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buffen über Gießen ins herrliche Lahntal. In Brau- s ^ch ^ ber erste Aufenchalt, wo nach gemein» jamer Mittagspause die Marksburg besichtigt wurde. Am Nachmittag wurde eine Dampferfahrt nach Kovlenz unternommen, wo die Frauen durch die wtadt wanderten und das Deutsche Eck, sowie Ehren- breit|&m bewunderten. Müde, aber voll befriedigt teerten alle abends heim, voll Dank für den scho­nen, unvergeßlichen Tag. J

§ Queckborn, 31. Mai. Gestern feierte der Straßenwärter a. D. Matern Herzberger III. feinen 8 8. Geburtstag. Er ist der älteste Ein­wohner unseres Ortes. 37 Jahre war er Straßen- ffiarter und befindet sich seit 1919 im Ruhestand Der cllte Mann ist noch sehr rüstig, raucht seine Pfeife und macht sich im Haushalt seines Sohnes noch allerlei Arbeit. Am 2. Juni feiert die älteste Einwohnerin Queckborns, Katharine Elifabethe L i n k m a n n , geb. Schmidt, ihren 87. Geburts- t a g. Geistig ist sie noch sehr rege, während sie durch Gicht am Gehen gehindert ist. Sonst aber erfreuen sich unsere ältesten Einwohner, die in einer Woche Geburtstag feiern dürfen, bester Gesundheit.

D Weickartshain, 31. Mai. Die hiesige Kriegerkameradschaft machte in zwei voll­besetzten Autoomnibussen eine Ausflugsfahrt nach Heidelberg, bei der die 42 Teilnehmer auf der Hin­

fahrt auch den Flughafen in Frankfurt a. Tt und den Schloßpark in Schwetzingen besichtigten. Die Fahrt bereitete allen Teilnehmern viel Freude, so daß sie am Abend hochbefriedigt heimkehrten.

A Obbornhofen, 31. Mai. Auf Anregung von Pg. L e i p o l d (Gießen) wurde in unserer Ge­meinde eine Ortsgruppe des VDA. gegrün­det, die bereits 19 Mitglieder zählt. Den Vorsitz führt Lehrer B o p f von hier. Man hofft, daß noch weitere Volksgenossen der Gemeinde Mitglied wer­den. Frau Anna Margarete Hahn, geb. Bom- mersheim, feierte dieser Tage ihren 80. Geburtstag. Die hochbetagte Frau ist noch sehr rüstig und hilft immer noch bei allen Haus- und Feldarbeiten. Die hiesige Bezugs- und Abfatzgenosfen- schaft hielt in der Gastwirtschaft von Hermann Groß I. ihre diesjährige ordentliche Generalver­sammlung ab. Wie aus dem Jahresbericht hervor­ging, war der Geschäftsgang im verflossenen Jahre günstig. An Waren wurden bezogen: Düngemittel 3680 Zentner, Futtermittel 1320 Zentner, Säme­reien 200 Zentner, Kohlen und Briketts 4540 Ztr., Landwirtschaftliche Maschinen im Werte von 2200 Reichsmark. Abgesetzt wurden an Getreide 3750 Ztr,. Braugerste 110 Zentner, Kartoffeln 1620 Zentner. Der Vorstand verblieb unverändert in seinen Aem- tern.

Gängerfeste in Oberhessen.

Zn Flensungen.

W Flensungen, 23. Mai. Am Samstag, Sonntag und Montag feierte der Gesangver­ein Flensungen das Fest feiner Fahnen­weihe, das mit einem Wertungslingen des Sängerkreises Ohm-Lumdatal verbunden war.

Am Sonntagvormittag fand das Wertungs- singen statt. Nach kurzen Begrüßungsworten des Kreisführers Dönges traten folgende Vereine zum Wertungssingen an:Liederkranz" Flensungen, Liederkranz" Bleidenrod,Eintracht" Lumda, »Liederkranz" Stockhausen,Männergesangverein" Maulbach,Männergesangverein" Weickartshain, Eintracht" Burg-Gemünden, Gesangverein Groß- Eichen,Liederkranz" Lehnheim,Germania" Har­bach,Nntracht" Nieder-Ohmen,Germania" Lau­ter,Jugendtreu" Queckborn,Sängerkranz" Grün­berg,Germania" Ober-Ohmen,Liederkranz" Rup­pertenrod,Eintracht-Sängerkranz" Merlau,Ein­tracht" Saasen,Mänsterchor" Grünberg. Sämt­liche 19 Vereine fangen als aufgegebenen Chor Vaterland" von Jakob Schulz und je einen frei­gewählten Chor.

Nach dem Wertungssingen versammelten sich die Chorleiter, Vereinsführer und Sänger im Schul- faal, um aus dem Munde des Wertungsrichters, Musikdirektor Dr. Rudolf Werner (Frankfurt am Main), die Kritik entgegenzunehmen. Er be­tonte, daß der aufgegebene Chor für manche Ver­eine zu hohe Anforderungen stellte, so daß der Vor­trag von diesen Vereinen nicht voll befriedigt hätte. Trotzdem könnten, allgemein betrachtet, die Leistun­gen als befriedigend betrachtet werden. Anschließend besprach der Wertungsrichter die Vorträge der ein­zelnen Vereine, um dann zum Schluß zu erwähnen, daß man im Kreis Ohm-Lumdatal bestrebt sei, das deutsche Lied zu pflegen und zu fördern. Diesen Be­strebungen wünschte er auch für die Zukunft er­sprießlichen Erfolg.

Nachmittags bewegte sich ein stattlicher Feftzug durch die Straßen des festlich geschmückten Dörf­chens. Am Kriegerehrenmal fand eine Helden- ehrung statt. Kreisführer Dönges sprach ehrende Worte für die Gefallenen des großen Krieges und der Bewegung, und legte einen Kranz nieder.

Inmitten des Dorfes fand dann die im Sänger- freis Ohm-Lumdatal übliche Kreiskundge­bung statt. Hier begrüßt zunächst der Sängerkreis­führer Dönges die Gäste und Sänger, insbeson­dere die Vertreter von Partei, Staat und Gemeinde. Pg. Bergen sprach als Vertreter der Gemeinde Flensungen, sowie des Kreisamts.

Sodann sprach Kreisführer Dönges, der dabei u a sagte: Unser BrudervereinLiederkranz" Flen­sungen feiert heute das Fest seiner Fahnenweihe. Seit der Gründung dieses Vereins bin ich als Chor­leiter innig mit ihm verbunden. So ist es mir per­sönlich eine besondere Freude und »Ehre, in meiner Eigenschaft als Kreisführer diese Fahne weihen zu dürfen. Dann wurde die Fahne enthüllt. Sie zeigt auf der Vorseite Namen und Gründungsjahr des Vereins, die Rückseite trägt den Wahlspruch:Deut­sches Wort und deutscher Sang sind ein Jungborn lebenslang". , r , . . ,

Ortsgruppenleiter Munch sprach davon, daß

dies die erste Fahnenweihe im Kreis im Großdeut­schen Reich sei. Er überbrachte die herzlichsten Glückwünsche, befestigte den Hakenkreuzwimpel an der Fahne und erklärte die Fahne dann als ge­weiht.

Kreisführer Dönges überbrachte die. Glück­wünsche der Gau- und Kreisführung und feine per­sönlichen Glückwünsche. Er übergab dann die Fahne in die Obhut des Vereins. Vereinsführer Deubel übernahm die Fahne und übergab sie dem Fahnen­träger H. The. Frieda Spornauer befestigte einen Fahnenwimpel, der von den Frauen und Jungfrauen gestiftet ist, und trug einen passenden Prolog vor, Unter der Leitung von Kreischormeister Daupert wurde nun von etwa 600 Sängern der ChorDeutschland, heilger Name" undEs ziehen die Standarten" vorgetragen.

An die Fahnenweihe schloß sich die Ehrung ver­dienter Sänger an. Kreis f uh rer Dönges ernannte den Chorleiter Lehrer Strackfuß aus Burg- Gemünden, der 25 Jahre als Chormeister gewirkt hat, zum Ehrenchormeister. Die Sänger Karl Zim­mer, Karl Hönig, Heinrich Biedenkapp, Karl Biedenkapp und Heinrich Erb erhielten die Ehren­nadel des Deutschen Sängerbundes mit der Auf­schrift 40; sie alle gehören 40 Jahre lang aktiv dem GesangvereinLiederkranz" Lehnheim an. Für 25- jährige aktive Sangestätigkeit wurde Sangesfreund Wilh. .Weber vom GV.Liederkranz" Bleidenrod geehrt.

Der für dieses Jahr bestimmte PflichtchorVater­land" von Schultz wurde dann mit Orchesterbeglei­tung unter Leitung von Kreischormeister Dau- p er t als Massenchor zu Gehör gebracht. Mit dem Sieg-Heil auf den Führer fand die Feier ihren würdigen Abschluß.

Mit dem Festlied von Gundrum begrüßte der Verein auf dem Festplatz seine Gäste. Nach einer kurzen Ansprache des Dereinsführers Deubel und einigen Chorvorträgen folgte frohe Geselligkeit.

3« Ruppertsburg.

)( Ruppertsburg (Kr. Schotten), 29. Mai. Heute nachmittag fand hier im Saale des Gast­wirts O. Wagner ein Gruppensingen des Sän­gerkreisesChattia" statt, an dem die Ver­eine von Ruppertsburg, Wetterfeld, Münster, Lau­bach, 23Ufingen, Nonnenroth und Hungen teilnah- men. Nach dem von allen Vereinen gemeinsam ge­sungenen Sängergruß sprach Sängerkreisführer R i n ck e r (Nonnenroth), der nach kurzen Begrü­ßungsworten die hohe Aufgabe der Gesangvereine würdigte und dabei des Führers als größten För­derers des deutschen Gesangs gedachte. Nach ge­meinsamem Liedgesang der Vereine von Nonnen­roth uni) Hungen begann das Singen der einzelnen Vereine, von denen jeder zwei selbstgewählte Chöre vortrug. Alle Gesangsoorträge leitete Chormeister Lenz aus Villingen. Sämtliche Leistungen der Ver­eine waren gut und bekundeten gute Pflege des deutschen Liedes in den Vereinen. Mit besonderer Freude wurden die schön vorgetragenen Volkslieder ausgenommen. Die Vereine brachten dann noch auf dem Platze am Bahnhof mehrere Massenchöre zu Gehör. Die Sängertagung schloß mit einem gemüt­lichen Beisammensein ab.

Ö.J.-fpori

Handbalk-pokal der Wehrmacht.

ei-

11m dem Handballsport in der Wehrmacht einen weiteren Auftrieb zu geben, wird

Turnier um den Handballpokal ber 9Bef) 1:010^ durchgeführt. Der Pokal ist ein ewiger Wanderpreis. Diejenigen acht Wehrmachtsportoereine aller Drei Wehrmachtteile, die in den Misterschaftssplelen des DRL. am besten abgeschnitten haben, sind AmMeit bewerb um den Pokal zugelassen. Es wird nach Pokalsystem gespielt. Für die Vorrunde am 26. ^um ist folgende Spielsolge festgesetzt woidem

Hannover: WSV. Hannover MTSA. Leipzi Stettin: Luftwaffen-SV. Settin WSV.

tcrprüfung nach der Turnierordnung (§ 39), Fahrer­prüfung und Eignungsprüfung für Zugpferde (Zweispänner ohne Belastung). Eine Mannschaft be­steht aus einem SA.-Reitersturmführer und fünf ungedienten Reitern aus den Jahrgängen 1913 bis 1922. In jeder Gruppe wird aus je zwei Reiter­standarten eine Mannschaft zusammengestellt und gemeldet. Dieser Reitermannschaftskampf ist der wichtigste Wettbewerb unb nimmt den breitesten Raum ein. Weiter sind ein Jagdspringen (Kl. M), eine Dressurprüfung (Kl. L) und ein Geländeritt (Kl. S) ausgeschrieben.

Oblt. Brinkmann siegt in Wai schau.

Der vierte Tag des internationalen Warschauer Reitturniers braute einen neuen deutschen Sieg. Oblt Brinkmann beendete ein von 128 Pfer­den bestrittenes schweres Zeitspringen auf Wotans- bruber als Sieger. Außerbem teilte er sich auf Baron IV mit dem rumänischen Capt. Zahei auf Troitza noch den zweiten Platz Vierter m biefem überaus spannenben Wettbewerb mürbe 2t. Huck auf Fridolin. An achter Stelle landete Rittmeister Hasse auf Kaskade. Unter den Pferden, die zwar gemeldet waren, aber nicht am Start erschienen, befanden sich auch die deutschen Artur, Erle, Nemo unb Olaf.

Modell-Zlugwettbewerb in der Rhön.

ftür den Pfingsten in der Rhön stattfindenden Modell-Seaelflugwettbewerb wurden von den NSFK -Gruppen insgesamt 425 Meldungen abge- geben Sie verteilen sich °uf die eilten Klaffen mie folat: Klasse A (Bauplane) 114, Klasse B (Eigenkonstruktionen) 129, Klasse C (Sonderkon- trutHonen) 50, Klasse D (Modelle mit Se bststeue- ©[nff» p (für ®erufsmobeUbauer) 69. In der ^letzte'n Masse die zum ersten Male ausgeschrie­ben wurde, sind 13 Beoufs-Modellbauer vertreten.

DarmftaÄWSB. Darmstadt - MSB. Borussia $i(d,of5bauigi^nbenburg Bifchofoburg - Hin- benburg Minden.

Die Zwischenrunde wurde auf den 3. 3uü angI * de^Weh"rmachtmri Düsseldorf ausge­

tragen werden.

weiter bei den Reichstveilkämpfen der SA. In die Reichswettkämpfe der SA. vom 14. bis 17. Juli in Berlin werden zum erftenma reiterlichen Weitb emerbe e,n^°9e^u^SA.-Ober­inspekteur für Rei - und Fahrausb ldunrn « ZMWSZ

Motorsturm 4/91.147 Gießen

beim Sporklag der NSKS.-lNolorgruppe Hessen .in Kassel.

Das erste Sportfest der Motorgruppe Hessen fand am Samstag in Kassel statt. Die Ausrichtung war der Motorstandarde 47 Kassel überfragen, die in jeder Weise dafür gesorgt hatte, daß die Kämpfe auf der Hessenkampfbahn, auf den Schießständen unb im Schwimmbab reibungslos verliefen.

Der 4/M 147 hatte eine zwar kleine, aber aus­erlesene Streitmacht enfsanbt, die trotz vielen Miß­geschicks hervorragend abschnitt. NSKK.-Mann Otto Luh war schon in den Vorentscheidungen, die bei nicht gerade günstigem Wetter am Vormittag statt- f and en, in den von ihm belegten Kämpfen allen Mitbewerbern klar überlegen. Er sicherte sich mit einer Weite von 13,65 Meter im Kugelstoßen, 66 Meter im Keulenweitwurf und in der Zeit von 11,5 Sekunden im 100-Meter-Lauf die Teilnahme an den Entscheidungen; ebenso NSKK.-Mann M ö l l mit sehr guten Leistungen im Weitsprung unb 100-Meter-Lauf und Rottenführer Pfeffer im Weitsprung.

Leiber brachte dann der Nachmittag insofern eine Enttäuschung, als Luh im Endlauf der 100 Meter infolge Muskelzerruna ausfiel unb so um den sicheren Sieg kam. An eine Verbesserung seiner Leistungen im Kugelstoßen und im Keulenwerfen war natürlich auch nicht mehr zu denken, wenn er auch auf Grund seiner Dorkampfleistpngen hier die ersten Plätze belegte. Möll wurde mit der feinen Leistung von 6,32 Meter im Weitsprung unb- 54,8 Sekunden im 400-Meter-Lauf jeweils knapper Zweiter. Pfeffer belegte den vierten Platz im Weitsprung. Die 4X100-Meter-Staffel mußte durch den Ausfall von Luh leider abgesagt werden.

Auch im Schwimmbad gab es schöne Erfolge. Rottenführer Gerhardt fetzte sich im 100-Meter- Brustschwimmen an die zweite Stelle, und Schar­führer Bickel wurde Dritter im 50-Meter-Frei- stilschwimmen.

Die Mannschaft im Tauziehen erwies sich als etwas zu leicht. Der erste Gegner wurde zwar ge­schlagen, doch verlor sie, wenn auch nach hartem Kampf, den nächsten Gang gegen Gegner, die alle dem Schwergewicht angehörten.

Handball-Auswahlspiel zweier Gießener Gtadtmannschasten.

Wir hatten vor einiger Zeit bereits darauf hin­gewiesen, daß das Fachamt Handball der Orts­gruppe Gießen eine Meldung zur Teilnahme an dem Deutschen Turn- und Sportfest in Breslau ab­gegeben hat. An diesem in Breslau ftattfinbenben Handball-Städte-Turnier sind aus jedem Gau die beiden spielstärksten Stadtmannschaften teilnahme- berechttgt. Da im Gau Hessen inzwischen verschiedene Meldungen ein gelaufen sind, hat der Gau seine beiden Vertreter aus den Städten Kassel, Hanau, Friedberg, Fulda und Gießen zu ermitteln. Diese Ausscheidungsspiele beginnen am 12. Juni. An diesem Tage wird in Gießen ein größerer Mann- schaststag stattfinden, an dem u. a. Mannschaften aus Friedberg, Marburg usw. teilnehmen werden.

Es ist verhältnismäßig schwer, aus dem ziemlich zahlreichen Material ohne weiteres die Stadtmann­schaft aufzustellen. Man hat sich vielmehr ent­schlossen, am kommenden Donnerstag ein Auswahl­spiel zweier Stadtmannschaften steigen zu lassen, dem bann die endgültige Zusammenstellung der Stabtrnannschast folgen wird. Die beiden Mann­schaften rekrutieren sich aus Spielern des Mtv., der Spogg. 1900, MSV. Barbara, Universität und des To. 1846. Die Aufstellungen der beiden Mann­schaften:

A-Mannschaft:

Strack

Brenner Birkenstock Graf Hufmann Niest

Schüler Winden Schmidt Glänzer Winter

Klein Färber Raschack Leuthardt Grund Lübke Schmidt Bingel

Groh Engel Brettinger B-Mannschaft:

Düsseldorfs Meisterjugend bei 1900.

Am ersten Pfingstfeiertag:

1900 1. Jgd. FC. Düsseldorf-U. la Jgd.

1900 2. Jgd. FC. Düsseldorf-U. Ib Jgd.

Am zweiten Pfingstfeiertag:

1900 1. Jgd. FC. Großen-Buseck 1. Jgd.

Diesmal ist es der Jugenbabteilung der Spieloer­einigung 1900 gelungen, einen Gegner zu verpflich­ten, der mit Fortuna Düsseldorf die Tabelle der Jugendmannschaften anführt. FC. Düsseldorf-Unter­rath 1. Jgd. und Fortunas 1. Jgd. lieferten sich in den Verbandsspielen einen zähen Brust-an-Brust- Kampf. Erst im letzten Spiel gelang es Fortuna, die 1. Jgd. von Düsseldorf-Unterrath knapp nieder­zuringen. Dies genügt, um den Gießener Sport­interessenten zu zeigen, daß Düsseldorf eine Jugend von Können ist. Es ist klar, daß man der ersten Jugend der Blauweißen keine Gewinnchancen ein­räumen kann. Nur fanatischer Kampfgeist könnte vielleicht eine zu große Niederlage der I. Jgd. der Spielvgg. 1900 vermeiden. Aber hier geht es ja gar nicht um den Sieger, bei diesem Spiel wollen die Blauweißen etwas lernen. Man braucht wohl nicht zu betonen, daß in Düsseldorf ein ganz ande- rer Fußball gespielt wird, als hier. Wir werden in der Spielweise der DüsseÜwrser Jugend einen ganz anderen Elan finden können. Die 1. Jgd. der Blau­weißen bestreitet das Spiel in der stärksten Auf­stellung.

Auch die zweite Jugend der Blauweißen hat die Düsseloorfer zu Gast. Hier kann man wohl etwas zuversichtlicher den Schlußpfiff erwarten. Denn die Jüngsten der Spielvereinigung 1900 sind in technischer Hinsicht der 1. Jugend etwas voraus. Die 2. Jugend der Blauweißen wirb ber Ib-Jugenb aus Düsseldorf einen Sieg nicht leicht machen.

Am zweiten Pfingstfeiertag trägt die 1. Jgd. der SpVgg. 1900 ein fälliges Rückspiel gegen die gleiche von Großen-Buseck aus. Das Vorspiel konnten die Gäste knapp für sich entscheiden. Jedoch erhofft man, daß am zweiten Pfingstfeiertag die Blau- weißen den Spieß umdrehen werden.

Wirtschaft.

Rhein-Mainische Börse.

Mttagsbörfe freundlich.

Frankfurt a. M., 31. Mai. Die Umsätze sind zwar kaum lebhafter geworden, doch zeigte die Kundschaft heute allgemein etwas mehr Interesse als in der letzten Zeit. Da anderseits die bekannten Abwicklungsverkäufe keinen besonderen Umfang hatten unb zubem aus der Wirtschaft zahlreiche Anregungen Vorlagen, war die Haltung freundlich, und an den Aktienmärkten stellten sich über­wiegend Erhöhungen von 0,50 bis 1 v. H. ein. IG. Farben waren zunächst auf kleine Entlastungsver­käufe der Kulisse 0,40 v. H. leichter mit 160,75, wurden aber gleich danach mit 161 gefragt. Von den anderen Chemiewerten befeftigten sich Rütgers- werke um 2,25 v. H. auf 147,90 unb Metallgesell­schaft um etwa 1,50 v. H. auf 134,50. Bergbau- werte erhöhten sich bis 0,50 v. H., Harpener gewan­nen 1 v. H. Maschinenaktien lagen behauptet, Demag im Verlaufe etwas lebhafter mit 146 nach 145,50 (145,65). Elektropapiere zeigten leichte Schwan­kungen, bis 1 v. H. höher notierten Elektr. Liefe­rungen unb Felten, währenb Gesfürel unb Bekula je 0,25 v. H. abbröckelten. Von Einzelwerten gingen Hanfwerke Füssen auf 133,50 (135) zurück, Conti- Gummi weiter befestigt auf 208,75 (208,50).

Der Rente nm arkt lag vorläufig noch sehr ruhig unb war ohne Erstkurse. Der Pfandbrief markt hatte bei, kleinen Umsätzen unoeränberte Kurse, von Liquidationswerten Rheinische 101,20 (101), Pfäl­zische 101,65 (101,75). Stabtanleihen notierten mie gestern, Industrie-Obligationen zeigten die üblichen leichten Schwankungen. Reichsbahn-VA. bröckelten auf 125,65 nach unverändert 125,75 ab, Kommunal- Umschuldung schwankten bei lebhafteren Umsätzen zwischen 96,30 bis 96,35.

In der zweiten Börsenstunde blieb die Haltung zuversichtlich, bas Geschäft konnte sich auf Teil­gebieten etwas beleben. IG. Farben 161,50 nach 160,75, Daimler 147,50 nach 147, Bekula 161,40 bis 161,50 nach 161,50, RWE. 123,75 nach 123,50, fest lagen Siemens mit 202,50 bis 203 (201,25), anderseits Zement Heidelberg weitere 0,25 abbrök- kelnd auf 155 nach 155,50 gestern. Im übrigen zeigten die später notierten Papiere vorwiegend Erhöhungen bis 1 v. H.

Der Freiverkehr hatte bei nahezu unver­änderten Kursen nur wenig Geschäft, niedriger waren Frankfurter Mafchinenbauanstalt mit 161 (163). Tagesgelb versteifte sich zum Ultimo auf 3 (2,50) v. H.

Abendbörse still und dehauplek.

Nach dem teilweise lebhafteren Geschäft im Mit­tagsverkehr hatte die Abendbörse auf allen Gebieten des Aktienmarktes nur kleine Umsätze zu verzeich­nen, da Aufttäge der Kundschaft kaum eingegangen waren unb auch die Unternehmungslust der Berufs­kreise gering war. Indessen erhielt sich die zuversicht­lichere Grundtendenz, unb auch die Kurse lagen zu­meist voll behauptet. In den meisten Fällen stellten sich Besserungen von durchschnittlich 0,25 v. H. ein, so u. a. bei Verein. Stahl mit 108,75, Buderus mit 113, Rheinstahl mit 142,75, Bemberg mit 146,50, Daimler mit 148,25, Demag mit 146,25, Deutsche Erdöl mit 138,25, während Berger Tiefbau 0,50 v. H. anzogen auf 149. In der chemischen Gruppe blieben IG. Farben bei wesentlich kleineren Umsätzen mit 161,25 (161,40) gehalten, hingegen stiegen Th. Goldschmidt auf 139,50 (138,75) unb Metallgesell­schaft erholten sich auf 134,13 (133,50). Etwas nie-« briger notierten Gebr. Junghans mit 116 (116,75) unb Reichsbank mit 192,50 (193). In Renten fanden keine Umsätze statt, 6 v.H. IG. Farben wurden

zu 130 gefragt, Gemeinde-Umschuldung nannte man wie mittags mit 96,32lA.

Gießener Gchlachtviehniarkt.

Zum gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtviehverteilungsmarkt) in der Viehversteige­rungshalle Rhein-Main in Gießen wurden 1 Ochse, 9 Bullen, 30 Kühe, 16 Färsen, 159 Kälber, 243 Schweine aufgetrieben.

An Preisen wurden erzielt: Ochsen 44 Pf., Bullen 30 bis 42, Kühe 21 bis 42, Färsen 41 bis 43, Käl­ber 35 bis 65, Schafe 41 Pf. je V» kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,12 Reichsmark, Klasse bl (135 bis 149,5 kg) 1,10 RM., Klasse b2 (130 bis 134,5 kg) 1,08, Klasse c (100 bis 119,5 kg) 1,04, Klassen d bis f (unter 100 kg) 0,98, Klasse gl unb 1 (fette Specksauen unb Alt- schneiber) 1,06, Klosse g2 unb h (anbere Sauen unb Eber) 1,02 Reichsmark.

Marktoerlauf: Großvieh unb Schweine zugeteilt? Kälber lebhaft. Alles ausverkauft.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 31. Mai. Auftrieb: Kälber 1034 (gegen 1132 in ber Vorwoche), Hämmel und Schafe 45 (76), Schweine 5516 (4695). Notiert mür­ben je 50 kg Lebenbgewicht in RM.: Kälber a) 62 bis 65 (63 bis 65), b) 54 bis 59 (53 bis 59), c) 43 bis 50 (43 bis 50), d) 33 bis 40 (40). Hämmel b2) 48 (46 bis 47), c) 42 bis 45 (36 bis 40); Schafe a) 42 (36 bis 38). Schweine a) 57 (56,50), bl) 59 (55,50), b2) 55 (54,50), c) 53 (52,50), d) 50 (49,50); Sauen gl 54 (53,50). Marktoerlauf: Kälber und Schweine zugeteilt; Hämmel und Schafe mittel.

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* Leipziger Verein - Barmenia. Die Leipziger Verein - Barmenia Krankenversicherung für Beamte, freie Berufe und Mittelstand a. G., konnte im Jahre 1937 eine weitere kräftige Auf­wärtsentwicklung erzielen. Die Beitragseinnahmen, stiegen auf 36 Mill. Mark, während sich auf ber anderen Seite die Schadenzahlungen mit rund 27 Mill. Mark nicht so stark erhöhten, wie die Prä­mieneinnahmen. Der günstigere Schadenverlauf ist dem Bericht zufolge ganz allgemein für die Privat- Krankenoersicherung festzustellen. Da auch die Ver­waltungskosten vermindert werden konnten, erhöhte sich ber Gewinn beträchtlich. Er wird größtenteils den Rücklagen zugeführt, daneben aber bevölke­rungspolitischen Zwecken dienstbar gemacht, indem jedes arische Mitglied für einen Geburtsfall im Jahre 1937 die tarifliche Pauschalleistung der Wo­chenhilfe nochmals in bar ausgezahlt erhält.

Rundfunkprogramm

Donnerstag, 2. Juni.

5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Morgen­lied. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert.- 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik 8.30: Bäderkonzert. 10: Schulfunk. 11.40: Barkauf oder Borgen? 11.555 Offene Stellen. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Das Stündchen nach Tisch ... 15: Für unsere Kinder^ 16: Nachmittagskonzert. 18: Zeitgeschehen. 18.303 Der fröhliche Lautsprecher. 18.50: Allerlei vom Spork der Woche. 19: Nachrichten. 19.10: Klang ber Land* schäft. 20: Unser fingenbes, klingenbes Frankfurt. 223 Nachrichten. 22.20; Unsere Kolonien: Die beut Frau in Afrika. 22.30: Unterhaltung unb Tanz. Hl bis 3: Nachtmusik.