Bauer und Student.
Landesbauernführer Or. Wagner sprach vor Gießener Studenten.
Neubau für die landwirtschaftlichen Institute in Gießen.
Auf Einladung der Landwirtschaftlichen Fachschaft der Gießener Studentenschaft versammelten sich am gestrigen Freitagabend in der Tageshalle des Gießener Studentenhauses eine große Anzahl von Volksgenossen. Der Leiter der Fachschaft, cand. agr. Hamel, eröffnete das Zusammensein und begrüßte besonders den Landesbauernführer Dr. Wagner. Dann galt sein Gruß den Vertretern der Partei und ihrer Gliederungen, der Wehrmacht, der Behörden, der Universität und den Landwirten von nah und fern. Besonders wurden die Bauern von Reinhardshain begrüßt, die die Gießener Studenten bei ihrer praktischen Arbeit sehr unterstützt haben.
Landesbauernführer Or. Wagner
sprach über das Thema „Bauer und Student". Er ging dabei aus von der geistigen Haltung unserer Zeit, als der aus den heldenmütigen Kämpfen des Weltkrieges geborenen und schilderte, wie die Vorsehung die Kraft der Männer schmiedete, daß aus dem Chaos einer Revolte das deutsche Volk durch eine echte Revolution in ein Stadium des gewaltigsten Aufstieges geführt werden konnte. Rach einer Zeit bitterster Erniedrigung und Bedrückung sei das deutsche Volk für die nationale und soziale Erhebung reif geworden. Landesbauernführer Dr. Wagner kam dann auf die blutmäßigen Bindungen innerhalb unseres deutschen Volkes zu sprechen, erinnerte an die bäuerliche Herkunft, aus der sich die Vielfalt unseres deutschen Lebens entwickelt habe, erinnerte ferner an die Zeit des Liberalismus, in der das Volk getrennt und zerredet wurde und stellte dem die Weltanschauung des Nationalsozialismus gegenüber, die sich auf das Wort von „Blut uyd Boden" gründe. Der Bauer sei der Bluts- guell der Nation, der Ernährer des Volkes. Vom Dritten Reich habe der Führer gesagt, daß Deutschland ein Bauernreich sein werde, oder es gehe zugrunde, wie die Reiche der Hohenstaufen und Hohenzollern.
Die geistige Haltung unserer Zeit gehe aus von Werten der Ehre und des Charakters, die in der Brust eines jeden anständigen und festen Menschen verankert seien. Dann wandte sich der Landes- Bauernführer insbesondere den Studenten zu und betonte, daß, wenn die Studenten dereinst andere Menschen mit der ganzen Kraft und dem Willen der eigenen Anschauung überzeugen wollten, dies nur möglich sei, wenn sie selbst im Innern eine gefestigte Haltung trügen. Für den künftigen Bauernführer sei entscheidend, daß er aus innerer Notwendigkeit für die Gemeinschaft wirke.
Ehre und Treue seien, so sagte der Redner weiterhin, Eigenschaften, die uns zutiefst im Blute lägen. Man habe sie mitbekommen aus der langen Kette der Geschlechter. Das Landvolk habe bisher schon Lei
stungen vollbracht, die der Führer auch anerkannt habe. Der Redner wies darauf hin, daß nur die Erziehung zu einer nationalsozialistischen Haltung die Voraussetzung für die wirtschaftliche Arbeit sei, Opfer müßten gebracht werden^ um später Früchte ernten zu können. Die Volksgemeinschaft werde erst durch die große Ausrichtung der Weltanschauung verwirklicht. Zum Schluß wandte sich der Landesbauernführer noch der Bildung des Nachwuchses zu, wies auf die Bauernschulen und die landwirtschaftlichen Fachschulen hin, und wies ferner darauf hin, daß man von Deutschlands hohen Schulen eine von ernster Wissenschaft getragene Leistung erwarte. Das Bauerntum und seine Helfer seien in Zukunft — damit klang die Ansprache aus — die Sturmbataillone des Führers, die mit der Kraft ihrer geistiaen Haltung alle Hindernisse erstürmten und in Deutschlands Geschichte unsterblich würden. (Anhaltender Beifall!)
Fachschaftsleiter Hamel dankte dem Redner für seine interessanten Ausführungen und versprach, daß die Gießener Landwirtschaftsstudenten im späteren Beruf ihren Mann stehen werden. Nach einem gemeinsam gesungenen Lied sprach noch
Prof. Or. Seffous.
Er gab u. a. bekannt,
daß nunmehr die Errichtung zeitgemäßer Gebäude für die landwirtschaftlichen Institute der Universität Gießen geplant ist und voraussichtlich im kommenden Jahre mit dem Bau begonnen werden soll. Es ist vorgesehen, daß für alle Zweige der Landwirtschaftswissenschaft an unserer Universität der erforderliche Ausbau zur Schaffung guter Arbeitsmögtichkeiten^ die der modernen Zeit und der Bedeutung dieser Fachwissenschaft entsprechen, erfolgt.
Heute brauche man ein anderes Rüstzeug, als in früheren Jahren. Für die kommende Entwicklung der landwirtschaftlichen Fakultät der Ludwigs- Universität bat der Redner um ideelle und materielle Unterstützung. Viel sei schon seither im kleinen Kreis hier geleistet worden. Die Landwirtschaftliche Fakultät in Gießen hab§ heute überall einen guten Klang. Das Studium der Landwirtschaft sei eins her schönsten Studien-, der junge Student komme besonders in enge Verbindung zu Blut und Boden. Dann geigte Prof. Seffous noch einige Bilder von den Lehrausflügen und von dem Besuch der Landwirtschaftsausstellung in München.
Bei guter Unterhaltung, bei frohem Lied und Wort blieb man in kameradschaftlicher Weise noch einige Stunden beisammen.
Weihnachtsfeiern in Gießen.
Artilleristen feiern Weihnachten.
Am gestrigen Freitagabend vereinigten sich die Männer der 7. Batterie unserer Artillerie-Abteilung, mit ihrem Batteriechef Oberleutnant -G r i s a r an der Spitze, mit einer Anzahl alter Kameraden von der Artilleristen-Kamera'dfchaft 1895 Gießen im Wirtschaftsgebäude der Artillerie-Kaserne zu einer Weihnachtsfeier. Beim Kerzenschein von zwei großen Tannenbäumen leiteten gemeinsam gesungene Weihnachtslieder und stimmungsvolle Musik einer kleinen Hauskapelle von Kanonieren der Batterie den ernsten Teil des Abends ein. Dann brachten die jungen und die alten Sochaten, nach alter guter Art, ihren ersten Gruß und ihre Huldigung dem Führer und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht Adolf Hitler dar. Ein Gedicht und eine Erinnerung an die Zeit des großen Krieges leiteten über zu der Ansprache des Batteriechefs, .Oberleutnant G r i f a r, der in eindrucksvollen Worten seinen Männern den soldatischen Sinn der deutschen Weihnacht nahebrachte. Nach Bekanntgabe einiger Beförderungen kam der heitere Teil, bei dem der Nikolaus erschien, der in seiner witzigen Batteriechronik in launiger Weise so ttiancherlei kleine menschliche Schwächen und Beschwerden der Batterieangehörigen, aber auch der als Gast erschienenen alten Artilleristen .church den Kakao ,30g". Natürlich großes Gelächter auf der ganzen Linie. Gleiches brachte der weitere Verlauf des Abends mit dem Verlesen einer lustigen Batterie-Zeitung, mit dem Stiefel 33, dem Dienstplan und allerlei Sächsischem. Durchweg konnte man feststellen, daß die 7. geradezu fabelhafte Talente in ihren Reihen besitzt. Um die Mitternachtsstunde fand die prächtig verlaufene Feier in allseitiger voller Befriedigung ihren Abschluß
Sonnenwendfeier i<n Miefecktal.
Dor ihrer Unterkunft hielt die Abteilung 5/222 „Justus v. Liebig" des Reichsarbeitsdienstes am gestrigen Freitagabend ihre Sonnwendfeier ab Die Arbeitsmänner schmückten mit Gedichtoorträgen und Liedern die Feierstunde aus, der der Führer der Abteilung, Oberstfeldmeister Müller, in einer packenden Feuerrede die rechte Weihe gab. All derer, die im Dienste unter dem Spaten und auf dem Felde der Ehre ihr Leben für Volk und Vaterland ließen, wurde ein stilles Gedenken gewidmet und die Weise vom guten Kameraden gesungen.
Mit einigen Gästem vereinigten sich die Arbeitsmänner dann im Lager zu einem kameradschaftlichen Beisammensein, das von weihnachtlicher Stimmung erfüllt war. Oberstfeldmeister Müller widmete seinem Vorgänger, dem in den Gruppenstab Witzenhausen versetzten Oberstfeldmeister L 0 e s ch , der der erste Führer des Arbeitsdienstes in Gießen war und die Grundlage für das gute Einvernehmen mit den Gießener Volksgenossen gelegt hatte, ein freundliches Gedenken. Den Gästen war Gelegenheit geboten, die schönen bunten Holzschnitzereien der Arbeitsmänner zu betrachten, die diese dem WHW. für die Kinder zur Verfügung gestellt haben. 1
Treude in der Landes-pfleae-Anstalt.
Der gestrige Freitag brachte den Pfleglingen und Insassen der Landes-Pflege-Anstalt (an der Licher Straße) überaüs stimmungsvolle Weihnachtsfeiern. Die erste diese Feiern fand im Männerbau statt. Ein großer Raum war überaus festlich und mit großer Liebe von den Pflegerinnen weihnachtlich hergerichtet worden. Ein gemeinsam gesungenes Weihnachtslied eröffnete die Feier und dann sprach der Anstaltsgeistliche Pfarrer Gr ie ferner, der in feiner Weise das christliche Ereignis der Weihnacht und die Wirkungen des Christentums im Hinblick auf die europäische Kultur im Laufe zweier Jahrtausende verständlich machte. Die Pflegerinnen und Angestellten der Anstalt sangen im Chor ein weiteres Weihnachtslied, außerdem wurde ein schönes Weihnachtsgedicht von einer der Helferinnen oorgetragen. Die Feier, im Männerbau fand ihren Abschluß mit der Verteilung der Gaben. Jedermann erhielt einen randvollen großen Teller voll Backwerk und Aepfeln und außerdem wurde jedem der Insassen ein Wunsch erfüllt. Die Männer waren zum großen Teil mit Rauchwaren bedacht worden. Die Frauen wurden, ebenfalls nach eigenen Wünschen, mit mancherlei Gebrauchsgegenständen und Bekleidungsstücken beschenkt.
In ähnlich stimmungsvoller Weise wie im Männerbau sanden auch die Feiern im Frauenbau, im Pavillon und in der Krankenabteilung statt. Anstaltsleiter Pg. Kloß hat es sich angelegen fein lassen, den zum Teil hochbetagten Leutchen eine Weihnachtsfeier im Sinne ihrer Jugendzeit zu bereiten.
nach dem Neuenweger Tor gelenkt, als er von einer rasch dahmeilenden Dame überholt wurde, die mit einem „Guten Tag" an ihm vorübergehen wollte.
„Ei, ei", sprach plötzlich der Alte hinter ihr her, und sagte noch einmal: „Ei, ei!"
Höflich fragte ihn die andere, sich umdrehend, ob er ihr etwas zu sagen habe. „Gerne sage ich es Ihnen, sogar sehr gerne, verehrte Frau, aber nur unter der Voraussetzung, daß Sie es mir unter feinen Umständen übernehmen; sonst bleibe ich lieber still."
„Ich bitte sogar darum, daß Sie mir offen sagen, was Sie bedruckt." Und da meinte denn nun der weichherzige Hüne:
„Sehen Sie, Frau I, Sie sind offen gefprochen — und' Sie wissen es ja auch selbst — eine Der vornehmsten, schönsten und elegantesten Damen von Gießen. Aber — hm, das Kleid, das Sie heute tragen, hm — verzeihen Sie mir's tausendmal —, steht Ihnen — hm — nicht so recht. Ich bin — hm — weit schönere Sachen — hm — an Ihnen gewohnt." Und er räusperte sich nochmals, als bitte er um Verzeihung.
„Was Sie sagen, Herr Lehrer!"
„Ja, ich durste ja — hm — mit Ihrer gütigen Erlaubnis ganz offen fein, verehrte Frau, und so bin ich's denn auch gewesen. Und wenn Sie vielleicht jetzt das Kleid, es sollte mir leid tun, nicht weiter tragen wollen, so — ja,, hm — ja, so schenken Sie es mir doch für meine Weihnachtsbescherung. Eine ganz besondere Freude aber würden Sie mir machen, wenn Sie selbst zu Christkindchens Geburtstagsfeier demnächst zu mir in bip Mädchenturnhalle komnzen wollten!"
Die Dame hatte begriffen. Mit einem Händedruck belohnt sie den Alten. Und andern Tages schickte sie dem neu gewonnenen, für seine gute Sache so listenreichen Freunde nicht nur ihr schönes, noch durchaus tragbares Kleid, sondern noch eine Fülle anderer Gaoen dazu, daß das Antlitz des Empfängers erstrahlte. Auch zur Bescherung stellte sie sich ein. "
„Man muß die Menschen nur richtig anpacken", meinte später schmunzelnd der alte Curschmann, nicht ohne Stolz auf sein im rechten Augenblick gesprochenes: Ei, ei!
Am 27. Mai 1902 wurde der Brave, der aus der Weidasser Mühle im Kreise Alzey stammte, im Patriarchenalter von 83 Jahren aus dem Leben abberufen und zu seinen Vätern versammelt. Uns, die wir ihn kannten, bleibt er ein freundliches Bild aus schon lange vergangenen Tagen.
Keiner von denen, die man so gerne die „Großen" im Staatsleben, in Kunst oder Wissenschaft nennt, wie solche oft und mit Recht der Nachwelt geschildert werden, ging mit ihm dahin, nein, wohl aber ein einfacher Mann von Seelengröße und Herzensgüte, der in der damaligen kleinen Stadt denen viel gegeben hat, die fein bescheidenes echtes Menschentum kannten.
Dieser zum guten Oberhessen gewordene Rhein- hesse aus der Gegend der Volkerstadt Alzey war nicht nur ein Dolkslehrer in des Wortes bester Bedeutung, sondern auch ein Wohltäter, ein echter Weihnachtsmann, dessen Namen wir alten Gießener der Vergessenheit entreißen und wieder unter die leuchtenden Lichter des Heiligen Abends stellen wollen.
Dornotizen.
Tageskalender für Samstag.
NSLB. Gießen-Land: 15 Uhr „Burghof" Be- zirksverfammlung. — Stadttheater: 15 bis 17.30 Uhr „Schneewittchen"; 20 bis 23 Uhr, „Eine Nacht in Venedig". — Gloria-Palast (Seltersweg): 14 Uhr „Rotkäppchen"; zu den bekannten Spielzeiten: „Pe- termann ist dagegen". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): ,Hahn im Korb". — Spielvereinigung 1900: 20 Uhr „Cass Leib" Winterfest. — Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 19 Uhr Weihnachts-Kugstaus- stellung im Turmhaus am Brand. — Weihnachts- mesfe auf Oswaldsgarten.
Tageskalender für Sonntag.
Bund erblindeter Krieger der NSKOV. und Ar- -beitsgemeinschaft Gießener, Soldatenkomeradschaften, Fachabteilung: 13.30 Uhr Kameradschaftstreffen im Kathol Vereinshaus. — Stadttheater: 11.30 bis 12.30 Uhr „Zur Weihnacht"; 15 bis 17.30 Uhr „Schneewittchen"; 19 bis 21.30 Uhr „Die Boheme". — Gloria-Palast: 14 Uhr „Rotkäppchen"; zu den bekannten Spielzeiten „Petermann ist dagegen". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Hahn im Korb". — Luthergemeinde: 20 Uhr in der Kapelle des Alten Friedhofs „Altdeutsches Krippenspiel". — Oberhessischer Kunstverein: 11 bis 13 Uhr und 17 dis 19 Uhr Weihnachts-Kunstausstellung im Turmhaus am Brand. — Weihnachtsmesse auf Oswaldsgarten.
Skadttheater Gießen.
Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute abend findet eine Wiederholung des großen Erfolges „Eine Nacht in Venedig", Operette von Johann Strauß, statt. Musikalische Leitung Heinz Märkwardt, Spielleitung Karl-Ludwig Lindt, Einstudierung der Tänze und Choreographie Irmgard Zenner. Die Vorstellung findet gleichzeitig für die KdF.-Miete Gruppe I (6. Vorstellung) statt. Anfang 20 Uhr, Ende 23 Uhr.
Am Sonntag, 19. Dezember, findet die 7. Morgen- üeranftaltung „Zur Weihnacht" statt. Die Morgenfeier bringt Torelli „Weihnachtskonzert", Trunk „Weihnachtslieder", Höffer „Weihnachtskantate" Rezitationen. Leitung Heinz Markwardt. Beginn 11.30 Uhr, Ende 12.30 Uhr. — Am Nachmittag Wiederholung von „Schneewittchen". Beginn Punkt 15 Uhr, Ende 17.30 Uhr. — Abends Wiederholung von „Die Boheme", Oper von Puccini. Musikalische Leitung Joachim Popelka, Spielleitung Dr. Erich Schumacher. Beginn 19 Uhr, Ende 21.30 Uhr. Außer Miete!
firippenfpiel in der Kapelle des Alten Friedhofs.
Die Kinder der Luthergemeinde haben ein altdeutsches Krippenspiel eingeübt. Das ganze Weihnachtsgeschehen wird in kindlicher und doch ernster Gestalt dargestellt. In die einzelnen Szenen sind Musikstücke für Orgel, Geige, Violincello und Flöten und Lieder der Kinder und der Gemeinde eingewoben. Es sind vor allem die alten weihnachtlichen Volksweisen, die erklingen sollen.
NSDAP. Ortsgruppe Gießeu-Süd.
Die Politischen Leiter der Ortsgruppe Gießen- Süd feiern in diesem Jahre die Wintersonnwen!^ gemeinsam mit dem Stützpunkt Annerod. Der Kreisleiter Pg. Backhaus hat fein Erscheinen zugesagt. Die Politischen Leiter treten am Dienstag, 21. d. M., 19.15 Uhr, an der Geschäftsstelle der Orts» gruppe Gießen-Süd ffn und marschieren unter Dorantritt des Kreisspielmannszuges nach Annerod. Auf der Anneröder Platte nimmt die Feier mit dem Lied ».Heilig Vaterland" ihren Anfang. Ortsgruppenleiter
Pg. Holländer wird die Feuerrede halten. Anschließend findet in Annerod ein Kameradschaftsabend statt.
NS.-Lehrerbund ünterkreis Gießen.
Fachschaft körperliche Erziehung.
Arbeitsgemeinschaft Knabenturnen.
fBetrj Wintergerätewettkämpfe der vier- und mehr- klassigen Volksschulen und der Höheren Schulen.
Am Montag, 20.12., 15% Uhr, Besprechung wegen der Gerätewettkämpfe in der Turnhalle der Neuen Pestalozzischule. Es ist notwendig, daß jede Schule einen Vertreter entsendet.
Oie Maul- und Klauenseuche in Hessen-Nassau.
NSG. Von der Maul- und Klauenseuche sind in Hessen-Nassau nunmehr die Orte Eschollbrücken (Kreis Darmstadt), Hüttenfeld, Gronau und Hahnlein (Kreis Bensheim), Heppenheim, Hirschhausen, Wahlen (Kreis
Heppenheim), Dalsheim (Kreis Worms), Habitzheim (Kreis Dieburg), Schwalheim (Kreis Friedberg) und Sprendlingen (Kreis Offenbach) erfaßt. Nunmehr sind von den 18 Kreisen 13 von der Maul- und Klauenseuche ergriffen.
Im Regierungsbezirk Wiesbaden ist die Seuche in Wiesbaden-Bierstadt und in Höhr-Grenzhausen (Unterwesterwaldkreis) neu aufgetreten. Sie herrscht noch in drei Gehöften der Gemeinde Flörsheim (Main- Taunuskreis).
VU-Nummernsckilder an6rittflenf
LPD Unberührt von der Anordnung des Reichsverkehrsministers, daß zunächst keine Kraftfahrzeug- fchilder mit weißer Schrift auf schwarzem Grund angebracht werden dürfen, bleibt in Hessen die Anordnung zur Aenderung des Unterscheidungskenn- zeichen von VS, VR oder VO in VH bestehen. Die Aenderung soll von den Behörden bis zum Jahresende durchgeführt werden, soweit die zur Der- sügung stehenden Kräfte es ermöglichen,
(Sin Sechsundachtzigjährigel.
1
.+ Allend 0 rf (Lah n), 18. Dez. Am kommenden Montag, 20. Dezember, kann der ä l t e st e Einwohner unserer Gemeinde, Müllermeister i. R. Jakob Hahn, der unter dem Namen „Teufelsmüller" (nach dem Namen der Mühle) weit und breit bekannt ist, feinen 8 6. Geburtstag feiern. Der hochbetagte Mann erfreut sich bester geistiger und körperlicher Frische und nimmt noch an allen Geschehnissen unserer Zeit regsten Anteil. Mer unmittelbare Nachkommen, 15 Enkelkinder und 3 Urenkelkinder können mit dem Jubilar das Geburtstagsfest begehen. — (Aufnahme aus Familienbesitz.)
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NS.-Gemeinfchast „Kraft durch Freude-.
Mit „Kraft durch Freude" in den Winter.
Die erste Winterfahrt führt in diesem Jahr nach Bad Tölz und seine herrliche Umgebung.
Die Fahrt findet vom 25, Dezember 1937 bis 2. Januar 1938 statt. Der Teilnehmerpreis beträgt 36,50 RM. (mit Skikursus 41,50 RM).
Eine weitere -Fahrt führt in der gleichen Zeit in die Rhön. Teilnehmerpreis 28.— RM. (mit Ski- kursus 33.— RM.).
Theatervorstellungen.
Erstaufführung für „Kraft durch Freude".
. Samstag, den 1. Januar 1938, 20 Uhr (Große „KdF."-Miete/Gruppe II, 6. Vorstellung):
Die tote Tante und andere Begebenheiten, .Lustspiel von Kurt Goetz.
Karten zu —,90 und 1,— RM. sind in der Kartenverkaufsstelle, Seltersweg 60, erhältlich.
Ferner kommen im Monat Januar 1938 folgende Stücke zur Aufführung: , 84190
8. Januar 1938, Lustspiel: Ich liebe Dich.
15. „ 1938, Operette: Eine Nacht in Venedig.
22. „ 1938, Oper: Boheme.
29. „ 1938, Oper: Boheme.
Echillerschule
im Dienste des Winterhilfswerkes.
Die Klassen der Schillerschule haben sich auch in diesem Jahre wieder in den Dienst des Winterhilfswerkes gestellt. Sie waren berstüht, mit einem ansehnlichen Beitrag an der Linderung der Not noch mancher Volksgenossen mitzuhelfen. Es wurden im Handarbeitsunterricht rund 300 Stücke an Wäsche und Bekleidungsstücken ausgebessert bzw. neu angefertigt. Die Spende wurde dem WHW. überwiesen.
Reuer auf dem Windhof.
In der vergangenen Nacht brach in einem ebenerdigen Nebengebäude der Firma Schunk & Ebe im Windhof Feuer aus. Die Flammen, die den Dachstuhl des niedrigen Gebäudes in Mitleidenschaft zogen, konnten durch das energische Eingreifen der Werksfeuerwehr, wie auch der Heuchelheimer Frei- RUHL SeHersweg Nr. 67 ■
adlO Telephon Nr. 3170 I
eparaturen l8971 Z
willigen Feuerwehr, rasch bekämpft werden. Der Vorsicht halber war auch die Kreismotorspritze herbeigerufen worden, die jedoch nicht mehr einzugreifen brauchte. Der Schaden ist nicht sehr erheblich; die Arbeit des Werkes erfährt keinerlei Unterbrechung. An der Brandstelle fanden sich u. a. auch der Dezernent für das Feuerwehrwesen im Kreis Gießen, Regierungsrat Dr. F u h r, und der Kreisfeuerwehrführer Bouffier- Gießen ein.
Gießener Wochenmarktpreise.
* Gießen, 18. Dez. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, % kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 5 bis 10, Eier, deutsche, Klasse A 12%, Klasse B 12, Kühlhauseier, Klasse B 12, ausländische Kühlhauseier 12, Wirsing, % kg 10 bis 12, Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 7 bis 12, gelbe Rüben 10 bis 12, Karotten 10 bis 12, rote Rüben 10, Qpinat 18 bis 20, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 15, Rosenkohl 25 bis 28, Feldsalat, V10 8 bis 10, Tomaten, % kg 40, Zwiebeln 8 bis 9, Meerrettich 30 bis 60, Kürbis 5 bis 6, Kartoffeln, % kg 4 Pf., 5 kg 40 Pf., 50 kg 1. Sorte 3,45 Mark, 2. Sorte 3,25, 3. Sorte 3 Mark, Aepfel, % kg 10 bis 20 Pf., Birnen 10 bis 15, Nüsse 35 bis 50 Pf., Hähne 1 bis 1,20 Mark, Suppenhühner 85 bis 90 Pf-, Gänse 1 bis 1.15 Mark, Enten 1 bis 1,20 Mark, Tauben, das Stück 50 bis 60 Pf., Blumenkohl 10 bis 50, Salat 8, Salatgurken 25, Endivien 8 bis 12, Lauch 5 bis 8, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 30 Pf:
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* * Verlegung der Wochenmärkte. Der Oberbürgermeister gibt heute eine Verlegung der Wvchenmärkte in der Woche von Weihnachten und Neujahr bekannt. Unsere Hausfrauen mögen die veränderten Termine beachten.
* * D i e Gießener Frühjahrsmesse findet vom 26. März bis einschließlich 3. April 1938 statt.
* * Brennstoffbeihilfe 1937/38. Das Wohlfahrtsamt veröffentlicht heute eine Bekanntmachung über die Vergebung der Brennstoffbeihilfe 1937/38 an solche Volksgenossen, die nicht in laufender Fürsorge des Wohlfahrtsamtes stehen.


