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9. A.-Sport

Oie Mehrkampfmeisterschasten der Turner.

Die Deutsche Turnerschaft hatte am Wochenende ihre Turner und Turnerinnen zu den deutschen Mei. sterschaften im Mehrkampf in der thüringischen Stadt Grete aufgeboten. Für die Turner stand ein Zwölfkampf zur Entscheidung, während für die Turnerinnen einen Achtkamps zu bestreiten hatten. Sieger bei den Turnern wurde der Olympia-Teil­nehmer Willy Stadel (Konstanz) mit 217 Punk­ten vor seinem Bruder Karl Stadel mit 215,5 Punk­ten. Bei den Frauen gewann Deutschlands beste Turnerin Frau Schmidt - Sohnemann mit 141,5 Punkten vor Zschorn (Frankenberg) mit 140 Punkten.

Freundschastskämpfe derFußball-Gauliga Hessen.

VfB. Groß-Auheim Sportfr. Frankfurt (Sa.) 1:2. Borussia Fulda Reichst).-Rot-Weiß Frankfurt 4:1. Germania Fulda DSV. Hanau 0:0.

VfB. Friedberg Spvg. Cannstatt 1:0.

Erfolgreiches (Standortsportfest in Buhbach.

Unter reger Beteiligung von Sportlern und Publikum nahm das Sportfest der Wehrmacht in Butzbach am Sonntag den erwarteten guten Ver­lauf. Schon zur Einholung der Wettkämpfer am Sonntagmorgen durch die Musikkapelle des II./JR. 81 fanden sich interessierte Zuschauer ein, um auch Len am Vormittag stattfindenden Dorkämpfen bei­zuwohnen. Es zeigte sich hier bald, daß alle Kon­

kurrenzen mit sehr guten Kräften besetzt waren. So wurde beim 400-Meter-Lauf in der Vorent­scheidung bereits eine Bestzeit von 55,4 Sek. er­zielt, im Weitsprung brachte es der Beste bereits auf 6,5 Meter.

Mit viel sportlicher Hingabe widmeten sich die Fünfkämpfer ihrer Arbeit. Der Steuer wurde schließlich von der Wehrmacht gestellt. Alle bisher gezeigten Leistungen ließen für den Nachmittag das beste hoffen. So erwartete man mit Spannung um 14.40 Uhr die Entscheidungen. Der 100-Meter- Lauf wurde in 11,8 Sek. bestritten, Die in großer Zahl erschienenen Zuschauer zeigten reges Interesse und konnten alle Sieger herzlich beglückwünschen. Die Freude an dem Gebotenen, in erster Linie die Erwartung der militärischen Vorführungen, ließ auch dann nicht nach, als sich plötzlich Regen ein­stellte. Besondere Anziehungskraft übten die Schau­nummer des vierspännigen MG.-Zuges, das Rad­rennen der Wehrmacht, der 400- und 3000-Meter- Lauf und schließlich die reiterlichen Konkurrenzen aus, ferner die schönen Jagdspringen Klasse A und L, sowie das Patrouillenjagdspringen. Mit Freuden stellten Kenner und Laien die aufopfernde Arbeit und das gute Können von Pferd und Reiter fest.

Boxen und Tauziehen der Wehrmacht hatten ihre Wirkung nicht verfehlt. Beim K.-K.-Schießen gaben sich alte und junge Soldaten ein Stelldichein. Ein Handballspiel und eine 10X100-Meter-Staffel schloß den Reigen der Darbietungen.

Die Preisverteilung durch den Standort­ältesten bildete den Abschluß der Veranstaltung; die wertvollen Preise und die Ehre, Sieger zu sein, waren reicher Lohn für anstrengende sportliche Lei­stungen.

Die Bezirkskiaffe Gießen 1937/38.

Nachdem wir vor einiger Zeit die Neueinteilung der verschiedenen Gruppen des südwestlichen Gau- Sebiets veröffentlichten, lassen wir nun auch eine ebersicht folgen über die Vereine, hauptsächlich aber über die denselben zur Verfügung stehenden Spieler. Einer Abwägung über die Aussichten der einzelnen Mannschaften wollen wir uns wohlweis­lich enthalten, denn gerade im Fuhballsport wurden Theorien schon allzuoft über den Haufen geworfen. Auf der anderen Seite soll man den Ereignissen auf dem grünen Rasen nicht vorgreifen.

Die Spielvereinigung 1 9 0 0 stützt sich auf dieselben Spieler, die in der vergangenen Serie, besonders in der zweiten Hälfte zur Verfügung standen. So stehen für das Tor neben Rahn der ab Oktober spielberechtigte Meißner bereit. In der Verteidigung füllen Zeiler und Lippert nach wie vor ihren Platz aus. Die Läuferreihe dürfte mit Erhard, Sack, Lehrmund ihre wahrscheinlichste Auf­stellung erfahren, und der Sturm in der Besetzung Bergmann, Schellhaas, Löbsack, Pankok, Möller kann dadurch noch eine Aenderung erfahren, wenn über die weitere Tättgkeit von Heilmann Klarheit eingetreten ist. Neben zwei weiteren Spielerzu- aängen, die in aller Kürze spielberechtigt werden, stehen Spieler der zweiten Mannschaft und der aktiv gewordenen Jugendlichen zur Verfügung. Ein Mangel an geeigneten Kräften ist nicht zu beklagen, und die Aussichten erscheinen diesmal weit günstiger als im vergangenen Jahre, wo die Mannschafts­aufstellung Sonntag für Sonntag Schwierigkeiten bereitete.

Der Sportverein Wetzlar hat seine Meistermannschaft umgebaut bzw. umbauen müssen. Bei der Besetzung Gunya, Krickau, Zielberg, Flick, Didlapp, Blech I., Berger, Zehner, Thimm, Reuter, Blech II. fehlen Wohlgemuth, Benner und Hahn. Wohlgemuth hat Wetzlar verlassen und seinen Wir­

kungskreis nach Eßlingen verlegt, wo Diehl, der frühere Mittelläufer von Wetzlar, schon seit einigen Jahren seine Betätigung gefunden hat. Benner hat seine schon verschiedentlich geplante Sportaufgabe endgültig zur Tatsache werden lassen.

Beim Turn- und Sportverein Naun­heim hat es keine allzu großen Veränderungen gegeben. Die Gebrüder Hattert, Dokter, Bill, Neeb, Zeucke, Landenfeld und Keusch werden auch weiter­hin den Stamm der Mannschaft bilden.

Der Sport- und Spielklub Burg hat seine wertvollste Stütze verloren. Der blonde Mittel­stürmer Blecher, der ideale und instinktsichere Brecher im Sturm, hat sein Lehrerexamen in Weil- bura bestunden und eine Anstellung als Junglehrer in Königsberg (Preußen) gefunden. Es bleibt ab­zuwarten, wie sich dieser Verlust ausgleichen läßt.

Oranien Frohnhausen hält nack wie vor an seinem Grundsatz, der beste Ersatz ist der Ersatz aus dem eigenen Nachwuchs, fest. Damit haben sie die besten Erfahrungen gemacht, und da das Ab­schneiden in der vergangenen Serie zufriedenstellend war, besteht kein Anlaß zu größeren Veränderungen im Mannschaftsgebilde.

Beim Turn - und Sportverein Bissen­berg herrscht der gleiche Grundsatz vor. Die Spieler entstammen alle den eigenen Reihen. Weit mehr noch. Fast die ganzen Spieler der Ligamann­schaft sind miteinander verwandt. Was nicht ver­brüdert ist, ist aber bestimmt verschwägert. So nimmt es weiter kein Wunder, daß neben Bingel (drei Brüder), Keller und Kleemann fast kein ande­rer Namen in Erscheinung tritt.

Anders beim Sportklub Sinn. Die Zuge­hörigkeit zur Bezirksklasse hat bei manchen Ange­hörigen der benachbarten Vereine seine Anziehung nicht verfehlt. Neben Spielern von Merkenbach und Uckersdorf hat nun auch der beste Mann von Jahn

Hors d'oeuvre 210 Hüfte

Hors d'oeuvre, fran^, Bedeu­tung: außerhalb des Werkes, d. h. der Mahlzeit, entbehrliches Fremdwort für Vorspeisen.

Horst, männl. Vorname germ. Herkunft, Bedeutung ..der Hor­stende", ferner Vezeicynung für oas Nest eines Raubvogels.

Hort, Veschäftigungsschule für kleinere Kinder, denen in der Familie nicht Die erforderliche Zeit und Aufsicht gewidmet wer­den kann.

Hortensie, Wasserstrauch (Hy- drangea), als Topf- und Kübel­pflanze oder Zieraehölz zu ge­brauchen. Heranzucht durch Steck­linge. Im Winter frostfrei, kühl und hell aufbewahren. Zimmer­blume wird Ende Januar zur Knospenbildung warm gestellt. Kübel- und Freilandpflanzen Ende Februar auf 3 bis 5 Augen zurückschneiden. Während der Triebzeit gut gießen. H. liebt keinen trockenen Standort. Die natürliche Farbe der H. ist weiß und rosarot. Blaue Blumen er­reicht man durch Zugabe von eisenhaltiger Erde (Alaunpulver geben oder rostige Nägel in Eiehwasser legen). Hydrangea panrculata ist ein herbstblühen­der Zierstrauch, schön als Kro­nenbaum.

Hose, das lange Beinkleid des Herrn^ bei dem größter Wert auf eine gutsitzende Bügelfalte gelegt wird. Neuerdings wird der Eürrelschluß so gearbeitet, daß auch lange Hosen gut ohne Hosen­träger und selbst ohne Gürtel ge­tragen werden können. Auch Reißverschluß wird verwandt.

Hosenträger, mit Eummifäden verarbeitete Bänder zum Be­festigen des Beinkleides, sollen nur so lange getragen werden, wie der Gummi elastisch ist, da sie sonst das Hemd beschädigen. Das gleiche gilt von zu hoch ge­schobenen Schnallen bei ausge­reckten Hosenträgern.

Hotel. Vorbestellte Hotelzimmer muß man bezahlen, wenn der Wirt die Zimmer auf Grund der Bestellung reserviert, auch wenn man sie aus irgendeinem Grund nicht benützt. Hat man ein Hotel­zimmer bestellt, und der Wirt auf irgendeine Weise zu erkennen gegeben, daß er die Bestellung angenommen hat, (z. V. er hat dem Portier Anweisung gegeben, die Zimmer zu reservieren, und vermietet der Wirt die Zimmer für die gleiche Zeit an jemand anders, dann kann man Scha­denersatz verlangen, z. B. man kann die Mehrausgaben verlan- langen, die man dadurch hat, daß man in einem teureren Ho­tel wohnen muß. S. Gastwirt.

Hubert, männl. Vorname germ. Ursprungs mit der Bedeutung der tüchtiger Denker".

Huchen, Rotfisch, lachsart. Süß­wasserfisch, der bis zu 2 Mietet lang wird.

Hüfte, der obere Teil der Seiten­fläche des Oberschenkels in Ver­bindung mit den Eesäßteilen. Bei Frauen oft Stelle uner­wünschten Fettansatzes, den man aber durch geeignete Massage und Gymnastik gut bekämpfen kann. Bei Frauen sind die Hüf­ten normalerweise breiter als beim Manne. S. auch Becken.

Der Honigspender

ist ideal für jeden Frühstückstisch. Immer ist er geschlossen. Bienen und Wespen können also nicht mehr an den Honig heran. Klebrige Honig­gläser gibt es dann nicht mehr. Kommen Sie zu Häuser und lassen Sie sich diesen praktischen Honigspender zeigen.

3- B. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarten, Fernsprecher 2145/2146.

Offenbach (Dillkreis), der Mittelstürmer Buch, seinen Weg nach der Glocken-Geburtsstätte gefunden.

Sportverein Lollar muß seine vorjährige Aufstellung ebenfalls einer Aenderung unterziehen. Neben dem abgewandertenHeier" (Kreiling, Wie- seck) fehlt der von seinem Beinbruch zwar genesene, aber noch nicht wieder spielfähige Gabriel. Hierfür geeigneten Ersatz zu finden, wird einiges Kopf­zerbrechen bereiten.

Teutonia Steinberg erscheint mit der Elf, die den Aufstieg erkämpfte. Neben den bekann­testen Spielern Happel, Fett und Lang stehen in Burger, Schmandt, Haas, Brückel, Schäfer usw. veranlagte Spieler zur Verfügung. An geeignetem Ersatz ist ebenfalls kein Mangel, denn in der Re­serve sind einige Spieler vorhanden, die schon wäh­rend den Aufstiegsspielen Proben ihres Könnens abgaben.

Beim Turn- und Sportverein Stein­dorf, dem zweiten Aufstiegsberechtigten, ist die Ausahl nicht so groß. Neben dem Stamm der Mannschaft, an deren Spitze die Gebrüder Martin und Hormel stehen, sind nur wenige Ersatzspieler zur Stelle. Eine zweite Mannschaft war seither nicht vorhanden. Vielleicht hat aber die nunmehrige Zugehörigkeit zur Bezirksklasse das nötige Inter­esse geweckt und den Ansporn hierfür gegeben.

lieber den letzten Teilnehmer, Turn- und Spielverein Butzbach, herrscht etwas Un­klarheit. Der vorläufige Stand am Ende der Ta­belle der Gruppe Friedberg im vergangenen Jahre besserte sich von dem Augenblick, als die Vervoll­ständigung der Garnison eintrat, verschiedene Spie­ler hinzukamen und die Mannschaft vor dem Ab- stteg bewahrten. Ein Anwachsen zur früheren Spielstärke wird dadurch wohl nicht ausbleiben.

Starke Beteiligung

Kreisfachwart Henkel (Gießen) hatte am vergan­genen Sonntag die Vereine im Bereiche des poli­tischen Kreises Gießen zusammengerufen, um mit ihnen die neue Gruppeneinteilung zu besprechen. Am Spielbetrieb beteiligen sich 34 Vereine mit 42 aktiven Mannschaften, hinzu kommen noch etwa 22 Jugendmannschaften. Um den Vereinen nicht zu große Reisekosten aufzuerlegen und auch um einen regen Spielbetrieb damit sicherstellen zu können, wurden die Gruppen der 1. und 2. Kreisklasse wie folgt zusammengestellt:

1. Kreisklasse, Gruppe A: SA.-Kampfge- meinschaft, VfB.-R. Gießen 1. Klein-Linden 1, Heuchelheim 1, Rodheim 1, Wieseck 1, Alten-Buseck 1, Großen-Buseck 1, Rüddingshausen 1, Lollar 2.

1. Kreisklasse, Gruppe B: 1900 Gießen 2, VfB.-R. Gießen 2, Großen-Linden 1, Steinberg 2, Garbenteich 1, Steinbach 1, Lich 1, Hungen 1, Rup­pertsburg 1.

2. Kreisklasse, Gruppe A: Flensungen- Mücke 1, Grünberg 1, Lehnheim 1, Göbelnrod 1, Oppenrod 1, Leihgestern 1, Treis 1, Londorf 1, Geilshausen 1, To. 46 Gießen 1 und Klein-Lin­den 2.

2. Kreisklasse, Gruppe B: SA.-Kampfge­meinschaft, 1900 Gießen 3, VfB.-R. Gießen 3, Rod­heim 2, Heuchelheim 2, Launsbach 1, Wißmar 1,

Ms Abschluß unserer Ueberstcht bringen wir nachstehend die Terminliste der Vorserie 1937/38.

Termine der Bezirksklasse.

19. September: Bissenberg Burg; Frohn- hausen Lollar; Sinn Naunheim; Steinberg gegen Butzbach; Wetzlar Steindorf.

26. September: 1900 Bissenberg; Burg gegen Frohnhausen; Naunheim Steinberg; Steindorf gegen Sinn; Lollar Butzbach.

3. Oktober: Sinn 1900; Bissenberg Stein­dorf; Butzbach Burg; Frohnhausen Wetzlar; Steinberg Lollar.

10. Oktober: 1900 Naunheim; Lollar Dis. tenberg; Wetzlar Steinberg; Burg Sinn; Butzbach Frohnhausen.

17. Oktober: Frohnhausen 1900; Sinn gegen Wetzlar; Naunheim Burg; Steindorf- Stein­berg; Bissenberg Butzbach.

24. Oktober: 1900 Steindorf; Wetzlar Butz­bach; Steinberg Sinn; Burg Lollar; Frohn- tzausen Naunheim.

31. Oktober: Butzbach 1900; Naunheim gegen Lollar; Steindorf Burg; Sinn Frohnhausen; Bissenberg Wetzlar.

7. November: 1900 Steinberg; Burg Wetz- lar; Lollar Sinn; Steindorf Naunheim; Frohnhausen Bissenberg.

14. November: 1900 Burg; Wetzlar Lollar; Bissenberg Naunheim; Steinberg Frohn­hausen; Butzbach Steindorf.

21. November: Wetzlar 1900; LollarStein­dorf; Bissenberg Sinn; Naunheim Butzbach; Burg Steinberg.

28. November: 1900 Lollar; Sinn Butz­bach; Naunheim Wetzlar; Steindorf Frohn­hausen; Steinberg Bissenberg.

in den Preisklassen.

Daubringen 1, Staufenberg 1, Muschenheim 1 und Grüningen 1.

Den Vereinen wurde noch eine Woche Zeit ge­geben, ihre Wünsche auf spielfreie Sonntage zu äußern, und dann werden die Termine zusammen- gefteilt. Die Pflichtspiele beginnen am 26. Sep­tember d. I. Bis dahin können die Vereine noch Gesellschaftsspiele austragen. Die noch ausstehen­den Mannschaftsmeldungen sind sofort dem Kreis- fachwart einzureichen, auch sind hierbei die Spiel­pässe und die neuen Reichsbundpässe vorzulegen. Ohne diese beiden Pässe kann ein Spieler nicht mitspielen.

SA.-Kampfgemeinschast nimmt teil...

Zum ersten Male wird in den Serienspielen auch die SA.-Kampfgemeinschaft beteiligt fein. Die SA.- Kampfgemeinschaft stellt zwei Mannschaften, deren eine der 1. Kreisklasse zugeteilt ist und in der glei­chen Klasse mit VfB.-R. I antreten wird. Es ist also hier die Sachlage geschaffen, daß es auch in diesem Jahre für die Fußballanhänger unserer Stadt Lokalkämpfe in Derbandsspielen zu sehen geben wird. Die zweite gemeldete Mannschaft der SA.-Kampfgemeinschaft spielt in der 2. Kreisklasse, Gruppe B.

Lollar I. Heuchelheim I. 6:1.

Die Elf von Lollar, durch einige gute Jugend­spieler aufgefrischt, wartete mit einer Mannschaft auf, die zu kämpfen und Gelegenheiten auszunutzen verstand. Heuchelheim, durch Ersatz geschwächt, zeigte trotzdem ein schönes Spiel. Besonders der Sturm führte ein hinreißendes Kombinationsspiel vor. In sportlichem Geiste trugen die Gäste ihre Niederlage und kämpften bis zum Schluß unentmutigt weiter. Das hohe Resultat gab den Spielverlauf keineswegs einwandfrei wieder. Ein knapper Sieg der Lollarer wäre gereckt gewesen.

Die Einyeimischen hatten Anstoß. Es entwickelte sich sofort ein lebhaftes Spiel. Heuchelheim war vor­erst tonangebend und schuf bange Minuten vor dem Lollarer Tor. Das Spiel wechselte, Lollar ging zum Angriff über. Aus einer klaren Abseitsstellung, we­gen der die Hintermannschaft der Gäste nicht mehr eingriff, fiel das erste Tor für Lollar. Heuchelheim, zwar nun etwas deprimiert, zog in wundervollem flachen Paßspiel immer wieder blitzschnell vor das gegnerische Tor. Sie hatten aber Schußpech. Viele Schüsse verfehlten knapp das Ziel und einmal konnte nur die Latte retten. Der Ersatz in der Läu­ferreihe machte sich bemerkbar. Lollar nutzte die Schwächen in der gegnerischen Abwehr geschickt aus und konnte bis zur Pause noch zweimal emfenben.

Mit großem Elan drängte der Heuchelheimer Sturm nach der Pause auf das Lollarer Tor. Durch prachtvollen Schuß wird ein Tor aufgeholt. Die Gäste spielten jetzt überlegen. Schön war dabei das Zusammenspiel der jungen Stürmer und zahlreich die Schüsse auf den Kasten. Die meisten nahmen jedoch den Weg ins Aus und das andere besorgte der Lollarer Torhüter. Aus einem Geplänkel vor dem Gästetor schoß Lollar feinen vierten Treffer. In der beginnenden Dämmerung, die fein normales Spiel mehr zuließ, war Lollar noch zweimal er­folgreich. Obwohl der Gästesturm bis zum Schluß machtvoll drängte, gelang es ihm nicht mehr, an dem Resultate etwas zu ändern.

1000-Meier-Langstreckenschwimmen in Gießen.

Die Ortsgruppe Gießen des Reichsbundes für Leibesübungen, Fachamt Schwimmen, veran­staltet am Samstag ein Langstreckenschwimmen über 1000 Meter; für Knaben und Mädchen über etwa 500 Meter. Der Wettkampf wird in zwei Klassen gestartet: Klasse A für schwimmsporttreibende Ver­eine, Militär und NS.-Formationen, soweit die Gemeldeten einem schwimmst »rttreibenden Verein angehören. In der Klasse B alte Teilnehmer in nicht schwimmsporttreibenden Vereinen sowie für Mili­tär und alle NS.-Formationen, soweit die Gemel­deten einem nicht schwimmsporttreibenden Verein angehören.

Für beide Klassen wird in folgenden nach Jahr­gängen eingeteilten Gruppen gestartet:

1. Männerklasse 18 bis 32 Jahre.

2. Frauenklasse 18 bis 32 Jahre.

3. Männerjugendklasse (191822) 14 bis 18 Jahre.

4. Frauenjugendklasse (191822) 14 bis 18 Jahre.

5. Männerklasse über 32 Jahren.

6. Frauenklasse über 32 Jahren.

7. Knabenklasse der Jahrgänge 1923/24.

8. Mädchenklasse der Jahrgänge 1923/24.

Es ist zu wünschen, daß sich recht viele Vereine sowie Militär und NS.-Formationen, ob sie Schwimmsport treiben oder nicht, an dem Lang­streckenschwimmen beteiligen. Die Wettkämpfe wer- den nach den Bestimmungen des Fachamtes Schwimmen ausgetragen. Jeder Startende hat eine vtartmütze mitzubringen, auf der seine Startnum­

mer befestigt wird. Start sämtlicher Teilnehmer er­folgt pünktlich um 17.30 Uhr für Knaben und Mäd­chen 500 Meter unterhalb der Militärbadeanstalt. Für die Männer- und Frauenklassen sowie für die Ju­gendklassen um 18.30 Uhr an der Militärbadeanstatt. Auskleidegelegenheit ist bei der Gießener Ruder­gesellschaft zur Genüge geboten. Für Schuhe und Bademäntel, mit welchen die Teilnehmer zum Start gehen, steht ein Boot zur Verfügung, das die Kleidungsstücke vom Start zum Ziel bringt.

Das Ziel ist bei der Gießener Rudergesellschaft zwischen zwei Booten. Bei dem Passieren der Boote sind den Zeitnehmern Startnummer und Name laut zuzurufen.

Meldungen sind, als solche kenntlich gemacht, an Fritz Pascoe, Gießen, Postfach 56, bis zum 25. August, 18 Uhr, einzufenden. Meldeeröffnung am gleichen Tage 18 Uhr in der Müllerschen Bade­anstalt. Die technische Leitung liegt in den Händen der Herren Pascoe und Sauer.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

Ehr. V. in G. Das Verlangen des Hauseigen­tümers auf Zahlung der anteiligen Gebühren für Müllabfuhr usw. auf ein Vierteljahr im voraus ist unberechtigt. Die Gebühren find vielmehr erst bei Fälligkeit zahlbar.

ÖlunDfunfprogramtn

Mittwoch, 25. August.

6 Uhr: Choral. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Bäderkonzert. 10: Schulfunk. 10.30: Hausfrau hör' zu. 11.40: Nur Frankfurt: Gaunachrichten. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrich­ten. Offene Stellen. Nachrichten aus dem Sende­bezirk. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Rhythmus und Melodie. 15: Volk und Wirt­schaft. 16: Unterhaltungskonzert. 18: Zeitgeschehen im Funk. 19: Unser singendes, klingendes Frank­furt. 20: Nachrichten. 20.10: Unser singendes, klin­gendes Frankfurt. 21.15: Frankfurter Komponisten. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sende­bezirk. 22.20: Kamerad wo bist du? 22.30: Unter­haltung und Tanz. 24 bis 1: Nachtkonzert.

Donnerstag, 26.August.

6 Uhr: Choral. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Bäderkonzer>, 9.30: Nur Koblenz: Nachrichten. 10: Schulfunk. Volksliedsin- gen. 10.30: Hausfrau hör' zu! 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. Offene Stellen. Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nach- richten. 14.10: Frohsinn am laufenden Band. 15: Volk und Wirtschaft. Fremdenverkehr ein Wirt­schaftsfaktor. 15.15: Für unsere Kinder. Etwas über den Zwieback! 16: Unterhaltungskonzert. 18: Zeit­geschehen im Funk. 19: Egerland in Lied und Tanz. 20: Nachrichten. 20.10: Zeitgenössische Unterhal­tungsmusik. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.30: Unterhaltungskonzert. 24 bis 1: Nachtmusik.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Mittwoch, den 25. August.

Gießen. Sladlklrche. 20 Uhr: Abendandacht. Donnerstag, den 26. August.

Gießen. Iohanneskirche. 20 Uhr: Bibelstunde, katholische Gemeinden.

Mittwoch, den 25. August.

Hungen. 6.15 Uhr: Messe.