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Entrümpelung der Nistkästen

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Der Arbeitseinsatz im Juli im Bezirk des Landesarbeitsamts Hessen

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nis seinen Lauf nimmt. 1938 wird kaum ein Ka­sten vorhanden sein, in dem eine Meisenbrut nor­mal hochkommen kann. Alle Kästen hängen somit umsonst und nutzlos umher.

Durch das Verbleiben der alten Nester in den Kästen wird auch die Zersetzung der Holzwände ge­fördert und die normale Lebensdauer eines Kastens von zehn Jahren wesentlich herabgesetzt. Nimmt man diese Vorgänge bei gereinigten oder ungerei­nigten Nistkästen zahlenmäßig für den Haushalts­plan eines Waldreviers auf, so ergibt fith, wie in der Deutschen Forstbeamtenzeitung dargelegt wird, folgende Tatsache: 1OOO Nistkästen kosten 1000 Mk. Werden sie jedes Jahr gereinigt so beträgt ihre Lebensdauer durchschnittlich zehn Jahre. Nach zehn Jahren müssen die 1000 Nistkästen erneuert werden. Werden sie nicht gereinigt, so sind sie nach zwei Jahren nutzlos.

Ulan wird also für denselben Vogelschuh-Erfolg innerhalb von zehn Jahren entweder 1000 jedes Jahre gereinigte oder 5000 nie gereinigte Kasten benötigen. Das sind in zehn Jahren 4000 Mark Unterschied.

Wir kommen aber heutzutage um den Vogel­schutz in der Forstwirtschaft nicht herum. In man­chen Revieren soll er Reserve und Ueberschuß für insektengefährdende Gebiete bilden. In den Revie­ren aber, wo bestimmte Insekten darauf lauern, bis ihnen vom Klima das Zeichen zum Aufschwung ge­geben wird, soll der Bestand insektenfressender Vö­gel mit Hilfe von Nistkästen auf höherem Stand gehalten werden. Vogelschutz, im Walde ist keine Liebhaberei, sondern volkswirtschaftliche Pflicht!

LPD. Dom August bis Ende Oktober müssen die Nistkästen für Vögel nachgesehen und gereinigt werben. In vielen befinden sich alte Nester, tote junge Vögel, deren Eltern umgekommen waren, verdorbene Eier und Ungeziefer aller Art, beson- ters Flöhe, aber auch Wespen- und Hornissenwaben, iie oft das Eingangsloch versperren. Die Vögel Misten nur gezwungenermaßen in Kästen, die bereits nit Nestmaterial besetzt sind. Sie bauen sich ihre i Hefter stets selbst und legen sie nur ungern auf :adere auf. Finden sie aber überall in den Kästen jjauliges Material, sv meiden sie überhaupt den Jlatz und ziehen weiter. Dann braucht man sich -icht zu wundern, wenn die Zahl der Singvögel i immer mehr abnimmt und gewisse Arten immer ?Itener werden.

Darum ist es gerade jetzt, im Spätsommer und im herbst Pflicht jedes Vogelfreundes, die Nistkästen zu reinigen, damit im nächsten Früh­jahr die Vögel wieder einziehen können.

Ungereinigte Kästen leiden im Winter oft schwe­ren Schaden. Das Moos alter Nester quillt auf "folge der kühlen feuchten Lust. Dann kommt der ifroft, der Kasten gefriert und platzt schließlich aus- tinanber. Die alte Annahme ist irrig, daß die- (el die Nester selbst ausräumen. Wie wollte auch line Meise ein altes zusammengesessenes, zähes, lerfilztes Nest aus Wolle, Haaren und Maos, oder ar ein Winternest des Siebenschläfers zu dem leinen Flugloch hinausbringen! Könnte sie es, e täte es gern! Werden nun die Nistkästen im -erbst 1937 auch wieder nicht ausgeputzt, so kann ch jeder vorstellen, in welcher Weise das Verhäng.

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Weiter günstige Entwicklung.

Frankfurt a. M., 18.Aug. (Lpd.) Die Preffe- elle des Landesarbeitsamts Hessen teilt tit:

Auch im Juli hat sich der Arbeitseinsatz ünstig entwickelt, so daß eine weitere Ab» chme der Zahl der Arbeitslosen um 4319 oder 5 d. H. des Standes von Ende Juni erzielt wer- -'n konnte. Da gleichzeitig die Zahl der bei Not- andsarbeiten Beschäftigten um rund 1300 zurück- ng, hat also die freie Wirtschaft im Monat Juli mb 5600 Arbeitskräfte neu aufgenommen.

Mährend im Vorjahre am 31. Juli noch 82 844 Volksgenossen arbeitslos waren, sind nunmehr nur noch 41126 (darunter 7327 oder 17,8 v. h.

Frauen) ohne Beschäftigung. Von den 41126 Arbeitslosen waren 32 597 oder 79,3 v. h. in ihrem Beruf oder sonst voll einsatzfähig und

8529 oder 20,7 v. h. nicht voll einsatzfähig.

Die Entwicklung war bezirklich nicht mehr so ein« h itlich wie in den Vormonaten. In vier von den 1' Arbeitsamtsbezirken trat ein gewisser Stillstand sil der seitherigen Abnahme der Arbeitslosigkeit ein, nährend der Rückgang der Arbeitslosigkeit in ver­miedenen anderen Bezirken auch weiterhin noch acht erheblich war. Die absolut größte Abnahme ai Arbeitslosen (981) hatte das Arbeitsamt Darm-, fiibt ötlfzuwoisen; es folgen die Arbeitsämter i

Frankfurt (852), Mainz (809) und Offenbach (507).

Innerhalb der Berufsgruppen war dagegen ein Stillstand abgesehen von einzelnen weniger wichtigen kleineren Berufsgruppen nicht festzu­stellen. Absolut am stärksten zurückgegangen ist die Arbeitslosigkeit in der BerufsgruppeUngelernter Arbeiter" ( 1376). Um über 300 verminderte sich die Zahl der Arbeitslosen in den Berufsgruppen Ersen- und Metallerzeugung und -Verarbeitung" (391),Holz- und Schnitzstoffgewerbe" (367) undDerkehrsgewerbe" (301). Die Gruppen der Angestellten hatten eine Abnahme um über 900 zu verzeichnen. In der Gruppe Landwirtschaft und Gärtnerei" waren insgesamt nur noch 390 Arbeits­lose gemeldet, die fast sämtlich nicht als landwirt- schaftliche Arbeiter vermittelt werden können, weil sie größtenteils dem Gärtnerberuf angehören und irgendwie an ihren Wohnsitz gebunden sind. Für die Landwirtschaft wurden im übrigen Erntehilfs- arbeitet aus den verschiedensten Berufsgruppen in größerer Zahl vermittelt.

Die Zahl der von der Reichsanstalk Unterstütz­ten ging im Juli um 3080 auf 21 963, die der anerkannten Wohlfahrtserwerbslosen um 774 auf 8250 zurück. Bei Maßnahmen der werte­schaffenden Arbeitslosenfürsorge wurden nur noch 3676 Notstandsarbeiter beschäftigt, das sind rund 1300 weniger als am 30. Juni d. I.

Aus der engeren Heimat.

Lebensgefährlicher Sturz mit dem ^abrrad.

Von einem Hunde angesprungen.

* Ulrichstein, 19. Aug. Der etwa 40 Jahre Le Landwirt Emil Rausch aus Kölzenhain wirbe am gestrigen Mittwochnachmittag, als er auf seinem Fahrrad durch unseren Ort fuhr, von einem Hunde angesprungen. Durch die Lucht des anprallenden Tieres kam der Mann mit seinem Fahrrad zu m Sturz. Er schlug dobei so heftig auf den Boden auf, daß er einen (dimeren Schädelbruch und innere Ver­st tz u n ge n davontrug. Der bedauernswerte Mann )oirbe sofort nach der Chirurgischen Klinik in Gie- win verbracht.

Landkreis Gießen

ch Allendorf (Lahn), 18. Aug. Dieser Tage Darbe hier die Gru mm etgras-Dersteige- Jung abgehalten. Da die Trockenheit den Gras» v^chs sehr beeinträchtigte, wurde die Versteigerung sii: die Gemeinde kein großer Erfolg. Die ansehn- licb ften Grasstücke wurden für geringe Beträge Der» pen. In Anbetracht der jüngsten Regenfälle jaoen die Bauern die Grummeternte zurückgestellt.

5 Aus dem Busecker Tal, 18. Aug. In un* jrrrr Gegend findet die Getreideernte lang» lin ihren Abschluß. Während der Ertrag an Kör- terjt die Erwartungen erfüllt und im allgemeinen als gut bezeichnet werden kann, lieferte mancher- irls die Ernte verhältnismäßig wenig Stroh. Im Mzen gesehen hat der Bauer aber auch in diesem Sajre keine Ursache, mit dem Ertrag der Getreide» <nte unzufrieden zu sein. Der Behang der O b st - liiume, besonders der Apfelbäume, ist mäßig, Kenroeife sogar aering. Dies ist wohl im wesent- lilssn auf den Apfelblütenstecher und auch auf fon- j>ije Obstbäumschädlinge zurückzuführen, denn man brüte die Feststellung machen, daß die Bäume, Üe rechtzeitig gespritzt wurden, wesentlich besser tagen. Mag dies eine Lehre für die kommenden re sein.

D Weickartshain, 18. Aug. Dem seitherigen trabiener Emil Theiß würbe bie Stelle bes Reichs st raßenwartes übertragen, nachbem h bisherige Straßenwarl Konrad Schmidt aus stidenbach in den Ruhestand versetzt worden war. fouab Schmidt hatte das Amt 37 Jahre lang Der» lii) n. Der Dreschmaschinenbesitzer August Z ö ck - br aus Höckersdorf hat in unserem Orte mit der 21 e f arbeit begonnen Nach einer alten Sitte Jfiann er zuerst da zu dreschen, wo er im vorigen Wxe mit der Drescharbeit aufgehört hatte. Die jeTreibefelber in unserer Gemeinde sind fast voll- firibig geräumt.

* 93 Kling en, 19. Aug. Bei einem Auto- Mall erlitt der Heinrich Strack von hier ttm Schädelbruch, der feine Ueberführung Jci der Chirurgischen Klinik in Gießen erforber« »h machte.

kreis Alsfeld.

£ Windhausen, 17. Aug. Eine hier neu- gegründete Drusch-Genossenschaft kaufte einen Roholschlepper, der zum ersten Mal in der Ernte eingesetzt wurde. Das war ein Stau­nen für alt und jung, als in der Heuernte in einer Stunde bis zu 4 Morgen Wiese bei günstigem Gelände gemäht werden konnten. Nun kann es nicht mehr Vorkommen, daß aus Mangel an Ar­beitskräften das Heu verkommen muß. Die Be­geisterung der Bauern flieg noch, als die Getreide­ernte gemäht wurde. Nun wurde ein Selbst­binder angehängt, und die Garden mußten nur noch aufgestellt werden. Die Alten hatten noch m ihrer Jugend erlebt, daß man alles mit der Sichel abgemacht hat, nun leistet ein solcher Schlepper m einer Stunde bis zu o Morsen, so daß also bet günstiger Witterung innerhalb weniger Tage die Ernte eingebracht werden kann. Bis tief in bie Nacht hinein wurde daher an den günstigen Tagen gearbeitet, und so wurde z. B. an einem Tag 18 verschiedenen Bauern Getreide gemäht. Dabei sind die Unkosten für Wiesen 4 Mark, für die Aecker 5,50 Mark die Stunde, ein Betrag also, der nur ein Bruchteil dessen ist, was Taglöhner kosten wür­den. Außerdem kann die Ernte zur günftigften Zeit eingebracht werden, was bei bem Mangel an land» wirtschaftlichen Arbeitskräften wichtig ist und auch einen Beitrag zum KapitelKampf dem Verderb" bedeutet. Da noch 12 Arbeitsdienstmänner eingesetzt waren, ist die Ernte denkbar glücklich eingebracht worden. Um die Anschaffung des Schleppers noch rentabler zu gestalten, dient er noch zum Antrieb der Dreschmaschine. Im Herbst wird das Land ge­pflügt, kurz er besitzt vielseitige Verwendungsmög­lichkeiten. Uebeehaupt macht sich auch in unseren Dörfern bie zunehmende Motorisierung der Landwirtschaft bemerkbar, kaum ein größerer Bauernhof ist ohne den elektrischen Ablader, Schrot­mühle u. a. m.

Ein geführt cker Kinderfreund.

LPD. Wetzlar, 18. Aug. Nach einer Mittei­lung der Kriminalpolizei hat am Dimstagnachmit- tag ein etwa 30 Jahre alter Mann in den städtischen Anlagen ein sechs Jahre altes Mädchen mit Süßigkeiten an sich gelockt, es auf seinem Fahrrad mitgenommen und dann an einer anderen einsamen Stelle der Anlagen unzüchtige Handlungen an dem Kinde oorgenommen. Nach dem Verbrecher wird gefahndet.

Sünenaräber im 613er Wald werden erschlossen

Lpd. Limburg, 18. Aug. Nach der enbgülHgen Feststellung der Linienführung der Reichsautabahn durch die Elzer Gemarkung werden auch eine An- zahl Hünengräber im Elzer Wald von der Bahn berührt. Ehe mit den Arbeiten begonnen wird sotten die Gräber unter Leitung des Bezirks- konse'roators Dr. Kutsch (Wiesbaden) freigelegt

werden. Es handelt sich hierbei um ein schwieriges und zeitraubendes Unternehmen, zumal dabei mög­lichst genaue Feststellungen über Bestattungszeit, sowie Art und Inhalt der Graber getroffen werden sollen. Oft stehen hohe, alte Baume über den Gräbern, die vorher vorsichtig entfernt werden müssen. Das Gräberfeld stammt aus der Keltenzeit, etwa aus der Zeit zwischen 200 und 1000 v. Ehr., und dürfte das größte und schönste des ganzen Bezirks, wenn nicht ganz Deutschlands sein.

Dom 3ug überfahren und gelötet.

Lpd. Bingen, 18. Aug. In den heutigen Mor­genstunden ereignete sich auf dem hiesigen Bahn­hof ein gräßlicher Unglücksfall, bei dem ein Men­schenleben vernichtet wurde. Der in den 50er Jah­ren stehende Baynarbeiter Karl Storck aus Bin­gen war auf dem Bahnkörper zwischen den Gleisen mit P a p i e r a u f l e f e n beschäf - t i g t. Durch das Herannahen eines Zuges aus der Richtung Mainz überhörte er bas Kommen bes um bie gleiche Zeit von Bingerbrück ncchenben O-Zuges. Der Unglückliche würbe von ber Loko­motive erfaßt, überfahren und ein Stück mitge­schleift. Storck war auf der Stelle t o t.

Lpd. Montab aur, 18. Aug Ein 20jähriger Mann aus dem benachbarten Großholbach wurde auf der Eisenbahnstrecke MontabaurLim­burg in der Nähe von Nieder-Erbach von einem Zug erfaßt und an der Wirbelsäule so schwer verletzt, daß der Tod bald nach der Einlieferung ins Krankenhaus eintrat.

56 mal vorbestraft

und zum Schluß in die Trinkerheilanstalt!

LPD. Frankfurt a. M., 18.Aug. Wegen Be» amtenbeleibigung hatte sich vor dem Schöffengericht der 59 Jahre alte Jude Heinrich Mayer zu ver­antworten, ein chronischer Alkoholiker, der Polizei und Gericht schon viel zu schaffen machte. Seine 23 o r ft r a f e n l i ft e weist 56 Nummern, dar­unter Zuchthausstrafen, auf. Anfangs dieses Jahres wurde er wegen Beleidigung eines Hauptwacht­meisters au drei Monaten Gefängnis verurteilt. Den gleichen Beamten beleidigte er im Mai nochmals, was dem Juden nunmehr vier Monate Gefängnis eintrug. Der Beamte hatte sich auf einer Streife befunden und sah den Angeklagten mit einer Frauensperson aus einer Wirtschaft kommen. Der Beamte hörte, wie der Angeklagte zu seiner Be­gleiterin eine abfällige Bemerkung machte. Mayer wurde unter dem Verdacht der Rassenschande fe st genommen und benahm sich auf dem Re­vier erneut ausfällig gegen den Beamten. Das Ge­richt ordnete die Einweisung des Angeklagten in eine Trinkerheilanstalt an.

ISjätwwr Zunge von einem Traktor getötet.

Lpd. Frankfurt a. M., 18. Aug. Im Stadt­teil B o ck e n h e i m, Ecke Appels- und Friesen­gasse, geriet auf der durch den Regen glatt gewor­denen Straße ein Traktor auf den Bürger­steig. Dabei wurde ein 13jähriger Junge, der gerade die Stelle passierte, von dem Traktor an die Wand gedrückt und schwer ver­letzt. Der Junge erlitt mehrere Knochenbrüche, Quetschungen und innere Verletzungen. Er ft ar b wenige Stunden nach der Einlieferung ins Kranken­haus.

Großer Schmuckdiebstahl.

Lpd. Hanau, 17. Aug. Einbrecher stahlen hier eine echte Perlenschnur mit 173 auffallend weißen Perlen und Diamantverschluß. Es handelt sich um vorne große, nach hinten kleiner werdende Perlen. Den Dieben fielen außerdem ein goldenes Armband, mehrere Brillantringe, Halsketten, Bro­schen usw. in die Hände.

Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 635: Verzeichnis der als Tarifordnun­gen im Neichstreuhänderbezirk Hessen weitergeltenden Tarifverträge der privaten Wirtschaft. 636: Vex- zeichnis der als Tarifordnungen weitergeltenden Reichstarifverträge der privaten Wirtschaft (Anlage). 637: Umsatzsteuerumrechnungssätze für Juli 1937. 638: Starke Zunahme der Tabakerzeugung in den Vereinigten Staaten, Möglichkeiten der Preissen» hing der einzelnen Typen. 639: Derkehrserleich» terungen zur Deutschen Ostmesse. 640: Derord« nung über Preisbildung für ausländische Waren. (Auslandwarenpreisverordnung.) 641: Erste Ausführungsverordnung (I. ADO.) zur Ausland- Warenpreisverordnung. Vom 10. August 1937. 643: Expreßgut nach dem Fernen Osten. 644: Frachtermäßigungen für den deutschen Ein- und Ausfuhrverkehr, betr. u. a. Papier und Pappe, Pa- pierroaren. 645: Milderung ber französischen Be­stimmungen über bie zollfreie Einfuhr von Umzugs- gut. 646: Ergänzung der Gebührenordnung der Ueberwachungsstelle für Lederwirtschaft. 647: Befreiung verschiedener Waren von der Vorlage einer polnischen Einfuhrbewilligung. 648: All­gemeine Anordnung über die Knochensammlung, den Knochenhandel und die Knochenverarbeitung vom 13. August 1937. 649: Anordnung 31 der Ueberwachungsstelle für Bastfasern (Aenderung der Anordnung 29 der UeSt. für Bastfasern). 650: Groß- uni» Einzelhandelspreise für Hafernährmit­tel (Haferflocken, Hafergrütze, Hafermehl) und Ger­stennährmittel (Graupen, Grütze, Flocken und Ger­stenmehl). 651: Begleitpapiere zu Postsendungen mit Waren nach der Türkei. 652: Allgemeine Frachtsendung der Reichsbahn für Papier. 653: Bezahlung der vor dem 1.8.1937 nach Frankreich eingeführten Waren.654: Ursprungsbezeichnungs­zwang in Frankreich für Gegenstände für elektrische Zwecke aus Steingut, Porzellan Steinzeug, Ton, Glas, Kristall, Steatit und ähnlichen Stoffen. 655: Anordnung zur Durchführung des Dierjahres- plans über die Erfassung und Verwertung ber Alt- und Abfallstoffe aus bem Müll vom 11. August 1937. 656: 1. Anweisung zur Durchfüh­rung der Anordnung des Beauftragten für den DierjahresMn über Erfassung und Verwertung ber Alt- und Abfallstoffe aus dem Müll vom 14. August 1937. 657: Gesetz zur Aenderung des Mineralölsteuergesetzes. 658: Gesetz über die Ein­tragung von Handelsniederlassungen und das Ver­fahren in Handelsregistersachen. 659: Anordnung 8 4 der Ueberwachungsstelle für Seide, Kunstseide und Zellwolle über die Verwendung von Naturseide in der Kabelindustrie. 660: Gebührenordnung der Ueberwachungsstelle für Kaffee. 661: Altmetalle und Richtpreise. Ein Entscheid des Reichsbeauftrag­ten für unedle Metalle.

Frankfurter Schlachtvjehmarkt.

Frankfurt a. M., 19. Aug. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 1073 Rinder, darunter 178 Ochsen, 154 Bullen, 501 Kühe, 246 Färsen; 701 Kälber, 107 Schafe und Hämmel, 126 Schweine. Es kosteten: Ochsen 36 bis 45 Mark, Bullen 34 bis 43 Mark, Kühe, 20 bis 43 Mark, Färsen 35 bis 44 Mark, Kälber 35 bis 65 Mark, Lämmer 44 bis 51 Mark, Schafe 38 bis 47 Mark, Schweine 53 bis 57 Mark. Marktverlauf: Käl­ber, Rinder und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe lebhaft.

Frankfurter Pferdemarkt.

Fra-nk f ur t a. M., 18.Aug. Zum Frankfurter Pferdemarkt waren insgesamt 278 Tiere aller Gat­tungen zugetrieben, darunter befanden sich einige Transporte junge Ermländer- und Hunsrücker Pferde, sowie leichte Ackerpferbe. Die Qualität war burchweg gut. Im Durchschnitt wurden 950 bis 1150 Mark je Stück bezahlt, ältere ßaufpferbe gin­gen au billigeren Preisen ab. Schlachttiere waren gesucht, fette Qualität erzielte bis zu 38 Mark je 50 Kilogramm Schlachtgewicht. Der nächste Pferde­markt findet am 5. Oktober statt.

Hier obschneiden!

Impfung 217 Initialen

Ueberstehen einer Krankheit durch Bildung von Gegengiften im Körper, künstlicherweise durch einimpfen von Gegengif­ten, die von Tieren gewonnen sind. S. Impfung und Gegen­gifte.

Impfung, Einführung eines ge­wöhnlich von Bakterien stam« menben Stoffes durch eine Hautwunde in den Körper zur Vorbeugung von Krankheiten Durch das Impfgesetz ist im Deut­schen Reich seit dem Jahre 1874 jedermann verpflichtet, seine Kinder gegen Pocken schutzimp- fen zu lasien. Die erste Imp­fung erfolgt innerhalb des er­sten. die Wiederimpfung inner­halb des 12. Lebensjahres. Die Impfung ist so gut wie immer ungefährlich, geringes Fieber geht bald wieder zurück Kranke Kinder, insbesondere solche mit Hautausschlägen werden zurück- gestellt. S. Pocken. Lymphe, Ge­gengifte.

Imponieren, entbehrliches lat Fremdwort für Eindruck machen Import, von franz. Einfuhr, da­her Importwaren und die Be­zeichnung Importe für eine Ha­vannazigarre.

Imprägnieren, das Durchtränken von Geweben mit Flüssigkeiten, die sie wallerdicht ober unbrenn­bar machen.

Inklusive, entbehrliches latein. Fremdwort für einschließlich.

Indanthren, ursprünglich Name bestimmter echter blauer Farb­stoffe. heute durch Warenzeichen geschützte Bezeichnung für licht-.

weiter» und waschechte Garne und Stoffe, ganz gleich welchen Gewe­bes, die mit echten Farben ein­gefärbt sind.

Indigo, aus Pflanzen gewonne­ner echter blauer Farbstoff, der jetzt auch chemisch hergestellt wird.

Indiskret, latein., Bedeutung: rücksichtslos. Kennzeichnung für jemand, der nicht verschwiegen oder der neugierig ist.

Infektionskrankheiten, anstek- kende Krankheiten, die durch Eindringen eines selbständig ver­mehrungsfähigen pflanzlichen ober tierischen Krankheitserre­gers in ben Körper entstehen. S. ansteckenbe Krankheiten unb bie einzelnen Krankheiten, ebenso Gegengifte unb Immunität.

Influenza, Grippe, s. b.

Jngeborg, weibl. Vorname ger- man. Herkunft mit ber Bedeu­tung ..von Gott Beschützte".

Ingrid, weibl. Vorname germ. Herkunft mit ber Bebeuiung Reiterin"

Ingwer, scharfes Gewürz, Teil bes Wurzelstocks ber ostasiatischen Ingwerpflanze. Ingwer wirb als Gewürz bei Backwerk verwenbet unb auch in Zucker tanbiert. Außerbem wirb Ingwer zu Likör verwenbet, der als magenstär» kenb gilt.

Inhalieren, eiiratmen, s. d.

Initialen, große Anfangsbuch­staben bei Druckschriften, auch bie Anfangsbuchstaben bes eigenen Vor- unb Zunamens bei Gravie­rungen unb bei Kennzeichnung von Wäschestücken.

Was ber Bauer bem beusschen Loben abringt pflegt unb erhält ber

Kaufmann für bie beutsche Familie.