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Wandern und weisen ♦ Bäder und Sommerfrischen
Wanderfahrten
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Odenwaldberge die Bergstraße, vorbei an leuchtenden Villen und Dörfern inmitten blühender Obstgärten und üppiger Wingerte, bis aus rauschendem, grünem Waldhang eine mächtige Ruine wächst, zu deren Füßen eine vieltürmige, schöne Stadt sich dehnt: „Alt-Heidelberg, du feine, du Stadt an Ehren reich". Sie ist die letzte und zugleich auch köstlichste der blütenduftenden Städte an der Linie der Bergstraße.
Weinheim dann! Hier fühlt man sich fast an den Rhein versetzt, obwohl der Strom doch ein gutes Stück entfernt ist. Von einem leuchtenden Kranze von Obstgärten ist das Städtchen umgeben. Inmitten dieser Rebenstadt, die den Wein in ihrem Namen trägt, steht der Rodensteiner Brunnen; er erinnert an jenen trinkfesten Ritter, der sein Hab und Gut, seine Dörfer und Bauern für Wein hergab.
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Heffrnland im Frühling.
Kassel, Hannoversch-Münden und die Schwalm.
Bon Walter Henkels.
dstunde.
i. Sonntag, k 16: Predigt.- stunde.
strafe 1, JO Uhr: W I, den 28.M.
Friedevolles Aeüartal.
Von Loni prügel.
Viele artige Schleifen legt der Neckar den lächelnden Hügeln zu Füßen. Die Verkehrslinien und die Neckarwanderer machen die Windungen gutwillig mit, voller Entzücken über die nützlichen Umwege. Denn dieses Flußtal geht sanft und lieblich dahin, wiesenumgrünt und waldgeleitet, von kleinen heimeligen Dörfern angehalten, in denen manch bäuerliches und bürgerstolzes Fachwerk lebt, und an den wirkungsvollsten Blickpunkten von den verträumten Staffagen roter Ruinen unterstrichen.
Es ist eine Lust, in diesem Tal zu wandern, in seiner Mildheit und Stille, die doch nichts von Trägheit und Weltabgeschiedenheit kennt. Denn da lind an den Wehren (an den zwölf Wehren die den schiffbaren Fluß überqueren) die zärtlichen Wellen zu tosenden Strudeln gebauscht, die sich gischtumbrandet von den Walzen stürzen. Dann sind die Schleusen aufgetan und lassen einen jener fröhlichen weißen Dampfer durch, von dem es mit Taschentüchern herwinkt, und jene langen Schleppzüge, die sich mit langgezogenen Sirenentönen durch die Sommerstille anmelden.
Heidelberg hat an den Uebergang des Tales aus der Ebene ins Gebirge, aus der Fläche in die Plastik, sein Gewicht gehängt, das gewaltig hemmt. Dann aber gruppiert sich Neckargemünd anmutig um das Jneinauderftrömen von Elsenz und Neckar, von der kleingezackten Silhouette des Dorfes auf dem Dilsberg überträumt, die wie eine Vision vom Mittelalter über der hellen Landschaft steht; denn es ist ja als ein Kuriosum bekannt, daß der dreißigjährige Krieg am Dilsberg ohne Beute vorübergehen mußte, da sich das wehrhafte Dorf auf der Bergkuppe hinter seinem Mauerring zu gut verschanzt hielt.
Bei Neckarsteinach wird das Neckartal fast großartig, jedenfalls romantisch. Das machen — neben den wilder und kühner vorstoßenden Bergen — die vier rötlichen Burgen, die den Flußbogen umstellen. Aber das Städtchen selbst stellt sogleich die Atmosphäre des Intimen, Traulichen wieder her, eng geschachtelt und spitzgiebelig, wie es vom Fluß zu den Burgen hin aufsteiat. Man nimmt in Neckarsteinich die Fähre zum Uebersetzen auf das jenseitige Ufer: eine breite und gemütvolle schwimmende Brücke, herrlich altertümlich und zu diesem stimmungsvollen Ort gehörig, wie die Angler am Neckarknie und das barfüßige Bubenknäuel, das sich am Kai balgt. Der Fährmann entläßt mit gutem Wanderrat, er kennt sich in den Wegen aus wie in seiner Hosentasche.
Eine kleine Blütenwolke umschwebt das Fährhäuschen drüben. Von den Mauerbrüstungen hängt sich grünes Gezweig und ein vergilbender Blüten- jlor gegen den 'Fluß hinunter. Ueber den rot herüberscheinenden Sandsteinfelsen steigt wohlschatner- ter Mischwald an, dunkelgrüne Enklaven von Fichten, noch winzigere Birkensprenkel in dem sauber- gefärbten grünen Grund der Eichen und Buchen.
Es läßt sich schön auf einer Bank am Ufer verweilen, ehe man zum Dilsberg aufsteigt. Im schilfigen Uferschlamm singen Frösche, es ist wirklich so, daß sie eher singen als quaken. Ihr Chor klingt treuherzig, fast etwas schwermütig aus ihrem Schilfwald her. Heller und zärtlicher fliegt die Rede der Enten auf vom Fluß her, was freilich kein Wunder ist, denn sie ziehen rührende Flottillen kleiner gelber Federbällchen wie Kometenschweife hinter sich her.
Bei Hirschhorn verläuft jetzt knapp am Fluß die neue Umgehungsstraße; sie ist sehr nötig gewesen. Denn droben im Ort steht ja der alte Kirch- Tor-Turm breitbeinig über der Straße, der eine kunsthistorische Merkwürdigkeit und einen stimmungsvollen, aber nicht gerade verkehrsgerechten Durchlaß darstellt.
Und die Entlastung des Verkehrs spürt man mit Genuß: die gebogenen Gassen rücken ihr Fachwerk näher zusammen, nachbarliche Gespräche lassen zwiegeteilte Haustüren wieder sinnvoll werden, die Gänse wechseln weniger erregt über die Strecke. Vielleicht liegt es an dieser beruhigten Atmosphäre des Städtchens, daß man nun erst wahrnimmt, wie stark das Stroh duftet von den gewölbten Scheunentoren her, wie die Kühe zufrieden brüllen.
Diese kleinen und unendlich köstlichen Wahrnehmungen wiederholen sich von Ort zu Ort, wie man den Fluß weiter hinauf erobert. Sie sind so wichtig wie die großen, die glücklicherweise nicht fthlen: etwa das große Format grüngewölbter Berge; Wald, der lebensstrotzend in die Gassen schwillt, um die Giebel des Hirschhörner Schlosses, die ihm rühbarock entgegenschwingen, über die zierlich an den halben Hang geschmiegte begrünte gotische Kirche, die innen bäuerlich breit und behäbig emp- ängt, durch eine Galerie in die Wand gelassener Epitaphe' ins Fürstlich-Familienhafte gerückt; so wie eine Kirche sein muß- in diesem Neckarwinkel, o wie sich Fluß und Berg, Haus und Kunstwerk hier gebärden müssen: groß und anmutig/ ernsthaft und gefällig, beschwingt und beruhigt.
oerser Straße, auf die wir gelangen, treffen wir noch blaue Striche, die bis zum Schluß unser Wegzeichen bilden. Wir kommen am Forsthaus Waldhaus vorüber, hinter dem uns alsbald die Zeichen in das Fohnbachtal führen. Das liebliche Tal abwärtsgehend (unterwegs schöner Gleibergblick) erreichen wir Krofdorf, von wo wir das Postauto zur Heimfahrt benutzen. Wanderzeit 4% Stunden.
Leihgestern — Steinberg — Watzenborn — Haufen — Annerod — Gießen.
Diese Wanderung, die abseits der Markierungen geht, beginnen wir am Bahnhof Großen-Linden. Wir überschreiten bei der Station den Bahnkörper und kommen alsbald durch Leihgestern. Die Straße führt uns an den Hängen des Oberen Steinbergs her durch die zusafammenhängenden Orte Steinberg und Watzenborn. Hinter letzterem leitet uns ein Feldweg an der idyllisch gelegenen Häuser-Mühle vorüber nach Hausen, unterwegs hübsche Blicke nach dem Schiffenberg bietend. Auch von Hausen folgen wir einem Feldweg, der in nordöstlicher Richtung ein großes Stück am Waldrand des Annebergs herzieht. Am Eingang des Fernewalds überqueren wir die Sicher Straße, gehen in der seitherigen Richtung weiter und gelangen zur Rast nach Annerod. Auf bekannten Wegen kehren wir nach vierstündiger Wanderung wieder nach Gießen zurück.
Mühende Vergstraße.
Von 3. Kehling.
Der Frühling hat seinen Einzug gehalten in dem milden Tale am Fuße der Odenwakdberge zwischen Darmstadt und Heidelberg. Und welch ein Frühling! Die ganze Gegend ist ein einziges farbenprächtiges Blütenmeer, das aus dem unabsehbar breiten Rheintale hoch hinaufbrandet gegen die grünen Buchenhänge des Odenwaldes. Uralt ist die Bergstraße. Schon die klirrenden Kohorten der Römer zogen die „platea montana" entlang, gründeten her zahlreiche Siedlungen. Sie wußten warum: Es war ein Land, das sie erinnerte an ihre warme, sonnige Heimat im fernen Süden. Die Rebe reift hier zahlreiche Siedlungen. Sie wußten warum: Es der schlechteste nicht! Aber nicht der Wein hat die Bergstraße berühmt gemacht weit über die Grenzen Deutschlands hinaus, sondern das Obst oder eigentlich die Blüte der Obstbäume, die hier früher als anderswo in deutschen Gauen und in sonst kaum anzutreffender Pracht sich entfaltet.
Zarte rosa Mandelblüten machen den Beginn gefolgt von den gleichfarbigen Pfirsichen und Aprikosen. Die Kirschen schließen sich an, die bescheideneren Pflaumen; Birnen- und zartrosa getönte Apfelblüten sorgen für die Verlängerung dieses herrlichen Schauspiels. Inzwischen grünt saftig das Laub der Bäume, entfaltet duftender Flieder in verschwenderischer Fülle seine schweren weißen und violetten Dolden, strahlt golden der Goldregen, schmücken die hellblauen Trauben der Glyzinien die Häuser und Lauben, über denen sich mächtige Kastanien breiten mit ihren leuchtenden Dlüten- terzen. Ein Paradies ist hier, ein Garten Eden!
Und inmitten dieses Blütenmeeres, das unabsehbar brandet gegen die lichtgrünen Berge des Odenwaldes, dehnen sich wohlig viele uralte Ortschaften mit engen, winkligen Gassen, mit wundervollen Fachwerkbauten, mit schmucken Villen und behaglichen Gaststätten. Baudenkmäler findet man, die daran erinnern, daß man hier wandelt auf den Spuren der Römer, der Nibelungen, der Karolinger und Ordensritter, Burgen, die mittelalterliches Rtt- tertum erbaut, und Ruinen zerstörter Schlösser.
Den nördlichen Beginn der Bergstraße bezeichnet das dicht bei Darmstadt gelegene E b e r st a d t. Ueber ihm thront auf waldiger Höhe die Ruine Frankenstein. Wundervoll ist von hier oben der Blick über die Höhen und Täler des grünen Odenwaldes und über die weite unabsehbare Ebene, aus der in dunstiger Ferne hier und da ein silberner Spiegel aufblitzt: der Rhein! Hat man sich sattgesehen an der prachtvollen Aussicht von Frankenstein, so steigt man hinunter nach dem Villenort S e e h e i m, dessen wunderschönes altes Rathaus allein schon den Besuch lohnt. Dann ein kurzer Spaziergang durch Wiesen und Feld, und Jugenheim ist erreicht; hier steigt der schloßgekrönte Heiligenberg an, der ein einziger sonnendurchfluteter Park ist mit wundervollen Anlagen, mit Klosterruinen, einer tausendjährigen Gerichtslinde und einer berückenden Aussicht.
Ein mächtiger, bewaldeter Berg beherrscht nun die Gegend: der Melibokus oder, wie er richtiger heißt, der Molchen. Entzückende Orte schmiegen sich an den über 500 Meter hohen Felskegel. Da ist zunächst Alsbach, eine beliebte Sommerfrische. Das gleichnamige Schloß im Walde über dem Orte hat fast sieben Jahrhunderte vorüberziehen sehen; hier fand der ritterliche Herzog Ulrich von Württemberg, dessen Schicksal teilweise in Hauffs „Lichtenstein" geschildert wird, eine Zuflucht. Ueber das alte, malerische Zwingenberg mit seiner ehrwürdigen, hochragenden Kirche, das mehrfach in Kriegszeiten völlig zerstört wurde, gelangt man schließlich nach Auerbach und hat einen der schönsten Punkte der Bergstraße erreicht. Hier darf man auch nicht vergessen, den „Auerbacher Rott" zu kosten, einen berühmten Wein, der an den sonnendurchglühten Hängen um den Ort reift. Und ebenso selbstverständlich ist es, daß man hinaufsteigt zu den malerischen Ruinen des Auerbacher Schlosses, daß man auf dem Felsberg das ,.Felsenmeer" besucht, wo schon, wie aufgefundene Werkstücke zeigen, römische Steinmetzen gearbeitet, und daß mair von der aussichtsreichen Warte des Malchen den Blick schweifen läßt hinab auf das Blütenmeer der Bergstraße, hinüber über die weite Rheinebene und über den Odenwald, das grüne Jagdrevier der Nibelungen.
Der größte der Orte an der nördlichen Bergstraße lst Bensheim, dem als Schnellzugsstation und Ausgangspunkt mehrerer Kraftpostlinien besondere Bedeutung zukommt. Ist schon das alte Städtchen an sich außerordentlich interessant, so verdient besonders das nahe Lorsch einen Besuch. Hier befand sich in karolingischer Zeit ein Königshof und ein mächtiges Kloster, dem die ganze Bergstraße gehörte. Die Michaelskapelle erinnert noch heute daran. Von Lorsch geht's wieder zurück zur Bergstraße nach Heppenheim. Hier war in einem der schönen Fachwerkhäuser, in der Stadtapotheke, einst Justus von Liebig tätig. '
Friedelhausen — Allenberg — Sauwasen — Daldhaus — Fohnbachtal — krofdotf.
Von der Haltestelle Friedelhausen gehen wir über die Lahn durch das schön gelegene Odenhausen und folgen dem H des Hessischen Rennwegs, das uns am Fuß des Altenbergs entlang führt. Wir steigen indes hinauf und bewundern die herrliche Aussicht, die sich uns vom Kamm des kahlen Berges erschließt. Wir sehen auf die Lahnberge, die Höhen des Taunus, des Vogelsbergs und die Hinterländer Berge. Bemerkenswert ist der Blick auf zwei Universitäten: Marburg und Gießen. Wir gehen nun in den naheliegenden Wald, der uns für eine lange Strecke aufnimmt. Zu dem H gesellen sich alsbald noch rote Keile, die uns auf verschwiegenen Wegen durch prächtige Waldung weiter führen. Nach einiger Zeit kreuzen wir schwarze Punkte; an dieser Stelle stand die Dicke Buche, die leider der Axt zum Opfer gefallen ist. Etwa 200 Schritte nach dieser Kreuzung zweigt halbrechts ein breiter Pfad ab, den wir, die Zeichen verlassend, beschreiten. Wir kommen über die Schmelzer Straße und steigen abwärts zu dem idyllisch gelegenen Kirchverser Schwimmbad im Sauwasen. Hier treffen wir gelbe Punkte, die uns wieder auswärts führen, uns dabei reizvolle Ausblicke über das Derstal nach den Gladenbacher Bergen gewährend. Auf der Kirch-
Die Natur lächelt voll Sanftmut, und ein Abglanz ihres Lächelns liegt auf allen Gesichtern. Wir wandern durch die Schwalm — ein richtiges Märchenland. Lebkuchen scheinen an den Fenstern zu hängen. Ringsum verschwiegene Bauernwinkel. Es riecht nach guter Bauernerde und Holzfuhren, die aus den Wäldern geschleppt werden. Hier ist echtes, deutsches Brauchtum erhalten geblieben.
Das Antlitz der schönen Stadt Kassel, inmitten des Reinhards-, Kcmfunger- und Habichtswaldes, hat in den Jahrhunderten schon mehr als einmal aewechselt. Erhalten hat die Stadt jedoch ihre alte, feine, würdevolle Gebärde — Klang und Farbe sind dieselben geblieben. Auch hier in den Straßen wogt das Leben einer großen Stadt, denn wie könnte sie sonst kultureller und wirtschaftlicher Mittelpunkt des ganzen kurhessischen Landes sein! Die Weiträumigkeit der Straßen, diese grundsätzliche Schönheit und Eleganz der Straßenfluchten, ist lobenswert. Die schnurgerade, kilometerlange Allee nach Wil- helmshohe läßt die Kasseler ihr Wahrzeichen, den guten, alten Herkules zu jeder Stunde sehen. Er steht im Habichtswald, weit ins Land schauend, hoch über dem alten, kaiserlichen Schloß in Wil- helmshöhe. Schon springen wieder die Wasser über die Kaskaden zu seinen Füßen. Von den Bergen gesehen, geben diese Frühlingstage der Stadt eine wunderbare Sanftmut.
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Wunderbar dieses Hannoversch-Münden. Wanderbar, ein einzigartiges Spitzweg-Jdyll. Hoch auf dem Berge steht das Denkmal Franz v. Dingelstedts, des Dichters, der einst das schöne Lied „Hier hab' ich so manches liebe Mal..." sang. Hunderte tauberer, mittelalterlicher Fachwerkhäuser stehen da, jedes trägt eine ehrwürdige Jahreszahl. In allen Fenstern spiegelt sich stille Geruhsamkeit. Herrn Biedermeier sieht man aus einer schiefen Tür treten, schmauchend und freundlich. Hohe Beffchen trägt er am Rock und tausend Falten im stillen Gesicht, die nichts wissen von der Hast und Hatz unserer Tage. Eine so freundliche Idylle zu erleben, lohnt schon ein bißchen Gegenwart in dieser Stadt, die Alexander von Humboldt einst als eine der sieben schönstgelegenen Städte der Welt bezeichnete. Abends sitzt man still in einer der alten, schlichten Gaststätten, durch die Fenster sieht man die reingewaschene, frische Atmosphäre des Frühlingstages. An der Aegidienkirche, wo der Doktor Eisenbart begraben liegt, flötet eine Amsel den Frühling ein. Wenn man dann noch auf das alte Welfen- schloß, das allerliebste Rathaus, die Tillyschanze und Doktorswerder hingewiesen hat, ist der Rund- gang beendet. Freundliche Stadt, der man in diesen Tagen eine Liebeserklärung machen mochte.
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Trachten, wie sie vor Jahrhunderten schon getragen wurden, sind noch der Stolz der Schwälmer. Der Kirchgang des Völkchens ist ein Erlebnis. Und der Probetanz, den man abends in Steina bcobadjten kann, nicht minder. Die Diele zittert bedenklich unter dem Stampfen der übermütigen Bauern- burschen. Die Musik bläst merkwürdige Tone dazu ... Unter den Sternen des Schwälmer Ländchens, und seien sie auch nur, wie hier im Tanzsaal, aus Goldpapier, läßt sich's gut leben. Man ist hier — in Willingshausen, Riebelsdorf, Loshausen, Steina, Wasenberg, in den Kreisen Z i e- genhain und Hers seid — ganz nahe am Herzen ältester, bodenständiger Kultur.
Der K n ü 11 k o p s ist höchste Erhebung hier. Der Wind pfeift herrlich durchs Haar. Oden vom Gipfel hat man unbegrenzte Sicht nach allen Seiten der Windrose, sogar bis weit zur Rhön. Wundervoll und voll des Geheimnisses.ist hier die Stille. Auch in diesen ersten Frühlingstagen, wenn es überall blüht, sprießt und die Hasel im Winde weht. lieber» all schreiten die Säer übers Land ...
Reisewinke.
— Bad-Nauheim. Von der Frühzeit bis Zur Gegenwart. So heißt der von dem Hessischen Staatsbad und der Stadt Bad-Nauheim 1937 herausgegebene Führer. Berufene Vertreter aus allen Wissensgebieten plaudern von der Landschaft und ihrer Vergangenheit, machen uns vertraut mit ihrem Werden und ihrer Eigenart, dem Klima, der Pflanzen- und Tierwelt sowie den geschichtlichen Denkmälern und zeigen, wie sich in Bad-Nauheim das Wunder der Wiedergenesung vollzieht durch harmonisches Zusammenwirken von Natur und Kultur, Kunst, Technik und Wissenschaft. Der Führer erschließt feinfühlig die Seele des gottgesegneten Landes und schasst damit die Voraussetzung, daß der Gast sich wohl und geborgen fühlt. Bildschmuck und zwei farbige Karten ergänzen den Führer erfreulich.
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In der Reihe ihrer Werbeschriften hat die „Reichs- bahnzentrale für den Deutschen Reiseverkehr" das Heft „Westdeutschland" herausgegeben. Es will kein Reiseführer sein, der die Sehenswürdigkeiten aufzählt, sondern es ist eine beschwingte Schilderung, die gemeinsam mit dem schonen Bildschmuck dazu anregen soll, die westdeutschen Gaue selbst kennen- zulernen. Westdeutschland — das ist die liebliche Romantik des Rheins und die unberührte Herbheit manches feiner Mittelgebirge, ein Land, in dem neben der Sangesfreudigkeit seiner weinumkränzten, alten Städte die ernste und schwere Arbeit der größten Werkstatt Deutschlands, des Ruhrgebiets, beheimatet ist.
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Gesellschaftsreisen auf dem Lande - zu Wasser und in der Luft!
Unbeschwert vom Suchen und Nachdenken soll Deine Reise sein! Darum laß Dir alles Lästige und Beschwerliche vom Reisebüro abnehmen. Das Reisebüro gibt Dir alle Auskünfte, die Du brauchst, hält Reiseprospekte für Dich bereit, stellt Dir die besten Verbindungen fest, sorgt für Deine Fahrkarten für Auto, Eisenbahn, Flugzeug und Schiff — Reisen auf deutschen Schiffen sind Reisen auf deutschem Boden. — So nimmt Dir das Reisebüro unzählige Mühe und Arbeit ab — und all das kostet Dich nichts.
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Eine Amerika- Reise mit dem Zeppelin für das beste Foto!
Den Teilnehmern an einer Gesellschaftsreise innerhalb Deutschlands gibt jetzt ein großer Lichtbildwettbewerb die Möglichkeit, 15 0 0 Preise zu gewinnen. Die genauen Bedingungen des Wettbewerbs hat jedes Reisebüro vorrätig.
Getrennt erholen — vereint reisen/


