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die Dauer der WHW.-Arbeik 1 937/38 eröffnet werden. Es handelt sich um eine

Geldspende für die Dauer von sechs Monaten, zu der von allen Industriebetrieben, selbständigen Gewerbetreibenden, sonstigen Unternehmungen, Männern der freien Berufe, Vereinen und Körper­schaften Beiträge erbeten werden. Da die Aufgaben des WHW. nach wie vor sehr groß sind, wird von dem Kreisbeauftragten des WHW. erwartet, daß auch bei dieser Geldspendensammlung alle in Be­tracht kommenden vorgenannten Dolkskreise sich in großzügiger Weise zur Mithilfe bereitfinden und damit einen weiteren wertvollen Dienst an dem Aufbauwerk unseres Führers leisten. In den näch­sten Tagen werden die Einladungen und Spenden­scheine für diese Sondersammlung verschickt werden. Bei der Leitung des WHW.s unseres Kreises be­steht die Erwartung, daß alle zu dieser Mitarbeit aufgerufenen Volksgenossen sich nach Maßgabe aller ihrer Möglichkeiten für die Spendenkartei ein- schreiben lassen. Diese Spende kann durch eine ein­malige Zahlung oder durch sechs monatliche Raten im Winter 1937/38 abgeführt werden.

In diesen Tagen werden innerhalb der Orts­gruppen die

Anträge für die Betreuung durch das WHW. 1937/38

entgegengenommen. Die Antragsformulare werden in wenigen Tagen bei den Ortsgruppenamtsleitern vorliegen. Bei der Prüfung der Anträge wird nach großzügigen Gesichtspunkten verfahren werden, da­mit die Hilfe des WHW. überall da voll und ganz zur Wirkung kommt, wo sie in bester Weise notwendig und angebracht ist. Oberster Grundsatz ist, daß alle hilfsbedürftigen von die- fer Betreuung erfaßt werden, hilfsbedürftig nach den Richtlinien des WHW. find Erwerbslose, Wohlfahrtsempfänger, Notstandsarbeiter, Kriegsbe­schädigte und Kriegerhinterbliebene, Kleinrentner, Sozialrentner und erwerbstätige Volksgenossen mit großer Kinderzahl und in Einkommensverhältnissen, deren Ausmaß den erhöhten Kosten einer kinder­reichen Familie nicht entsprechen.

Es wird vom WHW. auch besonders darauf Gewicht gelegt, daß kein hilfsbedürftiger Volks­genosse aus falscher Scham beiseite bleibt und etwa keinen Antrag einreicht.

Vielmehr wird als Selbstverständlichkeit betont, daß unsere gesamte Volksgemeinschaft die Verpflich­tung hat, sich mit allen Kräften für die hilfs­bedürftigen Glieder der großen deutschen Familie einzusetzen und daß hieraus den wirtschaftlich schwer­ringenden Familien ein Recht a u f die Be­treuung durch das WHW. erwächst, von dem sie selbstverständlich Gebrauch machen sollen. Es ist allen hilfsbedürftigen Familien und Einzel­personen dringend anzuraten, sich zur Linderung von Not und wirtschaftlicher Bedrängnis m i t vollstem Vertrauen an die Dien st st el- len des WHW. zu wenden, damit die gebüh­rende Hilfe auch im kommenden Winter zuteil wird.

Wie schon in den bisherigen Arbeitsabschnitten des WHW. viele Männer und Frauen in der Zen­tralstelle des Kreisgebiets, wie auch in den einzel­nen Ortsgruppen sich in ehrenamtlicher Mit­arbeit mit größter Tatkraft für die Betreuung der hilfsbedürftigen Volksgenossen eingesetzt haben, so werden auch im kommenden Winter wieder in .Stadt und Land

sehr viele Helfer und Helferinnen in uneigen- ' niihiger Arbeit ihre Kraft für diese Hilfeleistung

im Dienste unserer Volksgemeinschaft und im Sinne unseres Führers einsehen.

Diesen Männern und Frauen, die tagsüber ihren Berufspflichten oder ihren Aufgaben im haushalt obliegen, daneben aber während des Tages oder in zahlreichen Abendstunden noch ehrenamtlich für das WHW. arbeiten, wird auch diesmal wieder alle Anerkennung und aufrichtiger Dank gebühren für die vorbildliche Einsatzbereitschaft, mit der sie im Rahmen ihrer örtlichen Möglichkeiten dem Gemein­schaftsinteresse unserer Volksgesamtheit auf dem Gebiete des WHW. dienen. In gleicher Weise wer­den sich aber auch alle Spender in Stadt und Land wiederum das Recht auf dankbare Anerkennung er­werben, denn auch sie bekunden durch ihre Hilfe­leistung, daß sie mit ganzem Herzen und mit voller Hingabe dem Führer Gefolgschaft leisten. B.

Die Imker am Vierjahresplan.

Beispielimkereien.

vie Imker Südwestdeutschlands hatten in Heidel­berg eine Arbeitstagung. Unter Führung des ge- schäftsführenden Präsidenten der Reichsfachgruppe Imker, K. h. K i ck h ö f f e l (Berlin), waren die Landesgruppenoorsitzenden aus Württemberg, Ba- den, Saarpfalz und Hessen-Nassau mit ihren Ar­beitsstäben beieinander.

Die Bienenvölker im Südwesten haben Heuer durch Seuchen und eine nicht immer richtig und rücksichtsvoll durchgeführte Bekämpfung von Pflan­zenschädlingen mit Arsenmitteln gelitten, hier ge­rade muß besonders darum gerungen werden, die Ziele des Vierjahresplanes dennoch zu erreichen. Honig und Wachs sind nicht zu entbehren. Ihre Erzeugung im eigenen Lande wird immer wichtiger und nötiger. Die Zahl der Bienenvölker und Der Bienenzüchter muß gehoben werden. Die landwirt- ichaftlichen Fachschulen haben Lehrgänge eingesetzt. Die Jmkerfachgruppen und Imkerschulen setzen da weiter ein. Landwirtschaft, Obstbau, Gärtnerei und Forstwirtschaft stellen ein gut Teil des imkerischen Nachwuchses. Die Iunglehrerschaft, die Arbeiter und Handwerker der Siedelungen bleiben nicht zurück. Dazu sucht man die Betriebsweisen zu heben und zu vereinfachen. Die Hochzucht guter Königinnen ist vereinheitlicht, durch viele Belegstellen gesichert

Viele Arbeiten sind noch nötig. Die Schäden aus Wachsmotten, durch Mäuse, ja in Verbindung durch Storungen von Katzen, Hühnern, Unachtsamkeiten müssen vermieden werden. Eine straffe Erziehung zu Ordnung und Sorgfalt in den Betrieben wird durch Standbegehungen erreicht werden. Alle Bie- nenstande auch die der nicht an die Fachgruppen angeschlossenen Imker, werden mindestens alle drei -Jahre einmal überprüft und dann überwacht wer­den. Damit wird die Ernennung von einzelnen, be- sonders guten Ständen, von 30 Völkern an, auf ptrag zu Beispielimkereien verbunden sein. Es wird keine versteckten Seuchenherde mehr geben. Jede Tracht wird durch Wanderung aus­genutzt, und zu magere Bienenweide nach Mög­lichkeit aufgebessert. Kein Krümchen Wachs wird mehr verloren gehen dürfen. Jeder Stand wird einen Sonnenwachsschmelzer anschaffen müssen. Für einen erschwinglichen Preis wird gesorgt sein. Alle Trester werden gesammelt und in großen Sammel­stellen ausgenutzt werden. Filme und weitere Lehr­mittel sind im Entstehen.

Aus der Stadt Gießen

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Aus den Gießener Gerichtssäleu

H.

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für ^uncLe autcL 'Kuazvkß,.

des Stadttheaters, Hermann Schultze-Gries« heim, hielt eine Ansprache, in der er den Iubi- laren für die dem Stadttheater und der Stadt in den 30 Jahren geleisteten treuen Dienste dankte. Der Kreisobmann der Deutschen Arbeitsfront, Her­mann Wagner, fand herzliche Worte für die bei­den Jubilare. Die Feier wurde durch Chöre des Stadttheaters untermalt.

** Ausgabe von Fettoerbilligungs- scheinen. In der Zeit vom Donnerstag, 30. Sep­tember, bis Mittwoch, 6. Oktober, gelangen im Stadthaus Gartenstraße, Zimmer 13, die Fettoer­billigungsscheine und die Bezugsscheine für Konsum- Margarine für die Monate Oktober bis Dezember 1937 zur Ausgabe.

.** Viehmärkte in Gießen. Am nächsten Dienstag findet hier Rindvieh-(Nutzoieh-)Markt statt. Für Mittwoch, 20. Oktober, ist Schweinemarkt vorgesehen.

** Dasneue Semesterinder Gewerbe­schule Gießen. Am 2. November beginnt In der dreisemestrigen Gewerbeschule Gießen das neue Semester.

** 21 u f der Heimfahrt mit dem Auto v e r u n g l ü ck t. In der letzten Nacht zwischen 1 und 2 Uhr verunglückte ein Personenauto aus Gießen, in dem sich drei Insassen von hier auf der Rück­fahrt von Wetzlar befanden, in der Nähe von Heuchelheim. Ein Insasse erlitt Kopfverletzungen, eine Mitfahrerin trug Verletzungen am Bein da­von, der dritte Insasse blieb unverletzt. Die beiden Verletzten wurden von der Gießener Sanitäts­kolonne nach der Chirurgischen Klinik gebracht.

unterbrochen tätig ist. Nach Ableaung der 1. und 2. Derwaltungsprüfung für die hessischen Städtebe­amten wurde Herr Schirmbeck als Beamter auf Lebenszeit angestellt. Der Jubilar ist einer der we­nigen abstimmungsberechtigten Saardeutschen unse­rer Stadt. Als Mitgründer und Vorstandsmitglied des Saarvereins ist er schon frühzeitig für die In­teressen des Saarlandes eingetreten. Trotz Krank­heit hat er es sich denn auch nicht nehmen lassen, unter der Betreuung der Sanitätskolonne vom Ro­ten Kreuz am 13. Januar 1935 zur Saarabstim­mung zu fahren und seinen Teil zu dem gewaltigen Sieg des Saarvolkes beizutragen.

* Arbeitsjubiläen im Stadttheater Gießen. Zu Beginn der Winterspielzeit 1937/38 fand am gestrigen Freitagvormittag auf der festlich geschmückten Bühne ein Betriebsappell statt, bei dem der Schnürmeister Heinrich F e u ß e r und der Logenschließer Johann Fechter aus Anlaß ihrer 30jährigen Zugehörigkeit zum Stadttheater geehrt wurden. Beide Jubilare gehören seit dem Bestehen dem Verband des Stadttheaters an. Der Intendant

Dornotizen.

Tageskalender für Samskag.

NSG.Kraft durch Freude": 20 Uhr,Das Gie- iener Winzerfest". Gloria-Palast (Seltersweg): Unternehmen Michael". Lichtspielhaus (Bahn­hofstraße):Fremdenheim Filoda".

Tageskalender für Sonntag.

NSG.Kraft durch Freude": 16 Uhr,Das Gie­ßener Winzerfest". Gloria-Palast (Seltersweg): Unternehmen Michael". Lichtspielhaus (Bahn­hofstraße):Fremdenheim Filoda".

Hitler-Jugend Dann 116 Gießen.

Der letzte Termin für die Beitrittserklärungen ür denTheaterring der Hitler-Jugend" ist der 27. September 1937.

Hiller-Jugend, Zungbann 116.

Vekr. Voxkurfus.

Allen Teilnehmern der HI. und des DJ. gebe ich hiermit bekannt, daß der Boxkursus am Mon- tag, 27. dieses Monats, in der Turnhalle der alten Pestalozzischule stattfindet.

Der Leiter der Stelle KS.: Körner, Gefolgschaftsführer.

Große Strafkammer Gießen.

Gestern hatte sich der W. K. aus Gießen vor der Großen Strafkammer wegen Sittlichkeitsver­brechens im Sinne von § 174, 176 Ziff. 3 zu ver­antworten. Die Anklage legte ihm zur Last, einen ihm befreundeten jungen Mann in unsittlicher Ab­sicht berührt zu haben. In der Hauptverhandlung, die unter Ausschluß der Oeffentlichkeit stattfand, gab der Angeklagte den Vorfall an sich zu, behauptete jedoch, daß derartige Berührungen vollkommen un­beabsichtigt vorgekommen seien. Diese Einlassung konnte dem Angeklagten nicht widerlegt werden. Es erfolgte daher Freispruch mangels Beweises.

Amtsgericht Gießen.

Unter der Anklage der Körperverletzung, Be­leidigung usw. stand der I. I. aus Lich vor dem Amtsgericht. Die Anklage legte ihm zur Last, am 27. Juni dieses Jahres in Lich einen im Ruhestand befindlichen Beamten körperlich mißhandelt und beleidigt zu haben. Die beiden hatten nebeneinander ihre Aecker liegen. An diesem Tage waren zufällig beide auf ihrem Acker beschäftigt. Dabei kam es zwischen ihnen auf Grund eines bereits 18 Jahre zurückliegenden Vorfalls zu einem Wortwechsel, in dessen Verlauf der Angeklagte den Zeugen beleidigte und auch schlug. Der Zeuge blieb keine Antwort

schuldig, und so kam es zu einer regelrechten Keilerei.

Die Angelegenheit hat folgenden Hintergrund: Der Angeklagte hatte dem Zeugen im Jahre 1920 dieser befand sich damals noch im Dienst 1000 Mark zur Abdeckung eines von ihm ange­richteten Schadens ausgehändigt. Der Schaden be­lief sich jedoch nur auf 200 Mark, so daß 800 Mark übrig blieben, hier behauptete der Angeklagte, daß er dieses Geld nicht zurückerhalten habe, während der Zeuge die Summe zurückgezahlt haben will. Wegen dieses Falles war ' vor einer Reihe von Jahren ein Strafverfahren gegen den Beamten ein­geleitet worden, das aber mit einem Freispruch endete, da das damalige Gericht den heutigen An­geklagten, der seinerzeit als Hauptbelastungszeuge auftrat, für unglaubwürdig gehalten hatte.

Der Angeklagte gab in der gestrigen Hauptver­handlung zu, den Zeugen beleidigt und geschlagen zu haben. Er behauptete jedoch, durch eine be­leidigende Aeußerung des Zeugen dazu veranlaßt worden zu fein. Da keine eigentlichen Tatzeugen vorhanden waren und die Darstellung der Be­teiligten naturgemäß stark auseinanderging, ge­staltete sich die Beweisaufnahme recht schwierig und umfangreich. Auf Grund des Beweisergebnisses hielt das Gericht den Angeklagten für überführt und erkannte auf eine Geldstrafe von 40 M k.

Honigkochen.

Die Zeit des Honigkochens ist jetzt da. Wenn wir durch die Dörfer kommen, dann strömt uns aus vielen Häusern der Duft des kochenden Birnenhonigs lieblich in die Nase.

Das honigkocken ist eilte wichtige Arbeit, genau wie die Hausschlachtung. Wohl drängt im Felde die Arbeit des Kartoftelausmachens, aber die Birnen sollen doch auch nicht verderben. Gar oft muß des­halb die Nacht herhalten.

Ganz leicht ist die Bereitung des Honigs auch nicht. Die jungen Eheleute müssen immer wieder bei ihren Eltern ober bei einer Tante fragen, auf welche Art sie ihren vorzüglichen Honig bereiten. Es gibt da mancherlei Rezepte. Der eine ißt Bir­nenhonig nur mit Zwetschen vermischt, der andere mag nur ganzdünnen" Honig, wieder ein ande­rer wünfcht, daß in dem Most auch ganze Birnen­stücke mitgekocht werden. Es gibt Leute, die noch besondere Gewürze, wie Nelken, Zimt usw., dem Honig beifügen.

Ueoerhaupt das WortHonig"! In manchen Ge­genden Deutschlands weiß man überhaupt nichts von dieser ArtHonig". Man nennt das eingedickte Obst einfach Mus oder Latwerge. Das Wort Honig wird eigentlich auch nur von den Bienen bean­sprucht. Aber wir Oberhessen sagen nun einmal Birnen- oder Zwetschenhonig; wenn er auch nicht so süß ist wie der Bienenhonig, uns schmeckt er doch. Wir müssen nur dafür sorgen, daß er richtig zubereitet wird. Er darf nichtstreng" schmecken, er darf nicht anbrennen, mit einem Wort: er muß geraten!

Die rohen Birnen werden zerkleinert, bann ge­keltert. Der Most kommt in den Kessel. Währenb er nun ein kocht beim Birnenhonig braucht man im Gegensatz zum Zwetschenhonig nicht zu rühren, ba er nicht anbrennt, kommen am Abenb Nach­barn unb Freunbe, meistens Frauen unb Mädchen, und schälen die guten reifen Herbstbirnen. Die Stücke davon werden dann dem kochenden Most zugesetzt. Auch das muß verstanden sein. Der Honig darf nie aus dem Kochen kommen.

Schön sind solche Abende, wenn bie Frauen in der Küche sitzen unb bie Birnen schälen. Der Duft bes roerbenben Honigs weht von der Waschküche her. Die flinken Hände haben wohl Arbeit, aber der Mund braucht nicht stillzustehen. Alle Dorfneuig­keiten werden da aufgetischt. Der Sommer war auch gar zu lang und die Arbeit hart und schwer. Da konnte man ja kaum zu einer Aussprache kom­men. Jetzt aber kann man wieder einmalreden"!

Ist bie Arbeit getan, kocht bie Hausfrau einen guten Kaffee. Zwetschenkuchen gibt es auch. So sin- bet dieser arbeitsreiche Tag einen schönen Abschluß. Nur unten in ber Waschküche steht bersachverstän- bige" Hausherr; er muß richtig feuern, nicht zu tarf unb nicht zu schwach, unb er muß die ganze Nacht wachen, damit bas Feuer nicht ausgeht. Zu­letzt muß er bann, wenn die Stücke sich gesetzt haben, auch noch rühren. Wenn er Glück hat, ist ber Honig am frühen Morgen fertig. Dann kommt ein wichtiger, fast andächtiger Augenblick: der Neue" wirb von Bekannten und Freunden ver- ucht!

Im Rahmen einer Feierstunde wird den Jung- mädeln Tuch und Knoten verliehen, und damit sind sie endgültig eingereiht in die große Gemein­schaft bes BDM.

Umzug derKreisamisleilung derASD.

Anfang Oktober werben bie Geschäftsräume der Kreisamtsleitung ber NSV. des Kreises Wetterau aus dem Hause Löberstraße 9 nach dem Hause Goethe st raße 36 verlegt werben. Bei ber großen Ausdehnung bes Aufgabengebietes ber NSV. in unserem Kreise Wetterau haben sich bie bisherigen Diensträume immer mehr als unzuläng­lich erwiesen, außerbem war eine räumlich straffere Zusammenfassung der verschiedenen Abteilungen er­forderlich geworden. In dem neuen heim der Kreis­amtsleitung werden für die Verwaltungsarbeit er­heblich günstigere Verhältnisse bestehen, die allen Mitarbeitern der Kreisamtsleistung, sowie dem Publikum eine weit bessere Erledigung aller Ar­beiten bzw. Anliegen als bisher ermöglichen wer­den.

Gießener wochenmarktprefte.

* Gießen, 25. Sept. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, % kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1.55 bis 1,60, Landbutter 1,42 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, bas Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse A 11%, Klasse B 11, Klasse D 10%, aus­ländische, Klasse S 12%, Wirsing, % kg 9 bis 12, Weißkraut 6, Rotkraut 9 bis 12, gelbe Rüben 9, Karotten 8 bis 12, rote Rüben 9 bis 10, Spinat 20 bis 25, Römischkohl 8 bis 12, Bohnen, grün 18 bis 25, Unterkohlrabi 6 bis 8, Erbsen 20 bis 35, Feld­salat, Vio 10, Tomaten 12 bis 17, Zwiebeln 6 bis 7, Meerrettich 30 bis 80, Kürbis 5 bis 6, Pilze 40 bis 50, Kartoffeln, % kg 4 Pf., 5 kg 40 Pf., 50 kg 3,45 bis 3,50 Mark, Aepfel, % kg 10 bis 25 Pf., Birnen 5 bis 20, Preiselbeeren 35, Zwetschen 15 bis 16, Nüsse 30 bis 40 Pf., Hähne 1 bis 1,10 Mark, Suppenhühner 80 bis 90 Pf., Gänse 1 bis 1,10 Mark, Enten 1 bis 1,10 Mark, Tauben, das Stück 50 bis 60 Pf., Blumenkohl 10 bis 40, Salat 9 bis 11, Salat­gurken 5 bis 30, Einmachgurken 1 bis 3, Endivien 9 bis 12, Oberkohlrabi 5 bis 8, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 10, Radieschen, das Bündel 8 bis 10 Pf.

** 25 Jahre in der Kommunalver­waltung. Vor einigen Tagen konnte der bei den städtischen Betrieben als Abteilungsleiter beschäf­tigte Verwaltungsoberassistent P. Schirmbeck auf eine 25jährige Dienstzeit in der Kommunalver­waltung zurückblicken. Der Jubilar ist so berichtet man uns weiter geborener Saardeutscher und trat 1912 in den gemeindlichen Verwaltungsdienst des Saarlandes ein. Zum Heeresdienst eingezogen, machte er den Krieg im Osten und Westen in vor­derster Front mit, bis er im Mai 1918 an der Westfront schwer verwundet wurde. Nach der Ent­lassung aus dem Heer kam der Jubilar zur Stadt­verwaltung Gießen, wo er nahezu 18 Jahre un-

Nun ist wieder eine Arbeit für das ganze Jahr getan! Wir wollen hoffen, daß er dieses Jahr in allen Kesseln gut gerät!

Aus der engeren Heimat.

BOM.-ttntergau 116.

Dienstbefehl.

Betr.: Schulung derI M.- u n d B D M.- Gruppensportwartinnen.

Die Schwimmschulung am Samstagabend fällt aus, dafür beteiligen sich alle Gruppensportwartin- nen, die das LA. noch nicht haben, am 25-Kilo- meter-Wandern am 25. September. Antreten 19.45 Uhr am Ludwigsplah.

Sportschulung für alle Gr.-Sportwartinnen am Sonntag, 26. September, um 8.30 Uhr an der Dienststelle des Untergaues 116, mit Turnzeug.

Die Untergausportwartin.

20000Mädelvorihrergroßenprü ung

NSG. Am Geburtstag des Führers haben über 20 000 zehnjährige Mädel im Obergau Hessen-Nas- au ihren Eintritt in den BDM. vollzogen. Noch aber sind sie nicht endgültig ausgenommen, sondern verrichten als Jungmädel - Anwärterinnen ihren Dienst. Die letzte Entscheidung, ob ein Mädel, das vorher ärztlich untersucht worden ist, in den Jung- mädelbund ausgenommen wird, ist die Jungmädel­probe, die erstmals in diesem Jahr durchgeführt wird. Drei Voraussetzungen muß bas künftige Jungmädel dazu erfüllen: drei Weitsprünge zu je zwei Meter, Ballweitwurf 12 Meter, drei Rollen vorwärts, drei Rollen rückwärts (Aufstehen ohne Zuhilfenahme der Hände); Sprung aus einem Meter höhe; durch ein schwingendes Seil laufen und Teilnahme an einer Tagesfahrt.

Daraus geht klar hervor, daß wir zunächst vom Jungmadel verlangen, daß es gesund, mutig, qe- §lckt im Sport und fähig ist, sich in die Gemein- chaft einzuordnen.

Vor Wochen hat die Abnahme der Jungmädel­probe in den Sommerlagern begonnen, die nun jruppen» und standortweise überall zu Ende ge= uhrt wird. So legen die Frankfurter Anwärterin­nen am Samstag, 25. September, 15 Uhr, auf ver- A, nen Sportvlätzen ihre Proben ab. Am 1 und 2. Oktober findet dann im ganzen Obergau die feierliche Aufnahme in den Jungmädelbund statt.

JRegierungefpräfiöent von Pfeffer in Krofdorf-Gleiberg.

<D Krofdorf - Gleiberg, 25. Sept. Im Verlaufe seiner Kreis-Bereisung besuchte am gestri­gen Freitag der Wiesbadener Regierungspräsident SA.-Gruppenführer v. Pfeffer und Salo- mon auch unseren Ort. In seiner Begleitung be­fanden sich der Vizepräsident, ferner Landrat Grillo (Wetzlar), Kreisleiter Haus (Wetzlar), sowie höhere SA.-Führer und andere Persönlich­keiten der Partei und des Staates. Am Krieger­denkmal hatten Abordnungen der SA., der HI., des Jungvolks und des BDM., sowie die Forst­beamten des Forstamtes Krofdorf Aufstellung ge­nommen. Ortsgruppenleiter und Bürgermeister Schmidt begrüßte die Gäste, gab einen kurzen Bericht über Die kommunalpolitischen Verhältnisse ber Gemeinbe unb überreichte bem Regierungsprä- fibenten bas von Lehrer Praß verfaßte Gleiberg- Buch. Der besondere Besuch galt anschließend unse­rer Burg, wo die Gäste im geschmackvoll hergerich­teten Luxemburger Zimmer das Mittagmahl ein­nahmen. Mit besonderem Interesse wurde hierauf ein Vortrag von Lehrer Praß (Krofdorf) ent­gegengenommen, der die Burg Gleiberg als den schönen Mittelpunkt einer schönen Gegend schilderte, die ein wertvolles Mosaikstück in dem buntschillern­den Landschaftsbild des heimatlichen Gaues be­deute. Das gegenwartsfreudige Aussehen der Burg und ihrer engeren und weiteren Umgebung erhalte noch eine besondere Note durch bie geistig-kulturell­politische Bedeutung, bie bie Einrichtung bes Schu­lungslagers bebingte. Tausenbe von Volksgenossen aus allen Schichten bes Volkes unb aus ben ver­schiedensten Gegenden des Landes hätten hier oben bas Rüstzeug zur Mithilfe am Aufbau bes neuen Staates erhalten, was Anerkennung in ben Be­inchen bes Neichsstatthalters C p r e n g e r unb ber Reichsminister Rust unb Dr. Frank gefunden

hätte. Aber auch in ber Vergangenheit habe immer ber Gleiberg im Mittelpunkt heimatlichen Gesche- hens geftanben, was der Redner an Hand der Glei- berggeschichte nachwies, die er ebenso in ihren Zu­sammenhängen mit ber beutschen Reichsgeschichte beleuchtete. Mit einem Hinweis auf bie ersprieß­liche Tätigkeit bes Oleibergoereins, ber es verstan­den habe, das alte Gemäuer mit neuem Geist zu erfüllen, endete der Vortrag. Nach einem Rund­gang durch bie Burg setzten die Gäste ihre Fahrt nach Königsberg-Hohensolms fort.

Landkreis Gießen.

00 Klein-Linden, 24. Sept. Eine von ber Volksschule vorgenommene Gelbsammlung zum Besten bes Volksbunbes für bas Deutschtum im Auslanb erbrachte ben statt­lichen Betrag von 69 Mark, gewiß ein schönes Zeichen für bie Opferbereitschaft in unserer Gemeinbe.

u Klein-Linben, 24. Sept. Die Obstver­st e i g e r u n g an ber Provinzialstraße nach Duten­hofen hatte, wie alljährlich, viele Interessenten an- gelockt. Zum Ausgebot kamen Aepfel in guter Qua­lität: Baumanns Renetten, Kasseler Renetten, Golb- parmänen, Boskop, u. a. Es kostete je Zentner 4 bis 8 Mark. Auf ber Straße nach Lützellinben, wo bie Versteigerung anfchließenb vorgenommen würbe, kamen größere Mengen Birnen zur Versteigerung, meist Sixt Butterbirnen. Es kostete ber Zentner 3 bis 5 Mark. Bei ber Versteigerung bes Obstes auf ber Prooinzialstraße Klein-LindenGroßen- Linden tarnen Luxemburger Renetten und Rhei- Nische Bohnäpfel auf 3 bis 4 Mark ber Zentner. Golbparmanen, Boskop und Goldrenetten von Blen­heim von hervorragender Güte kosteten 6 bis 10 Mark, in einzelnen Fällen noch mehr. Ein einzel­ner Baum der letzten Sorte mit etwa 7 Zentner Behang, erbrachte mit einer Summe von 89 Mark das Höchstgebot des Tages.