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Presse wiederkehrende Behauptung, daß Deutschland immer nur etwas verlange, und er­innerte an die Vorschläge Deutschlands zur Sicherung des europäischen Friedens. Deutsch­land habe sich ferner bereit erklärt zu einer Ver­ständigung über eine Rüstungsbegrenzung. Man könne nicht mehr erwarten. Man möge sich mit Deutschland über ein koloniales Be­tätigungsfeld einigen, über dessen Form noch verhandelt werden könnte. Gegenüber den deut­schen Ideen vermisse er neue Beiträge von anderen. Er wolle nichts forcieren und wende sich nur gegen den schlechten Willen. Das deutsche Volk wolle den Frieden und wolle sich mit Frankreich und allen Nachbarn verständigen.

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An einem Abendessen, das in Vertretung des in Genf weilenden französischen Außenministers Del- bos Staatsminister Chautemps im Quai d'Orsay zu Ehren des Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht veranstaltete, nahmen teil Minister­präsident Blum, Wirtschaftsminister S p i n a s s e, Handelsminister B a st i d , der deutsche Botschafter GrafWelczek, Reichskommissar Ministerial­direktor Ruppel, der Gouverneur der Bank von Frankreich, L a b e y r e, Botschafter Francois

Poncet und Persönlichkeiten der Politik, Diplo­matie, Wirtschaft und Finanz.

Deutsch-französischer Handelsvertrag vor dem Abschluß.

Paris, 28. Mai. (DRV.) Als Ergebnis der Besprechungen zwischen dem Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht und dem französischen Handelsmini­ster B a st i d konnten die wesentlichen Schwierig­keiten, die noch dem Abschluß eines Wirtschafts­abkommens zwischen Frankreich und Deutsch­land enlgegenstanden, in befriedigender Weise be­hoben werden. Die beiden Regierungen stellen mit Genugtuung fest, daß die Verhandlungen, die zur Einzelausarbeitung gewisser Fragen und zur Fertigstellung der Vertragstexte noch gepflogen werden, binnen kurzem zum Abschluß eines Vertrages werden führen müssen, der es er­möglichen wird, die Handels- und Finanzbeziehun­gen zwischen beiden Ländern auf f e st e Grund­lagen zu stellen. Angesichts dieser Tatsache wird das Reiseabkommen vom 1. Juni a b endgültig in Kraft treten.

Wer-Zugend und Schule Schulter an Schulter.

Reichserziehungsminister 2Ruft vor den Reichsführern der HZ. in Weimar.

Weimar, 28. Mai. (DNB.) Im Reichsfüh­rerlager der Hitler-Jugend Weimar sprach Reichserziehungsminister R u st zum Führer­korps der deutschen Jugend. Der Jugendführer des Deutschen Reiches, Baldur von Schirach hob in seiner Begrüßungsansprache die Verbundenheit der Hitler-Jugend mit dem Reichserziehungsminister und seiner Arbeit hervor. Reicbserziehungsminister N u st behandelte die weltanschaulichen und aeistigen Grundlagen der national­sozialistischen Menschen- und Jugend­erziehung. Er legte seinem Vortrag zwei Worte von Schiller und Goethe zugrunde, in denen die kämpferische Auffassung des Nationalsozialis­mus vom Leben wunderbar zum Ausdruck komme. Schiller:Setzet Ihr nicht das Leben ein, nie wird Euch das Leben gewonnen sein." Und Goethe: Nur der verdient sich Freiheit um das Leben, der täglich sie erobern muß." Im Sinne dieser Worte habe der Nationalsozialismus der früheren Anschau­ung vonRuhe und Ordnung" die BegriffeKampf und Ordnung" gegenübergestellt. Die Hitler-Jugend übe diesen Kampf in den vom Führer befohlenen Reichssportwettkämpfen und im Reichsberufswett­kampf. Zum ersten Mal stehe heute in der Hitler- Jugend die junge politische Führergene­ration unseres Volkes im Bewußtsein ihrer ge­schichtlichen Verantwortung bereit zur Uebernahme der politischen Führung.

Reichsminister R u st behandelte dann die Schul­erziehung und stellte als das Endziel die Schaffung

einer einheitlichen nationalsozialisti­schen, völkischen Schule heraus, in der die Bildungsmasse sich nach den völkischen Notwendig­keiten zu richten habe. Die Kernaufgabe der Hitler- Jugend liege in der körperlichen Ertüchtigung, in der nationalpolitischen und weltanschaulichen Er­ziehung und in der Kameradschaftsbildung der gan­zen Jugend. Die Schule müsse ebenfalls im Geiste dieser Ziele ausgerichtet sein und kämpfe Schul­ter an Schulter mit der Hitler-Jugend bei der Erziehung ber deutschen Jugend. Die HJ- Führer dankten mit begeistertem Beifall.

Der Inspektor der Adolf-Hitler-Schulen, Gebiets­führer Petter, berichtete über die Arbeit der Adolf-Hitler-Schulen auf der Burg Crössinsee, die als erste der vom Führer befohlenen Schulen zur Heranbildung des politischen Führernachwuchses der NSDAP, seit dem 20. April dieses Jahres besteht. Er schilderte die Auslese von 300 zwölfjährigen Jungvolk-Pimpfen, die als erster Jahrgang auf der Ordensburg Crössinsee weilen. Die Auslese geschah auf Grund der Beurteilung, die durch die HI. nach der Leistung des Jungen im Jungvolkdienst und durch die NSDAP, nach dem rassischen Erbgut und der Erbgesundheit des Jungen vorgenommen wurde Mit Nachdruck hob Gebietsführer Petter hervor, daß die Eltern der Jungen des ersten Jahrganges aus allen Berufskreisen kämen, und daß das Aus­leseprinzip der Leistung hier vollkommen verwirk­licht worden sei.

Valencia-Flieger greifen Kontrollschiffe -es Wchteinmischungsausschusses an.

Energischer Protest Italiens im Londoner Ausschuß.

London, 29. Mai. (DNB.) Im Nichtein- mischungsausfchuß gab der italienische Ver­treter zahlreiche Einzelheiten über spanisch- bolschewistische Luftangriffe auf Palma am 24. und 26. Mai 1937 bekannt, während deren sechs italienische Offiziere an Bord des italienischen FlottenhilfsschiffesBarletta" getötet und andere einschließlich des Kapitäns dieses Schif­fes verwundet wurden. Grandi erklärte dann u. a., daß diese Angriffe absichtlich durchgeführt wur­den, kann nicht bezweifelt werden. Die Art und Weise, tn der das Bombardement erfolgte, ist an sich schon ein genügender Beweis dafür. Sollte aber irgend jemand der Anwesenden weitere unab­hängige Beweise wünschen, so bin ich überzeugt, daß die britische Regierung bereit sein würde, den Ausschußmitgliedern mit einem Augenzeugen­bericht des Kommandanten des briti­schen Zerstörers zu dienen, der sich zur Zeit des Angriffes auf der Reede von Palma nicht weit von den Ankerplätzen der betreffenden italienischen Schiffe befand, die die Zielscheibe der bolschewisti­schen spanischen Bomber waren. Ich möchte aufs nachdrücklichste feststellen, daß die faschistische Regie­rung sich selbst und allein das Recht vor­behält, die italienische Flagge und das Leben und die Interessen ihrer Staatsangehörigen wo immer zu beschützen. Das ist auch nicht die Frage, die ich im Ausschuß aufwerfe. Die Frage, die ich behandle, lautet anders: Die außerhalb des Hafens von Palma vor Anker liegenden italienischen Schiffe er­ledigen eine ihnen durch den Ausschuß übertragene Pflicht, für die ber Ausschuß verant­wortlich ist. Die Angriffe gegen sie waren daher gegen den Nichteinmischungsausschuß selbst, gegen seine Autorität und sein Prestige gerichtet, um den Ueberwachungsplan, der nach zehnmonatigen Besprechungen verwirklicht worden war, zu präjudizieren. Die faschistische Regierung erwartet daher, daß der Ausschuß seine durch diese Handlungen schwer erschütterte Autorität und sem Prestige wieder geltend macht, zumal die Bolschewisten von Valencia durch ihre Handlungen ein internationales Organ, das Ergeb­nis des einstimmigen Willens von 27 europäischen Nationen, herausgefordert haben.

Nach einer eingehenden Aussprache kam der Aus­schuß einstimmig zu folgender Entschließung: Dem Eingang genauer Berichte über die Umstande des Luftangriffes gegen Schiff? auf der Hohe von Palma am 24. und 26. Mai 1937 vorausgreifend spricht der internationale Nichtemmlschungsausschutz sein tiefes Bedauern über den Verlust ita­lienischer Offiziere an Bord des italienischen Flot- tenhilfsschiffesBarletta" sowie über die Tatsache aus, daß Bomben in größerer Nahe bri­tischer deutscher und anderer ita­lienischer Kriegsschiffe abgeworfen wur­den. Der Ausschuß nimmt zur Kenntnis daß der britische Vertreter in Valencia eine Mitteilung, der- zufolge ein b e st i m m t e s Gebiet bei Palma a l s S i ch e r h e i t s a n k e r p l a tz f e st g e l e g t werden wird, gefordert und erhalten hat. Der Aus­schuß ist der Meinung, daß das auf diese Weise festgelegte Gebiet auch d.en Kriegsschiffen anderer Nationen zur Verfügung gefüllt werden soll, die mit der Flottenüberwachung betraut und sich ührer schweren Verantwortlichkeiten voll be­wußt sind. Der Ausschuß behält sich das Recht vor, weitere Ansichten zu der ganzen Frage nach Ein­

gang der Berichte, die er angefordert hat, auszu­drücken."

Eindeutige Warnung des deutschen Seebesehlskabers.

Berlin, 28. Mai. Das Deutsche Nachrlchten- büto meldet: Nachdem erst vor zwei Tagen rote Flieger internationale Kontrollseestreitkräfte, darunter das deutsche TorpedobootAlbatros", auf der Reede von Palma mit Bomben be­worfen haben, erfahren wir jetzt, daß die Roten ihr verbrecherisches Treiben auch auf hoher See fortsehen. Deutsche Kriegsschiffe, die dort zur inneren Befriedung Spaniens unermüdlich im inter­nationalen Auftrage ihren anstrengenden Kontroll- dicnst ausüben, sind neuerdings mehrfach von den botschewistischen Flugzeugen in Angriffsform angeflogen worden. Ein wie frevelhaftes Spiel das ist, erhellt daraus, daß ein Schiff der erst einmal geworfenen Bombe f a ff schutzlos preis gegeben ist, und daher die Abwehr schon gegen den anfliegenden Feind einsehen muß. Nur der Kaltblütigkeit der deutschen Kommandanten ist es zu verdanken, daß bisher die Geschütze geschwiegen haben, obwohl die Tatsache des Bombenabwurfes vor Palma bereits vorliegt. Die bolschewistischen Mililärmachthaber in Valencia sind vom deutschen Seebefehlshaber nun­mehr eindeutig gewarnt worden.

Unter her Flagge herNichteinmischung".

EinesowjetsPanischeSchiffahrtsgesellschaft in Frankreich gegründet.

P a r i s, 29. Mai. (DNB. Funkspruch.)Marseille Matin" berichtet über die Gründung einer im Dien st der spanischen Bolschewisten stehenden SchiffahrtsgesellschaftFrance Na­vigation" mit dem Sitz in Paris und einem Kapital von einer Million Franken. Diese Gesell­schaft habe in wenigen Tagen sechs französi­sch e S ch i f f e aufgekauft, deren Wert vierzehn­mal höher als das Kapital der Gesellschaft zu veranschlagen sei. Die Schiffe seien von einem der Hauptdrahtzieher der kommunistischen Ge­werkschaft übernommen worden.

DieAction Fran?aise" weiß zu berichten, daß die erwähnte GesellschaftFrance Navigation" die Schiffe um getauft habe, und daß noch wei­tere Aufkäufe in den nächsten Tagen abge­schlossen würden. Die Gesellschaft werde bald über mehr als 25 Schiffe verfügen. Der Dampfer Edinburgh" befindet sich in Rouen vor der Ausreise nach Sowjetspanien. Er habe vorher in Le Havre noch 200 Kisten Munition an Bord zu nehmen. Das Blatt verlangt Maßnah­men gegen die kalte Beschlagnahme fran­zösischer Häfen durch Moskau und seine Agenten in Valencia. Die Aktivität dieser Flotte, die unter französischer Flagge fahre und damit auch unter dem offiziellen Schutz der franzö­sischen Marine stehe, könne schwerwiegende Folgen Hervorrufen.

Alle Tugenden eines guten Tabaks sind in dieser Cigarette vereinigt.