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hielt am Sonntag die Gutenberg-Gesellschaft im Kur­fürstlichen Schloß ihre Festsitzung und Generalver­sammlung ab. Mit ihr zusammen erfolgte eine Kundgebung der NeichsbetriebsgemeinschaftDruck" der DAF. Im Mittelpunkt stand ein Vortrag von Dr. Joseph T h e l e, Direktor der Landesbibliothek Fulda, überDas literarische Denkmal für Guten­berg". In seinem Ueberblick über fünf Jahrhunderte literarischer Huldigungen für den Erfinder der Druck­kunst gab er bezeichnende Proben und vermittelte einen Einblick in die früheren Jahrhundertfeiern zum Gedächtnis Gutenbergs. Er schloß mit dem Wunsch, daß im Jahre 1940 Dichtungen vorliegen möchten, die das Bild Gutenbergs als Erfinder, aber auch als echten deutschen Mann seinem Volk und der Welt würdig vermitteln.

Gaubetriebsgemeinschaftswalter Nielsen (Frank­furt) betonte, im Gau gäbe es vorbildliche Betriebe des graphischen Gewerbes, es gelte aber auch, einen gesunden Nachwuchs heranzuziehen. Der Redner rief auch zur Unterstützung der (Äutenberg-Gesell- schaft auf. Nach der Festsitzung trat die Gutenberg- Gesellschaft unter dem Vorsitz von Oberbürgermeister Dr. Barth zu ihrer Generalversammlung zu­sammen,

Arbeitstagung der Kriegsblinden in der 71GKOV.

NSG. Im Rahmen einer Arbeitstagung der NSKOV. FachabteilungBund erblindeter Krie­ger" des Landesverbandes Groß-Hessen fand im Bürgersaal des Rathauses Frankfurt a. M. eine Feierstunde statt. Landesobmann Kranz gedachte der Toten des Weltkrieges. Gauamtsleiter Zieg- I e r überbrachte die Grüße des Gauleiters. Ober­bürgermeister Staatsrat Dr. Krebs betonte, daß auch die Kriegsblinden als vollwertige Mit­arbeiter und Mitstreiter in der Volks­gemeinschaft stehen. Bundesführer Martens erklärte, daß der Kriegsblinde sich wieder einge­reiht habe in die Front der Schaffenden. Von 3200 blinden Kriegskameraden, die heute in Deutschland leben, sind 2000 in den Arbeitsprozeß eingeschaltet, die übrigen 1200 sind entweder noch mit anderen Leiden behaftet oder sie sind zu alt, um noch ar­beiten zu können. Martens überbrachte die Grüße des Führers des NSKOV. Oberlindober und sagte, daß bei seinen Unterhaltungen mit dem Führer dieser des öfteren zum Ausdruck gebracht habe, daß er seine Kriegsblinden nie vergessen werde. Dann richtete der Bundesführer einen Appell an die Anwesenden, untereinander zu helfen und bei- zustehen, damit jeder nach seinen Fähigkeiten Be­schäftigung finde, denn Arbeit sei das beste Mittel, um das Schicksal zu meistern.

Auf der Tagung des Landesverbandes im Gesell­schaftshaus zur Einigkeit sprachen Bundesführer Martens über Berufsberatung, Bundesorganisa­tionsleiter Friedel über Handwerkerfürsorge. Hieran schloß sich ein gemütliches Beisammensein unter Mitwirkung der Kapelle der Frankfurter Schutz­polizei.

Oer Kleingärtner als Selbstversorger.

Auf dem 3. Reichskleingärtnertag in Chemnitz wurden alle die Fragen behandelt, die für die Ar­beit des Kleingärtners und ihre Bewertung von Wichtigkeit find. Reichsabteilungsleiter im Reichs­nährstand, Professor Ebert, gab eine Darstellung der ernährungspolitischen Bedeutung des Kleingar­tenwesens und des Verhältnisses zwischen Kleingar­tenwesen und Erwerbsgartenbau. Der uns zur Ver­fügung stehende beschränkte Raum zwingt dazu, die dem Kleingärtner normalerweise bereitzustellen­den Landflächen knapp zu bemessen und auf die Landauswahl besonderes Augenmerk zu legen. Der Kleingärtner ist Selbstversorger und in normalen Zeiten nicht dazu berufen, mit dem lieber» fluß seiner Erzeugung den Bedarf des Marktes zu decken. Der beste Boden und Standort sollen der Landwirtschaft und dem Erwerbsgartenbau Vorbe­halten bleiben. Besteht Auswahlmöglichkeit, dann muß dem Kleingärtner der geringere Boden zugewiesen werden, auf dem er zum Kolonisator werden kann. Durch richtige Bodenpflege kann er diese Fläche in den höchsten Leistungsstand versetzen. Zwischen Erwerbsgartenbau und Persorgung des Marktes und dem Kleingartenbau zur Selbstversor­gung muß eine enge Zusammenarbeit hergestellt werden. Auch der Kleingärtner muß für die Ziele der Marktordnung Verständnis aufbringen. Der Präsident des Reichsoerbandes deutscher Kleintier­züchter, Vetter, sagte, Kleintierhaltung in den Kleingärten ist unbedingt notwendig, aber nur in dem Ausmaß, als eigenes Futter, das heißt genügend Abfälle, vorhanden ist. Grundsatz muß sein, lieber wenige Tiere in einwandfreien Ställen richtig, als viele Tiere falsch zu halten. Der aus der Kleintierhaltung anfallende Dung bietet dem Klein­gärtner eine wichtige Hilfe für seinen Pflanzenbau. Vetter empfahl besonders Angorakaninchen, Hühner und Bienen Wo es sich irgend er­möglichen läßt, müssen an Stelle unbrauchbarer Hecken ober nicht tragender Obstbäume M a u l - beer st räucher für die Seidenraupenzucht ge­pflanzt werden. Abteilungsleiter Vollert er­läuterte das Pflanzenschutzqesetz in seiner Bedeutung für den Kleingärtner. Professor Dr. Ludwigs erklärte, daß die Ausbildung von Pflanzen­schutzwarten im kommenden Winterhalbjahr so vorangetrieben werden solle, so daß das Gesetz im kommenden Frühjahr zu seiner vollen Anwendung gelangen kann. Voraussetzung ist eine gedeihliche Zusammenarbeit aller Gartenfreunde mit den Planzenschutzwarten.

Im Hinblick auf die große Bedeutung der Klein­tierzucht und -Haltung in der Erzeugungsschlacht hat der Reichs- und preußische Minister für Ernährung und Landwirtschaft den Präsidenten des Reichs- verbandes Deutscher Kleintierzüchter EV Karl Vetter (MdR.), Wanfried, Kreis Efchwege, zu feinem Sonderbeauftragten für die Kleintierzucht und -haltun g ernannt. 'Ausgabe des Sonderbeauftragten ist die Forderung der Kleintierzucht und -Haltung in der Erzeugungs- fchlacht. Die dem Reichsernährungsminister unter­stehenden Dienststellen werden angewiesen, den Son­derbeauftragten bei seiner Aufgabe zu unterstützen.

Rutengängerkorschuna

Berlin. 26. Juni. (DNB. In der Deutschen Justin" ist eine Warnung unter der Ueberschnft Der Schwindel mit Erd- und Höhenftrahlen" ver­öffentlicht worden. Aus dem Kreise ernsthafter Ru­tengänger an das Reichsjustizministerium gerichtete Anfragen find Veranlassung, auf folgendes hlnzu- roeifen: Die Warnung befaßt sich nicht mit ber Frage ber Auffinbung von untenrbischen Wasser- abern Mineralien Mineralölen ober Salzadern mittels Wünschelrute Die Warnung will auch nicht ber Entscheibung bes Streites, obErb-

Glänzender Verlauf des Reichskriegertages in Kassel

Kassel, 26. Juni. (DNB.) In dem reichge­schmückten Festsaal der Stadthalle fand Samstag- oormittag in Anwesenheit von Vertretern der Par­tei, der Wehrmacht, der Behörden die Eröff­nung des Reichskriegertaaes 1937 durch den Bun­desführers SS.-Gruppenfüyrer Oberst a. D. Rein­hardt statt. Mit besonderer Freude entbot er fei­nen Willkommensgruß den Militärattaches und den Frontkameraden aus England, Frankreich Italien und Ungarn. Heber dem Reichskrie­gertag 1936, so fuhr der Bundesführer fort, wehte zum ersten Male unsere Bundesfahne mit dem Hakenkreuz. In Verbindung dieses Sym­bols mit dem Eisernen Kreuz, dem Ehrenzeichen der deutschen Frontsoldaten, war die Marschrichtung des Reichskriegerbundes vorgezeichnet: Solda­tentum und Nationalsozialismus. Frontsoldaten regieren unser Volk im Sinne eines ehrenhaften Friedens. In diesem Bewußtsein stehen auch wir im Dienste der Erhaltung des Friedens, der Freiheit und der Ehre. Wir setzen uns in un­seren kameradschaftlichen Beziehungen zu den aus­ländischen Frontkämpferorganisationen und inner­halb der internationalen Frontkämpferorganisation, dafür ein, den Bemühungen zu einer Völker­verständigung zum Erfolge zu verhelfen.

Vizepräsident Pierre Fort überbrachte die herz­lichsten Grüße der französischen Frontkämpferver­bände und betonte, daß die Frontkämpfer aller Na­tionen für den Frieden kämpfen müßten. Ein Krieg würde das Ende der europäischen Zivili- lisation bedeuten. Frankreich und Deutschland seien Nachbarn und hatten beide Großes für die Zivili­sation getan. Sie müßten s i ch verstehen und gegenseitig achten und für den Frieden ar­beiten. (Starker Beifall und Händeklatschen.) So­dann überbrachte als Vertreter Italiens der Prä­sident des Bundes der italienischen Frontkämpfer, General Rossi, die besten Wünsche der italieni­schen Frontkämpfer. Es sei ein Symbol, daß heute, wo die Frontkameraden aus allen Ländern erschie­nen seien, die italienische Sprache in diesem Saale erklinge. Als Vertreter ber ungarischen Front­kämpfer sprach bann Oberst Engelbrecht, ber sich gegen bie unterirbischen unb unsichtbaren Kräfte roanbfe, bie systematisch bas Wohlergehen ber Völ­ker untergraben wollten. Es gebe nur ein Ziel bei allen Völkern, biefen Hetzaposteln, Profitmachern unb Großkapitalisten ber internationalen Kriegs- inbuffrie gemeinsam bas Hanbwerk zu legen.

Der Bundesführer dankte den ausländischen Ver­tretern für ihre zu Herzen gehenden Worte und faßte die Friedenswünsche aller Frontsoldaten in dem Satz zusammen:Wenn die Frontsoldaten von England bis Italien und von Frankreich bis Jugo­slawien den Frieden wünschen, dann müssen die Diplomaten folgen." Mit freudiger Be­geisterung nahmen bie beutfchen Frontsoldaten bie Worte ihres Bundesführers auf, ber bie Grüße ber beutfchen Frontkämpfer bem Präfibenten von Frank­reich, bem König von Italien unb Kaiser von Aethio- pien, bem italienischen Regierungschef Mussolini unb bem ungarischen Reichsoerweser Abmiral Horthy barbrachte. Sobann begaben sich ber Bunbesführer und die Vertreter der ausländischen Frontkämpfer zum englischen unb russischen Kriegsgefange- nen-Friedhof, zum Ehrenmal unb zur Messerfchmidt-Gebenktafel, wo Kränze niebergelegt mürben. Am Samstagabend sand ein Begrüßungs- und Empfangsabend ftatt Der Bundesführer Oberst a. D. SS.-Oberyrup- penführer Reinhardt dankte dem Reichsführer SS. Himmler für fein Erscheinen, ferner dem Oberbürgermeister für die bereitwillige Unterstüt­zung bei der organisatorischen Durchführung des Reichskriegertages. Der Oberpräsident der Provinz Hessen-Nassau, Seine Kgl. Hoheit Prinz Philipp von Hessen und ber Gauleiter bes Gaues Kurhessen, Gauleiter W e i n r i ch wurden zu Ehrenmitglie­dern des Reichskriegerdundes ernannt. Der Füh­rer hatte telegraphiert:Für bie Meldung von ber Eröffnung des beutfchen Reichskriegertages 1937 und bie mir telegraphisch übermittelten Wünsche, spreche ich Ihnen meinen Dank aus. Ich grüße bie zum Reichskriegertage versammelten alten Front- kameraben unb bie Soldaten ber alten Armee i n kameradschaftlicher Verbundenheit unb heiße die ausländischen Frontkämpfer, die als Gäste an dieser Kundgebung teilnehmen, in Deutsch­

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Kassel im Zeichen des Reichskriegerbundes Kyffhäuser. (Scherl-Bilderdienst-M.)

land herzlich willkommen. Ich wünsche aufrichtig, daß Ihre vom soldatischem Geist getragene Zusam­menkunft zum gegenseitigen Verständ­nis der Front so ldaten aller Länder unb bamit zum Frieden beitragen möge. Adolf Hitler."

Der Höhepunkt des Reichskriegertages war auch der große Aufmarsch auf der Karts- wiefe, der 150000 Mitglieder des Reichs- kriegerbundes vereinigte. Generalfeldmarschall von Mackensen und Reichsführer SS. Himmler fuhren im Kraftwagen die end­losen Reihen der Frontkämpfer ab. Rundes- führer Oberst a. D. SS.-Obergruppensührer

Reinhardt sagte in einer Ansprache:

Dieser Reichskriegertag ist d e r e r ft e in unse­rer engen Verbindung mit der SS. Ihre Anwesenheit, mein Reichsführer, unb bie Teilnahme ber SS.-Verfügungstruppe bezeugt, wie hoch bie Frontsoldaten in der Achtung des neuen Reiches stehen und wie fest unser Millionenbund mit dieser Volksgemeinschaft verwurzelt ist, heute unb auch für bie Zukunft! Ich grüße in tiefer Ehrfurcht unseren Generalfelbmarschall von Mackensen, ben ältesten Repräsentanten bes alten Heeres. Wir hoffen, daß Ihnen bie Haltung der alten Soldaten, von denen so viele unter Ihnen gekämpft haben, zeigen wird, baß die Front ber Treuen von bamals eine Kamerabschast der Treue auch heute ist! Wir senken unsere Fahnen in ber gleichen Ehrung vor den sechs Millionen Kriegsgefallenen ber Entente. Wir gedenken dabei ber 19 Millionen Kämpfer, bie bei allen kriegführenben Mächten verwundet wur­den. Wir ehren zugleich alle, bie in den Freikorps und in der nationalsozialistischen Bewegung im Ringen um Deutschlands Wiedergeburt Leben unb Gesundheit ließen. Wir gedenken heute unb hier insbesondere der bis zum Tode Pflichtgetreuen bes PanzerschiffesDeutschlanb". Ehre allen, die für ihr Vaterland starben unb litten!

Nachbem das Lieb vom guten Kameraden ver­klungen war, führte Oberst Reinhardt weiter u. a. aus: Vor wenigen Wochen hat blitzartig der Ueberfall bolschewistischer Piraten ben Ernst ber internationalen Lage beleuchtet. 31 deutsche Soldaten wurden feige hingemordet. Sie sind Zeugen des deutschen Willens, der sich bem Chaos ber bolschewistischen Weltkatastrophe ent­gegenstemmt. Volk und Wehr stehen bis auf ben letzten Mann hinter bem Wil - len bes Führers. Volk unb Wehr sind ein­satzbereit für bie Verteidigung ber Ehre, ber Rechte und des Friedens unserer Nation. Die Gegenwart braucht jeden Frontsoldaten. So haben wir es in der Bereitschaft der Front gelernt, und so bleibt es: Der Führer befiehlt, wir folgen!

Nachdem General Ritter von Leeb ben Front- solbaten bie Grüße bes Reichskriegsministers unb bes Oberbefehlshabers der Wehrmacht übermittelt hatte, begann

Reichsführer SG. Himmler

feine Ansprache. Es ist heute bas erstemal, baß ich zu euch, ben alten Solbaten, bie im Kyffhäuserdunb vereinigt finb, als Reichsführer ber Schutzstaffeln spreche. Vor 20 Jahren, ba war die Zeit ernstesten unb tiefsten Helbentums. Balb hiernach kam eine Zeit, ba waren alle bie Werte, bie ihr hochgehalten unb verkörpert habt, in ben Schmutz g e tr e = ten. Unb es kam ein Mann aus euren Reihen, ber Svlbat, ber politische Führer, unser Führer Adolf Hitler, und die Werte, die die deutsche Wehr­macht groß gemacht haben, die nahm er mit als Grundwerte in das Fundament bes neuen Reiches, als Erziehung für bie nationalsozialistische Bewegung. Neben ber politischen Erkenntnis, neben ber Lehre von bem Wert bes Blutes unseres eige­nen Volkes, bem Wert ber Rasse, gehören zu ben alten Tugenben, bie ihr einst im Kriege verkörpert habt, Treue, Gehorsam, Kamerabschast. Das finb bie Banbe, bie euch, bie alten Solbaten, mit ber Bewegung Abolf Hitlers unb mit ber Schutz­staffel zusammenbinben. Das ist ber Geist, ber uns aus gleichgestellten ehrenvollen Kameraben bie Ver­pflichtung auferlegt, den Kameraden der anderen Front die Hand zu geben. In diesem Geist grüße ich euch, alte Soldaten!

General ber Infanterie Se utter von Lät­zen überbrachte bie Grüße bes Solbatenbunbes unb Reichskriegsopferführer Oberlinbober bie Grüße von anderthalb Millionen kriegsbefchädigter Kameraben. Oberst' C r o ß f i e l b übermittelte bie Grüße ber British Legion unb als Generalsekretär bes Internationalen Verbanbes ber Frontkämpfer herzliche Grüße von ihrem Präfibenten unb ben Frontsolbaten von 14 Nationen. Der Abjutant bes Herzogs von Connaught heftete ber Kame- rabschaft bes ehemaligen Ziethen-Husarenregiments, bessen Chef ber Herzog früher war, ein Fahnenbanb an bie Stanbarte, ein Symbol ber Gemeinschaft ba- für, baß beibe Nationen auf so manchen Schlacht- felbern ber Geschichte oerbunben waren, ein Wahr­zeichen, baß bie ehemaligen Gegner aus bem Welt­kriege heute Freunbe geworben sinb. (Starkes Hänbeklatschen unb Bravo-Rufe.) Bunbesführer Oberst Reinharbt sprach bie Hoffnung aus, baß aus biefer Freundschaft der Frontkämpfer Ersprieß­liches für die ganze Kulturwelt entstehen möge. Es folgte nun ber Vorbeimarsch ber 150 000 vor bem Bunbesführer, bem greifen Felbmarschall von Mackensen, Reichsführer SS. Himmler unb ben Ehrengästen.

strahlen" irgendwelche schädigenden Einwirkungen auf Menschen, Tiere und Pflanzen ausüben kön­nen, v o r g r e i f e n und nicht bie ernste Forschung und praktische Weiterarbeit auf diesem Gebiet ver­hindern. Die Warnung will auch niemandem, der sich irgendwie burchErbsttahlen" geschäbigt ober beeinträchtigt fühlt, verwehren, sich burchAbschir­mung" ober sonstige Maßnahmen zu schützen. Sie bezweckt nur ben Schutz ber Volksgesunb- heit vor Scharlatanen ober Nichts­könnern.

Englische Frontkämpfer paradieren vor dem König.

London, 27. Juni. (DNB.) Jrn Hyde-Park nahm ber König in Begleitung ber Königin unb ber Königinmutter den Vorbeimarsch von 80 000 frühe­ren Soldaten und Frontkämpfern der British Legion ab. Unter den Klängen alter Militärmärsche mar­schierten die alten Soldaten etwa anderthalb Stun­den lang an dem Königspaar vorüber. General Sir Jan Hamilton marschierte an der Spitze eines besonderen Kontingentes, dessen Mitglieder sowohl in Südafrika wie im Weltkriege gekämpft haben. Der König hob hervor, daß er den Besuchs- austausch von Frontsoldaten zwischen England und anderen Ländern begrüße. Diejenigen, die den Krieg kennten, wüßten, welches Unglück er sowohl für Sieger wie für Besiegte bedeute. Wenn aber die Frontsoldaten z u s a m m e n st ü n d e n und bie Welt von biefer Tatsache überzeugten, könnten sie bem Menschengeschlecht keinen größeren Dienst leisten.

RumänischerKönigsbeluch in Warschau

Warschau, 28. Juni. (DNB. Funkspruch.) Kö­nig Carol von Rumänien, in besten Begleitung sich ber Thronfolger Michael, Außenminister Anto- nescu, Vizekriegsminister General Glatz und Hof­marschall Urbareanu befinben, traf in Warschau ein. Der erste Tag würbe mit einem Bankett im Königsschloß abgeschlossen. Der polnische Staats- präsibent sagte, währenb seines letzten Aufenthaltes in Rumänien habe er sich bavon überzeugen kön­nen, bis zu welchem Grabe bas polnisch-rumänische Bünbnis, bas ein Bünbnis bes Friebens sei, tief in

beiben ßänbern verankert fei. Er mochte feinen Gefühlen daburch Ausdruck geben, daß er bie pol­nische Gesanbtschaft in Bukarest zum Range einer Botschaft erhebe. Sonntag vormittag nahmen nach ber Besichtigung ber Truppen und ber Luftstreitkräfte ber polnische Staatspräsibent, König Carol, Kronprinz Michael unb Marschall Rydz- Smigly ben Vorbeimarsch ber Truppen ab. Dem Kö­nig wurde bas Kommando bes 57. polnischen In­fanterie-Regiments übertragen.

Kleine politische Nachrichten

Der Führer besuchte am Samstag Nürn­berg zu längeren Besprechungen über bie Reichs­parteitagsbauten.

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IriT Führer und Reichskanzler hat im Aylchluß an bie Rückkehr bes Panzerschiffes Deutschland" bem Kommanbanten Kapitän zur See Fänger in Anerkennung bes hervorragenben Verhaltens feiner Besatzung fein Bilb mit eigenhändiger Wibmung überfanbt.

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Der Reichskriegsminister unb Oberbefehlshaber der Wehrmacht Generalfelbmarschall von Blom­berg begibt sich am 28. Juni zu einem mehr­tägigen Besuch nach Bubapest, wo er als Gast bes königlich-ungarischen Honvebministers General ber Infanterie Räber Einrichtungen und Forma­tionen ber königlich-ungarischen Honveb besichtigen wirb.

Auf Grunb bes Abkommens ber Reichsleiter Dr. Robert Ley unb Alfreb Rosenberg über bie Zusam­menarbeit auf bem Gebiet ber Kulturorganisation würbe bie NS. -Kulturgemeinbe unb bie AemterF e i e r a b e n b" unbDeutsches Volksbilbungswerk" im Rahmen ber NS.- GemeinschaftKraft burch Freube" zusammen- geschlossen Zum Leiter hat Reichsleiter Dr. Ley im Einvernehmen mit Reichsleiter Rosenberg ben Pg. Lubwig Klemme ernannt; zu feinem Stellvertreter würbe Pg. Karl Maria Holz­apfel bestellt.

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Am Sonntag traf ber kanabische Ministerpräsibent Mackenzie King einer Einlabung bes Botschafters

von Ribbentrop folgend zu einem mehrtägigen Be­such in der Reichshaupt st adt ein.

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Der diplomatische Vertreter Polens beim Vati­kan hat eine zweite Unterredung im Staatssekreta­riat des Vatikans wegen des Konfliktes des Krakauer Erzbischofs mit ber polnischen Regierung gehabt. Der konservativeC z a s", ber bie Partei bes Krakauer Erzbischofs ergriffen hatte, ist bis auf weiteres verboten worden.

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Der Ausschuß der Arbeitgeber im französischen Gastwirtgewerbe hat zum Protest gegen bie Einführung ber 40-Stunbest - W o ch e die Schließung der Betriebe in ganz Frankreich für Samstag, den 3. Juli, beschlossen. Der Verband bezeichnet bie Schwierigkeiten bei strenger Einhaltung ber 40-Stunben-Woche, verteilt auf weniger als sechs Tage in ber Woche, als un= überwinblich.

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Die Streikbewegung ber Oelarbeiter hat sich nun von Trinibab auf bie nahegelegene Insel T o - b a g o ausgebehnt. Auf Anforberustg bes Gouver­neurs von Tobago ist eines ber beiben englischen Kriegsschiffe, bie in ber letzten Woche in Trinidab eingetroffen waren, nach Tobago geeilt, um bort Marineinfanterie an Lanb zu fetzen.

Aus aller Wett.

Die Goethe-Medaille für Prof. $ n i i b e r - Amsterdam.

Der F ü h r e r unb Reichskanzler hat bem Professor ber Archäologie an ber Universität Arnsterbarn Dr. Gerrte Aeilkv Sedo Snijber in Amsterdam bie Gvethe-Mebaille für Kunst unb Wissenschaft verliehen.

Unentschiedener Ausgang des Internationalen Schachturniers.

Jrn Internationalen gemischten M e i ft e r t u r» nier des Großdeutschen Schachbunbes in Bad Saarow würbe bie letzte Runde ausge­tragen. Das Enbergebnis lautete: Kuppe und Richter je 7 Punkte; Bogoljubow 5'/- P.; Czaya, Michel und Engels je 5 P.; Ma° karezyk 3'/- P.; Ernst 3 P.; Dr. Dührssen und Weichert je 2 P. Erwähnenswert ist, daß