Ausgabe 
1.10.1938
 
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Nr. 23V Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)1./2. Oktober M8

Großdeutschlands Erntedank 1938.

Erntedank in der Musik.

Wie das Leben unserer Ahnen allenthalben von Sang und Klang durchzogen war, so auch an einem wichtigsten Zeitpunkt des Jahresumlaufs: bei der Ernte. Der Beweggrund dafür war nicht ein­fachErhöhung der Dankesftimmung durch freudige Musik" das wäre zu neuzeitlich gedacht. Die Triebkräfte sind vielmehr einerseits sozialer, ande­rerseits dämonischer Art gewesen. Sozialer Art: aus zahlreichen uralten Dorfweistümcrn geht her­vor, daß die Gestellung von Spielleuten am Ernte­tag oder an dem Termin, wo die Leute der Herr­schaft den Zinsertrag von ihrer Ernte zu bringen haben, vor allem zurErbietung" bei der gegen­seitigen freiwilligen Schnitterhilfe gemeint gewesen ist: man gab denBittschnittern" nicht Geldlohn, sondern Essen und Freudenmusik Da heißt es etwa: wenn auf den Zehenthof der Speirer Domherren zu Eßlingen die Bauern kommen, den Zins zu bringen, folle man ihnen zwei Flötenspieler stellen. Zu Manchingen in Schwaben fordert 1441 das Vogtsrecht", den Frönern, die für den Herrenhof rechten, einen Pfeifer zu halten, der ihnen zur Mahd voranschritte und abends wieder heimpfiffe in Amberg allerdings wurde anno 1554 der alte lustige Einzug der Schnitter mit Musik als zu üppig wieder verboten. Nach einem Lüdenscheider Weis­tum des 17. Jahrhunderts sollen die Junker den Schnittern einen Pfeifer stellen, und wenn die Sonne nur noch baumeshoch steht, sollen die Leute bis zur Dunkelheit tanzen. Besonders hübsch be­stimmt das Sigolzheimer Hoverecht von 1320: wenn der Köhler und der Zimmermann den Zins brin­gen, so solle man ihnenwohl erbieten, und so es zur Nacht wird, ein Stroh um das Feuer brei­ten und einen Geiger gewinnen, der ihnen geige, daß sie entschlafen, und einen Knecht, der ihnen hüte ihres Gewandes, daß es ihnen nicht ver­brenne." Aehnlich geht es noch heute in Niederöster­reich mit den Hütern der Weinberge, denStarl- schreckern", zu: wenn die Weinlese glücklich vollendet ist, wird ihnen ein Umzug mit Musikanten nebst anschließender Gasterei gespendet: erst in der näch­sten Morgenfrühe wird ihnen bis ans Hausheirn- qegeigt". Ebenso vielsagend ist das bekannte Wort Schnadahüpfl" das hat nichts mit springenden Schneidern zu tun, sondern bedeutet Tanzlieder der Schnitter.

Daß aber die Musik und der fröhliche Lärm auf dem Felde selbst auch im Hintergrund den Gedanken der Abwehr böser Geister und der Heranholung guter Dämonen birgt, ist gar manchmal zu spüren. So wurde in Mecklenburgischen Ernteliedern des 16. Jahrhunderts noch gelegentlich Wodan angeru­fen. In der Grafschaft Mark begann die Ernte mit einem Wechselgesang zwischen den Mähdern und den Mädchen, im Zürichgau arbeitete das Geschnitt unter der Musik eines Geigers, im hannöverschen Kreis Isenhagen spielten die Musikanten schon vor­mittags auf dem Felde, während unter Jauchzen die letzten Schwaden gemäht wurden. Damit ist je­doch nur eine Art musikalischer Schlußstrich gezogen, denn schon im Winter zuvor ist die Welt der Obst­bäume durch Lärm gegen die Frostgeister, _ die bösen Klause" geschützt worden, und in der Oster- zeit hat man Dieierorten von den Kirchtürmen her­ab in vier Richtungen über die Saaten hin auf Trompeten geblasen, oder fnan hat auf Umzügen (Flurumgängen) die Saaten mit Glöckchenausge­läutet", hoch zu Pferde mit Peitschenknallen die saatfeindlichen Geister verjagt und durch das Ein­tauchen desPfingstlümrnels" ins Wasser Regen auf die durstigen Felder herabgezaubert.

Wie nun die Saaten hochstehn, erklingen allerlei Lieder:

Ich und mein Lisbeth wolln Sommerfeld gähn, wolln hocken und binden als andre getan..." oder das schöne alte:

Ich hört ein Sichlein rauschen, wohl rauschen durch das Korn, ich hört ein feine Magd klagen, sie hätt' ihr Lieb verlorn."

Und wenn tn Westfalen die Kinder hinter den erwachsenen Schnittern her Aehren gelesen haben, so wandern sie unter dem Gesang nach Hause:

Drall heimgehn, drall heimgehn, der Korb ist voll, es ist getan, nun deckt den Tisch schleppt uns den Brei,, die fleißigen Kinder kommen frei!"

Die schönen Bräuche des Bindens und Lösens geschehen zwar mit allerlei Berschen, doch diese werden nur geraunt, nicht mit selbständiger Melo- . die gesungen. Hingegen werden die Gutsherrschaften noch vielfach durch Überreichen der Erntekrone ge­ehrt und erfreut; die Dorfmusik spielt hierzu Marsch und Tusch. Die dabei gesungenen Lieder allerdings, wie sie schon im Mildheimischen Liederbuch von 1799 auftreten, scheinen neuere Kunsterzeugnisse zu sein. Wenn es dann aber an die Ernte- und Kirmes- tänze geht, so findet sich manch uraltes Dolks- brauchtum, etwa derSiebensprung", der Platztanz, das Hahnenfchlagen im Schwange, und die Zahl lustiger Kirmesgesänge ist groß.

Auch das kirchliche Erntedankfest hat seine alt­gebräuchliche Musik. Heinrich von Herzogenberg hat einmal ein würdiges OratoriumErntedankfeier geschrieben. Aber das Gesangbuch vor allem spendet seine schönsten Stücke aus der reichen Abteilung Lob und Dank", etwa des barocken Schlesiers Apelles von Löwen st ernNun preiset alle Gottes Barmherzigkeit" mit der schönen Strophe:

Er gibet Speise reichlich und überall, nach Vaters Weise sättigt er allzumal, er schaffet früh und spaten Regen, füllet uns alle mit feinem Segen."

Oder der brave Fromme der Aufklärungszeit, Fürchtegott Gellert, singt uns vor:

Du tränkst das Land, führst uns auf grüne Weiden,

und Nacht und Tag und Korn und Freuden empfangen wir aus deiner Hand

Wieviel stärker jedoch berührt uns der pracht­volle Schwung in Joachim Neanders Loblied von etwa 1680;

Lobe den Herren, der deinen Stand sichtbar gesegnet, der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet;

denke daran,

was der Allmächtige kann, der dir mit Liebe begegnet.

Wenn man solche in Kelchesform gedichtete Strophe von der jubelnden Gemeinde zu strahlen­dem Orgelklang hört, während Aehrengewinde, Blumen und Früchte den Altar schmücken, so geht wohl jedem Menschen das Herz auf vor Freude, daß wir wieder einmal gnädig vor Mißwachs und Dürre verschont geblieben sind und statt Hungers­not der goldene Segen Scheuern und Fässer füllt.

Erntedankfest ist wohl diejenige von allen Feiern, in der Diesseits und Jenseits zum beglückendsten Ausgleich gelangen, bei der es vom Menschen mit Goethes Wort heißen darf, daß er mit festen, markigen Knochen auf der wohlgegründeten, dau­ernden Erde steht, und doch mit dem Scheitel die Sterne berührt zugleich im vertrauenden Dan- kesbewußtsein, daßmit unsrer Macht ist nichts ge­tan, wir sind gar bald verloren", wenn nicht Gnade aus Bezirken' auf uns niedertaut, über die wir keine Verfügung haben, gegen die wir selbst nur wie durstende Saat empfangsbereit und sehnsüchtig geöffnet stehn.

D. Dr. Hans Joachim Moser.

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So schwere Mühe die Ernte birgt, so fröhlich ist sie. Ein Fest für die Erwachsenen, ein noch größeres für die Kinder. Der Junge, der zum erstenmal die Sense führt, ist ausgenommen in die Reihen der Großen, er ist ein Mann, er sorgt für Nahrung, ein uraltes Gesetz hebt ihn damit aus dem Land der Kinder heraus. Das kleine Mädchen, das zum ersten­mal die kindlich-dünnen Arme um das Halmbündel spannt, beweist damit seine Mütterlichkeit, zu halten und zu mehren, zu sorgen und zu verwalten. Beide warten mit Ungeduld auf den Augenblick der Ernte, der ihr Ritterschlag sein soll, und sie sehen von jetzt ab mit lächelnder Herablassung auf die Jüngeren her­unter, die es noch nicht wagen durften, ihre schwachen Kräfte mit der gewaltigen Last der Ernte zu messen. Sie setzen stillschweigend mit ernsthaften Gesichtern die Tradition ihrer Eltern fort, sie werden fortan ackern, säen und ernten, bis ihre Kinder heranreifen, denen sie wiederum dieselbe Unterweisung geben werden. ,

Milchiger Nebel liegt noch auf dem endlosen Feld, das mit goldenen Wellen hin- und herwogt triie ein Meer. Der Trupp der Schnitter rückt Hexan, ihre Füße lassen dunkle Flecken in dem silbernen Tau der Wiesen zurück. Der Geruch des reifen Korns liegt wie Duft frischen Brotes über dem unabsehbaren Feld, an dessen Rand klein das Menschenvolk steht. In schräger Phalanx treten sie an. Der geschickteste, schnellste, tüchtigste Mäher gibt das Tempo an. Er rückt gewaltig vor, bis der Zweite oft auch noch der Dritte, Vierte, Fünfte antritt und das (Betreibe, ge­troffen, Reihe an Reihe zu Boden sinkt. Der Schnitter geht über das Feld. Die Senfe sirrt und summt, das Korn seufzt und sinkt um, ordentlich nach einer Seite,

ist es schön. Die Binderin folgt den Schnittern auf den Fersen. Kaum ist das Korn gefallen, rafft sie es zusammen, .schlingt das Seil aus Halmen geschickt um das Bündel, knüpft eilig einen Knoten und wirft die fertige Garbe hinter sich. Schon stehen die ersten Reihen in Hocken, wie unzählige Hütten sieht es aus. Das blanke Stoppelfeld sieht hervor, über das sehr bald der Herbstwind gehen wird.

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Tag für Tag geht es so, bis alle Felder geschnitten sind, bis alles Korn gebunden ist, bis es trocken genug ist, um in ganzen Wagenkolonnen in die Scheunen eingebracht zu werden. Der Klang der Dreschflegel, das Donnern der Lokomobilen, das Quieken der Göpelwerke tönt noch wochenlang über die viel stiller gewordenen Felder. Sack um Sack des goldenen Ge­treides wandert auf die Speicher, in die Mühlen, in endlos dahinrollende Waggons, in große Magazine.

Die Ernte ist geborgen. Die schwerste Arbeit für das Jahr ist getan. Das Leben für ein weiteres Jahr ist gesichert. Das Erntefest rückt heran. Die Tennen werden leergefegt, Tische aufgestellt, Bretter über Fässer gelegt, um lange Bankreihen daraus herzu- stellen. Essen und Trinken soll es im Uebersluß geben, denn die Arbeit ist ebenfalls schwer zum Ueberfluß gewesen. Der Erntekranz, mit Bändern und Blu­men geschmückt, wird feierlich hereingetragen und auf der Diele aufgehängt. Später, wenn der Winterwind durch die offene Tür bläst und die dürren Halme knisternd und raschelnd in Bewegung setzt, wirft man einen Blick auf die verblichene Erntekrone, die von den vergangenen goldenen Ernte spricht und von der zukünftigen erzählt, ein stetes Symbol dafür, daß, solange die Erde steht, Frucht und Ernte nicht auf­hören sollen. Marö Stahl.

Aahrungssreiheit!

Die Souveränität eines Großstaates ist in unserer Zeit nicht nur begründet auf die Größe des Ge­bietes, die Stärke der Volkszahl und die Macht der Bewaffnung sondern der Begriff der Souveräni­tät schließt heute unbedingt die Sicherung der Ernährung eines Volkes ein, das Anspruch auf Weltgeltung erhebt. Das gilt von Imperien ebenso wie von KontinentalftaateN. Sicherung der Ernäh­rung in Friedenszeiten ist eine Selbstverständlichkeit für eine wahrhafteDemokratie", für einen Volks- float, also, der es mit seiner Sorge für das Volk durch das Volk ernst meint. Sicherung der Ernäh­rung eines Volkes in dem Zustande der äußeren Gefährdung, der Verteidigung des Gebietes, ist die höhere Stufe dieser Souveränität. Das Volk, das dies zuerst erfuhr, war das deutsche Volk im Weltkriege. Wir haben gelitten um diese Erkenntnis, gelitten und gebüßt 'für die Sünden vergangener Staatsführungen auf diesem Gebiete. Vielleicht konnte man vor dem ersten Weltkriege die Umstände noch nicht voraussehen, in die ein kämpfendes Volk geraten mußte, wenn es einmal ringsum angegriffen Jein würde. Wir haben gelernt und wir haben aus diesem schweren Erlebnis des Krieges die Lehren unserer Wiederaufrichtung ge­zogen: der Führer hat dem deutschen Volke die Ge­setze gegeben, die es in jedem Falle sichern sollen, die seine Nahrungsfreiheit künftig verbürgen so­weit das im Rahmen des Möglichen liegt.

Man hat uns wohl Vorwürfe auch dessentwegen gemacht und uns den Willen zurAbschließung" von der übrigen Welt angedichtet. Davon kann nicht die Rede sein: denn wir haben immer und immer wieder versichert, daß wir gern bereit sind, die Er­zeugnisse der Welt zu kaufen, wenn man uns dazu geldlich in den Stand setzen wollte. Aber man hat bas immer und immer wieder abgelehnt in blin­dem Hasse oder in Verständnislosigkeit. Daher haben wir schon aus wirtschaftlichen Gründen darauf be­dacht fein müssen, uns in den Dingen der Ernäh­rung als Volk auf uns selber zu stellen, so weit das möglich ist. Wir haben in letzter Zeit durch glückliche wirtschaftliche Abmachungen immer wie­der bewiesen, daß wir in hohem Maße bereit sind, mit anderen Nationen zusammenzuarbeiten und grade das neue Abkommen mit Frankreich unter­streicht diesen Willen und diese Möglichkeit.

Aber es liegt doch noch ein anderer, tieferer Sinn in der Idee der Nahrungsfreiheit unseres Volkes. Und dieser tiefere Sinn ist es, der uns am Tage des Erntedankes der Nation beschäftigen muß. Wir haben in dieser Zeit gewaltiger Wand­lungen erlebt, was es heißt, eigenen Acker zu bestellen, heilige Scholle zu betreuen. Wir haben dem Bauern feinen ursprünglichen Rang wieder- aegeben in der Volksgemeinschaft und Volksordnung. Wir haben das tägliche Brot neu geheiligt. Wir sind durch Not und Kampf dazu geführt worden durch die beiden Parzen, die der Wiege des Dritten Reiches allzu nahe standen. Wir haben durch den Führer immer und immer wieder vernommen, wie hart dieser Kampf um unser täglich Brot ist und wie ernst und verantwortungsvoll für uns alle der Um­gang mit jeglicher Nahrung zu fein hat. Und so ist in unser Leben etwas Neues gekommen, eine tiefe Verantwortung und das darf man im Hinblick auf viele Zeichen, auch in der Jugend, wohl behaup­ten eine hohe Verantwortungsfreudig­keit. Der Begriff der Nahrungsfreiheit hat etwas geweihtes bekommen durch das Blut, das um die deutsche Freiheit schlechthin vergossen wurde.

In diesem Jahre nun, dem Jahre der Heimkehr Oesterreichs ins Reich und des Kampfes um deut­sches Sudetenland, haben wir doppelten Anlaß, der Große der Verpflichtung zu gedenken, die nunmehr im Großdeutschen Reiche im Begriffe der Nahrungs­freiheit liegt. Der Zuwachs an Raum und Volks- Zahl, die Vermehrung der Möglichkeiten wirtschaft­licher Art, die erhöhte Geltung des deutschen Na­mens, all das gibt auch der Verpflichtung iur Erringung höchst möglicher Nahrungssouveränität im neuen vergrößerten Reiche erhöhte Bedeutung.

Das deutsche Leben im vergrößerten Reichs- raume wird jetzt ausgerichtet auf ein gewaltiges, nie gezeigtes Ziel: die deutsche Freiheit. Und damit tritt ein neuer Reichs- und Staatsgedanke ins Leben unseres Volkes: wir erleben die Geburt eines totalen Staates, geboren aus der Liebe und der Bereitschaft eines großen Volkes, das sich selber strenge Gesetze durch den Mund seines Führers gibt. Dieser Staatsgedanke aber, der sich hier ausdrückt, hat eine weitere Geltung geschichtlicher Art: hier schafft sich ein Volk eine neue Lebensform unter dem Zwang der Umstände aber zugleich unter dem Zeichen einer neuen Zeit, die anbricht. Das Zeitalter der souveränen Volks­persönlichkeit ist gemeint, das sich jetzt als so­genanntetotalitäre" Staatsidee und -gestalt offen­bart.

Zu dieser Idee gehört der fruchtbare Acker als Treugabe des Volkes an den Nährstand. Dieses hohe Amt des Nährstandes am heiligen Boden der Hei­mat ist doppelter Art: einmal als sittliche Bewah­rung des Edelsten nächst dem Blute der Nation her Scholle; zweitens als Wehrsicherung durch gewissen­hafte Wartung der nährenden Scholle. Bauernblut und Heimatscholle haben jenseits aller gefühlsseligen Romantik eine entscheidende Stellung in der neuen Staatsidee, die nüchtern und klassisch in ihrem ein­fachen sinngemäßen Denken und Schaffen ist, h'e eine Ordnung der Natur eines Volkes ist, das sich seiner selbst bewußt wurde.

Man verdächtigt uns aller möglicher Absichten auf den Volksraum und Nährboden anderer Volker. So unsinnig diese Behauptungen sind, sie erweisen doch die leider noch allzu oft zu beobachtende Uneinsich­tigkeit weiter Kreise des Auslandes. Man begreift ein Volk nicht, das in schwerem Leiden und hartem Kampfe sich selber seine Würde und nicht etwa auf Kosten anderer erringt. Es erringt damit auch seine Freiheit und mit dieser Freiheit seine Nahrungsnotwendigkeit. Man hat so viel vom Selbstbestimmungsrecht der Volker" geredet: man hat aber vergessen, daß diese Volker auch leben müssen... Man hat im formalen Gesetzesdenken der westlichen Friedensmacher übersehen weil man es selber nicht mehr fühlte und erlebte, daß zu derSelbstbestimmung" auch die Selbst- ernährung gehört. Daß man einem Volke nicht sagen kann: du darfst Zwar weiter leben aber i>u