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18 Besatzungmitglieder sind getötet unb mehr als hundert verletzt worben
Dreister Ueberfall aus den italienischen Dampfer „Radda".
Mit Bomben nn'd Maschinengewehren.
L o n b o n , 17 Juni (DNB.) Eine Rentermel- bung aus Gibraltar bestätigt, bafe der italienische 5000-Tonnen-Frachtbampfer „M a b b a" von bolschewistischspanischen Flugzeugen mit Bomben belegt unb später sogar rn i t Maschinengewehren beschossen worben ist. Die „Maboa" ist am späten Nachmittag mit eigener Kraft i m Hafen von Gibraltar eingetroffen. Der Kapitän bes Schiffes, Simone, erklärte, baß bie bolschewistischen Flugzeuge rund 30 Bomben abgeworfen hätten, oaß aber keine Bombe bi» rekt getroffen habe. Später drehten bie Flugzeuge bei und gingen a u f 300 Meter herunter, um bann mehrere M G. - S a l v e n auf bas Schiff abzugeben. In der Reutermeldung wirb bestätigt, baß auf dem Deck bes Schiffes über 100 Einschläge von MG-Geschossen au sehen sinb. Das Verf am Bug bes Schiffes ist so groß, baß der Dampfer in Gybraltar insTrvckenbvck gehen mutz. Durch die Beschießung mit Maschinengewehre wurde gleichfalls beträchtlicher Schaden angerichtet. Bon der Mannschaft wurde niemand verletzt. Die bolschewistischen Flugzeuge sollen von Cabo de Palos in der Nähe von Kartagena gekommen sein.
„Säuberungsakiwnen" auchin dersowletrussischenprovinz
Moskau, 17. Juni. (DNB.) Dom 9. bis 11 Juni fand in der jogenannen Wolgadeutschen R e - publik eine Parteikonferenz der dortigen bolschewistischen Organisation statt, auf der der Parteisekretär Frescher mitteilte, daß auch dort „zahlreiche Staatsfeinde, Konterrevolutionäre und Trotzkisten" entlarvt und verhaftet wurden, darunter der Volkskommissar für die örtliche Industrie, der Leiter der Industrie- und Transportabteilung, aus dem Volkskommissariat für Landwirtschaft Maerz, Leiste, Tichomirow „und mehrere andere" Funktionäre und der Volkskommissar für Volksbildung Weber. Allein für das kleine Wolgadeutsche Gebiet ergeben sich 27 namentlich aufgeführte Staatsfeinde, deren „schonungslose Ausrottung" auf der Tagesordnung steht. Ein ähnliches Bild gab der Parteisekretär Wareikis auf einer Gebietskonferenz der bolschewistischen Partei des fernöstlichen Sowjetgebietes. Dort wurden bereits 95 Todesurteile vollstreckt. Jetzt führte Wareikis außerdem noch 33 weitere „<5 t a a t s f e i n b e" mit Namen an, bie vorher zum Teil hohe Posten in Industrie, im Verkehr, in der Verwaltung und in den Parteiorganisationen des Fernen Ostens begleiteten. Wareikis bezeichnete die Zerschmetterung der Trotzkisten, Saboteure und Schädlinge als die „Hauptaufgabe" des gegenwärtigen Augenblicks. Der Vorsitzende des Zentralexekutivkomitees der kommunistischen Partei in Weißrußland Tscherwjakow hat am 16. Juni Selbstmord begangen. Der Sekretär des weißrussischen Zentralexekutivkomitees hatte gegen das Parteikomitee den Vorwurf erhoben, es habe die Tätigkeit von Trotzkisten und nationalistischen Agenten des Faschismus geduldet. — Die amtliche Sowjetagentur aber sucht den Grund für den Selbstmord in „persönlichen Familienangelegenheiten".
Die Not des Deutschtums in Ostoberschlesien.
Drei Gymnasien wegen Schülerrückganges geschlossen
K a 11 o w i tz , 17. Juni. (DNB.) Arn Mittwoch ist in Polen das Schuljahr für die höheren Landesanstalten abgeschlossen worden. Mit diesem Tage haben von den noch bestehenden sechs benschen Privatgymnasien in Ostoberschlesien drei i h r e Pforten schließen müssen. Es handelt sich um die Anstalten in Rybnik, Antonienhütte und Laurahütte. Die Schüler werden von den restlichen drei privaten deutschen Gymnasien in Königshütte, Tarnowitz und Pleß übernommen. Während 1933 noch 1406 Schüler die Gymnasien besuchten, wurden anfangs des Jahres 1937 nur noch 896 Schüler gezählt. Diese Entwicklung hat ihre Ursache zum größten Teil in den schweren wirtschaftlichen Nöten, denen die deutschen Beamten und Angestellten infolge Verlierens ihrer Stellungen, die sie zum Teil jahrzehntelang innehatten, ausgesetzt sind. Verarmung und Abwanderung haben sich natürlich auch auf kulturellem Gebiet auswirken müssen. Die deutsche Volksgruppe in Ostoberschlesien hat drei Eckpfeiler ihrer tulturbringenben Einrichtungen verloren
In Warschau überreichte der deutsche Senator Wiesner dem Ministerpräsidenten eine Denkschrift über die Arbeitslosigkeit der deutschen Bevölkerung Ostoberschlesiens. Ministerpräsident Skla- bowski versicherte, daß alle Bürger Polens auch bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit gleichmäßig behandelt und die Interessen der deutschen Bevölkerung berücksichtigt werden sollen. In der Denkschrift wirb nachgewiesen, daß bei der Entlassung deutscher Arbeiter und Angestellter keineswegs immer soziale ober wirtschaftliche Momente den Ausschlag gegeben hätten, sondern meistens d i e Frage nachder politischen Zugehö r i g = leit und danach, ob ein Arbeitnehmer sein Kmb in die deutsche Schule schicke und er selber zu einer deutschen Organisation gehört. Derartige Maßnahmen hätten dazu geführt, daß heute 7 0 b i s 8 0 v. H. aller D e u t s ch e n i n O st o b e r s ch l e- sie» arbeitslos seien, und die deutsche Jugend fast durchweg keine Möglichkeit habe, einen Beruf zu ergreifen ober Arbeit zu finben.
polniicke Behörde verfügt Schließung des Danziger ,/Töchterheims Gcherpinaen".
Danzig, 17. Juni. (DNB.) Durch eine Verfügung des Kreisstarosten in Dirschau wurde der seit vielen Jahren bestehende Verein „T och t e r- heim Scherpingen e. V.", der durch die Abtrennung zu Polen gekommen ist, aufgeforbert, seine Tätigkeit einzu st eilen unb bas Grundstück, dessen Eigentümer er ist, binnen ^Stunden zu räumen, da er angeblich nicht oro» nungsgemäß angemeldet sei und seine Tätigkeit eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit dar- stelle. Der Verein hatte zur Abwehr dauernder Diebstähle auf seinem Grundstück eine Bewa-
Die alte Ribelungensiadi am Mein.
Zur Kestjpielwoche in Worms.
Von Dr. Walter Bauer.
In der alten deutschen Nibelungenstadt Worms wird die Reichstheaterfest- w o ch e 1937 ihren großartigen Abschluß finden. Lines der gewaltigsten Werke der deutschen dramatischen Dichtung. „Die Nibelungen" von Friedrich Hebbel, wird im Festspielhaus zu Worms von ersten deutschen Künstlern zur Aufführung gebracht werden. Die außerordentliche Bedeutung der Wormser Festtage kann nicht nachdrücklicher gekennzeichnet werden als durch die Tatsache, daß der Herr Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, Dr. Goebbels, in diesen Tagen (Samstag, 19.. und Sonntag, 20. Juni) in unserem Gau Hessen - Nassau anwesend sein wird: Dr. Goebbels wird am Samstag in einer Kundgebung großen Stiles in der Fabrikhalle des Wasser-Gas-Schweiß-Werkes in Worms zu mehr als 14 000 Menschen sprechen. Diese Kundgebung wird eine der größten des Gaues Hessen-Nassau fein. Am Sonntag wird Reichsminister Dr. Goebbels dann die diesjährige Reichstheaterfestwoche abschließen. Die Aufführung der ..Nibelungen" von Hebbel wird für alle, welche ihr beiwohnen können, ein einzigartiges und unvergeßliches Erlebnis bedeuten.
NSG. Mitten in einem fruchtbaren Gebiet liegt die Stadt an dem breit dahinfließenden Strome bes Rheins. Silbern zieht sich sein Band durch d:e weite Ebene, die im Osten von den Höhen des Odenwaldes und im Westen von den Hängen des Pfälzischen Berglandes eingerahmt wird. Und wer nicht auf diesen sanften, von Reben bewachsenen Hügeln gestanden hat und von der Ferne die Silhouetten der betriebsamen Städte mit ihren Domen sah, wer die rauchenden Schlote und die gemächlich dahinziehenden Schiffe nicht geschaut hat, wer den Winzer bei seiner mühseligen Arbeit and den Bauern beim Säen und Ernten in diesem Paradies nicht kennt, der hat das köstliche Land um den Mittelrhein nicht erlebt. Hier in diesem südlich warmen Kessel kreuzen am Domhügel von Worms zwei Straßen, die unseren Erdteil durchqueren, und da, wo sich die Lößhügel Rheinhessens bis an den Strom heranschieben, liegt Worms
Uralt ist der Boden, der heute die Stadt trägt, solange Menschen hier am Rheine wohnten, solange steht schon die Stadt, und die Chronisten des Mittelalters sprechen davon, daß sie schon 5000 Jahre alt sei und Rom bei weitem noch an Alter übertreffe. Ueberall, wo der Spaten des Landmannes in den Boden fährt, werden die Zeugnisse der alten Kulturen zu Tage gefördert. Wie große Gärten legen sich rings um die Stadt die alten Friedhöfe, auf denen die Menschen schon seit Jahrtausenden ruhen. Jüngere Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit haben hier regelrechte größere Siedlungen gehabt, und wäre der Boden der Stadt nicht im Laufe der Jahrhunderte so sehr durchwühlt worden, so würden sich auch heute noch
innerhalb der Mauern alle die Funde einstellen, die uns außerhalb eine so reiche Geschichte bezeugen. Und wer heute durch das wohlgeordnete Museum schreitet, das in den romantischen Räumen des Andreasstiftes untergebracht ist, Der wird sich sehr bald von der Wahrheit dieser Behauptungen überzeugen müssen. Wir erkennen die einzelnen Völkerschaften an ihren Kulturrückständen, wir wissen, wer hier ansässig war Die Funde beweisen uns, daß schon in Der Zeit um 2500 o. Ehr. sich hier nordische Menschen aufgehalten haben, die der Landschaft und den von ihnen benutzten Geräten ihren Stempel aufdrückten So löste ein Jahrtausend das andere ab, Menschen kamen und vergingen und ein großes mächtiges Schicksal hielt sie alle zusammen..
Im ersten vorchristlichen Jahrhundert werden die Kelten, die fast zwei Jahrtausende hier gesessen haben, von dem jugendfrischen germanischen Stamme der Vangionen verdrängt, und ungefähr zur gleichen Zeit erscheinen, von Süden kommend, die Pömer hier und besetzen dieses Land am Rhein. Die Stadt, die in den letzten Jahrhunderten B o r - betomagus genannt wird, also „Kultstätte der Sonne", wird nun von den Römern nach dem hier wohnenden Stamme der Vangionen „Civitas Van- gionum“ genannt.
Schon im dritten Jahrhundert n. Ehr. wanken die Grenzen des römischen Reiches unter den wuchtigen Angriffen der Germanen, und um 400 müssen die Römer auch aus unserem Gebiete weichen. Damit hört die Zeit der schmachvollen Besatzung unseres Heimatlandes auf Für dreißig Jahre erscheinen hier die Burgunden, die uns als kostbares Geschenk den wesentlichen Teil des Nibelungenliedes hinterlassen haben. 437 verschwinden auch sie aus unserer Gegend in südwestlicher Richtung. Ihr Erbe aber wird nach manchen Umstellungen und Ergänzungen hier in der Nähe niedergeschrieben. Im berühmten Kloster Lorsch wird das Nibelungenlied um 1200 seine endgültige Fassung erhalten haben. Man darf vermuten, daß der Dichter des Liedes, so wie es heute vor uns liegt, sich wahrscheinlich die Veichältnisse des damaligen Worms zum Dorbilde genommen hat.
Die Burgunder werden von den Alamanen abgelöst, die bis um 500 hier unsere Gegend bewohnen, unter ihnen wird Worms zu dem nördlichsten Gauvorort des Alamanenlandes. Aus dieser Zeit haben sich wundervolle Funde erhalten, die zu den schönsten des Rheinlandes gehören Aber auch dieser von Süden gekommene Volksstamm muß weichen, er wird von den vom Niederrhefn her erscheinenden Franken weggedrückt und muß wieder in sein Ursprungsland zurückkehren. Die Franken bringen eine umfangreiche Kultur mit, die in ihrer Schlichtheit ein völlig unverbildetes und unbeeinflußtes Volk zeigt. Damals schon tritt Worms in den Kreis der wichtigsten Städte unseres Vaterlandes ein, und es hat feine Vormachtstellung durch das ganze Mittelalter hindurch gehalten. Karl der Große hatte hier eine Pfalz, und mancher feiner Entschlüsse wird hier in seinem Lieblingssitz gefaßt.
Unter Bischof Burkard von 1000 bis 1025 nimmt die Stadt erneut einen Aufschwung, er legt den Grundstein zum heuttgen Dom, dem schönsten Bauwerk des Mittelrheins. Manches Opfer bringt er für die Stadt, er läßt Mauern, Türme und Tore ausbessern und errichtet Klöster und Kirchen. Er vertreibt aber auch die Salier aus den Mauern der Stadt und baut an der Stelle ihrer Pfalz eine Kirche. Unter ihm beginnt der unglückselige Kampf zwischen Kirche und Staat, in dessen Zeichen das ganze Mittelalter steht. Und wieder ist es ein Jahrhundert später in Worms, wo dieser Zwist geschlichtet werden soll. Das Konkordat im Jahre 1122 kam der Einigung ein Stück näher, die Entscheidung aber mußte noch Jahrhunderte auf sich warten lassen.
Als Heinrich IV. 1072 von allen deutschen Fürsten verlassen war, hält ihm einzig die Stadt Worms die Treue, und öffnet, als er keine andere Zuflucht finden kann, ihre Tore und nimmt ihn in ihren Schutz. 1074 belohnt er die Stadt königlich für diese Tat durch einen umfangreichen Freibrief. In den folgenden zwei Jarhunderten spielt Worms fast jedes Jahr in der Geschichte des Reiches eine bedeutende Rolle. Wesentliche Entscheidungen werden hier atroffen. Papst und Kaiser bekriegen sich und versöhnen sich wieder. 1254 wird der große Bund zwischen den Städten Worms, Mainz und Speier geschlossen. 1273 wird Worms zur reichsunmittelbaren, zur „freien Reichsstadt" erhoben.
Knapp eine Generation arbeitet um 1200 an der Erschaffung des Domes, der auf demselben Hügel steht, auf Dem die Römer ihr Forum und die Kelten ihr Sonnenheiligtum hatten. Und diese romanische Zeit war eigenttich die größte des alten Worms.
Ein Reichstag löst den andern ab, die Stadt steht im Mittelpunkt aller Entscheidungen. Ruhiger wird es um sie erst in den folgenden Jahrhunderten. Noch einmal tritt sie dann in den Blickpunkt der Völker durch die Reichstage von 1495 und 1521. Vor allem der letzte ist groß und berühmt geworden. Denn er stellt den Anfang einer neuen Zett dar, als sich Damals Luther vor Kaiser und Reich verantwortete. So ist Worms ja auch nicht nur Die Dom-, sondern auch Die Luther st aDt Und sehr bald beginnt in Der ältesten und kleinsten Kirche der Stadt der protestantische Gottesdienst.
Der 30jährige Krieg schädigt Worms stark, und an Den Pfingstfeiertagen Des Jahres 1689 wird die Stadt im Verlaufe Des Pfälzischen Erbfolgekrieges in Schutt und Asche gelegt. Die mächtigen Türme und Tore, das wundervolle Rathaus, die Bauten Der Bürger und Geistlichkeiten, sie alle sinken in Den Schutt. Langsam unD allmählich erfolgt Der Wiederaufbau im 18. JahrhunDert. Industrien siedeln sich an, und sorgen so für den Bestand der Stadt. Noch ragen die Türme, Mauern und Kirchen in den Himmel und geben den Fremden einen wundervollen mächtigen Anblick, und wer von der schonen Rheinbrücke auf die Stadt hinabsieht, Der ahnt die Vergangenheit, sieht aber auch den Kampf für die Zukunft.
chung durchgeführt. Einer der Diebe mürbe ertappt und vom Grundstück verjagt. Der Angestellte des Vereins, der den Dieb überrascht hatte, wurde aus Rache von acht Personen überfallen und so schwer verletzt, daß er in lebensgefährlichem Zustande ins Danziger Krankenhaus übergeführt werden mußte. Anstatt die Täter zu verhaften, nahm die polnische Polizei drei Kameraden des lieber» faüenen fest, die für die Ueberführung des Schwerverletzten in das Krankenhaus gesorgt hatten. Die Danziger Regierung hat bei der polnischen Regierung eine sofortige Zurücknahme Der Räumung und Der Auflösung Des Vereins gefordert. Das unberechtigte Vorgehen gegen Das „Töchterheim Scherpingen" hat unter Der Danziger Bevölkerung große Empörung ausgelöst.
Ein HanS-Maiion-Grabmal auf Rügen.
Berlin, 17. Juni. (DNB.) Am 20. Juni wird bei Bergen auf Rügen Das Hans-Mallon» Grabmal, Das Der Vol ksbunD deutsche Kriegsgräberfürsorge in Zusammenwir- kung mit Der pornrnerschen HitlerjugenD erbaut hat, eingeweiht. In Gegenwart Des Reichsjugenb- führers werDen am Samstag Die Gebeine Des von KommunistenhanD im Jahre 1931 feige ermorDe» ten Hitlerjungen Hans Mallon vom FrieDhof in Bergen zum Grabmal, Das nun feinen Namen tragen soll, übergeführt werben. Am Sonntag wirb ber Bunbesführer bes Volksbunbes beutfcher Kriegs» gräberfürforge, Dr. Eulen, bie Weihe bes Grabmales vornehmen unb es ber Hitlerjugenb in Obhut geben. Auf einem in ber Nähe gelegenen Platz wirb ber 21benb mit einer großen Sonnenwenbfeier, bei ber Balbur v. Schirach sprechen wirb, seinen Abschluß finben.
Konferenz der Kleinen Entente auf der Donau.
Bel grab, 17. Juni. (DNB.) Der rumänische Ministerpräsibent T a t a r e f c u unb ber tschechoslowakische Ministerpräsibent Dr. H o b z a begaben sich in Turn-Severin an Borbbes rumänischen Donaubampfers „König Carol II", mit bem sie nach Klabowo ans jugoslawische Donau- ufer übersetzten. Hier begab sich der jugoslawische Ministerpräsident Stojadinowitsch auf den Dampfer und die drei Ministerpräsidenten der Kleinen Entente setzten gemeinsam die Fahrt stromaufwärts nach Bazias fort. Nach Abschluß der Donaufahrt wurde eine Verlautbarung über die Besprechungen herausgegeben, in ber es u. a. heißt, daß Die Drei MinisterpräsiDenten ihre völlige 11 e = herein ft immung in Den behanDelten Fragen festgestellt, sowie Den Wunsch nach F e st i g u n g Der Verbindung zwischen ihren drei Staaten zum Ausdruck gebracht hätten. Sie hätten sich Dahin verstänDigt, ihre gemeinsamen Bemühungen fortzusetzen, Die auf Z u f a m m e n a r b e i t Der Donau» ft a a t e n in Zusammenarbeit mit allen interessierten Staaten hinzielen. Die Drei Regierungschefs hätten schließlich ihre- tiefe Anhänglichkeit an Den Völkerbund erneut unterstrichen.
General Beck in Paris.
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Der Chef des Generalstabes des Heeres, General Der Artillerie, Beck, ist zu einem Privatbesuch Der Pariser Weltausstellung in Der französischen HauptstaDt eingetroffen. — Auf Dem Bahnhof rourDe General Beck (Mitte) von Dem Deutschen Militärattache in Paris Generalleutnant Kühlental (links) empfangen. (Scherl-BilDerDienst-M.)
Besuch bei General Gamelin.
23 a r i s( 17. Juni. (DNB.) Der Chef Des Deutschen Generalstabes General Der Artillerie Beck stattete am Donnerstag Dem Chef Des französischen ©eneralftabes General Gamelin einen Höflichkeitsbesuch ab. Der Deutsche Militärattache in Paris, Generalleutnant Kühlenthal wirD Dem Deutschen Gast zu Ehren ein Frühstück geben, am Samstag ist in Der Deutschen Botschaft ein Festessen, zu Dem auch eine Reihe französischer Persönlichkeiten geladen sind. Die französische Presse, die von Dem Besuch Des Generals Beck mit lebhaftem Interesse Kenntnis nimmt, gibt Der Meinung AusDruck, Daß Der General auch eine Unterhaltung mit Dem französischen Kriegsminister Dalabier haben wirb. Die Presse weist barauf hin, baß zum e r - st en Male seit 18 7 1 ein beutfcher Generalstabschef Paris besuche. „Paris Soir" schreibt: „Verhältnismäßig jung, kaum 50 Jahre alt, erfreut sich General Beck hohen militärischen Ansehens. Einige zögern nicht, ihn als bas wirkliche „Hirn" der deutschen Armee zu bezeichnen. Militär bis in Die Fingerspitzen, weiß er Die Qualitäten seiner ausländischen Kollegen voll zu würdigen. Jedesmal
wenn einer von ihnen sich in der deutschen Hauptstadt aufhält, verfehlt er nicht, ihnen den wärmsten Empfang zu bereiten. Man erinnert sich u. a. Daran, daß es der damals im obersten Rang stehende General Beck war, der dem Marschall P e t a i n während seines kurzen Berliner Aufenthaltes als Führer diente. Das Blatt sagt weiter, die Unterhaltungen des Generals mit den führenden französischen Militärs würden dazu führen, die zwilchen Den beiDen Armeen beftehenDen freundschaftlichen Bande zu erneuern. Der „Temps" Jagt, wenn diese Fühlungnahme auch keinerlei offiziellen Charakter habe, so sei sie dennoch geeignet, eine neue Atmosphäre zu schaffen, und die internationale öffentliche Meinung geneigter zu machen, m i t größerem Vertrauen als bisher Den heute zugunsten einer Befriedung Europas bestehende Möglichkeit ins Auge zu sehen.
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Donnerstagvormittag empfing Der Reichsverkehrsminister und GeneralDirektor der Deutschen Reichsbahn Dr.-Jng. D o r p m ü 11 e r in Anwesenheit des französischen Botschafters die Verkehrs- l’ommiffion der französischen Depu- tiertenfammer, unter Führung ihres PrL«


