Ausgabe 
23.12.1937
 
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G.A.-Spori.

Schmeling wieder in der Heimat.

An Bord des SchnelldampfersEuropa" traf am Mittwochvormittag Max Schmeling nach seinem großen Erfolge über den Amerikaner Harry Tho­mas wieder in Bremerhaven ein. lieber leine näch­sten Kämpfe äußerte sich Schmeling, daß die Ent­scheidung erst nach dem 30. Januar, also nach dem Kampf in Hamburg gegen Ben Foord, getroffen würde. Der für Ende Februar in Miami gegen Steve Doudas amerikanischen Meldungen zufolge Geplante Kampf stehe keineswegs schon endgültig fest. Auch sei es noch nicht abgemacht, daß er in Berlin gegen 'Neusel boxe. Auch diese Frage hänge von der Zukunft ab. Nachdem Schmeling den Stim­mungsumschwung, der sich in der amerikanischen Presse zugunsten des Deutschen vollzogen habe, ge­schildert hatte, erklärte er noch, wenn er schon gegen Steve Doudas nach seinem Kampf gegen Ben Foord antreten werde, so bestimmt nicht in Miami, sondern allerhöchstens in Chicago. Eine Entschei­dung über den Weltmeisterschaftskampf sei hinsicht­lich des Austragungsortes noch nicht gefallen. Das Treffen werde wahrscheinlich nicht in Neuyork statt- finden, da Louis hier schon einmal durch k. o. ver­loren habe. Max Schmeling setzte dann, begleitet von Max Machon und seiner Frau, die Reise nach Berlin fort.

Begeisterung in der Reichshauptstadl.

Am Mittwochabend traf dannMax" mit einem Sonderzug des Norddeutschen Lloyd auf dem Bahn­hof Zoo in der Reichshauptstadt ein. Obwohl die Oeffentlichkeit mit der Ankunft Schmelings auf dem

Lehrter Bahnhof irregeführt worden mar, verbrei­tete sich die Nachricht vom Eintreffen des welt- besten Schwergewichtsboxers mit Windeseile, so daß der Bahnhof schnell mit den Männern vom Bau, zahlreichen Photographen, Vertretern des Rund­funks, sowie von Sportfreunden und Schaulustigen überfüllt war.

Ministerialrat Dr. Metzner, der Führer des deutschen Boxsports, begrüßte den Bezwinger von Harry Thomas und wünschte ihm für feine nächsten Kämpfe besten Erfolg. Beängstigend wurde bann, das Gedränge, als Schmeling die Bahnhofsvorhalle durchschritt, um zu seinem Auto zu gelangen. Im­mer wieder brandete der Jubel um Schmeling, nur langsam konnte sich der Wagen einen Weg durch die Menschen bahnen.

BfB.-HeichSbahn Gießen.

VfB.-Reichsb. I Dikkoria 08 Bad Homburg (Liga).

Zu einem Freundschaftsspiel am zweiten Feier­tag wurde die bekannte Bezirksklassenmannschaft des FC. Viktoria Bad Homburg verpflichtet, Die Gäste, die jetzt in der Gruppe Friedberg spielen, stellen eine starke Mannschaft. Noch im vorigen Jahre spielte die Mannschaft im Gau Südwest und wurde durch die Neueinteilung der Gruppe Fried­berg zugeteilt. Die Gäste, die einen Mittelplatz in der Tabelle einnehmen, bevorzugen den typischen süddeutschen Flachpaß. Die Grünweißen, die nur in der Kreisklasse spielen, haben schon öfter mit Mannschaften der Bezirksklasse des Gaues Südwest Freundschaftskämpfe ausgetragen und die Gießener brauchten sich mit ihrer eigenen Spielweise nicht hinter den Gastmannschaften zu verstecken. Auch am zweiten Feiertag wird auf dem Waldsportplatz ein beachtenswertes Spiel zu sehen sein. _______________

vfv.-Reichsbahn II Viktoria 08 Vad Homburg N.

Vor dem Spiel der ersten Mannschaften treten die Reserven in die Schranken. Da die Spielstärke der Gäste ziemlich unbekannt ist, dürfte eine Vor­aussage sehr schwer fallen, auf jeden Fall wird auch hier ein spannendes Treffen in Aussicht stehen.

Kurze Sportnotizen.

Das Tschammerpokal- Endspiel am 9. Januar in Köln zwischen Schalke 04 und For­tuna Düsseldorf leitet der Regensburger Grabler.

Rundfunkprogramm

Freitag, 24. Dezember.

6 Uhr: Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Früh­konzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik am Morgen. 9.45: Hausfrau, hör zu? 10: Mutter turnt und spielt mit dem Kind. 11.40: Deutsche Scholle. Sippenforschung und Sippenpflege. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittags­konzert. 14: Für unsere Kinder. 14.45: Weihnachten in aller Welt. 15.35: Zeitgeschehen im Funk. 16: Fröhliche Hirtenmusik und Pastorellen. 16.30: Klin­gende Märchen. Ein bunter Reigen Märchenmusik. 17.30: Der Blindenchor singt Weihnachtslieder. Werkchor der Blindenanstalt Frankfurt a. M. 18: Das blaue Licht. Eine Hörfolge auslandsdeutscher Weihnachtslieder. 19:Heilige Nacht, Nacht der un­endlichen Liebe." (Schallplatten.) 20: Weih­nachtsansprache des Stellvertreters des Führers, Reichsminister Rudolf Heß. 20.20: Glocken der Heimat läuten die Weih­nacht ein. 21.30: Ewiges Weihnachtswunder. Eine Funkfolge. 22.25: Weihnachten bei der Wehrmacht.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Donnerstag, den 23. Dezember.

Gießen. Iohanneskirche. 16 Uhr: Weihnachtsfeier der Kinderkirche der Johannes- und Militärgemeinde, Pfarrer Ausfeld; 20: Bibelstunde im Johannessaal, Pfarrer Ausfeld. Lich. 17: Weihnachtsfeier im Krankenhaus, Stiftsdechant Kahn. Harbach. 20: Weihnachtsfeier. >

Freitag, den 24. Dezember.

Gießen. Stadtkirche. 16.30 Uhr: Weihnachtsfeier der Kinderkirche der Matthäusgemeinde, Pfarrer Schmidt; 20.30: Pfarrer Schmidt. Johanneskirche. 17: Musikalische Abendfeier, Pfarrer Bechtolshei- » mer. Kapelle des Alten Friedhofs. 16: Weih­nachtsfeier der Kinderkirche der Luthergemeinde. Petruskapelle, Wetzlarer Weg 59. 18: Pfr. Trapp.

Albach. 18: Christoesper. Steinbach. 19: Christ­vesper. Heuchelheim. 20: Christvesper; Kollekte. Lollar. 18: Christvesper. Mainzlar. 17: Christvesper für die Kinderkirche; 18: Christvefper. Wahenborn» Steinberg. 19: Gottesdienst. Garbenteich. 17.30: Christoesper, Schülerchor. Hausen. 19: Christ- vesper, Schülerchor. Kloster Arnsburg. 16: Pfar­rer Ködding. Langsdorf. 19: Christfeier. Birk­lar. 18.30: Christfeier, Kollekte. Beltershain. 16.30: Weihnachtsfeier. Dirberg. 18.30: Weih­nachtsfeier. Hungen. 19: Christabendgottesdienst.

katholische Gemeinden.

Freitag, den 24. Dezember.

Gießen. 16 bis 18.30 und ab 19 Uhr: Beicht- gelegenheit.

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Abhürtev soll bw Widerstands­fähigkeit des Körpers vor allem gegen Temperaturschwankungen stergern, die körperliche Leistungs­fähigkeit vermehren und dadurch die Abwehrkräfte des Körpers gegen Krankheiten stärken. Lang­sam beginnen, am besten durch Luftbäder zuerst im geschlossenen Zimmer, bann bei offenem Fen­ster von 10 Minuten auf etwa eine halbe Stunde steigern. Vor­sicht mit Kaltwaffer! Kurz be- gimren, Abreibung, dann später Dusche. Hernach gut abreiben und starke körperliche Bewegung.

Abhäuten, nach dem Abziehen des Felles beim Wild das Ent­fernen der dünnen Häute mit einem spitzen Messer. Das Fleisch darf dabei nicht eingeschnitten werden. Auch Filet mutz ab- gehäutet werben.

Abituriu«, Äbsolutorium. Ma- turum, bie Schlutzprüfuna (Reife­prüfung) an höheren Lehranstal­ten. Bei sehr guten schriftlichen Arbeiten kann bie mündliche Prü­fung erlaffen werden.

Abklatschung, kurzes Einhüllen m ein nasses Laken mit nachfol­gender sanfter Abtrocknung.

Abkochen, die Vorbehandlung von Gemüse wie Spinat, das damit vor dem Verwelken geschützt wer­ben soll, oder bei Milch, deren Entkeimung und ein Vorbeugen gegen Sauerwerden. Abkochen nennt man ferner die Zuberei­tung von Mahlzeiten im Freien bei Wanderungen und Fahrten. Zum Schutz gegen leicht ent­stehende Brande durch unvorsich­tiges Abkochen sind besondere

Vorschriften erlassen, bereu Übev- tretung streng bestraft wirb.

Abkühlung. Vorsicht bei starker Erhitzung, da zu rasche Abkühlung Erkältung bringt. Am besten Pulsadern abkuhlen durch Ein­tauchen der Unterarme in kaltes Master ober Master über die In­nenseite der Handgelenke laufen lasten. Wirkung am ganzen Kör­per! Enge Kleidung öffnen, Ruhe halten, möglichst Schatten auf­suchen. Viel Trinken hat wenig Nutzen, am besten wenig Saft mit Selters, lauen Tee mit Zitrone, Zitronenscheibe auf die Zunge nehmen. Vgl. Sonnenstich, Hitzschlag.

Ableger, meist mit Steckling ver­wechselt (s. d.), bewurzelt sich an der Mutterpflanze und wird dann erst von ihr getrennt. Ge­eignete junge Triebe vorsichtig zum Boden niederbiegen und den Stengel da, wo er den Boden be­rührt, etwas einschneiden. Den Trieb etwas mit lockerem Erd­reich bedecken, datz nur die Trieb- spitze hervorschaut. Mit Holz- haken den Zweig festhalten. Nach der Bewurzelung abtrennen und als selbständige Pflanze behan­deln. Häufig werden Nelken, Beerensträucher und Gehölze so vermehrt.

Ableitung, Ablenkung des Bl«t- unb Säftestromes aus entzünd­lich gereizten ober stark blutüber- füllten Organen durch künstlich erzeugte Entzündung ober ver­mehrte Absonberung an anberer Stelle durch Harn- und schweiß­treibende Mittel, AbführmittÄ und Aderlatz.

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