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nichts Besonderes darbot und der doch durch einen Dichter in der ganzen Welt bekannt geworden ist, war er doch der „kleine Ribet", von dem Alphonse Daudet in den liebenswürdigen Erzählungen seiner weltbekannten „Briefe aus meiner Mühle" sprach. Als Daudets „Müller" hat er sein Leben lang gegolten, und seine Mühle auf dem Hügel von Fontvieille hat immer ihren literarischen Ruf behalten. Heute drehen sich ihre Flügel nicht mehr im Wind, sie sind durch neue ersetzt worden, die aber unbeweglich sind Der alte Müller erzählte gern von seiner Arbeit in der Mühle, die er von seinem Vater gelernt hatte, er sprach daoorn wie man den Wind überwachen und die Flügel der Mühle nach ihm drehen mußte, und er erzählte dabei von dem Dichter. „Als Monsieur Daudet das erste Mal zur Mühle kam, herrschte ein starker Wind, bei dem er nur mit Mühe seinen Filzhut aufbehalten konnte Seitdem ist er immer wieder zur Mühle gekommen und hat dort lange Stunden zugebracht, während er sich in Montauban aufhielt. Da ich damals beweglicher war als im Alter, nannte er mich den „großen Teufel" und schrieb darüber in seinen .Briefen" — diesen Briefen, über die ich so aufgebracht war, daß ich ihn eines Tages fragte, warum er denn so viel schriebe und sie niemals bei der Post aufgäbe? Das alles geschah vor dem Kriege, dem von 1870 natürlich. Meine Mühle war damals schon über 50 Jahre alt. Auf einem Stein bei der Tür ist das Datum eingemeißelt: „1814". In diesem Jahre brachte sie mein Vater zum ersten Male in Gang. Ich habe sie dann lange Jahre sich drehen sehen, bis ich im Jahre 1915 aufhören mußte. Die Mühle hat also ohne Unterbrechung während eines ganzen Jahrhunderts gearbeitet."
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hat die Eigenart, wahr zu sein. Zwei arme Teufel, Griechen, die vor Jahren nach Aegypten eingewan- dert waren und ihr tägliches Brot mit Loseoerkauf oder besserer Bettelei verdienten, sind über Nacht reich geworden. Bis jetzt waren sie froh, des abends ein paar Pfennig in der Tasche zu haben, und kein Mensch kümmerte sich um sie, bis das Glück über sie kam. Ein griechischer Freund, der sich ihrer erinnerte, hatte ihnen aus Griechenland amerikanische Zeitungen zugeschickt, in denen die Geschichte vom Tod ihres Onkels und von der großen Erbschaft, die sie gemacht haben, berichtet war. Mit diesen Zeitungen bewaffnet, marschierten die beiden zur ägyptischen Behörde mit der Bitte um Hilfe. Die Polizei nahm ein Protokoll auf, gab Bericht und nach Rückfrage bei der amerikanischen Gesandtschaft stellte es sich heraus, daß es sich um keine Mystifikation handelt, sondern um Tatsachen.
Seitdem das bekannt ist, können sich die armen Teufel von gestern vor den Gunstbezeugungen der Umwelt nicht mehr retten. Bettelbriefe kommen in wahren Fluten. Freunde erbieten sich zur Hilfeleistung bei Uebernahme der Erbschaft. Ein Kairoer Advokat will 4000 Pfund als Kredit zur Verfügung stellen, damit die beiden nach Amerika fahren tonnen, die Formalitäten zu erledigen, unter der Voraussetzung, daß die neugebackenen Millionäre ihm die Vermögensverwaltung übertragen. Die beiden Hauptbeteiligten aber entziehen sich allen Gunstbezeugungen und halten sich an die ägyptische Re- gierung, die sich bereit erklärte, die notwendigen Schritte zu unternehmen, damit die beiden zu ihrer Erbschaft kommen.
So werden auf Regierungskosten die beiden bald über den großen Teich fahren, um die große Kapitalflut nach Aegypten zurückzubringen. Zwei Millionäre, die für den Augenblick aus eigener Tasche nicht dritter Klasse nach Alexandrien fahren könnten..
Die Triplizität der Ereignisse.
(—) London.
Die so oft beobachtete Duplizität oder in diesem Falle richtiger Triplizität der Ereignisse war selten so auffallend wie bei einer Serie von Auto-Unfällen, die sich auf einer belebten Landstraße in der Nähe non London- zugetragen haben. An genau der gleichen Stelle sind an drei aufeinander folgenden Wochen drei Kraftwagen verunglückt. In allen drei Fällen war das Unglück auf das Platzen eines Reifens zurückzuführen. Um die Uebereinstimmung noch vollständiger zu machen, handelte es sich in allen drei Fällen jeweils um das gleiche Rad. Die drei
nicht zurück.
Baler Ribet" ist gestorben.
K. Paris.
In Avignon ist im Alter von 87 Jahren der „Vater Ribet" gestorben, dessen Leben als Müller
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In der ganzen Welt gibt es Cafös, überall, wo es aber Caf6s gibt, findet man auch Kaffeehaus- gäste, wie sie nicht sein sollen. Ein belgischer Kaffee- Hausbesitzer hat den „öffentlichen Feind auf der Kaffeehausterrasse" in wenigen Zeilen skizziert. Hier das Ergebnis: Der Kaffeehausgast, wie er nicht fein soll, ist nie mit dem Platz zufrieden, den man ihm empfiehlt. Er braucht wenigstens drei Stühle für sich — den einen für seinen Hut, den anderen für den Ueberzieher und den dritten, um die Beine darauf zu legen. Im ganzen benötigt er also vier Stühle. Mit Ungeduld ruft er den Ober heran. Er spielt den eiligen Mann. Und wenn der Ober da ist, dann überlegt er, was er bestellen will. Bier ist ihm nicht frisch genug. Zitronensaft ist ihm zu kalt. Für einen Likör ist es noch zu früh. Plötzlich hat er die Erleuchtung: Er bestellt eine Tasse Kaffee und möchte „Pommes Chips" dazu essen. Der unerwünschte Gast macht über die anderen Leute Bemerkungen. Wenn er etwas trinkt, ist dies unter^Umständen für seine Umgebung gefährlich. Wenn er ein Getränk bestellt hat, zu dem ein Strohhalm mitgeliefert wurde, dann bläst er durch den Strohhalm und macht gluckgluck. Und zum Schluß — wtznn er alle seine exzentrischen Künste vorgeführt hat, dann geht er einmal schnell zum Telephonieren und — kommt
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Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! 1
Die verzögerte Hochzeit. i
(ka) Colombo. 1
Alles war für die Trauung des Don Themanis mit feiner Braut Rana Padihamy vorbereitet, als bei dem Standesamt von Colombo ein Telegramm eintraf, wonacy der Absender, der sich augenblicklich aus einem Schiff auf dem Wege nach Colombo befand, gegen die Trauung Einspruch erhob und dringend um Verschiebung der Zeremonie ersuchte. Er habe wichtige Gründe, die einen Aufschub der Trauung rechtfertigten. Also wurde die Trauung wirklich von dem Beamten, der Böses witterte, abgesagt und verschoben. Nach drei Tagen traf mit dem Dampfer ein gewisser Kelani Valley in Colombo ein. Er meldete sich bei seinem alten Freund Don Themanis und teilte ihm mit, er habe das Telegramm geschickt — allerdings nur „als Witz", weil er unbedingt an dem Festessen teilnehmen wollte. Er war indessen sehr erstaunt, als Don ihm keine Einladung zu dem Fest überreichte, sondern eine Klage gegen ihn beim Polizeigericht erhob, weil durch jenen merkwürdigen Witz ein Schaden in beträchtlicher Höhe entstanden war.
Es waren gar nicht die Bremsen.
(th) Neuyork.
Als John Adam Davis sein neues, schönes Auto zum erstenmal anfahren ließ, hörte er ein furchtbares Kreischen. Er vermutete, daß vielleicht die Bremsen zu wenig Del hätten ober sonst irgendwo das Oel fehle. Aber jedesmal, wenn der Wagen sich wieder in Bewegung setzte, vernahm man jenes Geräusch. Endlich wurde es jenem Mr. Davis zu dumm. Er fuhr zur Auto-Fabrik zurück und verlangte, daß vor seinen Augen das Auto auseinandergenommen werde. Des Rätsels Lösung war einfacher, als man dachte: Neben dem Benzintank war nämlich eine junge Katze eingeklemmt worden und sie schrie jedesmal, wenn der Wagen sich in Bewegung setzte. Davis hat die Katze adoptiert. Und fein Wagen fährt nun ohne Nebengeräusche.
Wie im Film ...
AS. Kairo.
Und der „Onkel aus Amerika" lebt doch. Das heißt, nun ist er gestorben und hat tatsächlich die vorgeschriebene Millionenerbschaft hinterlassen. Und alles rollt sich ab, wie im Film oder im Märchen. Me Geschichte ist dieser Tage in Kairo passiert und
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Geschichten ans aller Welt
(If) Amsterdam.
Gar zu oft hat man vom „schmutzigen Schwein" gesprochen und dieses Tier als Inbegriff aller Unsauberkeit hingestellt. Nun haben sich die holländischen Viehzüchter und Schweinemäster endlich dazu aufgerafft, eine Ehrenrettung der Schweine zu unter- neunten. Sie stellen nämlich fest, daß nur wenige Tiere auf dieser Welt einen so großen natürlichen Hang zur Sauberkeit haben wie das Schwein. Das Schwein würde niemals auf schmutzigem Stroh oder auf einer unsauberen Unterlage schlafen, wenn es eine andere Möglichkeit hätte. Das Schwein fei nur dann „ein schmutziges Schwein", wenn der Eigentümer es dazu zwinge und keine Möglichkeit biete, sich sauber zu halten.
Der Gast, wie er nicht dein sott
(cn) Brüssel
Gießen an Der Cahn


