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Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen)
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Auf der Akropolis
23 on Sofie von Uhde.
Schanghai, 31. Juli. (DNB. Funkspruch. Osi- asiendienst des DNB.) Die militärischen Ereignisse in Nordchina haben zu einer Versteifung der Haltung der Nankinger Regierungskreise geführt. Man ist dort davon überzeugt, daß im gegenwärtigen Augenblick keine Aussicht auf eine Regelung des Nordchina- Konflikts bestehe und daß daher jeder Versuch zur Eröffnung von Verhandlungen von chinesischer Seite völlig zwecklos sei. Die „North-China Daily News" berichten von großen militärischen Vorbereitungen Chinas und sprechen die Ansicht aus, daß es' bei Vorpostengefechten nicht bleiben werde. c
Zuständige Kreise in Nanking sind der Auffassung, daß die von den Japanern geschaffene militärische Lage in Nordchina 'ür die chinesische Politik untragbar sei. Die Schaffung einer neuen japanischen Militärzone in Hopei unter Ausschaltung des chinesischen Militärs und die Bildung einer 'mehr oder weniger selbständigen Regierung unter japanischem Einfluß in Peiping könne nicht zugelassen werden.
Am Freitag säuberten die ^panischen Truppen die Umgebung Peipings von den Truppen der 3 8. Division und stießen nach Sudwesten bis Tschanqhsintien vor. Sie nahmen vollen B e-
s i tz von Tientsin einschließlich der Chinesenstadt. Landungstruppen japanischer Kriegsschiffe nahmen T a k u ein. Die japanischen Streitkräfte sind jetzt im Westen durch weitere 4000 Mann und im Osten durch Verstärkung aus Schanhaikwan vergrößert worden. Somit wurde eine japanische M i l i t ä r z o n e geschaffen, die das Nordchinaeisenbahnnetz in die Hand der Japaner bringt.
Chinesische kulturelle Kreise sind bestürzt über die am Donnerstag und Freitag erfolgte Zerstörung der N an kai-Universität in Tientsin, einer der größten und ältesten modernen Universitäten Chinas, die von den Japanern als Zentrale für die antijapanische Bewegung angesehen wurde. Auch die Nankai-Mädchen- und Mittelschule wurde ein Opfer von Fliegerbomben.
Der japanische MarineattachS in Nanking, Honda, sprach bei dem Dizekriegsminister und bei dem Marineminister vor und erklärte, das dritte japanische Geschwader, das in den chinesischen Gewässern stationiert sei, hätte Maßnahmen ergriffen, um eine Ausdehnung der Krise in Mittelund Südchina zu verhindern.
Sieben japanische Bombenflugzeuge warfen am Freitagnachmittag Bomben auf Paotingfu, die Hauptstadt der Hopeiprovinz, die damit zum ersten Male angegriffen wurde. Das Hauptziel der Flug-
Erfüllte Stunde! Nun endlich gehe ich den ersehnten Weg, den mir das Leben bisher vorenthal- ten hat: hinaus in die Aeolosstrahe, an den kleinen Dallfahrerbuden mit dem silbernen Heiligenbildern vorbei, vorbei am Turm der Winde und an der Stoa des Hadrian; und nun steigt man hinauf zur Akropolis!
Man steigt mit einem Herzklopfen, das nichts fit der Steilheit des Weges zu tun hat; irgendwie dies einer der Höhepunkte des Lebens, diesen &eg zu gehen, diese Pilgerstraße aller Völker, den Hoben zu betreten, auf dem jeder Stein von strah- lltnber Vergangenheit leuchtet. Und man kostet die Minuten, während man die Marmorstufen erklimmt
von Salamis, hier starren die Trümmer des alten Eleusis — hinüber über den Kanal von Korinth, dem Parnaß entgegen.
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■ eine Abteilung mit klingendem Spiel in die Halle iHnmarschierte und eine Kompanie-mit geschultertem ewehr im Paradeschritt durch die Halle zog. ompeten und Landsknechttrommeln intonierten n Parademarsch des kaiserlichen Heeres von 1622, b dann erschien die Zeit des großen Königs in m Hohenfriedberger Marsch sowie einem Chor mit Pauken und Trompeten aus dem Siebenjähri-
Heiterer Abend im Stadttheater.
Der bunte Abend, den das Gießener Stadtthea- ter gestern unter der Devise „Triumph der Heiterkeit" veranstaltete, hatte ein für hochsommerliche Verhältnisse bemerkenswert zahlreiches Publikum angelockt, das sich vorzüglich amüsierte und im kleinen Ensemble der auf der Rundreise durch Deutschland befindlichen Tournee verschiedene (teils vom Rundfunk, teils von früheren Gießener Gastspielen her) gute Bekannte begrüßen konnte, z. B. Herrn Oscar Albrecht, der den Reigen eröffnete und die Ansage übernommen hatte; darüber hinaus bestritt er einen nicht unerheblichen Teil des Programms mit Solovorträgen, sowohl auf hochdeutsch als auch mundartlich. Er plauderte angeregt von den Männer-Schicksalen, von den Leiden der plüschmöblierten Herrn, sang verschollene Schlager und erntete auch mit stummer Pantomime Beifall und Heiterkeit. Fräulein Annemarie erfreute durch einen flotten Steptanz und einen Spitzenwalzer, Helmut Schlemmer, der später auch als Begleiter fungierte, durch einen Solavortrag am Flügel. Eine groß ausgebaute Nummer brachte der Musik-Clown B a y e r i n i, der feine Darbietungen am Flügel, auf halber Geige und mit Posaune durch eine Fülle komischer Pointen würzte und das Haus zu schallendem Gelächter reizte.
Die originellste und witzigste Leistung dieses Abends bot das komische Tanzpaar E. und W. B l a ck e r : drei Tänze, „Dos ä Dos", „Rumba- Parodie" und „Tanzkränzchen 1900", sehr sicher im Technischen, wirkungsvoll in der persiflierenden Pointierung, erfreulich durch solides, tänzerisches Können und den in Bewegung umgesetzten Einfall. Kurt Engel, begleitet von Herrn Schlemmer am Flügel, brachte einige virtuos hingelegte Parade- kunststücke am Xylophon und ergötzte das Publi- kum durch allerlei humoristische Verzierungen wäh- rend des Spiels. Den stürmischen Beschluß des Programms machte Claire S ch l i ch t i n g , „Deutschlands jüngste komische Alte", auf den Spuren der Claire Waldoff wandelnd, mit schallender Stimme und einem rheinischen Mundwerk versehen, erstaunlich zurechtgemacht, mit ihrem Begleiter umspringend und das Publikum anpflaumend; die stellenweise mehr als anzüglichen Geschichten, die sie zum Besten gab, haben wir nicht alle behalten, aber das ganze Haus befand sich in Bewegung, und die Galerie schrie. Auch sonst ließ die Stimmung nichts zu wünschen übrig. Alle Beteiligten konnten sich für reichlich gespendeten Applaus bedanken. Hans Thyriot.
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Versteifung in Nordchina
Eine chinesische Darstellung.
War die erste Gaufeierstunde dem wehrhaften Volk gewidmet, so galt die zweite dem hohen Lied der Arbeit. Fünftausend Sänger aus Westfalen gestalteten zusammen mit Kolonnen des Arbeitsdienstes, Berg- und Hüttenmännern den Hymnus auf das schaffende Volk unter der musikalischen Leitung von Gauchorleiter Georg N e l l i u s (Herne). Den zweiten Teil, Männerchöre mit Blasorchester, leiteten die Kolonnen des Arbeitsdienstes ein. Der Hymnus „Die Feier der Arbeit" vom Direktor des Badener Konservatoriums E. Philipp mit dem „Weckruf und Hcchnenlied" bestritt den zweiten Hauptteil. Im Fortissimo der Orgel klang die dem schaffenden Volk gewidmete Feierstunde aus. Die die einzelnen Chöre verbindenden Worte stammten von dem rheinischen Schriftsteller Otto B r u e s.
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Herrlich ist diese ruhende Stunde über der leuchtenden Landschaft, in dem köstlich geschwungenen Halbrund des marmornen Sessels! Denn natürlich hat man sich den Thron des Dionysosoberpnesters ausgesucht für diese Siesta, obgleich der edle Faltenwurf der Antike immerhin besser in diesen Marmorsessel paßte als ein Sportanzug und englische Golfschuhe. Man fühlt sich nicht so ganz am Platze hier- aber drunten im modernen Athen wird man sein Selbstbewußtsein schon wieder finden.
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Mein Hotel muß wahnsinnig vornehm sein, nach den vielen Herren im gutsitzenden Straßenanzug zu schließen, die mich in der Halle empfangen. Sie sind alle schwarz, gestikulieren sehr lebhaft und haben anscheinend irgendwelche höheren und geheimen Missionen zu erfüllen. Später entpuppen sie sich als Liftboys, Kellner und Portiers.
Einer von ihnen, mit in die Taille geschnittenem Rock und prachtvoll wattierten Schultern, schreitet mir gemessen voran und öffnet mit Wurde die Ture eines Gemaches, in dem ich sofort *ine" auf der Bettdecke und ein Loch in der Waschichussel gewahre. Aber die große Vornehmheit des amti^ renden Herrn verbietet, dies zu bereden, und। ich mache eine kleine Verbeugung, als er sich Zurück-
Da ich mir ein Bad bestelle, kommt er wieder und geleitet mich mit der zurückhaltenden Grandezza eines Oberzeremonienmeisters zu einer alten Blechs wanne, über der ein gesprungener Spiegel hangt auch kann man nicht sagen, daßdasGanzesaube fei; aber die herrlich mattierten Schultern verpflich- len, und ich verbeuge mich zum zweitenmal.
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qn y,;n Qphen in den Straßen! Aber ich to®e4t>ergeblid> nach d-n alten Volkstrachten der griechischen Landschaften aus; nur die Soldaten tröaen fie noch und betören in schon gefalteten Ballettröcken und großen Pompons aus den Schüben die hellenischen Mädchen. Zu ,eder Tageszeit lind die Safes gefüllt. Bar den kletnen Restaurants her Vorstädte hängen Lämmer und halbe Schweine, um zu zeigen, wie gut das hier verwendete Fletsch ift? und unter diesen blutigen Reklamen speisen mit 0U2M dem^Wattt Urscht unbeschreibliches Gedränge und eine verwirrende Fülle von Waren: Berge von Gemüsen und Fruchten neben den schwärzlichen Armen der Tintenfische und neben liinaen Tischen, die mit nichts anderem, als den Füßen der Lämmer und Ziegen bedeckt fmd; man hält sich besser an die Gemüse! Unter lebhafter Zeichensprache kaufe ich mir mein Mahl: Minen aus ber argolischen Ebene, chomg vom Berge finmettos und die köstlichen, dunklen Trauben van Korinth Und dazu roten Rezinatowem, der mit
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dem Harz der peloponnesischen Bergkiefern vermischt ist — kann man edler speisen?!
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Hinein in die flutenden Straßen! Da begegnen sich alte und neue Zeit, mit wahrhaft antiker Ruhe steht unter dem Torbogen neben den parkenden Autos ein Mann im Ziegenfell und bläst die Pans- flöte! An den Straßen stehen kleine Postamente mit Heiligenbildern darauf und einem Geldeinwurf darunter Mit diesen Bildsäulen hat die Kirche lange Zeit einen schwunghaften Handel getrieben und hat sie für hohe Summen an Spekulanten vermietet unter Ueberlaffung der darinnen enthaltenen Opfergaben. Aber nun will sie keiner mehr haben, nun wird nichts Rechtes mehr hineingeworfen, und auch das wird nachts wieder heraus gestohlen, kein gutes Geschäft mehr.
Da florieren die kleinen Banken der Wechsler schon besser, und die Spesen sind gering: ein Tischchen mit einem Glaskasten daraus, ein paar Valuten darinnen, ein paar alte albanische Dolche daneben und das Ganze mitten auf die Straße gestellt. Dazwischen trippeln alte Mütterchen herum mit langen Holzstangen, an denen die Viertel- und Achtellose der Staatslotterie stecken, und natürlich ist das große Los darunter!
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Eine köstliche Stadt! Während man seinen Tee trinkt, schaut man hinüber zum Tempel des großen Zeus, dessen letzte Säulen gewaltig gegen den lichten Himmel stehen. Wo bekommt man solches als Beigabe zu seinen Sandwiches! Man kann sich in die Antike verlieren nach Herzenslust! Nur daß statt dem in Waffen strahlenden Achill ein fetter Bürger neben einem sitzt und die Kugeln einer Bernsteinkette zwischen den Fingern dreht, um die Zeit totzuschlagen. Eine lichte und lebendige Stadt! Me schön sind die breiten, grünen Straßen am Verfassungsplatz und all die alten Wipfel der herrlichen Gärten! Allerdings, die Löcher in diesen schönen Straßen und die mancherlei Vernachlässigungen freuen den Wanderer nicht, aber was will dies schon besagen, wenn man im Lande des Homer und des Plato wandelt! Und hier findet man auch endlich den Weg zur antiken Kunst: nicht vor dem göttlichen Hermes von Andros, der viel zu vollkommen schön ist, aber von den hinreißend bewegten Tiertorsos und vor den kleinen archaischen Frauenstatuen, die so voll aller unlogischen Anmut des Lebens sind.
Panta rhei — alles fließt, auch diese blauen Tage verfließen. Schon führt mich ein Zug an bildhaft und ihren langen Stab gelehnten Hirten und olwen- sammelnden Frauen und schwarzen Ziegen vorüber entlang der Straße von Korinth mit ihren geschichtlichen Künsten — hier klirrte die Schlacht
rer zeichnete auch diese Vorstellung durch seinen Besuch aus. Auch dem Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, und den übrigen führenden Männern aus Partefund Staat wurde em herzlicher Empfang zuteil.
Die Bewältigung der musikalischen und szenischen Aufgaben der „Götterdämmerung" stellte noch einmal die beispielhafte Gemeinschaftsarbeit der künstlerischen Leiter ins Licht. Die Namen Furtwängler, Tietjen und Preetorius bedeuteten heute mehr als ein Programm. Ueberragenöe Begabung hat sich in diesen drei Künstlern verbunden mit dem Wissen um die Stilgeheimnisse Wag- nerscher Müsikdramatik. Auch den ständigen künstlerischen und technischen Helfern gebührt Dank. 'In erster Linie sind zu nennen der Erzieher des hervorragenden Festspielchores, Friedrich Jun g,J)er Leiter der musikalischen Vorbereitungen der Solisten, Professor Carl Kittel, der technische Direktor Paul E b e r h a rd t, der in den Szenenverwandlungen Erstaunliches leistetete, und der Leiter des Kostümwesens Kurt Palm. Das schnelle Funktionieren der Bühnentechnik im letzten Akt ist ein Glanzstück der Bayreuther Aufführung. Die Besetzung wies die gleichen klangvollen Nanren auf wie "im Vorjahre: Max Lorenz sang den Siegfried, Frida Leider die Brünnhilde, Jaro Prohaska als Gunther, Maria Müller als Gutrune verkörperten wieder die Gibichungen- Geschwister; die ausdrucksvolle Gestaltung und der schlackenlose Alt Margarete Kloses stellten die Waltraute und die erste Nome. Neu in diesem Ensemble ist Ludwig Hofmann, dessen stark nuancierter Hagen würdig neben den Leistungen des Künstlers als König Heinrich, Fafner und Hunding stand. Als Nomen und Rheintöchter taten sich hervor Ruth Berglund, Elfriede Marherr und Hilde Scheppau von der Berliner Staatsoper. Unter dem Eindruck der in jeder Hinsicht über» ragenden Aufführung bekundeten sich Dank und Begeisterung der Zuschauer in langanhaltendem Beifall.
Nach der Aufführung begab sich der Führer mit Frau Winifried Wagner in den Bühnenraum, wo sich die Mitwirkenden und alle Mitarbeiter an den Festspielen versammelt hatten. Der Führer brachte allen in herzlichen Werten seinen Dank für die einzigartige Leistung zum Ausdruck.
zeuge war der Bahnhof, der jedoch nur geringen Schaden erlitt.
Neue japanische Maßnahmen.
Tokio, 30. Juli. (Dftafienbienft des DNB.) Ministerpräsident Fürst K o n o y e begab sich nach einer Ministerkonferenz in den kaiserlichen Palast zur Genehmigung von M a ß n a h m e n , die in der Konferenz für den zweiten Abschnitt des nordchinesischen Konfliktes ausgearbeitet worden waren.
In Verbindung mit dem jetzt begonnenen zweiten Abschnitt des Konfliktes meldet das Hauptquartier der japanischen Nordchina-Garnison den Heber« gang japanischer Truppen über d e n Äungtsing-Fluß, die Bildung eines dritten Kopfes bei Tschangsintien sowie das Auftauchen von Vorposten nach Norden marschierender Zentraltruppen. Damit sei vermutlich die "Gefechtstätigkeit mit den Zentraltruppen ausgenommen.
Innerhalb des Gebietes Peiping-Tientsin kam es zu örtlichen Kämpfen mit Truppen der 29. Armee mit teilweise schweren Verlusten. In Tnungtschau machten Polizeitruppen einen verlustreichen UeberfaU auf japanische Truppen und japanische Zivilbevölkerung.
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Der Führer in Bayreuth.
Bayreuth, 30. Juli. (DNB.) Der Führer besichtigte am Freitag in Bayreuth im Haus der deutschen Erziehung mit dem Gauleiter der Bayerischen Ostmark und Leiter des Hauptamtes für Erzieher der NSDAP. W ächt! er einige Modelle von Neubauten, die nach einem Gesamtplan demnächst in Bayreuth in Angriff genommen werden sollen, sowie Modelle von neuen Grenzlandschulbauten des NSLB. Anschließend stattete der Führer der im gleichen Hause befindlichen Ausstellung des Malers Ernst V o 11 b e h r „Bunt erleuchtete Welt" einen Besuch ab.
Die an den Bayreuther Bühnenfestspielen beteiligten Künstler und Künstlerinnen, unter ihnen auch Vertreter des Festspielorchesters und des Chores, wurden am Donnerstag vom Führer empfangen und verbrachten den Abend als feine Gäste im Haus Wahnfried.
„Götterdämmerung" in Bayreuth.
Bayreuth, 31. Juli. (DNB.) Mit einer Aufführung der „Götterdärnrnerun g", die die Besucher tief ergriff, wurde der erste Zyklus der diesjährigen Festspiele abgeschlossen. — Der Füh-
Neue Westpattnote Englands wird geprüft.
Berlin, 30. Juli. (DNB.) Vor einigen Tagen ist von der englischen Negierung den an den Verhandlungen über den Westpakt beteiligten Mächten eine Note übergeben worden, die Vorschläge für die weitere Behandlung dieses Fragenkomplexes enthält. Die Note wird zur Zeit von den zuständigen Stellen einer Prüfung unterzogen werden.
Oie Ablösung für unsere Geestreit- kräste in den spanischen Gewässern.
Berlin, 30. Juli. (DNB.) Zur A b lö sun g unserer Seestreitkräfte, die sich in spanischen Gewässern zum Schutze deutscher Interessen befinden, sind heute das Panzerschiff „Admiral Scheer", Kreuzer „Köln" und die Zweite Torpedobootsflottille aus den Heimathäfen ausgelaufen. Anstelle des erkrankten Befehlshabers der Panzerschiffe, Konteradmiral von F i s ch e l, hat der Flottenchef, Admiral Carls, vorübergehend die Führung dieses Verbandes übernommen.
Preissenkung
für den Volksempfänger verfügt.
B e r l i n, 30. Juli. (DNB.) Die erhebliche Preis- senkung für Rundfunk-Empfangsgeräte bei Beginn der nuen Rundfunksaison ist ein erfreulicher Schritt auf dem Gebiete der Preisbildung für Markenartikel, dem der Reichskommissar für die Preisbildung seine besondere Aufmerksamkeit widmet. Die Preissenkung wurde durch die zu Anfang dieses Jahres veranlaßte Auflockerung der Preisbindungen zwischen den Herstellern ermöglicht, die der Leistungsfähigkeit der einzelnen Hersteller weiteren Spielraum als bisher gegeben hat. In diesem Zusammenhang gehört auch die vom Reichskommissar für die Preisbildung auf Anregung der politischen Rundfunkführung in gemeinsamer Arbeit mit dem Reichsvropagandamini- fterium und der Reichsrundfunkkammer verfügte Preissenkung für den Volksempfänger.
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Das Sonderkonzert des Oft märkisch en Sängerbundes, der durch 300 Vereine jsrols, Niederösterreichs und des Burgenlandes mit Mehreren Tausend Teilnehmern in Breslau vertre- in ist, gestaltete sich unter Mitwirkung des Wiener ■lauendjors am Freitag zu einem Triumph jesdeutschen Liedes und der deutschen Volkseinheit. Gewissermaßen als Motto des -onzerts der deutschen Brüder aus Oesterreich er- ,ang „Deutsches Lied schlingt um uns ein festes Md". Von den Volksliedern löste eine durch den Mischten Chor gesungene Weise aus dem Salz- ^rgischen, von dem Bundeschormeister Christian r r 11 dirigiert, einen derartigen Begeisterungs- Lrm aus, daß sich die fast 10 000 Zuhörer eine Wiederholung erzwangen. Weitere Volkslieder wie Da drunten im tiefen Tal" und „Auf der Lüne- tirger Heide" wechselten mit Liedern ab, die das heroische in den Vordergrund stellen ober tiefe Innerlichkeit bekunden wie „Andreas Hofers Abrieb vom 'Leben". Mit einem geistlichen Liede rurde eine Jugendkompofition Franz Schuberts Ifird) einen gemischten Chor aus der Taufe geho- L'H. Dem Bekenntnis zum deutschen Liede und butschen Volkstum gaben ber Gesang „Das deut- |j)e Lieb", ein von Anton Bruckner komponiertes Verk für Männerchor mit Blechinstrumenten, bas prfenbe „Gelöbnis", für Männerchor von Robert lelborfer unb schließlich bas Schluhlied „Im beut- hen Geist unb Herzen sind wir eins" beredten usdruck.
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In der Jahrhunderthalle sand die erste Gau- ei er stunde statt. Vor der Orgel stand das glbgrau der stahlhelmbekleideten Wehrmachtschöre, b bie gesamte Orgeltribüne wurde von den Män- irchören des Sängergaues Thüringen eingenom- en, ber bie unter bem Motto „W ehrhaftes o l k" stehenbe Feierstunde kennzeichnete. Mit nem Gebenken an bie Toten unb bereu Ehrenret- ng burch bie nationalsozialistische Erhebung be- nn bie Feierstunde, um mit dem großen Orgel- älubium C-Moll von Johann Sebastian Bach zu fn den Gefallenen geroibmeten Männerchören nsterblichkeit" und „Totenehrung" überzuleiten, pontan erhob sich alles, unb bie Arme erhoben zum beutschen Gruß, als zu Beginn bes zwei- n Teiles ber Finnlänbische Reitermarsch erklang,
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Kreml« gen Krieg „Vivat! Jetzt geht^ ins Felb".
®ut eM Im Zeichen ber jungen Wehrmacht stand ber
I dritte Teil ber Feierstunde, der mit zwei vom Chor ber Wehrmacht gefangenen Liedern eingeleitet würbe. Dann nahm ein Hitlerjunge ben Taktstock u m bie Hanb, um die folgenden Chöre der HI. ju dirigieren. Mit einem ben Arbeiter unb den i Bauern in diese Zeit einschließenden Chor schloß - die unter der Leitung des Gauchorleiters Professor 'Heinrich Laber (Gera) stehende Feierstunde.
r ,0er Zustrom zur zweiten Chorfeier war wieder sehr stark. Diese Feierstunde wurde ausge- [toltet von den Sängergauen Berlin-Kurmark, Ostpreußen, Pommern, Nordmark, Niedersachsen, Ächsen-Anhalt, Westfalen, K u r h e s s e n , Bayern, Zayerisch-Schwaben und Franken unter der Leitung b|s Gauchorleiters des Gaues Kurheffen Dr. h. c. Mert Laugs (Kassel). Eine Reihe von Emzel- Dorträgen bestritt im Rahmen der Chorfeier der Ängergau Berlin-Kurmark. Besonders packend war ‘to Jochums „Vaterländische Hymne", aufgebaut tf Worten von Ernst Moritz Arndt.
it'' ben Propyläen.
| Heber Trommeln gestürzter Säulen, über bie lliilen Reste zertrümmerter Kapitelle hinweg ersteigt
-Iran ben Parthenontempel. Ich glaube — unb nun Hl werben bie Verehrer ber Antike mich steinigen — M glaube, baß bieser Tempel als er noch unver- iflefrrt ftanb unb aus der Cella das Werk des
Plidias, die elfenbeinerne Athene, leuchtete, dav tfrr3 vor kalter Bewunderung erstarren lieh. Zu- °iel der Harmonie, zuviel der Vollkommenheit! Aber Kn, da das reine Weiß des pentelifchen Marlnors p°n den Jahrtausenden gebräunt und verwittert Y, im die Reste der herrlichen Säulen Mit den letz teil göttlichen Trümmern des Giebelfeldes gelichte W unregelmäßig vor den gewaltigen.ßmient ber Mischen Berge unb Bläue bes myrthoischen Mee- Ire, stehen, nun stürzt bie Schönheit biefes Anblickes J leb enbig über einen her.
\ Hingestreckt zwischen die eblen Trümmer in der staßen Stille dieser jungen Morgenstunde dle die tiefen Schluchten der attischen Berge erhel t unb in ber Ferne ben Glanz bes Vegaischen Meeres f blitzen läßt, wanbert man zuruck durch bie Setfm j bös alte, strahlenbe Hellas. Bis ber g be-
I nd bie übliche baebekerdewaffnete Volkerw d
ring bie Abgeschiebenheit der Stunde zerre ß.
I Flucht tut not. ior
So klettert man denn hinunter gutn a en
les Dionysos. Hier herrscht svnnenumspielte 0'^0^ leit; Bienen summen über den kleinen
Mischen bem geborstenen Marmor der vachern unb über bem herrlichen Fr 2nfurg Sihne. Hier also hatten zu den,3 ü n bes U urfl
■| Ü: Tausenbe ben Priestern gelauscht^ die spi^en, WR^ten unb sangen unb, geschützt vo ^en
jheit bes Theaters, ben Bürgern Ath '-irren Kollegen einiges anbängten. Unb b^r lau ld»nbe Oberpriester des Bachus hat gelächelt.
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