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Im überfüllten Saale des Safd Leib fand am - deutschen Volke bewußt Gift gegeben und artfremde aestriaen Montagabend eine Kundgebung der Geisteshaltung aufgezwungen worden. Man habe ja Ortsgruppe Gießen-Nord statt. Unter, in der Syftemzett eine instinktlose breite Masse ge­ben Klängen des Badenweiler Marsches wurden' wollt! .

die Fahnen eingebracht. Ortsgruppenleiter Tho- Der Führer habe dem deutschen Volke wieder m a s hieß dann die zahlreichen Teilnehmer will- den Glauben an sich selbst gegeben, habe alle Kräfte

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Bürgermeister-Tagung in Gießen

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Ein Soldat spricht über Gneisenau

Interessanter Vortragsabend im Oberhessischen Geschichtsverein.

Lpd. Aussetzen von Haustieren ist strafbare Tierquälerei. Mit dem heran­nahenden Jahresende läuft auch das Hundesteuer­jahr ab, das erfahrungsgemäß oft dazu benutzt wird, den bisherigen Wächter loszuwerden. Es ist darum notwendig, darauf hinzuweisen, daß nach den Be­stimmungen des neuen Reichstierschutzgesetzes es verboten ist, ein eigenes Haustier auszusetzen, um sich des Tieres zu entledigen. Ein Aussetzen liegt vor, wenn ein Tierhalter ein Tier, um sich desselben zu entledigen, in eine Lage bringt, in der es an Leben und Gesundheit gefährdet ist. Haustiere, ins­besondere Hunde und Katzen, sind jedoch auf den Menschen angewiesen, weil sie durch das Aussetzen meist Lern Tode des Verhungerns preisgegeben sind. Das Aussetzen wird daher, wenn es vorsätzlich ge­schieht, als grausame tierquälerische Handlung nach § 1 des Reichstierschutzgesetzes bestraft. Die Bevölke-

mas hieß dann die zahlreichen Teilnehmer will­kommen, insbesondere den Redner des Abends.

die Grundlage für den allgemeinen Unfrieden ge- schaften worden, weil der Materialismus allzusehr in den Vordergrund gestellt worden sei.

das Versailles der Schmach, mit dem Frankreich seine Hegemonie habe sichern wollen. Dieses Ver­sailles habe die halbe Welt verteilt und doch nie­manden genützt. Mit diesem Versailles sei vielmehr

wachgerufen und es zur Heldenhaftigkeit geführt. Das unvergleichliche Volk der Deutschen sei wieder erstanden. Deutschland wisse heute seine Macht wie­der zu gebrauchen, es sei wieder aufgetreten auf der Plattform Europas. Das Volk habe nichts mehr von Minderwertigkeitsgefühlen an sich, und in Deutschland werde das eigene Schicksal gemeistert. Bauer und Arbeiter seien sich wieder ihrer hohen

heute am deutschen Blute versündige, vergehe sich gegen das ganze deutsche Volk! Stolz zu sein auf deutsches Blut und Vaterland sei das Recht und die Pflicht aller.

Der Führer Adolf Hitler habe das deutsche Volk auf diesen Weg emporgeführt und alle seine Taten seien dem Volke bisher zu reichem Segen gewor­den. Deutschland brauche für alle Zukunft einsatz-

nissen schwer ringenden, beruflich von höchstem Streben erfüllten jungen preußischen Offiziers vor den Hörern erstehen. Die Zeiten von Löwenberg- (Schlesien), wo Gneisenau zunächst als Leutnant stand, wurden lebendig, weiterhin die Zeit seiner! Tätigkeit als Kapitän und Kompaniechef 1795 jJ Sauer. Sodann konnte man an Hand der plastische \ Schilderung Gneisenaus Soldatenleben während der Jahre des unglücklichen preußischen Krieges von

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6 Uhr: Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkon­zert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Morgenstund. 10: Schulfunk. 10.30: Haus­frau, hör zu! 11.40: Gaunachrichten. 11.45: Deutsche Scholle. 12: Aus der Firma Poppe & (So., Gießen: Werkskonzert. Ausführung: Musikkorps des JR. 116. Leitung: Musikmeister Friedrich I. Wohlfahrt. 13: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. 13.15: Mit­tagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Lob und Preis der schönen Welt. 15: Volk und Wirtschaft. 16: Kleines Konzert. 16.30: Nachmittagskonzert. 18: Zeitgeschehen im Funk. 19: Nachrichten. 19.10: Unser singendes, klingendes Frankfurt. 21: Stunde der jungen Nation. 21.30: ,Herr Zibkowitsch". Heitere Szene. 22: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk.

Regiment eintrat, von dort im Februar 1780 wegen eines Zweikampfes fahnenflüchtig wurde, dann im Jäger-Bataillon des Markgrafen von Bayreuth als Kadett angestellt wurde und 1782 das Patent als Leutnant erhielt.

Gneisenaus Laufbahn im preußischen Militär­dienst begann im Jahre 1786, wo er seinen Degen Friedrich dem Großen zur Verfügung gestellt hatte. In aufschlußreicher Weise ließ der Redner nun das Bild des unter den damaligen schwierigen Verhält-

betonte dann in seiner Rede zunächst, die NSDAP, erfasse heute das ganze Volk', jeder fühle und kämpfe mit der Partei in gleicher Sache. Die NSDAP, beschäftige das Volk mit allen Problemen ouuev UIU) |W |lu, ......

unserer Zeit. Das Volk sei erwacht, es sei hell- ^gerte bewußt An seinen eigenen sittlichen Werten hörig und weitblickend geworden. - - - - - " crrx--£

in unserem deutschen Volke aber alle vereinige. Darum: wer sich

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Deutschlands Weg führt in die Ewigkeit

Ministerialrat ninqshausen spricht in einer Kundgebung der Ortsgruppe Nord.

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rung wird gebeten, Wahrnehmungen dieser Art Tierquälerei sofort der Polizei zu melden.

Rundfunkprogramm

rmtlwoch, 1. Dezember.

stark unter den Schatten des Lebens stand und Gneisenau auch noch erbitternd fortwirkte in späte­ren Jahren. Man erlebte weiter im Geiste die Zeit, in der Gneisenau in ein österreichisches Husaren-

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Schulklasse aus Staufenberg unter Lehrer R a - benau eine Lehrprobe über den Vierjahresplan in der Schule, die sehr aufschlußreich war und der Bürgermeister mit großem Interesse folgten, einem längeren Vortrag behandelte dann

... Zusammenarbeit von Schule und Gemeinde und von Lehrer und Bürgermeister. Zur Förde­rung dieser gemeinsamen Arbeit empfahl er den

Die Reihe seiner Wintervorttäge eröffnete der Oberhessische Geschichtsoerein am gestrigen Montag­abend in der Aula des Realgymnasiums mit einem außerordentlich fesselnden Vortrag. Unser Gießener Mitbürger General a. D. Dr. Bethcke sprach über Gneisenau und fand mit seinem etwa einein­halbstündigen Vortrage das starke Interesse einer großen Zuhörerschaft.

Einleitend erinnerte General Dr. Bethcke mit kurzen Worten an die bewußte, ganz systemattsch betriebene Verflachung und Verkleinerung des deut­schen Feldherrntums durch die Träger des Weima­rer Systems, in deren Konzept es nicht hineinpaßte, das deutsche Volk mit Achtung und Verständnis für das Wirken unserer militärischen Führer, insbe­sondere unserer großen Feldherren, zu erfüllen. Der Umbruch durch die nationalsozialistische Revolu- tton hat auch nach dieser Richtung hin eine Wen­dung zum Besseren gebracht, so daß in unserm Volke nunmehr wieder breiter Raum und volle Würdigung für die Persönlichkeiten der großen Feldherren der preußisch-deutschen Geschichte und ihre Taten vorhanden sind.

Nunmehr schilderte der Vorttagende in fesselnder Weise das Leben und Wirken des einstigen preußi­schen Generalstabschefs Gneisenau, des Man­nes, der nicht einen Tropfen preußischen Blutes in seinen Adern hatte und doch einer der größten Männer Preußens, feines frei erwählten Vater­landes, geworden ist. General Bethcke erinnerte daran, daß Gneisenau der Sohn eines österreichi­schen Ofsiziers war und die Tochter eines in Würz­burg stehenden Offiziers, die gegen den Willen ihrer Eltern den Oesterreicher heiratete, zur Mutter hatte. In Schilda (Sachsen) geboren, konnte damals niemand ahnen, daß dieser kleineSchildbürger" später für Preußen eine so überaus große Be­deutung erlangen werde. Vor dem geistigen Auge seiner Hörerschaft ließ der Vortragende dann das Bild der frühen Jugend Gneisenaus erstehen, einer Jugend, die von den zartesten Kindheitsjahren an

Bürgermeistern eine gründliche Besichtigung der: Leistungsschau, die ihnen den Blick für Die Weill! und die Wichtigkeit der erzieherischen Aufgaben ds Volksschule schärfen werde. In einem UeberbM über die Entwickelung der Schule von der Vor- kriegszeit über die schädigenden Auswirkungen während der Systemherrschast zur neuen volks- politischen Erziehungsanstalt machte Der Vortra­gende Den, grunDlegenDen Wandel verständlich, der neben neuen Anschauungen auch weitere Arbeits­gebiete für die Schule gebracht hat. Durch bi« Weckung und Förderung Der im Kinde schlummern­den Kräfte und mit dem Ziele, Den politischen Men­schen heranbilden zu helfen, trägt Die PolksMe ein erhebliches Maß von Mithilfe zum Aufbauwerk des Führers bei. Entgegen den früheren jübWn Einflüssen ist jetzt für die Schule der Wille des Führers allein maßgeblich, der der Schule auch bas Erziehungsprogramm gegeben hat.

Aus den neuen Aufgaben, Die Der Schule er­wachsen sind, hob Kreisschulrat N e b e l i n g bei­spielsweise Den erheblichen Anteil Der Schulen des

Die Kreisabteilung Gießen Des Deutschen Ge- meinDetages hielt am gestrigen Montagvormittag anläßlich DerLeistungsschau Der Volksschulen Des Kreises Gießen" in Der Neuen Pestalozzischule eine Bürgermeister-Versammlung ab, bei Der Der Vor­sitzende Der Kreisabteilung, Bürgermeister Euler (Wieseck) den Kreisleiter Backhaus begrüßen konnte. Er dankte dem Kreiswalter des NSLB. Kreisschulrat N e b e l i n a für Die Gelegenheit zur Einsichtnahme in Die Arbeit der neuen Volksschule und gab dann einige organisatorische Anweisungen.

Von Liedern und Sinnsprüchen eingeleitet, bot eine

ßische Waffenehre rettete.

Im Geiste begleitete man weiter den glänzenden Soldaten, Der bei seinem König aber nur wenig beliebt und geschätzt war, bei seinem militärischen Aufstieg. Man sah seine hervorragende Tätigkeit beim Aufbruch des preußischen Volkes gegen Na­poleons Zwingherrschaft im Jahre 1813, erkannte in zahlreichen Einzelbildern feine großartigen mili. täriscken Leistungen in der Zeit der Befreiungskrieg? und feinen gewaltigen Anteil an der Vorbereitung und Durchführung zahlreicher siegreicher Schlachte: und Gefechte der preußischen Waffen gegen Napb leon. Einen Soldaten von überragendem Forma! und zugleich einen warmherzig empfindenden, unter der Mißgunst seines Königs und dem Neid feinet Kameraden leidenden Menschen lernte man bei der Schilderung von Gneisenaus Zeit als Generalstab?, chef Blüchers kennen. Klar und überzeugend legte der Vortragende aber auch dar, daß alle die sieg, reichen Kämpfe unter Blüchers Oberbefehl gegen Napoleon nur auf Gneisenaus Tätigkeit als Gene, ralstabschef zurückzuführen waren, die allerdings audj ein Ruhmesblatt für Den Oberbefehlshaber Blücher selbst sind, der sich in seinen Entscheidungen immer den Plänen seines Generalstabschefs Gneisenau an- schloß. Die Hörer wurden schließlich noch an bit Schlacht von Ligny, die siegreichen Kämpfe von Belle-Alliance und an die militärische Vernichtung der Macht Napoleons, wie auch an das schmählich Feilschen des für den Waffensieg fast tödlichen Wie­ner Kongresses erinnert. Packend erstand auch in Diefem Teile Des Vortrages die gewaltige Perfön- lichkeit des großen Soldaten Gneisenau.

Mit einer Schilderung von Gneisenaus Leben und Wirken nach dem Kriege, als Korpskomman- deur in Koblenz, ferner des unveränderten Miß- trauens des Königs und Des Abschieds des verdien­ten Generals, der um ein Jahrzehnt verspäteten Ernennung zum Generalfeldmarschtll, und des alle­zeit tatbereiten Einsatzes Gneisenaus für Preußen, sowie des tra-gischen Todes dieses Mannes durch dir Cholera, der er in Posen erlag, schloß der außer­ordentlich fesselnde Vortrag ab.

Der Vorsitzende des Oberhessischen Geschichtsoer- eins, Studienrat Dr. Glöckner, dankte General Bethcke mit herzlichen Worten und bezeichnet« den Vortrag um deswillen als besonders bemerkens­wert, weil hier em Soldat über den Soldaten unb zugleich über Den Menschen Gneisenau berichtet hatte. Die Hörer dankten Dem Vortragenden mit starkem Beifall.

Wiedererhebung Preußens verfolgen. Die Zeit (ei­ner Tätigkeit als Kommandant Der Festung Kak berg, jener preußischen Festung, die Napoleon nicht? bezwingen konnte, wurde lebendig und damit die Zeit, in der Gneisenau durch seine Taten die preu-

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Kleinen, die mit sichtlichem Interesse an der Sache waren.

Schulrat Nedelinq hieß dann die Eltern will­kommen und führte sie in das große Aufgaben­gebiet ein, das der jetzigen Schule gestellt ist. Er erläuterte ihnen Den Aufbau Der Leistungsschau, die gewissermaßen einen Abschluß der bisherigen Ar­beit in Den Volksschulen darstellt, unb machte dar­auf aufmerksam, daß diese Schau zugleich die gründ- , legende Umwandlung des Schulwesens erkennen lassen soll. In überzeugender Weise erläutert er ihnen die Erziehungsaufgabe Der Schule im Dritten Reich.

Nach einem weiteren Gedichtvortrag sprach die Lehrerin Frl. Görlach über DieNationalsozia­listische Mädchenerziehung". Mit Gedicht- und Lied­vorträgen klang der stimmungsvolle Elternabend aus.

Lastzug fährt ein Haus au.

In Reiskirchen (Kreis Gießen) fuhr am gestrigen Montag gegen 14 Uhr ein Lastzug mit zwei Anhängern aus Hamburg, der von Grünberg her in Richtung Gießen den Ort passierte, in der scharfen Kurve von Lindenstruth her ein Wohnhaus an. Infolge Straßenglätte waren Die leeren An­hänger ins Schleudern geraten, wobei der letzte Wagen Das Haus von Hch. Hahn II. am Gebäude­sockel so stark traf, daß es heftig erschüttert wurde und jetzt die Türen nicht mehr schließen. Zum Glück wurden Menschen nicht verletzt. Dagegen ist Der Sachschaden erheblich.

Gießener ZBocbenmarftpreije.

* Gießen, 30. Nov. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, % kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 5 bis 10, Eier, deutsche, Klasse B 11 Wirsing, % kg 8 bis 12 Pf., 50 kg 8 bis 10 Mark, Weißkraut, % kg 5 bis 6 Pf., 50 kg 5 bis 6 Mark, Rotkraut, kg 7 bis 12 Pf., 50 kg 6 bis 9 Mark, gelbe Rüben, kg 8 bis 9 Pf., Karotten 8 bis 12, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 15 bis 20, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 15, Rosenkohl 20 bis 25, Feldsalat, 1/io 10, Tomaten, XA kg 15 bis 20, Zwiebeln 8 bis 9, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 40, Kürbis 5 bis 6, Kartoffeln, lA kg 4 Pf., 5 kg 40 Pf., 50 kg 1. Sorte 3,45 Mark, 2. Sorte 3,25, 3. Sorte 3 Mark, Aepfel, kg 10 bis 20 Pf.. 50 kg 10 bis 20 Mark, Birnen, Vt kg 10 bis 18 Pf., Nüsse 40 bis 50 Pf., Hähne 1 bis 1,10 Mark, Suppenhühner 80 bis 90 Pf., Gänse 1 bis 1,10 Mark, Blumenkohl, das Stück 10 bis 60 Pf., Endivien 8 bis 12, Lauch 5 bis 8, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 15, Radieschen, das Bündel 8 bis 10 Pf.

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1806 gegen Napoleon miterleben, ferner sein .

Een im Dienste der Vorbereitung der militärische \ fe

laserte vewutzl. Zin feinen eigenen puuujeii xuencn wachse das Volk zur Größe. In ideellen Werten Der Redner erinnerte dann daran, daß Deutsch- würben wieder Ewigkeitswerte gesehen. Und ewige land zweimal ein Versailles erlebt habe. Das erste Werte feien es, auf denen der Führer baue. Das Mal 1871, Versailles als Aufgabe (die nicht völlig stärkste Fundament ' f v ,r' ~

habe gelöst werden können), das zweite Mal 1919, stj bas Blut, das

In feinen weiteren Darlegungen beschäftigte sich den. Deutschland brauche für alle Zukunft einsatz- der Redner eingehend mit den Verhältnissen in, bereite, mutige Männer, Träger der neuen Welt- Deutschland während der Systemzeit und stellte in anschauung, und aufrechte Kameraden. Die deutsche großer Ueberschau die ungesunde Entwicklung in'Jugend habe das große Erbe jener aufzunehmen, unserem Vaterland heraus, wie sie sich bis zur die im Weltkriege fielen, und die deutsche Mutter Machtübernahme durch den Führer ergeben hatte, habe dem deutschen Volke das ewige Leben zu Wenn die Macht an den Nationalsozialismus nicht geben. Der Nationalsozialismus als Glaube werde übergegangen wäre, hätte Deutschland die Schrecken : unser Volk groß machen, die Hakenkreuzfahne sei eines furchtbaren Bürgerkrieges erlebt. Schon jetzt Das Symbol Der Kraft für den Kampf um das beneide (eingestanden und uneingestanden) Die Welt ewige Deutsche Reich! (Lebhafter Beifall.) Dentschland um den Führer Adolf Hitler, sie beneide Mit dem dreifachenSieg-Heil!" auf den Führer Deutschland um feinen Aufstieg, um die Ruhe und schloß Ortsgruppenleiter Thomas die Kund- DrDnung in unserem Lande. Der Kampf darum sei gebung. Mit den Liedern der Nation und dem allerdings hart gewesen, denn allzu lange sei dem, Ausbringen der Fahnen klang der Abend aus.

Randine fehl sich durch

Vornan von

Hans-Joachim Freiherr» von Reihenstein

Copyright by Carl Ouncker

36 Forttetzunq (Nachdruck verboten.)

Ich brauche zu viel zum Leden. Erstens will ich hübsch angezogen sein und gut riechen. Und Dann soll alles um mich herum hübsch fein. Das ist schön. Aber es kostet!" Sie wurde so nachdenklich, daß sie Die Zigarette einsam auf Dem Aschenbecher verrauchen liefe.

Und ich fürchte, bis wir so weit sind, daß wir endlich heiraten können, haben wir nicht mehr viel."

,Lch denke, dein Lutz ist vermögend?"

Das war er ja nie. Wer ist Denn gleich ver­mögend? Aber er hat ein gutes Einkommen. Das geht doch nun also in ungleiche Teile. Zwei Drittel bekommt die Frau mit dem Kind. Der Scheidungs­prozeß hat auch viel gekostet. Ehrlich gestanden weiß ich noch nicht, wie ich's einrichten werde." Sie blickte Hedwig voll ins Gesicht.Soll ich ehrlich sagen, daß ich dich manchmal um deine Freiheit beneide? Gewiß, du hast dein Geld verloren. Aber ich habe nie etwas gehabt. Aber dein übriges Schicksal hast Du noch in Der HanD. Du bist Durch Deine Bedürf­nislosigkeit und Rücksichtslosigkeit gegen dich selbst ein freier Mensch. Ich bin mir selbst viel zu gut. Ich bin zu weich gegeft mich. Ich bin wie ein Kind, Das alles haben muß, was es sieht."

Sie afe ihre Torte mit Schlagsahne auf. Dann nahm sie eine frische Zigarette aus Dem silbernen Etui, Das Lutz ihr geschenkt hatte, und tat cs in Die kostbare Tasche zurück, die auch von ihm stammte.

Ich hätte Die Finger davon lassen sollen", sagte sie.Ich brauchte ja nur jemand, der mich ver­wöhnte. Jetzt sieht die Sache anders aus. Noch eine Tasse Kaffee", rief sie dem Kellner zu.Ich habe nicht abwarten können. Das rächt sich."

Aber du bist klug. Du wirst es schon schaffen", tröstete Hedwig.Und du bist fleißig. Und können kannst du auch etwas."

Ich werde mein möglichstes tun. Aber ich darf nicht vergessen, Lutz hat schon in einer Ehe ver­sagt, als es hart auf hart ging."

*

Doktor Schrader saß in Frau Molnys Winter-1 garten.

Hübsch, so eine grüne Ecke bet Dem scheußlichen Wetter", sagte er und sah zu, wie die Rauchfäden seiner Zigarette nach oben hin gegen das Glasdach schwebten.

Ja, ein Wetter, um möglichst weit zu verreisen", lächelte Frau Molny.Hier habe ich übrigens eine Karte von Fräulein Hertel bekommen. Sie ist in Braunlage und läuft Ski."

Fräulein Hertel?" Schrader tat, als ob er sich erst entsinnen müsse.

Ja, Blondine. Sie hatte einen Ohnmachtsanfall. Und Da haben die Mutter und ich darauf bestan­den, daß sie ausspannt."

Fehlt ihr etwas?" fragte er ein bißchen zu rasch.

Natürlich, jetzt wird der Arzt in Ihnen wach.

Ich glaube nicht, daß ihr körperlich etwas fehlt."

Was Denn?" fragte Schrader und beugte sich interessiert vor.

Das Mädel tut mir leid. Sie sieht oft so ver- grämt aus. Nehmen Sie noch eine Tasse Tee?" Lucienne schenkte ihm ein.

Warum?" fragte Schrader.

Lucienne schien es zu überhören. Sie bediente ihn mit Zucker und Rum.

_Haben Sie meine Königin der Nacht gesehen?" Sie zeigte auf einen stöckerigen Kaktus.Jetzt sieht sie allerdings nach nichts aus. Aber ich habe sie schon zum Blühen bekommen. Ich muß Ihnen ein­mal die Photos zeigen." Sie erhob sich, um sie nebenan aus ihrem Schreibtisch ^zu holen. Dabei beobachtete sie verstohlen, wie Schrader aufitand und nervös an den Pflanzen im Wintergarten her­umrückte. Sie lächelte.

Doktor Schrader betrachtete die Bilder der blühen­den Pflanze anscheinend sehr interessiert. Sein hüb­sches männliches Gesicht blieb darübergebeugt, als er wie beiläufig fragte:Also, was fehlt Fräulein Hertel?"

Ich glaube, sie hat irgendeinen Kummer. Aber sie spricht sich nicht aus."

..Also Liebeskummer?" versuchte Schrader zu scherzen.

Die weltkluge Lucienne sah bekümmert aus. Wahrscheinlich. Wenn ein Mädchen hübsch ist, und sie ist dreiundzwanzig Jahre alt, und sie hat nie­mand und immer wieder niemand Dann muß doch Da mal einer gewesen sein."

Meinen Sie, daß sie eine schlechte Erfahrung hinter sich hat?" fragte er.

So sieht sie mir eigentlich nicht aus. Ich kenne doch ein ganzes Teil vom Leben. Aber ich finde sie immer so innerlich und äußerlich sauber."

Warum ist sie eigentlich Damals von Ihnen fort­gegangen?" fragte Doktor Schrader.

Lucienne war etwas verlegen.Sehen Sie, so ein junges Ding hat es nicht leicht in der Welt. Besonders wenn sie ausgesprochen hübsch ist. Sie ist so ein Mittelding zwischen Den Dienstmädchen und Der Herrschaft, zu Denen beiden sie nicht ganz gehört. Eben ,bas kleine Fräulein'. Jeder betrachtet sie als leichte Beute."

Frau Molny stockte. Als sie aber Schraders Interesse bemerkte, überwand sie sich und fuhr fort: Ich fürchte, es wird in meinem Hause nicht besser gewesen sein. Ich habe mir Das gleich gedacht, daß ihr jemand zu nahe gekommen war, als sie mir plötzlich kündigte. Sie hat mir damals gesagt, sie suche einen größeren Wirkungskreis, wozu sie ja auch ausgebildet ist: Hotel, Sanatorium oder so. Dann ist sie aber doch zu Diehls gegangen. Der Haushalt Dort ist nicht größer als meiner war." Sie überlegte ein Weilchen.Meinetwegen kann sie auch nicht fortgegangen sein. Sonst würde sie jetzt nicht so treu zu mir halten."

SchraDer nickte.

Wissen Sie, was mich außerdem auf den Ge­danken bringt, daß sie eine unglückliche Liebe hat? Sie überläDt sich geradezu mit Pflichten, für Diehls, für mich, für ihre Mutter. Das kommt mir so vor, wie wenn früher die Mädchen aus unglücklicher Liebe Krankenschwester wurden oder ins Kloster gingen. Ich finde, es müßte jemand vernünftig mit ihr reden, um sie von diesem Unfug abzubringen." Könnten Sie Das nicht machen, gnädige Frau? Sie scheinen sie doch gut zu verstehen."

Nein, Dann könnte es ebensogut die eigene Mutter tun, Die eine ganz famose Frau ist. Aber Jugend versteht nur Jugend. Jemand aus ihrer Generation müßte mit ihr sprechen. Sie Darf mit ihren Kräften nicht so Raubbau treiben. Dazu ist sie noch zu jung." Sie schob ihm ein goldenes Kästchen hin und sah zu, wie seine kräftigen Finger eine Zigarette Herausnahmen und anzündeten.

Was Sie da vorhin sagten, gnädige Frau, das mit Dem Raubbau treiben, 'Das habe ich Fräulein Hertel vor Jahr und Tag schon einmal wörtlich

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geraten. Aber vielleicht gehört sie zu Den Menschen, die keinen Rat annehmen?"

Lucienne schüttelte bestimmt Den Kops.Dann haben Sie eben nicht Den richtigen Ton gesunden. Sie ist ein Mensch, Der leicht zu lenken ist. Aller­dings muß sie fühlen, daß man es gut mit ihr meint."

Doktor Schrader erinnerte sich nicht mehr der Worte, Die Damals zwischen ihm und Blondine Ze- wechselt worden waren. Aber er erinnerte M genau, daß es gelegentlich eines ihrer halb ironischen Geplänkel gewesen war. Wenn man ihr gleichzeitig zuredete, mit einem auszugehen und darauf war es wohl Damals hinausgekommen Dann würde sie Den ärztlichen Rat, sich nicht zu überarbeiten, natürlich nicht sonderlich ernst nehmen.

An diesem Gesprächspunkt fprang Frau MolnV geschickt auf ein anderes Thema über. Denn f» merkte, daß der junge Arzt ins Nachdenken raten war. Sie überließ es ihm selbst, später wieder von Blondine anzufangen.

Er fragte, ob sie mit den Nerven sehr herunter märe.

Das werden Sie als Arzt am besten beurteilen können. Und nun will ich Ihnen etwas sagen, hett Doktor. Ich möchte Sie eigentlich um einen Freun^ schaftsdienst bitten! Könnten Sie nicht mir zuluve mal nach Fräulein Hertel sehen und sick als AG ein Bild davon machen, ob ich recht habe oder 00 es irgend etwas Körperliches ist."

Schrader wehrte ab.Sie ist doch gar mH' hier."

Da fängt ja gerade die Freundschaft an, . Doktor. Machen Sie einmal ein Wochenende in oen Bergen. Tun Sie es mir- zuliebe und sehen © nach meinem Schützling!" .

Da hot man die verwöhnte Filmprinzessin! stellen Sie sich das vor, gnädigste Frau? llnstv' einer kann doch nicht einfach wochenendeln." u

Mol werden. Sie ja auch Ferien machen.

No, geben Sie mir jedenfalls die Adresse. Bm" leicht fährt einer unserer Assistenzärzte hin."

Darauf würde ich verzichten", sagte Frau Molw» ernst.Dann würde ich höchstens Professor bertz selber bitten, noch dem Kind zu sehen.

Schrader wurde leicht verlegen. .

Lucienne scherzte gleich wieder liebenswurDtfl- Sie haben wahrscheinlich am Sonntag etwa. Besseres vor?"

Vielleicht", sagte Schrader. (Forts, folgt.)

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