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Oer deutsche Kestspiel-Sommer

VomAivei-Mnn-VeiriebzumWeltuniemehmen

75 Zähre Bayer-Werke Leverkusen.

Bulgariens Wehrfreiheit

Bulgarien feiert

Sofia,

e Zukunft zu l e g a 11 f i e r e n. ^es Staates i

-eoelungen" find darüber hinaus wit beion Volkes.

Sorgfalt gewählt, um die bevorzugte Stellung I

derer Sorgfalt gewählt,

Kräftespiels barn.

Salzburg von selber. Aus der Überschneidung des nordischen und südländischen Kulturkreises ist Mo­zarts Werk gewachsen. Warum sollte es nicht be­sonders in den Tagen der engsten kulturellen Zu­sammenarbeit der beiden befreundeten Nationen eine deutsch-italienische Spielgemeinschaft in der ita­lienischen Originalsprache zum Erklingen bringen'. So sangen deutsche Sängerinnen die weiblichen und italienische Sänger die männlichen Hauptrollen in der Festaufführung vonFigaros Hochzeit". Mari« C e b o t a r i sang die Gräfin, Esther R e t h y die Susanne, Marta R o h s den Ch-erubin, Ezio Pinza den Figaro, Mariano Stab>ile den Grafen Aimaviva. Auch die Nebenrollen waren ge­mischt besetzt.

Zusammenschluß der deutschen Milch- und Jettwirtschast.

Berlin, I.Aug. (DNB.) Im Reichsgesetzblatt wird eine Verordnung des Reichsministers für Er­nährung und Landwirtschaft über den Zusammen­schluß der deutschen Milch- und Fettwirtschaft ver­öffentlicht. Durch diese Verordnung wird eine we­sentliche Lücke in der Organisation der landwirt­schaftlichen Marktordnung ausgefüllt. Alle Betriebe, die sich mit der Erzeugung, der Be- und Verarbei­tung sowie der Verteilung von Milch, Oelen und Fetten befassen, werden zu der H a u p t v e r e i n i - gung der deutschen Milch- und Fett­wirt s ch ä f t und zu Milch- und F e 1 t w i r t - schaftsverbänden zusammengeschlossen. Wäh­rend zur Zeit bei der Bewirtschaftung der Ernäh­rungsfette verschiedene Stellen zuständig sind und sich aus der Vielheit der Zuständigkeiten Reibungen ergeben können, wird mit dem Inkrafttreten der .Verordnung nunmehr allein die Haupt Ver­einigung zuständig sein. Sie tritt zugleich an die Stelle der Hauptoereinigung der deutschen Milch­wirtschaft. Die Verordnung tritt am 1. Oktober 1938 in Kraft. Sie gilt zunächst nicht für das Land Oester­reich.

Zwei Aenlschristen der Sudeiendeuischeo Partei.

Aus aller Wett.

Heißer Dankfeiertag in England.

Wie alljährlich begann England die Hauptferien- saison am 1. August mit einem Bankfeiertag. Die bereits seit Tagen über dem Znselreich lagernde Hitzewelle hatte große Massen von Reise- und Wanderlustigen auf die Beine gebracht, um den Feiertag, soweit der Geldbeutel nicht für einen kleinen Sprung über den Kanal reichte, an der englischen Küste zuzubringen. Die'ge waren mit Menschen vollgepfropft. Auf den Landstraßen reihte sich Wagen an Wagen. Obschon die Imperial Air­ways sämtliche verfügbaren Flugzeuge eingesetzt hatte, war auch hier seit Tagen kein Platz mehr zu bekommen. London selbst war trotz dieses Dranges ins Freie keineswegs menschenleer. Eines der be­liebtesten Ziele war neben dem Zoo der große Ver- gnügungspark im Norden Londons, Hampstead, wo in einer waldigeü Umgebung alles, was maft an Rummelplatzvergnügen kennt, vertreten war.

Wie jedes Jahr, haben der Bankfeiertag und das vorangegangene Wochenende zahlreiche Unglücks­fälle im 'Gefolge gehabt. Die Zahl der Verletzten in Südengland beträgt nach den vorliegenden An- gaben etwa 60. Bei einem Unfall in der Grafschaft Essex wurden elf Personen verletzt. Ein Mann wurde getötet. An der Südküste fanden mehrere Personen durch Ertrinken und Herzschlag d e n T o d. Ein vierzehnjähriger Junge ertrank an der Südküste vor den Augen zahlreicher Badegäste; die Leiche wurde erst nach Stunden an Land gespült.

Grohfeuer in einer Revaler Sperrholzfabrik.

Ein G r o ß f e u e r wütete in der über die Gren­zen Estlands hinaus bekannten Sperrholziabrik der Luther AG. in Reval, einer der größten Sperrholz- fafriken Europas, die hauptsächlich für den Export arbeitet. Das Feuer entstand im Sperrholz-Trocken- raum und griff mit großer Geschwindigkeit um sich. Als die Feuerwehr an der Brandstelle eintraf, war an diesem Gebäude nichts mehr zu retten, und sie mußte sich auf eine Einkreisung des Brandherdes beschränken. Nach siebenstündiger Arbeit gelang es, des Feuers Herr zu werden. Wertvolle Maschinen und eine größere Menge halbfertigen Sperrholzes sind verbrannt. Der Schaden wird auf 150 000 bis 200 000 Mark geschätzt. Mit dem Neuaufbau des Gebäudes, mit dessen Vernichtung etwa 250 Ar­beiter brotlos geworden sind, wird unverzüglich begonnen.

Sieben lote durch Blitzschlag.

Ein schweres Unwetter suchte das Wilnagebiet heim. In verschiedenen Kreisen wurden durch Blitz­schlag sieben Personen getötet und 17 Wohnhäuser ' und Wirtschaftsgebäude in Brand gesetzt.

Bergtod in den Alpen.

,,Götterdämmerung"inVHreuth

wertes zum Erlebnis werden ließ. Durfte sich der Dirigent Titjen auf die trefflich einstudierten Chöre von Friedrich Jung und auf die sorgsame musikalische Vorbereitung der Solisten durch Karl Kittel stützen, so fanden der Regisseur, Tietjen und der Bühnenbildner erprobte Helfer in Paul Eberhardt, der die Bühnentechnik zum spielen­den Einsatz brachte, und in Kurt Palm, der für die Ausführung der Kostüme verantwortlich zeich­nete. Der Dank für dieRinq"-Aufführung bekun­dete sich in der Begeisterung der Zuhörer D. K. K.

Deutsch-italienischerFigaro^ in Salzburg.

Die Frage nach der Berechtigung einer italieni­schen Mozart-Aufführung beantwortet sich in

AK

'chtiai

Prags Nationalitätenslatut will bestehendes Unrecht verew gen

die Regierung von Groß-Schanghai anzuzetteln und mit den chinesischen Freischärlern ge­meinsame Sache zu machen. So soll den Ja­panern bekannt geworden sein, daß die verhafteten Polizelbeamten einen Plan zur Besetzung von Putung entworfen hatten, die am 13.Au­gust, dem Jahrestag der Schanghai-Kämpfe, erfol­gen sollte und bei denen die chinesischen Freischärler Mitwirken sollten. Es heißt auch, daß in der Woh­nung des Polizeichefs ein größeres Waffenlager gefunden wurde.

Heftige Kämpfe

am Nordufer des Jangtse.

Schanghai, 1.Aug. (DNB.) Aus dem Nord- ufer des Jangtse kam es im Berggelandevon T a i h u zu schweren Kämpfen, da hier die Chmesen zur Gegenoffensive übergegangen waren. Nach mehrtägigen Versuchen gelang es, nach japa­nischen Angaben, die chinesische Offensive zum Stehen zu bringen und den Vormarsch jangtseaufwarts wieder aufzunehmen. Sie eroberten die von den chinesischen Trupppen inzwischen wieder besetzt ge­wesene Stadt Susung nach heftigem Straßen- unb Häuserkampf und erkämpften den Aufgang zur Straße in Richtung H w a n g m e i, von wo aus eine gute Landstraße nach S) an t au führt.

löBige der neu« 9,: alle iBriifc P, erbaut, aui chst noch ni£ ! D°n hunderter find. Sie Haber legenen Gegeni em Leben ein; laufen schmeiß Liam fahrende, »ten entsetzt ft n Stratzenkariee 1 die höhe, uni nst nichts in dei rftarrt in ihren ren zu unwahr und bekonmee der größer m- die Freude bei chinesischen Wagen 3. K!ch ihing des Eretz ein gemacht. & uen Bahn, dein schäft m dieser Sympathien eit. mch Ms diese- hung nicht de | Patrouillen, kein l hnhofswachen - '« Freischärler wiest eckt den ganzen j I wegtragen uni ;

ieucht das Jähn-

slawien und Italien. Wir begrüßen es, daß auf dem Wege der Verständigung die militärische Gleich­berechtigung Bulgariens wieder hergestellt wurde. Die Südoststaaten sahen also ein, daß es besser fei, die Knebelbestimmungen fallen zu lassen, anstatt sie weiter auf dem Papier zu belassen. Denn mit der Z->it wurde ihr Wert immer geringer, wie za eines Tages stets das von selbst einzutreten pflegt, was unnatürlichen Ursprungs ist und auf Gewalt beruht. Wir sehen in dem Akt des Balkanbundes den ver­heißungsvollen Auftakt eines fruchtbaren politischen L....... zwischen Bulgarien und seinen Nach-

5. Die Vorrangstellung des tschechischen! Volkes und seiner Sprache im Staate und die mit­telbare und unmittelbare Förderung seines Ausdehnungsdranges, oft mit Mitteln der Entnationalisierung.

6. Die Führung der Politik des Staates unter Mißachtung der nationalen Verbundenheit der Volksgruppen mit ihren Muttervölkern.

Wenn daher der Staat zur Erfüllung seiner übernationalen Aufgaben befähigt sein oll, dann müßten feine Organe und Einrichtungen lieser Zielsetzung entsprechend u ra g e ft a 11 e t wer­den. Von maßgeblicher Stelle sei wiederholt zuge­geben worden, daß der Grundsatz der Gleichheit unter nationalen Gesichtspunkten in der Tschecho­slowakei verletzt worden sei. Die bisherigen Gleichheitsgarantien seien also kein Hindernis für die ständige nationale Benachteiligung gewesen, aus der der heutige friedlose Zustand des tschecho-slowa- kischen Staates als europäisches Problem entstanden fei. Aus dieser Tatsache habe jedoch die Regierung nach der vorliegenden Fassung des Nationalitäten­statuts keine Schlußfolgerungen gezogen, um eine wirksame Garantie des Gleichheitsgrund­satzes vorzuschlagen.

Der Entwurf des neuen Sprachengesetzes enthalte bis auf einige Aenderungen nichts anderes als das bisherige Sprachengesetz zuzüglich einiger Be­stimmungen der bisherigen Durchführungsverord­nungen, die sich äußerst nachteilig für die nicht- tschechischen und nicht-slowakischen Volksgruppen ausgewirkt haben. Ein Entwurf, der angeblich die Gleichberechtigung der Völker und Volksgruppen mit herbeiführen solle, in Wirklichkeit aber eine krasse Sprachenrechtsoerkürzung zur Folge habe, könne nicht als Beweis zur Herstellung des Friedens bezeichnet werden.

Verhandlungen im tschechischen Regirrungslager

Der italienische Spielleiter Guido S a l o i n i sorgte für südliche Spielfreudigkeit und Gelöstheit; der Dirigent Hans Knappertsbusch für deut­sche Innigkeit und Gefühlstiefe, feo kam eine im Musikalischen und Darstellerischen gleich vorzügliche Aufführung voll Anmut und Grazie zustande, die stärksten Veisall fand. Das Orchester der Wiener Philharmoniker, der Chor der Wiener Staatsoper und Profesor Rollers schöne Bühnenbilder tru­gen das ihre zum Erfolg der Aufführung bei. Während der Vorstellung ging über der Stadt ein schweres Gewitter nieder, Regenrauschen und fernes Donnergrollen mischten sich in die Klänge des Or­chesters. Für Sekunden erlosch auf der Bühne eben­so wie in der ganzen Stadt das Licht. Die Darstel­ler ließen sich jedoch in ihrem Spiel ebenso wenig beirren, wie das Publikum in seinem Kunstgenuß.

D. K. K.

Prag 1. Aug. (Guropa prefc.) Die von Konrad Henlein zur Führung der Gespräche und '

lungen von der tschecho-slowakijchen ^e9ierIl.9 , die nationalitätenrechtliche Vorlage beauft ? Abgeordneten der Sudetendeutschen Partei Kundt, Peters und Rosche, sowie Dr.Se- bekowsky und Dr. Schicketanz haben in Zwei Denk­schriften der Oeffentlichkeit das Material borg g\, das ihnen von der R e g i e r u n g am öC^um übergeben wurde. Sie haben dieses Mat den geltenden Dorsch rifte n^ gegen übe g - stellt, um die nunmehr nachprüfbare 5tftftellung 3 treffen, daß die bisherigen Vorschläge der Regierung keineswegs eine bemerkenswerte formale, g schweige denn eine sachliche Verbesseren g der bisherigen Rechtsstellung der nicht-tschechischen Vo - ker und Volksgruppen darstellen. Vielmehr ist d Versuch zu erkennen, die auf einigen Gebieten vis- her einseitig zugunsten der tschechi­schen Bevölkerung gehandhabte Praxis fetzt unter dem Titel einer neuen Rechtsordnung auch für die Zukunft zu legalisieren. ^der Neurei

1. Aug. (DNB.) Ministerpräsident Kiossejwanoff traf wieder in Sofia ein. Sämtliche Kabinettsmitglieder, die Vertreter der Balkanstaaten, der Generalität und eine Zahlreiche Menschenmenge bereiteten ihm einen jubelnden Empfang. Die Hauptstadt hat reichen Flaggen- schmuck angelegt. Die Presse hebt den Geist der Zusammenarbeit hervor, der das Zugeständnis der Gleichberechtigung an Bulgarien ermöglichte. Die Blätter erinnern dabei auch an den Kampf Deutschlands gegen di- Fnedensdiktat^ Deutschland habe zuerst die Fesseln der Vertrage gesprengt und damit gleichzeitig für sämtliche unter­drückten Staaten den Kamps um die Wiederwehr-

P r a g, 2. Aug. (DNB.) Dem 20gliedrigen Aus­schuß der Koalitionsparteien wurden heute, wie das Tschecho-Slowakische Pressebüro meldet, eingehende Informationen über den Stand der Innen- und Außenpolitik gegeben. Das Expose über die innere Lage und ihre internationalen Konsequenzen er- lattete Ministerpräsident Dr. H o d z a, das außen­politische Referat Außenminister Dr. Krofta eo= wohl Hodza als auch 6er Allhennumster beant- warteten eine Reihe von Fragen. Die amtliche Mit- teilung fährt dann fort:In allen ftauptre eratm unb in allen Debattereben wurde der Wille der Regierung unb ber Mehrheitsparteien zum Aus­druck gebracht, ben bevorstehenden Parlaments­arbeiten unb vorbereitenden politischen Verhand­lungen allen Fleiß unb alle Sorgfalt zuzuwenden und alle Fragen, die des Parlamentes harren, zu regeln Die Regierung wirb um die Annäherung der Standpunkte ber Regierungs- unb der Oppo­sitionsparteien bemüht fein unb erstreben, daß in allen Fragen unter Beachtung ber Interessen ber Integrität, der Autorität und ber internationalen Position der Republik ein Einvernehmen erzielt werde. Die Sitzung der Koalition betonte auch die Bedeutung der Sendung Lord Run c i m ans, in ber sie eine Kunbgebung bes guten Willens Eng­lands erblicke, zur Regelung des nationalen Ver­hältnisses in der Republik und zur Konsolidierung in Mitteleuropa beizutragen.

Deutschland darf stdlz darauf sein, daß die Be­gründer seiner bedeutendsten Jndustriewerke im kleinsten begonnen haben unb durch die Zähigkeit ihrer Arbeit, durch den Einsatz ihrer ganzen Person, durch ihren unermüdlichen Fleiß, aber auch durch ihren kaufmännischen Weitblick unb durch ihr soziales Empfinben den Grundstein legten zu jenen Unternehmungen, die sich den Weltmarkt eroberten unb aus der deutschen Volkswirtschaft heute nicht mehr wegzudenken wären. Ihre wirt­schaftliche Energie wurde zum Segen der Mensch-

ber seit 1918 in die nicht-tschechischen Gebiete hin­eingeschobenen tschechischen Volks- teile zu fidjern, obwohl der eigentliche Sinn des ganzen gesetzgeberischen Werkes doch die Gewähr­leistung einer besseren Rechtsordnung für bie bis­her benachteiligten nicht-tschechischen Volker und Volksgruppen sein sollte.

Dieser Gegenüberstellung schließen die Bevoll­mächtigten der Sudetenbeutschen Partei eine Kritik bes bisher vorgelegten Materials an. Sie gipfelt ber Feststellung, daß biefe Vorschläge als em neuer- Heber V-rfuch aufzufafsen find, einen u n r e * juftanb zu verlängern. Die KritikJteilt weiter fest: Den nationalen Frieben haben bisher gestört:

1. Die rücksichtslose A u s n ü tz u n g d es Me h r- beitsvrinzips im Parlament burch bas tschechische Volk zu rein tschechischen Machtzwecken

2. Die Ausübung ber Regierungsge walt im Sinne ber Herstellung eines tschechischen Nationalstaates.

3. Die Besetzung sämtlicher staatlicher Machtstellungen burch Angehörige des tsche

anlagen, eine Anzahl irdener Töpfe bildete die Apparatur, und wenn man heute aus der Vogel­schau einen Blick auf die gewaltigen Anlagen bes Leverkusener Werkes tut, bann erkennt man, was Initiative, Mut unb Zähigkeit für ben Aufbau einer gefunden Wirtschaft bedeuten.

Die Begründer der Firma hatten allerdings die bessere Zukunft nicht mehr erlebt. Aber die Söhne beider führten bas Werk im gleichen Sinne fort. Im Jahre 1884, an seinem 23. Geburtstage, wurde als junger Chemiker Karl Duisberg ein­gestellt, ber sich mit Feuereifer an die Arbeit machte unb innerhalb von vierzehn Monaten nicht Weniger als fünf Erfindungen anmeldete. Er war aber nicht nur Chemiker, er war auch Kaufmann und vor allem der geborene Organisator. Auf seine Veranlassung wurde auch die Produktion der synthetischen Heilmittel ausgenommen. Unb als bie Farbenfabriken auf die ersten 25 Jahre ihres Bestehens zurückblicken konnten, beschäftigten sie rund 1000 Arbeiter unb Hanbwerker. Balb würben bie Anlagen in Elberfeld zu klein. Deshalb wurden die Anlagen nach und nach an den Rhein verlegt, wo Leverkusen entstand. Bis zum Jahre 1913 war die Zahl der in Leverkusen beschäftigten Ar­beiter und Angestellten auf 8000 gestiegen heute sind es 11000 Arbeiter unb annähernd 4000 An­gestellte und Beamte. Leverkusen gilt heute m ber ganzen Welt als Musterstätte ber chemischen In­dustrie. Ihre Produkte gelten nicht nur auch dem Ausland gegenüber als unerreicht, man weiß auch, daß in ben Laboratorien immer im 'Sinne der Be- gründen dieser Werke daran gearbeitet wird, neue : Geheimnisse der Natur zu enthüllen und sie der

Zur letzten Vorstellung im ersten Zyklus der Bayreuther Festspiele, zurGötter- öämmerun g", waren ber Führer und Reichs- minifter Dr. Goebbels wieder nach Bayreuth gekommen. Sie wurden bei der An- und Abfahrt stürmisch begrüßt. Als ber Führer neben Frau Winifred Wagner Platz genommen hatte, begann das letzte große Drama ber Nibelungen-Tetralogie. Es mar bie Aufgabe und bie Leistung von Max Lorenz, das schuldlos-schuldige Unterliegen des Götterlieblings Siegfried bis zum Sturz unter Ha­gens Speer erschütternd zu gestalten. Mit ekstatisä)er Besessenheit des darstellerischen Einsatzes unb einem durch keine Ermübung getrübten Helbentenor riß er das Haus in seinen Bann. Marta Fuchs, stimmlich strahlend wie am Tage zuvor, ließ mit zwingender Kunst die Brünhilde aufwachsen zu ihrer aus Weltnot und Untergang befreienden Tat selbstlosen Opferns. In der Rolle Hagens erreichte Ludwig Hoffmann den Höhepunkt seiner dies­jährigen Festspielleistungen. Aus dem Kreise ber kleineren Rollen ragt Margarete Klose bebeutsam hervor, bie ber Waltrauten-Erzählung beschwörenbe Einbringlichkeit gab und als erste Norne auch im szenischen Vorspiel mit Rut Berglund und El­friede M a r h e r r dominierte. Mit den beiden letz­teren vereinte sich Hilde S ch e p p a n zu dem stimmlich makellosen Terzett ber Rheintöchter.

Den Giebichungen - Geschwistern Gunther unb Gutrune liehen Jaro Prohaska unb Kaethe Heibersbach nicht nur ihre schönen Stimmen, sie gaben ben Gestalten auch ein klar umrissenes Profil. Die Namen Heinz Tietjen unb P r e e- torius (Bühnenbilb unb Trachten) erinnerten am letzten Abenb noch einmal an bie großartige Ge­samtleistung dieserRing"-Aufführung, die von beiden Künstlern ihre szenische und musikalische Prägung erhalten hat. Besonders stark war dies­mal der Anteil von Tietjen, der seine vorbildliche und um manche Einzelzüge vertiefte Regie noch um die musikalische Leitung des ganzenRing" er­weitert hatte und wie in berGötterdämmerung", so auch an ben übrigen Abenden einer anspruchs­vollen Gemeinde von Wagner-Freunden und -Ken­nern aus aller Welt die Idee des Gesamt-Kunst-

Salzburger Festspiele im Rundfunk.

Der Deutschlandsender wird in einer Reihe von Uebertragungen seine Hörer einen großen Teil der diesjährigen Salzburger Fe st spie le mit er­leben lassen. So wird MozartsDon Giovanni" am 3. August um 19 Uhr übernommen. Unter Leitung von Generalmusikdirektor Professor Karl- Böhm wirken u. a. Elisabeth Rethberg, Hilde K o n e tz n i und Maria Gebotari mit. Am 7. August, 11 Uhr, überträgt der Deutschlandsender aus dem Mozarteum ein Orchesterkonzert mit Wer­ken von Haydn und Mozart. Gs spielen die Wiener Philharmoniker unter Leitung von Professor Dr. Gdwin Fischer.Figaros Hochzeit" von Mozart kommt unter Leitung von Generalmusik­direktor Hans Knappertsbusch mit Maria Gebotari, Gszter Rethy, Gjio Pinza und Mariano Stabile am 11. August, 19 Uhr, zur Aufführung. Arn 14. August, 11 Uhr, wird Bachs Kunst der Fuge" zu Gehör gebracht. Arn 20. August, 19 Uhr, folgt eine Übertragung des F i d elio" Unter Leitung von Generalmusik­direktor Knappertsbusch wirken Gertrud R ü n g c r, Luise H e 11 e t s g r u b e r, Helge Ros- waenge, Paul Schäffler, Josef v. Mano- warda, Richard Sali ab a und Karl Disu11i mit. Die Reihe der Uebertragungen wird am 28. August, 11 Uhr, mit der Uebernahme eines Orcbester- konzerts unter Leitung von Staatsrat Dr. Wilhelm Furtwängler beschlossen.

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Eine Gruppe von fünf Bergsteigern aus dem Ferienzeltlager von Uget am Fuße des Mont­blanc verunglückte bei einem Aufstiegsversuch aus die Aiguille noire, einen ber schwierigsten Kletter­berge bes Gebietes. Vor bem Aufstieg banden sich alle fünf an ein einziges Sei 1 m ber Annahme, daß auf diese Weise auch die mernger geübten Teilnehmer der Gruppe den Aufstieg meistern könnten. Nachdem sie erst wenige Meter geklettert hatten, verlor der Vorletzte der Seil- gruppe durch ein niedergehendes Felsstuck, das ihn getroffen hatte, den Halt unb stürzte ad Er riß feine vier Kameraden, die sich nicht gesichert hatten, mit. Vier van ihnen kamen mit Verletzungen da-

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4 Der Mißbrauch ber S) o f)« 11 sgem alt in jeber Form zugunsten bes

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Zu diesen Werken gehören auch die Leverkusener Anlagen der IG. Farben, die am 1. August auf ihr 75jähriges Bestehen zurückblicken konnten. Zwei Männer waren ihre Begründer: Friedrich D a y e r, der Kaufmann, und Johann Fried­rich Weskott, der Färbermeister. Aus beschei­denen wirtschaftlichen Verhältnissen hervor und durch eine harte Schule der Arbeit hindurch- gegangen betrieben sie in den 60er Jahren für sich ihre kleinen Unternehmen: der eine, Friedrich Bayer, handelte mit Farbstoffen unb Hilfsprobukten für bie Färberei, ber andere, Weskott, machte selbst eine kleine Färberei " Sie waren gut mitein- anber befreunbet un e in E1 berfelb an­sässig. Durch bie ei, Erfolge der Teerfarben­herstellung in Frankreich unb Lonbon angeregt, entschlossen sie sich, gemeinsam auf diesem ©ebiet sich zu betätigen. Unter ber Firma Friebrich Bayer & Go. begrünbeten sie eine offene Han­delsgesellschaft, die am 1. August 1863 ihren Betrieb aufnahm. Wenn man heute nachliest, auf welch

Zwischen dem griechischen Ministerpräsidenten Metaxas, ber gegenwärtig auch der geschasts- siihrenbe Präsident ber Balkan - E n t e n t e iSüdslawien, Rumänien, Griechenlanb unb Turkey ist, unb dem bulgarischen Ministerpräsidenten Kjosseiwanoff sand in Saloniki eine Begeg­nung statt. Auf ihr verzichtete Metaxas im. Warnen der Mächte der Balkan-Entente auf die militarifchen Bestimmungen des Vertrages von Reuilly. Diest sahen vor, daß Bulgarien nur ein Heer von 20 M0 Mann unterhalten durfte, wozu noch eine starke ßanbjägerei von 10 000 Mann kam, Bulgarien hat seinerseits seine Zustimniung gegeben, daß entgegen den bisherigen Bestimmungen der Friebensvertrage das türkische unb griechische Thrakien befestigt werben können; außerbem sind bei dieser Gelegen­heit gegenseitige N i ch t a n gris f sv e r p s l i ch - tun gen eingegangen worden. Der Bulgarien auf- erleqte Friedensverttag von Neuilly steht in einer Linie mit bem Friebensvertrag von Versailles (gegen Deutschlanb), von St. Germam (gegen das ehemalige Oesterreich) unb von Tnanon (gegen Ungarn); ber entsprechend Vertrag von Seores (gegen bie Türkei) kam infolge des Unabhangigkeits- kgmpfes von Mustafa Kemal nicht zur Ausführung und wurde 1923 durch den Vertrag von Lausanne abgelöft. Bulgarien hat in der bis jetzt andauernden Zeit der Rüstungsbeschränkung, die auch schwere Geschütze unb Flugzeuge verbot, fruhzeitta die Ar-

ÄW «ung

Heilung sreundschastlicher Beziehungen zu Sud-