Einzelbild herunterladen

die der ges

Mischen Wah

Vierte er eine

des

europäische

lert.

zu verfolgen. Ihre Verwirklichung würde die Garantie für den Frieden in Mitteleuropa

Verhaftungswelle und die damit zusammenhängende Deutschenversolgung in der Sowjetunion nach dem

ZU

ZU

weiter vollste sein.

emotionale Aus stell ^inerten Rel

kläglichen Ergebnis der bisherigen Schauprozesse Ende gehen würde, scheint sich demnach nicht verwirklichen.

London, 26. Febr. (DNB.) Der Unterausschuß erörterte den Plan der Flottenüberwachung. Der Vertreter der Sowjetunion erklärte, daß seine Regierung gegenwärtig nicht von ihren S e e k o n tr o ll r e ch t e n Gebrauch zu machen wünsche, da sie weder politisch noch auf andere Art an der Anwesenheit ihrer Streitkräfte im Mittel­meer oder im Atlantischen Ozean interessiert sei, wo sich diese weit entfernt von ihren Flottenstütz­punkten befänden. Der Sowjetvertreter regte an, die Kontrolle, die der Sowjetunion zugebächt ge­wesen sei, in der Bucht von Biscaya, entweder Großbritannien Ober Frankreich zu übertragen. Der portugiesische Vertreter erinnerte daran, daß die portugiesische Regierung stets dafür eingetreten sei, daß der Flottenüberwachungsplan den vier Mächten Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Italien überlassen werden solle, und daß sie unter diesen Umständen nicht den Wunsch hege, sich zu beteiligen. Die Ver­treter der vier Mächte kamen überein, ihren Regie­rungen den Viermächte-Plan für die Flottenüber­wachung zu unterbreiten, der bereits vom techni­schen Unterausschuß vorbereitet worden ist.

LautTimes" rechnet man damit, daß die end­gültige Vereinbarung über den ganzen Kontroll­plan etwa in der Mitte der nächsten Woche zu­stande kommen wird. Der Plan soll am 6. März um Mitternacht in Kraft treten.Daily Telegraph"

sdrs einzelnen, Hüffen und bei

wachsenden st ungen gründet, leistet nicht nur der übrigen Welt, sondern auch dem eigenen Volke den schlechtesten Dienst. Ich kann nicht glauben, so schloß Hüll, daß diese Tendenz zur in­ternationalen Anarchie nicht abgestoppt werden kann, und ich hoffe aus ganzem Herzen, daß die Welt auf den Grundsätzen der Konferenz von Buenos Aires ein Gewölbe des dauernden Friedens errichtet."

Dor neuen Konflikten in der amerikanischen Wirtschaft.

meldet, daß über die Kontrolle der französisch- spanischen Grenze noch keine endgültige fte» gelung erzielt worden sei. Daß Sowjetrußland sich von dem System der Seekontrolle zurückgezogen hat, wird als überraschend bezeichnet.Daily Tele- graph" weist daraufhin, daß die Absichten Mos­kaus, an der marokkanischen Küste im Mittelmeer auf Posten zu gehen, durch die Opposi­tion aller anderen im Unterausschuß vertretenen Mächte vereitelt worden sei. Die Erklärung daß Sowjetrußland angesichts der rneitel Entfernung bis zu den sowjetrussischen Mff rinestützpunkten nicht daran interessiert sei. mfl Einheiten seiner Marine im Mittelmeer oder im

J btt vielen Ti Wwerkehrsmi Mr Autoindu Nanb mit 2

OieGowjetunion uudporiugal verzichten auf Teilnahme an der Seekontrolle.

wagen, das t Wirklichkeit

Die Sicherung amerikanischen Friedens

Senator Pittman zurLusitania"-Katastrophe.

wünschen mit ihr als gute Vachbarn in bestemEinvernehmen zu leben und uns mit ihr in allen Dingen loyal zu verständi­gen. Als ich in meiner jüngsten Reichstags­rede von der Neutralität zweier Länder sprach, habe ich die Schwei; absichtlich nicht e r w ä-h n t, weil ihre hergebrachte, von ihr geübte und von den Mächten, auch von uns, immer anerkannte Neutralität in keiner weise in Frage steht. Au jeder Zeit, komme was da wolle, werden wir die Unverletzlichkeit und Neutralität der Schweiz respektieren. Das sage ich Ihnen mit aller Be­stimmtheit. Noch nie habe ich Anlaß zu einer anderen Ausfassung gegeben."

Der Bundesrat hat mit Genugtuung von diesen Erklärungen Kenntnis genommen.

Wieder ein Reichsdeutscher in der Gowietunion verhaffiet.

Berlin, 26. Febr. (DNB.) Der seil 1931 in der Sowjetunion beruflich tätige deutsche Reichsange­hörige Diplomingenieur Franz Schuster wurde am 22. Februar in Leningrad unter der nachgerade schon sattsam bekannten Beschuldigung sow- jet staatsfeindlicher Propaganda ver­haftet. Damit erhöht sich die Zahl der in den letz­ten Monaten in der Sowjetunion verhafteten Reichsdeutschen auf 44. Die Erwartung, daß die

Notwendigkeit, wir

Die Einladung Halle SelaM

London, 27. Febr. (DNB. Funkspruch.) an den ehemaligen Negus von Abessinien, Halle E« iassie ergangene Einladung zur englischen Kon M krönung hat in Italien begreifliche Err« g u n g ausgelöst.Times" findet, daß man in üen der Angelegenheitübertriebene Bedeutung beimesse. Daß Haile Selassie eingeladen worden W habe einfach den Grund, daß England felbftDerftcnj lich nach wie vor nicht geneigt sei, irgend ein® Schritt zu unternehmen, der die v ö l k e r r edj] liche Anerkennung des italienis(M Imperiums bedeute, solange nicht eine 9®ül spräche mit den anderen Völkerbundsmitgliedern folgt sei. Als vor drei Wochen König Georg ausländischen Missionen empfangen habe, seien '* wohl der italienische Botschafter wie dk diplomatische Vertreter Haile Selz« fies zur Audienz erschienen. Trotzdem habe 6iij Tatsache seinerzeit keine Kommentare ausge ö-' Wenn ein ähnliches Verfahren bei der Krönung iij demselben Grunde gewählt werden würde, * brauche sich niemand barüber zu beklagen.

Paris, 26. Februar. (DNB.) Die innerpolitische Auseinandersetzung in der Kammer begann vor dicht besetztem Hause mit der Anfrage F l a n - dins, ob die Ereignisse es Blum überhaupt ge­statten würden, mit seiner neuen Politik bis zum M a i zu warten. Es sei der Regierung unwür­dig, eine Katastrophe abzuwarten, die das gesamte Land treffen würde. Blum meine es sicherlich ehr­lich, aber er führe das Land dem Zusammen­bruch entgegen. Wenn die Preissteigerung an­dauere, werde die Regierung die Arbeitslosenunter­stützung erhöhen und auch die Beamtengehälter her­aufsetzen müssen. Das werde neue Ausgaben nach sich ziehen. Der Außenhandelsunterschuß seit der Abwertung des Franken betrage 4,7 Milliarden Franken und habe das Mißtrauen gegen den Fran­ken noch erhöht. Die Regierung behaupte zwar, daß die W e It a u s ft e 11 u n g in wirtschaftlicher und finanzieller Hinsicht einen Erfolg bedeuten werde. Aber nur vorausgesetzt, daß die Ausstellung mit zwei Millionen ausländischer Besucher rechnen könne. Wenn jeder von ihnen 2000 Franken aus- gebeu würde, ergebe das vier Milliarden Franken, d. h. weniger als der Betrag der Anleihe der fran­zösischen Eisenbahnen in England, die noch in diesem Jahre zurückgezahl werden müsse. Der Ministerprä­sident fei der Gefangene des Marxismus. Er werde gezwungen sein, dem Kapitalismus immer wieder den Krieg zu erklären, und die Folge da­von fei, daß er nicht auf die Unterstützung und Mitarbeit des Kapitalismus rechnen könne. Wenn Blum beabsichtige, Frankreich zu isolieren, so wür­den die Erklärungen seiner Freunde über die Sow- jetifierung sehr schnell dazu beitragen, denn beide großen Demokratien, England und Amerika, mit denen Blum zusammenarbeiten wolle, hätten stärkste Abneigung gegen den Kommunismus.

Der Abgeordnete Fernande Laurent wies nach, daß mit Ausnahme der Rüstungsindustrie auf keinem Gebiet der Wirtschaft eine Erzeugungsstei- aerung zu verzeichnen fei. Auf finanziellem Gebiet fei sich die Regierung darüber klar geworden, daß sie Geld nur noch in Frankreich, nicht aber im Auslande finden könne. Dieses Geld müsse die Regierung aber bei allen Franzosen ohne Unter­schied der Klassen suchen. Dazu dürfe sie nicht eine Politik führen, die sich ausschließlich zugunsten der einen und zum Schaden der anderen Bevölkerungs­

* im $or| taWt eil S?bem mittleren, z Äertl*

iS & .t lind 5)

Kft's be

L

Lshner Bo Lnb Pnv L Vermutung« L Bankdimde L m den letzte Lb zwar so« auch die nut Mdende aus l. diesmal wied L Die Banken Uoemorfen h< K der Slllc Mätze erzie f durchaus vert UM an der T Homme r j ftenuinsatz um I es vor, ei k Reserve ji sliissigen Ges ti tonnte der E stöhung der Meinen beri Vs Geschäft. Di knf erhöhten K Umsätze der ram um 12,3 Wsatzerweiteri oährend das letz. Sv weit ben ersten M |t, können bett L Geschäftsoer

*Jin5njert auf 9 ^ufer stieg, M 213800 uni «f 43 600. Diese 'plioaten Käv «Geschäfte, Reichspost

Jjot sich nun Men. Die

1i W Liter i T flegenüber * um 550

3 Liter

WM fc! ft,»'*

derheitsparteien, die mit der Regierung Zusammen­arbeiten. Hodza gab offen zu, daßdie Regierung bisher in der Behandlung der Minderheiten Feh­ler begangen habe". Er behauptete jedoch, daß das tschechoslowakische System das g r o ß z ü g i g st e in Europa sei, und erklärte, alle Fehler w i e- der gutmachen zu wollen Er fei bereit, voll mit Der Sudetendeutschen Partei auf der Grundlage der bestehenden demokratischen Ver­fassung zusammenzuarbeiten

Auf dem Gebiete der Erziehung besäßen die deutschen Bürger der Tschechoslowakei bereits Er­leichterungen, die weit Über das hinausgingen, wo­zu sie auf Grund ihres prozentualen Verhältnisses zur Gesamtbevölkerung berechtigt seien (?). Die deutschen Volksteile hätten jedoch einen wirk­lichen Grund zur Beschwerde, denn ihre Behandlung sei, was staatliche Anstellun- g e n anlange, nicht a n st ä n d i g gewesen. Nur auf dem Erziehungs- und postalischen Gebiet seien sie entsprechend vertreten. Am Eisenbahnwesen und in der Finanz seien sie jedoch mit kaum 12 v. H. und auf anderen Gebieten mit noch w e Niger vertreten. Er habe den tschechischen Nationalisten erklärt, daß es zu der moralischen Zer­setzung des Staates führen würde, wenn man zwei Klaffen, die der Besitzenden und die der Habenichtse, schaffen würde. Man habe ein groß­zügiges Verständnis für die Lage gezeigt, die sich aus der geplanten Ernennung von Deutschen für die Besetzung von freien Staatsstellen ergebe. Für gewisse Posten müsse man jedoch der absoluten Loyalität der Kandidaten gewiß sein.

Der Berichterstatter wies bann daraus hin, daß Henlein, der Führer der Sudetendeutschen Partei, sich vor kurzem beklagt habe, daß seine Partei von jeder Zusammenarbeit mit der Regierung ausge» schlossen sei. Hodza erwiderte, er wolle keine Partei von der Zusammenarbeit ausschließen, wenn sie sich offen auf d i e Grundlage des par­lamentarisch-demokratischen Systems und der gegenwärtigen Verfassung stelle und alle totalitären Ziele ablehne. Die Deutschen müßten ihre Bestrebungen entsprechend diesen unabänder­lichen Grundsätzen gestalten. Wenn sie dazu bereit wären, dann sei der Weg offen zu einer völligen Verständigung. Er sei auch optimistisch genug, seine Politik für die wirtschaftliche und poli­tische Zusammenarbeit aller Donau­staaten einschließlich Deutschlands

Washington, 27. Febr. (DNB. Funkspruch.) Senator Pittman, der Vorsitzende des Auswö-iigen Amtes des Bundessenates erläuterte in einer Rund­funkrede denNeutralit ätsgefetzentwurf, der am Montag im Plenum des Senates besprochen wird. Pittman sagte, die am 7. Mai 1915 von einem deutschen Uboot torpedierteßufitanio" sei ein mit Angriffswaffen ausgerüstetes britisches Handelsschiff gewesen, lieber hundert Ame­rikaner seien dabei in der Kriegszone ums Leben gekommen. Diese Amerikaner hatten nichts auf einem bewaffneten Schiff eines kriegführenden Staates zu suchen. Deutschland habe seinerzeit erklärt, es könne seinen Unterseebooten nicht zumuten, sich dem überraschen­den Angriff eines Handelsdampfers auszusetzen. Präsident Wilson habe daraufhin die Alliierten gebeten, ihre Handelsdampfer nicht zu bewaffnen. Die Alliierten hätten dies aber abgelebt und weitere Katastrophen feien ge­folgt, bis der amerikanische Bundeskongreß endlich den schweren Fehler begangen habe,bewaff­nete Neutralität" zu beschließen. So sei Amerika in den Weltkrieg verwickelt worden. Die jungen Söhne Amerikas seien über den Ozean nach Europa geschickt worden, wo sie auf den Schlachtfeldern verbluteten. Es fei angesichts der unsinnigen Opfer wahrlich nicht zu viel ver­langt, daß Amerika in einem neuen fremden Krieg auf die Freiheit der Meere verzichte und d i e Schiffahrt denKriegführenden über­lasse.

Diepause" in Frankreichs Volksfroniexperimeni

Scharie Kritik der Rechten an der Finanz- und Wirtschaftspolitik Blums.

schicht auswirke. Es fei bemerkenswert, daß die ein­zige Besserung, die im gesamten französischen Wirt­schaftsleben zu verzeichnen fei, sich ausgerechnet zugunsten der Kanonenhändler aus- wirke, es sei eigenartig, daß dies gerade unter einer Linksregierung der Fall sei.

Ministerpräsident Älum

stellte unter dem Gelächter der Rechten fest, d i e Lage fei besser geworden. Das Land finde langsam seine wirtschaftliche Gesundheit wieder. Die Arbeitslosigkeit habe nachgelassen. Das Volk habe das Vertrauen zu sich selbst wiedergefunden. DiePause" bedeute nichts anderes als eine vor­sichtige Politik. Eine Periode der Stabilität fei notwendig, damit man sich erst einmal wieder zu­rückfinde. Der wiedergesundenden Wirtschaft müß­ten neue Erschütterungen erspart werden. Die finan­zielle Krise könne erst besiegt werden, wenn die aus­geführten und gehorteten Kapitalien wieder in den Wirtschaftskreislauf eingeschaltet würden. Die Pause sei notwendig; denn die Regierung brauche Kredite, und sie dürfe nicht den Eindruck erwecken, als ob sie die Staatsgeschäfte leichtsinnig verwalte. Nach der Pause werde man sortfahren, das Programm der Volksfront zu verwirklichen. Dieses Programm sei das einzige, wozu die Mehrheit gegenüber dem Lande Verpflichtungen übernommen habe. Jedes neue Programm müsse vorher Gegenstand eines Abkommens der Mehrheitsparteien bilden. Eine Erweiterung feines Kabinetts nach rechts stehe im Widerspruch zu den Interessen des Landes. Wenn er wirklich glaube, daß die Bildung eines Kabinetts der nationalen Einigung notwendig wäre, so würde er es sagen. Die Regierung der Volksfront würde das Vertrauen der arbeitenden Volksmassen verlieren, ohne die Sicherheit zu haben, auf der anderen Seite einen Ersatz dafür zu finden. Die Regierung der Volksfront fei heute die einzig mögliche nationale Regierung. Sie habe stets als die Regierung Frankreichs gehandelt, und sie wünsche aufrichtig die Unterstützung aller Fran­zosen ohne Unterschied der Einstellung.

Die Ausführungen des Ministerpräsidenten wur­den häufig durch ironische Zwischenrufe der Rechten unterbrochen, die ihm das Recht absprach, im Namen des gesamten französischen Volkes zu reden.

Oeffentliche Arbeiten nur für tschechische Firmen.

Prag, 26. Febr. (DNB.) Am Abgeordneten­hause sprach der Abgeordnete der Sudetenüeutschen Partei, Ingenieur Richter- Aussig über die Ver­gebung öffentlicher Arbeiten und Lie­fe r u n g en im sudetendeutschen Gebiet. Richter schilderte, wie er selbst im Dienste deutscher Bau­unternehmer jahrelang erfolglos bemüht war, die Beteiligung an öffentlichen Arbeiten zu erreichen, daß aber deutsche Ansuchen mit den unstichhaltigsten Begründungen zurückgewiesen wurden Vom 1. Januar 1933 bis Ende September 1936 sind von 540 im deutschen Gebiet vergebenen öffentlichen Arbeiten 82 v. H. ober 442 Arbeiten an tsche­chische Bewerber vergeben worden. Dabei muß noch darauf hingewiesen werden, daß gerade die großen Arbeiten an tschechische Bewerber vergeben würden, so daß das Ergebnis in Wirk­lichkeit für die Sudetendeutschen noch weit ungün­stiger ist. Abgeordneter Richter schilderte, wie die Bezirksbehörden bemüht seien, unter Hinweis auf den für Bezirke und Gemeinden nicht gültigen Be- völkerungsschlüssel des Staates einen großen Teil der Aufträge an tschechische Firmen zu ver­geben. Noch niemals aber hätten tschechische Städte und Bezirke unter Hinweis auf diesen Beoölkerungs- schlüssel auch nur teilweise deutsche Arbeitgeber und Arbeitnehmer an solchen Arbeiten teilnehmen las­sen. Leider habe sich hieran auch feit der Rede des Präsidenten Benesch in Reichenberg wenig ge­ändert. Das gehe aus einer Statistik hervor, nach der vom 1. September 1936 bis zum 15. Februar 1937 im deutschen Sprachgebiet 63 Staatsauf - träge vergeben wurden, von denen wiederum tschechische Bewerber 46 (= 75 v. H.) e r - hielten, während deutschen Bewerbern nur 14 (= 23,3 v. H.) Aufträge zugesprochen wurden.

Der Bestand der Schweiz eine europäische Notwendigkeit"

Eine Unterredung des Führers mit Bundesrat Schulthetz.

Bern, 26. Febr. (DNB.) Wie die Schweizerische Depeschenagentur meldet, wurde am Freitag im Bundesrat bekanntgegeben, daß Reichskanzler Hitler in Berlin gelegentlich einer Unterredung mit dem früheren Bundesrat Schultheß in sehr bestimmter Form und mit großer Energie E r - klärungen über das Verhältnis zur Schweiz abgegeben habe, die sich folgendermaßen zusammen­fassen lassen:

Der Bestand der Schweiz ist eine

gesamten Kontrollplanes dem früheren englischen Gesandten in Tirana (Albanien) und einstigen (Be- schäftsträger in Moskau Sir Robert Hodgson übertragen werden wird.

Kto fex

li{S"

PW

Pli

Ldjlanb iH * s 1*3

K

Ei« 3"* (Junen.

Atlantischen Ozean aufzutreten, würden die Flöt bic ücl ycj tenmächte des Mittelmeers vielleicht später einmal leue Richtlinie der Sowjetunion ins Gedächtnis rufen. '«x... .

LautDaily Telegraph" undDaily Herold' liegen Vorschläge vor, daß der holländische Vize- admiral de Graaf mit der Landung der See- kontrolle und der holländische Generalmajor Baron ......

von Voorst mit der Leitung der französisch- :d)n)iertgfeiten spanischen Grenzüberwachung beauftragt rocrJen 1 ' sollen.Daily Herald" meldet, daß die Leitung de»

60 Tage Arbeit für ein paar Schuhe. Hungerlöhne in Sowjetrutzland.

Rom, 26. Febr. (DNB.)Giornale d'Jtalia" sagt, es sei an der Zeit, daß man das wahre Wesen des Kommunismus klar erkenne, wie er bei s i ch zu Hause in Erscheinung trete und versuche, seine Diktatur auch auf andere europäische Staaten zu übertragen. Wahre Hungerlöhne zahle man den Arbeitern in diesem versprochenen Paradies. Um das Elend des sowjetrussischen Arbeiters in sei­nem ganzen krassen Umfang zu verstehen, müsse man auch die Preise für Lebensmittel, Kleidung, Wohnung usw. kennen. Man komme dann beispiels­weise zu der Schlußfolgerung, daß ein sowjetrussi­scher Arbeiter 60 Tage arbeiten müsse, um sich ein paar Schuhe kaufen zu können. Um diese Anschaffung überhaupt zu ermöglichen, dürfe er vom Lohn dieser 60 Tage aber nichts für den Lebensunterhalt, Essen und Trinken, ausgeben. Auch die Wohnverhältnisse seien geradezu katastrophal. Dies seien die Errungenschaften der sogenanntenDiktatur des Proletariats", die sich von Sowjetrußland etappenweise in Europa durch­setzen wolle, wie sich das in Spanien bereits deut­lich zeige. Niemals werde ein faschistisches Land dulden, daß man den von ihm vertretenen Adel der menschlichen Arbeit auf die gleiche Stufe stelle mit den hohlen Phrasen der kommunistischen Diktatur, die dem Arbeiter nichts anderes als die Hölle auf Erden gebracht habe.

N e u y o r k, 27. Febr. (DNB. F.) Homer » ' Kn, der Präsident der amerikanischen 2Iutoarbeil(j Gewerkschaft, hat bekanntgegeben, daß er umgeh» I öie gewerkschaftliche Organisierung der in denFord-Werken beschäftigtet Arbeiter in Angriff nehmen werde. Später Id in der Textil- und der Petroleum' Industrie der Eintritt der Belegschaften in Wl Gewerkschaftsoerbände durchgesetzt werden. die Gewerkschaften derartige Pläne verfolgen, 1 ist es nicht schwer vorauszusagen, daß es zu h ei' tigen Konflikten zwischen dem organifierto und dem Nichtorganisierten Teil der ArbeiterschH kommen wird. Ein solcher Konflikt konnte eben fit in Iamesville beigelegt werben. Dort war m den Werken der General Motors ein Streit zwisch'l organisierten und Nichtorganisierten Arbeitern au? gebrochen, der zu einem Ausstand führte. Die Ak> beit ist jetzt wieder aufgenommen worden.

Anarchie oder Friede.

Eine amerikanische Mahnung an die Welt

N e u y o r k, 26. Febr. (DNB.) Außenminister H u l l hielt vor dem Council of Foreign Relations in Neuyork eine Rede über das Ergebnis der inter­amerikanischen Friedenskonferenz in Buenos Aires, deren Teilnehmer sich einmütig gegen den Krieg und für eine gemein­same Beratung im Falle einer von außen kommenden ober auf ber westlichen Halbkugel aus- brechenben Kriegsgefahr ausgesprochen unb sich gegenseitig zugesichert hätten, baß die Bebrohung eines Staates Grunb für ein Zusammentreten aller panamerikanischen Staaten fei. Gleichzeitig hätten sich die Teilnehmer feierlich bas Versprechen ge­geben, daß sich kein Staat in die Ange­legenheiten des anderen mischen werde. An diese Feststellungen knüpfte Hüll den bringen­den Wunsch, daß die übrigen Nationen der Welt ähnliche Schritte zu einer Befriedung unternehmen möchten. Manche Verhält­nisse und Zustände auf der westlichen Halbkugel könnten zwar nicht mit denen in anderen Welttei­len verglichen werden. Aber die in Buenos Aires angenommenen Grundsätze stellten eine Einladung an alle Völker dar.

Das Recht jeder Nation, ihre eigenen Ange­legenheiten ohne fremde Einmischung zu regeln, der Grundsatz der Souveränität und Gleich­berechtigung von Staaten ohne Rücksicht auf deren Größe ober Stärke, bie aufrichtige Achtung vor ben Gesetzen unb bem gegebenen Versprechen als ber Grunblage für eine internationale Orb- nung, bie freunbschaftliche unb hilfsbereite Zusam­menarbeit zur Schaffung eines bauernben Friebens unb ein gegenseitig vorteilhafter Austausch in wirt­schaftlicher unb kultureller Beziehung bas finb die fundamentalen Erfordernisse einer konstruktiven staatsmännischen Führung, die Zukunft unserer ge­samten Zivilisation hängt davon ab, daß alle Re­gierungen sie annehmen. Eine Regierung, die statt dieser Grundsätze eine Politik verfolgt, die sich auf übertriebenen Nationalstolz, auf Ehrgeiz unb auf ber Sucht nach Vergrößerung unb auf ständig

Der Kammerpräsibent Herriot hatte alle Mühe, Di- erhitzten Gemüter zu beruhigen. Die von ber Mehr, heit eingebrachte Entschließung hat folgen^ Wortlaut:Die Kammer stimmt ben Erklärung ber Regierung zu, gewährt ihr für bie Fortsetzung ihrer Wirtschafts- unb Sozialpolitik Vertrauen und! geht zur Xagesorbnung über." Der ehemalge Ministerpräsibent Flanbin mies barauf hin, bie Aussprache nicht unnütz gewesen sei, weil Lean Murn zugegeben habe, baß er Krebite brau che, für beren Erlangung Vertrauen, bazu aber cnch eine vorübergehende Pause in feiner Politik not» roenbig sei. Flanbin lehnte eine Regierung drr nationalen Einigung unter Leon Blum ab und l eg bie Möglichkeit durchdlicken, baß auch die Radikal- sozialisten sich über kurz ober lang gezwuncen sehen mürben, ihre Haltung zu überprüfen. Uz Kammer nahm ben von der Regierungsmehcknt eingebrachten Vertrauensantrag mit 3 61 gegen 2 0 9 Stimmen an.

Das Echo in London

London, 27. Febr. (DNB. Funkspruch.) Die Kammeraussprache finbet in ber englischen Presst starke Beachtung. DieMorninq Post", die norme- lermeife mit führenben französischen Kreisen in $en binbung steht, tadelt die Wirtschafts- unb Finanz, politif Blums. Es fei ein starker Mangel an Der« trauen unter denjenigen Teilen der französisch^ Bevölkerung festzustellen, die am meisten zu einer Wiederbelebung ber Wirtschaft beitragen fönntid Das Blatt weist auf bas wachsenbe Defizit in Der französischen Handelsbilanz hin, und zieht bar aus den Schluß, daß wahrscheinlich eine weiter« Abwertung des Franken unvermeid. l i ch sein werde. Das französische Schatzamt sei leer und die Oeffentlichkeit sei nicht gewillt, Anleihen d zeichnen. Freundschaftliche Beobachter hätten ben Eindruck, daß die französischen Reformen über, stürzt und ohne Zusammenhang durch, geführt morden seien, so daß die Aussichten auf eine wirtschaftliche Wiedererholung, die Frankreich so dringend benötige, gering seien. Blum befinde futi angesichts der Versprechen an seine Anhänger bie teilweise zu den wirklichen Erfordernissen in Wider­spruch stünden, in einem Dilemma.