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Geschichten aus aller Welt

Maila Talvio: D i e Kraniche, fRonr.

Itr rtrtm z4a A V* ttU AwIva AAM « l A « L -....

Neues für den Büchertisch

1870

1900

1913

1927

h h

gegen Katarrhe

Husten

Heiserkeit

241,35 Millionen Mark

880,00

1932,90

4108,20

Zur Kolonialfrage sind in diesem Jahr von meinen eigenen Arbeiten sehe ich hier ab zwei Bücher erschienen, die gerade unter dem Gesichts­punkt derLebensraum-Frage" beachtet werden müs­sen:Die Rohstoffgebiete des tropi­schen Afrika" von dem Geographen Leo W a i- b e l (Preis in Leinen geb. 18 Mark. |310] Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig), undK a m e r u n" von Reinhold Schober (Preis kart. 4,50 Mark. [289] Verlag von E. S. Mitt­ler und Sohn in Berlin). Das Waibelsche Buch ist, mit mehr als 400 Seiten, nicht nur das umfassen­dere, sondern es gibt überhaupt die erste Zusammen­fassung alles dessen, was über Afrika als roh­stoffliches Reservegebiet der Welt­wirtschaft gesagt werden kann mit Beschrän­kung auf die tropischen Gebiete des Erdteils und auf die bisher gemachten Erfahrungen. Der Thema­stellung gemäß wird die Siedlungsfrage nicht be­rührt, ebenso wenig die Möglichkeit der Produk­tionssteigerung durch fortschreitende Sanierung und Vermehrung der Menschenzahl. Wir erfahren, was da ist, und wie sich das, was jetzt da ist, zu dem verhält, was früher da war. Die Schlüsse auf die Zukunft ergeben sich daraus von selbst. Ich kenne kein zweites kolonialwissenschaftliches Werk von sol­chem Umfange, das einen so weitschichtigen und mannigfaltigen Stoff mit so vollendeter Klarheit historisch, systematisch und geographisch aufgliedert, exakt zahlen- und quellenmäßig vorführt, und zu­gleich so flüssig geschrieben ist, daß dem Leser die Schwierigkeit der Arbeit erst zum Bewußtsein kommt, wenn er in der Lage ist, sich an eigene ähnliche Bemühungen zu erinnern. Ein besonderer Glanzpunkt des Buches ist gleich der erste Abschnitt über die natürlichen Verhältnisse der Tropen, die Kultur- und Wirtschaftsformen der Eingeborenen und die Wirtschafts- und Betriebsformen der Euro­päer. Dies Kapitel sollte jeder lesen, bevor er an­fängt, sich mit kolonialwirtschaftlichen Fragen zu beschäftigen.

Der Gesamthandel der afrikanischen Tropen ent­wickelte sich von 1870 bis 1927, dem letzten Jahr vor dem allmählichen Einsetzen der Wirtschaftskrisis, dem Werte nach wie folgt:

Paul Sethe: Europäische Fürsten- öfe damals. Der russische Zaren- . o f. Preis kart. 3,80 Mark. Ganzleinen 4,80 Mark. Societäts-Verlag Frankfurt a. M. (205) Sel-

Verständnis schildert die Verfasserin den Lebq» weg dieses Mädchens von seinen ersten Kindhev tagen an bis zu dem Zeitpunkt, da es nach tue. cherlei Irrungen und Wirrungen in seinem v eigenen Beruf als Gattin und Mutter Genüge ja det. Warmherziger Humor beseelt die Gestalt dz besinnlichen Großvaters Husfeldt, der in einti Dorfe der Geest das Schuhmacherhandwerk betret Nicht minder trefflich ist das Leben auf dem Gur Hofe der Großeltern mütterlicherseits geschildert,^ als selbstsichere Bauern in der Marsch ein nah verbundenes Leben führen. In dem Roman list ein so köstlicher Humor, daß man ihn nur ungtn aus der Hand legt.

Minna Falk:T u t w ä ch st ins g,, b e n." Roman. Preis Leinen 3 Mark. Veil. Scherl, Berlin SW 68. (235) Minna Fall;

Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!

Der handfertige Cowboy.

(ur) Los Angeles.

In den amerikanischen Filmstädten sucht man dauernd Leute, die über vielerlei Fähigkeiten ver­fügen. Als vor einiger Zeit von einer solchen Ge­sellschaft ein Cowboy angefordert wurde, fiel die Wahl endlich auf einen merkwürdigen Mann, der nie in seinem Leben auf einem Pferd gesessen hatte und eigentlich nur als Melker mit Kühen zu tun gehabt hatte. Aber er war für einen Film eine großartige Attraktion, weil er sich auf die Kunst verstand, mit einer Hand eine Zigarette zu drehen. Er tat also im Film nichts anderes, als das, was er zur Stillung seines Raucherhungers kmmer tat: er faßte heimlich in die Tasche, zog ein wenig Tabak mit einer Hand hervor, fischte mit der gleichen Hand nach einem Blättchen Papier und drehte daraus eine Zigarette. Er hat noch für ein gutes Jahr Verträge vor sich. So lebt mancher in Amerikas Filmstädten von kleinen Talenten, von denen er nie glaubte, daß sie ihm eines Tages nütz­lich fein könnten.

In der langen Liste der altberühmten Pariser Gaststätten, die in den letzten Jahren ihre Pforten schließen mußten, erscheint jetzt das Haus Foyot in der Rue de Tournon, das auf eine ununter­brochene Tradition von 150 Jahren zurückblickt. Das Haus wird der Spitzhacke zum Opfer fallen, weil hier eine Neugestaltung des Stadtbildes ge­plant ist. Das Restaurant, das wegen seiner guten Küche und gepflegten Weine von Kennern besucht wurde, gewann seinen ersten Ruhm, als der Erz­herzog Joseph, der Bruder der Marie Antoinette, der spätere Kaiser Joseph II., dort häufig als Gast erschien, so daß der Besitzer es sogar nach ihm nannte. Der wirkliche große Erfolg kam dann im Jahre 1848 durch M. Foyot, den früheren Küchen­chef des Königs Louis Philippe, der ein wahrer Künstler der Küche war und eine ganze Reihe aus­erlesene Gerichte erfunden hat. Sein Ruf brachte die Genießer aus allen Ländern, wenn sie nach Paris kamen, zu seinen Gasttischen. Auch nach Foyots Tode wußten seine Nachfolger den guten Ruf des Hauses aufrecht zu erhalten, so daß die heutige Generation der Gäste es mit aufrichtiger Trauer verschwinden sieht.

Hundert Perlen.

() London.

In einem großen Restaurant in London hatte ein Helfer in der Küche das unwahrscheinliche Glück, beim Oeffnen einer Auster in einer Schale nicht weniger als 100 Perlen zu finden. Allerdings waren diese Perlen alle so klein, daß sich eine Verwertung nicht lohnt. Nun hat aber dieser Mann, er heißt Robert Buttler, die besten Aussichten, recht oft Perlen zu finden, denn er öffnet an einem Tag oft bis zu 800 Austern, die in jenem Restaurant verzehrt werden. Die Zoologen interessieren sich jetzt für jene Auster mit den 100 Perlen. Auch hat ein japanischer Händler dem glücklichen Finder eine große Summe für die Ueberlassung der Auster mit den Perlen angeboten. Er hofft, durch eine genaue Untersuchung auf die Spur des Geheimnisses zu kommen, wieso sich die Perlen in so großer Zahl in jener Auster entwickelten. Für die japanische Perlenzüchterei wäre die Lösung dieses Rätsels nicht ohne Bedeutung.

spinnen sie, als ob die Menschen ihrer Zeit be­griffen hätten, daß sie eigentlich aus einem ganz anderen Jahrhundert stammt: die Dame von Forli, die gehaßte und geliebte, dieVirago", dieKö­nigstigerin", dieerste Frau Italiens" und wie immer ihre Zeitgenossen sie nennen mochten. Der Stammbaum der Sforza und ein Literatur­verzeichnis am Schluß werden dem Leser das Ein­dringen in den fernen Stoff wesentlich erleichtern.

Der Brockhof und seine Frauen. Roman von Gustav S ch r ö e r. (Verlag von Quelle & Meyer, Leipzig. Geb. 3,80 Mark.) (230) Des Autors feine Erzählerkunst und starke Gestal­tungskraft hat den Freunden guter Romane in die­sem Buche eine schöne Gabe bereitet: eine kerni'g- echte Bauern-Erzählung, voll verantwortungsbe­wußter Lebensauffassung der deutschen Bauern und der lebensbestimmenden Macht der Sippe. Beide erhalten in diesem packenden Bauern-Roman ein großartiges Denkmal gesetzt. Der Brockhof, altes Vätererbe, ist gefährdet durch die plötzlich hervor­brechende Spielleidenschaft seiner Herren. Nur die herbe Tatkraft der Frauen vermochte in drei Ge­schlechterfolgen der Sippe den Besitz zu erhalten. Die Frauen wurden hart in diesem Ringen, hart bis zur Lieblosigkeit gegen das eigene Kind, dem sie aus Sorge um den Hof die Verfügung über ihn und das Besitzrecht nahmen. Der jüngste Brock löst sich aus diesem harten Zwang, indem er sich aus eigener Kraft eine neue Lebensgrundlage schafft. Aber in der Stunde der höchsten Not setzt er diese willig aufs Spiel, um der Familie den Hof zu retten, und ein befreiendes Licht fällt auf die düstere Handlung. Er gewinnt eine ebenbürtige Gefährtin, und der Dichter entläßt feine Leser mit der Zuversicht, daß ein neues Geschlecht der Brocks erstehen wird, ebenso kraftvoll in seinem Wollen wie die Väter, aber maßvoll und unangefochten in innerer Sicherheit. Mit starker Spannung folgt man der Erzählung, die alle Vorzüge des guten Ro­

will, dann wird man seine Sorge verstehen. Tristan liegt so weit abseits von allen üblichen Schiffahrts- linien, daß kein Dampfer den Umweg machen will, Tage auf See kosten Geld, und ein Umweg kostet Kohlen. Es ist also möglich, daß Harold Wilde nicht einmal zu Weihnachten zu Hause ist. Dabei hatte man ihm für die 200 Einwohner von Tristan da Cunha die schönsten Geschenke mitgegeben. Am meisten Sorge bereiten ihm vier kleine Schweinchen, die man ihm vor zwei Monaten schenkte, die aber inzwischen nicht nur guten Appetit haben, sondern auch dick und groß werden. Vielleicht bleibt ihm nichts anderes übrig als die Schweinchen in Ge­stalt von geräucherten Schinken mit nach Hause zu nehmen.

Der Komiker wird ungemütlich.

C. K. Brüssel.

Der Brüsseler Komiker Francimar war vor eini­ger Zeit von den Veranstaltern einer Lotterie für eine nicht näher besttmmte Aufgabe engagiert wor­den. Am Tage der Ziehung begab er sich in den Saal, in dem das Auslosen vorgenommen wurde, und man händigte ihm beim Eintritt zwei Lose aus. Wie groß war seine freudige Ueberraschung, als plötzlich eine Nummer mit einem Gewinn von 100 000 Franks ausgerufen wurde, die er auf einem feiner beiden Lose wiederfand! Sofort stürzten sich Photographen und Kinooperateure auf ihn, um den Freudenausbruch, dem er sich hingab, festzuhalten und so glänzende Motive für die künftige Propa­ganda zu erhalten. Der Komiker fand die Sache aber weniger spaßhaft, als er die Auszahlung der 100 000 Franks verlangte, die er wirklich gewonnen zu haben glaubte. Man antwortete ihm trocken, dies sei doch nur eine kleine Posse gewesen, und wollte ihm das Honorar dafür aushändigen; denn dazu fei er damals engagiert worden. Jetzt wurde der Komiker ebenso wütend, wie er vordem vergnügt gewesen war, aber er denkt nicht daran, den eigen­artigen Scherz, den man sich mit ihm erlaubt hat, ruhig chinzunehmen, sondern er verlangt die volle Auszahlung des Großen Loses, das er gewonnen haben sollte, und falls man ihm diese verweigern sollte, will er vor Gericht gehen und wegen Be­truges und Unterschlagung Klage erheben.

Das Ende eines berühmten Restaurants.

C. K. Paris.

Danach kommt der große Absturz, der im Jahre 1933 den Wert (aber nicht die Menge!) der Aus- und Ein­fuhr um etwa drei Fünftel verringerte. Seitdem hat wieder eine sichtliche Erholung eingesetzt, die sich mit dem Fortschreiten des Eisenbahnbaues weiter ver­stärken wird. Die Arbeit der verkehrswirtschaftlichen Aufschließung Afrikas ist noch nicht entfernt abge­schlossen. Die beiden Vergleichszahlen von 1870 und 1927, die noch nicht 60 Jahre auseinanderliegen und eine Versiebzehnfachung der wirtschaftlichen Bedeutung des tropischen Afrika in sich enthalten, müssen auch auf die Einsicht angewendet werden, daß unser völkischer Lebensraum ohne Kolonialbesitz zu klein ist. Englands Ein­fuhr aus den afrikanischen Tropen stammt zu 90 v.H. aus seinen eigenen dortigen Kolonien:ein Zeichen, wie sehr es das Mutterland verstanden hat, Pro­duktion der Tropen und Bedarf der Heimat einander anzugleichen!" Auch das ist ein Fingerzeig für den Zusammenhang zwischen Kolonialbesitz und Befriedi­gung des nationalen Lebensbedarfs.

Das Schlußkapitel,Ein Beittag zum deutschen Kolonialproolem", bringt, wiederum in Zahlen, den Nachweis deutscher k o l o n i a l w i r t - schaftlicher Befähigung. Von 1900 bis 1913 stieg der Wert des Gesamthandels im eng­lischen Kolonialbesitz im tropischen Afrika von 345 auf 958 Millionen Mark, im französischen von 249 auf 387, im deutschen dagegen von 40 auf 161 Mil­lionen, d. h. er vervierfachte sich, während er sich im englischen Gebiet nicht ganz verdreifachte und im französischen noch lange nicht verdoppelte. Und. dabei waren die Deutschen eben erst als j ü n g- st e s Kolonialvolk in die Betätigung in Afrika ein­getreten. Nicht zu vergessen ist auch Waibels Hin­weis darauf, daß die Deutschen in Kamerun (wie in Ostafrika) die Ersten waren, denen es gelang, eine rentable afrikanische Plantagewirtschaft zu be­gründen. Nach dem privatwirtschaftlichen Wieder­erwerb der Kameruner Pflanzungen hat hier die HamburgerAfrikanische Fruchtkompagnie" mit ihrer Bananenkultur und ihrer eigenen Bananen- Transportflotte in schwierigster Zeit ein Unter­nehmen aufgebaut, das durchaus an die große United Frust Co. Mittelamerikas erinnert.

Die Arbeit von Schober besitzt ihren Hauptwert im dritten und umfangreichsten bevölke­rungspolitischen Abschnitt. Die gelegentlich hervortretende Einseitigkeit, mit der Schober die europäischen Plantagenkulturen an Wert hinter den Eingeborenenkulturen zurückstellt, ist anfechtbar. Aufs Ganze und auf die Zukunft gesehen das sagt auch Waibel ist das tropische Afrika ohne Frage ein Land des schwarzen Bauern. Man darf aber nicht übersehen, daß europäische Pflanzungen meist dort angelegt werden, wo, trotz so hervorragender Bodenqualität wie am Ka­merungebirge, wenig oder gar keine Einge­boren enkultur besteht. Außerdem sind Plan­tagenbetriebe von großem Ausmaß leichter in Ueber- einstimmung mit zeitweiligen wirtschaftlichen Ge­samtrücksichten in der Heimat zu halten, als aus­gedehnte Eingeborenenkulturen. Beachtlich sind Schobers Vorschläge über eine planmäßige U m - s i e d l u n g der Eingeborenen aus übervölkerten Gebieten in hinreichend fruchtbare, menschenleere. Die zukünftige Baumwollkultur auf dem Nord- und Nordwestkameruner Hochland z. B. würde wohl erst dadurch einen entscheidenden Auftrieb er­halten.

ten war eine solche Machtfülle so schwachen und unentschlossenen Händen anvertraut wie denen des letzten Zaren und selten lagen so tiefe Schatten über dem Lebensweg einer scheinbar so von Liebe, Glück, Reichtum und Macht überstrahlten Frau wie jener hessischen Prinzessin auf dem Zarenthron. In die düstere Pracht des russischen Hofes, in die offenen und geheimen Feindschaften innerhalb des höfischen Kreises, in die immer wieder lichte Idylle des familiären Lebens der Zarenfamilie bringt der Lärm der Revolution von 1905, der Attentate, des Weltkriegsausbruchs, der inneren Krisen, bis schließ­lich die Zarenfamilie als Gefangene nur mehr zum Objekt politischer Leidenschaften wird. Als eine der merkwürdigsten Gestalten der neueren Geschichte tritt der Wunderdoktor Rasputin auf die Bühne dieses Geschehens. So entsteht einer der interessan­testen Abschnitte der Geschichte derEuropäischen Fürstenhöse damals". Auch ist er besonders fes- elnd durch die vielen hier zusammengettagenen und der breiteren Öffentlichkeit unbekannten Bilder aus dem intimen Leben der Zarenfamilie und ihrer Umgebung.

Liane von Gentzkow: Caterina Sforza. Ein heldisches Frauenleben. 278 Seiten. B. Behrs Verlag/Friedrich Feddersen, Berlin und Leipzig. (316) In Caterina Sforza, einer der berühmtesten Frauen der italienischen Renaissance, zeigt sich auffällig das Hervorbrechen des nordisch- germanischen Blütsttoms, wie er 1000 Jahre lang ununterbrochen in italienisches Volkstum hineinge- lossen ist: sie hat die unerschütterliche Haltung einem unabwendbaren Schicksal gegenüber, die Leidenschaften, den Stolz und den Verstand der Königinnen der Völkerwanderung und der Däuerin- nen der Jslandsaga. Viele italienische Märchen um»

mans in sich birgt. Das Buch schenkt seinem ßt schöne Feierstunden.

zählt in diesem Werke die Geschichte von Tut, Nachkömmling, der dem Justizrats-Ehepaar feldt geboren wurde, als dessen beide Söhne ((f| mit langen Hosen herumliefen. Mit mütterlilh,

Adolf Stübing: Der Gute Br.»! neu. Ein Roman aus galanter Zeit. 368 B. Behrs Verlag/Friedrich Feddersen, Berlin^ (317) Im Mittelpunkt der Handlung fteht d prinz Wilhelm IX., ehemaliger Regent der I schäft Hanau, später Kurfürst und (Erbauer £1 Wilhelmshöhe. Er hat hessen-hanauische £rur J England in Sold gegeben, zum Kampf gegen hl aufständischen nordamerikanischen Kolonien. ihm zufließenden (Subfibien verwendet er zur gung der durch den Siebenjährigen Krieg erlittaJ Schäden feines Landes und um feiner Bäulust u J1

fchewistifchen Chaos über das finnische Volk. Schicksal, das auf dem Lande lastet, erleben auch tii einfachen Menschen eines ländlichen Kirchspiels. ?i dieser Zeit der Anfechtung, die das Volk bis Hai an den Abgrund führt, sammelt sich heimlich fr! junge Mannschaft, erlernt den Waffendienst ir) ruht, vielfach verkannt, verfemt und verfolgt, r.-i eher, bis sie dem geknechteten Vaterland die F : heit erftritten hat. Was dem Volke in feiner H , samtheit widerfährt, wird auch Riikka, der Tochi; des Großbauern Tuuna, zum Schicksal. Sie ffal aufrecht inmitten des Aufruhrs und harrt der 5 kehr des Jugendfreundes, der sich dem Kampfe schworen hat in der Hoffnung, sie durch feine manw hafte Bewährung gewinnen zu können, ihr aber in der glücklichen Stunde des Wiedersehens durch ein feindliche Kugel für immer entrissen wird. u diesem Roman, der sich durch den Reichtum ab.!? touerlicher Geschehnisse auszeichnet, wird die jünch Geschichte des finnischen Volkes in anschauliche Weise lebendig.

MaxDauthendey: DerGarten o hi > Jahreszeiten. Und andere asiatische 91odi'j len. Neuausgabe in Geschenkausstattung. 116 Gr ten. Leinen 2,50 Mark. Verlag Albert Langen^' arg Müller, München, 1937. (219) Ser (Seil' sucht nach fernen Ländern, die Dauthendey ynM wieder in die Welt hinaus trieb und die ihm schließlich zum Schicksal wurde, verdanken wir ein Reihe dichterischer Werke, deren (Eigenart in unfe« Literatur ohne Beispiel ist. Zu diesen Dichtung!» zählen vor allem die asiatischen NovellenDer ten ohne Jahreszeiten." Umwittert von Verlockm und Geheimnis sind diese Geschichten, die in inM? neuer Verwandlung von der Liebe kündey. 8B schönsten ist wohl die Geschichte von Bulram Talora, die in kindlicher Unbefangenheit im ten ohne Jahreszeiten aufwachsen, sich in die öerungen verirren und dabei verlieren, dann eil» ander suchen und wiederfinden im Himmel ihn'? Liebe und die zuguterletzt in ihren Paradiesgarlm zurückkehren. Es sind Bilder von einer Leuchter der Farben und einer berückenden Stimmung, ö lange nachklingt wie eine fremdartige, bezaubernd Musik.

Kasimir Edschmid: Italien, ©ärter. Männer und Geschicke, mit 24 Bildseiten. Pwi Ganzl. 6,80 RM. Societäts-Verlag Frankfurt a.$ (297) Im Mittelpunkt dieses Buches ft<r Florenz. Um es herum leuchten die Gärten Toscana und in dem blauen Spiegel der oberer lienischen Seen findet Edschmid das farbige bild des Landes und feiner Geschichte Aus ein^ drängenden Fülle von Gesichten schreiten in lichem Zug die Medici, das florentinische Fürsten geschlecht prachtliebender Mäzene, die Herren vcn Verona und Padua, die frühen Könige von (H,ir und Volterra ebenso wie die Geigenbauer von 6^ t mona. Um die Dome von Modena und Como, die Paläste von Vicenza und Carrara flutet b:r Leben des italienischen Volkes, die Heiterkeit l" nes anspruchlosen Daseins, seine Freude an 6Pi5t und Theater, an Festen und Gepränge. Hier bedeu­teten die berühmten Namen mehr als nur br Schatten einer (Erinnerung, denn es ist ihre in der sie lebten und in der sie litten, Künstler ntf Michelangelo, Paladio, Masaccio, Fra Angelis Dichter wie Vergil, Cavalcante, Petrarca, I ccio, Ariost, Goldoni, Goethe, Platen und D'M nunzio. Und über verklungenen Schicksalen ur­lebendig buntem Dasein waltet die ewige ßanbfd)Orir- fteigt der Wanderer zu den Pässen des AnenN^ und der Turiner Alpen, sieht über Gärten, und Städte, im Glanz der mittäglichen Sonne im Dunst der dämmernden Nacht. Auch diep schöne Buch ist wieder mit vorzüglichen AbbiloM gen nach eigenen Photos des Verfassers ausg stattet.

Aus dem Finnischen übertragen von Rita Oehqih 306 Seiten. Leinen 5,50 Mark. Verlag Albert ÜD gen/Georg Müller, München 1937. (175) Lr der Frühling, als dessen Boten die Kraniche wiedr ins Land ziehen, so kommt gegen Ende des krieges die Rettung und Befreiung aus dem b:i-

*;unut3 unu um jciiici -OUUlUjt »ui gehen zu können, die er vom Vater, Landarm Friedrich II. von Hessen-Kassel, ererbt. Sie ^5 gange an diesem kleinen deutschen Hof oerbinjj sich mit einer buntbewegten Handlung. QW1 Herzog Karl August von Weimar, Herzog nand von Braunschweig, Freiherr von Dalberg Mannheimer Nationaltheater und Baron Knigge treten auf. Der Roman gibt in unterhM.' | der Form ein Zeitbild des 18 Jahrhunderts. (L der ältesten deutschen Theater in Wilhelm-^ bei Hanau spielt eine Rolle; ein in dem frty. als Kurort berühmten Wilhelmsbad entdeckter ta, quell hieß im Volksmund der Gute Brunnen.

Merkwürdige Namen.

(ku) Kapstadt.

In verschiedenen Ländern hat man feit einiger Zeit Vorschriften eingeführt, wonach den Kindern keine unsinnigen Namen gegeben werden dürfen. Aber wenn man einmal ein Preisausschreiben dar­über veranstaltete, wer die tollsten Namen ver­leiht, bann würden die Neger den Vogel abschießen. Denn der schwarze Mann hat (wo er auch auf der Welt weilte) immer viel Phantasie bei der Ver­leihung von Namen entwickelt. Es rft z. B. selbst in den Südstaaten der USA. keine Seltenheit, Negerinnen anzutreffen, die den schönen Namen Malaria führen. Auf Britisch-Guayana hat man auf einer einzigen Plantage unter den Negerarbei­tern folgende kuriose Namen ermittelt: einer hieß Whisky, der andere hieß Pantalon, der dritte war auf den Namen Königin Elisabeth getauft. Auch gab es einen der Frank Heuschrecke hieß und einer teilte sich stolz als Prinz Albert vor. Die Eltern hatten den Namen von einer Tabakdose abgelesen, die sie von einem Seemann geschenkt bekommen hatten. In Rhodesien haben die Negermütter eine besondere Vorliebe, ihre Kinder nach den Gegen­ständen zu taufen, die man in der Küche des weißen Mannes findet. Es gibt also Kinder, die Tischplatte heißen oder Küchenmesser, Gabel oder Löffel. Auch gibt es kleine Negerjungen, die den klangvollen Namen Sardine führen oder auf Kaffee und Milch getauft sind. Die Weißen machen sich nur sehr häufig einen Spaß und taufen die Negerjungen, die sie für den Hausdienst engagierten, um. So wird oft aus einem Negerjungen mit dem Namen Sar­dine hinterher ein Schellfisch oder ein Salm. Eine Missionarsgattin sucht zur Zeit aber noch nach einem Ersatzmann für jenen netten kleinen Jungen, der sich bei ihr einfand und seine Dienste anbot und der zwar recht niedlich aussah, aber auf eingehendes Befragen angab, daß er auf denNamen" Dreck getauft worden sei.

Der Streit nm die Otter.

() London.

In englischen Jägerkreisen ist wieder einmal ein scharfer (Streit um den Otter im Gang. Man findet ihn auch heute noch in sehr großer Zahl vor allem in Schottland in den Strömen und auf den kleinen chottischen Inseln. Bis heute konnte immer von den Freunden des Otters ein Schutzgesetz aufrecht­erhalten werden, wonach der.Abschuß des Tieres nur zu ganz bestimmten Zeiten gestattet war. Jetzt aber wenden sich die Fstcher gegen einen weiteren Schutz des Otters, weil das Tier angeblich mehr und mehr die Neigung entwickelt, nicht nur für den eigenen Magen und den Hunger Fische zu jagen, andern aus reiner Mordlust viel mehr Tiere tötet, als er jemals verzehren kann. Wenn das Schutz­gesetz für den Otter fällt, dann wird im Laufe weniger Jahre das letzte Tier dieser merkwürdigen Gattung in den Lochs von Schottland aufgetaucht ein.

Ein Mann will nach Hause.

(rk) Plymouth.

In Plymouth sitzt der Reverend Harold Wilde und wartet auf ein Schiff. Er möchte gernnach Haus<, kann aber mit dem besten Willen keinen Anschluß bekommen. Das mag erstaunen in diesem Zeitalter des Verkehrs. Aber wenn man hört, daß Wilde nach Tristan da Cunha im südlichen Atlantik

Afrika als T^ohstoffaebiei.

^on Or. Paul Rohrbach

Das Wort in der Nürnberger Proklamation des Führers, ohne Kolonialbesitz sei unser völkischer Lebensraum zu klein, hat abgesehen von feinem Widerhall in der Presse des Auslandes eine be­merkenswerte Antwort des südafrikanischen Ober­kommissars Te Water hervorgerufen. Auch wenn man nur ihre nachträgliche, die erste Meldung über den Wortlaut etwas einschränkende Fassung berück­sichtigt, so hat Te Water doch den klaren Vorschlag gemacht, Verhandlungen mit Deutsch- l a n d über die Kolonialfrageim Geiste der Ver­nunft und Mäßigung" zu eröffnen. Wenn das ernst gemeint ist, so bedeutet es einen erfreulichen Schritt vorwärts auf einem Gebiet, auf dem die bisherige Einstellung der anderen Mächte in der Tat, nach der Charakteristik des Führers,nicht verständlich" ist.