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Mir wollen Frieden!" auf die Straße ge. E H Kt. Die sofort eingesetzten kommunistischen u> i t 3id eka-Trupps seien bei dem Versuch, die Demon- I ftciten festzunehmen, aus K e l l e r f en st e r n I b? chossen worün. In zahlreichen Gegenden ! dir Stadt herrsche vollkommene Verwirrung. Der irllU Hnr hör &nmmnnhnm + 111- nrtrtortrhtipfl» ÜJl 0 1 I 6 II 1

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Oie Adreßdebatie im britischen Llnterhaus. KLrständigung mit Deutschland gefordert.

reöten Beilegung des Konfliktes nur Schwierig- teiisn bereite. Japans Aktionen in China dienten

ben alleinigen Zweck, die chinesische Negierung zur L sgabe ihrer den Frieden im Fernen C' en bedrohenden und durch kommunistische Cl-mente geschürten antijapanischen P 0 li - ti! zu zwingen und die Zusammenarbeit mit Ja-

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Dor der Kommandantur angeordnete M assen- Abtransport der Zivilbevölkerung

Wieder schwere Unruhen in Madrid.

Ncheka von der Bevölkerung beschossen.

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%| MAGGI5 Fleischbrühe!

Goldgräberstadt in Nordschweden.

Mit S - 6000Kilogramm Gold jährlich das reichste Goldvorkommen Suropas.

Von unserem ms -Korrespondent.

dert uns beinahe am Vorwärtskommen. Der Zen­tralschacht führt in 40 Meter voneinander entfern­ten Etagen in den Erzkörper hinein. Das dunkel­graue Gestein über uns mit den vielen Farbschat­tierungen, das Erz neben und unter uns; alles ent­hält Gold und Silber. Doch nicht so, daß man einen Goldklumpen mit nach Hause bringen könnte. Es ist in dem umgebenden Arsen-, Schwefel, und Kupferkies so mikroskopisch fein verteilt, daß man im Durchschnitt aus jeder Tonne Erz nur 14 bis 15 Gramm Gold gewinnt. Bei der jetzigen Förde- rungskapazität entspricht dies jedoch einem Jahres- ertrag von 5000 bis 6000 Kilogramm reinem Gold. Als nicht zu verachtende Nebenprodukte kommen hierzu 17 000 bis 18 000 Kilogramm Silber, 6 Mill. Kilogramm Kupfer sowie 20 000 Ton­nen Schwefel. Wichtige andere Produkte sind Arsenik, Zink, Blei und Wismut.

Der 600 Meter lange und 45 Meter breite Erz­körper von Boliden ist das Rückgrat der Firma Bolidens Gruo AB. geblieben. Außerdem hat jedoch die großzügig organisierte Untersuchungsarbeit der Gesellschaft an verschiedenen Stellen der Landschaft Vesterbotten und bis zur Grenzprovinz Norrbotten hinauf wertvolle Erzvorkommen festgestellt. Gerade jetzt haben die zuständigen Provinzialbehörden bei der schwedischen Regierung die Lizenz für den Er­werb des notwendigen Grund und Bodens in Kristine berg in der Gemeinde Lyksele bean­tragt, um die dortigen Schwefel- und Kup- ferkiesvorkommen auswerten zu können. Man rechnet damit, hier jährlich 200 OOO bis 250 000 Tonnen Erz zu gewinnen. Die bereits in Betrieb genommene Grube von Laver wird einen jährlichen Kupferertrag von über 2000 Tonnen er­bringen.

Während das Erz, das in sinnreichen Anlagen gefördert, ausgelesen und in Brechern zerkleinert wird, früher nach Deutschland und Westamerika ge­schickt wurde, nimmt man die Verhüttung jetzt in Schweden vor. 54 Kilometer von Boliden entfernt liegen, unweit des Hafens der Stadt S k e l l e f t e a, die großen und neuzeitlichen Anlagen von R ö n n - s k ä r. Das Erz wird auf einer eigens gebauten Bahn von Boliden nach Rönnfkär gebracht.

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Meine politische Nachrichten

In Hannover fand durch den Reichskriegs- minister Generalfeldmarschall v. Blomberg die feierliche Ueberaabe der neuen Fahnen und Stan­darten an die Abordnungen von 92 Truppenteilen des X. und XI. Armeekorps sowie der 1. Panzer- division statt. *

In Breslau übergab der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst Freiherr v. Fritsch den Truppen des VIII. Armeekorps 49 Fahnen und Standarten.

Vom 25. bis 27. Oktober weilte der Chef der französischen Zivilluftfahrt, Corbin, in Berlin. Er wurde vom Staatssekretär der Luft­fahrt, General der Flieger Milch, im Reichsluft­fahrtministerium empfangen und als Gast des Reichsluftfahrtministers ins Haus der Flieger ein­geladen. Sein Aufenthalt diente Besprechungen über die weitere praktische Zusammenarbeit -wischen Frankreich und Deutschland im Luftverkehr.

Im ungarischen Kultusministerium traf der auf Grund des deutsch-ungarischen Kulturabkommens eingerichtete Deutsch-Ungarische Regie­rungsausschuß eine Vereinbarung, in der vor­nehmlich die deutsche Gast Professur in Buda- pest, der P r o f e s s o r e n a u s t a u s ch, die Verein­barungen von Ga st Vorlesungen und Gastvor­trägen, die Besoldung und Anstellung von Lekto­ren, der Bibliothekaustausch sowie die Einrichtung wissenschaftlicher Arbeitsplätze berücksich-

papierenes Zeitalter.

Neulich ging ein Hauch einer leichten moralischen Erschütterung durch Alt-England. Em Ausschuß des Unterhauses hatte festgestellt, daß auf Parla­mentsdrucksachen allein ein Papieraufwand von 10 000 Tonnen im Jahre entfällt. Wer einmal einer Parlamentssitzung in irgendeinem Lande bei­gewohnt hat, wird die Frage gar nicht aufwerfen, ob der Gedankenreichtum der parlamentarischen Drucksachen ihre Drucklegung rechtfertigt; er braucht sich nur den Saalboden um die Sitze der Abgeord­neten anzusehen und dann weiß er, daß ein Par- lamentssaal im Grunde genommen ein riesiger P a p i e r k o r b ist. Die berühmteDuplizität der Ereignisse" hat es gefügt, daß die Franzosen einen ähnlichen Anlaß zum Nachdenken über den verhältnismäßigen Nutzen großer Papierverwen­dung haben. Bei der Errichtung eines Erweiterunas- baues für ihr Auswärtiges Amt ist nämlich Die Frage dringlich geworden, welche Naumflächen für das Archiv in Zukunft benötigt werden. Und dabei hat sich die verblüffende Tatsache herausge­stellt, daß in den 23 Jahren von 1914 bis 1937 die Archivbestände etwa denselben Umfang erreicht haben wie in den ganzen 300 Jahren von 1614 bis 1914! Das ist immerhin eine eindrucksvolle Gegen­überstellung. In den 300 Jahren von 1614 bis 1914 ist ja schließlich etwas passiert: Es fing mit der Zeit der großen Kardinäle Richelieu und Mazarin an; dann kam Louis XIV. mit seinem berühmten Der Staat bin ich"; dann das galante Zeitalter des Rokoko und der Dekadenz der Aristokratie; dann die Revolution; dann die großen napoleonischen Kriege, dann das legitimistische Königtum ber Bour­bonen; dann das Bürger-Königtum der Orleans; zwischendurch die Revolution von 1830; dann die Revolution von 1848; dann das zweite Kaiserreich mit den Kriegen gegen Rußland, Oesterreich, China, Mexiko und Preußen; dann wieder die Republik und schließlich die großen Dorläufer-Ereignisse des Großen Krieges. Und in dieser Zeit von 300 Jah­ren wurde ungefähr ebenso viel zusammen geschrie­ben wie in den 23 Jahren van 1914 bis 1937. Es soll Franzosen geben, die über diese Feststellung ganz melancholisch geworden sind und sich in Tüf­teleien verlieren, ob der gesteigerte Papierverbrauch auch der politischen Leistung entspreche.

Das Landjahr ebnet begabten Zungen den Weg.

In Erbelsund bei Kappeln an der Schlei (Schles­wig) wurde die erste Reichsschule für Kä­me raüschaftsführer des Landjahrs eingeweiht. Rund 30 geistig und körperlich beson- ders befähigte Landjahrpflichtige, die als Kamerad­schaftsführer noch ein zweites Jahr in ihren La­gern dienen, werden dort auf die Untersekunda einer nakionalpolitischen Erziehungsanstalt vorbe­reitet. In fünf Monaten sollen sie sich das Pen­sum von Quarta, Untertertia und Obertertia zu eigen machen. Die Jungen, die aus ganz Deutsch­land kommen, werden unter Anleitung von drei Studienassessoren arbeiten. Sie werden neben ihrer geistigen Ausbildung alle Lagerarbeiten machen.

Llrlarrb für die Blutordensträger zum 9. November.

München, 27. Oft. (DNB.) Das Amt für den 9. November 1923 erläßt folgenden A u fruf:Auf Anordnung des Führers und Reichskanzlers wer­den alljährlich am 8./9. No v e m b e r die Blut­ordensträger und die Inhaber des mit Lichtbild versehenen grünen Dauerausweises zur Teilnahme an den Veranstaltungen in der Hauptstadt derBewegung aufgeboten. Alle in Frage kom­menden Betriebsführer ufw. werden hiermit ersucht, den zu ihrer Gefolgschaft gehörenden Mit­gliedern der Alten Garde die Tellnahme an den Veranstaltungen durch Gewährung et ne 5 entsprechenden Urlaubes bzw. durch Ge­währung von Dienstbefreiung unter Fortlauf, der Gehalts- bzw. Lohnansprüche zu ermöglichen.

stoße überall auf Widerstand. Die Bevölkerung weigere sich strikt, ihre Häuser und Wohnungen zu verlassen.

Auch die Slowaken fordern ihr Flecht.

Prag, 27. Oft. (DNB.) In Rosenberg in der Slowakei sand in Anwesenheit des tschecho­slowakischen Ministerpräsidenten Dr. Hodza die Cernova-Feier statt, die dem Gedenken an einen slowakischen Aufstandsversuch im Jahre 1907 ge» widmet war. Zunächst wurde eine Gedenktafel für einen Freund der Slowakei, Scotus Viator, enthüllt, der mit richtigem Namen Seton Wat­son hieß und uls Professor für mitteleuropäisches Recht in England für die Rechte des slowakischen Volkes eingetreten ist. Bei der Festsitzung der Ro­senberger Gemeindevertretung forderte der greife Führer der volksbewußten Slowaken, Pater H l i n f a , die Verwirklichung der Rechte der Slo­waken in gleichem Maße, wie fie1 die Tschechen be­sitzen. Anschließend sprach MinisterpräsidentHodza, der den Slowaken einige Schmeicheleien sagte und sich gegen die Gewährungweiterer" Rechte an die Sudetendeutschen aussprach.

Am Nachmittag sprach der Abgeordnete der Slo­wakischen Dolkspartei, Sidor, an den Gräbern der Aufständischen von Cernova. Er unterstrich die Forderungen der Slowaken, die auch heute noch er­haben werden müßten. Der Pittsburger Vertrag besage nicht, daß sich die Slowaken von einem Totenbett auf ein neues legen sollten, sondern daß sie im tschechoslowakischen Staat ihre Kräfte frei entwickeln könnten.

Die Siamesische Regierung hat in Ber­lin eine Gesandtschaft errichtet. Der Reichs­minister des Auswärtigen hat Phra Sundara Da- chana zur Entgegennahme feines Einführungsschrei­bens als Königlich Siamesischer Ständiger Ge­schäftsträger in Berlin empfangen. Die Tätigkeit des Siamesischen Gesandten Phya Rajawangsan mit dem Sitz in London ist für Berlin beendet.

Wie die Königlich Bulgarische Gesandtschaft mit­teilt, hat die V e r l e i h u n g d e r b u l g ar i s ch e n Kriegserinnerungsmedaille begonnen. Sämtliche Anträge auf Verleihung der Medaille find an den Militärattache bei der Königlich Bul­garischen Gesandtschaft in Berlin-Wilmers­dorf, Kaiserallee 184/185 ^u richten.

In Buenos Aires verhaftete die Polizei im Vor­ort San Martin den Juden Pinkus Trainer, der an dem Mord andern Blockleiter Rie­de l e mitbeteiligt war. Man erwartet, daß durch diesen Fang der zweite Hauptbeteiligte an dem Meuchelmord sichergestellt worden ist, so daß nun der ordentliche Prozeß beginnen kann.

Kunst und Wiffenschast.

Uraufführung des Films(Ein Volksfeind".

Die Welturaufführung des nach dem Jbsenfchen Schauspiel geschaffenen deutschen FilmwerksEin Volksfeind" in Lübeck gestaltete sich zu einer eindrucksvollen Kundgebung deutschen Filmschaf, fens. Es war ein glücklicher Gedanke, die Urauf­führung des unter der Spielleitung von Hans Steinhoff nach dem Buche Erich Eber- m a t) e r 5 und Steinhoff hergestellten Films in Lübeck unter dem Protektorat der Nordischen Ge­sellschaft laufen zu lassen. Der Reichsgeschäftsführer der Nordischen Gesellschaft Dr. T i m m hieß Staats- Minister a. D. Dr. Lehnich willkommen. Don den

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blutigen Zwischenfällen soll es ferner gekom. treu sein, als nationale Flugzeuge Flugblätter timarfen, die den Fall Gijons begannt gaben. Ha 'llafe Zivilisten seien darauf hin mit dem Ruf .3 ir wollen Friede n!" auf die Straße ge- 'J "... - £ . r r . f .Lia» AäH

Darstellern wohnten Staatsschauspieler Heinrich G e arge und die Trägerin der weiblichen Hauptrolle Franziska Kinz der Uraufführung bei; auch aus den /skandinavischen Ländern waren zahlreiche Gäste erschienen. Der Film ist ein leidenschaftliches Bekenntnis zur Wahrheit und zur Dolksgeme-in- schäft, eine Absage an persönlichen Egoismus und Mehrheitswahnsinn. George und Franziska Kinz, auch Spielleiter Steinhoff wurden be- geistert gefeiert.

Aus aller Welt.

Drei Kinder überfahren und gelötet.

In der Gemeinde Sandau im Kreise Meß muß­ten drei Kinder auf dem Wege zur Spielschule eine Bahnstrecke überschreiten. Als sie die Schranke ge­schlossen fanden, blieben sie zunächst auch stehen. Als jedoch eine Frau unter der Schranke hindurch- schlüpste, um den Schienenstrang noch vor dem Passieren des Zuges zu überqueren, liefen die Kin­der hinterher. Im gleichen Augenblick erreichst ein Güterzug den Bahnübergang, erfaßte die Kinder und tötete sie alle drei.

Das Hochwasser in Südfrankreich.

Die Ueberschwemmungen in Südfrank­reich nehmen immer größeren Umfang an. Zahl­reiche Häuser sind bereits eingestürzt. Mehrere Ort­schaften mußten von ihren Bewohnern geräumt wer­den, und selbst in der großen Stadt Toulouse herrscht äußerster Alarmzustand. In dem französischen Wall­fahrtsort Lourdes wurden die Grotte mit der Wall­fahrtsstätte sowie die Museumsgebäude völlig über- fchwemmt.

Große Ueberschwemmungen in Katalonien.

In Katalonien sind infolge wolkenbruchartiger Regengüsse mehrere Flüsse über d i e Ufer getre­ten. Zwifchen zahlreichen Ortschaften sind die Eisen­bahn- und Straßenverbindungen unterbrochen. Dem Ebro-Wafser- und Elektrizitätswerk, das den größten Teil Kataloniens mit Kraftstrom und Wasser ver­sorgt, droht Gefahr. -

Erdrutsch bedroht zwei Dörfer.

Infolge dauernder Regengüsse werden die etwa 60 Häuser des Fleckchens Eze in der oberitalienischen Provinz Savona von einem Erdrutsch bedroht, desgleichen der Weiler Carbuta. Viele Häuser muß­ten wegen Rißbildung geräumt werden. Don den Bergen von Tires bei Bo^rn sind große Fels- blöcke auf die Straße und das faschistische Vereins- haus abgestürzt, dessen Dach eingeschlagen wurde. Die Straße ist versperrt. Aus den Hvchgebirgs- tälern von Aosta wird starker Schneefall ge­meldet. Der (strvße St. Bernhard ist bereits sin­ge schneit.

Kindlein" stattVaby".

In der ZeitschriftFrauenkultur" schlägt eine junge Mutter, Dr.-Jng. Ilse Essers, als Bezeich- nung für unsere Kleinsten das schöne WortKind- lein" vor, an Stelle des uns fremdenBaby". Sie weist darauf hin, daß das Wort Kindlein in innigen deutschen Liedern vorkommt, und daß es mundartlich in Süddeutschland bereits heimisch ist; 's Kindle" sagt die Schwäbin,et Kindche die Rheinländerin. ____________________

Hauptjchriftleiter: Dr Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: vr Fr W Lange; für Feuilleton: Dr Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen- (eiter: Hans Beck Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel D- A IX. 37: 9248. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange. K °G . sämtlich in Gießen. Monatsbezugs- preis RM 2,05 einschließlich 25 Pf Zustellgebühr, ! mit der Illustrierten 15 Pf mehr Einzelverkaufs- . preis 10 Pf und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

: Zur Zeit ist Preisliste Nr 3 vom 1 Juni 1935 gültig.

Boliden (Nordschweden), im Oktober.

Wer vor einem Jahrzehnt etwa Boliden die reichste Goldgrube Europas kennenlernte und heute wieder an die gleiche Stelle in der nord- schwedischen Landschaft Vesterbotten kommt, wagt kaum seinen Augen zu trauen. Dort, wo er damals Wälder und Sumpfe vorfand, wo sich kaum ein einziger Bauer angesiedelt hatte, ist jetzt eine Stadt mit Kirche und Schule, mit sauberen Häu­sern und Geschäften entstanden, deren Auslagen beweisen, daß die Käufer wohlhabende Menschen sein müssen. Nur im Aufbautempo gleicht Boliden Klondike, der Goldgräberftadt in Alaska, nicht aber im Aussehen. Im Gegenteil: planmäßig und symmetrisch sind die breiten Straßen aufgewachsen, unter deren Namen wir dieGoldstraße",Silber­straße" und denGoldenen Mittelweg" finden. Eine Wildwestromantik sucht man vergeblich; Boliden hat viel mehr das Aussehen einer Dillensiedlung als einer Grubenstadt.

Das Herz der neuen Siedlung liegt nicht in der Mitte, sondern an der Peripherie. Kein Wunder: früh und abends knallen die Sprengschüsse; über eine Million Kubikmeter Erde und Fels wurden abtransportiert, um an die Erzader heranzukvm- men. Ein Teil des wertvollen Erzes wurde im Tagebau gewonnen. Da man dabei bereits jetzt 50 Meter tief gekommen ist, muß man mehr und mehr dazu übergehen, in unterirdischen Stollen an die Lagerstätten heranzukommen.

Schon vor dem Verwaltungsgebäude erinnern uns ein aus dicken Bohlen zusammengefügter, an Kriegszeiten erinnernder Unterstand und eine dazu­gehörige Warnungstafel daran, daß mir uns in der Nähe der gefährlichen Sprengungen befinden. Eine ausgezeichnete Organisierung der Sickerheits- matznahmen sorgt jedoch dafür, daß der Besucher ebenso wie der angestellte Arbeiter sich keinen Augenblick bedroht fühlt.

Der Zentralschacht führt uns 250 Meter in die Tiefe. Hier beginnt ein Blindschacht, der bis z u 410 Meter Tiefe hinunterreicht. Berg­leute mit den von der Bohrarbeit geschwärzten Gesichtern, mit stahlhelmähnlichen Kopfbedeckungen begegnen uns. Kurz vorher ist gesprengt worden, dicker Dynamitrauch schlägt uns entgegen und hin-

Haris, 28. Ott. (DNB. Funkspruch.) Wie aus Ptipignan verlautet, sollen in Madrid erneut schm ere Unruhen ausgebrochen sein. Der Anlaß bie|»r Unruhen sei der Ueber tritt ganzer t,*rvr ., bl>: schewistischer Kompanien zu den en nationalen Truppen. Den Ueberläufern u./.- "2: bei- sich kommunistischePolizei" entgegengestellt, inetn no^ C5 jn t>en Straßen der Stadt zu wahren ''Machten gekommen sei. Besonders heftig waren nid), der gleichen Quelle die Kämpfe in der Gegend ooti Alcala de Henares, wo die Reihen der Roten mu schwach waren, in Gegensatz zu der Universi- tchfftabt und der Casa de Campo.

ben*uY rokio, 27. Okt. (DNB.) (Ostasiendienst des für;'J.CY StB.) Außenminister Hirota überreichte dem hlV[ benschen Botschafter in Tokio, Baron d e Baf- ftwfi'j fompierre die vom Kaiser gebilligte Ant- ..Iy mi r t auf die Einladung zur Teilnahme an einer Be M unmcichtekonferenz in Brüssel. Die ja- Mische Regierung lehnt dst Teilnahme an der Äon» iterprSfit Htnj der Signatarmächte mit der Begründung ab, (Eben bai der Beweggrund zu der Abhaltung dieser Kon- marschin schnz auf einem Entschluß des Völker- lungen rj Kindes fuße, der Japan der Verletzung des Neun- ibanten-. incchte-Ver träges anprangere. Dabei stelle Japans cherlich.4 Madlungsweise gegenüber China lediglich i biefe eite Selb st Verteidigungsmaßnahme feiten -t tw. zu der Japan durch die antijapanische Pro» [birniS ooLition der Chinesen gezwungen worden sei. immM Dcher stehe die gegenwärtige Situation außer- istndnck 6db d e s Artikels 7 des Neunmächte-Der- trqes. Die japanische Regierung fei davon über- g duü;. tciggt, daß ein Versuch zur Lösung des Japan und L. Eiina speziell angehenden Problems durch eine Hin- M ehung so vieler Mächte die gegenwärtige Situa- Hör nur weiter kompliziere und einer ge-

Lvndon, 27 Okt. (DNB.) Das Unterhaus setzte bie Aussprache über die Thronred e fort. Dli Oppositionsliberalen haben beschlos. einen Zusatzantrag zu der Adresse des

-dec ^Merhauses an den König einzubnngen, m dem be= 11 iMbiiert wird, daß die Thronrede kernen Hinweis in M frrauf enthält, daß die Regierung einem Zunehmen fr.; Arbeitslosenziffern vorbeugen will.

i itje- Antrag fordert aktive internationale Mahnah- Beseitigung der Wirtschafts- lfion>i schranken, die volle Erschließung unzu- ie ßu ' reichender Gebiete d e s Empire und Ar- bc^beschaffung durch nationalwichtige Maßnah-

e 1 4Intn Ein Zusatzantrag, den 93 konservative Abge- i iv * orinete zu der Adresse einbringen wollen, fordert, ich i da; keine Verpflichtung fremden Ländern gegenüber h? ' evaeaangen wird, durch die die Entwicklung der bi/y frtifchen Landwirtschaft und Industrie oder der t bi zwischenstaatliche Empirehandel beeinträchtigt wer­te Ir könnten.

e AtM Der konservative Abgeordnete Sir Hugh ' neii gNeill erklärte, daß er erst kürzlich Deutsch- ien, bi hnb besucht habe und glaube, daß unter dem ! über duschen Volk der Wunsch nach einer >rbanq Freundschaft mit England ebenso stark sei a& bie i n>i das englische Volk eine Freundschaft mit en übri Dutschland wünsche. Der Durchschnittsmensch in i ftepolilglanb wisse heute, daß während der letzten Jahre 'ß für oo Deutschland Vorschläge gemacht worden seien, ? zur ; bii recht vernünftig geschienen hätten. Es habe ge- nunbto-' nrg Gelegenheiten gegeben, die man sich entgleiten lasten. Vielleicht habe sich Eng- larb von anderen zu sehr gegen sein eigenes Urteil üätrreben lasten. Das Ergebnis sei, daß heute in (Eropa eine gefährlichere Lage bestehe al; feit Jahren. Der französisch - sowjet- russische Pakt sei das strößte Hindernis für eir: europäische Befriedung. Wenn sich die Gelegen- jjet für eine Generalregelung in Westeuropa mie­de bieten sollte, hoffe er, daß die englische Regie- annien sich in ihrem Urteil von französischen oder an­gehende bten Verdächtigungen nicht werde beeinflussen marisch; en.

ÜB Man gebt nicht nach VriM

. 3 Nur direkte Verhandlungen mit China.

Einzeh »M anzustreben. Japan fordere von den Mächten, mmiföur bal sie diese Notwendigkeiten verständen, ohne die >irb, ift )C! ein» Sicherung des Friedens in Ostasien unmöglich neue M sei Die heutige Lage habe sich im Vergleich zu der e beteilig. $rt des Abschlusses des Neunmächte-Dertrages LerW'.- Mndlegend geändert, da der Einfluß des patte Ki mmunismus die inneren Verhältnisse, Chi- m-1 na; völlig umgebtaltet habe. Japan sei kei- rieiroegs einer internationalen Zusammenarbeit ab- oe?eigt, jedoch könnten die derzeitigen chinesisch- japanischen Schwierigkeiten nur durch direkte ,tllJ. L-rhandlungen der unmittelbar beteiligten im Ort' Md er gelöst werden. Japan wünsche eine kulturelle * ** i|un). wirtschaftliche Zusammenarbeit mit be-i fremden Mächten in China und werde dirn Interessen und Rechte respektieren.