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(Reumanns (^crg^ilfc unterstützt und regelt die Arbeitskraft Ohres Herzens, Heumanns tzecz.hilse ist unschädlich und aus rein pflanzlichen Heilstossen zu- sammengeseht.»Au Haden in den Apotheken für R2K. 2.50 die Packung. Sie reicht co. 1 Monat.

ist, an einer Aktion zur friedlichen Bei­legung des Konfliktes mitzuwirken, sobald feststeht, daß die unerläßlichen Voraussetzungen da­für gegeben sind.

Zu der Gründung eines neuen Mongolenreichs auf dem Boden der nordchinesischen Provinzen Suiyuan und Tschachar zeigen wir diese Karte der Inneren und Aeußeren Mongolei.

Teil durch die Wegnahme seiner Kolonien, d. X seiner überseeischen Raumpotenz bedingt.

3. Das deutsche Volk, das seit der Wegnahmeder Kolonien durch die Manipulationen von Versailles gegen diese Beschneidung seines Lebensraumes protestiert hat, ist zu der Ueberzeugung ge­kommen, daß es wieder in den Besitz sei­nes kolonialen Eigentums gelangen muß. An dieser Ueberzeugung läßt sich durch geg­nerische Taktik nichts ändern.

Als Deutschland am Ende des vergangenen Jahr. Hunderts durch friedlichen und rechtmä. feigen Erwerb überseeischen Besitzes als letzte Großmacht in die Reihe der Kolonial-

Die gegnerische Taktik geht wesentlich darauf hinaus, dem nicht zu leugnenden Zustand der deutschen wirtschaftlichen Rotlage Ursachen zu unterschieben, die eine Rückgabe des deutschen kolonialen Eigentums von vornherein aus- schließen sollen. Das zeigt sich in der Be­hauptung: Deutschlands Wirtfchaftsnot hängt mit der Kolonialfrage nicht zusammen. Sie kann durch die Rückgabe der Kolonien nicht behoben werden. Es ist nur eine international auftretende Rohftofffrage, deren Lösung man dem Völkerbund überlassen muß. Damit hat man den berechtigten territorialen Rückgabeanspruch zunächst vermeintlich außer Sichtweite gebracht, und scheinbar den Weg gefunden, der peinlichen deutschen For­derung ohne ein direktes Rein ausweichen zu können.

Aber diese Taktik dürfte zwecklos fein, denn allen schönen Gründen gegenüber stehen die unab­änderlichen Realitäten:

1. Deutschlands Wirtschaftsfrage ist von seiner Kolonialfrage nicht zu trennen. Eine Scheidung der Rohstoffrage, Raumfrage, Kolonialfrage oder eine sonstige Problemteilung ist unmöglich.

2. Deutschlands schwerer Kampf um Lebensmittel und industrielle Rohstoffe ist zu einem sehr großen

der japanischen Truppen durch die chinesischen Be­festigungsanlagen bei Ransiang, 15 Kilometer westlich von Schanghai. Die hart westlich von Schanghai südwärts nachstoßenden japanischen Truppen überschritten an mehreren Stellen den Sutschau-Bach und durchbrachen auch hier die befestigten chinesischen Stellungen. Der Sprecher des japanischen Auswärtigen Amtes wies auf die Mög­lichkeit von Zwischenfällen hin, falls die ö st- l i ch von Schanghai i

Deutschlands Recht auf Rückgabe seiner Kolonien

Japanischer Durchbruch am Sutschau-Bach.

Tokio, 29. Okt. (DNB.) Am Freitagabend ein­gelaufene Frontberichte melden den Durchbruch

fierende Hirten ihr Dasein fristenden Mongolen er­worben, die sich vor den Landbau treibenden Chi­nesen immer weiter nach Westen zu gedrängt sahen. So hatten es die Japaner leicht, als sie Man- dschukuo besetzt hatten, ihren Einfluß auch auf die be­nachbarten Provinzen der Inneren Mongolei aus­zudehnen und den Selbständigkeitsdrang der mon­golischen Fürsten zu fördern. Die Innere Mon­golei, deren Loslösung von China nun auch in aller Form unmittelbar bevorsteht, umfaßt ein Gebiet etwa doppelt so groß wie Deutschland, das aber nur wenig mehr als zweieinhalb Millionen Einwohner zählt, während die Aeußere Mongolei, die 1924 die Form des Kirchenstaates unter dem buddhistischen Hutuktu in eine Sowjetrepublik um­gewandelt hat und ganz unter bolschewistischem Einfluß steht, nur eine halbe Million Einwohner zählt auf einem um ein Drittel größeren Gebiet. Die weitere Entwicklung in diesem Grenzgebiet der Einflußsphären zweier Großmächte wird für die Zukunft Ostasiens von nicht geringerer Bedeutung sein, als die Vorgänge in Mittelchina, wo die Ak­tion Japans die wirtschaftlichen und politischen In­teressen der beiden angelsächsischen Seemächte berührt.

Dr. Fr. W. Lange.

Hauptstadt der Aeußeren Mongolei, und nach Be­setzung von Paotow, dem Endpunkt der Peking Suijuan-Eisenbahn, die Provinzen Tschachar und Suijuan nun sest in der Hand der Japaner sind. Diese beiden Provinzen, die mit dem schon zu Mandschukuo gehörigen Jehol dieInnere Mongo­lei" bilden, werden der Kern des neuen Mongolen­reiches fein, das von der chinesischen Zentralregie­rung unabhängig sein wird und zu Japan vermut­lich in ein ähnliches Verhältnis wie Mandschukuo treten wird. Die UnterscheidungInnere" und Aeußere Mongolei" ist von China aus zu ver­stehen, das durch die berühmte Große Mauer von den drei Provinzen der Inneren Mongolei ge­schieden ist. Zwischen der Inneren und Aeußeren Mongolei dehnt sich die weite unwirtliche Fläche der Wüste Gobi, nur von wenigen Karawanen­straßen durchschnitten.

Die Mongolen treten mit der Gründung des un­abhängigen Mongolenstaates durch die Japaner nicht zum erstenmal in die Geschichte. Während die Große Mauer den Ansturm des aus Zentralasien vorbrechenden Reitervolkes der Hiungnu im 3. Jahr­hundert nach Christus abgewehrt hatte, hatten sich die Mongolen saft tausend Jahre später nicht von ihr abhalten lassen. Sie unterwarfen China und er­richteten ein gewaltiges Reich, das sich von den Küsten des Pazifischen Ozeans nach Westen zu bis nach Ungarn und Polen, an die Adria, an die Donau und Oder erstreckte. Wahrscheinlich war es eine Aenderung im Klima der zentralasiatischen Weidesteppen, die durch eine große Dürre die mon­golischen Hirtenvölker zum Aufbruch nach Osten ge­zwungen hat. Ihr Führer Dschingis Khan überstieg die Große Mauer, erstürmte das heutige Peking und zwang die Chinesen zur Unterwerfung. Dann wandte er sich nach Westen zurück auf den gleichen Weg, der einst die Hiungnu, in Europa unter dem Namen Hunnen bekannt, an die Wolga geführt hatte, wo sie durch ihren Vorstoß die ge­waltige Bewegung der Völkerwanderung ausgelöst hatten. Dschingis Khan unterwarf die tatarischen Völker, verwüstete Persien und Nordwestindien und schlug die Russen 1223 an der Kalka, kehrte aber dann seltsamerweise nach Zentralasien zurück. Sein Enkel Batu entfesselte aber ein Jahrzehnt später einen neuen Mongolensturm, der diesmal erst in Schlesien zum Stillstand kam. Ein deutsches Ritter­heer stellte sich ihm unter der Führung Herzog Heinrichs von Liegnitz auf der Walstatt bei Lieg- nitz 1241 entgegen, es wurde zwar vernichtet, der Mongolenfürst trat aber den Rückzug nach Asien an. Ein anderer Enkel Dschingis Khans eroberte Tibet und Bagdad, aber in der Folge lockerte sich der Zusammenhang der Mongolenreiche. Die Haupt­macht verlagerte sich mehr nach dem eigentlichen China, wo die mongolische Wan-Dynastie (1280 bis 1368) das Reich zu höchster kultureller Blüte emporführte. Der Venezianer Marco Polo hat uns darüber ausführlich berichtet. Während der ge­waltige Mongolenherrscher Timur wieder nach Westen^ zieht und von 1360 bis 1405 Turkestan, Persien, Nordindien erobert und bis nach Klein­asien vordringt, wirft die chinesische Ming-Dynastie die Mongolenherrschaft ab und stellt die Große Mauer in den zyklopischen Formen aut die wir heute noch bewundern. Die einzelnen Mongolen­reiche zerfallen in den nächsten Jahrhunderten. Nur das Reich des Großmoguls in Indien hielt sich bis in das 19. Jahrhundert, wo es den Angriffen der Briten erlag.

So sehen die Mongolen auf eine ruhmreiche Ge­schichte zurück, wenn aber fast nirgends ihre Herr­schaft länger als 200 Jahre gewährt hat, so setzt sich wohl in dieser Tatsache ein Gesetz der Geschichte durch, das nomadische Eroberer nicht als Gründer dauerhafter Staatswesen kennt. Als 1644 die Man-

Die Absage der Reichsregierung, an der Brüsseler Neunmächtekonferenz teilzunehmen, kann nicht so ausgelegt werden, als ob Deutschland als Groß­macht in dem Augenblick beiseite zu treten beabsich­tigt, t)a es gilt, einen Völkerstreit aus der Welt zu schaffen. Im Gegenteil, in der Note der Reichs­regierung ist ausdrücklich unterstrichen worden, daß Deutschland jederzeitbereit ist, an einer Aktion zur friedlichen Beilegung des Ostasien- konflikts teilzunehmen. Auf der Brüsseler Konferenz steht jedoch die Anwendbarkeit des Neun- Mächtevertrages zur Debatte. Denn Ar­tikel VII des Vertrages, der die Grundlage der Einladung bildet, besagt, daß die Mächte, falls nötig, zusammentreten, um über die Anwendung des Abkommens in einen Meinungsaustausch einzu­treten. Was dabei herausfpringt, läßt sich au Grund früherer Erfahrungen schon im voraus fest- stellen. Wir, die wir an der Abfassung des Ab­kommens gar nicht beteiligt waren, sehen nicht ein, warum wir uns über die Anwendbarkeit des Ab­kommens mit anderen Staaten Herumstreiten sollen Das mögen die Neun möchte st aaten selbst unternehmen. Dann können wir weitersehen. Im übrigen, und das soll nicht vergessen werden, ist diese Brüsseler Konferenz nicht etwa eine in sich abgeschlossene und gar unabhängige Veranstaltung. Sie ist vielmehr im Auftrage des Völker­bundsrates ins Leben gerufen worden, die Beratungen werden also in der sattsam bekannten Genfer Atmosphäre stattfinden, die bleibt auch wenn einmal an anderem Ort verhandelt wird. Mit dem Genfer Bund haben wir jedoch die denk­bar schlechtesten Erfahrungen gemacht, so daß es uns nicht danach gelüstet, mit ihm auch auf Um» wegen wieder in Fühlung zu treten, ganz ab» gefetjen davon, daß wir es für richtiger halten, aus einem unnützen Streit herauszubleiben und' nur dann, wenn eine echte Aktion zur friedlichen Bei­legung des Streites in die Wege geleitet werden soll, mit voller Kraft dabei zu sein.

dschus, von Norden kommend, über die Große Mauer in China einbrachen, folgten ihnen als ihre Verbündeten auch die Mongolen. So bildete seit­dem bis zum Ende der Mandschuherrschast die Mon­golei einen Teil Chinas. Jetzt zerfiel die Große Mauer als Grenzwall wieder und länger als zwei Jahrhunderte hindurch brachten die Karawanen über Kalgan und Urga, das heutige Ulan-Bator die kostbaren Waren Chinas, vor allem Tee und Seide, nach Europa. Nach dem Ausbruch der chine­sischen Revolution gegen die Mandschu-Herrschaft 1911 erklärten die mongolischen Stammesfürsten ihre Unabhängigkeit von China und unterstellten sich dem in Urga residierenden geistlichen Ober­haupt des Buddhismus, dem Groß-Hutuktu. Die Wellen des Umsturzes in dem benachbarten russi­schen Reich schlugen auch nach Zentralasien hin­über. 1920 rückten weißrussische Truppen auf dem Bückzug vor den Bolschewisten in die Mongolei ein, nachdem die Chinesen die Revolutionswirren in Rußland benutzt hatten zu dem Versuch, ihre Ober­herrschaft über die Mongolei wiederherzustellen und die Autonomie des Hutuktu von Urga, der bis da­hin den TitelKhan der Aeußeren Mongolei" ge­führt hatte, abzuschaffen. Damals versuchten die Chinesen durch den Bau einer Eisenbahn von Kalgan nach Urga die Mongolei wieder fester an Ehina zu fetten, aber die' mongolischen Fürsten zeigten fein Interesse und aus Geldmangel verlief dann der Plan im Sande. Die scharfe Herrschaft des chinesischen Generals, der auch auf die re­ligiösen Anschauungen der Mongolen keine Rück­sicht nahm, rief größte Unzufriedenheit hervor. Aus Furcht, daß die Chinesen die Autonomie völlig be­seitigen würden, wandten die Mongolen sich 1920 nach Moskau, wo Tschitscherin mit ihnen einen Plan Mr Sowjetisierung der Mongolei und zur Vertrei­bung der Chinesen entwarf. Gleichzeitig nahm aber öer Hutuktu von Urga Fühlung mit den weißen Gegenrevolutionären. Im Oktober 1920 kam der berühmte weißrussische Freischarführer Baron von Ungern-Sternberg ins Land, erschien im Februar 1921 vor Urga und machte nach kurzem Bombardement der Stadt der durch zahllose Ge­walttaten höchst unbeliebt gewordenen chinesischen Militärherrschaft ein Ende. Aber die Aeußere Mon­golei erlebte nun eine neue Schreckenszeit, denn auch die weißrussische Regierung brauchte Geld und erpreßte es von den Bewohnern auf gleiche Weise wie vorher die Chinesen. Dann wurde die Mongolei Schauplatz erbitterter Kämpfe zwischen Weiß und Rot. Ungern-Sternberg wurde von den Roten ge­flogen, auf der Flucht in Sain Sabi von den Mongolen verraten, vor ein Standgericht gestellt und erschossen, eine Sowjetdivision besetzte im Som- mer 1921 Urga. Die noch im gleichen Jahr gebil­deteMongolische Volksrepublik" wurde ganz un­ter sowjetrussische Vormundschaft gestellt und wurde in Den nächsten Jahren eine Hochburg der bolsche­wistischen Propaganda im ganzen Fernen Osten

Anders verlies die Entwicklung in der Inneren Mongolei. Hier hatte die chinesische Herrschaft auch nach dem Sturz der Mandschukaiser sich behaupten können. Die Kuomintang, die chinesische Volkspar­tei, begann auf alle Weise die Einwanderung chi­nesischer Bauern wie in Mandschukuo so auch in den mongolischen Provinzen zu fördern. Sie hat sich damit allerdings nicht die Liebe der vorwiegend viehzüchtenden und wie ihre Ahnen als nomadi­

B e r l i n , 29. Oft. (DNB.) Gestern abend wurde dem Auswärtigen Amt die nachstehende Note übermittelt:Die belgische Gesandtschaft ist beauf­tragt, dem Ministerium der auswärtigen Ange­legenheiten des Reiches folgende Mitteilung zu machen: In Uebereinftimmung mit den Regierun­gen der Staaten, die Teile des Neunmächte­oertrages find und die die Einladung zu der Zusammenkunft der genannten Regierungen angenommen haben, die am 3. November in Brüssel stattsinden wird, um gemäß Artikel VII des Vertrages die Lage im Fernen Osten zu prüfen und die freundschaftlichen Mittel zu studieren, um die Beendigung des bedauerlichen Konfliktes, der dort besteht, zu beschleunigen, hat die Kgl. Regie­rung die Ehre, die Regierung des Reiches e i n z u l a d e n, ebenfalls an dieser Zusammenkunft teilzunehmen. Die belgische Gesandtschaft wäre dem Ministerium der Auswärtigen Angelegenheiten dankbar, wenn es ihr mitteilen wollte, ob die deutsche Regierung geneigt ist, sich bei dieser Zu­sammenkunft vertreten zu lassen."

Oie deutsche Antwort,

die heute der belgischen Regierung Augeleitet ist, hat folgenden Wortlaut:Die deutsche Regierung beehrt sich, der Kgl. belgischen Gesandtschaft den Empfang der Verbalnote vom 28. dieses Monats zu bestätigen, durch welche sie zur Teilnahme an )er für den 3. November nach Brüssel einberufenen Tagung der Unterzeichnermächte des Neunmächte­vertrages eingeladen wird. Die deutsche Regierung würdigt voll Das in der Verbalnote zum Ausdruck gebrachte, Bestreben, den beklagenswerten Konflikt in Oftafien durch Anwendung freundschaftlicher Mittel beschleunigt zum Abschluß zu bringen. Sie entnimmt indessen aus der Einladung, daß die Be­ratungen in Brüssel auf Grund des Artikels VII des Neunmächtevertrages stattsinden und demnach die Anwendung dieses Vertra- g e s zum Gegenstand haben sollen. Da Deutsch­land nicht Vertragspartner ist, glaubt die deutsche Regierung, sich an Beratungen über die Anwendung des Vertrages nicht beteiligen zu können. Die deutsche Regierung möchte jedoch zum Ausdruck bringen, daß sie jederzeit bereit

aungen errichtet hätten. Durch eine gemein­same Aktion der fremden Mächte soll die Räumung des Grenzgebietes erreicht und ein japanischer An­griff vermieden werden.

München, 29. Okt. (DNB.) Im Rahmen der Ausschu^fttzungen der Akademie für deutsche Recht trat der Ausschuß für Kolonialrecht zusammen. Der Vorsitzende. Staatsrat Prof. Dr. Freiherr von Freytagh-Loringhoven, begrüßte Reichs- ftatthalter Ritter von Epp als den Mann, in dessen Person sich die heroischen Zeiten unserer deut­schen Kolonialgeschichte verkörpern. Dann ergriff Reichsstatthalter General Ritter von E p p , der Reichsleiter des kolonialpolitischen Amtes der NSDAP., das Wort.

Der Führer hat zu verschiedenen Malen den Mächten eindeutig zur Kenntnis gebracht, daß Deutschland nicht auf die Lösung seiner kolonial en Forderung verzichten kann. Die Länder, die deutsches koloniales Eigentum in der Form des Mandats ausnutzen, haben alle Worte des Führers über die Notwendigkeit Deutsch­lands, seine Kolonien wieder zu besitzen, aufmerk­sam beachtet. Deutschlands Verlangen umfaßt die endgültige Liquidation eines ent­standenen politischen Status zur Beseiti­gung der durch diesen sehr wesentlich bedingten wirtschaftlichen Schwierigkeiten für unser Volk. Die­ser Zustand verdankt seine Entstehung dem berüch­tigten MißgebildevonVersailles: Man- d a t s s y st e m. Seine Folgen zeigen sich stetig deut­licher an Deutschlands Wirtschaftslage, die von dem Fehlen notwendiger Wirtschaftsräume und lebens­wichtiger Raumkräfte bestimmt ist.

entsprechenden Abnahme des Raumes er­gab. Deutschland legte in diesen seinen Kolonien den Grund für eine geordnete Entwicklung, den Grund für ein geeignetes Reservoir an Raumkräften.

Denn auch in der Vorkriegszeit die internatio­nalen Dirtschaftsverflechtungen so beschaffen waren, daß der Glaube an eine weitere fried­liche Entwicklung der Weltpolitik und der Glaube an die Festigkeit und Sicherheit der Kapitalinvestitionen im Ausland als Grund­voraussetzung die Wirtschaft beherrschten, so sicherten darüber hinaus die Kolonialmächte und andere indirekt interessierte Rationen durch einen Vertrag ihre Kolonialgebiete in dem natür­lichen Raumreservoir Europas, in Afrika, ( gegen alle Eventualitäten eines Krieges. Am 26. Februar 1885 wurde dieser Vertrag, die sogenannte Kongo-Akte, beschlossen. Das weitschauender Geist als vorbeugende 2Hafe- nahme zur Erhaltung der natürlichen übersee- , ischen Wirtschaftsräume Europas geschaffen hatte, hat der Weltkrieg vernichtet. Die Kongo-Akte wurde von den Gegnern Deutschlands mißachtet und der Krieg in die Kolonien getragen. Die Ungerechtigkeit des feindlichen Einfalles in unsere Kolonien wurde in Versailles sanktioniert, wie die Wegnahme des übrigen deutschen Eigentums in der Welt. Der Krieg nahm Deutschland 12 000 Millionen Dollar an Auslandsinoestitionen. Der Glaube an die Sicherheit des im Ausland an­gelegten Privateigentums wurde beseitigt durch den Eintritt sehr vieler Staaten in den Welt­krieg gegen Deutschland zu dem einen Zweck, lediglich durch die Ausschreibung einer Kriegs­erklärung sich in den Besitz deutschen

Privateigentums zu sehen.

Durch den Versailler Vertrag und seine lieber» wachungsinstutition Völkerbund wurde unglaub­liches Unrecht als Richtlinie kodifiziert. Der durch Versailles geschaffene Zustand bestimmte die wirt­schaftliche Entwicklungslinie: gewaltsamer Raumentzug, unerschwingliche Reparations­last und größtmöglichst ausgebaute Monopolstellung. Die ganze Schwerkraft dieser Auswirkungen wurde gegen Deutschland eingesetzt, dem man dann noch in allerletzter Zeit im Gegensatz zu sich selbst den Namen und die KlassifizierungHabenichts" beigeteat hat.

Deutschland stellt, so schloß Reichsleiter General Ritter von Epp seine Rede, formalrechtlich einwand­frei fest: Die Grundlagen für den Zwang zum Verzicht auf Kolonialeigentum sind ro egge fal­le n und damit fehlt jede rechtliche Be­gründung für ein Weiterbestehen der Mandate. Alle Versuche, die unglückliche Geburt von Der- sailles nachträglich durch taktische Manöver lebens» fähig zu machen, scheitert an der natürlichen Un­zulänglichkeit dieser Methoden.

Weiterbericht

des Reichswetterdienskes. Ausgabeort Frankfurt.

Die von Frankreich nach Deutschland vorgestoßene kühlere Meeresluft hat im Westen und Süden Deutschlands bereits starke Abkühlung in der Höhe herbeigeführt. Sie macht sich in zeitweiligem Auf­kommen von Bewölkung bemerkbar und kann auch bis zu vereinzeltem Auftreten von Schauern führen, wird voraussichtlich aber keine durchgreifende Ver­schlechterung der Gesamtlage bringen.

21 u s f i (§ t e n f ü r Sonntag: Stellenweise Frühnebel, sonst wolkig bis aufheiternd und auch vereinzeltes Auftreten von Schauern, bei Minder aus Süd bis West im ganzen etwas frischer.

Lufttemperaturen am 29. Oktober: mittags 16,5 ®rab Celsius, abends 7,9 Grad: am 30. Oktober: morgens 5,1 Grad . Maximum 16,8 Grad, Minimum beute nacht 3,8 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 29. Oktober: abends 8,1 Grad: am 30. Ok­tober: morgens 6,5 Grad. Sonnenscheindauer 6,7 Stunden.

Haupt,chriftleiter: Dr Friedrich Wilhelm Lange Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- chem Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr W Lange: für Feuilleton: Dr Hans Thyriot; ür den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen- lecker: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IX. 37: 9248. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.»G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs- preis RM 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufs- preis 10 Pf und Samstags 15 Pf., mit der

Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom I.Juni 1935 gültig.

4UCIl 9 ui, |UUP Ult u Mächte trat, geschah das, um einer Entwicklung ge- . _) von "Schanghai ' z u r ü ck g e b l i e b e n e n ' wachsen zu sein, die sich aus der rapiden Jndu- chinesischen Truppen das Gebiet von 91 a n ta o | ftrialifierung und aus der beispiellosen Vermeh- und Putung, das unmittelbar an die Fremden- j rung der Bevölkerung und der dadurch bedingten Niederlassungen anschließt, nicht freiwillig räumen. Die internationalen Konzessionen könn-

ten zum Kriegsschauplatz werden, da die chinesischen vSfW

Truppen an den Konzessionsgrenzen B e f e st i» w <k! e