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Italiens außenpolitische Linie
Rom, 20. Mai. (DNB.) Im Senat sprach Das größte Interesse beanspruchten die Abschluß' Staatssekretär Basti an ini zum Haushalt des Ziffern der Kosten des o st a fr r k a n r s ch e n r., . m t rc•____ l _ r.. .. -t___ .i___- c?: a t x , » r -TXrtv. Arti murhön rin- htö (’Frnnorimn
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selige HaMung gegen andere Lander ausgelegt sehen. Wenn in den Beziehungen zu Deutschland im einzelnen Schwierigkeiten aufgetreten seien, so deshalb, weil seit dem 11. Juli vorher nicht vorhanden gewesene Probleme auftauchten, denn Deutschland und Oesterreich seien ja drei Jahre lang voneinander abgeschlossen gewesen. Die Tatsache, daß es jetzt einige Meinungsverschiedenheiten gebe, bedeute also nicht, daß die Beziehungen schlechter geworden seien. Man müsse gerade auf das Gegenteil schließen, sie seien aktiver geworden, und man versuche sich zu verständigen, indem man die Streitigkeiten aus allen Gebieten auszumerzen sich bemühe.
Außenministeriums. Graf Ciano habe neben einer weiteren Festigung der herzlichen Beziehungen zu Oesterreich, Ungarn und Albanien besonders auf die Klärung der Beziehungen Italiens zu Deutschland hingearbeitet, das während der Sanktionszeit die Unterstützung Italiens für die Geichberechtigung des Reiches und seine volle territoriale Oberhoheit mit dem spontanen Verständnis für die italienische Sache in Ostafrika beantwortet habe. So habe die Achse Rom —Berlin Gestalt gewonnen, die auch heute schwerlich anders als eine gemeinsame Anstrengung der beiden Länder angesprochen werden könne, die von dem Wunsch beseelt seien, ihre eigenen Hilfsquellen auszubauen und ihre eigene Arbeitsmöglichkeit zu erweitern, wobei jede Gefährdung des europäischen Friedens vermieden werden solle. Die wahrhafte Zusammenarbeit zwischen den Völkern sei die einzige Form einer wirksamen Kollektivsicherheit, und von diesem Gesichtspunkt aus erfülle die Achse Rom—Berlin eine Funktion, deren Bedeutung an dem delikaten geschichtlichen Zeitpunkt gemessen werden könne, in dem Europa zur Zeit lebe. Oft sei versucht worden, Europa in zwei getrennte und feindliche Lager zu spalten. Diese Manöver hätten weder die Grundlage, noch die Grundsätze eines weitgehenden Verständnisses verändern können, die Rom und Berlin ins Ange faßten, als sie mit ihrer Verständigung die Errichtung einer Scheidewand vermieden sehen wollten.
Im Donaugebiet habe Italien mit den Proto- Foüen vom Rom im Sinne der Gerechtigkeit und der Gleichberechtigung der Kulturvölker ein weites Gebiet für jene' wünschenswerte Versöhnung erschlossen, die teil fast 20 Jahren leider immer nur ein Wunsch sei. Die italienische Mittelmeerpolitik stütze sich auf die von Italien vor bald neun Jahren mit der Türkei und Griechenland abgeschlossenen Verträge. Bei der Mailänder Begegnung zwischen den Außenministern Italiens und der Türkei habe Graf Ciano von neuem erklärt, daß Rom keine andere Absicht im Mittelmeer habe, als seine Interessen sicherzustellen und den Frieden zu erhalten. Was den Völkerbund anlange, so sei das italienische Volk zu der Ansicht gekommen, daß man der Genfer Einrichtung viel zu große Aufgaben zu gewiesen, und daß man versucht habe, allzu schreiende Gegensätze in ihm nebeneinander zu stellen. So sei es unvermeidlich geworden, daß er schließlich die Ideologie des Bolschewismus fast zu seinem eigenen Symbol gemacht habe, jene Ideologie, die der Feind der europäischen Ordnung sei. Im übrigen seien alle, die an die Wirksamkeit des Völkerbundes zu glauben behaupteten, in der Praxis schon von Anfang an darauf bedacht gewesen, in Garantiepakten, Bündnissen usw. jenes Sicherheitsmoment zu finden, das sie im Völkerbund selbst nicht erlangen könnten.
Feldzuges. Danach wurden für die Eroberung des Imperiums im Rechnungsjahr 1934/35 975 Millionen, im Rechnungsjahr 1935/36 11 136 Millionen, insgesamt also bis zum 30. Juli 1936 12 111 Millionen Lire (zirka 1,6 Milliarden RM.) aufgewandt, lieber den voraussichtlichen Fehlbetrag des laufenden Rechnungsjahres machte der Finanzminister noch keine Angaben, wies jedoch darauf hin, daß der ordentliche Haushaltsplan, der nach dem Voranschlag bei Einnahmen von 20311 Millionen und Ausgaben von 20 291 Millionen Lire einen Ueberfchuß von 20 Millionen vorsah, miteinemgeringen Fehlbetrag abschließen werde, zu dem jedoch noch die außerordentlichen Ausgaben für die Erschließung d e s Imperiums und für Rüstungszwecke hinzukommen würden. — Im Haushaltsplan 1937/38 werden auch die außerordentlichen Ausgaben bereits einbezogen fein. Der Vor- anschlag sieht Einnahmen in Höhe von 20 597 Millionen und Ausgaben von 23 770 Millionen Lire vor, so daß sich ein Fehlbetrag von 3173 Millionen Lire (zirka 415 Millionen RM.) ergebe, wovon 1201 Millionen Lire durch Ausgaben für Jtalienisch-O st afrika bedingt seien.
Was hat Abessinien gekostet?
R o m , 20. Mai. (DNB.) In der italienischen Kammer machte Finanzminister Thaon di Revel Ausführungen über die finanzielle Lage Italiens.
zu den ytorroenoigreiien oes ^eoens. juuim Träger der nationalsozialistischen Weltanschauung sein. Sie sollten erziehen zum Gefühl der Ehrfurcht, das Goethe als die Grundlage der menschlichen Erziehung bezeichnete. Das liberale Bürgertum beanspruche zu Unrecht Goethe für sich als Kronzeugen. Goethe habe einmal gesagt: „Eine Idee darf niemals liberal sein!" Er habe auch das Programm einer deutschen nationalen Erziehung niedergelegt mit den Worten: „Männer sollten von Jugend auf Uniform tragen, weil sie sich gewöhnen müssen, zusammen zu handeln, sich unter ihresgleichen zu verlieren und für das Ganze zu arbeiten". Mit Goethes Worten ließe sich das ganze Erziehungsproblem aussprechen: „Man erziehe die Knaben zu Dienern am Staate, die Mädchen zu Müttern; so wird es überall wohlstehen". Kein pädagogisches Bekenntnis könnte schlagender die Ziele der nationalsozialisti- schen Bewegung wiedergeben. Der Reichsjugendführer forderte letzte Disziplin und letzte Unterordnung, nicht Kadavergehorsam, sondern selbstloses Dienen an dem Glauben, der alle deutschen Volks-
Um eine Befriedung in Ostasien
China und die britisch-japanische Annäherung.
Der jlasienische Königsbesuch in Budapest.
Budapest, 20. Mai. (DNB.) Zu Ehren des italienischen Herrscherpaares fand bei strahlendem Sonnenschein eine große Königsparade statt. Dor den überfüllten Tribünen erfolgte zunächst der Em- zug des italienischen Königspaares. Voran fuhren der Reichsverweser und der italienische König in dem offenen Mercedes-Wagen, den der Führer dem ungarischen Staatsoberhaupt vor einiger Zeit zum Geschenk gemacht hatte. In der Königsloge sah man auch die Erzherzöge in großer Uniform, die Regierung, die Spitzen der Behörden und den deutschen Gesandten von Erdmannsdorff. Die Begeisterung erreichte ihren Höhepunkt, als nach Abschluß der Parade der König und der Reichsverweser unter den Klängen des Königsmarsches, der Giovinezza und der ungarischen Nationalhymne langsam durch die reich mit italienischen und ungarischen Fahnen geschmückten Straßen zur Hofburg zurückfuhren
Nach der Parade fand nachmittags auf Schloß Gödöllö, dem Sommersitz des Reichsverwesers, zu Ehren des italienischen Herrscherpaares in althergebrachter Form eine Falkenjagd statt. Anläßlich der Anwesenheit des Herrscherpaares gab ferner am Donnerstag Feldmarschall Erzherzog Joseph ein Essen m engstem Kreise.
Die ersten politischen Besprechungen zwischen dem Ministerpräsidenten Daranyi, dem Außenminister Kanya und dem italienischen Außenminister Graf Ciano bewegten sich im Rahmen der römischen Protokolle, die laufende außenpolitische Aussprachen zwischen den Unterzeichnerstaaten vorsehen. Zu Ehren des Herrscherpaares fand am Abend in der Hofburg ein Galaeffen und sodann ein Ball statt, zu dem das gesamte Diplomatische Korps eingeladen war.
Es sei eine natürliche Folge, daß Japan an den wirtschaftlichen Entwicklungen in diesem Gebiet stark interessiert sei. Die Behauptung, die japanische Flotte habe irgendwelche aggressive Absichten in der Südsee, sei jedoch unrichtig. Regierung und Parteien in Man
Tokio, 20. Mai. (DNB.) Die beiden größten japanischen Parteien haben den sofortigen Rücktritt des Kabinetts Hayafhi gefordert. Dies veranlaßte den Ministerpräsidenten zu der Erklärung, daß die politischen Parteien in Japan nicht wie die Parteien in anderen Staaten über das Schicksal einer Regierung zu entscheiden hätten und daß ein ständiger Regierungswechsel nicht der Eigenart japanischer Staatsau f s a s- jung entspreche. Wenn das Kabinett auch gegen d en W illen d e r Parteien im Amt bleiben werde, so bedeute dies keineswegs, daß die Regierung eine Diktatur anftreben oder die Verfassung verletzen wolle. Andererseits könne die Regierung aber nicht eine Parteipoliti kn a ch ausländischem Vorbild dulden, da Partei- Politik eine geordnete Staatsführung in diesen schweren Zeiten unmöglich mache. Es sei zu bezweifeln, daß den großen Worten der Parteien die Taten folgen werden, da diese Parteien untereinander keineswegs einig seien. — Die beiden Mehrheitsparteien Seiyukai und Minseito, die jetzt den Rücktritt der Regierung gefordert haben, streben ein reines P a r t c i P a b i n e 11 an, während Die kleinen Parteien und die nationalistischen Gruppen ein noch stärkeres Kabinett fordern.
„$rei von dem traurigen Vermächtnis der Vergangenheit.-
London, 19. Mai. (DNB.) In der Londoner Westrninfter-Abtei hatten sich 5000 Vertreter aller Jugendoerbände des englischen M o f t r o t Hi t» c oinaesunden. Der Erzbischof
Deutschland betont.
Verurteilung des Verräters Gteamann
N ü r n b € r g, 19. Mai. (DNB.) Die Erste Große Strafkammer in Nürnberg verurteilte den ehemaligen SA. - Gruppenführer Stegmann, der in den ereignisschweren Tagen des Januar 1933 meuterte, und darauf vom Führer degradiert und aus der Partei ausgestoßen wurde, wegen Anstiftung zur Nötigung und zum schweren Hausfriedensbruch zu 10 Monaten Gefängnis. Damit hat ein Verräter aus den schwersten Kampftagen, als über das Schicksal des deutschen Volkes entschieden wurde, nach Maßgabe der damals gültigen strafrechtlichen Bestimmungen, die keine höhere Verurteilung zulassen, die gerichtliche Strafe für die schwere Schuld, die er vor der Geschichte und seinem Volk auf sich geloben hat, bekommen.
Der Flaggenzwischenfall von Pinkafeld
Wien, 20. Mai. (DNB.) Amtlich wird verlautbart: „Am 30. April fand in Pinkafeld (Bu^ genlanö) ein militärischer Z a p f e n st r eich der Garnison zu Ehren des Vorabends des Staatsfeiertages statt. Der Ort hatte Flaggenschmuck angelegt. In dem Augenblick, da die Militärmusik mit ihrer Begleitmannschaft auf dem Platz Posto faßte, entrollte sich aus der Dachlucke eines Hauses e ine Hakenkreuzflagge. Der die Truppen befehligende Offizier erteilte in der Meinung, es fände eine gegen seine Truppe gerichtete Demonstration statt, den Befehl, die Flagge e[n3u^ies h e n, was durch eine Patrouille von drei Mann durchgeführt wurde. Als sich herausstellte daß die Flagge von dem im betreffenden Haufe wohnhaften Reichsdeutschen Max Thiem e r l a u 6 ter ro e t f e gehißt worden war und dieser der Vorschrift entsprechend auch die österreichische Flagge gesetzt hatte, wurde ihm die Flagge zuruck gegeben und deren neuerliche Hissung am l. Mai gestattet. Wegen dieses Zwischenfalles hat die österreichische Bundesregierung der deutschen Reic^re- morvnfi nrn 8 Mai ihr lebhaftes Be-
genossen verbindet. Mit dem strengen und unerbittlichen Dienst sei echte und tiefe Lebensfreude wohl vereinbar. Die Jugend soll verhindern, daß je wieder Standesdünkel und Klassenhaß heranwachsen, sie soll Jahrhunderte um Jahrhunderte eine sozia- listische Gemeinschaft erziehen, aus der große Geister auffteigen, würdig des Vermächtnisses, das in Weimar gestaltet wurde. Die Kinder sollen, ungeachtet ihrer Herkunft, als kämpfende Menschen aufsteigen in eine Gemeinschaft, in der nur die Leistung gewinnt.
DerFührer im Kreise der Arbeiter aus dem Obersalzberg.
D b e r f a 13 b e r g, 20. Mai. (DNB.) Für die am Obersalzberg im Berchtesgadener Land tätigen Arbeiter wurde auf Anordnung des Führers eine Gemeinschaftshalle für Kino und Theatervorführungen errichtet. Anläßlich der Eröffnung dieser Halle sprach der Führer am Donnerstagabend zu den versammelten Arbeitern. Als der Führer in der Halle, die in schlichter Holzausstattung gehalten ist und den Arbeitern nach ihrem schweren Tagewerk Freude und Unterhaltung geben soll, erschien, wurde er von der Arbeiterschaft mit nicht endenwollendem Jubel begrüßt. In fast zweistündigen Ausführungen erläuterte der Führer in einer auch dem letzten Arbeiter verständlichen Sprache das Wesen der nationalsozial i- stischen Wirtschaftsführung, deren praktische Ergebnisse auf allen Gebieten nach vier Jahren nationalsozialistischer Aufbauarbeit so klar vor aller Augen liegen. Er zeigte in überzeugender Weise den Sinn und die lebenswichtige Bedeutung des Vier jahresplanes, dessen Idee und Planung im vorigen Jahr auf dem Obersalzberg entstanden sind. Die Rede des Führers, der die Arbeiter mit innerster Teilnahme und begeisterter Zustimmung folgten, klang aus in einer einzigartigen Kundgebung der Verbundenheit des Führers mit feinen Arbeitern.
Grundsteinlegung des Bio-7legro-Krastwerkes „Terra-.
Montevideo, 20. Mai. (DNB.) Am Dienstag fand die feierliche Grundsteinlegung des Rio-Negro-Kraftwerkes statt, das den Namen des Staatspräsidenten von Uruguay, Gabriel Terra, tragen wird. Vertreter der Behörden, der Wissenschaft und Kunst nahmen daran teil. Präsident Terra, der Minister für öffentliche Arbeiten, der Präsident der staatlichen Elektrizitätswerke, der deutsche Geschäftsträger und Generaldirektor Stob aus Buenos Aires unterstrichen die Bedeutung des in Angriff genommenen Werkes und hoben dabei die guten Beziehungen zwischen Deutschland und Uruguay hervor, die in dieser Gemeinschaftsarbeit -ihren sichtbaren Ausdruck fänden. Der Führer und Reichskanzler hat dem Präsidenten telegraphisch seinen Glückwunsch übermittelt. Präsident Terra hat dem Führer in einem herzlichen Telegramm gedankt, indem er die freundschaftliche Verbundenheit Uruguays mit
bezogen würden.
Beschlagnahme der Bolschewistenflugzeuge?
Oberst Lunn greift ein.
Paris, 21. Mai. (DNB. Funkspruch.) Die bolschewistisch-spanischen Militärflugzeuge, die vor einigen Tagen auf dem Militärflugplatz bei Pau landeten, sind noch nicht wieder nach Spanienzurückgekehrt. Der Leiter der internationalen Kontrolle an der französisch-spanischen Grenze, Oberst Lunn, soll sich der Freigabe der Apparate energisch widersetzt haben, und dabei vom internationalen Kontrollausschuß in London unterstützt worden fein. Er z w e i f e 11 an den Aussagen des Befehlshabers des bolfchewisch-fpanifchen Geschwaders, der erklärt hatte, sich auf dem Fluge von Santander nach Bilbao verirrt zu haben. „Echo de Paris" berichtet, daß es mit dem Befehlshaber des bolschewistischen Geschwaders zu einer Auseinandersetzung gekommen sei, als dieser aufgefordert wurde, auf der Karte seine Flugstrecke aufzuzeichnen. Oberst Lunn soll dem spanischen Bolschewisten ins Gesicht gejagt haben, daß er ihnbe 1 üge. Man hält nicht für ausgeschlossen, daß der 33köpfigen Besatzung die Rückkehr nach Spanien gestattet wird, die Apparate aber der Beschlagnahme verfallen.
Delbos in Brüssel.
Belgiens europäische Aufgabe.
Brüssel, 20. Mai. (DNB.) Der französische Außenminister Delbos ist in Brüssel eingetroffen. Außenminister Spaak gab ein Essen, bei dem er erklärte, Belgien liebe das Frankreich von gestern. Es verfolge aber auch mit einem leidenschaftlichen Interesse das „große und kühne Experiment", das Frankreich heute vollziehe. Belgien bleibe mit Frankreich treu den großen Grundsätzen der Freiheit, der Gleichheit und Brüderlichkeit. Belgien sei auch für Frankreich, weil es wisse, daß Frankreich „aufs tiefste friedlich gesinnt sei". Er begrüße es auch, daß Delbos in kritischen Augenblicken trotz allem seine Hoffnungen auf den Völkerbund, in die kollektive Sicherheit und die Abrüstung gesetzt habe. Der Unab - hängigkeitsWille Belgiens habe in keiner Weise die Freundschaft mit Frankreich berühren können. Dieser Wille ergebe sich daraus, daß Bel- gien eine Mission in Westeuropa zu erfüllen habe, indem es der Sache des Friedens diene. Jahrhundertelang fei Belgien das Schlachtfeld Europas gewesen. Heute habe Belgien den Ehrgeiz, ein Element der Beruhigung und morgen vielleicht ein Bindeglied zu werden. Belgien werde durch seine Verwandtschaften und seine Tradition zu den Nationen hingezogen, die der „Demokratie" treugeblieben seien,' weise aber die Jde.e einer Spaltung Europas in politisch - ideologische Blocks zurück.
Außenminister Delbos erwiderte, Frankreich bedrohe niemanden. Dem Völkerbund genau so wie Belgien treu bemühe sich Frankreich, die Mittel zu suchen, um die Völker einander zu nähern und ihnen Vertrauen in die Zukunft zu geben durch die Organisierung der Sicherheit. Nicht weniger als die Hoffnung auf Sicherheit sei für sie die europäische Ordnung. Mit vollem Vertrauen in die Autorität des Ministerpräsidenten van Zeeland sehe Frankreich den Ergebnissen der Unter- | suchung entgegen, die dieser unternommen habe, um
London, 21. Mai (DNB. Funkspruch.) Die Morgenblätter melden, daß der chinesische Finanz- minifter Kung in einer Unterredung mit Eden die Besorgnis zum Ausdruck gebracht habe, daß eine neue englisch-japanische Annahe - rung auf Kosten chinesischer 3n ter elfen vor sich gehen könnte. Eden habe dem Minister versichert,' daß diese Befürchtungen grundlos eien, daß vielmehr die britische Regierung bet jeder Bemühung zur Verbesserung der Lage im Fernen Osten die chinesischen Interessen voll berücksichtigen werde. Die beiden Minister seren im übrigen darüber einig gewesen, daß die Lage im Fernen Osten neuerlich eine aussichts r e i ch e Wendung genommen habe. Die Verbesserung der Lage sei hauptsächlich auf die versöhnlichere Haltung Japans zurückzuführen das sich jetzt um 3 u f a mm e n a r bet t mit England für die wirtschaftliche Entwicklung und politische Befriedung des Fernen Ostens bemühe.
Japans Floltenpolitik.
Der Marineminister dementiert aggressive Absichten in der Südsee.
L o n d o n, 21. Mai. (DNB. Funkspruch.) Dem Korrespondent der „Times" erklärte der ;apani che Marineminister Admiral Yonat, die spanische Flotte plane keinerlei Rustungs Programm, durch das andere Lander be- droht werden könnten. Er b em en 11 e r t e ferner Gerüchte, wonach Japan beschlossen habe, beim Bau neuer Schlachtschiffe über die im Londoner Vertrag festgelegte T o n n a ge g r enz e von 35 000 Tonnen und über SeschutzkaNber von 16 Zoll (40 cm) hinauszugehen. Auf eine Frage hinsichtlich der Berichte nach denen Japan eine südwärts geriet et e P o 1111 k Erfolgen wolle, erklärte Admiral Yonai daß das Gebiet der Südsee g e o g r a pi fjf)i unb w iri£cha f t -
von Canterbury hielt dabei eine Predigt, bie über den englischen Rundfunk auf das ganze Reich übertragen wurde. Der Erzbischof rief die Jugend des Weltreiches auf, sich in den Dien st der Freiheit, der Gerechtigkeit und des Friedens zu stellen. Abschließend erklärte der Erzbischof, daß der Frieden das höchste Gut der Welt sei. Ein neuer Krieg würde die europäische Zivilisation vernichten. Solange die Menschen in ihren Herzen die alten Verdächtigungen, den Neid, die Eigensucht beibehielten, bestehe Kriegsgefahr. Die kommende Jugend müsse von diesem traurigen Vermächtnis der Vergangenheit frei- gemacht werden.
Die Dominien und Englands europäische Verpflichtungen. Edens Rede auf der Reichskonferenz.
London, 20. Mai. (DNB.) „Morning Post" meldet, Eden habe auf der Reichskonferenz darauf hingewiesen, daß das Ideal der kollektiven Sicherheit, wenn es auch gegenwärtig nicht allgemein annehmbar sei, eine lebenswichtige Notwendigkeit für das Britische Weltreich darstelle. Dieser Hinweis sei insofern bedeutsam, als über die Stellungnahme der Dominien im Falle der Verwicklung Englands in einen europäischen Krieg keine völlige Gewißheit bestehe. Dies treffe besonders auf Kanada zu, das sich infolge feiner ausgezeichneten Beziehungen zu den Vereinigten Staaten völlig gesichert fühle. Eden habe auch auf die weltanschaulichen Segen» sätze, die Hemmungen der Wirtschaft und die sich daraus ergebende Ansammlung der explosiven Kräfte hingewiesen, die sich u. U. g e ■ waltsam entladen konnten. Andererseits habe er die allgemeine Abgeneigtheit der europäischen Staaten, einen Konflikt hervorzurufen, her- vorgehoben.
Zu Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Reichskonferenz werde, schreibt das Blatt, wahrscheinlich die Stellungnahme zu der Lage i n Mittel- und Osteuropa führen. Die englische Regierung habe wiederholt erklärt, daß sie eine Verpflichtung in diesen Gebieten außer den Völkerbundsverpflichtungen nicht habe. Eden sei jedoch nicht in d e r Lage gewesen, der Konferenz mitzuteilen, daß England unter keinen Umständen an einem Kriege in einem Teil Europas, in dem es keine direkten Verpflichtungen habe, teilnehmen werde. Er habe erklärt, daß eine etwaige englische Intervention der Verteidigung eines lebenswichtigen Interesses Großbritanniens und damit des ganzen Britischen Reiches dienen würde. Das bedeute, daß eine Beteiligung Englands an einem europäischen Kriege eine Maßnahme der Selb st erhalt ung wäre, in die bie Dominien automatisch ein -
lichen Maßnahmen getroffen, um einer Wiederholung solcher Vorkommnisse auch in Hinkunft vorzubeugen.
„Oie deutsch-österreichischen
Beziehungen aktiver geworden.-
Paris, 20. Mai. (DNB.) „Paris Soir" Der» öffentlich! eine Erklärung des österreichischen Staatssekretärs Dr. Schmidt vor feiner Abreise aus Paris. Oesterreich versuche zu erreichen, daß seine Beziehungen zu den Mächten sich nicht gegenseitig widersprächen und es mochte seine freundschaftliche Geste gegen gewisse Länder nicht als eine feind-
PALMOLIVE - SEIFE — h&i gestellt mit
<T>älmen und torf-erhälf die Haut rein und zart


