation, in dem engen Zusammenwachsen von ff und Polizei und in niemals erlahmender nationalsozialistischer Pflicht­erfüllung für den Führer und für Deutschland. In diesem Sinne wünsche ich allen ^-Männern und allen Angehörigen der deutschen Polizei ein gutes Jahr 1938.

H. Himmler, Reichsführer ff und Chef der deutschen Polizei im Reichsministerium des Innern." Neujahrsbefehl andasNGKK

Oberstdorf, 31. Dez. (DNB.) Der Korps­führer des NSKK. hat den folgenden Neu­jahrsbefehl erlassen:

NSKK.-Männer! Wieder ist im mitreißenden Marschschritt nationalsozialistischen Aufbauwillens ein Jahr vorübergegangen. Kaum ist uns im Tempo der Arbeit der Fortschritt zum Bewußtsein gekom­men. Nun, da wir an der Schwelle des neuen Jah­res einen Augenblick in kurzer Rückschau verweilen, sehen wir mit Stolz das Erreichte. Jeder von euch hat an seiner Stelle in selbstlosem Einsatz und un­ermüdlicher Pflichttreue^ nach besten Kräften zum

Der Führer Garant unseres Sieges und unserer Freiheit.

Oie Nundfunkansprache des Neichspropagandaministers Or. Goebbels zur Jahreswende.

Berlin, 31. Dez. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels hielt zum Jahreswechsel über alle deut­schen Sender eine Rede, in der er u. a. folgendes ausführte: Der heutige Rückblick ist von besonderer Bedeutsamkeit, weil nunmehr fast ein halbes Jahrzehnt vergangen ist, seitdem der Führer das Steuer des Reiches in feine Hand nahm. In einer Umwelt, die vielfach noch von schweren so­zialen, wirtschaftlichen und auch politischen Erschüt­terungen heimgesucht wird, ist Deutschland in die­ser Zeit ein krisenfreies Land geworden. Seine Währung ist gesichert, seine Produktion hat sich gefestigt, die innere Lage ist ausgeglichen und stabil, und nach außen hat Deutschland seine Ehre und Freiheit wiedererrungen. Es ist als Großmacht in den Kreis der anderen Völker zurückgekehrt, aus dem es.durch das verruchte Versailler Diktat auf ewig ausgestoßen würden sollte.

2Uan stellt diese Tatsachen heule lediglich fest und spricht manchmal so leichthin darüber hin­weg als wenn sie kaum noch etwas besonderes bedeuteten. Und doch: wie viele Sorgen und Entbehrungen für das Volk, wie viel Ri- fiten und fchlaflofe Nachte für fei­nen Führer find damit verbunden gewesen! Stellt man sich heute noch einmal den schweren und gefahrenreichen Weg vor, den wir in den vergangenen fünf Jahren zurückgelegt haben, so kann man ohne Untertreibung sagen: E i n Wunder ist mit uns geschehen!

Das zu Ende gehende Jahr' 1937 war für Deutsch­land ein Jahr stetigen, Uelbewußten und konsequen­ten Aufbaues. Unsere gesamten Maßnahmen auf dem Gebiet der Sozial-, Wirtschafts-, Kultur- und Innenpolitik dienten ausschließlich der kör­perlichen, geistigen und seelischen Er­tüchtigung unseres Volkes und der Zusam­menfassung aller nationalen Kräfte auf die Behauptung und Sicherung unseres deut­schen Bestandes. Bei Abschluß dieses Jahres sind über 2000 Kilometer Reichsautobah­nen bereits fertiggestellt. Der Führer hat bei der Grundsteinlegung zur Wehrmachtsakademie ein monumentales Programm zum Neubau der R e i ch s h a u p t st a d t entworfen. Die großartigen Bauten in Nürnberg gehen programmgemäß weiter, die im Hamburg und München wer­den ebenso programmgemäß vorbereitet und projek­tiert. Das neue Reich sucht seine Verewigung in bleibenden Taten und in unzerstörbarem Stein. Das alles wiederum dient dazu, unser Volk selbst zu jenem großzügigen und überzeitlichen Denken zu erziehen, das uns.vollkommen ver­loren gegangen war, verdrängt von jenem chroni­schen Minderwertigkeitskomplex, der jede Initiative und jedes Vertrauen auf die eigene Kraft in der Vergangenheit lähmte und erstickte.

Allerdings müßte es verhängnisvoll erscheinen, wären die großen Aufgaben, die wir lösen ver­suchen, nicht untermauert von einem festen G e - füge sozialer Ordnung, auf dem unser Staat steht. Wie grundlegend der Wandel ist, den wir auf diesem Gebiete herbeigeführt haben, kann man am besten ermessen, wenn man gegenüberstellt, welche Prophezeiungen man uns vonseiten unserer Gegner mit auf den Weg gab, und wie die Wirk­lichkeit demgegenüber aussieht. Das letzte Win­terhilfswerk erbrachte ein Aufkommen von über 400 Millionen Mark und erhöhte damit die Gesamtsumme aller bisherigen Winterhilfswerke auf fast 1500 Millionen Mark. Das eben laufende Winterhilfswerk 1937/38 verspricht das Ergebnis des vergangenen Jahres noch zu übertrumpfen. Wir sind damit in der glücklichen Lage, eine ganze Reihe von sozialen Maßnahmen auf dem Gebiete der Kinder-, Mütter- und Krankenfür- sorge durchzuführen, die aus Mangel an Mitteln bisher weder bei uns, noch in irgendeinem anderen Lande in Angriff genommen werden konnten. Am 5. Mai ist der neueKraft-durch-Freud e"- DampferWilhelm Gustloff" vom Stapel ge­laufen. Im Oktober fand die ersteKraft-durch- Freude"-Fahrt deutscher Arbeiter nach Italien statt. Am 3. Dezember erfolgte die Anordnung des Beauftragten für den Vierjahresplan, Generaloberst Göring, auf Lohnzahlung für b i e F.e ier - tage, und einige Tage vor Weihnachten erging durch die Reichsregierung das Gesetz über den A u s- bau der Rentenversicherung, das eine Verbesserung des Lebensstandards des deutschen Ar­beiters um jährlich rd. 500 Millionen Mark mit sich bringt. Daneben laufen großzügige Maßnahmen für Altersversorgung der Kulturschaf­fenden, die in der ganzen Welt beispiellos sind.

Es muß dabel betont werden, daß es sich hier keineswegs um vage Projekte oder unver­

bindliche Vorschläge, sondern um reale Tatsachen handelt. Wir greifen das fozialistifche Problem von der Seite der Praxis und nicht von der Seite der Theorie aus an. Wir beugen uns nicht vermeintlich unabänderlichen Tatsachen. Es ist unser fester Entschluß, mit zäher Energie Zug um Zug das Lebensniveau des deutschen Volkes Jahr für Jahr zu festigen und zu heben.

Für uns hat die Wirtschaft im Leben der Nation eine andere Funktion auszuüben als im liberal-demokratischen Staate. Sie muß das mate­rielle Dasein des Volkes sichern. Auf Grund der räumlichen und geographischen Beengtheit Deutsch­lands steht sie bei uns vor besonderen Schwierig­keiten in der Frage der Roh st off - undDe- visenbeschaffung und in der Durchführung lebensnotwendiger In- und Exporte. Aber wir haben vor diesen Schwierigkeiten nicht kapituliert. Wir sind ihnen mutig zu Leibe gerückt. Der zweite Vierjahresplan, vom Führer im Jahre 1937 auf dem Nürnberger Parteitage prokla­miert, ist unter der festen Leitung von General­oberst Göring in Funktion. Seine bisherigen Er­gebnisse berechtigen uns zu allen Hoffnungen. Trotz der durch ihn gestellten besonderen Ausgaben ge­lang es uns, bis zum 30. September d. I. die Arbeitslosigkeit auf 469 000 herun -

terzudrücken und sie damit praktisch überhaupt zu beseitigen. Jetzt macht das Gegenteil uns Sorge. Es fehlt schon überall an den geeignetsten Fach­arbeitern zur Durchführung unserer großen Auf­baupläne.

Die Kultur ist für' uns keine zusätzliche Erschei­nung des Volkslebens. Sie ist im Gegenteil fein stärkster Ausdruck. Eine überlegene Staatsführung muß das auch nach außen hin demonstrativ be­tonen. Jede aufbauende Maßnahme von überzelt- i lichem Wert ist eine-Kulturleistung ersten Ranges. 'Zwar hat man uns im Jahre 1933dm Kreise der liberal-jüdischen Geistigkeit etwas voreilig aus der Liste der Kulturvölker gestrichen. Maßnahmen aber wie dieStiftung des deutschen Nationalpreises für Kunst und Wissenschaft" durch den Führer am 30. Januar d. I., kulturelle Ereignisse wie derTag der deutschen Kun st" in München, Erfolge wie die, die Deutsch­land allen anderen Nationen voraus gerade auf kulturellem Gebiet auf der Pariser Welt- ausstellung erringen konnte, beweisen das ge­naue Gegenteil. Unsere Gegner reden nur von Kultur. Wir aber s ch ct f f e n Kulturwerte, nicht nur das, mir vermitteln fie auch dem Volke. Die Weltdemokratie nennt uns Barbaren. Aber ach, was find wir Wilde doch für bessere Menschen!

Deutschland lebt und wird weiter leben!

Der Führer hat unsere nationalen Güter durch materielle Machtmittel gesichert. Der Ausbau der Wehrmacht ist weiterhin planmäßig vor sich gegangen. Als am 29. Mai rote Flugzeuge unser PanzerschiffDeutschland" überfielen, konnte der Führer auf diese freche Provokation zwei Tage später durch die Beschießung von Almeria d i e Antwort einer Großmacht erteilen. Die fortgesetzten internationalen Treibereien des Bol­schewismus haben uns nicht verwirren ober be­irren können. Am 6. November trat Italien dem zwischen Deutschland und Japan abgeschlossenen Antikominternpakt bei. Die Genfer En­tente empfing am 11. Dezember durch den Aus­tritt Italiens einen vernichtenden Stoß. Das neue Europa sucht sich neue Formen seines staatlichen und internationalen Lebens. Versailles ist tot! Die von ihm abgeleitete Genfer Institution wird ein gleiches Schicksal/ erleiden.

Mutet es nicht fast wie ein Wunder an, daß der Führer diese großen und vor fünf Jahren noch für unerreichbar gehaltenen Ziele ver- wirklicht hat, ohne daß auch nur eine Stunde lang der Weltfrieden ernsthaft gefährdet wor­den wäre, daß Deutschland aber damit prak­tisch in einer unruhigen und bewegten Welt ein hort der Sicherheit und des Internationalen Ausgleiches ge­worden ist. Wohin wären wir geraten ohne eine starke Wehrmacht, ohne Kanonen und Flugzeuge! Welchen Erpressungen wären wir nicht dauernd ausgesetzt gewesen, hätten wir uns ihrer nicht erwehren können! heute sind wir wieder in der glücklichen Lage, d e u t s ck e Jnteressenpolitik betreiben zu können. Es gibt in der Welt niemanden mehr, der es wagen könnte, uns zu überfallen. Spaziergänge nach Berlin, von denen man früher fo gerne und leichtsinnig sprach, werden in Zukunft an unserer Grenze enden.

Diesex starke Frieden ist nicht das Ergebnis kol­lektiver Weltverbrüderung. Er ist vielmehr das Resultat der Vernunft, des Gerechtigkeitssinns und der nationalen Sicherung. Dahin steuert die Politik des Führers auch weiterhin. Wir haben die Pflicht, dieses Ziel sozial, wirtschafts-, kultur-, innen und außenpolitisch zu festigen und zu untermauern. Es hat geschichtliches Format und muß schon deshalb auf sehr lange Sicht eingestellt werden. Es duldet keine Störung. Es hat als Voraussetzung die Ge­schlossenheit des ganzen Volkes. Diese darf deshalb von niemand angetastet werden. Auch politisierende Kirchendiener sollen sich das gesagt sein lassen. Sie mögen ihre Aufgabe darin sehen, für das Jenseits zu sorgen. Die unsere ist es, das harte Diesseits zu sichern. Die Partei hat unseren Staat nicht nur gegründet, sie wacht auch über seinen Bestand. Sie ist Führerin und Erzieherin unseres Volkes und sorgt für die Rem- erhaltung von Idee und Anschauung.

Heber allem nationalen und volklichen Leben steht der Führer als der Garant unseres Sieges und unserer Freiheit. Ihm gelten in dieser Stunde unsere

heißesten Wünsche. Wo Deutsche wohnen, leben und atmen, gedenken sie seiner gerade heute in Treue und Verehrung. Sie fühlen sich untereinan­der verbunden durch das Bekenntnis tiefer Dank­barkeit zu diesem Mann und seinem Werke. Sie wissen, daß Deutschland in guter Hut ist, so lange der Führer das Steuer des Reiches hält. Darum wünschen sie ihm Gesundheit und ein langes Leben, Kraft, Stärke und eine gesegnete Hand in all sei­nem Tun und Lassen.

In echter Demut richten wir in dieser festlichen Stunde unseren Dank an den Schöpfer, der über uns waltet. Er kommt aus tiefem und religiösem Herzen. Wir glauben an ein deutsches Schicksal, das wir nach seinem Willen zu gestalten haben. Das ist ein Bekenntnis über Dogmen und theologische Doktrinen hinweg zu einem moralischen Imperativ, der unser Denken und Handeln beflü­gelt, der uns Kraft gibt zu zäher Ausdauer, der uns die heißen und leidenschaftlichen Impulse ver­leiht, die unsere Arbeit und unser Leben erfüllen.

Dank aber gebührt auch dem deutschen Volke, das wiederum ein ganzes Jahr lang sich gemüht und gesorgt hat und treu und opferbereit mitarbeitete an einem Werke, das mehr noch für die Zukunft als für die Gegenwart gedacht ist. Aber es ist fein Werk, das hier geschaffen wird, ein großes Werk der Volkwerdung, das wir begonnen haben und einmal auch vollenden werden. Dieser Dank an unser Volk richtet sich vor allem an die Millionen unbekannten Deutschen, an die, die die schwersten Sorgen und Lasten zu tragen haben und am we- nigften von Glück und Wohlstand verwöhnt werden. Sie grüßen wir alle mit besonderer Hochachtung und Bewunderung.

Und nun mögen die Aetherwellen meine Worte hinaustragen in alle Welt, in ferne Länder und Kontinente, über die Ozeane hinweg, überall dahin, wo Deutsche wohnen, wo sie in dieser Stunde um die Lautsprecher versaminelt fitzen, um den Ruf der Heimat zu vernehmen. Die neue deutsche Nation und das geeinte deutsche Volk grüßt sie und schließt sie fest in seine Reihen ein.

Reichen wir uns bann die Hände und bilden wir aufs neue den großen deutschen Ring. Ver­einigen wir uns in der Bitte an den Allmäch­tigen, Volk und Nation der Deutschen in fei­nen gnädigen Schuh zu nehmen, uns allen aber den Führer in Gesundheit und Kraft zu er­halten. Deutschland lebt und wird weiter leben. Dii gehen gemeinsam einen mühevollen, aber stolzen Weg nach oben. Nie­mals werden wir müde werden oder verzagen. So soll denn setzt die Freude unter uns Ein­zug halten. Festlich gestimmt wollen wir das alte Jahr verabschieden und das neue bewill­kommnen. Dem alten gilt unser Dank, das neue aber begrüßen wir mit starkem Herzen. Seine Aufgaben werden wir löfen, feinen Ge­fahren mutig und fest entgegentreten. Denn: Bereit fein ist alles!

1938 -Lahr der Verständigung."

Die Neujahrsbotschast an die deutsche Lugend.

Erfolg beigetragen und empfindet den Stolz, Mit­kämpfer sein zu dürfen am großen Aufbauwerk des Führers! Voran, immer voran, lautet die immer gleiche Parole! Beim traditionellen Neu­jahrsappell der Motorstandarte 86 in Mün­chen werde ich euch am 16. Januar meine Richt­linien für die Arbeit des Korps im Jahre 1938 verkünden. Die Motorstandarte 86 steht hier für das ganze Korps. Marschiert in alter Frische, im alten Geist für unsere ewig alte Kampfaufgabe, den Blick immer voran auf den Führer gerichtet, hinein in das neue Jahr.

1500 Berliner Schulkinder als Gäste Görings.

Berlin, 2. Jan. (DNB.) Ein frohes Nachweih­nachten erlebten 1500 Berliner Schulkinder, die als Gäste des Ministerpräsidenten Göring am Sonn- tagbeidexAufführungdesWeihnachts- märchensDer gestiefelte Kater" die Staatsoper bis auf den letzten Platz füllten. Die Berliner Schulverwaltung hatte 1500 Kinder aus­gesucht, die zunächst bewirtet wurden. Staatsrat iietjen begrüßte die kleinen Gäste und teilte mit, daßOnkel Hermann" in der Schorfheide mit seinem Wagen eingeschneit sei, also leider zu den Kin­dern nicht kommen könne. Dann 'gog in fünf ab­wechslungsreichen Bildern das Weihnachtsmärchen an den strahlenden Kinderaugen vorüber. Und als der stürmische Beifall der Kinder sich gelegt hatte und fie an ihre Garderoben stürmten, da stand der Weihnachtsmann an der Tür, und aus rie­sigen Säcken gab er jedem Kinde noch ein kleines Päckchen mit Näschereien auf den Heimweg.

.ichen, 31. Dez. (DNB,) Der Jugendführer, des Deutschen Reiches.Baldur von Schirach ver­öffentlichte am Neujahrstage folgende Botschaft an die deutsche Jugend:

Jugend Adolf Hitlers!

Meine lieben Kameradinnen und Kameraden!

Jedes Arbeitsjahr der Hitler-Jugend erhält am ersten Januar seine Parole. Zwölf Monate hin­durch versuchen alle Dienststellen und E.,««-eiten der HI. die am Anfang des Jahres erhobene Forde­rung zu verwirklichen. Als ich 1937 das ,Jahr' der Heimb.efchaffung< verkündete, wußte ich wohl, daß ihr alle mithelfen würdet, diese Aktion erfolgreich zu gestalten. Daß wir aber nach Ab­schluß des Jahres dank der Unterstützung der Bürgermeister und Gemeinden sowie aller maß­gebenden Stellen der Partei und des Staates über 1 000 Hitler-Jugend-Heime im Bau sehen würden, konnte kaum erhofft werden. Diele neue Großjugendherbergen sind ebenfalls 1937 entstanden, Bauten, die im Geiste unseres Führers zweckmäßig, klar und schön, er­richtet wurden als Zeugen der künstlerischen Ge­sinnung seiner Jugend.

Das alles, meine Jungen und Mädel, ist euer Werk. Eine uneinige Jugend vermag nichts, aber für die Jugendbewegung Adolf, Hitlers gibt es kein Hindernis, wenn sich auch das letzte Jungmädel und der kleinste Pimpf einem Willen unterordnen. Ihr alle dürft vor allem darauf stolz fein, daß ihr einig

wart. Gehorsam, Selbstzucht, Treue und unwandel­bare Kameradschaft roaren> find und bleiben die Voraussetzungen für jeden großen Erfolg. Wenn auch die Heimbeschaffungsaktion der Hitler- Jugend noch nicht abgeschlossen ist und gerade im kommenden Jahr große Ausgaben baulicher Art zu lösen sind, soll doch das Jahr 1938 seine beson­dere Parole erhalten.

An der Schwelle des neuen Jahres begrüßen wir die vielen jungen Kameraden und Kameradin­nen aus dem Ausland, die als unsere Gäste im deutsch-französischen, deutsch-belgischen, deutsch- englischen und vielen anderen HJ.-Skilagern zu­sammen sind. Rund'200 000 ausländische Jugend­liche haben während des vergangenen Jahres das nationalsozialistische Deutschland und die erziehe­rischen Einrichtungen der Hitler-Jugend besucht. Im kommenden Jahr wird die Arbeit der Hitler-Jugend dem großen Ziel dienen, zwischen deutscher und fremder Jugend neue Brücken zu schlagen. Die Jugend der Völker soll sich unterein­ander kennenlernen, nicht um die fremde Art nach­zuahmen, sondern um zu einem gerechten gegen­seitigen Verständnis des fremden Volkstums zu ge­langen. Dieses gegenseitige Verständnis allein kann die Grundlage für eine Zusammenarbeit der großen Jugendorganisationen her Gegenwart bilden.

Kameradinnen und Kameraden! Wir wollen die­sen Gedanken im kommenden Jahr verwirklichen und gemeinsam alles daran setzen, um ihm einen