tüfrb hti Parlament auf seine rascheste Durchführung dringen. Der neuen Partei haben sich bisher 16 Abgeordnete angeschlosien.
Codreanu bei einem Fluchtversuch erschaffen.
Der Führer der Eisernen Garde Rumäniens.
B u k a r e st, 30. Nov. (Europapreß.) Am Mitt- wochvormittag wurde Zetta Codreanu, der FW) rer der'Eisernen Garde und 13 seiner ebenfalls in Hast befindlichen Anhänger von der Zu^chthauswache bei einem Fluchtversuch erschossen Die Sträflinge wollten während eines Transportes in ein anderes Zuchthaus entweichen. Der amtliche Bericht lautet:
„$n der Nacht zum Mittwoch wurden Zelia C o - dreanu. der zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt worden war, sowie die drei Mörder des Ministerpräsidenten Duca (Nicolaje Constantinescu, Jon C a r a n i c a und Doru B e l a b a c e), die seinerzeit zu lebenslänglicher Zwangsarbeit verurteilt worden waren, und schließlich die zehn Mörder Stelescus (eines ehemaligen Führers der Eisernen Garde) aus dem Gefängnis von Ramnicul-Sarati abtransportiert, um in das Zuchthaus von Jilava bei Bukarest überfüyrt zu werden In einem Walde, 30 Kilometer von der Landstraße Ploesti—Bukarest entfernt, wurden die offenen Lastkraftwagen, auf ebenen die Sträflinge transportiert wurden, gegen 5 Uhr von unbekannten Tätern beschos. s e n. Die Veranstalter der Schießerei verschwanden unmittelbar nach Abgabe ihrer Schüsse. Die Sträflinge benutzten die im ersten Augenblick entstandene Ueberraschung. und sprangen von den offenen Wagen, um im nächtlichen Nebel ver« schwinden zu können. Die sie begleitenden Gendarmen machten nach dem gesetzlich vorgeschriebenen, aber vergeblichen Anruf von ihrer Schußwaffe Gebrauch und erschossen alle ^Sträflinge Die zuständige Militär- und Zivilstaatsan- waltschaft begab sich sofort an Ort und Stelle. Es wurde der Tod der 14 Sträflinge festgestellt und in Anwesenheit von Gerichtsärzten ein Protokoll ausgenommen. Die Nachforschungen zur Kläpung der Einzelheiten des Fluchtversuchs dauern fort. Die zuständigen Militärbehörden haben auf Vorschlag der Staatsanwaltschaft die Erlaubnis zur Beisetzung der Erschossenen erteilt. Die Beerdigung erfolgte Mittwoch früh auf dem Militärfriedhof von Jilava in Anwesenheit des Zuchthauspersonals von Jilava.
In Bukarest ist eine starke Bewachung durch Polizei und Gendarmerie zu bemerken. Es herrscht eine spürbare Erregung in der Bevölkerung. Die rumänische Gendarmerie hat Mittwoch abend Befehl erhalten, mit letzter Energie und summarisch gegen alle vorzugehen, die Ge- waltakte verüben. Bei Terroristen sei auch die Aufforderung überflüssig, die nach dem Gesetz dem Schießen vorangehen muß. Es sei in solchen Fällen
Stellung genommen und verbotene politische Tätigkeit ausgeübt habe.
duldet. Wie amtlich mitgeteilt wird, wurde der ehemalige Kriegsmmister der Regierung Goga, General A n t o n e s c u, der zuletzt das III. Armee-
rücksichtslos zu schießen, nur um seden korps befehligte, seines Amtes enthoben. Preis Ordnung und Autorität aufrechtzuerhalten. Als Begründung wird angegeben, daß er auf Von der Gendarmerie werde keine Schwäche ge- seinem Posten in unerlaubter Weise politisch
Dr. Hacha zum Präsidenten der Tschecho-Slowakei gewählt.
Or. Hacha hat den Führer der Tschechischen Nationalen Einheitspartei, Abgeordneten B e r a n , mit der Bildung der neuen Regierung betraut. Abgeordneter Beran hat sofort die Besprechungen ausgenommen. — Die dem Ministerpräsidium nahestehende „Narodny Listy" will allerdings wissen, Beran werde vorerst nur eine provisorische Regierung bilden. Das endgültige Kabinett werde erst nach der slowakischen Landtag s w a h l am 18. Dezember zusammengestellt werden.
Der neue Staatspräsident.
Prag, 30. Nov. (DNB.) Dr. Hacha, der bisherige Präsident des Obersten Verwaltungsgerichtes in Prag, wurde in der tschecho-slowakischen Nationalversammlung mit 273 Stimmen zum Präsiden- ten der Republik gewählt. Es wurden 39 leere Stimlnzettel abgegeben, die von den Kommunisten stammen. Von den 343 Parlamentariern haben an der Wahl 313 teilgenommen, davon 6 4 Slowaken. Die Slowaken haben ihre Stimmzettel
Staatspräsident Hacha. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
in einer besonderen Urne abgegeben, da nach dem Autonomiegesetz der Präsident der Republik die qualifizierte Mehrheit auch der slowakischen Parlamentarier aufweisen muß. Die deutschen nationalsozialistischen Abgeordneten und Senatoren sind der Wahl f e r n g e b l i e b e n, da sie sie als eine Angelegenheit der Tschechen, Slowaken und Karpatho- Ukrainer betrachten. _ <*
Der Wahlakt begann um'll Uhr. Der Sitzungssaal im Abgeordnetenhaus war festlich mit Lorbeer und Grün geschmückt. Die gesamte Zentralregierung sowie die slowakische und die karpatho-ukrainische Lan
desregierung hatten in den Regierungsbänken Platz genommen; in den Diplomatenlogen sah man nahezu alle Gesandten, in der Ehrenloge den Prager Kar- dinalerzbischof Dr. Kasper neben dem Generalstabschef K r e j c i.
Als der Vorsitzende des Abgeordnetenhauses, Malypetr, das Ergebnis der Wahl bekanntgab, ging am Haus die Staatsflagge hoch. Die Musik spielte die Staatshymne, und die Artillerie feuerte 21 Schüsse ab. Ministerpräsident Sirovy begab sich in die Wohnung des neugewählten Präsidenten und ersuchte ihn, sich zur Eidesleistung in das Abgeordnetenhaus zu begeben. Beim Betreten des Abgeordnetenhauses wurde der neue Präsident mit großem Jubel begrüßt. Dr. Hacha leistete dann den Eid auf die Verfassung. Der Vorsitzende des Abgeordnetenhauses, Malypetr, beglückwünschte den Präsidenten und sprach die Hoffnung aus, daß der Staat unter seiner Führung und unter Mitarbeit der Landesregierungen eine bessere Zukunft haben werde. Er sagte:- „Ihr Feingefühl und Sinn für Gerechtigkeit, Ihre bewährte Unparteilichkeit und vorbildliche Achtung vor Gesetz und Recht, die Sie während Ihrer ganzen Tätigkeit beim Obersten Verwaltungsgerichtshof bewiesen haben, ist eine Garantie, daß Sie ebenso Ihr höchstes Amt in der Republik, als Oberhaupt des Einheitsstaates unserer drei slawischen Völker und seiner nationalen Minderheiten ausüben werden."
Durch die dichtbesetzten Straßen fuhr dann der Präsident auf die Prager Burg. Vor dem Kraftwagen des Präsidenten ritten ein Offizier j und drei Mann mit der Standarte des Präsidenten.', In dem Wagen hatte neben dem Präsidenten. Ministerpräsident Sirovy Platz genommen. In 1 einem zweiten Wagen folgten der slowakische Mini-1 sterpräsident Dr. Tiso und der Vertreter des kar- patho-ukrainischen Ministerpräsidenten. Den Abschluß des Zuges bildete eine Abteilung Dragoner. Die am Wege versammelte Menge grüßte den neuen Präsidenten überaus herzlich.
Heran bildet die neue Regieruna.
Prag, 30. Nov. (Europapreß.) Die tschecho-slo- wakische Regierung des Generals Sirovy ist zurückgetreten. Der neugewählte Staatspräsident
Dr. Hacha, der bisherige Präsident des obersten Verwaltungsgerichts in Prag, löst den ins Ausland gegangenen Dr. Benes ch ab, dessen Amt in der Uebergangszeit der Ministerpräsident Sirovy wahrgenommen hat. Hacha ist nach Mitteilungen tschechischer Blätter ein Mann von hohem Können. Von ihm stammen verschiedene verwaltungstechnische und staatsrechtliche Werke, die ihm eine Ehrung der Karls-Universität in Prag eintrugen. Er ist kein Stubengelehrter, sondern ein Mann des praktischen Lebens, der seit langem auch mit reichsdeutschen führenden Persönlichkeiten in lebhaftem Gedankenaustausch steht. So nimmt er regelmäßig an den Arbeiten der Akademie für deutsches Recht teil, deren Führung in den Händen des Reichsministers Dr. Frank liegt. Hacha, der fließend deutsch spricht, hat sich auch als Uebersetzer litera« rischer Werke englischen Ursprungs ausgezeichnet. Ihm wird auch nachgesagt, daß er für die schönen Künste viel Verständnis aufweist. Die Tatsache, daß er nicht abseits lebt, kein verknöcherter Bürokrat ist, sondern mit seinem Volk lebt, wird ihm auch die Erfüllung der schweren Aufgaben erleichtern, die der Neuaufbau des Staates mit sich bringt
Holland
sollte sich das überlegen!
Das Verbot eines deutsch-holländischen Fußballspiels durch den Bürgermeister von Rotterdam ist selbst in vernünftigen holländischen Kreisen mit so peinlichem Erstaunen ausgenommen worden, daß weder der Königlich-Niederländische Fuhballbund noch maßgebliche politische Kreise bislang dazu Stellung genommen haben. Wir stellen zunächst in aller Form fest, daß es noch niemals einer deutschen Behörde eingefallen ist, einen friedlichen Sportswettkampf zu verbieten. Wir haben in Deutschland eine grundsätzlich andere Auffassung von Gastfreundschaft!
Davon abgesehen, liegt der Fall in Rotterdam ganz offenkundig so, daß der dortige Bürgermeister Forderungen von jüdisch-bolschewistischer Seite nachgegeben hat. Damit hat er sich also in den Dienst dieser Kreise gegenüber einer Weltmacht gestellt, die mit Holland durchaus
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