Ausgabe 
30.9.1937
 
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Nr. 228 Zweites Blatt

^leßener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Donnerstag, 50. September 1957

Die Völkerkundgebung auf dem Berliner Maifeld.

Cm -Bhd "Vf das Rednerpodium mit dem Führer während seiner Ansprache. Links der D u c e mit Generaloberst ©Öring, ben Reichsministern vr. Goebbels und Rudolf Heß und dem italienischen Außenminister Graf Ciano. (Scherl-Bilderdienst-M.)

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WachsendesLnteresse in Paris

Paris, 30. Sept. (DNB. Funkspruch.) Die Zu­sammenkunft Adolf Hitlers und Mussolinis wird erst jetzt in der französischen Presse in ihrer wahren Bedeutung gewürdigt. Die Blätter hatten bisher versucht, den deutsch-italienischen Kundgebungen einen politisch belanglosen Charakter zu geben. Heute müssen sie eingestehen, daß die Achse Berlin Rom eine Wirklichkeit ist, mit der man rechnen chuß, und die heute fester denn je steht. Man gibt zu, daß der Wiederaufbau der deut­schen Wehrmacht erfolgreich durchgeführt wurde und daß das Reich heute wieder zu einem poli­tischen Machtfaktor herangewachsen ist, mit dem alle anderen Mächte in Europa rechnen müß­ten. Die Blätter unterstreichen die militärischen Kundgebungen, angefangen mit den Manöoern in Mecklenburg bis zu der Parade am Mittwoch, die nach allgemeiner Ansicht äußerst eindrucks­voll gewesen ist. Der Berliner Berichterstatter desMcttin" stellt fest, die deutschen Soldaten hätten einen vorzüglichen Eindruck gemacht. Das Material sei ausgezeichnet, insbesondere hinsichtlich der Motorisieruna, die kleinen Wagen seien vor­züglich für die ihnen zugedachten Ausgaben aus­gerüstet

(Epoque" bedauert daß Frankreich mähn-nb bi-s

abessinischen Feldzuges Italiens die Gelegenheit nicht ergriffen habe, das italienische Volk im Ein­vernehmen mit England z uersticken" (!). Deutschland sei damals noch nicht fähig gewesen, Italien zu Hilfe zu eilen. Man hätte damit eine aufstrebende Macht vernichten können, die sich heute als Nebenbuhler im Mit­te l m e e r zeige, als Rivale in Osteuropa und als erklärter Verbündeter Deutschlands.

Englische Gegenbedingungen.

London, 30. Sept. (DNB. Funkspruch.) Die Times" schreibt: Nur unverbesserliche Unruhestif­ter konnten sich über den wirklichen Sinn jener Reden streiten, die ganz Deutschland am Dienstag­abend gehört habe Es würde kaum möglich ge­wesen sein daß die beiden Führer sich noch deut­licher für den Frieden ausgesprochen hätten. Keine sich selbst achtende Nation werde gegen die Bedingung des Führers etwas einzuwenden haben, daß der Friede nicht eine Belohnung für ein frei­williges Aufgeben sein dürfe. Diejenigen, die sich für ein vernünftiges Abkommen mit Deutschland eingesetzt hätten, seien jedenfalls die letzten, die glaubten, daß ein solches Abkommen -ohne,. jede Kenntnis der Rolle erreicht werden konnte die eine starke Nation von bei st a he 7 0 Millionen in der Zukunft auf dem euro­

päischen Kontinent und der Welt spielen werde und spielen müsse. Nach britischer Ansicht gäbe es noch Zwei Grundbedingungen für die Erhal­tung des Friedens: 1. die Weigerung, Europa in Lager zu teilen; 2. die Gegenseitigkeit in den politischen und wirtschaftlichen Zugeständ­nissen. Die Einladung zur Teilnahme an der anti- bolschewistischen Front stehe aber im Gegensatz zu diesen Grundsätzen.(?) England sei für Zusam­menarbeit mit jedem Lande ohne Rücksicht auf das Regime.

Dank an den Reichsführer SS.

Berlin, 30. Sept. (DNB Funkspruch.) Der Reichsminister des Innern Dr. Frick hat dem Reichsführer SS. Himmler als Chef der deut­schen Polizei im Reichsministerium des Innern seinen Dank und seine Anerkennung für die vorbildliche.Losung der Aufgaben ausge­sprochen, vor die der Staatsbesuch des italienischen Regierungschefs Mussolini die deutsche Polizei ge­stellt hatte. Er hat dabei auch der tatkräftigen Unterstützung durch SS., Bahnschutz, SA., NSKK., Arbeitsdienst und alle anderen Organisationen ge­dacht und, gebeten, seinen Dank und seine Aner­kennung für die treue Pflichterfüllung jedem ein­zelnen Angehörigen der Polizei und SS. und der übrigen Organisationen zu übermitteln.

Amerikanische Grenelmarchen

Berlin, 29. Sept. (DNB ) In der amerikani­schen Presse entfalten in letzter Zeit gewisse Kräfte in einer Reihe von Zeitungen eine großangelegte Greuelpropaganda, wie wir sie seit den Jahren des Weltkrieges in immer neuen Auflagen kennenlernen mußten. Jene Presse, die bisher gegen die Greuel der Bolschewisten in Spanien und in Sowjetrußland keine Silbe der Entrüstung sand, entdeckt plötzlich mit Abscheu japanische Grau­samkeiten gegen die chinesische Zivilbevölkerung. Und da man einmal beim Spinnen von Greuel- Märchen ist, würde man den Inhalt als höchst un­vollkommen finden, wenn nicht auch Deutschland mit hineingesponnen roärex Waren es in Spanien deutsche Flieger, die man verantwortlich zu machen versuchte für bolschewistische Mordbrennereien, so sind es in China angeblich deutsche Kanonen, und zwar neue 35-Zentimeter-Krupp-Kanonen, die alsIap-Nazi-Geschütze" chinesische Stellungen in Schanghai beschießen.

DieBerliner Börsenzeitung" sagt dazu:Wir kennzeichnen solche Versuche im allgemeinen, wie die Meldungen von der Lieferung der deutschen Krupp- Kanonen an Japan im besonderen als einen I ä cherlichen Schwindel und hängen sie niedri­ger, damit alle Welt leicht zu erkennen vermag, welcher Sinnesart und Herkunft die deutschfeind­lichen Schwindler sind, die wieder einmal krampf­haft bemüht sind, das wegen seiner Sauberkeit viel gehaßte Deutschland irgendwie zu belasten." Und dieDeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt:Mus­solini wies in seiner Rede bei der großen Kund­gebung auf dem Maifeld zum Schluß auf »geheime und dennoch so bekannte Kräfte hin, die am Werke sind, um einen Bürgerkrieg in einen Weltbrand zu verwandeln'. Es liegt offenbar der Versuch vor, Deutschland anzuschwärzen und in Dinge hinein­zuziehen, denen es erklärtermaßen vollkommen neutral gegenübersteht. Diese Angriffe aus dunkeln Propagandaquellen des Auslandes pral­len wirkungslos an Deutschland ab. Fest steht, daß die Firma Krupp niemals derartige Kanonen, wie von der amerikanischen Presse behauptet wird, an Japan geliefert hat.

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Mussolini während seiner Rede auf dem Berliner Maifeld. Im Hintergrund die Standarte des Führers.

Sudermann.

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Am 30 September hätte Hermann Suder­mann seinen 80. Geburtstag feiern können Vor neun fahren, im November, ist er gestorben Die junge Generation von heute weiß kaum (und kann es nicht mehr wissen), was dieser Name in Deutsch­land einmal bedeutet hat. Die Aelteren und die Alten, die es persönlich und aus näd)fter Nähe miterlebt haben, die wissen es noch Aber alt oder jung: es ist heute doch vielleicht nicht ganz, überflüssig, sich zu erinnern. Sudermann ist, vor Jahrzehnten, der populärste und aktuellste Dichter in Deutschland gewesen Sem Bild nicht zuletzt in Gulbranssons witziger Karikatur stand da­mals jedermann vor Äugen, der sich auch nur von ferne mit Theater und Literatur beschäftigte. Das Jahr 1889 ist eines der berühmten Jahre in der Literaturgeschichte geworden: mit der Ausführung derEhre", wenige Wochen nach Hauptmanns Vor Sonnenaufgang", begann Sudermanns Name nach erfolglosen und entmutigenden Anfängen nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen Welt berühmt und ein Begriff zu werden Aber so groß und nachhaltig und fast unvergleichlich dieser Erfolg eines jungen Dramatikers damals war, so merkwürdig bleibt der Umstand, daß der Erfolg eigentlich von falschen Voraussetzungen ausging.

Es gibt nicht viele Dichter in Deutschland, denen man so wenig gerecht geworden ist wie gerade Sudermann im Guten wie im Bosen.Von der Parteien Haß und Gunst verwirrt", hat sein Cha­rakterbild bis ganz zuletzt in der Geschichte des deutschen Dramas, des deutschen Romans ge­schwankt. Nicht viele sind so gründlich mißverstanden, nicht viele auch so gründlich unterschätzt worden wie er. Es wird berichtet, daß damals als Suder­manns Stücke alle Bühnen im Sturm eroberten, ein Mann, der sich offenbar nicht nur für witzig, son­dern auch für einen Dichter hielt, auf den Sockel des Schiller-Denkmals auf dem Berliner Gendar­menmarkt die Worte geschrieben habe:Schiller, früher warst, du der Mann, jetzt ist es nur noch Sudermann". Wahrscheinlich haben die Berliner, als sie es entdeckten, darüber gelacht; dergleichen erfreut ihr Gemüt. Und es gab damals auch nicht wenige Leute, die Sudermann allen Ernstes mit Schiller glaubten vergleichen zu müssen: eine Par­allele, die uns heute verblüffend vorkommt Immer­hin war sie merkwürdigerweise wenigstens in einem Punkte entschieden begründet; ein Gemeinsames verbindet die beiden Namen, die nicht nur zeitlich sehr geschieden scheinen: ein ganz ursprünglicher theatralischer Instinkt und die seltene Gabe, ein echtes und wirkliches Drama zu bauen Daß Sudermann die Technik freilich nicht von den deut­

schen Klassikern, sondern aus dem zeitlich näheren französischen Gesellschaftsstück gelernt hatte, ent­deckte man erst später Länger hat es gedauert, bis man einsah, wie oberflächlich der oft angeführte Vergleich zwischen Sudermann und Hauptmann war. Die Gleichzeitigkeit, mit der beide damals auf der Bühne erschienen und sich durchsetzten, mag dazu beigetragen haben, Sudermanns Schauspiele mit dem in den neunziger Jahren mächtig aus- kommenden Naturalismus in Beziehung zu brin­gen, ja völlig mit einer Strömung zu identifizieren, mit der er von Einzelzügen abgesehen, die in der Zeit begründet waren nichts gemein hatte: vor allem deswegen, weil Sudermann wie der an sich verfehlte Vergleich mit Schiller richtig empfand, Dramatiker von Natur und Temperament war, wäh­rend die echten Naturalisten nicht in erster Linie Dramatiker waren ober, wenn sie es waren, zum mindesten keinen Gebrauch davon machten oder keinen Wert daraus legten, dramatische Stücke zu schreiben; die naturalistischen Dramen waren ihrem innersten Wesen nach Milieu- und Zu­standsstücke, bei denen, wie der Literarhistoriker Hans Naumann es formulierte, schließlich alles beim alten blieb ober im Sande verlief. Das echte Drama verläuft aber nicht im Sande Sudermann war Dramatiker, und seine Stücke sind nicht so sehr auf Zustandsschilderung als auf Konflikt, Entwick­lung, Auseinandersetzung, auf Spannung und Steigerung angelegt auf theatralische Wirkung natürlich auch (während die Naturalisten ihr Wir­kung viel weniger vom Theatralischen als vom Stofflichen und gegenwärtig Zeitgemäßen bezogen.)

Das Theatralische aber, ober sagen mir ruhig: bie Kunst bes Theaters, bie Kunst, ein tabeiloses Stuck zu bauen, bie man in ber ersten Begeisterung so berounbert hatte, nahm man Subermann später regelrecht übel. (Er galt halb als ein aus Effekte unb fnaüenbe Aktschlüsse bebachter Fabrikant von Reißern, bie Kritik fiel auf bie übelste Weise über ihn her, unb es war taktisch gewiß bas Ungeschick­teste was Subermann tun konnte, als er sich in ber bekannten Schrift über bie Verrohung ber Theater­kritik bagegen zur Wehr setzte; er hat sich bamit mehr geschähet als genützt. Das ist heute 'alles fast vergessen. Ader es ist nicht mehr als gerecht, wenn wir feststellen, baß Subermann eine ber ursprüng­lichsten brarnatischen Begabungen gewesen ist, bie unser Volk in ben letzten Jahrzehnten hervorgebracht hat unb baß noch heute mancher von ihm lernen kann wie man ein Stück schreibt, einen Akt aufbaut nach' ben Regeln ber Kunst. Auch Subermanns Stücke finb heute mehr ober weniger ber Vergessen­heit anheimgefallen; benfen wir nur an eines der bekanntesten' und erfolgreichsten,D>e Ehre"; es qeht uns im Thema, in der Problemstellung heute nichts mehr an; wi» stehen heute anders zu diesem

Dingen, wir haben umgelernt unb uns entwickelt, bie Begriffe Haden sich geroanbelt, bie Welt, aus ber allein eine solche Gegenüberstellung von Vorder- haus unb Hinterhaus, eine solche Schilberung von Zweierlei Ehre" (so hieß bas Schauspiel ursprüng­lich) unb boppelter Moral erwachsen konnte, ist furchtbar zusammengebrochen. Aber bas Stück als solches ist barum heute nicht schlechter als bamals. Unb überbies ist hoch wohl zu bebenfem auch wenn bie Fragestellung, bie Probleme unb Konflikte über­holt unb überrounben finb ein Schauspiel, bas diese Probleme einmal in einer als dokumentarisch und gesellschaftskritisch empfundenen Weise dargestellt hat, kann nie völlig verloren gehen unb ist bestimmt nichtumsonst" gewesen

Was man m ber Zett jener ersten unb späteren Kämpfe um Sudermann entweder übersah ober noch gar nicht wissen konnte, war bies, baß in Suber­mann neben bem Dramatiker ein Erzähler von be- beutenbem Rang am Werke war, ein glänzenber Romancier, besten Werk sich, je älter er würbe, um so ruhiger, reifer unb klarer entwickelte unb ent­faltete.Der Katzensteg" unbFrau Sorge" wer­ben gewiß bie vergänglicheren unb viel stärker ihrer Entstehungszeit verhafteten Schauspiele über» bauern. In biefen Romanen begrünbet sich heute Subermanns Bebeutung, in ihnen unb in manchem ber späteren unb spätesten Erzählungswerke, ben Litauischen Geschichten" vor allem, bemTollen Professor", bemSteffen Tromholt" unb bem Purzeichen". Vielleicht erinnert man sich heute wie- ber einmal biefer Bücher, greift eines bauen aus bem Schrank unb beginnt zu lesen wie vor Jah­ren aufs neue gefesselt, entführt unb bezwungen von ber Phantasie, ber mitnehmenben unb ver- ftriefenben Erzählerfreube, bem Temperament unb ber Menschenkenntnis bes Mannes aus Ostpreußen. DasPurzeichen" war fein letztes oollenbetes Werk; es erschien, wie wir uns erinnern, wenige Wochen vor Subermanns Tobe, unb bieferRoman von Jugenb, Tugenb unb neuen Tänzen" ist wenn man rein stofflich werten will heute schon genau sohistorisch" wie etwaEs war" oberDas Hohe Lieb": er schilbert Menschen unb Zustänbe, bie es, als Typen unb Zeiterscheinungen, heute kaum mehr gibt; aber sie waren alle einmal sehr nahe unb greifbare Wirklichkeit, manchen von ihnen finb wir gewiß einmal begegnet, unb beshalb finb biese Romane als Zeitbilber nicht weniger bokumentarisch als unter ben Dramen etwaDie Ehre",Die Hei­mat",Soboms Enbe" oberFritzchen". Aber auch bies allein wirb ja über Wert ober Unwert, über Dauer ober Vergänglichkeit eines Romans nicht entscheiben: wesentlich scheint uns gerabe für Su­bermanns letztes Buch zu fein, mit welcher Ruhe unb Reife, mit welcher guten Heiterkeit unb welchem feinen, liebevollen Verstänbnis für eine ganz neue, ganz junge Generation ber Siebzigjährige bamals

die Welt, die Menschen und Dinge zu sehen und darzustellen vermochte: dessen wollen wir uns heute, da er achtzig geworden wäre, dankbar erinnern.

Hans Thyriot.

Äloria-palast:Sieben Ohrfeigen."

Ein junger Mann in London verliert bei einem Bankkrach sein gesamtes Vermögen sieben englische Pfund unb beschwert sich barob mit ziemlich un­verblümten Worten bei bem Präsibenten des rie­sigen Stahltrusts, den er nicht ganz ohne Grund für seinen Verlust verantwortlich macht. Der glaubt erst, es handele sich um sieben Millionen, und schmeißt den jungen Herrn hinaus, als er erfährt, es seien nur sieben lumpige Pfunde gewesen, eine lächerliche Lappalie. Der Verlierer hält es keineswegs für eine Lappalie und stellt dem Magnaten, um ihm den Wert der ominiöfen Zahl klarzumachen, sieben Ohrfeigen in Aussicht, Stück für Stück vor Zeugen in (Empfang zu nehmen und von ber Sensationspresse mit Vergnügen registriert: aus so schlagkräftigen Argumenten baut sich bie Hand­lung auf, und es ist ein ungewöhnlich lustiger Film daraus geworden Daß das Ganze so amüsant und erfrischend unbeschwert abrollt, li»gt einmal daran, daß das Drehbuch (B. E L ü t h k e) und ber Spiel­leiter Karl Martin sich hier mit wirklichem Hu­mor unb einer Fülle kleiner, witziger Einfälle er­gänzen. Ferner daran, daß man Curt Goetz für die Ausgestaltung des Dialogs engagiert hat; es hat sich gelohnt: da sitzt jeder Satz, und es geht Schlag auf Schlag, und keine leere Stelle, fein toter Punkt. Außerdem spielen Willy Fritsch und Lilian Harvey die Hauptrollen Fritsch und Har- vey, das ist für den Film beinah schon ein so fest­gefügter Doppelbegriff geworden wie Romeo und Julia in der Weltliteratur. Fritsch macht den jungen Mann mit ben sieben Pfunb, unb zwar mit einer liebensroürbigen Frechheit, bie entwaffnend unb be» zaubernd ist Die Harvey in ihrer hilflosen Em­pörung unb wehrlosen Verliebtheit ist nicht tninber reizenb Alfred Avel ist ber, ber bie Ohrfeigen be­kommt: er trägt es mit Würbe alsein Engländer unb Sportsmann" Zwei herrliche Chargen gibt es noch: Legal ber als Rechtsbeistanb bes Präsiben­ten bie juristische Seite ber Angelegenheit beleuch­tet; Sima, als Reporter derLondoner News": ihn muß man sehen, wenn er auf Touren kommt und in Sensation macht Alles in allem: angesichts dieser sieben Ohrfeigen kann man auf die unter­haltsamste und heiterste Weife einen Nachmittag ober Abenb verbringen. (Ufa.)

Vorher gibt es ben großen Bildbericht vom Reichsparteitag auf ben wir schon aufmerksam machten, unb einen Vorspann zum .Spiel auf ber Tenne". Hans Thyriot.