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Die im ©eite schwimmen, stöhnen am meisten. Sie sehen auch dann schon ihr Verderben vor Augen, wenn das Schmalz einmal etwas knapper wird, obwohl sie von diesem Nahrungsmittel nie­mals Gebrauch machen, weil sie sich andere Speisen leisten können. Mit diesen nicht sehr angenehmen Zeitgenossen möchten wir auch die Briten ver­gleichen, die, wie von der Tarantel gestochen, auf- sahren, wenn sie etwas von deutschen Kolo­nialwünschen hören. Stets tun s' wären sie dem Untergang geweiht, sobald ....

bewegte Leben des 1, , Gäste zu dem Iugenbh. , .....

©obenwin d". Exzellenz Ricci und die Balilla- Offiziere zeigten großes Interesse für alle Einrich­tungen der schwimmenden Jugendherberge. Kurz vor 10 Uhr erfolgte der Weiterflug nach der Ordensburg E r ö s s i n s e e. Der italienische Jugendführer ließ sich ausführlich über die Aufgaben der Schulungs­burg unterrichten. Der gesamte erste Jahrgang der Adolf-Hitler-Schule sang einige HJ.-Lieder.

Methoden sei an sich kein juristischer Einwand gegen die Übertragung von Mandaten an Deutschland. Es handle sich vielmehr um eine moralische Einwen­dung von größtem Ernst.

Auch Sir Robert H o r n e , der in früheren konser­vativen Kabinetten führende Posten innehatte, u. a. den eines Schatzkanzlers, bekämpfte in Portsmouth

und Pflichten anerkannt worden seien und die deutsche Einwanderung willkommen geheißen wurde. Seit der Errichtung des Mandats habe in Südwest ein geschlossenes nationales Deutsch­tum bestanden, das bereits 1923 die Einführung eines Mandatsbürgerrechtes verlangt habe. Die Tendenz der Deutschen sei stets die gleiche geblieben, nämlich die kulturelle und politische Gleichberechtigung in dem Lande zu erhal­ten, das seine Existenz ihrer Arbeit verdankt. Der Abgeordnete verwies auf den gleichen Kampf, den die Buren in Südafrika für Volkstum und politische Rechte geführt hätten. Troß wiederholter Anträge der Deutschen im ßandeSrat sei die poli­tische 'Gleichberechtigung nicht durchgeführt worden. Nicht einmal Deutsch als Amts­sprache habe man zugestanden. Diese dauernde Verweigerung unentbehrlicher Lebensrechte an die Deutschen sei der wirkliche Grund für die politischen Verwicklungen, die heute in Südwest be­stünden Die in dem Bericht der Südwestafrika- Kommission enthaltene Darstellung, die den Deut­schen alle Schuld zuschiebt, müsse von der deutschen Bevölkerung a b g e l e h n t werden. Eine eingehende schriftliche Stellungnahme zu dem Bericht der Süd- westafrika-Kommission werde der Mandats- kommision des Völkerbundes vorgelegt werden. Mit dauernden Sympathieerklärungen der Afrikaner und der Unionsregierung fei den Deut­schen nicht geholfen.

Berlin, 27. April. (DNB.) Ueber die Entwick­lung der Lage im Mandatsgebiet von Südwest- afrika erfährt das DNB. folgendes: In ihrer Note vom 15. April an die Reichsregierung hatte die Unionsregierung angedeutet, es werde mög­licherweise keine Veranlassung vorliegen, die sogenannte Südwestafrika-Proklamation gegen die Deutschen zur Anwendung zu bringen. Dem entgegen hat d e r Administrator von Südwest, Conradie, zwei Tage später, am 17. April, öenDeutschen Bund" als politischen Verband im Sinne der Proklamation erklärt. Damit werden alle Reichsangehörigen gezwungen, aus demDeutschen Bund" auszutreten, in dem sich in Zukunft nur noch solche Deutsche zu- ammenschließen können, die durch Naturalisation auch britische Untertanen geworden sind. Das Vorgehen des Administrators ist in Süd­west mit um so größerem Erstaunen ausgenommen worden, als zwischen der Administration und der Leitung desDeutschen Bundes" seit längerem Verhandlungen schwebten, bei denen eine grundsätzliche Einigung bereits erzielt war und die eine Anwendung der Proklamation gegen denDeutschen Bund" hätten ausschlie - ß e n müssen.

In der Sitzung des Landesrates vom 19. April erklärte der Abgeordnete Dr. Hirsekorn, daß durch das Londoner Abkommen von 1924 die Deut­schen im Mandatsgebiet mit gleichen Rechten

stehen. So sei bereits vor dem Kriege Deutsch­land der beste Kunde Italiens gewesen und sei es bis heute fast ununterbrochen geblieben. Das Studium der wirtschaftlichen, technischen und wissenschaftlichen Anstrengungen Deutschlands möge den italienischen Journalisten eine gute Einsicht in die besonders gelagerten Schwierigkeiten der deut­schen Wirtschaft vermitteln. Die anschließende B e - sichtigung der Essener Krupp-Werke gab den italienischen Gästen ein eindrucksvolles Bild von einem besonders bedeutsamen Abschnitt der deutschen Wirtschaft, die durch den Namen Krupp verkörpert ist.

Die ilal.emschen ZugenWhrer besuchen Ostpreußen.

Zuchthausstrafe für einen geistlichen Gittlichkeitsverbrecher.

Ratibor, 27. April. (DNB.) Vor der Ersten Strafkammer des Landgerichtes Ratibor war der Kaplan Johannes Birkhahn wegen Sittlichkeits­verbrechens an einem 14jährigen Mädchen ange­klagt. Das Gericht kam zu der Auffassung, daß sich der Angeklagte, der zur Zeit des Verbrechens auch Religionslehrer an der Volksschule seines Wohn­ortes war, im Sinne der Anklage schuldig gemacht hatte, und verurteilte ihn zu der gesetzlichen Mim deststrafe von einem Jahr Zuchthaus unter Anrech­nung der erlittenen Untersuchungshaft. Der An­geklagte, der sich an einem 14jährigen Mädchen ver­gangen hatte, versuchte in der Hauptverhandlung wie schon in der Voruntersuchung sich auf seine Pflicht als Geistlicher zu berufen, die Kinder sexuell a u f z u k l ä r e n. Er mußte sich vom Gerichtsvor­sitzenden den Vorwurf mangelnder Aufrichtigkeit gefallen lassep. In der Urteilsbegründung sagte das Gericht, daß der Angeklagte seine Pflicht als Geist- licher und Erzieher, die ihm anvertrauten Kinder seelisch zu schützen und fortzubilden, schwer ver­hetzt habe. Der Staatsanwalt brachte zum Aus-

Nicht weniger als 1 078 000 Jungen und Mädel liehen sich im Jahre 1936 bei ben Berufs- beratungs st eilen Auskünfte über die Berufs­wahl geben. Davon wollten 207 000 ins Metall- ge werbe gehen. 215 000 beabsichtigten kauf­männische Berufe zu wählen. Nicht als 148 000 Mädel stürzten sich auf die B> kaufmännischen Ange st eilten, Stenoty­pistinnen, Kontoristinnen, darunter 83 000 auf eine Stellung als Verkäuferin. 95000 Mädchen wünschten als Hausgehilfin tätig zu sein. Leider war die Zahl derer, die, männlich oder weib­lich, sich für die Landarbeit interessierten, nur

Gegen das Deutschtum in Güdwest

Erstaunliche Maßnahmen des Administrators.

lohn Vull als Habenichts.

Mit Heuchelei gegen die deutschen Kolonialforderungen.

Gleiche Wirtschastsprobleme in Deutschland und Italien.

Italienische Industrielle besuchen das rheinische Industrierevier.

48 000.

Langsam hat man im vergangenen Jahr System und Normen nicht nur in die Berufsberatung, son­dern vor allem auch in die Berufsausbildung ge­bracht. Es stehen jetzt z. B. auch erheblich mehr ßehr st eilen zur Verfügung als je zuvor. 148 000 standen im Metallgewerbe frei. In diesem Jahre werden es 169 000 sein. Die Zahl der offenen Lehrstellen für das Baugewerbe wuchs von 38 000 auf 45 000, bleibt aber damit immer noch erheblich unter dem Ziel von 75 000 zurück. Daß die Zahl der dem flachen Lande sich Zuwendenden noch viel zu klein ist angesichts der riesigen Nach­frage, liegt auf der Hand. Hier arbeitet aber neben den Berufsberatungsstellen am tatkräftigsten die HI. vor mit ihrem Landdienst. Auf der anderen Seite wird die Abwanderung vom flachen Lande erheblich erschwert.

Bei den höheren Schulen liegen die Dinge naturgemäß anders. Hier ist es ja häufig so, daß die Berufe öfter gewechselt werden, wenn das Stu­dium nicht zusagt oder die Geldmittel erschöpft sind. Der höchste Prozentsatz der Abiturienten nahm die Offizierslaufbahn auf. Dann erst folgten die Ingenieure, Chemiker, Aerzte usw. Dabei muß man natürlich berücksichtigen, daß die Berufs­beratungsstellen sehr viele Jugendliche, die sich nach dem Abitur über ihre Berufsgestaltung längst im klaren sind, nicht erfassen, so naturgemäß u. a. die theologischen Berufe, die Kunststudien, und die­jenigen Jugendlichen, die aus der HI. in die Partei, den Arbeitsdienst usw. hineingehen.

Hamburg, 27. April. (DNB.) Am Dienstag­morgen unternahm der italienische Jugendführer mit dem Reichsjugendführer eine Besichtigungsfahrt durch den Hamburger Hafen. Durch das bunte und Hafens führte das Schiff die n d h e r b e r g's f ch i f fH e i n

Deutschland auch nur eine seiner afrikanischen Be­sitzungen zurückgeben würde. Wir kennen diese Ar­gumentation zur Genüge und wir wissen, was dahinter steckt. Den Vogel hat aber unzweifelhaft der Engländer Sir Robert Hör ne abgeschossen, der es sertiggebracht hat, seiner Zuhörerschaft zu erzählen, daß England ebenfalls zu der Lander­gruppe der Habenichtse gehöre. Wir wissen nicht ob er bei seinen Hörern damit Glauben gesunden hat. Redliche Mühe hat er sich jedenfalls gegeben, die zahlreichen Besitzungen Großbritanniens in allen Erdteilen, die gewaltigen Naturschätze, die es fein eigen nennt, sein riesiges Vermögen, seinen ganzen Reichtum zu leugnen. Fast fühlen wir uns ver­sucht, eine kleine Sammlung zugunsten der armen und bedürftigen Engländer zu veranstalten. Man muß sich in der Tat wundern, wozu die Briten fähig sind, um einen berechtigten deutschen Kolonial- anspruch abzuweisen. DieYorkshire Post , die uns Mangel an Respekt vor der menschlichen Persön­lichkeit" vorwirft, um damit nachzuweisen, daß wir nicht würdig wären, Kolonien zu erhalten, täte gut daran, über dieses Kapitel zu schweigen. Wir konn- ten aus der britischen Geschichte und der Geschichte anderer Völker eine Fülle von Beispielen der Re- pektlosigkeit aufzählen: Indien, s-®uren^eg, Welt­krieg, Gefangenenbehandlung, Hungerblockade. Das genügt zunächst. Und wenn man noch einen Blick nach Spanien wirft, dann sehen wir dort viele tau­end Engländer, Söhne des britischen Weltreiches. England hat sie ruhig nach Spanien ziehen lassen, es hat nichts getan, um sie vor einem grauenhaften Schicksal zu bewahren. Es hat sie allerdings nur ausRespekt vor der menschlichen Persönlichkeit' dorthin ziehen lassen, wo sie gegen die Maschinen­gewehre der spanischen Nationalisten vorstürmen müssen und, wenn sie das nicht tun, durch das Ma­schinengewehrfeuer der Bolschewisten erledigt wer­den. slt-

Lenkungen in der Wirtschaft vornehmen zu ton­nen. Man hat organisiert, indem man die wirt­schaftlichen Funktionen zu Grunde legte. Ich glaube, daß wir bei diesem Prinzip der Organisation nach der Funktion bleiben müssen, wenn nicht über­haupt das ganze organisatorische Gebilde und da­mit die praktische Leistungsmöglichkeit ins Wanken geraten solle. Wir müssen, wenn wir nach dem Prinzip der Funktion eine Organisation aufziehen, auch die Totalität dieser Funktion sehen. Zum deutschen Handel gehört auch das Be- herbergungs- und Schankgewerbe.

Ministerialdirektor Dr. Wienbeck überbrachte die Grüße des Reichswirtschaftsministers und ging dann zu verschiedenen aktuellen Fragen über. Der . Verkauf von Branntwein in Flaschen sowohl durch den Gastwirt wie durch den Einzel- \ handel sei noch nicht gelöst. Alle Auswege, die bis- ; her vorgeschlagen wurden, hätten den Fehler, daß ; sie irgendwo einen anderen zu hart träfen und so­mit undurchführbar seien Auf dem Gebiet der Straußwirtschaften lägen die Verhältnisse nicht in allen Gegenden gleich. Die Maßnahmen der Regierung zielten darauf hin, den Winzern die Möglichkeit zu geben, zu bestimmten Zeiten des Jahres ihre Weine direkt abzusetzen. An diesem Zweck müsse festgehalten werden. In absehbarer Zeit hoffe man, zu einer ausreichenden Regelung zu kommen. Die Verwendung der zahlreichen Stu­dent e n h ä u s e r in den Universitätsstädten nach Auflösung der Korporationen sei eine etwas schwie­rige Frage. Die Schankerlaubnis an sich sei hier vor­handen; es sei zu prüfen, ob sie als eine fortgesetzte oder eine erweiterte genehmigt werden soll. DasReichs- wirtschaftsministerlum beabsichtige durch einen Rund- erlaß an die Länderregierung auf die Gefahr der allzu großen Konzessionen hinzuweisen und zu ver­anlassen, daß Konzessionen nur barm erteilt wer­den, wenn ein ausreichendes Bedürfnis vorliegt. Be­züglich der S p e i s e w l r l s ch a f t e n wertie eine genaue Erhebung durchgeführt. Ob man hier zu einem Konzessionszwang kommen werde, stehe noch nicht fest. Das gelte auch für die Erfrischungs­räume der Warenhäuser. Dem Gaststätten­gewerbe sei zu empfehlen, von sich aus solche billigen Möglichkeiten zum Verzehr zu schaffen. Die Aus­sichten für die B e s e i t i g u n g d e r Geträ nie - st e u e r seien nicht besonders günstig, solange keine allgemeine Steuersenkung erfolgen könne.

Der Leytungskampf der deutschen Jugend.

Heber 304)0 Gansieger im Praktischen Wettkamps der Berufe.

München, 27. April. (DNB.) Arn zweiten Tage des Leistungskampfes der deutschen Jugend traten die 3224 Gausieger, unter ihnen 996 Gau­siegerinnen, aus ganz Deutschland zum prakti­schen Wettkampf der Berufe an. In 20 Wettkampfgruppen, in denen jeweils eine ganze Anzahl miteinander verwandter Berufe zusammen­gefaßt werden, und an 157 Wettkampfstätten, meist größeren in München gelegenen Betrieben, stritten sie um die Ehre der besten Leistung. Unter den etwa 350 am Reichskampf beteiligten Berufen be­fanden sich auch zahlreiche, bei denen die Idee des beruflichen Leistungskampfes im praktischen Leben nicht so sehr in Erscheinung tritt, bei denen aber gerade d i e persönliche Leistung in hohem Maße ausschlaggebend für den Erfolg der Arbeit überhaupt ist. Zu diesen Berufen gehören u. a. auch die Krankenpfleger und -Pflegerinnen, die Kinder­gärtnerinnen und die vielen anderen Berufszweige, bei denen hohe Ansprüche an, den Persönlichkeits­wert des einzelnen gestellt werben. Auch die Blu­menbinderinnen und die Postjungboten, Förster, Fi­scher und sogar drei Schäferlehrlinge von Ober­bayern und von Schleswig-Holstein, iowie zwei Nennsportlehrlinge nehmen an der letzten Etappe des Reichsberufswettkampfes teil. Für eine Anzahl von Berufen, insbesondere von der Gruppe Nähr­stand, mußte die praktische Prüfung in der Nähe Münchens auf Gütern usw. ftattfinben. Einige Be­rufe, wie u. a. die Schornsteinfeger, die auf ver­schiedenen Hausdächern der Stadt ihre Kunst zeigen mußten, traten im Freien zum Wettstreit an. Alle weiblichen Teilnehmer am Reichskampf mußten am Nachmittag auch noch zu einem besonderen hauswirtschaftlichen Wettkampf der Mädel antreten, da man von einem jungen Mäd­chen, ganz gleich, welchen Beruf es erfüllt, auch ge­wisse hauswirtschaftliche Fertigkeiten verlangen muß. Der theoretische, weltanschauliche und praktische Wettkampf des Reichskampfes finbet am Dienstag­abend burch Kameradschaftsabende der Reichsbetnebsgemeinschasten seinen Abschluß.

Die Berufswahl.

die deutschen Kolonialforderungen aufs heftigste. Er verflieg sich zu der Behauptung, daß auch Eng­land eigentlich zu der Ländergruppe d e rHabe­nichtse" gehöre. Horne behauptete, daß Groß­britannien seine Dominien nicht kontrolliere. Sodann vertrat er trotz der bekannten Devisenlage die naive Auffassung daß Deutschland, wenn es Lebensrnittel ober Rohstoffe von ben Dominien haben wolle, biefe erhalten könne, jeboch bafür bezahlen müsse. Das britische Weltreich habe sich Deutschlanb gegen­über wirtschaftlich nicht abgeschlossen, sonbern mehr von ihm gekauft als Deutschlanb von Großbritannien. Im übrigen uerteibigte Horne selbstverstanblich auch bie Haltung ber Südafrikanischen Union gegenüber den Deutschen in Südwest und erklärte, er sei sicher, daß die Union gegen bie beutsche Ko- lonialforberung so fest stehe, wie England stehen sollte.

London, 27. April. (DNB.)Yorkshire Post" beschäftigt sich mit der deutschen Rohstoff - und Kolonialforderung. Um ihrer ablehnenden Haltung den Schein einer Berechtigung zu geben, richtet sie dabei schärfste Angriffe gegen die deutsche Politik. Das Blatt spricht u. a. von dendrohenden Aeußerungen" Deutschlands gegen Südafrika und stellt die groteske Behauptung auf, die deutsche Bevölkerungspolitik lasse vermuten, daß Deutschland Menschen benötige, um Kolonien zu erobern, nicht aber Kolonien mit Menschen zu besiedeln. Der deut­sche Mangel an Rohstoffen könne nicht durch Kolo­nien gelöst werden. (!) Deutschland suche nicht Er­nährung, sondern ein Kolonialreich. Schließlich wird die Rückgabe der Mandate an Deutschland u. a. aus moralischen Gründen (!!) abgelehnt. Das gegenwärtige Deutschland mit seinen Rassetheo" und seinemMangel an Respekt vor der menschlichen Persönlichkeit" lasse nicht auf einen idealen Manda­tarstaat schließen. Ein solches Verfahren sei um so gefährlicher, als Deutschland nicht Völkerbundsmit­glied sei. Seine Absonderung von der europäischen Gesellschaft und von den westlichen Regierungs-

Von Crössinsee begaben sich die italienischen Gäste nach Königsberg, wo zu Ehren des italieni­schen Jugendsührers und seiner Offiziere Gauleiter K o ch im Königsberger Schloß einen Empfang gab, an dem Stabsführer Hartmann-Lauterbacher, der Kommandierende General des I. Armeekorps, bie Führer sämtlicher ostpreußischen Parteigliebe- rungen unb bie Chefs ber Behörben Ostpreußens teilnahmen.

Gauleiter Koch begrüßte bie italienischen Gäste. Ostpreußen könne ihnen zwar keine großen Kunst­werke zeigen, bafür aber das Erlebnis einer politischen Lanbschaft geben. Die Menschen, die biefe Lanbschaft hervorgebracht habe, seien nicht allzu reich mit Glücksgütern gesegnet, aber in ihrem Denken unb Handeln politisch, b. h. kämpferisch, na- nationalistisch unb sozialistisch. Die Bevölkerung bie- ser Provinz stehe tief innerlich z u Ab vif Hit­ler, seiner Weltanschauung, seiner Kultur, seiner Führung schlechthin.

Unterstaatssekretär Ricci antwortete: Erst jetzt, namentlich in^-Königsberg, sei er bavon überzeugt, bas neue nationalsozialistische Deutschlanb ganz zu kennen unb zu verstehen. Ostpreußen stehe als na­tionalsozialistisches Bollwerk für Europa gegen den Bolschewismus. Leben und Sieg nach der Idee Mussolinis und Adolf Hitlers sei nicht nur Leben unb Sieg für bas eine Volk, jonbern für bie Volker Europas.

Das Programm Der englischen Krönungsfeier.

ß o n b o n , 27. April. (DNB.) Am Dienstag wurde das Programm für die Krönung bekanntgegeben. Es enthält auf 36 Seiten die vollständige Folge der Krö­nungsfeierlichkeiten, ein vom amtlichen Hofdichter verfaßtes Gedicht und die Predigt, die in der West- minfterabtei gehalten werden wirb. Der gesamte Krö­nungsakt wirb banach von 10.30 Uhr bis 15.30 Uhr dauern. Der eigentliche Krönungsakt in ber West- minfterabtei wirb bie Zeit von 11 bis 14.15 Uhr in Anspruch nehmen.

Weiter enthält bas Programm bie Reihenfolge ber Krönungsprozession, bie sich vom Buckingham-Palast zur Westminsterabtei unb von bort wieder zurückbegeben wirb. An ber Prozes - i o n werben bie kgl. Familie, ber Lorbmayor von Lonbon, ber Sprecher bes Unterhauses, bie Pre­mierminister Großbritanniens, Kanadas, Austra­liens, Neuseelands, Südafrikas, Süd-Rhodesiens und Nordirlands sowie Vertreter Indiens, der Sultan von Jahore, der Sultan von Sansibar, der Emir Abdullah von Transjordanien und eine Anzahl malaiifdjer Fürsten teilnehmen. Der Krönung s- z u g wird von Vertretern der Garderegimenter und der Dominions-Armeen begleitet sein. Bei der Rück­kehr von der Westministerabtei werden Vertreter der Beamten, der Armee und der Marine den eigentlichen Krönungszug eröffnen. Die Londoner Eisenbahnen und O-Bahnen werden einen Sonder­verkehr einrichten, der bereits um Mitternacht be­ginnen wird, um rechtzeitig die große Menschen­masse heranzuschaffen.

Die nationale Offensive an der Baskenfront.

Prekäre Lage in Bilbao.

Salamanca, 28. April. (DNB. Funkspruch.) Der Heeresbericht meldet, daß an der Front von Aragon ein Gegenangriff der Bolschewisten auf die nationalen Stellungen von Santa Barbara energisch zurückgewiesen wurde, wobei der Gegner viele Tote und' eine große Zahl von Gefangenen verlor. An der Front von Vittoria wurde die Offensive der nationalen Truppen mit Elan fort­geführt. Die nationalen Truppen haben zahlreiche Orte besetzt. Ferner wurde der Höhenzug von Atarregui unb der Paß von Guerricaiz erobert. Dem Feind wurde eine Menge Kriegsmaterial abgenom­men. Sehr hoch ist auch die Zahl der Gefangenen. Die Stadt Durango ist von den nationalen Trup­pen vollständig umzingelt.

Wie unhaltbar die Lage in Bilbao gewor­den ist, offenbart ein Derzweiflungsschrei des baski­schen Kommunistenhäuptlings, den dieser am Diens­tag über den Sender von Bilbao an seine irregeleiteten Jünger gerichtet hat Nach feinen Ein­geständnissen ist die Bevölkerung erfüllt von der Aussichtslosigkeit weiteren Wider­st a n d e s gegen das Vordringen der nationalen Truppen. Das bolschewistische Rezept zu dessen Be­lebung besteht in der Forderung, die Kommando­stellenan die Arbeiterschaft" zu über­tragen, also den von Moskau beauftragten Agita­toren und Gewerkschaftsboyzen die letzten Ent­scheidungen zu lassen. Wörtlich sagte der Kommunist u. a.:Ich muß gestehen, daß unsere Lage mehr als schwierig ist; s i e i st e r n st. Es gibt schon viele Leute, die von Uebergabe sprechen und von der Unmöglichkeit, weiterhin Widerstand zu leisten, an­gesichts der Stärke des Feindes und der Menge feiner Artillerie und seiner Flugzeuge. Die einzige Möglichkeit, uns zu retten, ist bie Mobilisie­rung aller wehrfähigen Männe r."

Leverkusen, 27. April. (DNB.) Eme italie­nische Jnbustrieaborbnung besuchte bas Werk Lever­kusen ber I G. Farbeninbustrie. Bei einem Frühstück im Werkskasino würbigte ber Führer ber italienischen Delegation, Staatsminister Exzellenz Gras V o l p i, bie Verbienste ber JG.-Farben- inbustrie. Die Natur habe in Deutschlanb unb Ita­lien oerschiebene Lücken in ber Versorgung gelaßen. Das große Beispiel, bas bie IG. bei beren Ueber- brütfung gab, müsse optimistisch stimmen. Das beutsche Volk sei bas ibealistischste Volk unter ben norbischen Völkern, währenb bas italienische bas ibealistischste unter ben lateinischen Volkern sei. Wenn beibe Völker weiter ben großen Linien ihrer überragenben Führer folgten unb vor allem ihrem Beispiel an Güte und Menschlichkeit, so sei ihnen weiter ein großer gemeinsamer Weg beschieden. Nach mehreren Vorträgen beschloß eine Rundfahrt durch die zum Werk gehörenden Kolonien und eine Besichtigung ber sozialen Werkeinrichtungen ben Besuch in Leverkusen. Die italienische Adorbnung etzte ihre Reise nach Köln fort. Auf einem von der Jnbustrieabteilung ber Wirtschaftskammer bes Regierungsbezirks Duffelborf gegebenen Emp- anq begrüßte Generalbirektor Dr. Eugen V o g- e r - Essen bie Gäste, bie sich auf einer Reise burch Westbeutschlanb von bem Jnbustriereichtum des rheinisch-westfälischen Gebiets überzeugen könnten, wo in einem Raum, in dem sieben Millionen Meu­chen leben, fast alle Industriezweige zu finden seien. Graf Volpi begrüßte besonders herzlich Dr. Ley, der sich auf seiner Jtalienreise die dauernde Sympathie der italienischen Wirtschaftler und Ar­beiter erworben habe. In Deutschland und Italien ehlten zwar gewisse Rohstoffe, doch hätten beide Länder den Beweis dafür erbracht, daß dieser Mangel nicht sehr schwerwiegend sei. Unter dem Druck der Sanktionen im abessinischen Krieg seien in Italien gewisse technische und wirtschaftliche Ver­fahren in kurzer Zeit ausgewertet worben, bie man rüher lange gesucht habe. Auch in Deutschland wür­ben ähnliche- Wege gesucht und gefunden, weil die Notwendigkeit hierzu bestehe. Adolf Hitler und Mussolini hätten in ihren Ländern die Intelligenz, die Wissenschaft, die Energie und die Disziplin ge­sunden, die erforderlich gewesen seien Man müsse der Jugend vor Augen führen, daß diese geistige Kraft bedeutende Rohstoffe darstelle. Werbe ber eingeschlagene Weg weiter verfolgt, könne man mit Ruhe auf" bie ßänber blicken, bie angefangen haben, zu reich unb etwas zu pflegmatisch zu werben.

Oie italienischen Journalisten im Ruhrgebiet.

Essen, 27. April (DNB.) Die italienischen Journalisten statteten bem Ruhrgebiet einen Besuch ab. Im Krupp-HotelEssener-Hof" entbot Geheim­rat Dr. Cuntz vom Krupp-Direktorium ben italie­nischen Pressemännem ben Willkommensgruß. Er verwies auf bie vielfachen Banbe, bie nicht erst aus jüngster Zeit zwischen Deutschlanb unb Italien be-