Ausgabe 
1.10.1938
 
Einzelbild herunterladen

Nr.ZZtt viertes Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen)

1./2. Moder 19Z8

die

en,

w

är-

Der Höhepunkt zur Erntezeit: die Arbeit an der Dreschmaschine.

die Ernährung unseres

Erntedank»

Heimkehr nach getaner Arbeit.

die Landfrau dadurch eine

Hilfe, insbesondere wäh-

Ueberall ist jetzt die Kartoffelernte im Gange: Einfüllen des Segens in Säcke.

Der Traktor, ein wertvoller Helfer.

(Nachdruck verboten!)

29. Fortsetzung.

Ziühlen,

Abteil"1^

> Welt

st auf

noch das Nah- der Stadt mit werden mutz. Annehmlichkei-

aus dem rungsgut erbracht Von den

allmählich Stadt und

und Frau und für die älteren Kinder schon früh am Morgen das harte Werk des bäuerlichen Schaf­fens beginnt, bis es erst spät am Abend sein Ende findet. Erfreulicherweise hat in manchen Orten, ins­besondere in unserem Kreise Wetterau, wenigstens

.Möbel

jigkeü zeitge* Itunfr na< Arbeit flirt'

rieeinnahme cker nBäuell --E.

Lebenskreise angeknüpft, um daraus weitere Bindungen für die Zukunft von Land erstehen zu lassen.

Wer Gelegenheit hatte, einen Tag des

Nahrung aus der heimischen Scholle zu passieren hatten. Mancherlei Enttäuschungen mußten wir da- . 'n diesem Jahre in Kauf nehmen. Es handelt sich la nicht allein um die ausreichende Gewinnung einer einzigen Art von Erntegut, sondern um die Siche­rung alles dessen, was wir als unser täglich Brot gebrauchen. Zwar ist in diesem Jahre in Oberhessen die Obsternte nicht in dem erhofften mengenmäßigen Ausmatz zum Bestandteil unserer Ernährung gewor­den. Dafür sind uns aber auf anderen Gebieten der Ernahrungswirtschaft so reiche Gaben aus dem fruchtbaren Schoße unserer Heimaterde erwachsen, datz wir uns des Gesamtergebnisses unserer dies- jobrigen Ernte mit gutem Grund erfreuen können.

In schwerer Arbeit haben unsere Volksgenossen auf dem Lande diesen Segen aus dem Heirnat- boden gewonnen. Frauen und Kinder haben den Männern bei der mühsamen Arheit unermüdliche Hilfe geleistet. Die landwirtschaftliche Betriebsweise in unserer engeren Heimat ist ja immer noch zum grötz- ten Teile auf den vorwiegenden Einsatz der mensch­lichen und tierischen Arbeitskraft eingestellt. Betriebe mit weit vorgeschrittener Motorisierung gehören in Oberhessen zu den Seltenheiten. Und so ist es denn hier eine Erscheinung des Alltags, datz für Mann

unter dem Zeichen der festlich-frohen Erntedonkfeststimmung einige Stunden der Freude zu erleben. Diese Besuche nahestehender Familien sind an einem solchen Tage im oberhessi­schen Bauernhaus immer gern gesehen. Es sind keine sog. rauschenden Feste, die man da während einiger Stunden gemeinsam verbringt, aber der

V

Getreidehocken auf dem Stoppelfeld das Sinnbild der Erntezeit.

Das deutsche Volk begeht am morgigen Sonntag wieder Erntedankfest. Land und Stadt werden sich an diesem Tage vereinen in froher Dankbarkeit für das gnädige Geschick, das unserem Volke in diesem Jahre eine besonders reiche Ernte zuteil werden ließ. In einem so überwiegend landwirt­schaftlichen Gebiet, wie unser Oberhessen es ist, ge­winnt der Dank für eine gesegnete Ernte noch be­sondere Bedeutung. Denn hier wird auch dem Volks­genossen in der Stadt besonders offenbar, wie eng er mit dem Lande verbunden, ja vielfach mit ihm verwurzelt ist. Nur weniger Schritte bedarf es selbst in der größten Stadt Oberhessens, in Gießen, um hinauskommen in den Lebens- und Arbeitsbereich des Landmannes. Noch enger sind die Fäden zwi­schen Stadt und Land dort geknüpft, wo Kleinstadt und Land gewissermaßen ineinander aufgehen, der Hüter und Bearbeiter unserer Scholle selbst sein Grundstück in der Stadt und die Aecker dicht vor ihren Toren besitzt. Da ist es denn in unserer enge­ren Heimat ganz natürlich und besonders verständ­lich, daß Stadt und Land auch am Erntedanktag Hand in Hand stehen und ihren gemeinsamen Dank an den Schöpfer und Lenker aller Dinge für die Gnade einer guten Ernte bekunden.

Bis zu diesem Tage des Dankes und der Freude war es auch in unserer engeren oberhessischen Hei­mat ein Weg, auf dem wir zahlreiche Stationen der Sorge um das Wachstum und Gedeihen unserer

ten des Lebens gönnen sich der Mann und die Frau auf dem Lande, ebenso auch die junge Welt nicht viel. Das Ge­setz ihres Lebens ist jahr- aus und jahrein vor allem der Dienst an der

|MA|N

l8! |edeifl

Na klar, wo er doch immer auf Weiga mit ihm zusammen war. Er ist doch erst nach Baronin Veras Tod wieder nach Rehwaldau zurückgekommen."

Gibt es hier jemanden, der die Verhältnisse von früher noch aus eigener Anschauung kennt, abge­sehen von den Leuten im Schloß?" fragte Fiedler nach längerem Grübeln. Plötzlich war ihm ein Ge­danke gekommen.

Der Förster überlegte.Die alte Hanne", sagte er schließlich,sie war die Amme der Baronesse und ist erst auch, nach Weiga mitgegangen. Dann kriegte sie es auf ihre alten Tage nochmal mit dem Heiraten, und die Herrschaften schenkten ihr ein Häuschen in Tschirnbach. Ich weiß, daß sie noch lebt, ich habe sie erst neulich gesehen."

Wie ist ihre Adresse?"

Johanne Krüger heißt sie jetzt. Wenn Sie ins Dorf kommen, gleich das erste Haus auf der rechten Seite."

Fiedler übernachtete in Küppmgen und fuhr am folgenden Morgen früh nach Tschirnbach hinaus. Es war nicht leicht, das Vertrauen der alten Hanne zu gewinnen, aber sein Einfühlungsvermögen und seine Fähigkeit, die Menschen zu nehmen, bewährten sich auch hier. Als er nach zwei vollen Stunden die alte Frau verließ, sah man an seinem Gesicht, daß er den Zusammenhang der Dinge begriffen hatte.

Am gleichen Morgen ging Dore in den großen Anrichteraum, in dessen Ecke neben der Heizung As­lan und Scheitan ihr Lager hatten, um die beiden zu dem üblichen Spaziergang abzuholen. Die eine Türe führte in die Küche, die andere in den Flur und eine dritte ins Dienerzimmer. Und dort hörte sie die zornige Stimme von Evers, der anscheinend einen der Diener wegen eines Versehens aus­schimpfte. Dore blieb unwillkürlich stehen, da kam er auch schon aus der Türe gestürmt und rannte an ihr vorbei, ohne sie zu beachten. Sie schaute ins Dienerzimmer und sah Willi mit einem wütenden Gesicht dasitzen.

Pst, Willi was ist denn los?"

Er sah auf. Sein Gesicht erhellte sich etwas, als er die nette Sekretärin erkannte.Ach, Frollein, dieser alte Idiot macht einen hier madig, bloß weil ich seine dämliche Kette gestern bei Webern ver­gessen habe." Weber war der Juwelier von Küp- pingen.'

Unkosten da! ewinnen!

in der Stadt dem Land­volk am morgigen Ernte­danktag ihren herzlichen Dank dar. Dabei werden vielfach, die persönlichen Beziehungen zwischen den Menschen in der Stadt und denen in den Dör­fern erneut lebendig und vertieft. Gerade auf so schmalem Raum, wie er in unserer engeren Heimat zwischen Stadt und Land besteht und die gute Be­kanntschaft von Mensch zu Mensch ermöglicht, ist die Verbundenheit zwischen Stadt und Land besonders stark. Diese Gemeinsam­keit hat zur Folge, daß gerade am Erntedanktag Menschen des städtischen Lebenskreises viel hin­auspilgern zum Dorf, um dort mit ihren Freunden im bäuerlichen Berufe

Was für eine Kette?" fragte Dore.

Sone feine goldne, an der er sichnen Me­daillon um den Hals bammelt wien'chen", grinste Willi, dem es augenscheinlich wohl tat, sei­nen Aerger auf diese Weise herauspoltern zu können.

Ach nein, der alte Evcrs trägt ein Medaillon um den Hals? Das hätte ich ihm wirklich nicht zuqetraut." .

Soll ja auch keiner wissen, da paßt er mächtig auf. Aber rote er mal die Grippe hatte, da mußte ich ihm mal was bringen, weil er fest zu Bett tag. und da ging die Jacke von fein Pidjamma vorne uff, und da habe ich es ganz deutlich gesehen, wenn er se auch rasch zuzog. Es war dieselbe Kette.« die jetzt heil gemacht werden soll. Und dadrum hat er sich nu wie ein Irrer."

Mergern Sie sich man nicht, Willi! Kommen Sie, hier haben Sie eine Zigarette, eine extrafeine!"

Schönen Dank, Fräulein!" Willi war sichtbar getröstet. Sie sind ein feines Mädchen, das sagen die andern auch."

Das ist nett von den andern", lachte Dore.As­lan, Scheitan, kommt!"

In der Mittagspause war Dore zu müde zum Spazierengehen, sie nahm darum einen der Liege­stühle von der Terrasse und trug ihn hinunter in den Park Es war ein windiger Tag, aber dicht unter der Brüstung fand sie em geschütztes Plätz­chen, wo außerdem noch Sonne hinkam. Sie legte sich behaglich zurecht und schloß die Augen.

Das Aufstoßen eines Stockes auf dem Steinboden der Terrasse riß sie aus ihrem Hindämmern. Der alte Herr hielt sonst immer Mittagsruhe in seinen Zimmern, sonst hätte sie sich hier nicht hingelegt. Eigentlich müßte sie nun das Feld hier räumen. Aber es lag sich so behaglich in dieser Ecke, und vielleicht ging er auch gleich wieder hinein.

Er ging leider nicht hinein, sondern setzte sich an einen der Tische, und sie wollte sich gerade mit einem Seufzer erheben und möglichst ungesehen verschwinden, als sie die Stimme von Ewers hörte, der auf die Terrasse trat.

Er hatte anscheinend telephoniert.Der Herr Notar läßt sagen, daß es ihm morgen leider un­möglich ist, er wird aber übermorgen nachmittag hier sein", meldete er.

(Fortsetzung folgt!)

Besuch aus der Stadt erfährt doch die herzliche Gastfreundschaft, die bei uns auf dem Lande schon immer eine gute Pflegstatt hatte. Und im Austausch der Gedanken und Meinungen, wie auch gemein­samer Erinnerungen werden alte Bande von Mensch zu Mensch noch mehr vertieft und verstärkt, oder neue Fäden zwischen der Jugend beider

,enb der Erntezeit erfah­ren, daß Kindergärten, die neuerdings in steigen­dem Maße auch von der NSV. eingerichtet wer­den, ihr die Sorge um die Kleinen zu einem großen Teile abnehmen. Dafür setzt die Frau des oberhessischen Bauern oder Landwirts unermüdlich ihre ganze Kraft mit für den Wirtschaftsbetrieb ein, auf dessen Grundlage die ganze Familie lebt und

zeige.

chwittags 15 Uhr, latz in bet SW

Scholle, die Sorge um

Volkes. Für all das, was mit diesem Dienen und Sor­gen des Landmannes unbDer Landfrau verbunden ist, bringen die Volksgenossen

wstag. den 4.Cf< jber 1938 tunde

Gute Ernte froher Dank

Oberhessen am Erntedanktag 1938.

Kannst du zurück, Dore?

JRoman von Hedda Lindner.

Copyright by Carl Duncker Verlag, Berlin W 35.

bekannt. Er stammt doch hier vom Gut, und ich kann mir nicht denken, daß er ihn so einfach abschießt. Aber ich sah damals einen Augenblick sein Gesicht, als er den jungen Herrn ansah, es war so so merkwürdig, so voller Hohn so könnte man sagen. Und als er merkte, daß ich mich aufgerichtet hatte und ihn ansah ich hatte mich vorher über den alten Herrn gebückt, da schaute er rasch zur Seite und zeigte auch gleich wieder sein gewöhnliches Ge­sicht. Ich habe in diesen Jahren immer wieder dar­über nachgedacht und mir gesagt, das ist ja alles Unsinn, der Evers tut so was nicht aber dieses Gesicht kann ich nicht vergessen."

Kann denn Evers überhaupt schießen?"

Und wie! Er ist doch früher immer mit dem jun­gen Herrn zusammen auf der Jagd, gewesen; soll besser geschossen haben, als alle zusammen. Und darum glaube ich auch wieder nicht, daß er es war, denn der Schuß ist auf höchstens vier Meter ab­gegeben worden und war eigentlich ganz ungefähr­lich. Wenn das Geschoß nicht dummerweise im Arm stecken geblieben wäre, hätte man ihn fast einen Streifschuß nennen können, und Evers hätte ihn bestimmt ins Herz geschossen, wenn er gewollt hätte."

Wenn er gewollt hätte!" wiederholte Fiedler langsam. Dann fragte er:Baron Gerald schießi doch auch sicher?"

Das tut er. Aber da sagte die Polizei, daß er vielleicht durch die Aufregung unsicher geworden ist, weil er vorher Streit hatte."

Die Ansicht ist nicht unberechtigt", gab Fiedler zu. Wie stand Evers mit dem jungen Baron?" fragte er weiter.

Der Förster zuckte die Achseln.Er kam kaum mit ihm zusammen; Baron Gerald behandelte alle Leute gut. Ein Grund zu Feindseligkeiten war da sicher nicht vorhanden."

Und warum mag Evers Sie nicht leiden?" forschte der Kriminalrat weiter.

Schröder kratzte sich etwas verlegen den Schädel. Man mag nicht gern mit Gefühlen kommen wie ein altes Weib, aber ich bin sicher, daß Evers mich seit dieser Sache auf dem Strich hat und auch den Herrn von Petry gegen mich aufhetzt. Früher grüßte der immer freundlich zurück. Wenn ich ihn jetzt treffe, tut er immer, als ob er mich nicht sieht."

Hat denn Evers Einfluß auf Herrn von Petry?

Als Fiedler sah, welchen Eindruck sein Bericht heroorrief, segnete er seinen Entschluß, Schröder ein- zuweihen: er würde eine zuverlässige und brauch­bare Hilfe an ihm finden, teils aus Zuneigung zu Gerald, teils weil feine eigenen Interessen damit verknüpft waren.

Und das Fäulein Sekretärin nee sowas , sagte er überwältigt,darauf wäre ich nie gekom- de'n."

Das war ja auch nicht der Zweck", sagte der Kriminalrat lächelnd,und ich muß Sie dringend bitten, niemand gegenüber auch nur die leiseste An­deutung von Fräulein Bertrams Aufgabe' fallen zu lassen, auch nicht zu Ihrer Frau."

Schröder grinste.Da können Sie ganz sicher sein! Daß Weiber nie den Mund halten können, weiß jch allein."

Dann haben wir uns auch darin verstanden. Und nun zur Sache: Sie machten Fräulein Bertram gegenüber eine Bemerkung, die vermuten läßt, daß Sie über die Vorgänge damals zumindest so Ihre eigenen Gedanken haben. Sie werden keinerlei Un- gelegenheiten haben, wenn Sie diese Gedanken mir gegenüber zum Ausdruck bringen."

Der Förster schwieg eine Weile, mehr um die richtigen Worte zu suchen.Ja, sehen Sie", sagte er schließlich,wie wir, der junge Herr und 'H'damals bei dem Herrn Baron standen, da kam natürlich aucy gleich die Dienerschaft angelaufen, und zuerst der !. Evers. Er ist meist oben im Ankleidezimmer, unö v von da zum Arbeitszimmer ist es ganz nah. Es hat ihn niemand so richtig gefragt, wo er gewesen ist, al5 geschossen wurde, aber daß er nicht im Diener­zimmer war, das habe ich allein festgestellt."

Trauen Sie ihm die Tat zu?"

In dem ehrlichen Gesicht des Försters spiegelten sich die wiederstreitendsten Empfindungen.Eigent­lich nicht. Er ist mit dem alten Baron von klein auf

festes im Kreise ländlicher Volksgenossen zu ver­leben, der wird immer gerne an jene Stunden zu­rückdenken. Er wird sich dabei erinnern, daß dieser Tag von unserem oberhessijchen Landvolk nicht etwa nur mit mehr oder minder lautem Lebensgenuß be­gangen wird, sondern daß er diesen schwerschaffen- den Männern und Frauen auch eine Gelegenheit zu ernster Besinnlichkeit und zu sorgsam abroägenöem Ausblick auf die Zukunft ist. Dabei steht der ganze Verlauf des Tages unter dem Kennzeichen der Freude an der erfolgreichen Arbeit und des tiefen Dankes für den Segen, der als der Mühe Preis in Scheuern und auf Böden wohlgeborgen liegt und der Verwendung im Dienste unserer Volksgemein­schaft harrt. Man erinnert sich dabei in froher ober ernster Zwiesprache auch mancher Begebenheiten und mancher Sorgen oder Freuden, die um Laufe des Jahres auf dem Weae zur Ernte beim Schaffen des Landmannes in Erscheinung traten. Noch ein­mal werden dabei in der Erinnerung die Tage der langen, trockenen Hitze oder die Tage des ununter­brochenen Regenwetters lebendig, Freud und Leid im Viehbestand ziehen wieder am rückschauenden Blick des Landmannes vorüber, aber auch die Sor­gen unserer Gegenwart treten dabei in den Vorder­grund der Gedanken und Erwägungen.

Der oberhessische Bauer gehört zu dem Menschen­schlag, der nicht an der Oberfläche des Lebens haf­tet, sondern allen Dingen tief auf den Grund zu gehen sich bemüht. So steht er auch am Erntedank- tag besonders unter dem Gedanken der großen Ver­antwortung seines Wirkens für Volk und Vater­land, für Gegenwart und Zukunft. Er freut sich mit uns allen über den reichen Segen seines Schaffens und über die Fruchtbarkeit unseres oberhessischen Heimatbodens. Er spürt aber auch die Verpflichtung, die ihm und seinem Lebenskreis daraus für das Heute und das Morgen erwächst. Und er ist auch der Gewißheit, daß an jedem Tage, ganz beson­ders aber am Tage des Erntedankfestes, das Be­wußtsein der blutsmäßigen Verbundenheit der Men­schen in der Stadt mit denen auf dem Lande leben­dig ist, die sich allesamt morgen vereinigen in dank­barer Verpflichtung an die Staatsführung für die gute Lenkung unserer Geschicke auch in diesem Jahre des Schaffens und des Erntens, und in Freude und Dankbarkeit für die Gnade, die der Allmächtige mit dieser guten Ernte des Jahres 1938 auch unse­rem engeren Heimatgebiet, wiederum hat angedeihen lassen. B

(Aufnahmen (5): Neuner, Gießener Anzeiger.)

,6213D

|