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Geschichten aus aller Welt

Aus aller Welt

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Es lohnt sich, uns zu besuchen!

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SOMMER SCHLUSS VERKAUF

(Alle Rechte beim Traditions-Verlag Kolk & Co., Berlin, SW.)

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geht der Verkauf weiter!

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Kiste und einige Steine kollern mit lautem Gepol­ter hin und her, was die Affen nicht leiden können.

Der M o h o g o ist ein von den Portugiesen in ihrer Glanzzeit aus Südamerika emgeführtes Knol­lengewächs, das der Neger zum Herstellen von Mehl benötigt. Die Beete werden aufgehäuft wie unsere Spargelbeete und die Stecklinge werden ein­gesetzt. Der Mohogo braucht sechs Monate bis zu einem Jahr zur Ausbildung seiner langen, harten Knollen, die ein Hauptnahrungsmittel der hiesigen Bevölkerung bilden.

Am meisten Mühe gibt man sich mit dem Reis, der nur an sumpfigen Stellen gedeiht. Die Reis­beete werden immer mit der kleinen Hacke sorg­fältig hergerichtet und die im Saatbeet gezogenen Pflänzchen werden einzeln ausgepflanzt. Diese äußerst mühsame Arbeit führen wieder die Frauen und Kinder aus. Bohnen, Erdnüße und Hirse wer­den einfach in das fertige Land eingesät. Sie wach­sen mit dem Unkraut um die Wette, das nur zur Not niedergehalten wird. Allzuviel Arbeit machen sich die farbigen Bauern keinesfalls mit ihren Fel­dern. Bananen und Kokospalmen baut jeder in der Nähe feines Hauses an. Die Bananen tragen ein Bündel Früchte, das bis zu 100 Pfund schwer wird. Dann stirbt die Mutterpflanze ab und einige junge Schößlinge treiben aus dem Wurzelstock hervor.

Gewöhnlich wird das Feld nur ein- ober zwei­mal bestellt, dann ist es ausgesogen, und man über­läßt es seinem Schicksal. Der Busch nimmt seine Beute gerne wieder zurück und entwickelt sich üp­pig da, wo vorher Früchte reiften. Es besteht kein Zweifel, daß die Neger die Hack-Kultur bis zu einer gewissen Vollkommenheit ausgebildet ha­ben. Solange die Negervölker durch Krankheiten und Kriege ständig dezimiert wurden, konnten sie wegen ihrer geringen Zahl es sich erlauben, all- jährlich anderes Land in Kultur au nehmen. Es wohnen doch im ehemaligen Deutsch-Ost-Afrika auf einem Gebiete, welches zweimal so groß ist wie Deutschland, nur 5 Millionen Eingebo­rene. Durch unsere Aerzte ist aber den Krank­heiten, wie Schlafkrankheit, Pocken und Hakenwurm Einhalt geboten, und die Kriege fallen mehr und mehr aus. Infolgedessen müssen sich die Bevölkerungsziffern in steigendem Maße heben; dann wird der schwarze Landwirt gezwun­gen sein, ständig denselben Grund und Boden zu beackern und er wird sich gezwungen sehen, seine landwirtschaftlichen Methoden grundlegend zu ändern.

Das deutsche Stadion.

Die zum Reichsparteitagsgelände geplante große Sportarena wird, wie die NSK. meldet, die Be­zeichnungDas Deutsche Stadion" tragen. Das bisherige Nürnberger Stadion wird in Zu­kunftAltes Stadion" heißen.

Deutsche fiunff In Paris.

Auf der Weltausstellung fand im Pavillon der bildenden Künste die Eröffnung der deutschen, der französischen, der schweizerischen und der tschecho­slowakischen Abteilungen statt. Als deutsche Ver­treter nahmen an der Eröffnung der deutsche Bot­schafter Graf W e l c z e ck, der Präsident der Reichs­kammer der bildenden Künste, Professor Adolf Ziegler und der Stellvertreter des Reichskom- missars Dr. Maiwald teil. Die deutsche Abtei­lung des Pavillons zeigt in zwei Sälen Oelgemälde, Statuen und Plastiken, deren Auswahl einen Ueberblick über das deutsche Kunstschaffen der Ge­genwart gibt. Ein reich illustrierter Katalog führt den Besucher in den Geist der deutschen Kunst ein.

Die Pariser Weltausstellung fediggeffeUt

Auf der Pariser W e l t a u s st e l l u n g mür­ben am Freitag zwölf Pavillons eingeweiht. Am heutigen Samstag findet die Einweihung mit der Eröffnung des Pavillons von Elsaß-Lothringen, so- wie des bulgarischen Pavillons ihren Abschluß. Die Ausstellung kann also mit dem 1. August als end- gültig fertiggestellt angesehen werden.

Zwei neue Autobahn-Teilstrecken sertiggestellt.

Vom Generalinspektor für das heutige Straßen­wesen wird mitgeteilt, daß am 31. Juli um 16 Uhr die Fortsetzung der Reichsautobahn Berlin Stettin von Colbitzow bis Hornskrug für den allge­meinen Verkehr freigegeben wird. Diese neue Strecke verbindet den bisherigen Endpunkt der Reichsauto­bahn in Colbitzow mit der Ostseebäderstraße (Reichs­straße II) bei Hornskrug. Die neue Strecke ist rund 28,2 Kilometer lang. Die Gesamtlänge der Auto­bahn BerlinHornskrug beträgt rund 140 Kilo­meter. Für die Verkehrsbeziehung BerlinOstsee und umgekehrt ist nunmehr eine so wesentliche Weg­oerkürzung gegenüber der Fahrt auf der Reichs­straße BerlinOstsee erreicht, daß der Zeitgewinn für einen durchfahrenden Personenwagen im Durch- schnitt anderthalb Stunden ausmacht. Vier neue An­schlußstellen in Sydowsaue, Podeluch, Altdamm und Hornskrug stellen die Verbindung mit dem Straßen- netz her Am 6. August wird die 30 Kilometer lange Teilstrecke FürstenwaldeFrankfurt a. d. O. fertig- gestellt und dem allgemeinen Verkehr übergeben.

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kostet, natürlich nur, wenn er gestohlen wird! Ein englischer Richter hat die Frage nach feierlicher Ver­handlung und in sorgsamer Erwägung aller Um­stände entschieden. Eine junge Schullehrerin war von ihrem Hauswirt verklagt worden, weil sie ihre Wohnung ohne Kündigung verlassen hatte. Er for­derte 3 Pfund 14 Schillinge 10 Penny. Die Lehre­rin hatte Gegenklage erhoben und forderte Schaden­ersatz für einen '

geraubt habe. Ihr Verteidiger verteidigte ihr Recht sehr energisch; es liege tatsächlich ein Ueberfall vor. Die Lehrerin selbst berichtete sehr ausführlich, wie der Hauswirt, als er zu ihr kam, um die Miete abzuholen, sich zunächst auf die Tischecke neben ihren Stuhl niedersetzte, dem Gefpräch sehr bald eine mehr persönliche Wendung zu geben suchte, sie wegen ihres einsamen Lebens bedauerte und seine gefühlvolle Ansprache damit schloß, daß er sie trotz ihrer Gegen­wehr umarmte und küßte. Sie sei darüber sehr ent­rüstet gewesen und habe noch am selben Abend die Wohnung verlassen, um nicht mehr zurückzukehren. Der Hauswirt beteuerte zwar, seine Zärtlichkeit sei ganz unschuldiger Natur gewesen, es habe auch kein Kampf ftattgefunben, unb er habe sich überbies schriftlich entschulbigt, aber der Richter kannte kein Erbarmen, er erklärte, die junge Dame habe die stürmische Zärtlichkeit mit Recht als einen lieber« griff und eine Beleidigung aufgefaßt, und ihr stehe daher eine Genugtuung zu. Und so verurteilte er den Hauswirt zu der empfindlichen Geldstrafe von 20 Guineen, also 10 Guineen für jeden Kuß, um­gerechnet rund 130 Mark.

Andersens Geburtshaus.

(pk) Kopenhagen.

Eine eichengeschnitzte Erinnerungstafel an H. C. Andersen und darunter unter Glas eine Abschrift feines im Landesarchio der Insel Fünen aufbewahr­ten Taufscheins ist in der Vorhalle der St. Hans- Kirche in Odensoe, der Gebuktsstadt des Märchen­dichters, aufgehängt worden. Daß ihr kein Platz in der Hans-Jenfens-Gaffe zuerteilt worden ist, hat feinen Anlaß in dem unentschiedenen Streit dar­über, ob Andersen wirklich in dem Haus dieser Straße geboren wurde, das zu seinen Ehren als Museum eingerichtet wurde. Das Problem, das die Odensoer so lebhaft beschäftigt, und zuletzt gelegent­lich der 125-Jahrfeier der Geburt Andersens erneut hin und her erörtert worden ist, wird auf der Tafel, die dem Fremden die Bedeutung des Hauses in der Hans-Jenfens-Gasse erklären soll, sehr diplomatisch behandelt. Für den, der den Spuren Andersens nachgeht, dürfte wichtiger als die ungeklärte Lage feines Geburtshauses sein, daß in Odensoe eine si­chere Stätte für das Gedächtnis an den Märchendi- ter au finden ist: das Kindheitsheim in der Munke- mölle-Gaffe, dem Schauplatz einiger der schönsten seiner Märchen; hier lagen der Ball und der Kreisel in der Dachrinne, hier segelte der tapfere Zinnsoldat auf seinem Panzerschiff in der Gosse, und hier stand Fliebermütterchens Busch im Hof. In ber Munke- mölle-Gasse erlebte Andersen die Märchen, nicht je­denfalls in der Hans-Jensens-Gasfe, in der er nur einen Teil seines allerersten Lebensjahres zubrachte.

französische SchiffDuguay Trouin". Als solches lief das Schiff auch vom Stapel und zwar um das Jahr 1800 in Rochefort. Bei Trafalgar ging alles gut ab, aber gleich nachher wurde das Schiff als Beutestück aufgebracht und 1805 beschlagnahmt. Seitdem tat es dann in der englischen Marine Dienst, um 1855 aus dem aktiven Dienst genommen unb zum Ausbildungsschiff umgebaut zu werden. Aber nun begann erst die längere Lebenszeit derJm- placable". Viele Taufende von jungen englischen Seeleuten find über die Planken gegangen unb ha­ben hier ihre erste Seeschulung erhalten. Zur Zeit sucht man nach Stiftungen, um bas Schiff, bas noch immer hervorragend imstande ist, auch weiterhin verwenden zu können. Man brauchte nur einen neuen Anstrich. Aber die Zeit ist nicht mehr roman­tisch. Und wenn der Unterhalt ein Paar Pfund mehr kostet als ein anderes Ausbildungsschiff, bann kommt bieJmplacable" eben zum Abwracken' als letzterUeberlebenber" von Trafalgar.

Was kostet ein Kutz?

C. K. Birmingham.

Nun weiß man es ganz genau, was ein Kuß

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Die Gesamtlänge der im Betrieb befindlichen Auto­bahnen wird dann rund 1452 Kilometer betragen.

Polnischer Historiker stellt fest: Coppernicus ein preußischer Patriot.

In der polnischen ZeitschriftProsto zmosta" ist dieser Tage ein Aussatz des Historikers Jeremi W a s i u t y n s k i, betiteltDer Streit um die Volkszugehörigkeit Coppernicus", erschienen, der offen, unter Heranziehung auch deutscher Quellen, das Deutschtum des Astronomen zugegeben habe. In diesem Artikel habe es geheißen:Man darf nicht behaupten, Coppernicus sei em gebürti­ger Pole gewesen. Jedoch noch viel weniger darf man diese Behauptung im Auslande propagieren, wo doch entgegengesetzt lautende Dokumente be­kannt sind, z. B. in den deutschen Quellensammlun­gen. Eine solche Propaganda würde der polnischen Kultur durchaus kein gutes Zeugnis ausstellen. Wer also war Coppernicus? Ein preußischer Patriot, ein

Hinrichtung von Landesverrätern.

Berlin, 31. Juli. (DNB. Funkspruch.) Die Ju­stizpressestelle beim Volksgerichtshof teilt mit: Die vom Volksgerichtshof wegen Landesverrats unb Vorbereitung zum Hochverrat zum Tobe und zu dauerndem Ehrverlust verurteilten 24jähri- fjen Gerhard Holzer und Reinhold Julius ind heute morgen hingerichtet worden.

Gleichzeitig ist der am 19. März 1937 vom Volks­gerichtshof wegen Landesverrats zum Tode und zu dauerndem Ehrverlust verurteilte 43jährige Ferdinand T h o m a e aus Saarbrücken heute mor­gen h i n g e r i ch t e t worden.

Auch der vom Reichskriegsgericht am 18. Juni 1937 wegen Landesverrats zum Tode, zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit und zur Wehrunwürdigkeit verurteilte 28jährige Ernst O p - pitz aus Sagan ist heute morgen hingerichtet worden.

29 Todesopfer des Eisenbahnunglücks bei Dilleneuve.

pari», 31. 3u(i. (BJIB. Funkspruch.» Die Zahl der Todesopfer des schweren Eisenbahn­unglücks bei Villeneuve-Sl. Georges hat sich in­zwischen auf 29 erhöht, da zwei der Schwerverletz­ten gestorben sind. Leider muh damit gerechnet werden, daß noch weitere Schwerverletzte nicht am Leben erhalten werden können.

Die französische Presse kritisiert lebhaft die aus­gedehnte Verwendung h ö l z e r n e r P e r s o ° nenmagen im Fernverkehr und begrüßt den Be­schluß des Ministerrates, wonach inzwischen zurück­gezogene Aufträge auf stählerne Waggons neu er­teilt werden sollen. Die U n t e r s u ch u n g des Un­glücks, das nach ber Eisenbahnkatastrophe von Lagny irn Dezember 1933, bei ber 199 Menschen den Tod gefunden haben, das bisher schwerste in Frankreich ist, hat einwandfrei ergeben, daß die Weichen st eller allein verantwortlich sind. Der Chef des Blockhauses hat von sich aus bereits zugegeben, daß er die Schuld trage, da er bie Umstellung der Weiche erst in dem Augenblick vorgenommen habe, als Die Räder der Lokomotive bereits zur Hälfte über die Weiche hinweggefahren waren. Die beiden Weichensteller find deshalb wegen fahrlä figer Tötung unter Anklage aeftellt worden. Sie wurden jedoch vorläufig auf freiem Fuß belassen. ___

knochcnlrockcn ist, unb wird bann eingeäschert. Daß das Feuer am Rande seines Feldes nicht halt mach:, sondern oft meilenweit weiterläuft, in Wäl­der unb Kulturen verheerend einblicht, ist ihm, dem schwarzen Landw-rr, höchst gleichgültig. Die Folgen für di? airfdnijche Waldwirtschaft unb damit "für den Regenbaushalt find kaiasirophal. Hat der schwarze Bauer nun ein Stück Land von etwa einem halben Hektar in dieser Weise freige- scheckert" und gebrannt, so hacken bie Bibis "bie kleinen Wurzelstücke aus der Erde, die größeren bleiben nach, denDudus" (hier Ameisen) zum Fräße, die erstaunlich schnell damit fertig werden.

Nun wird mit Hacken, nachdem inzwischen die erften Regen gefallen sind, die den tennenhart ge­dörrten Boden aufgeweicht haben, das Saatbett hergerichlet. Mit kleinen, kurzstieligen Handhacken bringen die Frauen bie Oberfläche in einen Blu­menbeet-ähnlichen Zustanb, so daß die Einsaat vor sich gehen kann. Als Frucht arten kommen hier m Frage: Mais, Reis, Mohogo, Hirse, Bohnen, Erdnüsse und Baumwolle. Die Familie baut aber nur für ihren eigenen Bedarf, und nur bei beson­ders guten Ernten wird etwas abgegeben.

Ich beobachtete einen Mais säenden Eingebo­renen, dessen Feld etwas über einen halben Mor­gen groß war. Es war, wie oben beschrieben, aus Busch unb hohem Elefantengras herausgearbeitet und nach dem Umhacken mit flachen Pflanzlöchern versehen. Es versteht sich, daß weder die Seiten noch die Reihen irgendwie gerade waren, alles schief, krumm, ohne rechte Winkel, wie überhaupt gerade Linien dem Neger ein Greuel fein müssen. Der schwarze Landmann nahm aus einem flachen Korbe einen Maiskolben heraus, prüfte sorgfältig die Körner, brach die besten heraus, warf immer drei bis vier in ein Loch, das er dann so nebenher zuscharrte. Waren die großen, gesunden Körner des Kolbens alle, warf er ihn in den Korb zurück unb nahm den nächsten, fo eine natürliche Zuchtwahl treffend. Auf meine Frage, welche Sorte er da pflanze, kam prompt die Antwort:Wunder von Kenya, Herr". Nach zehn Tagen, es hatte inzwi­schen stark geregnet, sah ich meinen Freund auf seinem Felde wieder. Der Mais war wunderbar aufgelaufen, aber auch das Unkraut. Doch schon war er mit Frauen unb Kinbern am Reinigen. Nach vier Wochen war ber Mais schon über mannshoch. Nun gilt es, ihn vor den Affen zu schützen. Dazu wird abends in den Feldern die Trommel gerührt. Mein Freund hatte es sich aller­dings bequemer gemacht. Er hat eine leere Benzin­kiste mit einer hölzernen Achse versehen unb diese in zwei Zwillen gelegt. Zieht er nun, in seinem Hause ruhend, an einem Faden, so dreht sich bie

Nachbruck, auch mit Quellenangabe, verboten!

Wenn ein Wal ein Bergungsschiff angreift.

() Daressalam.

An der südafrikanischen Küste, unweit von East London, war ein italienischer Bergungsdampfer da­mit beauftragt, aus dem Wrack des untergegangenen TransportschiffesCariboo" das mit dem Schiff in die Tiefe gegangene Kupfer zu bergen. Technisch blieb nichts anderes zu tun, als das Wrack zu sprengen, um dann durch Taucher die Kupfer­ladung Stück für Stück heraufzuholen. Aber un­mittelbar nach Der ersten Explosion tauchte ein Wal von 14 Meter Länge auf, schoß in die Hohe, gebär­dete sich (offenbar durch die Dynamitsprengung schwer verwundet) wie ein Rasender und griff den Bergungsdampfer an. Das Schiff kam erheblich aus dem Gleichgewicht. Die Instrumente wurden durcheinander geworfen, die Tauchereinrichtungen teilweise zerstört. Der Wal aber zog sich nach ge­taner Vernichtungsarbeit in die Meerestiefen zurück, um dort, fern von jedem Menschen, zu sterben, die ihn aus seinem Versteck hinter dem alten Wrack des DampfersCariboo" emporgeschreckt hatten.

Blumen für den Napoleon des Pazifik.

(ns) Honolulu.

Bis zum Ende des Monats werben die beiden Denkmäler des Napoleons des Pazafik in Hawai Tag für Tag mit Blumen geschmückt werden. Dor einer nicht genau feststellbaren Zahl von Jahren wurde Kamehameha I. auf Hawai geboren. Ihm gelang es, die acht großen Inseln des polynesischen Archipels unter seinem Szepter zu vereinigen. Von hier aus gelang es ihm dann, viele Hundert andere Inseln zu erobern und schließlich in der großen Schlacht von Honolulu auch den letzten Beweis sei­ner Größe und seiner strategischen Talente zu ge­ben. Nach seinem Sieg erledigte er seine Gegner auf eine recht radikale Weise. Er stürzte sie von einer hohen Felswand in die Tiefe.Nachher aber re­gierte er mit Gerechtigkeit und Weisheit" heißt es in den Liedern von Hawai. Man hat nun in Hawai diesem Napoleon des Pazifik, wie ihn ame­rikanische Historiker nannten, zwei Denkmäler gesetzt: das eine in dem kleinen Dorf, wo er zur Welt kam. Und ein anderes vor dem Justizpalaft in Honolulu. Dieses Denkmal hat eine abenteuerliche Geschichte: es wurde im Jahre 1878 in Italien von einem ame­rikanischen Bildhauer hergestellt. Aber das Schiff, das den Transport übernehmen sollte, geriet in Brand und lief brennend bei den Falkland-Jnseln auf Strand. Später fand ein Abenteurer die Statue unter dem Wrack jenes Schiffs, nahm es mit, er­kannte den Wert des seltsamen Fundstücks unb lie­ferte es gegen hohe Belohnung in Hawai ab.

Zwillingsschwestern und Küsse.

(th) Neuyork.

Die Geschwister Swank sind in ber Tanzwelt mit ihren interessanten Vorführungen in jüngster Zeit rasch bekannt geworben. Nun aber spricht man von ihnen in Neuyork wegen einer ganz anberen Ange­legenheit, die nichts mit Kunst zu tun hat. Eine ber Zwillingsschwestern, nämlich Mary, hat ihre Ver­lobung mit Harry Cook, dem Sohn einer reichen Familie aus Philadelphia, aufgekündigt und ver­langt außerdem noch eine hohe Entschädigung. Sie behauptet, sie könne keinen Mann heiraten, ber nach bem Genuß von ein ober zwei Glas Alkohol nicht mehr in ber Lage sei, sie von ihrer Schwester zu unterscheiben. Cook habe mehrfach ihre Schwester geküßt unb nachher behauptet, er habe ihr biefen Kuß geschenkt. Die Richter werben also zu entschei- ben haben, ob die Schuld in diesem Falle bei Cook, feinen beiden Gläsern Alkohol ober bei ber von der Natur in fo verhängnisvollem Maße den Schwestern verliehenen Aehnlichkeit zu suchen ist.

Der Letzte von Trafalgar.

(ur) Portsmouth.

Im Hafen von Portsmouth liegt zur Zeit ein Schiff, das nach außen hin höchstens an den inter­essanten Linienführungen fein Alter verrät. Unb doch würbe niemanb sagen, daß es die große unb welt­geschichtlich bebeutfamfte Seeschlacht von Trafalgar mitmachte. Man lieft an der Seite den NamenJm­placable". Aber jmplacable" hieß früher ganz an­ders. Denn ursprünglich handelte es sich um das

loyaler polnischer Staatsbürger, der Herkunft nach ein deutschsprechender Thorner Bürger. Als Mensch des Mittelalters hatte er kein Bedürfnis, seine Volkszugehörigkeit klar zu umreißen.

Zu neuen Ufern In Venedig.

Deutschland hatte sich vorbehalten, in der Reihe der bei der Internationalen Filmkunst- schau in Venedig vorzuführenden Filme einen achten Spielfilm zu nennen. Nun ist dieser Film be­kanntgegeben. Es handelt sich um den Ufa-Tonfilm ,L u neuen Ufern".

wechsel

in der Leitung der Düsseldorfer fiunstakademie.

Wie die Nachrichtenstelle ber Regierung mitteilt, ist ber Direktor ber Düsselborfer Kunstakabemie, Grund, bis auf weiteres von feinem Poften beur­laubt unb Professor Fahrenkamp mit ber kom­missarischen Leitung ber Kunstakabemie betraut worden.

Die Auswahl ist groß die Preise klein!

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