Einzelbild herunterladen

RaffenpolitischeAufkläMgimGauSeffen-Mau

NSG. Der Blutsgedanke ist bas Kernstück der na­tionalsozialistischen Weltanschauung. Als das rast fische Denken vor Jahren in Deutschland zu er­wachen begann, wurde es von Anfang an aufs stärkste in die politischen Auseinandersetzungen her­einbezogen. Wie dies früher in den Jahren des Kampfes war, so ist es auch geblieben. Die rassen- politische Aufklärungsarbeit wurde zu einer bedeut­samen Aufgabe der Partei erklärt und seit der Machtübernahme selbstverständlich mit allen Kräf­ten vorangetrieben, um jeden Volksgenossen mit dem tiefen Sinn des Rassegedankens zu durchdrin­gen. Ziel der Arbeit ist ein an Leib und Seele starkes, frohes und gesundes Volk zu schaffen, das aus innerer Kraft allein das deutsche Schicksal im Herren Europas zu meistern imstande sein muß.

Aus dieser rassenpolitischen Aufgabe leitet der Nationalsozialismus die bevölkerungspolitische For­derung ab, well alle Anforderungen, die an ein Volk gestellt werden, nur mit der Kraft von Men- schen zu erfüllen sind Für die Partei ist also dis bevölkerungspolitische Forderung, die heute ganz im Vordergrund rassenpolitischer Aufklärungsarbeit steht, im Grunde nur die Folge des rassisch blut» haften Denkens, das uns der Führer gelehrt hat.

Die Mittel der Aufklärung und Propaganda, mit denen diese Gedanken ins Volk getragen werden, sind auch hier nach den Erfahrungen und Grund­sätzen der Bewegung das gesprochene Wort, Schrift, Bild und Film. Diese Propaganda-Mittel wurden im vergangenen Jahre vom Rassenpolitischen Amt des Gaues Hessen-Nassau wieder in intensivem Maße eingesetzt, um den Volksgenossen den Rasse­gedanken nahezubringen. In insgesamt 70 öffent­lichen Veranstaltungen svrachen Mitarbeiter des Rassenpolitischen Amtes Des Gaues Hessen-Nassau vor rund 14 000 Besuchern Ferner fanden 20 öf- fentliche Filmvorführungen statt, denen 3000 Volks­genossen beiwohnten. In 600 Veranstaltungen des RPA. Gau Hessen-Nassau wurden außerdem 50 000 Anaehörige der Partei und chrer Gliede­rungen geschult. In 200 Veranstaltungen kamen hierbei rassenpolitische Filme zum Einsatz.

Das Rassenpolitische Amt Gau Hessen-Nasiau, das nach dem Tätigkeitsbericht im Jahre 1937 rund 700mal an die Oeffentlichkeit getreten ist, hat da- mit in vorderster Front mit dazu beigetragen, das Leben der Volksgenossen, das in Generationen ab­läuft, dem nationalsozialistischen Äealbild entspre­chend zu formen.

Abänderung des Sondergebäudesteuergesetzes

stellten Finanzämter. Für die Besteuerung ist das Finanzamt zuständig, in dessen Bezirk das steuer- pflichtige Gebäude gelegen ist.

Auf die Sondergebäudesteuer des Rechnungs­jahres 1938 sind Vorauszahlungen zu ent­richten. Die Höhe der Vorauszahlungen richtet sich nach der für das Rechnungsjahr 1937 endgültig ver­anlagten Sondergebäudesteuer des Landes und der Gemeinden (Gemeindeverbände), ohne Berücksichti­gung der erlassenen und niedergeschlagenen Betrüge. Die Landesregierung (Finanzoerwaltung) ist er­mächtigt, weitere Bestimmungen über die Anpassung der Vorauszahlungen an die nach den Vorschriften dieses Gesetzes festzusetzenDe Steuer auch abweichend von den Vorschriften des Artikels 1 Absatz 1, 2 des Steuervorauszahlungsgesetzes vom 10. Dezem­ber 1929 zu erlassen. Die Landesregierung (Finanz­verwaltung) ist ermächtigt, von Vorauszahlungen abzuseben ober sie als endgültige Steuerzahlungen zu erklären. Die Sondergebäudesteuer und die Vor­auszahlungen sind in sechs Raten zu entrichten, deren Fälligkeit die Landesregierung (Finanzver­waltung) festsetzt.

Das Gesetz tritt am 1. Aprill938 in Kraft. Mit der Ausführung des Sondergebäudesteuer­gesetzes ist die Landesregierung (Finanzoerwaltung) beauftragt.- Sie kann den Worllaut des Gesetzes in neuer Fassung bekanntmachen und dabei Abände­rungen, die zur Anpassung nötig sind, vornehmen. Zu Steuererhöhungen dürfen die Abände­rungen nicht führen. Die Landesregierung (Finanz­verwaltung) kann durch öffentliche Bekanntmachung anordnen, daß die Steueroescheibe eines Rechnungs­jahres auf die folgenden Rechnungsjahre solange erstreckt werden, bis sie durch neue Steuerbescheide ersetzt werden.

LPD. Der Reichsstatthalter in Hessen als Führer der Landesregierung verkündet im Hessischen Regie- rungsblatt ein Gesetz zur Abänderung des Sondergebäudesteuergesetzes vom 19. Februar 1938.

Wie im Artikel 1 ausgeführt wird, erfolgt die Erhebung der Sondergebäudesteuer nach den bisher geltenden Vorschriften mit der Maßgabe, daß der in Artikel 10 des Sondergebäudesteuerbesetzes ge­nannte Steuersatz von 160,65 ReichspMnig um 77 Reichspfennig, der Steuersatz von 127,50 Reichs­pfennig um 70 Reichspfennig erhöht wird. Die hiernach sich berechnende Sondergebäudesteuer des Landes ist unter Beachtung der für den 1. April 1932, 1. April 1935 und 1. April 1938 reichsgesetz­lich vorgeschriebenen Senkungen zu vermindern.

Die Gemeinden und Kreise sind für die Zeit vom 1. April 1938 an nicht berechtigt, eine ^onberaebauöefteuer für ihre Rechnung zu erheben. Nachforoerungen für die zurückliegende Zeit werden hiervon nicht berührt. Zum Ersatz des Ausfalls er­halten die Gemeinden einen Teil des Aufkommens der Sondergebäudesteuer des Landes nach näherer Vorschrift des Hessischen Ausführungsgesetzes zum Finanzausgleichgesetz (Gemeindeanteil an der Son- bergebäubefteuer).

Eine Reihe von Vorschriften des Sondergebäude­steuergesetzes in der Fassung vom 13. Dezember 1930 werb en im Artikel 3 des neuen Gesetzes ge­strichen. An Stelle von Artikel 11 Absatz 1 tritt folgende Vorschrift: Die oberste Sachleitung steht dem Reichsstatthalter in Hessen als Führer der Landesregierung zu. Die Verwaltung erfolgt durch die für die Reichssteuern in den hessischen auch den abgesprengten Gebietsteilen zuständigen Oberfinanzpräsidenten sowie durch die chnen unter»

Aus der engeren Heimat.

Landkreis Gießen.

* Heuchelheim, 2. März. Ihre silberne Hochzeit begehen heute die Eheleute Karl V o l k - mann II., Gastwirt (Schoppekall) und Ehefrau Marie, geb. Kröck. Unseren Glückwunsch!

* Großen-Buseck, 1. März. Arn heutigen Dienstag konnte Frau Luise Meyer, die Ehe­frau unseres hiesigen Altbürgermeisters, ihren 8 2. Geburtstag feiern. Altbürgermeister Meyer steht im 87. Lebensjahr.

* Mainzlar, 2. März. Der 16jährige Arbeiter Helmut Kreiling erlitt einen schweren Un­fall. Mit erheblichen inneren Verletzungen mußte der bedauernswerte junge Mann in dis Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden.

# Mainzlar, 1. März. Der hiesige Turn­verein hielt am Sonntag seine Jahreshauptoer- sammlung ab. Vereinsführer Kern erstattete den Jahresbericht. Für regelmäßigen Turnstunbenbe- such währenb ber vergangenen zwei Jahre würben die Turner Wilhelm Vogel I. und Walter V o - g e l mit ber goldenen Vereinsnadel ausgezeichnet. Den Turnern Wilhelm Vogel II. und Erwin Vogel wurde für regelmäßigen Turnstundende- such im vergangenen Jahre die silberne Vereins- nadel überreicht'. Mitglied L. Hermann wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Der Rechner Ludwig Becker gab den Kassenbericht bekannt, der in Ord­nung befunden wurde. Der 1. und 2. Vereinsführer wechselten ihr Amt, die übrige VorstandSbesetzung blieb unverändert. Im weiteren Verlaufe der Ver­sammlung wurde beschlossen, eine Fußballabteilung zu gründen. Mit empfehlenden Hinweisen auf das Deutsche Turn- und Sportfest 1938 in Breslau schloß der Vereinsführer die Versammlung. Die Kriegerkameradschaft hielt ihre Jahres­hauptversammlung bei Gastwirt Vogel ab. Karne- radschaftsführer Ehr. ß e m m e r erstattete den Jah­resbericht. Als beste Schützen des vergangenen Jahres wurden Gottfried Jäger und Heinrich Felde erwähnt. Vereinsrechner G r ö l z erstattete die Jahresrechnung, die einen günstigen Stand der Kasse ausmies. Der Vorstand blieb in seiner bis­herigen Besetzung im Amt. Kameradschaftliche Un­terhaltung und 'gemeinsam gesungene Volkslieder beschlossen den Abend.

# Daubringen, 1. März. Die hiesige K r i e- gerkamerad schäft hielt ihre Generalver­sammlung ab, die mit einem würdigen Gedenken der im vergangenen Jahr verstorbenen Kameraden eingflleitet wurde. Kameradschaftsführer Reif er­stattete den Jahresbericht: der Kassenbericht ergab einen kleinen Ueberschuß. Im Verlaufe der Der- fantmlung wurde beschlossen, eine Bundes-Einhells- fahne anzuschaffen. Jedes Mitglied soll dazu einen Sonderbeitrag von 50 Pfennig geben. Die Schieh- leiftungen im vergangenen Jahre wurden als sehr gut bezeichnet. Die bronzene Ehrennadel errangen L. Reinhardt, H. Klein Henn, K. Frey und Johs. Reif. Die silberne Ehrennadel erhielten L. Mohr, L. Euler, H. Fuchs und H. Kloß.

£ Staufenberg, 2. März. Unser Mitbürger Heinrich Becker IV., Mittelgasse 10, wird morgen 70 Jahre all. Der Jubllar erfreut sich noch aller körperlichen und geistigen Frische. Seit über 40 Jahren ist er treuer Bezieher des Gießener An­zeigers. Wir gratulieren!

X Steinbach, 1. März. Am heutigen Tage wird der Förster i. R. Karl Herbert, her im Ruhestand bei seinem Sohne, der ebenfalls Forster ist, in Burkhards lebt, seinen 7 7. Geburtstag.

Herr Herbert, der einer der ältesten Familien unse­res Dorfes entstammt, war bis zu feiner Pensio­nierung in seinem Heimatort als Förster tätig und steht hier in bester Erinnerung.

! Großen-Linden, 28. Febr. Bei herrlich­stem Frühlingswetter unternahm der Zweig- verein Hütten berg" vom VHC. am gestrigen Sonntag eine Wanderung nach dem schönen Kleebachtal. Der Weg führte über Lang- Göns nach Kirch- und Pohl-Göns und von dort auf guter Straße, von der man die schönsten Aus­blicke auf die zum Teil noch mit Schnee bedeckten Taunusberge hatte, nach Niederkleen. Der Rückweg ging durch den Wald nach Lang-Göns und von da mit der Bahn nach Großen-Linden und Gießen.

* Lang-Göns, 2. März. Ein langjähriger treuer Leser des Gießener Anzeigers, Anton Kon­rad Schaum, Landwirt, feiert heutigen Mittwoch, 2 März, in körperlicher und geistiger Frische seinen 70. Geburtstag. Der Jubilar ist als Kenner der Ge­schichte seines Heimatortes bekannt und hat in Heimat im Bild" schon öfter über Lang-Göns und feine Gemarkung berichtet.

s. Lang-Göns, 2. März. Am nächsten Sonn­tag, 6. März, kann Frau Anna Elisabeth B e p p - l e r, Wwe., Obergasse, in gerftiger und körper­licher Rüstigkeit ihren 81. Geburtstag feiern. Frau Deppler kan noch im Haushalte und beson­ders auch im Felde alle Arbeiten verrichten. Wir wünschen alles Glück!

Holzheim, 2. März. Am gestrigen Diens­tag, 1. März, konnte Frau Juliane Jung, geb. Reichl, in voller körperlicher und geistiger Frische ihren 8 6. Geburtstag feiern. Die Jubilarin, die sich noch guter Gesundheit erfreut, ist die Zweit­älteste weibliche Einwohnerin unseres Ortes. Eben­falls in körperlicher und geistiger Frische konnte Frau Henriette Häuser ihren 7 0. ©eburts» tag feiern Wir gratulieren!

oo Eberstadt, 1. März. Gestern wurde die von der hiesigen Bezugs- und Absatzge­nossenschaft angekaufte Dämpfkolonne zum erstenmal in Betrieb genommen. Zahlreiche Bauern hatten sich zu dieser Vorführung emgefun- dsn. Die Dämpfkolonne ist fahrbar und besteht aus einem Dampfkessel, einer Kartoffelwäsche und drei Dämpfbehältern, deren jeder 6 Zentner Kartoffeln faßt. Eine Anzahl Bauern hat sich bereits entschlos­sen, sofort Kartoffelsilos zu bauen und den Staats­zuschuß dafür in Anspruch zu nehmen. Außerdem wurde die Neuherstellung von 12 Jauchegruben und einigen Düngerstätten zur Bezuschussung angemeldet.

= Lich, 1. März. Am Sonntag konnte ber Landwirt Christian Dietz I. in voller körperlicher und geistiger Frische sein 8 5. Lebensjahr voll­enden. Noch täglich geht der alte Herr seinem Be­ruf nach. Verschiedene Ehrungen wurden ihm an seinem Ehrentag zuteil.

)( Lich, 1. März. Langjähriger Überlieferung folgend, feierte der piefige Evangelische Kir­chenchor am Sonntag seinenFrohen Abend". Schon lange vor Beginn waren die Räume des Parkhotels von den Mitgliedern, Angehörigen und Gästen voll besetzt. Der Abend wurde mit einem Musikstück, einem Sologesang und zwei Chören, die der Verein unter Leitung seines Chormeisters Lehrer i. R. und Organist Stein vortrug, er­öffnet. Der Vorsitzende, Stiftsdechant Kahn, be­grüßte die Mitglieder und Gäste, wünschte dem Chor eine weitere gedeihliche Entwicklung und brachte ein begeistert aufgenommenes dreifaches

Sieg-Heil auf den Führer und Kanzler des deut- chen Volkes aus. Nach einer bestens ausgestatteten Kaffeetafel, die dankbare Abnehmer fand, folgten in bunter Reihe musikalische, gesangliche, mundart­liche und theatralische Aufführungen. Dazwischen erklangen immer wieder schöne Volkslieder des Chores. So war es denn natürlich, daß alle Dar­bietungen mit größtem Beifall ausgenommen wur­den und die Teilnehmer allen Mitwirkenden dank­bar waren, die zur frohen Ausgestallung des Abends beigetragen hatten.

Kreis Dehlar.

(D Krofdorf, 1. März. Ein Bild fördernden Aufbauwillens ergab der Tätigkeitsbericht der bie­igen Milchabsatzgenossenschaft in ihrer jüngst in der Gastwirtschaft Rinn abgehaltenen Ge­neralversammlung. Nicht nur der Mitgliederstand hat sich im Jahre 1937 von 111 auf 127 Mitglie­der erhöht, auch der Umsatz der Genossenschaft ist um Beträchtliches seit dem Vorjahre gestiegen. Der Gesamtmilchanfall erhöhte sich von 364 372 Kilo­

gramm auf 445 779 Kilogr^ mm. Von der Molkerei zurückgenommen* wurden an Magermilch 272 083 Kilogramm im Gegensatz zu 171100 Kilogramm im Jahre 1936. Infolgedessen stiegen die Gesamtem« naymen von 81 435 Mark auf 99 839,30 Mark. An die Genossen würben für den Milchanfall ausge» zahlt 66 913 Mark, im Vorjahre 53 562 Mark. Dis Unkosten beliefen sich auf 5572 Mark. Der Vor­sitzende des Aufsichtsrates erläuterte die für die Ge­nossenschaft besonders in Frage kommenden Maß» nahmen des Vierjahresplanes.

Schöffengericht Gießen.

Gestern halle sich vor dem Schöffengericht die E. N. aus Ober-Seemen wegen versuchter Abtrei­bung zu verantworten. In der Hauptoerhandlung, die unter Ausschluß der Oeffentlichkeit stattfand, widerrief die Angeklagte chr in dem Vorverfahren abgelegtes Geständnis. Sie konnte jedoch durch die Beweisaufnahme einwandfrei überführt werden. Das Urteil lautete auf 4 Wochen Gefängnis.

Wirtschaft.

Kein Pflichtangebot von Hafer an die Wehrmacht.

Fwd. Mit Wirkung vom 1. März 1938 haben auch die Getreidewirtschafts-vetbände Hessen und Nassau die Verpflichtung, wonach Die unmittelbar beim Erzeuger einkaufenden Händler verpflichtet waren, 50 v. H. ihrer monatlichen Käufe Der Wehr- machtsoerwaltung anzubieten, aufgehoben, nach- Dem bereits in Den Vortagen eine Reihe von Ge- treidewirtschaftsverbänden, so Kurhessen, Baden, Saarpfalz, Thüringen, Weser-Ems, Sachsen und Hannover-Braunschweig Die Aushebung verfügt haben. Die allgemeinen Bestimmungen über Die Melde- und Andienungspflicht in Abschnitt A Nr. 3 Ziffer 2 Der AnorDnung Der Hauptoereinigung vom 1. Juli 1937 werben hierdurch nicht berührt. Bei Kauf und Weiterverkauf sind daher diese Vorschrif­ten einschließlich ber von den Getreidewirtschafts- oerbänben hierzu erlassenen Sonberbeftimmungen zu beachten.

Gießener Gchtarbtviehmarkt.

Zum gestrigen Gießener Schlachtoiehmarkt (Schlachtviehverteilungsmarkt) rn ber Diehversteiqe- rungshalle Rhein-Main in Gießen würben vier Ochsen, 10 Bullen, 13 Kühe, 31 Färsen, 131 Kälber, 215 Schweine, 4 Schafe aufgetrieben.

An Preisen würben erzielt: Ochsen 39 bis 43 Rpf., Bullen 35 bis 42, Kühe 30 bis 40, Färsen 34 bis 43, Kälber 29 bis 57, Schass 39 bis 41 Rpf. je Pfund Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,11 RM., Klasse bl (135 bis 149,5 kg) 1,09, Klasse b2 (120 bis 134,5 kg) 1.07, Klasse c (100 bis 119,5 kg) 1,03, Klasse d bis f (unter 100 kg) 0,97, Klasse gl und 1 (Fette Speck­sauen und Mtschneider) 1,05, Klasse g2 und h (andere Sauen und Eber) 1,01 Reichsmark.

Marktverlauf: Großvieh, Kälber und Schafe dem Bedarf entsprechend. Schweine zugeteilt. Alles aus­verkauft.

Mein-Mainische Börse.

Zftiffagsbörfe uneinheitlich.

Frankfurt a. M., 1. März. Die Börse hatte am Aktienmarkt eine feste Grundtendenz. Die Umsatztätigkeit war teilweise etwas lebhafter. Vom Publikum lagen wieder einige Anlagekäufe vor, allerdings fehlten wegen des Karnevals aus Dem Westen sowie aus SüdDeutschland Aufträge. Die Kursgestaltung war sehr uneinheitlich, was zum großen Teil Darauf zurückzuführen war, daß zum heutigen Monatsbeginn zum großen Teil Limiter­neuerungen fehlten. Durch feste Haltung bei aller­dings engem Markt fielen Deutsche Erdöl mit

144,40 (142,75) und Conti Gummi auf Dividenden» erwartungen mit 200 (198,50) auf. Anderseits zeig­ten Rütgerswerke einen Abschlag von 1,50 v. H. auf 152. Auf den übrigen Marktgebieten hielten sich die Schwankungen Die Waage und betrugen meist weniger als 1 o. H. Schwächer lagen u. a. AG. für Verkehr, Kaliwerte, ebenso blieben Montan- und Chemiepapiere nur knapp gehalten. Für Autowerte hielt das Interesse an, Daimler 144 (143,25), Adler­werke Kleyer 121 (120,75). Elektroaktien notierten gut behauptet, Gessürel 0,50 v. H. höher mit 150. Westdeutsche Kaufhof stellten sich auf unv. 100,50.

Der Rentenmarkt hatte eine feste Tendenz bei beschränktem Geschäft infolge der herrschenden Materialknappheit. Eine Tönung fester lagen Alt­besitzanleihe mit 132,70 (132,65) und Kommunal» Umschuldung mit 95,90 bis 95,90 (95,85), 4 v. H. Rentenbank-Ablösung unv. 94,90. Jndustrie-Obliga» honen fanden teilweise größere Nachfrage bei höhe­ren Kursen, 5 v. H. Mühlheimer Berg 103,25 (102,75), 5 v. H. Röchling 103 (102,75) usw. Stadt­anleihen lagen nahezu unverändert. Don Länder- anlechen bröckellen 1929er Hessen auf 101 (101,25) ab. Goldpfandbriefe wurden meist gestrichen oder repartiert, Liquidationspfandbriefe zeigten leichte Schwankungen von 0,13 bis 0,25 v. H.

Im Verlaufe blieb.das Geschäft an den Aktien­märkten klein, die Haltung war aber gut be­hauptet. Conti Gummi sprangen bei kleinem Bedarf bis auf 202 nach 200, während sonst kaum Verände- rungen gegen den Anfang eintraten. Die später no­tierten Papiere lagen größtenteils etwas höher, niedriger aber Mannesmann mit 114,50 (115,13). Von Bankaktien stiegen Pfälz. Hyp. weiter an auf 114,50 (114) rat.

Der Freiverkehr war ruhig. Nicht ganz be­hauptet lagen Elsäsi. Wolle mit 88,25 (89), Schuh Berneis mit 78,25 (79), Verein. Pinsel mit 85 (85,50), dagegen Frankfurter Handelsbank 65 (64). Tagesgeld wurde auf 3 (3,25) ermäßigt.

Die Abendborse vom Dienstag fiel aus.

Srantfurter Schlachtoiehmarkt.

Frankfurt a. M., 1. März. Auftrieb: Kälber 604 (gegen 841 am 22. Februar), Hämmel und Schafe 193 (183), Schweine 4711 (4186). Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Kälber a) 63 bis 65 (62 bis 65), b) 55 bis 59 (54 bis 59), c) 46 bis 50 (45 bis 50), d) 30 bis 40 (30 bis 40). Hämmel b2) 48 bis 52 (46 bis 52), c) 40 bis 45 (40 bis 45), d) 34 bis 35 (35 bis 38). Schafe a) 38 bis 42 (38 bis 42), b) (35 bis 36), c) 28 bis 30 (20 bis 32). Schweine a) 56,50 (56,50), bl) 55,50 (55,50), b2) 54,50 (54,50), c) 52,50 (52,50), d) 49,50 (49,50). Sauen gl) 53,50 (53,50). Markt- verlauf: Kälber und Schweine zugeteilt. Hämmel flott, Schafe mittelmäßig.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Deoilenmarfl Berlin $ranf|urt a. M.

Frankfurt a. M.

Berlin

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß- kurS

Schluß. Abend börie

Schluß- turs

Schluß! Mittag börie

Schluß- hirt

Schluß?. Abend börie

Schluß- fürs

Schluß!. Mittag, börse

$iHum

28.2-

13-

28 2-

13.

Damm

28-2.

1.3.

28-2

13.

5% Deutsche ReichSanleihe v. 1927

101,9

101,8

'01,8

101,8

Accumulatoren-Fabrik......

231

231

231

231,5

4% Deutsche ReichSanl. von 1934

99.4

99,4

99,4

99,4

Aschaffenburg Zellstoff........6

141

140,5

140,75

140,75

<y,% Deutsche Reichsschatzanwet-

Bemberg.................

.. O

142,25

143

142

143,5

jungen von 1935

4ft% Deutsche Reichsschatzanwei­sungen von 1935, II. Holge ..

4ft% Deutsche Reichsichoyanwei-

Bekula...................

.. 8

171

170,5

171,5

171.4

99,75

99,75

99,75

99,8

Buderus Ellen.............

.. 6

123.5

123,5

122,25

7

166,5

166,5

99,8

Eemenr Karlstadt ..........

.. 6

jungen von 1936, I II. ftolge .

Conti Gummi.............

. 12

198,5

202

198,5

203

ift%'$ounfl Anleide von 1930 ..

4ft% Hessische Bolksflaat von 1929

108

108

108

108

Daimler Motoren..........

6 ft

143,25

144

143,5

144

101,25

101

101

Dessauer GaS .............

.. 4

121,65

121,25

4ft% Deutsche Reichspoflichatz von

100.7

100,8

100,75

Deutsche Erdöl ............

.. 5

142,75

144,4

143

144

1934 I....................

100,7

Deutsche Gold- und Silber ..

.. 9

252,5

252

ift% Deutsche Reichsbahnschatz

100

Deutsche Linoleum.........

. 10

168

168

170

'

von 1936 1...............

100

100

100

Elektrische Lieferungen......

Elektrische Licht und Kraft...

.. 6

131

132

130,4

132

132,65

132,7

132,8

.. 7

146,75

146,5

147

147,5

Oberhessen Provinz-Anlethe mit

136,65

9- G. Farben-Industrte.....

.. 7

161,25

161

161,13

161,65

Auslos.-Rechten.........

138,25

138,25

Felten & Guilleaume.......

.. 6

138,5

139

139

139,65

ift% Hess. Landesbk. Darmstad:

Gessürel..................

.. 7

149,5

150

149,75

149

Goldpfe. R 12 .........

100

100

100,13

-

Tb. Goldschmidt...........

.. 6

146

145,5

146

145,75

5ft% Hess. Landes-Hyp.-Banl

102,5

Griyner Maschinen.........

.. O

49.9

50,25

50

50

102,5

Haroener.................

Hoesch Eisen...............

8 ft

8 ft

173

M«

173

172,5

4ft% Preuß. LandeSpfdbr.-Anst.

115

114,75

115,4

115

Goldvfe. R 19 ....

>

100

Philipp Holzmann.........

.. 8

162

163

162,9

162,5

i/2% Preuß. Gold-Komrn. R. 20

100

100

Ilse Bergbau..............

.. 6

163,75

<y.% Darmstädter Komm.-Lan

Ilse Genüsse..............

.. 6

142,5

142,75

142,75

142,75

desbank R. 6 .......

Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe

99,5

99,5

Kali Aschersleben..........

.. 4

109

110,65

109,9

Klocknerwerke ............

< ft

119,25

119,25

119,65

119,5

Auslos.-Rechte I. . . ..

137,9

138,5

138,75

Kokswerke und Chemische Fabrik 7

161

160,5

*y2% Franks. Hyp. Goldpse. R. 15 4ft% Franks. Hyp. Gold-Lomm.

100

100

100

Lahmeyer ................

.. 6

120

120,4

120,75

120,65

Mamkratt.................

.. 4

95,75

95,75

£61. 2 3..........

100

100

Mannesmann.............

4 ft

115,13

114,5

115,13

114,75

5/2% Franks Hyp. Liquidation

Manskelder Bergbau.......

.. 7

153,75

154,5

156,25

Goldpfe.................

6ft% Rheinische Hyp. Liquidation

103

102,9

>

Metallgeiellschaft...........

.. 6

139,25

137,5

138

138

102,9

Crenfiein & Koppel........

.. O

-

110

110,25

Goldvfe.....................

102,9

111,4

102,9

111,4

102^9

Rheinische Braunkohle......

. 12

232,5

232,5

128,5

232

129

232,5

129,75

Lteuergutschem-Verrechnungskurs

111,6

Rheinische Elektro .........

.. 6

Rkeinktablwerke............

.. 6

144.5

143,5

144.4

143,75

A.G. tüt Verkehrswesen .... 6 ft Haniburg-Südam. Dampfschiff - O

137

136,25

137,4

1364

Rbemtsch-Destsälische Elektro Rütgerswerke ............

Salzdetfurth Kalt..........

.. R .. 7 .. 6

127,25

153,5

127

152

127,13

153,75

127

152,5

Hamburg-Amerika Paket......O

79

78,75

78,65

79

Echuckerr & (So............

.. 7

180

180,13

180,75

180,5

Norddeutscher Lloyd..........O

80,5

8Q.5

80

79,5

Schultheis Patzenhofer......

.. 4

Deutsche Reichsbahn Bor».-Akt. 7

132,13

132,13

131,9

132

Siemens & Halske ........

.. «

209

209

209,25

208,5

Süddeutsche Zucker.........

. 10

211

211

211,5

Reich Sb an!................ 12

211,25

211

210,9

210,75

Bereinigte Stahlwerke......

4 ft

114

113,75

114

113,5

Berliner Handelsgesellschaft 6 ft

135,25

135,9

135,5

135,5

Weubouische kauf Hof .......

.. O

100,5

100,5

100.75

100,5

Westeregeln Alkalt..........

Sommer*- und Privat-Bank ... 5

124

124

124

124

.. 4

109,5

108,5

109,25

128

115

128

115

128

115

128

115

Zellstoff Waldhof..........

149,5

29,75

149,75

29,25

149,5

29.9

150

09

Dresdner Baut...... 4

Ctaöi Minen .............

.0,6

28-Februar

I.März

28-Februar

I.März

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

Bnei

Geld

Brief

Geld

Bries

Geld

Bries

iHn^n ...........

0,649

0,653

0,648

0,652

flau an..................

0,723

0.725

0,723

0.725

41,96

42,04

41,97

42,05

^uaofl amten ......_______

5.694

5,706

5 .694

5.706

Hin hp ptrn ............

0,143

0,145

0,143

0,145

C4io ..................

62,32

69 44

69 39

62.44

47,00

47,10

47,00

47,10

Wien....................

48 95

49 05

48 95

49J15

55^36

55,48

55,36

55,48

Lissabon..................

11 '26

11 .28

11.26

11 .28

47,00

47,10

47,00

47,10

Stockholm ...........

63 87

63 99

69 87

63 99

London ..............

12,40

12,43

12,40

12,43

Schweiz..................

57,43

57,55

57'40

57,52

tzelsingforß................

5,485

5,495

5,485

5,495

Damen..................

Parts"....................

8.077

8,093

8,082

8,098

Prag.....................

8 681

8 699

8 681

8,699

Holland ..................

138,30

138,58

138,30

138,58

Budapest.................

Atollen...................

13/09

13,11

13,09

13,11

Neu York........... ..

2,471

2,475

2,471

2473