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Neue tschechische Gewalttätigkeiten gegen Gudetendeutsche.
NeichShandwerlSmeister Schramm.
Berlin, 31.August. (DNB.) Reichswirtschaftsminister Funk hat den seit Januar d. I. mit der Führung der Geschäfte des Reichshandwerksmeisters beauftragten Landeshandwerksmeister der Nordmark, Maschinenbaumeister Ferdinand Schramm, zum Reichshandwerksmeister ernannt.
Ferdinand Schramm ist Maschinenbaumeister und leitet in Halstenbeck bei Hamburg einen eigenen Handwerksbetrieb, den er im Jahre 1925 gründete. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Maschinenbaumeister Ferdinand Schramm ist 1889 bei Eckernförde (Schleswig) geboren. Nach dem Besuch der Volksschule lernte er das Schlosser- und Maschinenbauerhandwerk, besuchte die Höhere Ma- schinenbauschule in Hamburg und hat es in Halstenbeck bei Hamburg zum Betriebsführer im Schiffsmaschinenbau gebracht. Schramm ist Inhaber des Goldenen Ehrenzeichens der Partei und seit 1932 Reichstagsmitglied. Nach der Machtergreifung wurde er Provinzialrat, dann Präsident der Handwerkskammer Altona, Präsident des Deutschen Handwerksinstituts, Landeshandwerksmeister der Nordmark und als solcher Stellvertreter des Leiters der Reichswirtschaftskammer. Schon vor seiner Berufung zum kommissarischen Reichshandwerksmeister hat er neben seiner vielseitigen Tätigkeit als bezirklicher Handwerksführer auch in der Spitzenführung des Reichsstandes hes Deutschen Handwerks schöpferische Arbeit auf mannigfachen Gebieten geleistet.
polnische Frontkämpfer besuchen Deutschland.
Berlin, 31.Aug. (DNB.) Die polnische Frontkämpferdelegation, die am 1. September ihre Deutschlandreise antritt, wird an der Grenze durch den Reichskriegsopferführer, SA.-Obergruppenführer Oberlindober, begrüßt werden. Auf dem Bahnhof Friedrichstraße Berlin wird der Präsident der Vereinigung deutscher Frontkämpferverbände, NSKK.-Obergruppen- führer General der Infanterie Herzog von Coburg, die polnischen Kameraden willkommen heißen.
Führer der polnischen Frontkämpferdelegation ist General Dr. Ferdinand Zarzycki, Senator und ehemaliger Wirtschaftsminister. Der Delegation gehören ferner an der Hauptkommandant der Polnischen Frontkämpfervereinigung (Federacja), Brigadegeneral Jarnuszkiewicz, und der Generalsekretär der Vereinigung und Vizepräsident des Reserve-Offizierbundes, Major a. D. Ludyga Laskowski. Die polnischen Kriegsopfer sind durch ihren kriegsblinden Präsidenten und Sejmabgeordneten, Major a.D. Wagner, vertreten. Als Vertreter' der Stadt Warschau nimmt der Vizepräsident und Erste Bürgermeister der Stadt, Ol p inski, an der Delegation, zu der u. a. auch die Sejmabgeordneten Wojnar Byczynski i id Glo- w a ck i gehören, teil.
Am Ehrenmal Unter den Linden werden die polnischen Frontkämpfer einen Kranz zu Ehren der Gefallenen niederlegen. Die Gäste werden das Reichssportfeld besichtigen und der Stadt Potsdam einen Besuch abstatten. Don dort erfolgt die Weiter- fohrt nach Magdeburg über die Reichsautobahn, wo Oberbürgermeister D. Markmann die Frontkämpferdelegation begrüßen wird. In Magdeburg findet außerdem ein großes Kameradschaftsabend deutscher und polnischer Frontkämpfer statt.
Kommunisten und Gewerkschaften gegen Oaladier.
Paris, 1. Sept. (Europapreß.) Die Komma- n ist en zeigen bisher keine Bereitwilligkeit, den Forderungen des Ministerpräsidenten nachzukommen. Die „Humanite" teilt am Donnerstagvor- mittag in riesigen Lettern, die den Kopf des Blattes an Größe übertreffen, mit, daß der Allgemeine G e w e r k s ch a f t s b u n d die> Verordnung über dieVierz'igstundenwoche ablehne und seine Mitglieder zu Kundgebungen hiergegen aufrufe. Das Blatt schreibt: „Pariser Arbeiter! Kommt zur Verteidigung der sozialen Errungenschaften morgen abend um 6 Uhr in Massen zum Platz der Nationen!" <
Der Allgemeine Französische Gewerkschaftsbund hat am Mittwochabend eine Erklärung ausgegeben, in der er den Arbeitern, die sich w e i g e r n , über vierzig Stunden in der Woche hinaus zu arbeiten, volle Unter st ützung verspricht Die Haltung der Gewerkschaften hat auch den Marseiller Hafenarbeitern neuen Mut gemacht.
Ministerpräsident D a l a d i e r scheint jedoch entschlossen, nicht nachzugeben. Er beriet sich wegen des Marseiller Streiks am Mittwochnachmittag nut dem Minister für öffentliche Arbeiten, de Monzie, und dem Innenminister .S a r r a u t.
Oer britische Geschäftsträger bei Graf Ciano.
R o m, 31. August. (GuropapreS.) Der italienische Außenminister G r a f C i a n o hat am Dienstag den britischen Geschäftsträger in Rom zu einer längeren Unterredung empfangen.
Tschechische Soldateska tobt sich aus.
P^ag, 31. Aug. (DNB.) In der Nacht zum 29. August kam es in Mährisch-Schönberg 3U omern ^-Zusammenstoß zwischen einem tschechischen Offizier und Sudetendeutschen. Der Offizier, der dem dort liegenden Jnfanterie- Reaiment angehört, beschimpfte sudetendeutsche Passanten als „deutsche Schweine" und versuchte einem von ihnen das Abzeichen herunter- zureißen. Als sich der Beschimpfte zur Wehr setzte, wurde er angespuckt und mit Füßen getreten.
In Neu-Ebersdorf bei Freudenthal stürmten tschechische Soldaten eine Ernte- feierlichkeit der Sudetendeutschen Partei. Ein Offiziersaspirant gab den Befehl, worauf zwei Soldaten das Bajonett zogen und auf die Gäste eindrangen, wobei ein Sudetendeutscher verletzt wurde. Mit Mühe gelang es, die Tschechen aus dem Gastlokal hinauszudrängen. Beim Abzug der Soldaten wurden auf die Sudetendeutschen drei Schüsse abgegeben, die jedoch glücklicherweise niemand trafen.
Schüsse gegen deutsche Zollwache.
Oelsen b. Gottleuba i. Sa., 31. Aug. (DNB.) Ein unglaublicher Zwischenfall trug sich heute früh an der deutsch-tschechischen Grenze zu. Tschechische Grenzer schossen aus dem Hinterhalt auf eine deutsche Zollpatrouille am Grenzstein 7/5. Der deutsche Beamte, dem das verdächtige Verhalten zweier Uniformierter auf der tschechischen Seite gerade ausgefallen war, konnte noch rechtzeitig in Deckung gehen und so dem Geschoß und damit wahrscheinlich dem Tode entgehen.
Aus dem Protokoll des zuständigen Bezirkszollkommissars geht folgendes hervor: Der Zollanwärter Gerl a d) hatte in der Frühe des Mittwoch Grenzbegehung vom Grenzstein 7 bis zum Grenzstein 9. Dem Beamten, der etwa um 7 Uhr die Oel- sener Höhe erreicht hatte, fielen am Sattelberg (auf tschechischem Gebiet gelegen) zwei Uniformierte auf, die sich' dort recht leger benahmen — ohne Kopfbedeckung, der eine hatte den Waffenrock aufgeknöpft — und um sich sahen. Der deutsche Beamte begab sich daraufhin zum Grenzstein 7/5’ in der Nahe, wo er etwa 6 Meter von dem Stein entfernt stehen blieb. Er beobachtete nun, wie sich einer der beiden Uniformierten hinter einen Hügel schlich und dort völlig versck)wond. Plötzlick) tauchte der Tscheche wieder bis zur Brusthöhe auf, zog den Kopf etwas ein und brachte ein Gewehr in Richtung gegen den deutschen Beamten in Anschlag. Es fiel ein Schuß, und das Geschoß ging dicht an dem Zollanwärter vorbei, der inzwischen in Deckung gegangen war. Die Kugel ging an ihm vorbei auf deutschem Boden nieder. Der beschossene Beamte begab sich noch etwas zurück, um volle Deckung zu nehmen, da er annahm, daß weiter auf ihn geschossen werden würde. Er beobachtete durch sein Glas^wie der Schütze zurückkroch und sich mit dem anderen Posten unterhielt. Dieser versuchte lange die Wirkung des Schusses zu ergründen, um dann mit dem Schützen im Walde zu verschwinden.
Der deutsche Zollanwärter hat daraufhin sofort die Zollaufsichtsstelle Oelsen ausgesucht und dort Meldung erstattet.
Wie Deutsche zu Tschechen gemacht werden sollen.
Prag, 31. Aug. (DNB.) Bei den Einschreibungen zum Juni d. I. haben sich rund 2300 Kinder aus Hultschin in deutschen Schulen angemeldet. Diese Einschreibungen wurden nun im Monat August von einer Kommission überprüft, die paritätisch zusammengesetzt sein sollte. Die Kommission bestand aber aus fünf Tschechen und nur einem Deutschen.
Die deutschen Eltern wurden mit einer tschechischen Vorladung 3U bert Sitzungen dieser „Kommission" gerufen, lieber die Nationalität der Kinder hat die Kommission" a b gestimmt" (!). Das Ergebnis war, daß 100 Kinder „großmütig" als Deutsche anerkannt wurden und 200 bis 300 nicht „geprüft" werden konnten, da sie sich zu den „Prüfungen" nicht eingefunden hatten. Bei rund 2 0 0 0 Kindern wurde jedoch bestimmt, daß sie Tschechen werden sollten (!). Da die Hultschiner Eltern aber von ihrem Elternrecht unbedingt Gebrauch machen wollen, so ergibt sich heute eine vollkommen chaotische Lage.
Laut Anordnung des Landesschulrats in Trop- pau haben die zuständigen Bezirksbehörden alle Gemeindeverwaltungen des Hultschiner Ländchens anzuweisen, daß allen denjenigen Eltern, die ihre Kinder in deutschen Schulen Troppaus angemeldet haben, bekanntgegeben werden soll, daß diese Kinder in die tschechische Ortsschule geschickt werden. Der Landesschulrat wird dann später vielleicht dem einen oder dem anderen Kind den Be- such der deutschen Schule erlauben.
Chamberlain beim englischen König.
London, 31. Aug. (Europapreß.) Ministerpräsident Chamberlain ist am Mittwochnachmittag auf Schloß Balmoral in Schottland eingetroffen, um dem König über die Entwicklung der letzten Tage Bericht zu erstatten. Der Ministerpräsident wird sich voraussichtlich bis Anfang nächster Woche auf Schloß Balmoral aufhalten.
Oiplomatenempsänge im englischen auswärtigen Amt.
London, 31. Aug. (Europapreß.) Im Zusammenhang mit der tschecho-slowakischen Frage hatte Außenminister Lord Halifax am Mittwochvormittag mehrere Unterredungen mit in- und ausländischen Diplomaten. Als erster stattete der eng- fifdje Botschafter in Berlin, Sir Neville Henderson, dem Außenminister einen Besuch ab, um nochmals die Lage zu besprechen. Weiter hatte der amerikanische Botschafter in London, Ken n e d y , der bereits am Dienstag mit Ministerpräsident Chamberlain zusammengetroffen war, ebenfalls eine kurze Unterredung mit Außenminister Lord Halstax. Ferner empfing Lord Halifax den französischen Bot-
schafter Cor bin, der am Mittwoch von Paris nad) London zurückgekehrt war und — wie in London verlautet — schriftliche Jnstruktlonen des französischen Außenministers mitgebracht hat. Diese Anweisungen waren in der Dienstagsitzung des französischen Kabinetts vereinbart worden. Die Unterredung Corbin-Halifax, der in unterrichteten Kreisen große Bedeutung beigemessen wird, dauerte nahezu eine Stunde. Der tsd)echo-slowakische Gesandte Masaryk stattete in den Nachmittagsstunden dem englischen Außenministerium einen Besuch ab, um die zuständigen Stellen von dem Gang der Ereignisse in Prag zu unterrichten. Soweit bekannt ist, hat Sir Robert Vansittart den Bericht Masaryks entgegengenommen. Im Anschluß daran suchte Masaryk den amerikanischen Botschafter auf. Im Laufe des Nachmittags stattete auch der polnische Geschäftsträger dem englischen Außenministerium einen Besuch ad. Zu den sonstigen Besuchern des Foreign Office gehörte auch Winston Churchill.
Henderson wieder in Berlin.
Berlin, 31. August. (DNB.) Der britische Botschafter Neville Henderson ist am Mittwochnachmittag mit dem planmäßigen Flugzeug aus London nach Berlin zurückgekehrt.
An zuständiger englischer Stelle in London wird betont, daß der britische Botschafter in Berlin, Sir Neville Henderson, sich mit voller und genauer Kenntnis der Ansichten des britischen Kabinetts nach Berlin zurückbegibt. Gerüchte jedoch, die wissen wollen, daß er eine No te der britischen Regierung zur Uebergabe an die deutsche Regierung oder gar eine geheime Botschaft an den Führer in Gestalt eines persönlichen Briefes mitbringe, werden an amtlicher Stelle als gänzlich unbegründet bezeichnet.
Aoch fein neuer Vorschlag Prags.
SDP. gegen Falschmeldungen im Auslande.
P r a g , 31. Aug. (DNB.) Das Presseamt der Sudetendeutscher Partei teilt mit: In ihrer heutigen Sitzung hat die Delegation der Sudetendeutschen Partei, die von Konrad Henlein zur Führung der Verhandlungen mit der tschecho-slowakischen Regierung bevollmächtigt ist, sich eingehend mit den die ausländische Oeffentlichkeit irreführenden Nachrichten über den Stand dieser Verhandlungen befaßt. Die Delegation stellte fest, daß seit einigen Tagen systematisch Falschmeldungen dahingehend verbreitet werden, als ob der SDP. ein sogenannter dritter Vorschlag seitens der Regierung unterbreitet und von der SDP. noch nicht beantwortet wäre.
Hierzu muß klargestellt werden, daß der Sudetendeutschen Partei bis zum heutigen Tage seitens der tschecho-slowakischen Regierung außer dem bereits bekannten Nationalitätenstatut fein neuer Vorschlag oorgelegt wurde. Es kam bisher auch nicht zu der vorgesehenen Aussprache zwischen dem Ministerpräsidenten Dr. Hodza und Abgeordneten Kundt über die Möglichkeiten einer Fortsetzung der Verhandlungen.
Besprechungen in Prag und Manenbad
Prag, 31. Aug. (DNB) Das Sekretariat der Mission Lord Runcimans hat Mittwoch um 17 Uhr folgenden Bericht ausgegeben: „Lord Run- ciman empfing heute um 11 Uhr den Abgeordneten Kundt. Ashton-Gwatkin besuchte heute Marienbad, wo er mit Konrad Henlein eine Unterredung hatte. Heute abend kehrt Ashton- Gwatkin nach Prag zurück. Um 15.30 Uhr empfing Lord Runciman den Abgeordneten Z a j i c e k. Lord Runciman und Gemahlin, sowie die Mitglieder seines Stabes werden heute abend mit Herrn Kru- lis - Randa und Gemahlin speisen."
Der französische Gesandte in Prag d e 2a« croix hatte am Mittwoch eine längere Aussprache mit dem tschecho-slowakischen Ministerpräsidenten Dr. Hodza. Es tft dies die zweite Unterredung, die der französische Gesandte seit seiner Mitte vergangener Woche erfolgten Rückkehr aus dem Urlaub mit dem Ministerpräsidenten hatte.
Ruhige Auffassung in London.
London, 1. Sept. (Europaprest) Der Mittwod) brachte bas Ende der Londoner politischen Tätigkeit in dieser Woche, da nach dem Urteil maßgeblicher Kreise eine völlige Beruhigung der Lage eingetreten ist. Während die meisten Kabinettsmit- glie'der London wieder verlassen haben, hat Lord Halifax seine Abreise vorläufig noch verschieben müssen, was seinen Grund darin hat, in London den inzwischen von ihrem Urlaub zurückgekehrten ausländischen Diplomaten zur Verfügung zu stehen. Lord Halifax dürfte sich bis Ende dieser Woche in London aufhalten.
Im „Daily Expreß" kommt Lord Beaverbrook ebenfalls zu einer ruhigen Beurteilung der Lage. Er schreibt u. a., die politische Klugheit und der ungewöhnliche Scharfsinn des Führers im Verein 'mit feinen vielfachen Erklärungen, nur dem Frieden dienen zu wollen, böten sichere Gewähr für eine ruhige Entwicklung der Lage.
Auch „Daily Mai l" widmet der Lage einen Leitartikel und stellt fest, England sei zur Zeit vor- nehmsich bemüht, seinen Einfluß bei der Prager Regierung geltend zu machen, um sie zur Gewährung der ä u ß e r st e n Z u g e st ä n d n i s s e an die Sudetendeutschen zu bewegen. Nur dann könne die tschecho-slowakische Regierung zu einer dauerhaften Lösung der Frage gelangen, wenn d i e Volksgruppen volle Freiheit im Denken und Handeln erlangten.
210 230 Kriegsgefangene der Nationalspanier.
Burgos, 1. Sept. (Europapreß.) Der offizielle Kriegsberichteritatter des nationalen Rundfunksenders von Salamanca teilte am Mittwochabend mit, daß die Zahl der feit Kriegsbeginn an allen Fronten auf nat i o n a l s p a n i s ch e r Seite gemach-
ten Gefangenen sich auf 210 230 M o n rt belaufe. In dieser Zahl seien die zahlreichen lieber* läufer zu den Nationalspaniern nicht enthalten.
Das nationalspanische Hauptquartier erklärt in dem in der Nacht zum Donnerstag herausgegebenen Heeresbericht:
Von dem Feind wurden am Mittwoch einige der nationalen Stellungen an der Estremadura- Front angegriffen; er wurde von den nationalspanischen Truppen in die Flucht geschlagen und verfolgt. Zahlreiche sowjetspanische Gefangene wurden gemacht. Don den anderen Fronten nichts Neues.
Von der nationalen Luftwaffe wurden am Dienstag militärische Anlagen und Häfen von Valencia und Alicante mit Bomben belegt. — Am Mittwoch wurden im Verlaufe eines Luftkampfes von den nationalen Fliegern fünf sowjetspanische Flugzeuge abgeschossen.
Der Alcazar-Verteidiger General Aloscardo führt Spaniens Sport
In Burgos wurde jetzt im amtlichen Gesetzblatt der nationalspanischen Regierung eine Verordnung veröffentlicht, die die Gründung eines spanischen Olympischen Komitees bestimmt, das zugleich die Ausgaben einer Obersten Spanischen Sportbehörde übernehmen soll. Zum Präsidenten des Komitees wurde der heldenmütige Verteidiger des Toledoer Alcazar, General Moscardo, ernannt — (Scherl-Bilderdienst-M.)
SowjeiruMche Admirale „liquidiert".
Die alte Führung beseitigt.
Lyndon, 31. Aug. (DNB.) Wie die „Time s" aus Riga meldet, haben die Sowjets unter ihrem Marinepersonal derart „gründliche" Maßnahmen zur Entfernung von „Verrätern" und „Saboteuren" ergriffen, daß sich gegenwärtig auch nicht ein einziger Offizier in der Roten Flotte befindet, der noch vor einem Jahr einen höheren Posten bekleidete. Das sowjetrussische Marineministerium habe jetzt zum erstenmal zugegeben, daß die bedeutendsten sowjetrussischen Admirale vor wenigen Monaten erschossen worden seien. Das Schicksal, das sie in Wirklichkeit ereilt habe, werde nicht in allen Fällen klar angegeben.
'Die GPU. habe, wie amtlich bekanntgegeben werde, folgende führende Offiziere erschossen: Admiral Orloff, Oberbefehlshaber der Roten Flotte, der die Sowjetregierung bei den Krönungsfeierlichkeiten in London vertrat; Admiral S i o - ko ff, Befehlshaber der Roten Ostseeflotte, und Admiral Ludry, Leiter der Marineakademie. Andere, so fügt die „Times" hinzu, die als „Verräter" und „Feinde des Volkes" verschwunden seien, hätten sicherlich dasselbe Schicksal erlitten: Admiral Jwanoff, der stellvertretende Chef der Roten Flotte, Admiral Viktor off, Admiral Mukle- v i ch , Leiter der Konstruktionsabteilung, Admiral Kozhanoff, Admiral K i r e y ü e f f, Admiral D i ch n e n o f f, Admiral K a d a tz k y , die Professoren Zherve und Petrow von der Marineakademie in Leningrad und viele andere.
Blüchers Kommandogewalt eingeschränkt?
K e j o (Korea), 31. Aug. (DNB.) (Ostasiendienst des DNB.) Das Kommando über die F l u g st r e i t- fräfte der Sowjets im Fernen Osten wurde dem Marschall Blücher entzogen und dem politischen Kommissar der Roten Armee, Rya- k o w , übertragen. — Dieser Meldung, die aus zuverlässiger Quelle stammen JoU, wird hinzugefügt, daß hierdurch das Mißtrauen bewiesen werde, das Stalin Blücher entgegenbringe.
MischerKommunistenhäupIling Vridges daif bleiben.
Washington, 31. Aug. (DNB.) Der Abgeordnete Dies, der Vorsitzende des Ausschusses zur Untersuchung der bolschewistischen Wühlarbeit in den Vereinigten Staaten, hat in einer großen Rundfunkrede u. a. die sofortige Ausweisung des Juden Harry B r i d g e s gefordert, der als Leiter der Seemannsgewerkfchaft für die endlosen kommuni st ischen Streikwirren an der amerikanischen Westküste verantwortlich ist.
Frau Arbeitsminister P e r f i n s hat nunmehr in schroffem Ton die geforderte Ausweisung dieses üblen kommunistischen Hetzers abgelehnt. In ihrem Schreiben führt sie u. a. zur Begründung ihres Standpunktes die Entscheidung einer unteren Gerichtsbehörde an, derzufolge die Mitgliedschaft bei der Kommunistischen Partei an sich fein Ausweisungsgrund sei. Ferner bezeichnet Frau Perkins das Verlangen des vom Kongreß eingesetzten Ausschußvorsitzenden Dies als eine „unbefugte Einmischung in die Exekutivgewalt der Regierung".


