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Ssbotageversuchen von seinem hohen Protektor Litwinow-Finkelstein lebhaft unterstützt wird, ist elbstverständlich und es ist immerhin dahin ge- ommen, daß sich der Völkerbundsrat in einen Ge- chästsordnungsstreit verstrickt sah, aus dem man nur mit echt Genfer Finessen einen Ausweg fand. Die ganze Angelegenheit wäre überhaupt völlig be­langlos, wenn sie nicht ein typisches Beispiel dafür wäre, wie sehr der Völkerbund auch in der spani­schen Frage am Rande der großen Politik bleibt.

Die spanische Frage als internationales Problem stellt sich nach wie vor im wesentlichen als ein Problem der Nichteinmischung dar, das man in Genf vorsichtigerweise und im vollen Bewußt­sein der eigenen Unzulänglichkeit erst gar nicht auf­gegriffen hat. Der britische Außenminister Eden hat in seiner letzten Unterhausrede sich zu dem Grundsatz bekannt: Spanien den Spaniern", ein Grundsatz, den sowohl Italien in dem englisch- italienischen Mittelmeerabkommen wie Deutschland in der Erklärung des Führers beim Neujahrsemp­fang des französischen Botschafters sich ohne Ein­schränkung zu eigen gemacht haben. Aber weder mit der Unversehrtheit spanischen Staatsgebietes, noch mit dem Grundsatz, den Spaniern selbst die Bestimmung ihrer künftigen Regierungsform zu überlassen, sind die Anstrengungen zu vereinbaren, die Sowjetrußland macht, um in Katalonien eine Sowjetrepublik zu errichten, bevor die letzten Stel­lungen der spanischen Bolschewisten in Madrid und den Küstenorten am Mittelmeer vor dem Ansturm der nationalen Truppen zusammenbrechen. Es kann wohl kaum zweifelhaft sein, daß man auch in Eng­land die Errichtung einer Filiale Moskaus in Bar­celona unverträglich hält mit der Erhaltung des Status quo im westlichen Mittelmeer, worauf man sich in dem Gentlemen's Agreement mit Italien nachdrücklich festgelegt hat. So muß man woht auch den Passus in der Eden-Rede, wonach England nicht dulden werde, daß eine ausländische Macht Spa­nien beherrschen werde, als eine Warnung an Mos­kau auffassen, wobei allerdings zu wünschen ge­wesen wäre, daß der britische Außenminister um der Klarheit und Deutlichkeit willen auf die ge­radezu mimosenhaft zartfühlende Rücksicht verzich­tet hätte, mit der er Moskaus Empfindlichkeit schonen zu müssen glaubte und die in seltsamem Widerspruch stand zu dem schulmeisterlichen Ton, den er in der gleichen Rede Deutschland gegenüber am Platze fand.

Selbstverständlich hat Eden kein Wort der Kritik gefunden für die zweideutige Haltung seiner fran­zösischen Freunde, die zwar sich durch das Parla­ment eine Vollmacht zum Erlaß eines Verbots der Freiwilligenwerbung für Spanien geben ließen, ober bislang praktisch noch nichts getan haben, um den Transport von Hilfskräften und Kriegsmaterial für die spanischen Bolschewiken über die franzö­sische Grenze oder aus französischen Häfen zu unter­binden. Moskau hält in seiner Antwortnote auf die französisch^britischen Anregungen ein solches Verbot überhaupt fürverfrüht", wohl weil es noch immer nicht genug eigene Truppen in Katalonien oer- fammelt und Kriegsmaterial aller Art dort anae- häust hat, um dem in Bälde zu erwartenden An­griff des nationalen Heeres begegnen zu können. Deutschland und Italien haben dagegen nicht nur ihre damals von der Gegenseite ignorierte Er­klärung vom Sommer vorigen Jahres wiederholt, daß sie bereit seien, alle Maßnahmen für Ver­hinderung der Ausreise von Freiwilligen nach Spa­nien nachdrücklichst zu unterstützen, sondern auch energisch verlangt, daß auch alle anderen mit einer aufrichtigen Politik der Nichteinmischung zusammen­hängenden Fragen, wie Propaganda, finanzielle Unterstützung, Lieferung von Kriegsmaterial, end­lich geklärt würden. Eden hat sich darüber ausge­schwiegen, und auch in der Pariser Parlaments­debatte war nichts weiter davon zu hören. Der Nichteinmischungsausschuß in London scheint mehr und mehr im Gestrüpp der Formalitäten hängen zu bleiben, eine fruchtbare Initiative ist jedenfalls von ihm kaum noch zu erwarten. Wir hätten ge­wünscht, daß Herr Eden statt seiner staatsphiloso­phischen Vorlesung über die uns aus bitteren Er­fahrungen heraus recht zweifelhaft gewordenen Vorzüge einer Demokratie alten Stils etwas Greif­bares darüber hätte mitteilen können, wie Eng­land feine Aufgabe, sine strikte Nichteinmischung von allen Mächten, auch Frankreich und Sowjet­rußland, zu erzwingen, durchzuführen gedenkt. Für einen solch eindeutigen Hinweis wären gewiß auch die Spanier Herrn Eden dankbarer gewesen als für seine unerbetenen Ratschläge, auf welcher welt­anschaulichen Grundlage sie ihren neuen Staat zweckmäßigerweife errichten sollten, wenn sie vor Englands Augen Gnade finden wollen. F. W. L.

Das Arbeitsprogramm des Handwerks.

Auf einer Arbeitstagung des Reichsstandes des deutschen Handwerks in Berlin ist ein sehr weit­gefaßtes Programm handwerklicher und handwerks­politischer Tätigkeit entfaltet worden. Dr. Syrup, der Präsident der Reichsanstalt für Arbeitsvermitt­lung, bezeichnete als die wesentliche Eigenart des heutigen Arbeitsmarktes die Tatsache, daß der aus­gesprochene Facharbeitermangel in unseren Tagen wichtiger sei, als die Beseitigung der noch vorhandenen Reste an Arbeitslosen. Jeder falsche Einsatz einer Arbeitskraft sei ein unverantwortlicher volkswirtschaftlicher Verlust. Darum: Ausrei­chende Lehrlingshaltung im Rahmen des sachlichen Bedürfnisses, und angepaßt der Zahl ver­fügbarer Ausbildungskräfte, öehrlingszüchterei fei vom Hebel. Dr. Syrup hob die Notwendigkeit der wirtschaftlichen und leistungsfähigen Stärkung des ländlichen Handwerks hervor. Nach einem anderen Vortrag wird künfttg für das ganze Reich eine einheitliche Rahmenlehrlings- und Gesellenprüfungsordnung geschaffen werden, an die sich die einzelnen handwerklichen Vollberufe mit zusätzlichen Vorschriften anschließen. Die Handwerksverbände werden in kürzester Zeit Probeentwürfe dieser Prüfungsordnungen zu be­gutachten haben. Im kommenden März wird eine AusstellungDeutsche Werkstoffe im H a n d w e r k", die dann als Wanderausstellung in alle wichtigsten Reichsteile gehen wird, dem Hand­werk einen Ueberblick über die Versorgungslage mit Rohstoffen, Halb- und Fertigfabrikaten geben.

Oie KdI.-Gchiffe nach dem Umbau.

Bremerhaven, 22. Jan. (DNB.) Die Ur­lauberschiffe der NSG.Kraft durch Freude", und zwarDer Deutsche" undSierra Cor­doba" sind auf der Werft der Howaldt-Werke gründlich überholt und ausgebaut worden.Der Deutsche" hat neue breite Treppen erhalten und aus der ehemaligen dritten Klasse ist ein größerer Aufenthaltsraum für rund 160 Fahr­gäste geworden. Ein weiterer freundlicher Gesell­

schaftsraum wurde geschaffen. Auch im Vorder- und Mittelschiff sind überdeckte Aufenthaltsplätze einge­richtet, die Schutz vor Wind und Wetter bieten, ohne den Ausblick und den Genuß der heilsamen Seeluft zu beeinträchtigen. Das Promenadendeck ist erheb­lich verlängert. Auch die Mannschaftsräume sind ausgemalt und mit Teppichen belegt worden. Die beiden Schiffe find so zu neuen Fahrten aus das Beste gerüstet.

Ministerpräsident Göring aus der Rückreise.

Rom, 22. Jan. (DNB.) Ministerpräsident Ge­neraloberst Göring hat unter begeisterten Kund­gebungen der Bevölkerung mit seiner Gemahlin auf dem italienischen TorpedobootszerstörerAquilone" Capri verlassen und sich nach Sorrent begeben. Nach einem kurzen Imbiß setzten die Gäste ihre

Reise über Amalfi, Ravello, Positano nach Pom­peji und Neapel fort, wo der Ministerpräsident am späten Abend eintrifft, um nach einem Essen im kleinen Kreise für wenige Stunden nach Rom zurückzukehren. Die Weiterreise nach Ber- l i n ist für Samstagabend geplant.

In Neapel wurde ihm vom Provinzialsekretär der faschistischen Partei ein prachtvolles Album mit photographischen Ausnahmen von den Volks- kundgebunqen Neapels bei seinem Besuch beim ita­lienischen Kronprinzen überreicht. Die Fahrt zum Bahnhof nahm wiederum die Form einer über­wältigenden Volkskundgebung an. Die Straßen und Plätze des nächtlichen Neapels waren von unübersehbaren Menschenmengen besetzt, die im Schein von Tausenden und aber Tausenden von Fackeln und im schwelenden Licht bengalischer Feuer dem Ministerpräsidenten zujubelten. Sichtlich er­griffen dankte der Ministerpräsident.

Besondere Hilfsaktion des Winterhilfswerks zum 30. Januar. Iür n Millionen Sonderzuwendungen an Lebensmitteln,Kleidung und Kohlen.

Berlin, 22. Ian. (DNB.) Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda Dr. Goeb­bels gibt bekannt:

Am 30. Januar feiert die ganze Nation das vierjährige Bestehen des national­sozialistischen Reiches. Aus diesem Anlaß wird das deutsche Volk in großen Kundgebungen dem Führer seinen Dank ab statten und sich zu ihm in Treue bekennen.

An diesem Tage wird vom Winterhilfs- werk des deutschen Volkes wiederum eine be­sondere Hilfsaktion durchgeführt werden. Entsprechend der Zahl der betreuten Volksgenossen gelangen außer der normalen Leistung Zuwen­dungen im Verte von rund 17 Millio­nen Reichsmark zur Verteilung, und zwar

10,65 Millionen W ertguts cheine im Betrage von je einer Reichsmark

und 4,3 Millionen K o h l e n g u l s ch e i n e im Verte von je 1,50 Reichsmark.

Die Durchführungsbestimmungen für die beson­dere Hilfsaktion am 30. Januar erläßt der Beauf­tragte für das Winterhilfswerk.

Es lebe der Führer!

Ls lebe die nationalsozialistische Revolution!

Berlin, den 23. Januar 1937.

Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda:

gez.: Dr. Goebbels.

Lissabon, 23. Jan. (DNB. Funkspruch.) In seiner Rundfunkansprache beschäftigte sich General Queipo de Llano zunächst mit einem am Mittwoch erfolgten Luftangriff von zwei bolsche- wiftischen Flugzeugen auf die offene Stadt Ceuta in Spanisch-Marokko. Dabei sind mehrere Bomben auf den Marktplatz gefallen, wo­durch 36 Personen aus der Zivilbevöl­kerung getötet wurden. Der General berich­tete, daß diese feige Tat bei der Bevölkerung eine ungeheure Verbitterung hervorgerufen habe. Die maurische Bevölkerung habe in Tetuan eine Kundgebung zu Ehren des Kali- f e n veranstaltet, in der gegen die bolschewistischen Fliegerangriffe auf eine offene Stadt heftigpro­te ft i e r t worden fei.

Weiter ging General Queipo de Llano auf die Tatsache ein, daß spanische Bolschewisten bei den Bombenanschlägen in Portugal füh­rend beteiligt waren. Dies werde auch durch den merkwürdigen Umstand klar erwiesen, daß die bolschewistischen Sender die Nachricht über den An­schlag bereits in tendenziöser Weise verbreiteten, bevor die erste Bombe platzte. Der General fand im Zusammenhang mit diesen neuen Verbrechen, die die Bolschewisten in dem befreundeten Nachbar­land begangen haben, warme Worte für das por­tugiesische Volk und seine Führer.

Auf die Lage an den Fronten eingehend, teilte der General mit, daß an der Südfront am Freitag drei weitere Ortschaften durch die nationalen Truppen besetzt worden seien. Die von den Bolsche­wisten angekündigte Gegenoffensive sei jämmerlich zusammengebrochen. Die bolschewistischen Banden seien in die Flucht geschlo­ßen worden und hätten 74 Tote auf dem Schlacht­feld zurückgelassen, darunter fünf Anführer. Vor Madrid hätten sich nur kleinere Zusammenstöße ereignet. Das Artilleriefeuer sei auf beiden Seiten jedoch sehr stark gewesen. Die nationalen Truppen hätten einige strategische Frontverbesserungen vor- genommen.

VoWewikenlerror an der Magafront

Rasche Aufbauarbeit der Rational- Regierung.

London, 23. Jan. (DNB. Funkspruch.) Ein Korrespondent desDaily Telegraph" schildert die grausamen Kampfmethoden der Bolsche­wisten und die von ihnen angerichteten Zerstörun­gen an der Malaga-Front. Noch kurz vor ihrer Flucht hätten die Bolschewisten sämtliche Wert- g e g e n st ä n d e der von ihnen entweihten und zerstörten Kirchen davongeschleppt. In Mar­bella, wo man noch überall Zeichen des Kamp­fes sehe, werde von den Nattonalen rasch Ord­nung geschaffen. Alle Brücken seien bereits wieder hergestellt. Im Augenblick sei man eifrig damit beschäftigt, auch die Drahtverbindun­gen miet er in Gang zu bringen. Wie überraschend der Vormarsch der Franco-Truppen für die Bolsche­wisten gekommen sei, gehe daraus hervor, daß diese einen La st wagen mit großer Dynamit- ladung zum Sprengen der Brücken längs der Küste unbenutzt zurücklassen mußten. Die Zeit für sie habe gerade noch ausgereicht, einige Kir-

AusMuligsbeflimmuligen.

Die Gutscheine für Lebensrnittel und Bekleidung berechtigen zur kostenlosen Ent­nahme von Lebensrnitteln, Kleidung, Wäsche, Schuhwerk im Werte von einer Reichsmark je Schein. Andere Waren als Lebensrnittel, Klei­dung, Schuhwerk dürfen auf diese Gutscheine nicht verabfolgt werden. Die Gutscheine werden in der Zeit vom 30. Januar bis zum 15. Fe­bruar 1937 in allen einschlägigen Geschäften in Zahlung genommen. Die Gutscheine sind mit wei­ßen Wasserstreifen schraffiert mit braun-schwarzem Aufdruck.

Die Verteilung der Gutscheine geht folgen­dermaßen vor sich: Die einschlägigen Geschäfte ver­sehen die Gutscheine auf der Rückseite mit Firmen­stempel oder mit handschriftlicher Firmenangabe. M i t Stempel oder Namen die Geschäfte, die Lebensrnittel verabfolgt haben, in das rechte obere fchwarz-beschriftete Feld der Gutschein­rückseite. Geschäfte, die Bekleidungsstücke verabfolgt haben, in das rechte untere braunbeschrif­tete Feld der Gutscheinrückseite.

Gutscheine, die nach dem 15. Februar 1937 vorgelegt werden, ober Scheine, die den Dienst­stempel des WHW. nicht tragen, dürfen von den einschlägigen Geschäften nicht in Zahlung ge­nommen werden.

Die Kohlengutscheine berechtigen zur Ent­nahme von 50 Kilogramm Braun- ober Steinkohle je Schein. Bei diesen Gutscheinen ist an den Koh­lenhändler bei Uebergabe eine Anerkennungs­gebühr von 15 Pf. je Schein zu entrichten. Jede mißbräuchliche Verwendung der Gutscheine wird strafrechtlich verfolgt.

chen in Brand zu st ecken und die Geistlichen nach Malaga zu verschleppen. Wie schlecht die Zu­sammenarbeit zwischen den bolschewistischen Milizen sei, gehe daraus hervor, daß einige ihrer Abteilun­gen in der Gegend von Marbella einfach in die nationalen Linien hineinmarschiert seien in dem Glauben, daß die Stadt noch in bol­schewistischen Händen sei.

Merrafchender Vorstoß von Aordosten auf Malaga.

Salamanca, 23. Jan. (DNB. Funkspruch.) Während die nationalen Truppen ihren Vormarsch auf die rings von Bergen umgebene Hafenstadt Malaga bisher im wesentlichen, der Küste folgend, aus südwestlicher Richtung durchgeführt haben, und nur eine kleinere Abteilung von Ronda aus das Gebirge durchquerte, ist jetzt, den Bolsche­wisten völlig überraschend, ein kühner nationaler Vorstoß von Nordosten her erfolgt. Nationale Abteilungen sind in das wilde Gebirgsland im süd­westlichen Teil der Provinz Granada eingebrungen unb haben 34 Kilometer in Richtung a u f Malaga vorstoßen können. Nach g.unzend durch­geführtem Kampf mit den bolschewistischen Banden wurde die Stadt Alhama sowie andere an der Marschstraße gelegene Ortschaften erobert.

Die Bolschewisten verloren 86 Tote, dar­unter fünf Anführer und 29 Gefangene. Mehrere Gefangene hatten Verwundungen, die ihnen d i e eigenen Anführer beigebracht hatten, um sie am Zurückweichen zu verhindern. Einem bolschewistischen Anführer ist es gelungen, verwun­det zu entkommen.

Oie Explosion in Lissabon von Barcelona ans organisiert. Lissabon, 22. Jan. (DNB.) Heber die Hn- tersuchung der Bombenanschläge schreibtSeculo", daß die Anschläge der Ausdruck des Sowjetbandi­tentums gewesen seien, das im Auslande or­ganisiert und mit den modernsten Spreng­körpern ausgestattet worden war. Das Material stammt zweifellos aus Barcelona, wo sich heute der Herd der bolschewistischen Propaganda für Westeuropa befindet. Die Anschläge hätten deut­lich gezeigt, von welcher Seite der Staat be­droht werde, und gegen wen sich die gemeinsame Abwehr richten müsse.Diario da Manha" ver­weist darauf, daß die Anschläge das Bestehen einer kommunistischen Organisation in Por­tugal bewiesen hätten. Zweifellos werde diese Or­ganisation vom Auslande unterhalten und geleitet. Ihre Taktik beweise, daß geschulte Angehö­rige der Komintern die Ausführung der Verbrechen übernommen hätten.

Der Sohn Zonhanx' wegen Waffenschmnggcls verhaftet. Brüssel, 22. Jan. (DNB.) Wegen Waffen- schmuggels zugunsten der spanischen Bolschewisten wurden in Lüttich der Sohn des französischen Gewerkschaftsführers Jouhaux, Paul I o u h a u x, zwei weitere französische Staatsange­hörige unb ein Spanier verhaftet. Der Staatsan­waltschaft in Charleroi gelang es, Beweismaterial dafür in die Hände zu bekommen, daß die heim-

Bolschewistischer Lustangriff aus die offene Stadt Ceuta.

36 Einwohner ge'ötet.

Große Empörung der Bevölkerung.

llchen Waffenlieferungen über die franMfch« Grenze für Rechnung der spanischen Bolschewisten durch belgische unb französische Ge­werkschaftler in ganz großem Ausmaß betrie­ben worben sind. Bekanntlich finb bereits mehrere leitenbe Personen ber Sozialbemokratischen Partei Belgiens in bie Waffenschiebungen verwickelt.

Moskaus Flughäfen in ber Tschechoslowakei.

Eine aufschlußreiche Karte.

B u b a p e ft, 22. Jan. (DNB.) Zu bem Vorschlag ber Prager Regierung zur Hkeirrfuchung ber tschecho­slowakischen Flughäfen bringtPesti Hjsag" im Faksimilebruck bie in bem größten Militarblatt Sowjetrußlanbs erschienene Karte der Tschecho­slowakei, in die d i e Sowjetrußland zur Verfügung stehenden Luftfl otten- st ü tz p u n f t e der T s ch e ch o s l o w a k e i e i n g e- zeichnet sind; das sowjetrussische Blatt betont hierbei die große militärische Bedeutung der Tat­sache, daß die Zahl der militärischen Flugstützpunkte in der Tschechoslowakei in der letzten Zeit außer­ordentlich gestiegen sei. Von besonderer Be­deutung für Sowjetrußland sei der Flughafen n Ungoar (Slowakei). Hierzu bemerktPesti Hjsag", daß tatsächlich ein - tschechischer Flughafen in Ungoar in großem Ausmaße jetzt fertiggestellt sei. Dieser Flughafen bilde die Hauptopera­tionsbasis für die s o w j e t r u s s i s ch e n Flugstreitkräfte, da er an der Bahnlinie PragKiewMoskau liege. Das ungarische Blatt wirft die Frage auf, ob die zu erwartende inter­nationale Hntersuchungskommission auch dieser Ver­öffentlichung des sowjetrussischen Militärblattes Rechnung tragen werde.

Hücktriiisbeschluß

des japanischen Kabinetts.

Tokio, 23. Jan. (BJIB. Funkspruch.) Mafien- dienst des DRV.) Die Forderung des kriegsmi- nisters nach Auflösung des Reichstages wurde vom Kabinett abgelehnt. Daraufhin wurde der Rücktritt des Gesamtkabinetts beschlossen. Mi­nisterpräsident hirota hat sich zum kaiserlichen Palast begeben, um vom Kaiser die Genehmi­gung zum Rücktritt des Gesamtkabinetts zu er­bitten.

Kunss unb Wissenschaft

Reue deutsche meereskundliche Forschungsreise.

Da bie Ergebnisse ber beutschen atlantischen M e teor-Expebition auf bem Forschungs- unb VermessungsschiffMeteor", bie 1925/27 aus bem südatlantischen Ozean eine Fülle hochwertigen ozeanographischen unb anberen Beobachtungsmate­rials gebracht hatte, im wesentlichen imMeteor­werk" vorliegen, wirb die Kriegsmarine in Verbin­dung mit der Forschungsgemeinschaft der deutschen Wissenschaft dieses große Werk nach Norden hin fortsetzen. In der Zwischenzeit hatMeteor" die Gewässer um Island und Grönland durchforscht. Der neuen Meteor-Expedition ist bas Ziel gesetzt, die Lücke zwischen den beiden Forschungsgebieten zu schließen.Meteor" wird zunächst im Februar in den südlichen Teil des nordatlantischen Ozeans auslaufen.

Forschungsanslalt der Deutschen Reichspoft.

Der Umfang des Reichspostzentralamtes in Ber­lin-Tempelhof, besonders der Hochfrequenz- unb Fernsehabteilung, hat in ben letzten Jahren immer mehr zugenommen. Am 1. Januar d. I. ist beshalb zur Erleichterung der Aufgabenabwicklung bie Ab­teilung XIII des Reichspostzentralamts alsF o r- schungsanstalt ber Deutschen Reichs- p o ft" unmittelbar bem Reichspostministerium un­terstellt worben. Mit ber Leitung ber Forschungs­anstalt ist Oberpostrat Dr. B a n n e i tz beauftragt worben. Neben ber Fernsehentwicklung werben auch alle übrigen wissenschaftlich-technischen Forschungs­arbeiten aus bem Arbeitsgebiet ber Deutschen Reichspost, insbesondere ber Fernmeldetechnik, künf­tig hier einheitlich bearbeitet werben.

Aus aller Welt.

Oberbürgermeister Dr. Krebs Leiter des deutschen Tierschutzes.

1933 hatte Reichsminister Dr. Frick ben Ministe- rialbireftor Dr. Luttmann mit ber Führung des Reichstierschutzbundes beauftragt. Nach feiner Ernennung zum Generaldirektor ber Bayerischen Staatsbibliotheken in München hat Dr. Buttmann um Enthebung von biefem Amte ge­beten. An seine Stelle hat ber Minister den Ober­bürgermeister Staatsrat Dr. Krebs zum Leiter des deutschen Tierschutzes berufen. Als Sitz des neu zu bildenden Reichs-Tierschutzbundes wurde Frank­furt a. M. bestimmt.

Die SA. spendet für die Angehörigen der Gebliebenen derWelle".

Der Stabschef hat im Namen der SA. der Reichs- kriegsmarine einen Betrag von 1 0 0 0 0 R M. überwiesen für die Hinterbliebenen der in mann­haftem und kameradschaftlichem Einsatz bei ben Ret­tungsversuchen um bieDuhnen" ums Leben gekom­menen Marineangehörigen.

Rügen vom Eise blockiert.

Die Eisoerhältnisse um Rügen haben sich weiter­hin bebeutenb verschlechtert, bie Insel ist in der letzten Nacht vollkommen von Treibeis blockiert worden. Auch bie kleinen Inseln Greifs- roalber Die unb Ruben im Greifswalber Bodben finb burch bas Eis vom Verkehr abgeschnitten. Von Stralsunb kamen bie RegierungsdampferArcona" undKieseritzky" nach Saßnitz, um bei Eisgefahr Hilfe zu leisten. In dem Eistrieb vor Saßnitz strandete die Hamburger TjalkAliba", Ka­pitän Ring, bie von Süddänemark mit einer La­bung Steine nach Stettin unterwegs war. Das Schiff geriet in bas Treibeis unb kam nicht mehr vorwärts. RegierungsbampferKieseritzky" schleppte bas ganz vereiste Schiff in ben Hafen von Saßnitz ein.

Dreister Raubüberfall in Hamburg.

In Hamburg würbe eine 73jährige Frau, die ein Brotgeschäft betreibt, in ihrem Laden von drei jungen Burschen im Alter von 18 bis 21 Jahren über­fallen. Einer der Burschen hatte Persil verlangt, das die alte Frau mit Hilfe einer Trittleiter von einem Regal holen mußte. In diesem Augenblick be­traten die beiden anderen ben Laben, rissen die Fra» zu Boben unb würgten sie am Halse, währenb der zuerst Erschienene aus ber Labenkasse etwa 30 Mark raubte. Durch bie Hilferufe der alten Frau wäre» Vorübergehende aufmerksam geworden. Die Täter

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