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Nr. 281 Erstes Blatt

188. Jahrgang

Donnerstag, 1. Dezember 1938

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Ein Generalstreik, -er keiner war.

Am Vorabend des 30. November hatte der fran­zösische Ministerpräsident die Streikhetzer als Aus­führungsorgane Moskaus angeprangert und diese Streikbewegung als gegen den Frieden und gegen seine Außenpolitik gerichtet erklärt. Die Bedrängnis läßt die Franzosen oft un­verhüllte Worte sagen, die sie sonst mit Rethorik umgeben. Daß die Worte des Demokraten und früheren Volksfrontmintsters Daladier ins Schwarze trafen, daß er die gesamten Machtmittel des Staa­tes anwenden mußte, um den Anschlag der Gewerk­schaften unter Moskaus Führung zu brechen, hat der Verlauf des 30. November bewiesen. Die vom Gewerkschaftspapst Johaux aufgehetzten, vom Kom­munisten Thorez mit moskowitischem Haß erfüllten, von ßeon Blum im gesamtjüdischen Interesse gegen die Münchener Politik als Sturmbock benutzten Massen haben trotz 'aller Hetze zu einem guten Teil der Parole Moskaus einen Korb gegeben. Dieser Generalstreik war kein Generalstreik ...

Die marxistisch-gewerkschaftliche Nebenregierung hat eine sehr ernste Niederlage erlitten. Heber die Notverordnungen Daladiers und seines sehr weit im kapitalistisch-liberalen Lager stehenden Finanz- miniftets Reynaud entscheidet nur das Parla­ment. Diese Lage war von vornherein gegeben, und alle Versuche, den Willen dieses Parlaments zu beeinflussen, die Regierung ohne Parlament durch den Generalstreik zu stürzen, waren revolu­tionäre und ungesetzliche Akte, die zur schärfsten Abwehr aufrufen mußten. Als Clemenceau, der einst unbeschränkte Meinungs-, Versammlungs­und Revolutionsfreiheit gepredigt, 1907 Minister­präsident war, verhinderte er die marxistische Mai­feier mit ihrem Reoolutionsgeschrei dadurch, daß er Paris in ein Kriegslager verwandelte genau wie Daladier am 30. November 1938. Die Methode, die streikenden Eisenbahner und sonstigen Ange­stellten der Verkehrsunternehmen, unter Kriegsrecht zu stellen, hat zum ersten Male der sehr linksge­richtete B r i a n d 1910 angewandt, der damit den Streik zerbrach. Clemenceaus Wort in der Kammer, die ihn wegen feiner Haltung angriff:Jetzt stehe ich auf der anderen Seite der Barri­kade", besagte eigentlich: Als Staatsmann muß ich die Mittet verwerfen, die ich als Demagoge den Massen empfahl. Das kennzeichnet die Mentalität der Demokratie, die, angegriffen, nicht anders tarnt, als sich mit gänzlichundemokratischen" Mitteln zu verteidigen und der Gewalt der Anarchie die Macht des Ordnungsstaates entgegenzusetzen.

Daß Daladier nicht auf die marxistischen Arbeiter schießen lassen wollte, ist natürlich, daß dieser Mann aus dem Volke alles tun wird, um dieautoritäre Demokratie" zu wahren, ist offenkundig, aber er wird mit den Parteien der Ordnung ganz von selbst in eine Richtung gedrängt, die sich für das konser­vativ gerichtete Frankreich (konservativ nicht im Parteisinne, sondern im Sinne der Erhaltung des Bestehenden) einsetzen muß. Diese g*oße politische Linie verträgt keinen Kompromiß mit dem inter­nationalen Marxismus und Kommunismus, der von der Judäokratie Moskaus gelenkt wird. Genau so wie 1933 in Deutschland die Unsinnigkeit der These erwiesen wurde, man könne in Deutschlandnicht gegen die Sozialdemokratie regieren", so hat sich jetzt in Frankreich nach vielen Regierungen der Kuh­handelspolitik zum erstenmal erwiesen, daß gegen dieVolksfront" sogar mit nicht allzugroßer Mühe vorgegangen werden kann. Eine besondere Ironie des Schicksals will es, daß Daladier den innerpoli­tisch getarnten Moskauer Generalstreik-Putsch m i t derselben Verordnung vom 6. Juni 1936 niederhielt, die er, damals Verteidigungsminister im ersten Volksfrontkabinett Blum, auf Bitten dieses selben Juden Blum zu.dessen Schutz gegen die Kommunisten geschaffen hat! Dieser selbe Blum schwatzt heute gegenüber der von ihm damals erbetenen Verordnung vonIllegalität" und greift in echt jüdischem Dreh zu einem so verzweifelt-alber­nen Mittel, die Kammereinzuberufen", wodurch er selbst in aller Öffentlichkeit illegal handelt!

Die eigentliche Bedeutung des Sieges her Regie­rung Daladier liegt, in größerem Rahmen gesehen, nicht etwa nur in der Zerschlagung des Generalstreiks. Dieser war eigentlich schon zu einer bloßen Episode her ab gesunken, als er kaum begonnen hatte. Der unbestreitbare Erfolg Dala­diers liegt vielmehr darin, daß zum ersten Male seit Beginn derVolksfront" in Frankreich, also seit dem Juni 1936, zum ersten Male eine französische Regierung ernstlich der Mitregiererei und Einmischung Moskaus die Spitze geboten hat. Daraus geht bereits hervor, daß es sich bei dem Sieg der Regierung Daladier über die von Moskau aus ferngelenkte Volksfront mit all ihren gewerkschaftlichen und kommunistischen Hilfsvölkern nicht nur um einen innerpolitischen, sondern auch um einen mindestens ebenso bedeutsamen! außenpolitischen Erfolg handelt. Ent­scheidend bleibt die Tatsache, daß eine mit allen Mitteln von Moskau gestellte Kraftprobe in Ge­stalt eines Angriffs gegen die Regierung mit ulti­mativem Charakter von dieser selben '-Regierung mit staatlichen Mitteln auf eine Weise nieber-- ge körn pst worden ist, wie sie vor der Münchener Viermächtebesprechung in Frankreich noch nicht denkbar gewesen märe.

Wiederum hat Frankreich eine Lehre darüber erhalten, was es von seinem Moskauer Bundes­genossen zu erwarten hat. Anderseits hat sich die tatsächliche Machtlosigkeit derVolksfront" 'genau fo erroiefen wie die Unfähigkeit des fowietrussifchen Militärkolosses" in der tschechischen Krise, als es die Bündnisfahigkeit Sowjetrußlands praktisch zu

Italien hatte in der Geptemberkrisis mobil gemacht.

Aufschlußreiche Darlegungen des italienischen Außenministers Graf Ciano über die Vorgeschichte des Münchener Abkommens.

Rom, 30. Nov. (DNB.) Außenminister Graf Ciano sprach bei der Eröffnung der Winter- tagung der italienischen Kammer im Beisein des Duce über die Entwicklung der europäischen Lage in den letzten Monaten. Graf Ciano ging zunächst auf die tschecho-slowakische Krise ein. Er habe schon am 18. Dezember 1937 dem damaligen tschecho-slowaki- schen Gesandten in Rom, Chvalkovsky, den Rat ge­geben, rasch nach einer freien Verftändi - a u n g mit Berlin, Warschau und Budapest zu suchen, bevor die Tschecho-Slowakei von dem un­aufhaltbaren Ablauf der Ereignisse dazu ge­zwungen werde. Es märe ein großer Fehler, sich auf die kollektive Sicherheit der Genfer Entente bzw. auf Freundschaften von geographisch abgelege­nen Ländern zu verlassen.

Nach einer Schilderung der in Europa zunehmen­den Spannung hob Graf Ciano den ehrlichen und mutigen Entschluß Chamberlains hervor, der durch seine erste Deutschlandreise einen ersten Licht­schimmer brachte, mährend die verständnislose starre Haltung der Prager Regierung die Lage mehr und mehr verschärft habe.

3n diesem Augenblick habe der Duce die Haltung Italiens endgültig festgelegt und ihn. Ciano, beauftragt, sie der Berliner Regierung bekannlzugeben:Denn der Kon­flikt zwischen Deutschland und der Tschecho­slowakei lokalisiert wird, so wird die Hal­tung Italiens einer neuen Prüfung unter­

zogen werden. Wenn sich aber der Konflikt verallgemeinern sollte und wenn ihn die antifaschistischen Kräfte zum Vorwand nehmen sollten, um eine Koalition ideologi­schen Charakters gegen das nationalsozia­listische Deutschland zuslandezubringen, dann würde es keine Alternative oder Zweifel mehr für Italien geben. Ita­lien werde sich in diesem Falle seinerseits be­droht fühlen und feine Kräfte an der Seite der deutschen Kräfte aufmarschieren lassen." Dieser Entschluß sei dem italienischen Volk und der ganzen Welt vom Duce in seiner Triester Rede bekanntgegeben worden.

Am 22. September habe eine zweite Unterredung zwischen dem Führer und Chamberlain in Godes­berg stattgefunden. Von deutscher Seite sei der Ne­gierung in Rom sofort mitgeteilt worden, daß Die Dinge schlecht ständen. Am folgenden Tage habe man sich in Godesberg auf einen schriftlichen Ver­kehr beschränkt, ein Zeichen für die ernster werdende Lage. Arn Sonntag, dem 25., habe im Zuge des Duce eine Unterredung zwischen ihm und einem Sonderbeauftragten des Füh­rers stattgefunden, der im Flugzeug von Mün­chen nach Venedig gekommen fei. Er habe ausführ­liche, wenn auch streng vertrauliche Mitteilungen gebracht und den Dank der Reichsregierung und des deutschen Volkes für die von Italien eingenom­

mene Haltung erneuert. Am Montag, dem 26., fei ein neuer Hoffnungsschimmer aufgetaucht mit der Nachricht, daß Herr Wilson auf Anregung Cham­berlains eine Reise nach Deutschland un­ternehme. Das sei jedoch nur eine flüchtige Hoff­nung gewesen, und dieLagehabebegonnen, sich zu überstürzen. Da die Tschecho-Slowakei den von Deutschland festgesetzten Zeitpunkt vorn 1. Oktober nicht abgemartet habe, um ihre Ablehnung der deutschen Forderungen bekanntzu­geben, habe der Führer den Termin auf den 28. September, 14 Uhr, vorverlegt. Von dieser Stunde an hatte Deutschland seine Handlungsfreiheit wieder und beabsichtigte, unverzüglich zu handeln.

Die italienische Mobilmachung unter der per­sönlichen Leitung des Duce habe am 27. Sep­tember begonnen. Da über das angebliche Aus­bleiben militärischer Maßnahmen durch Italien viel geredet und diskutiert worden sei und man daraus gewisse Schlußfolgerungen habe ziehen wollen, sei es wohl angebracht, öffentlich be­kanntzugeben, welcher Art und welchen Umfanges die von Italien getroffenen Maß­nahmen tatsächlich gewesen seien. Ls wurden die Grenzschuhtruppen der West- fr o n t auf Kriegsstärke gebracht; die Luftab­weh r in Piemont, Ligurien, und an der ganzen tyrrhennischen Küste mobilisiert; die E i n b e -

Australischer Anschlag aus Kaiser-Wtthelm-Land?

Verlegung der Hauptstadt des Mandatsgebiets

soll Vorwand zur Vereinigung mit australischem Gebiet Neu-Guineas geben.

Unter dem Vorwand, eine neue Hauptstadt für das vulkanisch gefährdete Ra ul auf Neu­guinea wählen zu müssen, beabsichtigt die austra­lische Regierung, das Mandatsgebiet, das Laiser-Wilhelm-Land auf Neuguinea, mit dem dor­tigen eigenen Gebiet Papua verwaltungsmäßig zusammenzulegen und die deutsche Kolonie einfach zu annektieren. Es handelt sich um ein Gebiet von 240 000 Quadratkilometer mit etwa 500 000 Menschen (etwa 2,1 auf einen Quadrat­kilometer), darunter knapp 4000 Weihe. Bekanntlich hat schon ein ähnlicher Versuch gegenüber einem deutschen Kolonialgebiet in Afrika derartige Er­regung im Lande des rechtmäßigen Besitzers und solches Aufsehen in der Welt verursacht, daß der be­treffende Mandatar schließlich seine Absicht offiziell dementieren muhte. Die australische Regierung geht allem Anschein nach in Uebereinstimmung mit der amerikanischen Regierung vor, deren Imperia­lismus ein gebietswähiges Wiederauftreten Deutsch­lands im südlichen Pazisik als unbequem empfindet. Wie sich die englische Regierung zu den Plänen des australischen Dominions stellen wird, ist bisher nicht bekannt.

Wie uns dazu unser Londoner G. T. - Kor­respondent berichtet, handelte es sich ursprüng­lich lediglich um den Plan, die Hauptstadt des Mandatsgebietes Neuguinea von Rabaul nach S a 1 a u m a zu verlegen. Eine solche bloße Verlegung der Hauptstadt wäre nicht ohne Beispiel in der Geschichte Neuguineas, dessen Verwaltungs­zentrum schon in deutscher Zeit mehrfach gewechselt hatte. Der erste Regierungssitz der Kolonie mar Finschhasen auf Kaiser-Wilhelm-Land, roo die mit Backsteinen eingefaßten bescheidenen Gräber des ersten deutschen Landeshauptmannes und seiner Frau an die ersten Jahre der Kolonie erinnern. Beide maren, zusammen mit anderen deustchen Pio* nieren, Opfer einer Malaria-Epidemie, die nur ein paar der ersten deutschen Siedler auf Neuguinea verschonte. Diese menigen flohen, um das Jahr 1890, nach Madang, das dann zum Sitze der deutschen Kolonialverwaltung wurde. Während Finschhafen nur noch eine Missionsstation ist, ist Madang auch heute noch eine größere Siedlung, in der noch alles an die deutsche Zeit erinnert. Warum die deutsche Verwaltung Anfang des Jahrhunderts vom Fest­land nach K o k o p o auf Neupommern im Jnsel- archipel übersiedelte, ist heute unbekannt. Wahr­scheinlich genügte der Hafen von Madang den An­sprüchen nicht mehr. Aber Kokopo, wo die Schiffe

auf offener Reede ankern mußten, mar in dieser Beziehung auch kein merklicher Fortschritt, und so zog der deutsche Gouverneur schließlich, einige Jahre vor dem Kriege, nach Rabaul, in dessen großer Bucht sämtliche Kriegsflotten der Welt ankern konn­ten.

Abe/ auch Rabaul hatte einen Nachteil: d i e Nähe tätiger Vulkane, deren Grollen Erd­stöße zu Erscheinungen des täglichen Lebens mach­ten. Die Deutschen fanden sich damit ab, und auch die Australier gewöhnten sich bald an das Beben der Erde, mie sie sich an alles gemöhnten, mas die vertriebene deutsche Verwaltung und die deutschen Siedler ihnen hinterlassen hatten. Das ging so lange, bis Anfang vorigen Jahres die Vulkane Rabaul mit .einem Aschenregen überschütteten und nach die­sem Auftakt einige Monate später die Australier im wahrsten Sinne des Wortes ausschwefelten, so daß die Mandatsbehörden nunmehr gezmungen maren, sich nach einer neuen Hauptstadt umzusehen. Sie hätten nach Madang zurückkehren und an die alte deutsche Tradition anknüpfen können, aber sie hatten so lange von dieser Tradition und von deut­scher Arbeit gelebt, daß sie das Bedürfms fühlten, aus Eigenem etroas aufzubauen. So wurde der

(Schluß auf der 2. Seife.)

erweisen galt. Es kann nicht ausbleiben, daß die Enthüllungen und Erkenntnisse dieser Tage auch in Frankreich einmal praktische Folgen haben müssen. Wir kennen die Hemmungen, die einer Neuordnung Frankreichs im Wege stehen. Diese Neuordnung bedeutet nicht nur eine vollständig um­gewandelte Außenpolitik, sondern auch eine soziale und gesellschaftliche Erneuerung unter Abkehr von den marxistischen Methoden der Volksfrontrepublik Blums und der bisherigen kapita.listifch-liberalifti-

GroßeplanesmdiewirlschaBche Entwicklung Rumäniens.

Ward Price über eine Unterredung mit dem König.

London, 1. Dez. (Luropapreh.) Der Bericht- ersialler derDaily Mail", Ward Price, hatte eine Unterredung mit König Carol von Rumänien, in der dieser über feinen Besuch iuBerchlesgaden sagte:Ich war sehr ein­genommen von dem, was ich während der weni­gen Tage in Deutschland zu sehen bekam. Als eine wirtschaftliche Macht hat dieses Land einen hohen Grad von Organisation und Leistungsfähigkeit erzielt. Seine mate­riellen Errungenschaften sind bedeutsam. Daß die Wirkung des wirtschaftlichen Ausdeh­nungsdranges dieser Natton außerhalb ihrer

schen Wirtschaftspolitik, bei der die Massen lediglich Ausbeutungsvöjekte, aber nicht in den Staat und feine Wirtschaft eingegliedert waren. Nach dem Generalstreik beginnt hier ein Kampf um jeden einzelnen Franzosen, ein Kampf, der nur durch eine zielbewußte und stabile Regierung durchgeführt werden kann, wenn anders Frankreich wieder als eigenständige Nation neben den aufwärts strebenden Mächten feine Mission erfüllen soll. E. S.

Grenzen spürbar werden muß, ist n a t ü r l i ch."

König Carol kam dann auf die Handelsbeziehun­gen Rumäniens zu sprechen und erklärte, daß noch viel Raum für die Entwicklung der Außenhandelsbeziehung en und für die Anlage ausländischen Kapitals vorhanden fei.Ich habe", sagte er,weitreichende Pläne für die Entwicklung Rumäniens. Sie können jedoch nicht ohne Geld durchgeführt werden. Am zu Geld zu kommen, müssen wir unsere Erzeug­nisse verkaufen. Wenn das eine Land sie nicht haben will, müssen wir sie eben an ein an­deres Land verkaufen."

Rumäniens W e i z e n ü b e r f ch u ß, der S00 000 Tonnen im Jahr beträgt, fei England zu einem günstigen Preise angeboten, aber ausgeschla- g e n worden. Ls fei, fo sagte der König, ihm ver­sprochen worden, daß englische Sachverständige nach Rumänien zur Antersuchung der Weizenfrage kämen. Falls einige repräsentative englische Wirt­

schaftsvereinigungen eine Abordnung entfenden würden, wurden sie genügend lohnende Möglichkeiten vorfinden. Die Zahlungsftage werde sich von felbst auf der Grundlage des Güter- austaufches löfen.

Das Attentat

auf den Klausenburger Rektor.

Bukarest, 29. Nov. (Europapreß.) Die Klau­senburger Polizei hat wegen des Anschlags auf den Rektor der dortigen Universität am Montagabend den gesamten Straßenverkehr einstellen und alle öffentlichen Lokale sperren lassen. Rektor Ste fa­ll escu-Goango, dessen Zustand hoffnungslos ist, erklärte, die Hintergründe der Tat seien poli­tischer Natur. Er galt als Feind der Eisernen Garde und hatte zahlreiche Disziplinarurteile gegen politisierende Studenten gefällt. Mit Rücksicht auf die Erbitterung, die gegen ihn unter der Studenten­schaft herrschte, mar er ständig von einem Detektiv begleitet. Bei dem Anschlag gegen den Rektor wurde dieser Detektiv erschosseil. Dienstag verhaftete die Polizei auf dem Klausenburger Bahnhof einen jun­gen Mann, bei dem verbotene Schriften und Spreng­stoff gefunden wurden. Verschiedene 'Umstände Iaf­fen darauf schließen, daß er mit den Attentätern tn Verbindung stand. Die Täter selbst die Polizei rechnet mit drei Personen sind nach ihrem An­schlag in drei verschiedenen Richtungen geflohen. Einer von ihnen bestieg unmittelbar nach der Tat ein Mietauto und fuhr durch die Stadt. Er ließ in dem Auto einen Hut zurück, den Studenten der Universität als einem ihnen bekannten Medizin­studenten gehörig bezeichneten. Eine Studentin wurde verhaftet, bei der angeblich belastendes Ma­terial vorgefunden wurde und deren Bruder spur­los verschwunden ist. Die Vorlesungen an der Klausenburger Universität ruhen bis auf weiteres

König darol über seinen Besuch in Deutschland.

Größte Möglichkeiten zur Entwicklung der Außenhandelsbeziehungen.