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Montag, 23. August M7

Nr.M Erstes Blatt

187. Zahrgang

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Metzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Druck und Verlag: Vriihlsche Univerfitatsdruckerei R. Lange in Stehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: ZchulstraheT

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iich schlchse.^ Trohbritannien wolle eine solche Kon-'mit dem M a r i n e m i n i st e r und mit dem

B. R.

London, 23. Aug. (DNB. Funkspruch.) 2)ie ge­samte Londoner Morgenpresse berichtet, daß Mini­sterpräsident Chamberlain in dieser Woche seinen Urlaub unterbrechen und nach London kommen werde. Die Blätter bringen die Ferienunterbrechung des Premierministers mit den Ereignissen im Fernen Osten in Zusammenhang. Times" berichtet, Chamberlain werde, bevor er König Georg auf Schloß Bamoral in Schott­land besuche, für einen Tag nach London kommen. Er werde sich bei dieser Gelegenheit mit einigen Kabinettsmitgliedern in Verbindung setzen, um sich genau über die allgemeine Lage und besonders über den augenblicklichen Stand der Dinge in Schanghai zu unterrichten. Von einem Ministerrat über Schanghai sei nichts bekannt. China habe sich grundsätzlich bereit erklärt, den britischen Vermittlung s plan anzuneh­men vorausgesetzt, daß Japan das gleiche tue. I a - pans Vertreter habe aber erklärt, daß seine Re­gierung keine ausländische Einmischung dulden werde. Diese Ansicht sei sinnlos, denn es handele sich lediglich um die Aufforderung an beide Parteien, sich aus dem Gebiet zurückzu­ziehen, in dem die ausländischen Inter­essen auf dem Spiel stünden.

Daily Telegraph" berichtet, daß auch Eden in diese'- Woche nach London zurückkehre. Die Bereit­schaft der französischen Regierung, aktiv an der Verteidigung der internationalen Niederlassung mtt- zuarbeiten, sei in London als Geste der internatio­nalen Solidarität warm begrüßt worden. In ame­rikanischen Kreisen in London zweifle man nicht daran daß der amerikanische Botschafter in London nach Washington abgereist sei, um über die Mög­lichkeiten einer engeren Zusammenarbeit zwischen England und den Vereinigten Staaten im Fernen

Osten zu beraten.

Daily Mail" erwartet, daß Chamberlain bereits am Dienstag in London eintreffen werde. Er werde nicht nur mit Eden, sondern auch * i s. ____ cm iinh mit h pm

höht sich der Lohn um 30 ü. $).; auch Wander­arbeiter erhalten entsprechend ihrer besonderen Lei­stung mehr. Abgezogen wird davon lediglich der gesetzliche Steuersatz und Beiträge zur Sozialver­sicherung, also insgesamt nur ein kleiner Bruch­teil des Lohnes. Von Beiträgen zur Arbeitslosen­versicherung sind die Landarbeiter befreit.

Natürlich wird alles getan, um den Arbeits­kameraden aus dem Ausland den Aufenthalt in Deutschland s o angenehm wie möglich zu machen. Wo es sich durchführen läßt, wird auch die Verpflegung den heimatlichen Gebräuchen an­gepaßt. Sollten sich aber doch einmal Unzuträglich­keiten ergeben, so stehen dem Arbeiter jederzeit amtliche Stellen, vor allem die Arbeits­ämter, zur Verfügung, die berechtigten Beschwer­den abhelfen. ,

Angeworben werden nur solche Arbeiter, die sich auch wirklich für die Landarbeit eignen. Diese kommen im allgemeinen von ihrem Heimat­ort unmittelbar an die Arbeitsstelle. Solche Arbei­ter dagegen, die ohne Anwerbung zu uns kommen, werden an der Grenze zunächst einer Sammel­stelle zugeführt, wo sie ärztlich untersucht und auf ihre berufliche Eignung überprüft werden. Dann erst geht die Reise weiter an den Arbeits­platz. Der Aufenthalt an den Sammelstellen dauert in der Regel einen Tag. Die dort vorgenommene Untersuchung ist auch deshalb notwendig, um fest- zustellen, ob der betreffende Arbeiter den Voraus­setzungen entspricht, die mit der ausländischen Re­gierung für die Anwerbung vereinbart worden sind. Es ist erfreulich, daß ausländische Landarbeiter in so großer Zahl zu uns kommen und alle Jahre wiederkehren. Das ist vielleicht das beste Zeichen dafür, daß sie sich im Reich w o h l f ü h l e n und mit den Arbeits- und Lohnbedingungen zufrieden sind.

Kriegsminister über Schanghai beraten. News Chronicle" berichtet, daß in dieser Woche ein Kabinettsrat stattfinden würde, bei dem Pläne über den Abtransport d er gesam­ten britischen Zivilbevölkerung aus Schanghai besprochen werden sollen. Man wolle die Bevölkerung fortschaffen, da sie der Ausfüh­rung eines Planes der britischen Marinebehörden in Schanghai zum Schutze des britischen Eigentums in der internationalen Niederlassung hinderlich sei.

Bereite schwere Wirtschastsverluste Der Engländer.

Chinesische Angriffe in Schanghai zurückaeschlaoen.

Tokio, 22. Aug. (DNB.) Nach Meldung des japanischen Marinekommandos in Schanghai haben in der Nacht zum Sonntag starke chinesische Angriffe auf die japanischen Derteidigungsstel-

Chamberlain unterbricht seinen Urlaub

England und die Ereignisse in Ostasien.

Schanghai, 21. Aug. (DNB.) Der Schaden an britischem Eigentum während der bisherigen kriegerischen Auseinandersetzungen in Schanghai durch Bomben, Granatsplitter oder Feuer beträgt nach vorsichtiger Schätzung 1,5 Millionen Pfund Sterling. Der Vorsitzende der britischen Handels­kammer in Schanghai erklärte, daß es einer Zeit von mehr als einem Jahr bedürfte, um die ver­lorenen britischen Interessen in China wieder auf­zubauen, selbst wenn die Feindseligkeiten heute ein­gestellt würden. Tausende von in britischem Besitz befindlichen Häusern seien geräumt worden, ohne daß die fälligen Mieten gezahlt worden seien. Auch sei eine Reihe von großen Gebäuden von den Japanern beschlagnahmt worden. Das in britischem Besitz befindliche große Petro­leumdepot von Pangtsepoo steht in Flatti- m e n. Im Osten Schanghais, wo sich allein bri­tische Interessen im Werte von 100 Millionen Pfund Sterling befinden, fallen R i e f e n f e u e r ein Ge- von 12 Quadratmeilen bedecken.

sachsen wurde.

Geschichtliche Erinnerungen wie etwa die Erobe­rung Gibraltars durch hannöversche Truppen oder die Verteidigung der englischen Herrschaft in Nord­amerika durch gepreßte hessische Söldner brauchen gar nicht heraufbeschworen zu werden. Die Gegen­wart liefert noch genugsam Beispiele dieser Art der englischen Vorliebe für das romantische Deutschland. Erst die letzten Wochen haben gezeigt, daß es un­seren Vettern über dem Kanal gar nicht in den Sinn kommt, wie ihr Gebaren auf uns roirfen muß. Theodor Fontane hat ein schönes Gedicht geschrieben, das dem britischen Stolz höchstes Ge­nügen tut. Er schildet einen englischen Konsul, der in einem überseeischen Lande einen zum Tode ver­urteilten Landsmann rettet, indem er ihm den Union Jack (die britische Reichsflagge) mit den Worten überwirft:Fire, but don't hurt tne slag! (Feuert, aber verletzt nicht die Fahne!) Wenn da­gegen sich Reichsdeutsche in England zusammenftn- den, so schlägt Winston Churchill Großalarm und verlangt, die in England wohnenden Deutschen un­ter Polizeiaufsicht zu stellen. Weder Frankreich noch England haben sich im tiefsten Grunde ihres nationalen Wesens daran gewöhnt, daß m Italien und nördlich der Alpen bis an die Ost- und Nor^ fee zwei junge Reiche entstanden sind. Wenn es nach dem tiefsten Instinkt des Engländers ginge, so wäre das Deutsche Reich als Großmacht eine Epi­sode. Daher die englische Neigung zum Ketzerrlchter- tum und zur Einmischung in die Innenpolitik des Reiches, daher auch die Verweigerung des deut­schen Anspruches auf koloniale Tätigkeit. B. K.

er sich in Urlaub befinde. Der Ministerpräsident werde, so glaubt das Blatt, bei Mussolini wegen eines Besuches anfragen lassen. Chamberlain glaube an den Erfolg einer persönlichen Fühlungnahme.

DasttalienischeSchlachtschiff^Lttwrio^ vom (Stapel gelaufen.

Mailand, 22. August. (DNB.) In Gegenwart Mussolinis sowie des Parteisekretärs Starace und der faschistischen Provinzsekretäre ganz Italiens ist am Sonntag das 3 5 0 00 - T o n n e n- SchlachtschiffL i 11 o r io" auf der Ansaldo- Werft von Genua vom Stapel gelaufen. Dem Stapellauf wohnte eine Volksmenge von über 100000 Personen bei. Dor der Werft hatte das zweite Flottengeschwader Aufstellung genommen, das meh­rere Ehrensalven feuerte. Das SchlachtschiffLitto- rio" ist ein Schwesterschiff derVi11orio Ve- n e t o", die am 25. Juli in Triest vom Stapel Lief. Das Schiff ist 330 Meter lang und ist mit neun Ge­schützen von 381 mm sowie modernster Panzerung und Luftabwehr ausgerüstet.

rische Studenten warfen dem deutschen Volksführer die Fenster ein und verlangten seine Absetzung als Professor drangen aber damit nicht durch. Mini­sterpräsident ©ömbös und der ehemalige Mimster- präsident Bethlen suchten zu vermitteln, freilich ohne die feindselige Stimmung beschwichtigen zu können. Am 4. Dezember 1933 starb Bleyer infolge einer Erkältung der sein durch Ueberarbeitung und heim­tückische Angriffe geschwächter Körper erlag. Sem Leben war vorbildlich durch die kämpferische Hal­tung, mit der er bis zum letzten Atemzug für sein deutsches Volkstum eintrat Durch diese Feier dankt das deutsche Volk in Ungarn seinem großen verstor­benen Führer.

Landarbeiter aus dem Ausland.

Berlin, 21.Aug. (DNB.) Der alljährliche Ar­beitermangel in der deutschen Landwirtschaft hat dazu geführt, daß auch in diesem Jahr in größerer Zahl Landarbeiter aus Defterrei ch,de r Tschechoslowakei usw. im Reich beschäftigt wurden. Teils handelt es sich dabei um Wan­derarbeiter, die nur den Sommer Uber im Reich bleiben, teils wurden Verträge für em oder zwei Jahre abgeschlossen. Die Anwer­bung erfolgte durch amtliche reichsdeutsche Werber unter Mitwirkung der zuständigen ausländischen Behörden, die auch in jedem Fall zu den verein­barten Arbeits- und Lohnbedingungen ihre Zu­stimmung gegeben haben. . . .

Diese Bedingungen sind die gleichen, die für reichsdeutsche Landarbeiter gelten. Sv erhält beispielsweise ein lediger Arbeiter neben freier Unterkunft und Beköstigung durchschnittlich 30 bis 40 Mark im Monat Barlohn eme Arbei­terin 25 bis 35 Reichsmark. Bei Akkordarbeit er-

Das pittoreske Italien.

Die Rede des Duce in Palermo nach Abschluß der sizilianischen Manöver spricht im allgemeinen für sich selbst. Ein unscheinbarer Nebensatz ist uns über besonders aufgefallen ein Nebensatz, der Helles Licht über seelische Hintergründe breitet. Mussolini sagte:Die englische öffentliche Meinung ist hängen geblieben an dem alten und oberfläch­lichen Begriff des pittoresken Italiens, den ich hasse." Das pittoreske Italien: Das ist das Italien der Ruinen, der romantischen Stimmungen, in denen sich liebende Paare in ihren Privatgefühlen von dem Hauche einer großen Vergangenheit ge­hoben fühlen, das ist das Italien einer improvi­sierenden Volkskunst, dgs Italien aufdringlicher Bettler (Lazzaroni), falscher Münzen und so weiter mit Grazie bzw. auch ohne Grazie. Die ersten Jahre des faschistischen Regimes nach dem 28. Oktober 1922, dem Tage des Marsches auf Rom, waren geradezu dadurch charakterisiert, daß Mussolini mit einem eisernen Besen den Augiasstall des pittoresken Italiens auskehrte. Es war schon tüchtige Vor­arbeit geleistet worden. In Norditalien war seit langen Jahren ein neues Geschlecht an tätiger Ar­beit, das mit einer prachtvollen Initiative an die Erneuerung des Landes heranging. Aber je weiter nach dem Süden, desto stärker das Beharren in überlieferten Gewohnheiten. Mussolini ist kein Feind der Ruinen. Er hat neue große Ausgrabun­gen angeregt, insbesondere um die Herrlichkeit des alten Roms wieder lebendig werden zu lassen. Er liebt die Ruinen, die dem Italiener von heute eine Vorstellung des römischen Weltreiches geben; aber er haßt jenen rührseligen und romantischen Geist, der über Ruinen Klagelieder singt, ohne zu neuer Tätigkeit und Leistung den Weg zu finden.

So viel zum italienischen Aspekt des Satzes, in dem Mussolini die rührende Vorliebe der Englän­der für daspittoreske Italien" ablehnt. Aber was hier am stärksten interessiert, ist, daß es uns in unseren Beziehungen zu England genau s o geht wie dem neuen Italien Mussolinis. Das Deutschland der Dichter und Denker ist den Engländern ein Jdealbegriff. Sie sind bereit, unsere Dichter und Denker nicht nur zu loben, sondern auch, wie in früheren Jahrhunderten, deutsche Maler und Kom­ponisten zur Verherrlichung ihres Imperiums nach London einzuladen, wie einst Holbein und Händel. Sie würden gewiß auch ihre jungen Aristokraten wieder mit einem reichen Monatswechsel an eine deutsche Universität schicken, wie seinerzeit, als Han­nover und Großbritannien durch Personalunion vereinigt waren und Göttingen zu einem An­ziehungspunkt für die akademische Welt der Angel-

3üfo& Bleyer.

Eine Gedenkstunde für den Führer des ungarländischen Deutschtums.

Budapest, 21. Aug. (DNB.) Auf dem Kerepe- scher Friedhof wurde das Grabdenkmal für dm 1933 verstorbenen Führer des uns^rlandischen Deutschtums Prof. Dr. Jakob Bleyer, ent­hüllt Bleyer hatte sein Leben in aufopfernder Weise in den Dienst der Deutschen in Ungarn ge­stellt. Zahlreiche Kränze, die am Grabe mebergelegt wurden, und die Reden von Vertretern der Deut­schen in Ungarn zeugten von der Verehrung, die Jakob Bleyer noch nach seinem ^ode beim deutsch- ungarländischen Volke genießt. In der Hocy^yme für Musik hatten sich Abordnungen aus 74 schwä­bischen Gemeinden Ungarns und Vertreter der mei­sten deutschen Volksgruppen m Europa emgefun- den. Unter den Gästen sah man den deutschen Ge sandten von Erdmannsdorf, den osterrel chischen Legationsrat Baron Kripp, den Vorsitzen­den des VDA., Dr. S t e i n a ch e r Prof. C s a k l vom Deutschen Auslandsinstttut in Stuttgart, Ver­treter des Schuloereins Südmark, der Sudetendeut schen Partei, des Verbandes der deutschen Volks- qruppen in Europa und des Deutschtums in Ru­mänien, in Polen und Jugoslawien.

Die Gedenkstunde mürbe eröffnet mit der un, «arischen Nationalhymne und einem Lied der un garlachdtfchen Schwaben. Ein schwäbischer Bauer

London, 22. Aug. (DNB.)Sunday Times" meint, in gewissen Kreisen sei man der Ansicht, daß der wahre Grund für die Freundschaftsangebote Mussolinis darin liege, daß es schwer falle, Äthio­pien ohne moralische Unter st ützung Großbritanniens zu halten. Diese Ansicht würde jedoch in amtlichen Kreisen nicht geteilt. Hier glaube man, daß Italien dort nur gelegent­liche Aufstände zu befürchten habe, und daß Italien Aethiopien im übrigen st r a t e g i s ch f e st in der Hand habe. Man glaube, daß die Kolonisierung Äthiopiens Italien noch vieleJahre be­schäftigen werde, und man finde es durchaus natürlich, daß Mussolini, der hiermit voll befchäf- tigt sei, die Freundschaft mit Großbritannien wieder herzustellen beabsichtige. Großbritannien und Ita­lien seien in der Vergangenheit traditionelle Freunde gewesen; es sei nicht einzusehen, warum Italiens Zunahme an Bedeutung diese Freundschaft beein­trächtigen solle. Für den Beweis eines wirklichen Fortschrittes auf den Weltfrieden hin könne und würde man viel zugestehen. Es bleibe jedoch ein schwieriger Punkt. Der Duce habe in Palermo wiederholt, daß Italien keinen Bolschewis­mus im Mittelmeer dulden könne und wolle. Diese Erklärung heiße, daß Italien seine Einmischung" in Spanien verlängern wolle Das sei ernst genug, noch ernster aber sei der Schluß, den man daraus ziehen könne, daß Italien me politische Kontrolle über die Mittel- meerländer verlange. Ein solches Verlangen könne Italien in der Tat sehr weit führen, heute nach Spanien, morgen nach der Türkei und niemand wisse, wohin etwa am nächsten Tage. Obwohl m ideologischer Form, würde dies doch auf eine Macht­politik hinauslaufen, die eine ausschließliche italienisch- Kontrolle im Mitte meer m

R o m, 21. Aug. (DNB.) Zum Echo der Rede Mussolinis erklärtGiornale d'Jtalia": Italien be­absichtige keineswegs, den nichtitalienischen Mit­telmeergebieten eine faschistische Ideologie aufzuzwingen. Ebenso wenig wolle Italien eine hegemonistische Kontrolle über das Mittelmeer. Ita­lien sei nur entschlossen, jegliche Verschie­bung in den grundlegenden Kräfteverhältnissen dieses Meeres zu verhindern, Verschiebungen, die eine Aenderung der Sicherheit und Klarheit Hervor­rufen könnten. Dabei handele es sich aber nur dar­um, öen fremden Bolschewismus aus die­sem Meer zu entfernen. Der Kampf gegen den Bolschewismus sei daher ein Verteidigung s- unb kein Angriffskampf.

Die italienisch-englische Verständi­gung vom 2. Januar 1937 mit den beschränkten Positionen für ein gentlemen agreement habe nicht ausgereicht, um alle Ueherrefte einer getrübten Ver­gangenheit zu beseitigen^ Deshalb habe Mussolini, kräftig unterstützt durch die realistische Politik Cham­berlains, sich vor allem für die Klärung der Atmosphäre eingesetzt, in der die neuen eng­lisch-italienischen Beziehungen Gestalt gewinnen sollen. In dieser aufgehellten Atmosphäre wird jetzt die diplomatische Fühlungnahme erfol­gen, bei der alle konkreten Probleme über die gegenseitigen Interessen der beiden Weltreiche in Europa, auf den Meeren und in Afrika, und ihr gemeinsames Friedensziel zur Erreichung einer all­gemeinen europäischen Zusammenarbeit zu bestim­men sind.

Britische Menten.

trolle nicht für sich selbst haben, wolle sich aber auch nicht damit abfinden, daß eine andere Macht sie anstrebe. Großbritannien wünsche keine Ver­geltung für das, was sich 1935/36 ereignet habe. Es habe aber ebenso wenig die Absicht, sich aus feiner Mittelmeerposition herausdrängen zu lassen.

Sunday Dispatch" bezeichnet die Rede Musso­linis als einen weiteren wichtigen Schritt für die Wiederherstellung der englisch-italienischen Freund­schaft. Das nächste Stadium werde nunmehr in einem diplomatischen Meinungsaus­tausch bestehen. Falls dieser erfolgreich sei, werde der italienische Außenminister Graf C i a n o Lon­don besuchen. Man sei bereits grundsätzlich über­eingekommen, daß der Völkerbund auf der nächsten Tagung den polnischen Vorschlag registrie­ren werde, wonach eine abessinische Regierung nicht m e h r b e st e h e. Der sozialistischeSunday Referee" berichtet, daß der englische Mini- sterpräsident möglicherweise im Herbst Mus­solini einen persönlichen Besuch ab stat­ten werde. Er habe am Samstag den britischen Botschafter in Rom nach Schottland berufen, wo

Die britisch-italienische Aussprache.

Keine Filiale -es Bolschewismus im Miitelmeer, -er Kernpunkt -er Muffolini-M-e

aus der südungarischen Gemeinde Magocs hielt die Gedenkrede. Universitätsprofessor Dr. H u ß hob be­sonders hervor, daß Jakob Bleyer bte mnere Har­monie im völkischen und politischen Lebender_un- garländischen Deutschen hergestellt habe, du' Syn­these zwischen der deutschen Dolkstreue und der ungarischen Staatstreue. Mit dem Gesang des Lie­des vom guten Kameraden schloß die Feier.

Bleyer wurde 1874 in Gib in der Batschka als Kind schwäbischer Bauern geboren. 1911 war er ordentlicher Professor für Germamstlk an der Um- versität Budapest. Arn 6. August 1919 'Pfette eine entscheidende Rolle in der gegenrevolutionären Gruppe, di- die Räterepublik B-la Khuns und das

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; nh w erhalten. Mit großer Zähigkeit, pflegen unMu t(id?cn Erfolg kämpfte Bleyer für führuna ber beu tf d) en Unterrichtssprache in h'A Schulen d?r°chwäbi,chen Dörfer Als Abgeord- den vchmen v - Parlament hielt er grund- ^hJ^^n über das ungarlänöische Deutschtum, LeSCnb im TOai 1933 trotz ihr-- fachlichen und maäollen Inhals di-^Urfach- ^K u n d^°-