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(Reumanns (^crg^ilfc unterstützt und regelt die Arbeitskraft Ohres Herzens, Heumanns tzecz.hilse ist unschädlich und aus rein pflanzlichen Heilstossen zu- sammengeseht.»Au Haden in den Apotheken für R2K. 2.50 die Packung. Sie reicht co. 1 Monat.
ist, an einer Aktion zur friedlichen Beilegung des Konfliktes mitzuwirken, sobald feststeht, daß die unerläßlichen Voraussetzungen dafür gegeben sind.
Zu der Gründung eines neuen Mongolenreichs auf dem Boden der nordchinesischen Provinzen Suiyuan und Tschachar zeigen wir diese Karte der Inneren und Aeußeren Mongolei.
Teil durch die Wegnahme seiner Kolonien, d. X seiner überseeischen Raumpotenz bedingt.
3. Das deutsche Volk, das seit der Wegnahmeder Kolonien durch die Manipulationen von Versailles gegen diese Beschneidung seines Lebensraumes protestiert hat, ist zu der Ueberzeugung gekommen, daß es wieder in den Besitz seines kolonialen Eigentums gelangen muß. An dieser Ueberzeugung läßt sich durch gegnerische Taktik nichts ändern.
Als Deutschland am Ende des vergangenen Jahr. Hunderts durch friedlichen und rechtmä. feigen Erwerb überseeischen Besitzes als letzte Großmacht in die Reihe der Kolonial-
Die gegnerische Taktik geht wesentlich darauf hinaus, dem nicht zu leugnenden Zustand der deutschen wirtschaftlichen Rotlage Ursachen zu unterschieben, die eine Rückgabe des deutschen kolonialen Eigentums von vornherein aus- schließen sollen. Das zeigt sich in der Behauptung: Deutschlands Wirtfchaftsnot hängt mit der Kolonialfrage nicht zusammen. Sie kann durch die Rückgabe der Kolonien nicht behoben werden. Es ist nur eine international auftretende Rohftofffrage, deren Lösung man dem Völkerbund überlassen muß. Damit hat man den berechtigten territorialen Rückgabeanspruch zunächst vermeintlich außer Sichtweite gebracht, und scheinbar den Weg gefunden, der peinlichen deutschen Forderung ohne ein direktes Rein ausweichen zu können.
Aber diese Taktik dürfte zwecklos fein, denn allen schönen Gründen gegenüber stehen die unabänderlichen Realitäten:
1. Deutschlands Wirtschaftsfrage ist von seiner Kolonialfrage nicht zu trennen. Eine Scheidung der Rohstoffrage, Raumfrage, Kolonialfrage oder eine sonstige Problemteilung ist unmöglich.
2. Deutschlands schwerer Kampf um Lebensmittel und industrielle Rohstoffe ist zu einem sehr großen
der japanischen Truppen durch die chinesischen Befestigungsanlagen bei Ransiang, 15 Kilometer westlich von Schanghai. Die hart westlich von Schanghai südwärts nachstoßenden japanischen Truppen überschritten an mehreren Stellen den Sutschau-Bach und durchbrachen auch hier die befestigten chinesischen Stellungen. Der Sprecher des japanischen Auswärtigen Amtes wies auf die Möglichkeit von Zwischenfällen hin, falls die ö st- l i ch von Schanghai i
Deutschlands Recht auf Rückgabe seiner Kolonien
Japanischer Durchbruch am Sutschau-Bach.
Tokio, 29. Okt. (DNB.) Am Freitagabend eingelaufene Frontberichte melden den Durchbruch
fierende Hirten ihr Dasein fristenden Mongolen erworben, die sich vor den Landbau treibenden Chinesen immer weiter nach Westen zu gedrängt sahen. So hatten es die Japaner leicht, als sie Man- dschukuo besetzt hatten, ihren Einfluß auch auf die benachbarten Provinzen der Inneren Mongolei auszudehnen und den Selbständigkeitsdrang der mongolischen Fürsten zu fördern. Die Innere Mongolei, deren Loslösung von China nun auch in aller Form unmittelbar bevorsteht, umfaßt ein Gebiet etwa doppelt so groß wie Deutschland, das aber nur wenig mehr als zweieinhalb Millionen Einwohner zählt, während die Aeußere Mongolei, die 1924 die Form des Kirchenstaates unter dem buddhistischen Hutuktu in eine Sowjetrepublik umgewandelt hat und ganz unter bolschewistischem Einfluß steht, nur eine halbe Million Einwohner zählt auf einem um ein Drittel größeren Gebiet. Die weitere Entwicklung in diesem Grenzgebiet der Einflußsphären zweier Großmächte wird für die Zukunft Ostasiens von nicht geringerer Bedeutung sein, als die Vorgänge in Mittelchina, wo die Aktion Japans die wirtschaftlichen und politischen Interessen der beiden angelsächsischen Seemächte berührt.
Dr. Fr. W. Lange.
Hauptstadt der Aeußeren Mongolei, und nach Besetzung von Paotow, dem Endpunkt der Peking— Suijuan-Eisenbahn, die Provinzen Tschachar und Suijuan nun sest in der Hand der Japaner sind. Diese beiden Provinzen, die mit dem schon zu Mandschukuo gehörigen Jehol die „Innere Mongolei" bilden, werden der Kern des neuen Mongolenreiches fein, das von der chinesischen Zentralregierung unabhängig sein wird und zu Japan vermutlich in ein ähnliches Verhältnis wie Mandschukuo treten wird. Die Unterscheidung „Innere" und „Aeußere Mongolei" ist von China aus zu verstehen, das durch die berühmte Große Mauer von den drei Provinzen der Inneren Mongolei geschieden ist. Zwischen der Inneren und Aeußeren Mongolei dehnt sich die weite unwirtliche Fläche der Wüste Gobi, nur von wenigen Karawanenstraßen durchschnitten.
Die Mongolen treten mit der Gründung des unabhängigen Mongolenstaates durch die Japaner nicht zum erstenmal in die Geschichte. Während die Große Mauer den Ansturm des aus Zentralasien vorbrechenden Reitervolkes der Hiungnu im 3. Jahrhundert nach Christus abgewehrt hatte, hatten sich die Mongolen saft tausend Jahre später nicht von ihr abhalten lassen. Sie unterwarfen China und errichteten ein gewaltiges Reich, das sich von den Küsten des Pazifischen Ozeans nach Westen zu bis nach Ungarn und Polen, an die Adria, an die Donau und Oder erstreckte. Wahrscheinlich war es eine Aenderung im Klima der zentralasiatischen Weidesteppen, die durch eine große Dürre die mongolischen Hirtenvölker zum Aufbruch nach Osten gezwungen hat. Ihr Führer Dschingis Khan überstieg die Große Mauer, erstürmte das heutige Peking und zwang die Chinesen zur Unterwerfung. Dann wandte er sich nach Westen zurück auf den gleichen Weg, der einst die Hiungnu, in Europa unter dem Namen Hunnen bekannt, an die Wolga geführt hatte, wo sie durch ihren Vorstoß die gewaltige Bewegung der Völkerwanderung ausgelöst hatten. Dschingis Khan unterwarf die tatarischen Völker, verwüstete Persien und Nordwestindien und schlug die Russen 1223 an der Kalka, kehrte aber dann seltsamerweise nach Zentralasien zurück. Sein Enkel Batu entfesselte aber ein Jahrzehnt später einen neuen Mongolensturm, der diesmal erst in Schlesien zum Stillstand kam. Ein deutsches Ritterheer stellte sich ihm unter der Führung Herzog Heinrichs von Liegnitz auf der Walstatt bei Lieg- nitz 1241 entgegen, es wurde zwar vernichtet, der Mongolenfürst trat aber den Rückzug nach Asien an. Ein anderer Enkel Dschingis Khans eroberte Tibet und Bagdad, aber in der Folge lockerte sich der Zusammenhang der Mongolenreiche. Die Hauptmacht verlagerte sich mehr nach dem eigentlichen China, wo die mongolische Wan-Dynastie (1280 bis 1368) das Reich zu höchster kultureller Blüte emporführte. Der Venezianer Marco Polo hat uns darüber ausführlich berichtet. Während der gewaltige Mongolenherrscher Timur wieder nach Westen^ zieht und von 1360 bis 1405 Turkestan, Persien, Nordindien erobert und bis nach Kleinasien vordringt, wirft die chinesische Ming-Dynastie die Mongolenherrschaft ab und stellt die Große Mauer in den zyklopischen Formen aut die wir heute noch bewundern. Die einzelnen Mongolenreiche zerfallen in den nächsten Jahrhunderten. Nur das Reich des Großmoguls in Indien hielt sich bis in das 19. Jahrhundert, wo es den Angriffen der Briten erlag.
So sehen die Mongolen auf eine ruhmreiche Geschichte zurück, wenn aber fast nirgends ihre Herrschaft länger als 200 Jahre gewährt hat, so setzt sich wohl in dieser Tatsache ein Gesetz der Geschichte durch, das nomadische Eroberer nicht als Gründer dauerhafter Staatswesen kennt. Als 1644 die Man-
Die Absage der Reichsregierung, an der Brüsseler Neunmächtekonferenz teilzunehmen, kann nicht so ausgelegt werden, als ob Deutschland als Großmacht in dem Augenblick beiseite zu treten beabsichtigt, t)a es gilt, einen Völkerstreit aus der Welt zu schaffen. Im Gegenteil, in der Note der Reichsregierung ist ausdrücklich unterstrichen worden, daß Deutschland jederzeitbereit ist, an einer Aktion zur friedlichen Beilegung des Ostasien- konflikts teilzunehmen. Auf der Brüsseler Konferenz steht jedoch die Anwendbarkeit des Neun- Mächtevertrages zur Debatte. Denn Artikel VII des Vertrages, der die Grundlage der Einladung bildet, besagt, daß die Mächte, falls nötig, zusammentreten, um über die Anwendung des Abkommens in einen Meinungsaustausch einzutreten. Was dabei herausfpringt, läßt sich au Grund früherer Erfahrungen schon im voraus fest- stellen. Wir, die wir an der Abfassung des Abkommens gar nicht beteiligt waren, sehen nicht ein, warum wir uns über die Anwendbarkeit des Abkommens mit anderen Staaten Herumstreiten sollen Das mögen die Neun möchte st aaten selbst unternehmen. Dann können wir weitersehen. Im übrigen, und das soll nicht vergessen werden, ist diese Brüsseler Konferenz nicht etwa eine in sich abgeschlossene und gar unabhängige Veranstaltung. Sie ist vielmehr im Auftrage des Völkerbundsrates ins Leben gerufen worden, die Beratungen werden also in der sattsam bekannten Genfer Atmosphäre stattfinden, die bleibt auch wenn einmal an anderem Ort verhandelt wird. Mit dem Genfer Bund haben wir jedoch die denkbar schlechtesten Erfahrungen gemacht, so daß es uns nicht danach gelüstet, mit ihm auch auf Um» wegen wieder in Fühlung zu treten, ganz ab» gefetjen davon, daß wir es für richtiger halten, aus einem unnützen Streit herauszubleiben und' nur dann, wenn eine echte Aktion zur friedlichen Beilegung des Streites in die Wege geleitet werden soll, mit voller Kraft dabei zu sein.
dschus, von Norden kommend, über die Große Mauer in China einbrachen, folgten ihnen als ihre Verbündeten auch die Mongolen. So bildete seitdem bis zum Ende der Mandschuherrschast die Mongolei einen Teil Chinas. Jetzt zerfiel die Große Mauer als Grenzwall wieder und länger als zwei Jahrhunderte hindurch brachten die Karawanen über Kalgan und Urga, das heutige Ulan-Bator die kostbaren Waren Chinas, vor allem Tee und Seide, nach Europa. Nach dem Ausbruch der chinesischen Revolution gegen die Mandschu-Herrschaft 1911 erklärten die mongolischen Stammesfürsten ihre Unabhängigkeit von China und unterstellten sich dem in Urga residierenden geistlichen Oberhaupt des Buddhismus, dem Groß-Hutuktu. Die Wellen des Umsturzes in dem benachbarten russischen Reich schlugen auch nach Zentralasien hinüber. 1920 rückten weißrussische Truppen auf dem Bückzug vor den Bolschewisten in die Mongolei ein, nachdem die Chinesen die Revolutionswirren in Rußland benutzt hatten zu dem Versuch, ihre Oberherrschaft über die Mongolei wiederherzustellen und die Autonomie des Hutuktu von Urga, der bis dahin den Titel „Khan der Aeußeren Mongolei" geführt hatte, abzuschaffen. Damals versuchten die Chinesen durch den Bau einer Eisenbahn von Kalgan nach Urga die Mongolei wieder fester an Ehina zu fetten, aber die' mongolischen Fürsten zeigten fein Interesse und aus Geldmangel verlief dann der Plan im Sande. Die scharfe Herrschaft des chinesischen Generals Sü, der auch auf die religiösen Anschauungen der Mongolen keine Rücksicht nahm, rief größte Unzufriedenheit hervor. Aus Furcht, daß die Chinesen die Autonomie völlig beseitigen würden, wandten die Mongolen sich 1920 nach Moskau, wo Tschitscherin mit ihnen einen Plan Mr Sowjetisierung der Mongolei und zur Vertreibung der Chinesen entwarf. Gleichzeitig nahm aber öer Hutuktu von Urga Fühlung mit den weißen Gegenrevolutionären. Im Oktober 1920 kam der berühmte weißrussische Freischarführer Baron von Ungern-Sternberg ins Land, erschien im Februar 1921 vor Urga und machte nach kurzem Bombardement der Stadt der durch zahllose Gewalttaten höchst unbeliebt gewordenen chinesischen Militärherrschaft ein Ende. Aber die Aeußere Mongolei erlebte nun eine neue Schreckenszeit, denn auch die weißrussische Regierung brauchte Geld und erpreßte es von den Bewohnern auf gleiche Weise wie vorher die Chinesen. Dann wurde die Mongolei Schauplatz erbitterter Kämpfe zwischen Weiß und Rot. Ungern-Sternberg wurde von den Roten geflogen, auf der Flucht in Sain Sabi von den Mongolen verraten, vor ein Standgericht gestellt und erschossen, eine Sowjetdivision besetzte im Som- mer 1921 Urga. Die noch im gleichen Jahr gebildete „Mongolische Volksrepublik" wurde ganz unter sowjetrussische Vormundschaft gestellt und wurde in Den nächsten Jahren eine Hochburg der bolschewistischen Propaganda im ganzen Fernen Osten
Anders verlies die Entwicklung in der Inneren Mongolei. Hier hatte die chinesische Herrschaft auch nach dem Sturz der Mandschukaiser sich behaupten können. Die Kuomintang, die chinesische Volkspartei, begann auf alle Weise die Einwanderung chinesischer Bauern wie in Mandschukuo so auch in den mongolischen Provinzen zu fördern. Sie hat sich damit allerdings nicht die Liebe der vorwiegend viehzüchtenden und wie ihre Ahnen als nomadi
B e r l i n , 29. Oft. (DNB.) Gestern abend wurde dem Auswärtigen Amt die nachstehende Note übermittelt: „Die belgische Gesandtschaft ist beauftragt, dem Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten des Reiches folgende Mitteilung zu machen: In Uebereinftimmung mit den Regierungen der Staaten, die Teile des Neunmächteoertrages find und die die Einladung zu der Zusammenkunft der genannten Regierungen angenommen haben, die am 3. November in Brüssel stattsinden wird, um gemäß Artikel VII des Vertrages die Lage im Fernen Osten zu prüfen und die freundschaftlichen Mittel zu studieren, um die Beendigung des bedauerlichen Konfliktes, der dort besteht, zu beschleunigen, hat die Kgl. Regierung die Ehre, die Regierung des Reiches e i n z u l a d e n, ebenfalls an dieser Zusammenkunft teilzunehmen. Die belgische Gesandtschaft wäre dem Ministerium der Auswärtigen Angelegenheiten dankbar, wenn es ihr mitteilen wollte, ob die deutsche Regierung geneigt ist, sich bei dieser Zusammenkunft vertreten zu lassen."
Oie deutsche Antwort,
die heute der belgischen Regierung Augeleitet ist, hat folgenden Wortlaut: „Die deutsche Regierung beehrt sich, der Kgl. belgischen Gesandtschaft den Empfang der Verbalnote vom 28. dieses Monats zu bestätigen, durch welche sie zur Teilnahme an )er für den 3. November nach Brüssel einberufenen Tagung der Unterzeichnermächte des Neunmächtevertrages eingeladen wird. Die deutsche Regierung würdigt voll Das in der Verbalnote zum Ausdruck gebrachte, Bestreben, den beklagenswerten Konflikt in Oftafien durch Anwendung freundschaftlicher Mittel beschleunigt zum Abschluß zu bringen. Sie entnimmt indessen aus der Einladung, daß die Beratungen in Brüssel auf Grund des Artikels VII des Neunmächtevertrages stattsinden und demnach die Anwendung dieses Vertra- g e s zum Gegenstand haben sollen. Da Deutschland nicht Vertragspartner ist, glaubt die deutsche Regierung, sich an Beratungen über die Anwendung des Vertrages nicht beteiligen zu können. Die deutsche Regierung möchte jedoch zum Ausdruck bringen, daß sie jederzeit bereit
aungen errichtet hätten. Durch eine gemeinsame Aktion der fremden Mächte soll die Räumung des Grenzgebietes erreicht und ein japanischer Angriff vermieden werden.
München, 29. Okt. (DNB.) Im Rahmen der Ausschu^fttzungen der Akademie für deutsche Recht trat der Ausschuß für Kolonialrecht zusammen. Der Vorsitzende. Staatsrat Prof. Dr. Freiherr von Freytagh-Loringhoven, begrüßte Reichs- ftatthalter Ritter von Epp als den Mann, in dessen Person sich die heroischen Zeiten unserer deutschen Kolonialgeschichte verkörpern. Dann ergriff Reichsstatthalter General Ritter von E p p , der Reichsleiter des kolonialpolitischen Amtes der NSDAP., das Wort.
Der Führer hat zu verschiedenen Malen den Mächten eindeutig zur Kenntnis gebracht, daß Deutschland nicht auf die Lösung seiner kolonial en Forderung verzichten kann. Die Länder, die deutsches koloniales Eigentum in der Form des Mandats ausnutzen, haben alle Worte des Führers über die Notwendigkeit Deutschlands, seine Kolonien wieder zu besitzen, aufmerksam beachtet. Deutschlands Verlangen umfaßt die endgültige Liquidation eines entstandenen politischen Status zur Beseitigung der durch diesen sehr wesentlich bedingten wirtschaftlichen Schwierigkeiten für unser Volk. Dieser Zustand verdankt seine Entstehung dem berüchtigten MißgebildevonVersailles: Man- d a t s s y st e m. Seine Folgen zeigen sich stetig deutlicher an Deutschlands Wirtschaftslage, die von dem Fehlen notwendiger Wirtschaftsräume und lebenswichtiger Raumkräfte bestimmt ist.
entsprechenden Abnahme des Raumes ergab. Deutschland legte in diesen seinen Kolonien den Grund für eine geordnete Entwicklung, den Grund für ein geeignetes Reservoir an Raumkräften.
Denn auch in der Vorkriegszeit die internationalen Dirtschaftsverflechtungen so beschaffen waren, daß der Glaube an eine weitere friedliche Entwicklung der Weltpolitik und der Glaube an die Festigkeit und Sicherheit der Kapitalinvestitionen im Ausland als Grundvoraussetzung die Wirtschaft beherrschten, so sicherten darüber hinaus die Kolonialmächte und andere indirekt interessierte Rationen durch einen Vertrag ihre Kolonialgebiete in dem natürlichen Raumreservoir Europas, in Afrika, ( gegen alle Eventualitäten eines Krieges. Am 26. Februar 1885 wurde dieser Vertrag, die sogenannte Kongo-Akte, beschlossen. Das weitschauender Geist als vorbeugende 2Hafe- nahme zur Erhaltung der natürlichen übersee- , ischen Wirtschaftsräume Europas geschaffen hatte, hat der Weltkrieg vernichtet. Die Kongo-Akte wurde von den Gegnern Deutschlands mißachtet und der Krieg in die Kolonien getragen. Die Ungerechtigkeit des feindlichen Einfalles in unsere Kolonien wurde in Versailles sanktioniert, wie die Wegnahme des übrigen deutschen Eigentums in der Welt. Der Krieg nahm Deutschland 12 000 Millionen Dollar an Auslandsinoestitionen. Der Glaube an die Sicherheit des im Ausland angelegten Privateigentums wurde beseitigt durch den Eintritt sehr vieler Staaten in den Weltkrieg gegen Deutschland zu dem einen Zweck, lediglich durch die Ausschreibung einer Kriegserklärung sich in den Besitz deutschen
Privateigentums zu sehen.
Durch den Versailler Vertrag und seine lieber» wachungsinstutition Völkerbund wurde unglaubliches Unrecht als Richtlinie kodifiziert. Der durch Versailles geschaffene Zustand bestimmte die wirtschaftliche Entwicklungslinie: gewaltsamer Raumentzug, unerschwingliche Reparationslast und größtmöglichst ausgebaute Monopolstellung. Die ganze Schwerkraft dieser Auswirkungen wurde gegen Deutschland eingesetzt, dem man dann noch in allerletzter Zeit im Gegensatz zu sich selbst den Namen und die Klassifizierung „Habenichts" beigeteat hat.
Deutschland stellt, so schloß Reichsleiter General Ritter von Epp seine Rede, formalrechtlich einwandfrei fest: Die Grundlagen für den Zwang zum Verzicht auf Kolonialeigentum sind ro egge falle n und damit fehlt jede rechtliche Begründung für ein Weiterbestehen der Mandate. Alle Versuche, die unglückliche Geburt von Der- sailles nachträglich durch taktische Manöver lebens» fähig zu machen, scheitert an der natürlichen Unzulänglichkeit dieser Methoden.
Weiterbericht
des Reichswetterdienskes. Ausgabeort Frankfurt.
Die von Frankreich nach Deutschland vorgestoßene kühlere Meeresluft hat im Westen und Süden Deutschlands bereits starke Abkühlung in der Höhe herbeigeführt. Sie macht sich in zeitweiligem Aufkommen von Bewölkung bemerkbar und kann auch bis zu vereinzeltem Auftreten von Schauern führen, wird voraussichtlich aber keine durchgreifende Verschlechterung der Gesamtlage bringen.
21 u s f i (§ t e n f ü r Sonntag: Stellenweise Frühnebel, sonst wolkig bis aufheiternd und auch vereinzeltes Auftreten von Schauern, bei Minder aus Süd bis West im ganzen etwas frischer.
Lufttemperaturen am 29. Oktober: mittags 16,5 ®rab Celsius, abends 7,9 Grad: am 30. Oktober: morgens 5,1 Grad . Maximum 16,8 Grad, Minimum beute nacht 3,8 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 29. Oktober: abends 8,1 Grad: am 30. Oktober: morgens 6,5 Grad. — Sonnenscheindauer 6,7 Stunden.
Haupt,chriftleiter: Dr Friedrich Wilhelm Lange Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- chem Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr W Lange: für Feuilleton: Dr Hans Thyriot; ür den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen- lecker: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IX. 37: 9248. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.»G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs- preis RM 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufs- preis 10 Pf und Samstags 15 Pf., mit der
Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom I.Juni 1935 gültig.
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