Samstag, 24-April 1957
Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oderhessen)
ir.95 viertes Blatt
Jeder ein- und ausfahrende Zug wird beobachtet.
Ein Blick in das Stellwerk, die Zentrale der Verantwortung.
Das Halt-Signal sichert den fahrenden Zug.
Ja,
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wir nur
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Von dem Betrieb in einer solchen zentralen Bahndienststelle kann sich der Außenstehende natürlich
in^Ncherheit undAnnehmlichkeit reisen, oder große WieKleine He^er mit volkswirtschaftliche Werte mit den Güterzugen un- großer Machtvollkommen, beeinträchtigt ihren Weg von einem Ort zum an- Heck, so kommen dem Be- deren nahmen können. Rufen wir heute das Er- sucher diese Beamten m der
dutzt an.
, Was sagst du dazu, Bert? Eben sprechen oon ihr — und schon ist sie da, als hätte sie auf das Stichwort gewartet."
Bert Imhoff lacht. „In meinen Romanen jedenfalls dürfte ich dem Zufall keine solche Rolle einräumen. Mein Verleger würde ein spöttisches Fragezeichen an den Rand setzen!"
Dr. Michaels wendet sich an den Amtsdiener. Lassen Sie die Dame eintreten!"
" Gisch kommt herein. Sie hat immerhin em wenig
Die Befehlsstelle ist ein langgestreckter Raum mit sehr vielen großen Fenstern. In der Mitte des Raumes sind lange und zum Teil hohe Kästen, die den technischen Organismus des vielhundertfältigen Hebelwerkes und der Stellwerkanlagen enthalten. Von alledem sieht man an den Außenseiten der Kästen nichts anderes als lange Reihen von Griffen. In der Färbung sind diese Griffe deutlich voneinander unterschieden; jede Farbengruppe bedeutet ein bestimmtes Aufgabensystem der Hebel, z.B. für Signale, Weichen, Blockierungen usw. Ein geradezu raffiniert ausgeklügeltes System von kleinen Signalscheibchen
die Passanten der Bahnübergänge vor Schaden bewahrt werden sollen.
""^rotzdern muß ich sie oorladen lassen. — was gibt es?" ~ ,
Die Frage gilt einem Amtsdiener, der eben Kopf zur Tür hereinsteckt.
„Herr Doktor, da ist eine junge Dame, die Sache Dandergruen eine wichtige Aussage machen hat." , „
„Eine junge Dame? Hat sie ihren Namen nannt?"
„Karoline Amelung!"
Dr Michaels und Bert Imhoff blicken sich
keine Vorstellung machen, denn die Tätigkeit dieser Männer muß naturgemäß fern von allen ablenkenden Störungen von außen her verrichtet werden. Uns war es vergönnt, bei einem mehrstündigen Besuch auf der H a u p t b e f e h l s st e l l e desBahnhofs Gießen gründlich Umschau zu halten. Was wir an diesem wichtigen Arbeitsplatz im Gießener Bahnhofsbetrieb durch die fachlichen Erklärungen und durch stille Beobachtung der in höchster Anstrengung arbeitenden Beamten an Eindrücken gewannen, war so stark, daß wir unfern Lesern nur sagen können: Alle Reisenden haben größten Anlaß, den Männern im Dienst des Bahnbetriebs vollste Anerkennung zu zollen, angefangen von dem Leiter eines Bahnhofs bis zum letzten Bahnarbeiter, den man irgendwo auf dem Bahnhof oder auf der Strecke am Werke sieht! Hier ift es nämlich mit der rein stundenmäßigen Arbeitsleistung allein nicht getan, bei diesem Dienst muh jeder einzelne, ganz besonders aber das Personal auf der Befehlsstelle an den Signal- und Weichen- hebeln und an den Telegraphen- und Fernsprechapparaten, außerordentliche Aufopferungsbereitschast und höchste geistige Spannkraft zu jeder Minute herqeben, damit die Volksgenossen in den Zugen
lebte und Geschaute in unser Gedächtnis zurück und erzählen wir nun!
5131 auf Weser 2. — 186 auf Weser 4. — 505 auf Oberhessen 4. — 409 auf Weser 2. — 185 auf Weser 1. — 13131 auf Weser 2. — 2564 auf Weser 5. — Männer reden in Zahlen. Der Laie steht dabei und kommt aus dem Staunen nicht heraus. Zwischen der Zahlensprache — die Zahlen bedeuten die Zug- und Einfahrtgleisnumerierung — hört man auch einmal andere Worte. „Zustimmung eingeholt!" „Die Abfahrt ist fertig!" Das Telephon klingelt. Der Morseapparat tickt. Ein Signalhorn läßt seine Stimme aus dem Fenster hinaus ertönen. „185 kommt!" Grelle Klingelzeichen. „Ist 2564 noch nicht da?" „Die Fahrstraße ist frei!" Dazwischen rasselt wieder irgendwo ein Stück der Apparatur. Tasten werden gedrückt, Kurbeln an den Signalapparaten gedreht. Die Telephone klingeln gewissermaßen am laufenden Band. Männer flitzen hin und her. Wenige Worte werden in das Telephon gesprochen. Rasch werden einige Hebelgriffe getan. Gleich darauf schnell eine Taste gedrückt und zugleich eine Kurbel mehrere Male herumgedreht. Zahlen werden in ein stattliches Buch eingeschrieben. Der Morsestreifen berichtet und muß sofort in seiner Punkt- und Strichsprache abgelesen werden. Immer wieder sind Hebel zu drehen und die Fernsprecher zu bedienen. Glockensignale sind abzuschalten. Ständig wandern die Blicke der Männer durch die Fenster auf die große Gleisanlage. Sehen und immer wieder sehen ist hier Dienst! Hebel drehen und Tasten drücken. Telephonbedienung und Morsen am Telegraphenapparat, Weichen stellen und Signale ziehen, Rangierdienst beobachten, immer den Blick auf den Zeiger der Uhr gerichtet. Zahlen und Wortkürzungen durch den Raum rufend, ein kurzes Wort der Verständigung von Mann zu Mann, knappe Rufe aus dem Fenster an eine Rangiergruppe, scharfe Blicke auf vorbeifahrende Züge — so wickelt sich Tag und Nacht der Dienst der Männer auf einer Befehlsstelle des Bahnhofs in aufreibendem Tempo ab. Einige Zahlen: der Fahrdienstleiter an dieser Stelle muß in einer einzigen Stunde zwischen 60 bis 70 Signal-, An- forderungs- und Zustimmungsschaltungen vornehmen, also in jeder Minute mindestens eine. Dazu kommen von seinen Mitarbeitern in jeder Stunde 130 bis 150 Weichenumstellungen. Alle übrigen Apparate sind natürlich auch noch zu bedienen.
Und trotz dieses vom Außenstehenden beim ersten Besuch als reichliches Durcheinander empfundenen Betriebes herrscht doch in allem Tun ein wunderbares, sinnvoll gestaltetes Arbeitssystem! Da ist kein Wort zu viel und keines zu wenig. Kein Hebelgriff wird unnütz getan, denn er könnte, da an ihm eine große Menge weiterer Hebel und Schaltstellen liegen, zu den schlimmsten Folgen führen. Mit ständiger Uhrzeitkontrolle sind die Eintragungen in das Zügmeldebuch zu machen, denn dieses Buch, das für jede Tages- und Nachtstunde die Reihenfolge und die An- und Abfahrten aller den Bahnhof passierenden Züge enthält, ist ein öffentliches Dokument, das vor Gericht Urkundeneigenschaft Hut. Die Morsestreifen sind sorgfältig aufzurollen, denn auch sie haben dokumentarischen Wert, weil sie eine Kontrolle für die handschriftlichen Eintragungen in dem Zugmeldebuch darstellen. Keine Signalübermittlung an die in das Dienstnetz einqegliederten Weichensteller auf dem Außenposten oder an die Schrankenwärter darf übersehen werden, wenn die Züge mit der gewohnten deutschen Betriebssicherheit über die Strecke rollen und
Oie Hauptbefehlssielle imBahnhosGießen
Ein lehrreicher Besuch.
Herzklopfen, es ist keine einfache Sache, zum erstenmal im Leben eine Aussage vor Gericht zu machen. Aber sie geht mutig auf den Tisch zu — und dann erkennt sie den Mann, der sie nach Berlin zurückbrachte, in dessen Auto sie geschlafen, der sie geküßt hat.
Bert Imhoff Hilst ihr lachend über die Verlagen- heit hinweg. „Nun setzen Sie sich erst einmal, damit Sie mir vor Schreck nicht wieder umkippen. Tja, so geht das im Leben. Die liebe Sonne bringt es an den Tag. Was nützt mir nun mein wunder- bares Inkognito, was nützen mir die schönen Rosen, was der gefühlvolle Abschiedsbrief? Nun stehe ich da! Pech! Also, eine Aussage wollen Sie machen? Hier — mein Freund, der Herr Untersuchungs- richter, lauert schon."
Gisch schluckt und schluckt noch einmal. Dann t|t sie soweit, daß sie ihr Erlebnis erzählen kann.
Dr. Michaels macht sich eifrig Notizen. Seine Miene bleibt unbewegt.
Nachdem sie geendet hat, beginnt er mit seinem Drehstift allerlei Arabesken an den Rand des Protokolls zu zeichnen.
„Sie erinnern sich genau, daß der eine der beiden Dunkelmänner die Äeußerung tat, daß Sie wohl zu Koltschew gehören würden? Koltschew ist also der Führer eiyer zweiten Partei, die es ebenfalls auf Doktor Vandergruen abgesehen hatte, jedenfalls aber jener anderen Partei entgegenarbeitete. Ging aus der Art jenes Ausrufes dieser Eindruck hervor?"
Gisch bejaht.
„Hm, und dieser Koltschew ist seit dem Einbruch verschwunden. Seltsam!"
„Herr Untersuchungsrichter, Doktor Dandergruen ist ganz bestimmt schuldlos. Ich möchte meine Hand dafür ins Feuer legen."
„Sehr nett von Ihnen!" lächelt Dr. Michaels. „Dandergruen würde sicher sehr überrascht sein, wenn er hören würde, wie lebhaft Sie für seine Ehrenrettung plädieren. Er selbst nämlich ist wenig gut auf Sie zu sprechen. Er hält Sie für ein Mitglied der Verbrecher, er ist fest davon überzeugt, daß Sie sich in jener Nacht nur zu dem Zweck in sein Haus eingeschmuggelt haben, um den Einbruch für die folgende Nacht vorzuber-'iten. Sie werden zugeben müssen, daß diese Schlußfolgerung einer gewissen Logik nicht entbehrt. — Aber — was haben Sie denn? — Um Himmels willen!"
(Fortsetzung folgtI)
bunden eine erheblich größere geistige und seelische Kräfteanspannung ist doch bei den Männern an den Signal- und Weichenhebeln zu finden, die gewissermaßen hinter den Kulissen arbeiten und dort an der entscheidendsten Stelle des Bahnverkehrs stehen. Mag auch ein Reisender aus Mangel an Kenntnis der Dinge gelegentlich eine abfällige Meinung äußern über die Männer, „bie bei jedem vorbei- ahrenden Zug immer aus dem Fenster gucken, offenbar also gar nichts zu tun haben", so bleibt doch d i e Tatsache bestehen, daß an dieser Stelle einer der schwersten Dienste im Reichsbahnbetrieb zu leisten ist. Auch das „Aus-dem-Fenster-gucken" bedeutet nicht etwa Langeweile oder Arbeitsmangel, andern ist verantwortungsvoller Dienst, nämlich )er Dienst der Zugbeobachtung daraufhin, ob an den vorbeisausenden Wagen irgendwo etwas nicht in Ordnung ist, das von dem Zugpersonal nicht gesehen werden kann und von den beobachtenden Männern im Signal- und Weichendienst sofort der nächsten Haltestation des Zuges -telephonisch gemeldet werden muß; ferner, ob auch die Fahrstraße in jeder Weise ungefährdet und gesichert ist.
Xw» Morseapparat als Verständigungsmittel.
In schneller Fahrt braust der Zug durch die Landshaft. Die Reisenden haben es sich in den Abteilen bi quem gemacht. Sie lesen, rauchen oder unterhalten sich, die wichtige Beschäftigung des Essens Hirt) natürlich auch nicht vergessen. Manche erfreuen sich an den schönen Bildern der Landschaft. Stationen werden durchfahren. Auf dem Nachbargleis kvmmen Züge aus der entgegengesetzten Richtung vorbei. Schwer beladen rollen lange Güterzüge über das endlose Band der Schienen. Alles das erlebt md sieht der Reisende bei jeder Bahnfahrt auf einer beliebigen Hauptstrecke. Aber wie viele — oder richtiger gesagt, wie wenige! — von ihnen denken bei ihrer Fahrt an das große Maß von Vorarbeit und an die Männer, die diesen Bahndienst leisten. Melleicht gilt einmal ein flüchtiger Gedanke den beiden Männern vorne auf der Lokomotive, viel seltener wird an die Männer gedacht, die an den Hebelgriffen der Signale und der Weichen ihren schweren Dienst verrichten. Gewiß haben der Loko- niotioführer und sein Heizer eine große Verantwortung für die Sicherheit des fahrenden Zuges zu tragen, denn das Ueberfahren eines Signales kann zu schlimmsten Folgen führen. Aber ein noch weit höheres Maß von Verantwortung und damit ver-
17.
Dr Michaels schließt die Akten und wendet sich an seinen Freund, der gerabe eintritt und mit winkendem Arm auf ihn zuellh „Serwus, Bert! Na, wieder im Städtchen, alter Sünder?
„Natürlich, mußte doch wieder mal nachsehen! Alles gesund? Was macht Dorothy? Und Gertrud? ^^Jch traf st^kürzlich bei Bergkmanns^ sie fragte nicht einmal nach dir! — Und du? ®^er mas Neues in Arbeit? Wo warst du denn eigentlich.
„Tscha, bißchen 'rumgebummelt, ^^drucke gesammelt! Vielleicht - habe erne fabelhafte Sache im Kopf, eine Luzifer-Trilogie, ich werde dir ge- leaentlid) davon erzählen. Uebrigens men ich oorgeftern in Leipzig getroffen t)abe — du errätst es nicht!",
"Fritz Mathies, unseren Primus, erinnerst du bld2(h, natürlich! Wie geht es ihm?"
„Erbärmlich schlecht. Er klappert mit -mer Le-
säääW
hält sich beide Hände an die Ohren, ftübre mich nicht in Versuchung, Mensch! Ich stecke schwer i7 der Arbeit. Du hast, doch Wr non dem Fall Vandergruen gehört. E.ne ganz blöde Ge- ^'rn’ia diese Rauschgistsache! Psychologisch inter- esfant! Daß ein ernsthafter Wissenschaster sich s°- Unfinn!" fährt Dr. Michaels heftig da- imHrhpn Der Mann hat mit dieser Geschichte nicht zwischen. „Der -wann v .fi ben Schlamassel
haft nicht? - Ihr seid nur auch die richtigen na» mir -sing- —! Aber leider sprechen die" Tatsachen vorläufig noch gegen Doktor Dander- aruen Wenn er bloß irgendeine vernünftige Aus- age darüber machen könnte von wem er das
Fall. Inter-
„Freie Fahrt" für den v-Zug.
(Aufnahmen [5]: Neuner, Gießener Anzeiger.)
Befehlsstelle vor. Und doch find auch sie nicht unbeschränkt souverän, sondern ihrerseits bei allen Maßnahmen wieder abhängig von der Mitwirkung anderer Betriebsstellen. Dort ist im elektrischen Blockwerk die „Zustimmung" einzuholen, oder dahin ist ebenso „Zustimmung" für ihre Maßnahmen zu geben. Einer ist auf den anderen angewiesen, denn das höchste Gesetz bei allen Dienstoerrichtungen heißt: Größte Betriebssicherheit auf der Strecke und in den Bahnhöfen! Und baß dieses hohe Ziel bei uns in Deutschlanb tagtäglich in so bewunberns- roertem Maße erreicht wirb, ift vor allem auch ben Männern auf ber Befehlsstelle unb in ben Weichenwärterhäusern zu banken!
Skandal um Or.Bandergmen Roman von Hans Hirthammer.
Copyright by Verlag Oskar Meister. Werdau L S.
25 Fortsetzung «Nachdruck verboten.»
Meibt du er hat eben nie Zeit gehabt, sich nach einem Mädel umzusehen und aus Ehrungen aus» xnnphen Das läge auch nicht in seiner zLrt. „US Mßte schon eine von selber kommen', sagte er Ä, „und zuinnerst fühlen daß ich sie brauche und bann müßte sie den Mut h-^en, sich m.r zu schenken ohne viel Gezier unb mel Getue. Jiher dos ist 'schon lange her ich weiß gar nicht, ob er ieht noch an so etwas denkt.
Gisch hat mit großen Augen gelauscht et^ muhte dir das sagen, denn ich mochte nicht, dafduÄes Tages eine bittere Enttäuschung er- l6b^at ihn denn nie eine liebgehabt?"
Maria lächelt schmerzlich. „Es gab manche, dre idm ichöne Augen machten. Aber Stefan ist einer, k.?den ganzen Menschen sordert, der sich zu schad- k "tim.™ -n
ta* " "’"h K?*" “nl um ihm Ära ft unb Glauben zu geben?
fflHdi! Schau hoch, so em Mann m ben J'nmüf gestellt ber gegen Tod und Teufel bittersten Kamps 9ell£u^' u ö » f • cr Seite keine
Me ,inb fÜr
GM Ü"d °s möchte ihr das Herz sprengen °Ä Sehnsucht, sich -in-s solchen Mannes ° Und" nLh"."er Z°i' W si° dann in dem großen auf, Opfer '«n,-°-N"'i-^gw-en chll. ÄÄ junges Leben bereit,
**UU fchm^Mond schaut durch- Fenster herein unb wunbert sich.
effiert mich! — Sind sonst noch Leute in die Sache verwickelt?" „
Der Gefragte zuckt die Schultern. „Zwei Unbekannte, die angeblich bei Doktor Dandergruen eingebrochen haben, ein Privatgelehrter namens Koltschew, der aber seit gestern unauffindbar ist, eine junge Dame, die sich unter merkwürdigen Umständen für eine Nacht Zutritt in Dandergruens Haus verschaffte, und schließlich ein weiterer Unbekannter, von dem Vandergruen das fompromittierenbe Schriftstück erhalten haben will. — Heute will ich mal bieser jungen Dame ben Puls fühlen." Er schlägt bie Akten auf: „Karoline Amelung, Char- lottenburg, Olbersstraße vier."
„Olbersstraße vier? — Das ist ja originell! Sollte bas vielleicht meine Begleiterin von gestern nacht ^Wun sieh mal einer an! Also schon mieber Anschluß gefunden?" , ,r,
Der andere lacht. „Diesmal hast du falsch getippt. Die Kleine ist nicht oon der Sorte." Und er erzählt bem Aufhorchenben sein nächtliches Abenteuer in Leipzig. „Wenn bas Mädel tatsächlich deine Karoline Amelung ist, bann barfft bu sie getrost aus ber Liste ber Mitschuldigen streichen. Ich mag mancherlei Mängel haben, aber auf Menschen verstehe ich
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