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Oberheffen.

An die Bevölkerung des Kreises Gießen.

Gelegentlich einer von mir anläßlich der ürzlich stattgesundenen Verdunkelungsübung unternommenen Besichtigungsfahrt und auf Grund der mir vorliegenden Berichte der Bür- germeifter und Gendarmeriestationen kann ich u meiner Ireude feftfteden, daß die ange- ordnete Verdunkelungsübung im kreise Gießen in jeder Hinsicht geklappt hat und somit ein voller Erfolg ür den Gedanken und die Notwendigkeit des zivilen Luftschutzes gewesen ist.

Neben der eingehenden Aufklärungsarbeit ö>er örtlichen Stellen des Reichslustschuhbundes unö den gewissenhaften Vorbereitungsarbeiten aller in Frage kommenden Dienststellen, ins­besondere der Bürgermeister als Ortspolizei­behörden und der diesen zugeteilten Verdunke­lungsstäbe sowie der eingesetzten Hilfskräfte der SA. und des ASKK. ist der Erfolg der Hebung uor allem auf die tadellose Disziplin der ganzen Bevölkerung des Kreises Gießen zurückzusühren, die die große Bedeu­tung der Lustschuhmaßnahmen erkannt und diese restlos befolgt hat.

Ich nehme daher gerne Veranlassung, allen meinen aufrichtigen Dank und vollste Anerkennung auszusprechen.

heil Hitler!

Dr. Loh, Kreisdirektor.

Gefechtsschießen bei Großen-L.nden.

Das III. Bataillon des Infanterie-Regiments 80 in Wetzlar hält vom 25. bis 28. Januar einschließ­lich und weiter am 10., 11. und 12. Februar sowie nm 17., 18. und 19. Februar dieses Jahres jeweils in der Zeit von 8 bis 16 Uhr ein Gefechtsschießen mit Gewehr und Maschinengewehr südlich Gro­tz e n - Li nd e n ab. Das gefährdete Gebiet wird begrenzt durch die Ortschaften Großen-Linden Lang-Göns Kirch-GönsNiederkleen Dorn­holzhausen Hochelheim und Hörnsheim. Das Be­treten dieses Gebietes ist während der Zeit des Gefechtsschießens verboten.

Die Straßen Lang-GönsHochelheim und Lang- GönsNiederkleen werden, soweit sie auf hessischem Gebiet liegen, an den genannten Tagen für die Zeit von 7 bis 16 Uhr gesperrt. Die Umleitung er­folgt über Großen-Linden bzw. Kirch-Göns. Den Weisungen der Absperrposten ist unbedingt Folge zu leisten.

Ein Ladenkaffendieb.

* Heuchelt; eim, 21. Jan. Am gestrigen Mitt­woch abend erschien in einem hiesigen Geschäft ein unbekannter Mann. Der Geschäftsinhaber betrat einige Augenblicke später den Laden, so daß der Un­bekannte kurze Zeit allein war Der Besucher bot dem Geschätsinhaber einen alten Herd zum Kauf an, wurde jedoch damit abschlägig beschieden und verließ sogleich das Geschäft. Kurze Zeit darauf beim Ladenschluß machte der Geschäftsinhaber die unliebsame Entdeckung, daß die Ladenkasse geplündert war. Der Verdacht lenkte sich na­

türlich auf den unbekannter Herdverkäufer, der von einigen Radfahrern, die sich sofort auf die Ver­folgung gemacht hatten, kurz vor Gießen eingeholt wurde. Hier gelang es den Radlern, dem Unbe­kannten das gestohlene Geld abzuneh­men, sie konnten jedoch nicht verhindern, daß er sich in einem günstigen Augenblick von seinen Ver­folgern losriß und imDunkelderNachtver- schwand. Man hofft auf Grund bestimmter Merk­male dennoch, daß es gelingen wird, die Persona­lien des Ladenkassendiebes festzustellen.

Landkreis Giessen

£ Leihgestern. 21. Jan. Ihre Goldene Hochzeit können am Samstag, 23. Januar, der Schlossermeister Karl O t t und Frau Katharine, geb. Philipp, Hindenburgstraße 31 dahier, begehen. Beide Eheleute sind noch recht rüstig; der Mann befindet sich im 75., die Frau im 73. Lebensjahre.

= Steinbach, 21. Jan. Der Gesangver- e i nEintracht" hielt am Samstag im Saale desEinhorn" sein diesjähriges Wintervergnügen ab. Das Programm war, wie jedes Jahr, abwechse­lungsreich, die Veranstaltung war sehr gut besucht. Nach einem Musikstück der Kapelle hielt der Ver­einsleiter Friedrich Wald eine Begrüßungsan­sprache, der Verein fang dannWach auf du deut­sches Land". Es folgte ein Prolog über das deutsche Lied, gesprochen von Frl. Marie Wald. Anschlie­ßend folgten Ehrungen einiger verdienter Sanges­brüder, und 50 Jahre Mitglied: Wilhelm P i tz II., Heinrich Krämer II. und Philipp Melchior Haas; 40 Jahre Sänger: Ludwig Walb und Ludwig Gerhard L; diese erhielten die Ehren­nadel vom Hessischen Sängerbund durch das Kreis- vorstandsmitglied Stein-Garbenteich überreicht; 25 Jahre Mitglied: Friedrich Walb und Jakob Sehrt, welch letzterer wegen eines Trauerfalls in der Familie nicht anwesend war, für 50jährige Mitgliedschaft und 25jährige Mitgliedschaft wurden Diplome überreicht. Die noch folgenden Chöre des Vereins, der unter Stabführung des Finanzsekre­tärs Sommer (Watzenborn-Steinberg) steht, fan­den großen Beifall, ebenso die sonstigen Vorträge und Ausführungen. Erwähnt sei ein lustiger Ein­akter, dessen Darstellung verdienten Beifall fand. Das Schlußwort des Vereinsleiters gedachte in üb­licher Weise des Führers. Damit war der offizielle Teil des harmonisch verlaufenen Abends beendet. Der inoffizielle Teil gewährte der Jugend ihr Recht. Der Verein, der im nächsten Jahr fein 75jähriges Bestehen feiern kann, kann auf einen wohlgelunge­nen Abend zurückfchauen.

Z Reiskirchen, 22. Jan. In unserer Ge­markung fand gestern die erste diesjährige H o l z - Versteigerung statt. Die Preise lagen gegen­über den vorjährigen sehr hoch. Für Buchenstöcke wurden bezahlt: für zwei Raummeter 10 bis 12 Reichsmark, für Buchenreiser ein Raummeter 2 bis 3 RM., für Buchenknüppel 20 bis 23 RM. für zwei Raummeter, für Buchenfchelt zwei Raummeter 26 Reichsmark.

)-( Ullendorf a. d. L d a., 21.Jan. Bei der gestern in den hiesigen Stadtwaldungen abgehal­tenen diesjährigen ersten Holzversteigerung, zu der viele auswärtige Steigliebhaber erschienen waren, wurden folgende Preise erzielt: Buchen- Scheitholz 18 bis 19 Mark, Eichen-Scheitholz 10 bis 12 Mark, Kiefenri-Scheitholz 8 bis 9 Mark, Fichten-Scheitholz 8 bis 9 Mark je zwei Raum­meter, Buchen-Knüppelholz 13 bis 14 Mark, Eichen- Knüppelholz 6 bis 8 Mark, Kiefern-Knüppelholz 7 bis 8 Mark, Fichten-Knüppelholz 5 bis 7 Mark je zwei Raummeter, Buchen-Reisholz 4 bis 6 Mark je fünf Raummeter.

nsf. Lauter, 21. Jan. Der Reichsnährstand veranstaltete hier einen Vortragsabend, bei dem Fräulein Harter von der bäuerlichen Werk­schule sprach. Das Thema war der Gartenbau. Die

Wichtigkeit der ersten Anlage und Einteilung des Gartens, die Eignung zu Obst, und Gemüsebau, die Behandlung des Bodens, das alles wußte die Rednerin anschaulich zu erklären. Die Frauen- schäft und die Ortsbäuerinnen waren zahlreich anwesend und folgten den Ausführungen mit lebhafter Anteilnahme.

c» Ettingshausen, 21.Jan. Am Mittwoch fand unter der Leitung von Dr. D i e n ft (Bäuerliche Werkschule Grünberg) ein Ho f- und Stallruno- gang statt, an dem zahlreiche Bauern teilnahmen. LDer Leiter des Rundgangs gab viele praktische An­regung für Beleuchtung und Durchlüftung der Stal­lungen und zweckmäßige Stallmistpflege.

c\p Langsdorf, 20. Jan. Heute fand in unse­rem GemeiNdewald oie erste öffentliche Holzner- fteigerung dieses Winters statt. Sie erstreckte sich auf die von der Nieder-Bessinger Kreisstraße aus zugänglichen Forstorte Alter Hegwald, oberes Ru­dels, Stockereiherkopf, Rasenstück und Liebfrauen- berg. Es wurden folgende Durchschnittspreise er­zielt: In Buchenholz: Scheiter je 2 Raummeter 18. Mk., Knüppel je 2 Raummeter 10. Mk., Wurzelholz je 1 Raummeter 3,50 Mk., Reiser je 1 Raummeter 0,50 Mark. In Eichenholz: Scheiter

je 2 Raummeter 6. Mk., Knüppel 4. bis 5. Mark. In Kiefernholz: Scheiter je 1 Raummeter 6. Mk., Knüppel je 1 Raummeter 3. Mark. In Tannenholz: Rundscheit je 1 Raummeter 6. Mk.. Knüppel je 1 Raummeter 3. Mark. Das Samm- holz bewegte sich in folgenden Preislagen: Kiefern Klasse 3b je Festmeter 35. Mk., Tannen Klasse 5 je Festmeter 30 Mark.

Kreis Schotten.

# Groß - Eichen, 20. Jan. In unserem Orte fand dieser Tage die erste Verdunkelungsübung statt. Die Hebung konnte als vollständig gelungen bezeichnet werden. Auch die außerhalb des Ortes liegenden Mühlen hatten verdunkelt. Zum Abschluß sprach Bürgermeister Greif den Helfern Dank und Anerkennung über das Gelingen der Hebung aus. Der Dolksbund für das Deutschtum im Ausland veranstaltete im Jungvolkheim einen Vortragsabend. Als Redner war ein Teilneh­mer am Freiheitsmarsch zur Feldherrnhalle 1923, Bundesredner P. E. Petz old, erschienen, der über deutsches Volkstum und deutsches Heldentum jenseits unserer Grenzen sprach. Der Vortrag wurde mit großer Aufmerksamkeit ausgenommen.

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Fußball der (Sauliga Hessen.

Im Gau Hessen greift der führende Sportverein Kassel diesmal nicht in die Ereignisse ein. Der zweite Favorit, Hessen Bad Hersfeld, wird in Kas­sel vom SC. 03 erwartet und sollte sich dort als die bessere Mannschaft erweisen. Germania Fulda ist über Niederzwehren in Front zu erwarten, VfB. Friedberg müßte Kurhessen Marburg das Nach­sehen geben, während Hanau 93 in seiner augen­blicklich schwachen Form mit einem Hnentschieden in Wachenbuchen zufrieden fein dürfte.

Turn- und Gporlgemeinde Rodheim a. d. Bieber.

Rodhelm I Daubringen I 5:1 (3:1).

Rodheim gewann dieses Spiel leichter als erwar­tet wurde. Die Gäste kamen während des ganzen Spieles nicht zu einer einheitlichen Leistung und muhten sich in der Hauptsache auf die Abwehr be­schränken. Die Einheimischen waren während der ganzen Spielhandlung tonangebend und ließen die Gäste kaum aus der eigenen Spielhälfte kommen.

Kurze Sportnotizen.

Für die Vorrunde um den Handball- Pokal der Gaumannschaften wurden jetzt die Aus­

tragungsorte festgelegt. Hessen hat in Kassel Nieder­rhein zu Gast, Südwest muß nach Stettin gegen Pommern, Baden spielt in Kiel gegen Nordmark, Württemberg in Geislingen gegen Westfalen und Bayern in Bamberg gegen Brandenburg.

Um d i e Hochschul-Mei st erscha ft im Hockey stehen sich im Endspiel der Gruppe Südwest­deutschland am Samstag in Frankfurt a. M. die Mannschaften der Universitäten Frankfurt und Hei­delberg gegenüber

E i n neuer Fachamtsleiter wurde im Fechtsport berufen. An Stelle von Altmeister Erwin Casmir (Frankfurt), der dem neuen Führerstab für Sonderausgaben zur Verfügung steht, wurde SS.-Standartenführer Dr. Behrends zum Fach­amtsleiter ernannt.

22Nationen werden sich an den VII. Studen- ten-Wettspielen beteiligen, die vom 21. bis 29. Au­gust in Paris stattfinden.

Bereits 10 0 Meldungen liegen für die zusammen mit den Deutschen Skimeisterschaften in Altenberg stattfindenden Deutschen Heeres- Meister­schaften vor, davon allein 67 aus Bayern.

Einen neuen Weltrekord im Eisschnell­läufen der Frauen stellte die Norwegerin Synöve L i e über die wenig gebräuchliche Strecke von 5000 Meter auf. Sie gewann in 9.58 Minuten vor Laila Schou-Nielsen (9:58.6) und unterbot die alte Höchst­leistung um 14 Sekunden.

Skisport hat Hochsaison.

Die Skisportsaison nähert sich ihrem Höhepunkt. Mit der Internationalen Wintersport­woche in Garmisch-Partenkirchen be­ginnen die Spitzenveranstaltungen und mit den Holmenkol-Rennen in Oslo Ende Februar finden sie ihr Ende. Zwar weist auch der März noch einige internationale Wettkämpfe von Ruf auf, so vor allem die jeweils international ausgeschriebenen Skiwettläufe in Lahti (Finnland), Solleftea (Schwe­den) und in Qunasvaara (Finnland). Aber diese Rennen sind in der Hauptsache eine Angelegenheit der nordischen Skinationen. Das immer wieder mit Spannung erwartete Zusammentreffen der NoA länber mit den Mitteleuropäern hat zu bieffih Zeitpunkt schon stattgefunden, und zwar bei den Weltmeisterschaften in Chamonix. Zwischen Beginn und Ende der internationalen Termine, also im Februar, liegen die großen und wichtigsten Veran­

staltungen der Skisaison 1937. In der ersten Fe­bruarhälfte liegen vor allem auch die verschiedenen nationalen Meisterschaften, die eine ernste und letzte Prüfung für die Weltmeisterschaften in Chamonix bilden und für die Aufstellung der Ländermann­schaften für die ?15.-Rennen mit ausschlaggebend sein werden. Polen, die Tschechoslowakei, die Schweiz und Deutschland, also die stärksten mittel­europäischen Skinationen, halten vor den Fisren­nen ihre Meisterschaften ab. Deutschland ist in Cha­monix nur durch seine Abfahrt-Mannschaft ver­treten.

Ende Februar werden die großen Schlachten im internationalen Skisport geschlagen sein. Wir er­warten keine Heberraschungen und keine Wunder, wenn auch von verschiedenen Plätzen Rennergeb- nisse und Trainingsberichte kommen, die aufhorchen lassen. So hörte man von dem verbissenen Training

Allen Bekannten teilen wir hierdurch mit, daß unsere liebe

Frieda Drüge

gestern nach langem Leiden entschlafen ist. Sie folgte ihrer vor Monatsfrist verstorbenen Mutter zur ewigen Ruhe, auch mit Vater wieder vereint

Die trauernden Hinterbliebenen:

Gießen, 21. Januar 1937.

Die Beerdigung findet Freitag, den 22. Januar, 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt.

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sich am Wasser aufhält und dessen Larven im Wasser leben.

Wasserkessel sollen zur besseren Brennstoffausnützung nicht hoch, aber am Boden möglichst breit sein. Als zweckmäßig haben sich Wasserkessel mit Signalpfeife er­wiesen. Nichtisolierte Griffe be­wickelt man mit Asbestschnur.

Wassermannsche Reaktion

Wasserkissen, mit Wasser gefüll­tes Eummikissei? oder wasserge- füllter Gummiring, der Kranken das Liegen erleichert. Wasserkis­sen dürfen nicht zu prall gefüllt sein, damit sie nicht platzen kön­nen. Sie werden vor dem Unter­legen in ein Tuch eingehüllt.

Wasserkopf. Der Schädel wird vergrößert durch abnorme An­sammlung von Rückenmarksflüs­sigkeit und Hirnflüssigkeit in den Eehirnkammern. Der Wasser­kopf kann angeboren sein infolge Verwachsungen, die schon vor der Geburt entstanden sind. Infolge des Flüssigkeitsdruckes bleibt dem Gehirn fast kein Raum mehr, ein sehr großer Wasserkopf besteht aus einem pavierdünnen Schädel einer ebenso dünnen Schicht von Eehirnsubstanz und einer Riesen­menge Flüssigkeit. Solche Kinder sind natürlich nicht lange lebens­fähig. Wasserkopf kann auch in der ersten Seit des Lebens ent­stehen durch eine Gehirnhautent­zündung. Ein erworbener Was­serkopf kann aber niemals so gro­teske Formen annehmen wie ein angeborener. Wenn der Schädel vollkommen verknöchert ist, kann es keine Wasserkopfoildung mehr geben, weil er sich dann nicht mehr ausdehnen kann. Durch Ab­leitung der Gehirnflüssigkeit

kann der Arzt unter sehr schwie­rigen Umständen vielleicht einen Wasserkopf behandeln. Aus jeden Fall ist ärztlicher Rat nötig.

Wasserkur. Anwendung des Was­sers in Form von Abreibungen, Packungen. Übergießungen. Was­sertreten usw. zu Heilzwecken. Vgl. Kneippkur.

Wasserleitung, die Zuleitung des Wassers in Rohrleitungen. Bei einem Rohrbruch muß sofort der Hauptzuleitungshahn abgestellt und ein Installateur gerufen werden. Bei großer Kälte, die das Einfrieren der Wasserlei­tung befürchten läßt, wird die Hauptzuleitung ebenfalls abge­stellt und die Leitung entleert. Bei leichtem Frostwetter genügt es, die Wohnungs- und Keller- fenster zu schließen. Eingefrorene Leitungen läßt man vom Fach­mann auftauen.

Wassermannsche Reaktion hat die größte Bedeutung für die Er­kennung frischer und latenter Syphilis. Die Wassermannsche Reaktion beruht auf einer Eigen­schaft des Blutserums, bei An­wesenheit von Syvhiliserregern in einer ganz bestimmten Weise zu reagieren. Diese Art der Re­aktion ist typisch für Syphilis und kommt nur bei Syphilis vor. Besonders wichtig ist die Wasser­mannsche Reaktion auch deshalb, weil man durch sie imstande ist, manche sonst unklare Erkrankung auch bei dem Fehlen aller ande­ren syphilitischen Erscheinungen, bei dem Leugnen einer Infektion einwandfrei als syphilitische zu erkennen und dann als solche zu behandeln. Wird bei einer In-

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