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Witterung durchführen zu können, wird ein großes Festzelt, das im Bedarfsfall geschlossen werden kann, ausgestellt. Der Festplatz kann nur am (Eis» sporthaus an der unteren Wolfstraße betreten werden. Die übrigen Straßen und Wege, die zu der Schlageteranlage führen, sind polizeilich gesperrt.
Ohne Mikrophonprüsung
keine Rundfunkbeschästigung mehr.
Lpd. Auf Grund des § 25 der Ersten Verordnung zur Durchführung des Reichskulturkammer- Gesetzes vom 1. November 1933 hat der Präsident der Reichs-Rundfunkkammer die Wiederaufnahme der amtlichen Mikrophonprüfungen bei den deutschen Reichssendern angeordnet. Zur Mitwirkung an den deutschen Reichssendern können künftig nur Künstler zugelassen werden, die die Mi- krophoneignung und den Ausweis der Reichsrundfunkkammer besitzen. Künstler, die weder ihre amtliche Mikrophonprüfung bestanden, noch sich zu derselben ordnungsmäßig angemeldet haben, werden nicht mehr im Rundfunk beschäftigt. Für eine einstweilige Weiterbeschäftigung bis zur Prü- fungsableistung ist maßgeblich, daß eine Anmel- düng zur amtlichen Mikrophonprüfung erfolgt ist. Für die im Sendegebiet des Reichssenders Frank- furt ansässigen Künstler ist der Reichssender Frankfurt zuständig. Anmeldungen zur amtlichen Mikrophonprüfung sind zu richten an den Prüfungskommissar des Präsidenten der Reichs-Rund- funkkammer beim Reichssender Frankfurt, Frank- furt a. M., Eschersheimer Landstraße 33.
** Beförderungen in der Hitl« r - Iu - gend. Bann 116. Zum Gefolgschaftsführer wurden befördert: Scharführer Georg Körner, Oberscharführer eigener, Scharführer Wilhelm Rühl, Scharführer Adolf Weisel und Scharführer Ernst R u p p e l.
** Ob st Versteigerungen der Stadt Gießen finden am nächsten Montag statt.
** Sterbefälle in Gießen. Es oerstar- den in der Zeit vom 1. bis 15. September in Gießen: 1. Wilhelm Zimmer, Metallwarenfabrikant, 61 Jahre alt, Bahnhofstraße 12; 1. Philipp Ziegler, Kernmacher, 81 Jahre, Lahnstraße 15; 2. Agnes Herjans, geb. Borgartz, 64 Jahr«, Kirchen- platz 2; 4. Anna Weiershäuser, Telephonistin und Stenotypistin, 24 Jahre, Wolkengasse 13; 4. Ernst Pletz, Kaufmann, 75 Jahre, Frankfurter Str. 60; 4. Marie Rohde, geb. Kaiser, 56 Jahre, Liebig- straße 78; 4. Anna Heil, geb. Schaider, 32 Jahre, Friedrichstraße 11; 4. Johann Jantzon, Bergmann, 51 Jahre, Weidengasse 7; 5. Karl Wilhelm, Ober- Postschaffner i. R., 76 Jahre, Steinstraße 62; 5. Walter Heinrich Matt, 7 Monate, Steinstraße 60; 6. Georg Schrnincke, Kaufmann, 67 Jahre, Alter Steinbacher Weg 17; 8. Margarete Kröckel, geb. Reichert, Wwe., 73 Jahr«, Frankfurter Straße 127; 9. Wilhelm Volk, Rangieraufseher, 49 Jahre Krof- dorfer Straße 30; 10. Hermann Fiebig Prokurist, 75 Jahre, Großer Steinweg 13; 11. Karl Heck, Schreiner, 63 Jahre, Steinstraße 21; 13. Elisabeth Braun, geb. Althaus, 40 Jahre, Tiefenweg 6; 13. Katharine Hahn, geb. Malkemus, 64 Jayre, Am Riegelpfad 94; 14. Christine Geffert, geb. Brächet, Wwe., 70 Jahre, Wetzsteinstraße 4; 15. Karl Schulze, Dersicherungsbeamter i. R., 67 Jahre, Im Gartfeld 8.
** DHC. Gießen. Vom schönsten Wanderwetter begünstigt, unternahm am Sonntag der VHC. Gießen mit über 80 Teilnehmern seine 10. diesjährige Dereinswanderung, die einen über- aus guten Verlauf nahm. Dom Bahnhof Wetzlar wurde die alte Reichsstadt in ihrem hochgelegenen Teile, von dem sich hübsche Blicke über die Stadt ergaben, durchschritten und hierauf auf stillen Wald- und Feldwegen das liebliche Waldidyll, der Kühle Grund erreicht. Hier erfreute sich alt und jung an den zahlreichen kleinen Kunstwerken, die der Besitzer in jahrelanger mühevoller Arbeit unter Ausnutzung des von der Höhe kommenden Baches errichtet hat. Nach genügender Rast ging es aufwärts zum Stoppelberg, von dessen fteiner» nem Turm sich eine prächtige Rundschau bot. Inzwischen hatte sich nach den trüben Morgenstunden der Himmel aufgeklärt, und so ging es nun bei hellem Sonnenschein den Lahnhöhenweg entlang durch eine anmutige Landschaft nach der reizvoll im Siebenmühlental gelegenen Honigmühle, wo Kaffeepauf« gehalten wurde. Dem Tale abwärts gehend, wurde zunächst die etwas seitwärts gelegene, vor einigen Jahren freigelegte Basilika be- sichttgt und hierauf der sog Pfarrweg, ein oberhalb des Tales sich hinziehender Höhenweg, beschritten. An einer besonders aussichtsreichen Stelle wurde nochmals gerastet und sodann durch einen Teil von Nauborn das Endziel Wetzlar erreicht, von wo nach einem Schlußtrunk die Heimfahrt erfolgte.
** Unfall. In der Hammstraße ereignete sich gestern gegen 13.30 Uhr ein Verkehrsunfall. Ein Motorradfahrer stieß mit dem Lastkraftwagen einer hiesigen Firma zusammen, stürzte und erlitt eine klaffende Wunde am Kopf. Nach erster Behandlung durch die Sanitätskolonne vom Deutschen Roten Kreuz konnte sich der Verunglückte nach Hause begeben.
Rundfunkprogramm
Samstag, 18. September.
6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang 'zur Morgenstund. 10: Schulfunk. 10.30: Hausfrau, hör zu! 11.45: Deutsche Scholle. 12: Mittagskonzert. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: 3000 Orgelpfeifen. 15.15: Volk und Wirkschaft. 15.30: Für die Frau. 16: Froher Funk für alt und jung. 18: Zeitgeschehen im Funk. 19: Militärkonzert. 20.10: Der frohe Samstagabend des Reichssenders Köln. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.30: Wir tanzen in den Sonntag. 24 bis 1: Nachtmusik.
Verbraucherhöchstpreise für Speisekartoffeln.
Der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung— hat im Benehmen mit dem Kartofselwrrt- schaftsverband Hessen- Nassau folgendes bestimmt:
Für die Abgabe von Speisekartoffeln an die Verbraucher bis 31. Dezember 1937 werden nachstehende Höchstpreise festgesetzt:
1. In Städten, Jndustriebezirken und sonstigen Orten, in denen die Versorgung mit Speisekartoffeln nicht unmittelbar durch Erzeuger sichergestellt werden kann,
für weihe, rote und blaue Sorten je 50 kg
bei Abgabe ab Waggon oder Lager RM.
des Empfangsverteilers . . . . bis zu 2,85 bei Zufuhr frei Keller des Klein
verteilers .........bis zu 2,95
bei Zufuhr frei Wohnung (Keller)
des Verbrauchers durch Den Empfangsverteiler oder ab Verkaufs
stelle des Kleinverteilers .... bis zu 3,15
bei Abgabe von 5 kg an durch den Kleinverteiler........bis zu 0,37
für gelbe Sorten je 50 kg
bei Abgabe ab Waggon ober Lager RM. des Empfangsvertellers . . • bis zu 3,15
bei Zufuhr frei Keller des Klein
verteilers .........bis zu 3,25
bei Zufuhr frei Wohnung (Keller)
des Verbrauchers durch den Empfangsverteiler oder ab Verkaufs
stelle des Kleinverteilers .... bis zu 3,45
bei Abgabe von 5 kg an durch den Kleinverteiler........bis zu 0,40
2. Auf dem flachen Lande und in den Orten, in denen die Versorgung durch Erzeuger unmittelbar sichergestellt werden kann,
für weiße, rote und blaue Sorten je 50 kg RM. bei Abgabe von 50 kg.....bis zu 2,70
bei Abgabe von 5 kg an . . . . bis zu 0,33
für gelbe Sorten je 50 kg RM.
bei Abgabe von 50 kg.....bis zu 3,—
bei Abgabe von 5 kg an . . . . bis zu 0,36
3. Bei Absatz durch den Erzeuger an den Der- braucher von 50 kg an:
für weiße, rote und blaue Sorten je 50 kg RM. a) in die unter 1 genannten Gebiete bis zu 3,15
b) in die unter 2 genannten Gebiete bis zu 2,70
für gelbe Sorten je 50 kg RM. a) in die unter 1 genannten Gebiete bis zu 3,45
b) in die unter 2 genannten Gebiete bis zu 3,—
4. Soweit der Verbraucher die Kartoffeln beim Erzeuger abholt:
für weiße, rote und blaue Sorten je 50 kg RD^
für gelbe Sorten je 50 kg RM.
2,65
Die Dersandverteilerspanne beträgt je 50 kg 0,20 RM. und ist in den festgesetzten Verbraucher- Höchstpreisen enthalten. Sie darf weder über- noch unterschritten werden.
Wer vorsätzlich oder fahrlässig den Bestimmungen dieser Anordnung zuwiderhandelt, wird bestraft.
Diese Anordnung tritt mit Wirkung vom 1. September 1937 in Kraft.
Aus der engeren Heimat.
Landkreis Gießen.
* Wiefeck, 17. Sept. In der Nähe der Wellersburg ereignete sich am gestrigen Donnerstag- nachmittag ein Verkehrsunfall. Dort stieß ein aus Richtung Lollar kommendes L a ft a u t o aus (Etimbad) nach dem Uederholen mehrerer Radfahrer mit einem mit zwei Kühen bespannten Fuhrwerk aus Wieseck zusammen. Dabei wurde ein« Kuh so erheblich verletzt, daß sie nach d.er Veterinär-Klinik in Gießen gebracht werden mußte.
u. Klein-Linden, 16. Sept. An dem Preisschießen, das der Schützen klub „Roland" an den beiden letzten Sonntagen auf seinen Schießständen am Bergwald abhielt, beteiligten sich viele Freunde des Schießsports. Geschossen wurde mit Kleinkaliber, stehend freihändig, auf 50 Meter Entfernung. Die Preisoerteilung hatte fol- gendes Ergebnis: 1. Preis mit 34 Ringen Wilh. Schmidt (Leihgestern), 2. mit 34 Ringen Adolf Veit (Klein-Linden), 3. mit 34 Ringen Wilhelm Volkert (Klein-Linden), 4. mit 32 Ringen Ludwig Dem (Leihgestern), 5. mit 32 Ringen Heinrich Friedrich (Klein-Linden), 6. mit 32 Ringen Ludwig Volk (Leihgestern). Außerdem erhielten noch neun weitere Schützen Preise.
♦ Großen-Linden, 16. Sept. Die 50er des Jahrganges 1887 hielten im Saalbäu „Rebstock" eine Feier ab, die einen sehr schönen Verlaus nahm. Kamerad H. P e p p l e r hieß die Alterskameraden willkommen und gedachte der verstorbenen Kameradinnen und Kameraden. Die Kapelle K. Degen unterhielt mit guter Musik. Eine kleine Nachfeier verlief ebenfalls in bester Har- monie. Es wurde der Wunsch geäußert, daß sich das Band der Kameradschaft fester schließen möge.
0 Allendorf (Lah n), 15. Sept. Dieser Tage sand hier eine von der Ortsgruppe des Reichsluftschutzbundes überwachte Verdunkelungsübung statt. Die neue Feuersirene ließ dabei zum erstenmal ihre Stimme ertönen. Die Freiwillige Feuerwehr, die ebenfalls zu einer Hebung zusammengerufen hatte, arbeitete mit dem neu- gegründeten Selbstschutz Hand in Hand. Die Bevölkerung war in zwei Appellen über die Hebung aufgeklärt worden und traf olle Vorbereitungen. Die Hebung nahm einen durchaus befriedigenden Verlauf. Dor einigen Tagen wurde hier eine Entrümpelung der Dachböden vorgenommen. Es kamen dabei vielerlei Sachwerte und Altmaterialien zum Vorschein. Anschließend überprüften die Blockwarte des Reichsluftschutzbundes die Dachböden. — Die hiesige Christliche Gemeinschaft beging am Sonntag ihr Jahresfest. Es sprachen Stadtmissionar Meng (Gießen), Prediger Steiger (Gießen), Prediger Gerth (Frankenbach) und Prediger Jung (Großen-Linden). Der hiesige Posaunenchor und der Gemischte Chor umrahmten die Veranstaltung mit schönen Darbietungen. — Jrn Wohnhaus von Ludwig L u h IX. wurde dieser Tage ein Einbruch verübt. Die Hausbesitzer-Eheleute wurden durch Geräusche auf den ungebetenen Besucher aufmerksam. Als man nachsehen ging, ergriff der Einbrecher die Flucht, ohne nennenswerte Beute gemacht zu haben.
♦ Watzenborn-Steinberg, 16. Sept. Am morgigen Freitag, 17. September, kann der Flurschütz i. R. Johannes Junker in Frische und Gesundheit seinen 8 0. Geburtstag begehen.
(D Garbenteich, 16. Sept. Der hiesige G e - sangverein „Viktoria" unternahm am Sonntag eine Sängerfahrt nach Daubringen, die insbesondere dem treuen Mitglied Willi Ämend galt, der jetzt in Daubringen tätig ist. Der Gesangverein Daubringen empfing die Gäste am Bahnhof mit dem deutschen Sängergruß und entbot herzliche Gastfreundschaft. Am Nachmittag ehrte man den Sangesbruder Amend mit einigen Liedern. In der Gastwirtschaft „Zum blauen Hecht" verbrachte man mit den Kameraden des Gesangvereins Daubringen einige unterhaltsame Stunden.
= Steinbach, 14. Sept. Der Obst- und Gartenbau-Verein machte am Sonntag mit 90 Mitgliedern und Gästen in drei Autobussen einen
Ausflug zur Besichtigung von Muster-Obstbaum- anlagen. Die Fahrt ging zunächst nach Ortenberg. Dort faftben sich noch die Obstbaumwarte des Kreises Gießen ein, die gemeinsam mit dem Steinbacher Verein unter Leitung des Bezirksvorstehers M e t - ter nid) (Büdingen) eine Besichtigung eines pri- Daten Baumstückes in Ortenberg vornahmen. Das Baumstück, das die richtige Baum- und Bodenpflege, Düngung und Spritzungen erhalten hatte, zeigte eine volle Ernte. Dann wurde die große Baumanlage der Fürstlich Stolberg-Roßlaifchen Verwaltung besichttgt. Nach einer Begrüßung durch Herrn M e 11 e r n i cb , die am Waldesrand auf einem Hügel über Der großen Anlage mit über 7000 Bäumen ftattfanb, folgte eine Besichtigung, die deutlich die Erfolge der hier planmäßig durchge- führten Versuche zeigte. Nach der Mittagspause führte die Fahrt nach Rodenbach. Dort folgte ein Rundgang unter Führung des Ortsbauernführers und des Saummartes durck die Baumstücke. Mit Staunen sah man die Erfolge der dort planmäßig durchgeführten Obstbaumpflege, einen großartigen Behang. Don Rodenbach ging die Fahrt nach Himbach, wo auch die erstaunlichen Wirkungen einer sachgemäßen Obstbaumbehandlung augenfällig sichtbar waren. Herr Metternich mahnte angesichts der Erfolge zur richttgen Pflege der Obstbäume. Anschließend fuhr der Verein nach Büdingen. Eine Besichtigung der Stadt und des Schlosses war der Abschluß.
* Lollar, 16. Sept. Das Preisschießen der Kriegerkamerad schäft Lollar wird Sonntag, 19. September, und die folgenden Sonntag« fortgesetzt. Geschossen wird mit Wehrmannbüchs« auf 180 Meter.
£ Münster, 17. Sept. Hnser Mitbürger Konrad Heß wird am Sonntag, 19. September, in geistiger und körperlicher Frische 8 7 Jahre alt. Er ist der älteste männliche Einwohner unseres Ortes. Bis zum 1. April vergangenen Jahres versah er noch den Dienst des Polizeidieners und Feldschützen, den er nach seinem Bruder übernahm.
oo Langsdorf, 16. Sept. Unfere N S. - Frauenorganisationen haben erneut ihre Volksverbundenheit bekundet, indem sie einen Kessel voll des altbeliebten Zwetschenhonigs für die NSV. bereiteten. Eine ganze Anzahl von Faktoren wirkten mit zur Vollendung des lieblich duftenden Werkes: Die Gemeinde stellte die Zwetschen und das Brennmaterial, die Schule gab den Raum und den Kessel her, die NSV. lieferte den notigen Zucker. Unsere „Tante Henny" stellte sich mit ihren ganz Kleinen aus dem Kindergarten ein zur obligaten Kostprobe.
Kreis Friedberg.
ch Butzbach, 16. Sept. Die ansteckende Scharlach krankheit hat hier drei Glieder einer Familie ergriffen. Sie mußten der Gießener Klinik zugeführt werden. Die 43jährige Mutter ist an den Folgen g e ft o r b e n. Die beiden Kinder befinden sich auf dem Wege der Besserung. Der Todesfall ist für die Familie besonders tragisch, da die Verstorbene in Abwesenheit des Mannes den Neubau eines Eigenheims geleitet hat. In den nächsten Tagen sollte das Haus nun bezogen werden.
Kreis Schotten.
)—( Ruppertsburg, 15. Sept. Infolge der sonnigen Tage der letzten Wochen sind die Zwet- jchen sehr rasch gereift, so daß die Gemeinde gezwungen war, schon dieser Tage ihre Zwetschen zu versteigern. Der Behang der Bäume war nur schwach mittelmäßig. Der durchschnittliche Preis betrug 3,60 RM. — Die Firma Gebr. Lind vom Sägewerk Ruppertsburg bereitete ihrer Belegschaft einen schönen Feiertag, indem sie die Kosten zu einer Autobusfahrt an d i e Edertalsperre trug. Auch andere Personen nahmen an dieser „Kraft durch Freude ° Fahrt" teil, insgesamt aus Ruppertsburg 26, aus Laubach 7 und aus Gonterskirchen 6. — Einen eindrucksvollen Beweis von der Schlagkräftigkeit unserer Frei
willigen Feuerwehr erbrachte gestern die Schlußübung. Schon nach fünf Minuten waren alle drei Spritzen zur Löscharbeit fertig. — Eine groß« Freude bereitete unsere Kriegerkameradschaft unter Leitung des Kameradschaftsführers W. Seipp II. ihren Mitgliedern, vor allem den ältesten Männern von nahezu 80 Jahren, durch eine Omnibusfahrt an die Hillersbachsperre. An der Fahrt nahmen 38 Personen teil. Der Hinweg führte über Bad Salzhausen und die Glauburg, die Rückfahrt über Gedern und Schotten. Alle Teilnehmer dankten der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude", die ihnen diese herrliche Fahrt ermöglichte.
Kreis Alsfeld.
—.— Homberg, 16. Sept. In diesen Tagen wurde das Obst unserer Stadt versteigert. Die Preise waren der Qualität der verschiedenen Sorten angepaßt. Der Ertrag der Obsternte ist zufrieden» stellend.
00 Deckenbach , 16. Sept. Bei der hiesigen Gemeinde-Ob st ver st eigerung wurden für Schoner von Boskop, Jakob Lebe! und Eifer- Apfel je Zentner 15 bis 16 Mark erzielt. Gute Birnensorten kosteten 5 bis 6 Mark, während die gewöhnliche Steinbirne, die viel zu Birnenwein verwandt wird, 8 bis 10 Mark je Zentner brachte.
Kreis Wetzlar.
4- Wetzlar, 16. Sept. Die Baumwärter des Kreises Wetzlar unternahmen am Sonntag un- ter Leitung des Kreisobstbaumtechnikers Leib einen Fach-Ausflug nach dem Kreis Büdingen. In Ortenberg, Rodenbach, Altenstadt und in Himbach wurden vorbildliche Obstanlagen besichtigt. Im Zusammenhang damit wurden lehrreiche Dorträge gehalten.
C? Krofdorf, 15. Sept. Die NS.- Kriegsopferversorgung für Krofdorf-Wißmar-Launsbach veranstaltete am vergangenen Samstag und Sonntag eine Omnibusfahrt in den Dillkreis, an der sich zahlreiche Männer und Frauen beteiligten. Nach genußreicher Fahrt durchs Dill- und Dietzhölztal wurde die Reisegesellschaft abends in Ewersbach in freundlichster Weise von der dortigen Ortsgruppe der NSKOD. empfangen, deren Mitglieder die Nachtquartiere zur Verfügung stell- ten. Ein im Sinne echter Volksgemeinschaft abgehaltener Kameradschaftsabend in all seiner Unterhaltsamkeit knüpfte bald Bande der Freundschaft und des Verstehens zwischen Gästen und Gastgebern als Menschen verschiedener Landschaften. Am Sonntag ging dann nach herzlichem Abschied von Ewersbach die Fahrt weiter, durch die eigenartigen, den meisten Teilnehmern unbekannten Hauberge durchs reizvolle Tal des Dietzholzbaches hinauf auf den Lahnhof, wo im Forsthauskeller der kleine Quell
Der Sammler des WfiUJ»
»jffl fitUt Im DieoH fOc Dich, Oeno et W&wi W c,n Bin&*0lieD Der Semelaschast.
Hoc Durch Diese Semeinschoft iedfi auch Dof
unseres Heimatflusses, der Lahn, besichtigt wurde. Nicht weniger schön gestaltete sich die Rückfahrt durchs hügelige Hinterland in seiner Schönheit. Nach einstündiger Rast in Marburg brachte der Omnibus im Laufe des Sonntag abends die von allem Geschehen und Erlebten begeisterten Mitfahrenden in ihre Heimatdörfer zurück.
* Gleiberg, 15. Sept. Unsere Burg übt auch mit ihrer sckon herbstlich gewordenen Umgebung die gleiche Anziehungskraft auf Besucher aus wie im Frühling und im Sommer. Das bezeugten einmütig am Sonntag zahlreiche Betriebsangehörige der Firma Leitz (Wetzlar), die mit ihren Verwandten und Bekannten mit der Bahn und noch mehr zu Fuß aus den Dörfern des Gleiberger Landes den Weg hierher machten. Sämtliche Räume des großen Nassauerbaues waren zum festlichen Empfang der Gäste hergerichtet. Pflege echter Geselligkeit und froher Unterhaltung, zu der die Werkskapelle mit ihren Musikweisen und die Werkschar vorteilhaft beitrugen, ließ nicht nur Müden und Sorgen des werkenden Alltages vergessen, sondern auch das Gefühl kameradschaftlicher Zusammengehörigkeit erkennen.
* Wißmar, 15. Sept. Hier herrscht reger Schießbetrieb. Der Schiehstand der hiesigen Kriegerkameradschaft wurde im letzten Jahre unter der Führung des Kameraden Hauptlehrers A. Wagner mustergültig ausgebaut. Viel Zeit und Arbeitskraft opferten die Kameraden, um die notwendigen Erdbewegungen zu vollenden und eine neue Schießhalle zu errichten. Mit um so größerer Liebe wird nun allsonntaglich der Schießsport gepflegt. Der Kameradschastsschießwart A n - t o n i o I i verstand es auch, die Schießleistungen feiner Kameraden auf eine beträchtliche Höhe zu bringen. Unter Leitung des Kreisschießwarts Arm brecht konnten am vergangenen Sonntag errungen werden: Die goldene Ehrennadel mit 157 Ringen Franz Antonioli, die silberne Ehrennadel mit 142 Ringen Heinrich Becker, mit 138 Ringen Karl Schwalm und mit 136 Ringen Heinrich Frey.
ch Kinzenbach, 15. Sept. Der hiesige Metallgießer Karl Alt, der auch das Amt des Kirchendieners versieht, kam dieser Tage unglücklich zu Fall. Als er das Obst auf dem alten Kirchhof pflücken wollte, stürzte er von einem Baume ab. Der Arzt ordnete seine Ueberführung in die Chirurgische Klinik in Gießen an. Der bedauernswerte Mann erlitt einen doppelten Armdruch, mutmaßlich auch innere Verletzungen. Der Verunglückte liegt schwer darnieder. Er ist Ernährer einer kinderreichen Familie.
* Atzbach , 15. Sept. Die goldene Ehrennadel des Kyffhäuserbundes errang am vergangenen Sonntag auf dem hiesigen Schieß st and Ka- meradschaftsführer Heinrich C h r i st mit 155 Ringen. Die silberne Ehrennadel errang am gleichen Tage Kamerad Dr. T a s ch mit 136 Ringen.
M. Oetkßh
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hübsch angüdchfet- eine Tfahdefibt jeden Tisch.


