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zu verfolgen. Ihre Verwirklichung würde die Garantie für den Frieden in Mitteleuropa
Verhaftungswelle und die damit zusammenhängende Deutschenversolgung in der Sowjetunion nach dem
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weiter vollste sein.
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kläglichen Ergebnis der bisherigen Schauprozesse Ende gehen würde, scheint sich demnach nicht verwirklichen.
London, 26. Febr. (DNB.) Der Unterausschuß erörterte den Plan der Flottenüberwachung. Der Vertreter der Sowjetunion erklärte, daß seine Regierung gegenwärtig nicht von ihren S e e k o n tr o ll r e ch t e n Gebrauch zu machen wünsche, da sie weder politisch noch auf andere Art an der Anwesenheit ihrer Streitkräfte im Mittelmeer oder im Atlantischen Ozean interessiert sei, wo sich diese weit entfernt von ihren Flottenstützpunkten befänden. Der Sowjetvertreter regte an, die Kontrolle, die der Sowjetunion zugebächt gewesen sei, in der Bucht von Biscaya, entweder Großbritannien Ober Frankreich zu übertragen. Der portugiesische Vertreter erinnerte daran, daß die portugiesische Regierung stets dafür eingetreten sei, daß der Flottenüberwachungsplan den vier Mächten Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Italien überlassen werden solle, und daß sie unter diesen Umständen nicht den Wunsch hege, sich zu beteiligen. Die Vertreter der vier Mächte kamen überein, ihren Regierungen den Viermächte-Plan für die Flottenüberwachung zu unterbreiten, der bereits vom technischen Unterausschuß vorbereitet worden ist.
Laut „Times" rechnet man damit, daß die endgültige Vereinbarung über den ganzen Kontrollplan etwa in der Mitte der nächsten Woche zustande kommen wird. Der Plan soll am 6. März um Mitternacht in Kraft treten. „Daily Telegraph"
sdrs einzelnen, Hüffen und bei
wachsenden Rü st ungen gründet, leistet nicht nur der übrigen Welt, sondern auch dem eigenen Volke den schlechtesten Dienst. — Ich kann nicht glauben, so schloß Hüll, daß diese Tendenz zur internationalen Anarchie nicht abgestoppt werden kann, und ich hoffe aus ganzem Herzen, daß die Welt auf den Grundsätzen der Konferenz von Buenos Aires ein Gewölbe des dauernden Friedens errichtet."
Dor neuen Konflikten in der amerikanischen Wirtschaft.
meldet, daß über die Kontrolle der französisch- spanischen Grenze noch keine endgültige fte» gelung erzielt worden sei. Daß Sowjetrußland sich von dem System der Seekontrolle zurückgezogen hat, wird als überraschend bezeichnet. „Daily Tele- graph" weist daraufhin, daß die Absichten Moskaus, an der marokkanischen Küste im Mittelmeer auf Posten zu gehen, durch die Opposition aller anderen im Unterausschuß vertretenen Mächte vereitelt worden sei. Die Erklärung daß Sowjetrußland angesichts der rneitel Entfernung bis zu den sowjetrussischen Mff rinestützpunkten nicht daran interessiert sei. mfl Einheiten seiner Marine im Mittelmeer oder im
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OieGowjetunion uudporiugal verzichten auf Teilnahme an der Seekontrolle.
wagen, das t Wirklichkeit
Die Sicherung amerikanischen Friedens
Senator Pittman zur „Lusitania"-Katastrophe.
wünschen mit ihr als gute Vachbarn in bestemEinvernehmen zu leben und uns mit ihr in allen Dingen loyal zu verständigen. Als ich in meiner jüngsten Reichstagsrede von der Neutralität zweier Länder sprach, habe ich die Schwei; absichtlich nicht e r w ä-h n t, weil ihre hergebrachte, von ihr geübte und von den Mächten, auch von uns, immer anerkannte Neutralität in keiner weise in Frage steht. Au jeder Zeit, komme was da wolle, werden wir die Unverletzlichkeit und Neutralität der Schweiz respektieren. Das sage ich Ihnen mit aller Bestimmtheit. Noch nie habe ich Anlaß zu einer anderen Ausfassung gegeben."
Der Bundesrat hat mit Genugtuung von diesen Erklärungen Kenntnis genommen.
Wieder ein Reichsdeutscher in der Gowietunion verhaffiet.
Berlin, 26. Febr. (DNB.) Der seil 1931 in der Sowjetunion beruflich tätige deutsche Reichsangehörige Diplomingenieur Franz Schuster wurde am 22. Februar in Leningrad unter der nachgerade schon sattsam bekannten Beschuldigung sow- jet staatsfeindlicher Propaganda verhaftet. Damit erhöht sich die Zahl der in den letzten Monaten in der Sowjetunion verhafteten Reichsdeutschen auf 44. Die Erwartung, daß die
Notwendigkeit, wir
Die Einladung Halle SelaM
London, 27. Febr. (DNB. Funkspruch.) an den ehemaligen Negus von Abessinien, Halle E« iassie ergangene Einladung zur englischen Kon M krönung hat in Italien begreifliche Err« g u n g ausgelöst. „Times" findet, daß man in üen der Angelegenheit „übertriebene Bedeutung beimesse. Daß Haile Selassie eingeladen worden W habe einfach den Grund, daß England felbftDerftcnj lich nach wie vor nicht geneigt sei, irgend ein® Schritt zu unternehmen, der die v ö l k e r r edj] liche Anerkennung des italienis(M Imperiums bedeute, solange nicht eine 9®ül spräche mit den anderen Völkerbundsmitgliedern folgt sei. Als vor drei Wochen König Georg ausländischen Missionen empfangen habe, seien '* wohl der italienische Botschafter wie dk diplomatische Vertreter Haile Selz« fies zur Audienz erschienen. Trotzdem habe 6iij Tatsache seinerzeit keine Kommentare ausge ö’-' Wenn ein ähnliches Verfahren bei der Krönung iij demselben Grunde gewählt werden würde, * brauche sich niemand barüber zu beklagen.
Paris, 26. Februar. (DNB.) Die innerpolitische Auseinandersetzung in der Kammer begann vor dicht besetztem Hause mit der Anfrage F l a n - dins, ob die Ereignisse es Blum überhaupt gestatten würden, mit seiner neuen Politik bis zum M a i zu warten. Es sei der Regierung unwürdig, eine Katastrophe abzuwarten, die das gesamte Land treffen würde. Blum meine es sicherlich ehrlich, aber er führe das Land dem Zusammenbruch entgegen. Wenn die Preissteigerung andauere, werde die Regierung die Arbeitslosenunterstützung erhöhen und auch die Beamtengehälter heraufsetzen müssen. Das werde neue Ausgaben nach sich ziehen. Der Außenhandelsunterschuß seit der Abwertung des Franken betrage 4,7 Milliarden Franken und habe das Mißtrauen gegen den Franken noch erhöht. Die Regierung behaupte zwar, daß die W e It a u s ft e 11 u n g in wirtschaftlicher und finanzieller Hinsicht einen Erfolg bedeuten werde. Aber nur vorausgesetzt, daß die Ausstellung mit zwei Millionen ausländischer Besucher rechnen könne. Wenn jeder von ihnen 2000 Franken aus- gebeu würde, ergebe das vier Milliarden Franken, d. h. weniger als der Betrag der Anleihe der französischen Eisenbahnen in England, die noch in diesem Jahre zurückgezahl werden müsse. Der Ministerpräsident fei der Gefangene des Marxismus. Er werde gezwungen sein, dem Kapitalismus immer wieder den Krieg zu erklären, und die Folge davon fei, daß er nicht auf die Unterstützung und Mitarbeit des Kapitalismus rechnen könne. Wenn Blum beabsichtige, Frankreich zu isolieren, so würden die Erklärungen seiner Freunde über die Sow- jetifierung sehr schnell dazu beitragen, denn beide großen Demokratien, England und Amerika, mit denen Blum zusammenarbeiten wolle, hätten stärkste Abneigung gegen den Kommunismus.
Der Abgeordnete Fernande Laurent wies nach, daß mit Ausnahme der Rüstungsindustrie auf keinem Gebiet der Wirtschaft eine Erzeugungsstei- aerung zu verzeichnen fei. Auf finanziellem Gebiet fei sich die Regierung darüber klar geworden, daß sie Geld nur noch in Frankreich, nicht aber im Auslande finden könne. Dieses Geld müsse die Regierung aber bei allen Franzosen ohne Unterschied der Klassen suchen. Dazu dürfe sie nicht eine Politik führen, die sich ausschließlich zugunsten der einen und zum Schaden der anderen Bevölkerungs
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derheitsparteien, die mit der Regierung Zusammenarbeiten. Hodza gab offen zu, daß „die Regierung bisher in der Behandlung der Minderheiten Fehler begangen habe". Er behauptete jedoch, daß das tschechoslowakische System das g r o ß z ü g i g st e in Europa sei, und erklärte, alle Fehler w i e- der gutmachen zu wollen Er fei bereit, voll mit Der Sudetendeutschen Partei auf der Grundlage der bestehenden demokratischen Verfassung zusammenzuarbeiten
Auf dem Gebiete der Erziehung besäßen die deutschen Bürger der Tschechoslowakei bereits Erleichterungen, die weit Über das hinausgingen, wozu sie auf Grund ihres prozentualen Verhältnisses zur Gesamtbevölkerung berechtigt seien (?). Die deutschen Volksteile hätten jedoch einen wirklichen Grund zur Beschwerde, denn ihre Behandlung sei, was staatliche Anstellun- g e n anlange, nicht a n st ä n d i g gewesen. Nur auf dem Erziehungs- und postalischen Gebiet seien sie entsprechend vertreten. Am Eisenbahnwesen und in der Finanz seien sie jedoch mit kaum 12 v. H. und auf anderen Gebieten mit noch w e Niger vertreten. Er habe den tschechischen Nationalisten erklärt, daß es zu der moralischen Zersetzung des Staates führen würde, wenn man zwei Klaffen, die der Besitzenden und die der Habenichtse, schaffen würde. Man habe ein großzügiges Verständnis für die Lage gezeigt, die sich aus der geplanten Ernennung von Deutschen für die Besetzung von freien Staatsstellen ergebe. Für gewisse Posten müsse man jedoch der absoluten Loyalität der Kandidaten gewiß sein.
Der Berichterstatter wies bann daraus hin, daß Henlein, der Führer der Sudetendeutschen Partei, sich vor kurzem beklagt habe, daß seine Partei von jeder Zusammenarbeit mit der Regierung ausge» schlossen sei. Hodza erwiderte, er wolle keine Partei von der Zusammenarbeit ausschließen, wenn sie sich offen auf d i e Grundlage des parlamentarisch-demokratischen Systems und der gegenwärtigen Verfassung stelle und alle totalitären Ziele ablehne. Die Deutschen müßten ihre Bestrebungen entsprechend diesen unabänderlichen Grundsätzen gestalten. Wenn sie dazu bereit wären, dann sei der Weg offen zu einer völligen Verständigung. Er sei auch optimistisch genug, seine Politik für die wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit aller Donaustaaten einschließlich Deutschlands
Washington, 27. Febr. (DNB. Funkspruch.) Senator Pittman, der Vorsitzende des Auswö-iigen Amtes des Bundessenates erläuterte in einer Rundfunkrede denNeutralit ätsgefetzentwurf, der am Montag im Plenum des Senates besprochen wird. Pittman sagte, die am 7. Mai 1915 von einem deutschen Uboot torpedierte „ßufitanio" sei ein mit Angriffswaffen ausgerüstetes britisches Handelsschiff gewesen, lieber hundert Amerikaner seien dabei in der Kriegszone ums Leben gekommen. Diese Amerikaner hatten nichts auf einem bewaffneten Schiff eines kriegführenden Staates zu suchen. Deutschland habe seinerzeit erklärt, es könne seinen Unterseebooten nicht zumuten, sich dem überraschenden Angriff eines Handelsdampfers auszusetzen. Präsident Wilson habe daraufhin die Alliierten gebeten, ihre Handelsdampfer nicht zu bewaffnen. Die Alliierten hätten dies aber abgelebt und weitere Katastrophen feien gefolgt, bis der amerikanische Bundeskongreß endlich den schweren Fehler begangen habe, „bewaffnete Neutralität" zu beschließen. So sei Amerika in den Weltkrieg verwickelt worden. Die jungen Söhne Amerikas seien über den Ozean nach Europa geschickt worden, wo sie auf den Schlachtfeldern verbluteten. Es fei angesichts der unsinnigen Opfer wahrlich nicht zu viel verlangt, daß Amerika in einem neuen fremden Krieg auf die Freiheit der Meere verzichte und d i e Schiffahrt denKriegführenden überlasse.
Die „pause" in Frankreichs Volksfroniexperimeni
Scharie Kritik der Rechten an der Finanz- und Wirtschaftspolitik Blums.
schicht auswirke. Es fei bemerkenswert, daß die einzige Besserung, die im gesamten französischen Wirtschaftsleben zu verzeichnen fei, sich ausgerechnet zugunsten der Kanonenhändler aus- wirke, es sei eigenartig, daß dies gerade unter einer Linksregierung der Fall sei.
Ministerpräsident Älum
stellte unter dem Gelächter der Rechten fest, d i e Lage fei besser geworden. Das Land finde langsam seine wirtschaftliche Gesundheit wieder. Die Arbeitslosigkeit habe nachgelassen. Das Volk habe das Vertrauen zu sich selbst wiedergefunden. Die „Pause" bedeute nichts anderes als eine vorsichtige Politik. Eine Periode der Stabilität fei notwendig, damit man sich erst einmal wieder zurückfinde. Der wiedergesundenden Wirtschaft müßten neue Erschütterungen erspart werden. Die finanzielle Krise könne erst besiegt werden, wenn die ausgeführten und gehorteten Kapitalien wieder in den Wirtschaftskreislauf eingeschaltet würden. Die Pause sei notwendig; denn die Regierung brauche Kredite, und sie dürfe nicht den Eindruck erwecken, als ob sie die Staatsgeschäfte leichtsinnig verwalte. Nach der Pause werde man sortfahren, das Programm der Volksfront zu verwirklichen. Dieses Programm sei das einzige, wozu die Mehrheit gegenüber dem Lande Verpflichtungen übernommen habe. Jedes neue Programm müsse vorher Gegenstand eines Abkommens der Mehrheitsparteien bilden. Eine Erweiterung feines Kabinetts nach rechts stehe im Widerspruch zu den Interessen des Landes. Wenn er wirklich glaube, daß die Bildung eines Kabinetts der nationalen Einigung notwendig wäre, so würde er es sagen. Die Regierung der Volksfront würde das Vertrauen der arbeitenden Volksmassen verlieren, ohne die Sicherheit zu haben, auf der anderen Seite einen Ersatz dafür zu finden. Die Regierung der Volksfront fei heute die einzig mögliche nationale Regierung. Sie habe stets als die Regierung Frankreichs gehandelt, und sie wünsche aufrichtig die Unterstützung aller Franzosen ohne Unterschied der Einstellung.
Die Ausführungen des Ministerpräsidenten wurden häufig durch ironische Zwischenrufe der Rechten unterbrochen, die ihm das Recht absprach, im Namen des gesamten französischen Volkes zu reden.
Oeffentliche Arbeiten nur für tschechische Firmen.
Prag, 26. Febr. (DNB.) Am Abgeordnetenhause sprach der Abgeordnete der Sudetenüeutschen Partei, Ingenieur Richter- Aussig über die Vergebung öffentlicher Arbeiten und Liefe r u n g en im sudetendeutschen Gebiet. Richter schilderte, wie er selbst im Dienste deutscher Bauunternehmer jahrelang erfolglos bemüht war, die Beteiligung an öffentlichen Arbeiten zu erreichen, daß aber deutsche Ansuchen mit den unstichhaltigsten Begründungen zurückgewiesen wurden Vom 1. Januar 1933 bis Ende September 1936 sind von 540 im deutschen Gebiet vergebenen öffentlichen Arbeiten 82 v. H. ober 442 Arbeiten an tschechische Bewerber vergeben worden. Dabei muß noch darauf hingewiesen werden, daß gerade die großen Arbeiten an tschechische Bewerber vergeben würden, so daß das Ergebnis in Wirklichkeit für die Sudetendeutschen noch weit ungünstiger ist. Abgeordneter Richter schilderte, wie die Bezirksbehörden bemüht seien, unter Hinweis auf den für Bezirke und Gemeinden nicht gültigen Be- völkerungsschlüssel des Staates einen großen Teil der Aufträge an tschechische Firmen zu vergeben. Noch niemals aber hätten tschechische Städte und Bezirke unter Hinweis auf diesen Beoölkerungs- schlüssel auch nur teilweise deutsche Arbeitgeber und Arbeitnehmer an solchen Arbeiten teilnehmen lassen. Leider habe sich hieran auch feit der Rede des Präsidenten Benesch in Reichenberg wenig geändert. Das gehe aus einer Statistik hervor, nach der vom 1. September 1936 bis zum 15. Februar 1937 im deutschen Sprachgebiet 63 Staatsauf - träge vergeben wurden, von denen wiederum tschechische Bewerber 46 (= 75 v. H.) e r - hielten, während deutschen Bewerbern nur 14 (= 23,3 v. H.) Aufträge zugesprochen wurden.
„Der Bestand der Schweiz eine europäische Notwendigkeit"
Eine Unterredung des Führers mit Bundesrat Schulthetz.
Bern, 26. Febr. (DNB.) Wie die Schweizerische Depeschenagentur meldet, wurde am Freitag im Bundesrat bekanntgegeben, daß Reichskanzler Hitler in Berlin gelegentlich einer Unterredung mit dem früheren Bundesrat Schultheß in sehr bestimmter Form und mit großer Energie E r - klärungen über das Verhältnis zur Schweiz abgegeben habe, die sich folgendermaßen zusammenfassen lassen:
„Der Bestand der Schweiz ist eine
gesamten Kontrollplanes dem früheren englischen Gesandten in Tirana (Albanien) und einstigen (Be- schäftsträger in Moskau Sir Robert Hodgson übertragen werden wird.
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Atlantischen Ozean aufzutreten, würden die Flöt ■ bic ücl ycj tenmächte des Mittelmeers vielleicht später einmal leue Richtlinie der Sowjetunion ins Gedächtnis rufen. ' ■—«x... ™ .
Laut „Daily Telegraph" und „Daily Herold' liegen Vorschläge vor, daß der holländische Vize- admiral de Graaf mit der Landung der See- kontrolle und der holländische Generalmajor Baron ......
von Voorst mit der Leitung der französisch- :’d)n)iertgfeiten spanischen Grenzüberwachung beauftragt rocrJen 1 ' sollen. „Daily Herald" meldet, daß die Leitung de»
60 Tage Arbeit für ein paar Schuhe. Hungerlöhne in Sowjetrutzland.
Rom, 26. Febr. (DNB.) „Giornale d'Jtalia" sagt, es sei an der Zeit, daß man das wahre Wesen des Kommunismus klar erkenne, wie er bei s i ch zu Hause in Erscheinung trete und versuche, seine Diktatur auch auf andere europäische Staaten zu übertragen. Wahre Hungerlöhne zahle man den Arbeitern in diesem versprochenen Paradies. Um das Elend des sowjetrussischen Arbeiters in seinem ganzen krassen Umfang zu verstehen, müsse man auch die Preise für Lebensmittel, Kleidung, Wohnung usw. kennen. Man komme dann beispielsweise zu der Schlußfolgerung, daß ein sowjetrussischer Arbeiter 60 Tage arbeiten müsse, um sich ein paar Schuhe kaufen zu können. Um diese Anschaffung überhaupt zu ermöglichen, dürfe er vom Lohn dieser 60 Tage aber nichts für den Lebensunterhalt, Essen und Trinken, ausgeben. Auch die Wohnverhältnisse seien geradezu katastrophal. Dies seien die Errungenschaften der sogenannten „Diktatur des Proletariats", die sich von Sowjetrußland etappenweise in Europa durchsetzen wolle, wie sich das in Spanien bereits deutlich zeige. Niemals werde ein faschistisches Land dulden, daß man den von ihm vertretenen Adel der menschlichen Arbeit auf die gleiche Stufe stelle mit den hohlen Phrasen der kommunistischen Diktatur, die dem Arbeiter nichts anderes als die Hölle auf Erden gebracht habe.
N e u y o r k, 27. Febr. (DNB. F.) Homer » ' Kn, der Präsident der amerikanischen 2Iutoarbeil(j Gewerkschaft, hat bekanntgegeben, daß er umgeh» I öie gewerkschaftliche Organisierung der in denFord-Werken beschäftigtet Arbeiter in Angriff nehmen werde. Später Id in der Textil- und der Petroleum' Industrie der Eintritt der Belegschaften in Wl Gewerkschaftsoerbände durchgesetzt werden. die Gewerkschaften derartige Pläne verfolgen, 1 ist es nicht schwer vorauszusagen, daß es zu h ei' tigen Konflikten zwischen dem organifierto und dem Nichtorganisierten Teil der ArbeiterschH kommen wird. Ein solcher Konflikt konnte eben fit in Iamesville beigelegt werben. Dort war m den Werken der General Motors ein Streit zwisch'l organisierten und Nichtorganisierten Arbeitern au? gebrochen, der zu einem Ausstand führte. Die Ak> beit ist jetzt wieder aufgenommen worden.
Anarchie oder Friede.
Eine amerikanische Mahnung an die Welt
N e u y o r k, 26. Febr. (DNB.) Außenminister H u l l hielt vor dem Council of Foreign Relations in Neuyork eine Rede über das Ergebnis der interamerikanischen Friedenskonferenz in Buenos Aires, deren Teilnehmer sich einmütig gegen den Krieg und für eine gemeinsame Beratung im Falle einer von außen kommenden ober auf ber westlichen Halbkugel aus- brechenben Kriegsgefahr ausgesprochen unb sich gegenseitig zugesichert hätten, baß die Bebrohung eines Staates Grunb für ein Zusammentreten aller panamerikanischen Staaten fei. Gleichzeitig hätten sich die Teilnehmer feierlich bas Versprechen gegeben, daß sich kein Staat in die Angelegenheiten des anderen mischen werde. An diese Feststellungen knüpfte Hüll den bringenden Wunsch, daß die übrigen Nationen der Welt ähnliche Schritte zu einer Befriedung unternehmen möchten. Manche Verhältnisse und Zustände auf der westlichen Halbkugel könnten zwar nicht mit denen in anderen Weltteilen verglichen werden. Aber die in Buenos Aires angenommenen Grundsätze stellten eine Einladung an alle Völker dar.
„Das Recht jeder Nation, ihre eigenen Angelegenheiten ohne fremde Einmischung zu regeln, der Grundsatz der Souveränität und Gleichberechtigung von Staaten ohne Rücksicht auf deren Größe ober Stärke, bie aufrichtige Achtung vor ben Gesetzen unb bem gegebenen Versprechen als ber Grunblage für eine internationale Orb- nung, bie freunbschaftliche unb hilfsbereite Zusammenarbeit zur Schaffung eines bauernben Friebens unb ein gegenseitig vorteilhafter Austausch in wirtschaftlicher unb kultureller Beziehung — bas finb die fundamentalen Erfordernisse einer konstruktiven staatsmännischen Führung, die Zukunft unserer gesamten Zivilisation hängt davon ab, daß alle Regierungen sie annehmen. Eine Regierung, die statt dieser Grundsätze eine Politik verfolgt, die sich auf übertriebenen Nationalstolz, auf Ehrgeiz unb auf ber Sucht nach Vergrößerung unb auf ständig
Der Kammerpräsibent Herriot hatte alle Mühe, Di- erhitzten Gemüter zu beruhigen. Die von ber Mehr, heit eingebrachte Entschließung hat folgen^ Wortlaut: „Die Kammer stimmt ben Erklärung ber Regierung zu, gewährt ihr für bie Fortsetzung ihrer Wirtschafts- unb Sozialpolitik Vertrauen und! geht zur Xagesorbnung über." Der ehemalge Ministerpräsibent Flanbin mies barauf hin, bie Aussprache nicht unnütz gewesen sei, weil Lean Murn zugegeben habe, baß er Krebite brau che, für beren Erlangung Vertrauen, bazu aber cnch eine vorübergehende Pause in feiner Politik not» roenbig sei. Flanbin lehnte eine Regierung drr nationalen Einigung unter Leon Blum ab und l eg bie Möglichkeit durchdlicken, baß auch die Radikal- sozialisten sich über kurz ober lang gezwuncen sehen mürben, ihre Haltung zu überprüfen. Uz Kammer nahm ben von der Regierungsmehcknt eingebrachten Vertrauensantrag mit 3 61 gegen 2 0 9 Stimmen an.
Das Echo in London
London, 27. Febr. (DNB. Funkspruch.) Die Kammeraussprache finbet in ber englischen Presst starke Beachtung. Die „Morninq Post", die norme- lermeife mit führenben französischen Kreisen in $en binbung steht, tadelt die Wirtschafts- unb Finanz, politif Blums. Es fei ein starker Mangel an Der« trauen unter denjenigen Teilen der französisch^ Bevölkerung festzustellen, die am meisten zu einer Wiederbelebung ber Wirtschaft beitragen fönntid Das Blatt weist auf bas wachsenbe Defizit in Der französischen Handelsbilanz hin, und zieht bar aus den Schluß, daß wahrscheinlich eine weiter« Abwertung des Franken unvermeid. l i ch sein werde. Das französische Schatzamt sei leer und die Oeffentlichkeit sei nicht gewillt, Anleihen d zeichnen. Freundschaftliche Beobachter hätten ben Eindruck, daß die französischen Reformen über, stürzt und ohne Zusammenhang durch, geführt morden seien, so daß die Aussichten auf eine wirtschaftliche Wiedererholung, die Frankreich so dringend benötige, gering seien. Blum befinde futi angesichts der Versprechen an seine Anhänger bie teilweise zu den wirklichen Erfordernissen in Widerspruch stünden, in einem Dilemma.


