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schinen. Außerdem sollen in kleinerem Umfang Mit­tel zur Förderung der L o h n u n t e r n e h m u n - gen auf dem Lande gegeben werden. Anträge sind an die zuständige Landesbauernschaft zu richten.

Gausetter Sprenger besichtigt unsere Zugenbyerbergen.

NSG. Aus Anlaß der am 17./18. April von der NSV. und dem Deutschen Jungvolk durchgeführten SammelaktionBaut Jugendherbergen und Heime" besuchte der Gauleiter die Ju­gendherbergen Schloßborn, Wiesbaden und Rüdesheim. Vom Leiter des Landesver­bandes für Deutsche Jugendherbergen, Gebietsfüh­rer Geißler, gerührt, vermittelte diese Besich­tigungsfahrt ein eindrucksvolles Bild von dem her­vorragenden Stand des Jügendherbergswesens im Gau Hessen-Nassau. Inmitten einer herrlichen Land­schaft sind der wanderfreudigen deutschen Jugend Heime eingerichtet worden, die ihr ein wirkliches Zuhause sein können. Ueberall sind Anlage und Einrichtung der Herbergen mit Sorgfalt und Be­dacht vorgenommen worden. Zweckmäßigkeit paart

sich stets mit Formschönheit, und allenthalben ist da­mit dem Grundsatz gerecht geworden, den Körper zu erholen und das Auge zu erfreuen.

Eingehend erkundigte sich der Gauleiter nach dem Leben in den besuchten Jugendherbergen. An der Zahl der Uebernachtungen, die z. B. allein in Rüdesheim jährlich 45 000 beträgt, konnte ihm der rege Zuspruch dieser Einrichtungen deutlich gemacht werden. Und durch den Einblick in das fröhliche Treiben einzelner BDM.-Gruppen ver­mochte er die Freude zu erkennen, mit der die Jugend ihre Herbergen erfüllt. Eine besondere Be­deutung erhielt diese Besichtigungsfahrt dadurch, daß sich, auf Einladung des Gauleiters, Mr. Lionel G a l l, ein Mitglied derGerman-Anglo Fellow- shlp", an ihr beteiligte.

Für die Sammlung gab der Gauleiter das fol­gende Leitwort: Jede Gabe an die Jugend-ist ein Bau st ein für die Ewigkeit des deutschen Volkes. Seine Verbundenheit mit dem Jugendherbergswerk wird der Gauleiter auch dadurch zum Ausdruck bringen, daß er sich per­sönlich am Samstag um' 14.30 Uhr auf dem Schillerplatz in Frankfurt a. M.. a n der Straßensammlung beteiligt.

Die deuische Wissenschaft vor neuen Ausgaben.

Generaloberst Göring eröffnet die Deutsche Akademie der Lustfahrtforschung.

Berlin. 16. April. (DNB.) Die Deutsche Akademie der Luftfahrtforschung hielt am Freitag im Ehrensaal des Reichsluftfahrtmini- steriums ihre feierliche Eröffnungssitzung ab. Die Akademie soll die besten geistigen Kräfte in der Luftfahrt zusammenschließen, um die Luftfahrt­wissenschaft und - technik zu vertiefen und ihr zur Erneuerung immer wieder frische Kräfte zuzuführen. Der Reichsminister für Wissenschaft, Er­ziehung und Volksbildung Rust ist Ehrenmitglied der Akademie. Es sind bisher 40 ordentliche und 45 außerordentliche Mitglieder ernannt.

toerambeht Göring

eröffnete die Arbeit der Akademie mit einer Rede, in der er die Bedeutung und die große Aufgaben­stellung der Luftfahrtforschung aufzeigte, und dann fortfuhr: Als die Lilienthal-Gesellschaft begründet werden sollte, wurde mir gleichzeitig der Vorschlag gemacht, in ihr einen erlesenen Kreis ihrer Mitglieder zu einerAkademie der L u f t f a h r t f o r s ch u n g" zusammenzufassen. Ich habe diesen Gedanken im Grundsatz gebilligt, dabei aber angeordnet, daß die neue Akademie eine völlig unabhängige, moderne staatlichen und wissen­schaftlichen Organisationsgrundsätzen entsprechende Aufgabenstellung, Gliederung und Arbeitsweise erhalten solle. Die naturwis­senschaftlichen Grundlagen der jungen Luftfahrttechnik sind heute erst in ganz geringem Maße ausgeschöpft. Was erreicht ist, wurde zum großen Teil auf empirischem Wege gefun­den. Aus den Fortschritten der Physik und Chemie und aus anderen Wissenszweigen können mit Si­cherheit noch grundlegende, weitreichende Fort­schritte der Luftfahrttechnik erwartet werden. Die im Dienste der Luftfahrtzeugentwicklung arbeitende Sonderforschung erstreckt sich auch über ganz weite Gebiete der allgemeinen, bisher ausschließlich erd­gebundenen Technik, die sie auf die besonderen Bedingungen des Flugdienstes abwandelt. Da die Forderungen der Luftfahrt besonderer Art sind, ergeben sich technische Sonderlösungen, die rück­wirkend wiederum schon vorhandene Lösungen in der erdgebundenen Technik unendlich vielseitig be­fruchten. Wie auf allen großen Gebieten unseres nationalen Wirtschaftslebens, muß wissenschaftlich- technische Arbeit auch auf dem Gebiete der Luft­fahrt eine möglichst weitgehende Unabhängigkeit unseres Reiches von ausländischer Einfuhr sicher­stellen. Dies ist ein Gebot, das nicht nur für die

nächsten vier Jahre, sondern überhaupt für im­mer bei der deutschen Luftfahrt Gel­tung behalten wird.

Während sich die Erd- und Seeverkehrs- wie Kampfmittel heute technisch auf einem recht hohen Entwicklungsstand befinden, kann dies von den Luftfahrzeugen noch nicht gesagt werden. Noch immer bewegt sich das Luftfahrzeug tief­liegend im Bereich der Bodennähe; noch sind Flugbereich und Nutzlast, namentlich beim Flugzeug, recht begrenzt. Weder nach der Reichweite, noch nach Fluggeschwindigkeit und Flug­höhe ist heute eine Grenze der künftigen Entwick­lung abzusehen. Ein gewaltiges wissenschaftliches und technisches Neuland liegt hier vor uns. Das Zeitalter geographischer Neuentdeckungen ist heute unwiderruflich dahin! Hier dagegen, im weitesten Felde einer neuen Technik, werden d i e großen Entdecker uns neu erstehen.

Professor Dr.-Ing. Houdremont,

Leiter der Forfchungsanstalt der Friedrich Krupp AG., hielt dann den ersten Arbeitsvortrag der Aka­demie über das ThemaR o h st o f f l a g e und technische Probleme in der Eisenindu- str i e". Prof. Houdremont wies darauf hin, daß die Eisen- und Metallind'ustrie in einer weniger glücklichen Lage ist als die chemische Industrie, die in vielen Fällen auf vorhandene Rohstoffe zurück- greifen und daraus die gewünschten Verbindungen Herstellen kann. Die Metallindustrie ist dagegen auf die Urmetalle s e l b st angewiesen. Da die Aus­sichten, diese auf physikalischem Wege durch Atom­zertrümmerung herzustellen, gering sind, ist die .Rohstofflage eines Landes bezüglich der Metalle durch die Erzvorkommen gekennzeichnet. Bei der Verhüttung der Erzvorkommen ist neben dem absoluten Gehalt an Metall die Zusammen­setzung des Gesteins, in dem das Metall vorkommt, von Einfluß. Hier können die Auf­bereitungsverfahren, d. h. eine weit­gehende Vorbereitung der Erze für den Hochofen­prozeß, erfolgreich dazu benutzt werden, um ge­wisse Verschiedenheiten auszugleichen. Für die Eisen­industrie spielt außerdem die Bereitstellung der er­forderlichen Legierungsbestandteile eine hervorragende Rolle. In diesem Zusammenhang verdient das Bestreben Beachtung, mit einer mög­lichst geringen Menge an Legierungselementen hochwertige Eigenschaften des Stahls zu erzielen.

Ein offener Brief an den Bischof von Trier

Wer arbeitet gegen die Gemeinschaftsschule?

Saarbrücken, 16. April. (DNB.) Der Dozent "für katholische Religionswissenschaft und Katechetik -an der Hanns - Schemm - Hochschule in Pasing, A. Kober, über den das Bischöfliche Ordinariat Trier wegen seines mannhaften Eintretens für die «Gemeinschaftsschule das Kanzelverbot ver­hängt hat, wendet sich in einem offenen Brief gegen einen Hirtenbrief, in dem der Versuch gemacht wurde, die Maßregelung dieses aufrechten Geist- llichen zubegründen". Köber verwahrt sich zunächst gegen die Behauptung, daß er einverirrter Gast­licher" sei. SeinIrrweg" bestehe einzig und allein darin, daß er die machtpolitischen Bestrebungen des politischen Katholizismus im Interesse von Kirche und Volk bekämpft und für die echte nationalsozia- istische Volksgemeinschaft jederzeit eintritt. Er habe einzig und allein dieverkappten Zentrums- Elemente", die Hetzer im klerikalen Gewand zurückgewiesen, die nachweisbar unter dem Deck­manteldie Religion ist in Gefahr!" den national- ozialistischen Staat öffentlich ober versteckt bekämp­fen. In dem offenen Vries wird dann Verwahrung gegen die Behauptung eingelegt, daß die kom­mende Lehrergeneration unchristlich sei. Die jungen Lehrer seien allerdings keine Zentrums- Patentkatholiken, die in der einen Hand ein Gebet­buch und in der anderen ein Jnstruktionsfchreiben ommunistischer Söldlinge zwecks Errichtung einer atholisch-kommunistischen Einheitsfront in den katholischen Jugendverbänden tragen. Sie seien viel­mehr echte Christen, die das Wort Hanns ^chemms zu verwirklichen suchen:Nicht Gott ! regen Volk, nicht Volk gegen Gott, sondern Gott

ii n d V o l k !"

Abschließend richtet Kober folgende Fragen an iie bischöfliche Behörde in Trier:

1. Ist den hochverräterischen katholischen Geist- l chen, die in diesen Tagen wegen Geheim- rerbinbung mit den Kommunisten vor Irm Volksgerichtshof in Berlin stehen, die kirch­liche Amtshandlung untersagt worden? Schwerstes Aergernisü!

2. Wer hat dem berüchtigten Prälaten Kaas in Trier wegen politischer, deutschfeindlicher Betäti­gung in der Separatistenzeit das Hand­werk gelegt? Nicht die Kirche. Im Gegenteil, er ist hsute in Rom wohlbestallter päpstlicher Ge- heimkämmerer und hetzt non sicherer Warte aus gegen das nationalsozialistische Deutschland.

3. Ist den katholischen Geistlichen, die im S ch u l - kämpf die Unwahrheit gesagt haben und ihre Unwahrheit amtlichen Stellen gegenüber schriftlich

bescheinigen mußten, von kirchlicher Seite ein Verbot auferlegt worden? Nein!!!

4. Was hat man gegen die Hochverräter unter­nommen, welche Hirtenbriefe und Aeußerungen der deutschen Bischöfe ins Ausland bringen und im Bunde mit christentumsfreundlichen Juden in Hetze gegen das nationalsozialistische Reich machen? Angeblich hat man ja mit dem Ausland keine Ver­bindung!!!

Es hat den Anschein, als ob man nur gegen deutsche Geistliche, die bei all ihren Handlungen einzig und allein von der Liebe zu Gott, Kirche, Führer und Volk getrieben werden, vorzugehen wagt. Und das alles im Zeichen der angeblichen Unfreiheit der Kirche" im Dritten Reich. In jedem anderen Land, wo der Nationalismus als selbst­verständliche Tugend auch von den kirchlichen Krei­sen geübt wird (Frankreich) und Kampf gegen Re­gierung, Volk und Volksgemeinschaft von der ka­tholischen Kirche als Verrat an Volk und Staat gewertet wird, wäre ein solches Unterfangen un­möglich. Ich kämpfe als katholischer Geistlicher für Gott und Kirche, Führer und Volk, für die natio­nalsozialistische Volksgemeinschaft und für den reli­giösen Frieden.

Der HoHverralsprozeß RoffM

Die Vereidigung von Zengen wegen Verdachts der Teilnahme abgelehnt.

Berlin, 16. April. (DNB.) Im Hochverrats­prozeß gegen die katholischen Jugendführer mürbe ein Zeuge vernommen über eine Besprechung mit einem unbekannten Kommunisten, an der von den Angeklagten Rossaint, Steber und Kremer teilge- nommen haben. Nach den Bekundungen dieses Zeu­gen hat der Kommunist von der katholisch- kommunistischen Einheitsfront gespro­chen und durchblicken lasset, daß ihm viel daran liege, daß von der Staatsanwaltschaft gesuchte Kom­munisten Unterschlupf bei politisch un­verdächtigen Katholiken fänden. Diösen Ausführungen habe weder der Kaplan Rossaint, noch derNeichsführer" der Sturmscharen, Steber, widersprochen. Entgegen dieser klaren Aussage hatte der nächste Zeuge, ein früheres Mitglied der Katho­lischen Jugendbewegung, der gleichfalls der Ver­sammlung beigewohnt hat, die unglaubliche Frech­heit, zu behaupten, daß nur über religiöse Dinge gesprochen worden sei. Trotz mehrerer Vorhaltungen des Vorsitzenden blieb er dabei, von politischen Aus­führungen nichts gehört zu haben. Der Vorsitzende

ermahnt den Zeugen, sich die Sache reiflich zu über­legen, ehe das Gericht ihn wegen Meineides ver­haften müsse.

Aehnliche skandalöse Verschleierungsversuche machte auch ein dritter Zeuge. Darauf stellt der Staats­anwalt fest, er habe den Eindruck, daß hinter den Kulissen gearbeitet werde mit dem Ziel, die Aussagen der Zeugen in eine bestimmte Richtung zu lenken. Auch dieSturmscharführer", die an der Geheimversammlung im Hause Rossaints teilgenommen und die hetzerischen Ausführungen der kommunistischen Agentin Bertha Karg mit än- gehört haben, wollen sich an irgendwelche belastende Einzelheiten nicht mehr erinnern. Das Gericht lehnte die Vereidigung der Zeugen, die durch ihre Zurückhaltung besonders aufgefallen waren, wegen dringenden Verdachtes der Teilnahme an den st r a f b a r e n H a n d l u n g e n der Angeklagten ab.

Der wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu le­benslänglichem Zuchthaus verurteilte Fritz Grosse, der als früheres Mitglied des Zentralkomitees der KPD. von Paris aus die Zersetzungsarbeit unter der deutschen Jugend geleitet hat, will von Ros­saints Tätigkeit nichts gewußt haben. Grosse gab rückhaltlos zu, daß die Weisungen des Zentral­komitees der KPD. dahin gingen, mit der katho­lischen Jugend in staatsfeindlichem Sinne zusam- menzuarbeiten. Später habe man in Abänderung des ursprünglichen Planes durch Entsendung von Spitzeln, die früher im katholischen La­ger gestanden und dann zu den Kommunisten über­gelaufen waren, in die katholische Jugend einzu­dringen versucht. Dieser Weg hatte nicht den ge­wünschten vollen Erfolg. Man sei daher zur Be­arbeitung durch Hetzschriften übergegangen.

Weitere Reichsbürgschasten für den Kleinwohnungsbau.

Berlin, 14. April. (DNB.) Durch Verordnung vom 24. März 1937 find für die Uebernahme von Neichsbürgfchaften für den Kleinwohnungsbau weitere 10 Millionen Mark bereit- gestellt worden. Damit erhöht sich der Gesamt­betrag dieser Reichsbürgschaften auf 500 Millionen Mark. Mit den bisher beschlossenen Reichsbürgschaf­ten in Höhe von rund 400 Millionen Mark konnten etwa 2 0 0 0 0 0 Wohnungen mit einem Ge­samtbauwert (ohne Grund und Boden) von über IV2 Milliarden Mark gefördert werden. Angesichts der dringenden wohnungspolitischen Aufgaben im Rahmen des zweiten Vierjahresplanes, hat sich das Reich zu einer Fortführung der Reichsbürg- fchaftsmahnahme entschlossen

Kleine volitische Nachrichten.

Der Reichsstatthalter in. Oldenburg und Bremen Gauleiter R 0 e v e r hat den Regierungspräsidenten SA.-Gruppenführer Boehmcker kommissarisch mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Regieren­den Bürgermeisters der Freien Hanse- stadt Bremen beauftragt. SA.-Gruppenführer Boehmcker hat die Regierungsgeschäfte sofort über­nommen.

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Vom 12. bis 14. Mai tritt in München das Reichsinstitut für Geschichte des neuen Deutschlands zur zweiten Jahrestagung feiner Forschungsabteilung Judenfrage" zusammen. Nach einem Jahresbericht des Geschäftsführenden Leiters, Dr. Wilhelm Grau, ergreifen hervorragende Wis­senschaftler das Wort.

Der italienische Ministerrat hat die Einführung der Ehestandsdarlehen beschlossen, die ab 1. Juli in Höhe von 1000 bis 3000 Lire an junge Ehepaare im Alter von nicht über 26 Jahren ge­währt werden sollen. Die Rückzahlung soll ein Jahr nach Auszahlung des Darlehnsbetrages beginnen. Beamte steigen bei der Geburt eines Kindes sofort in die nächst höhere Gehaltsklasse auf. Bei Bewer­bungen um eine Staatsstelle sollen kinderreiche Be­werber bevorzugt werden.

In der Warschauer Technischen Hoch­schule wurde am Freitagabend wiederum eine Bombe von erheblicher Sprengkraft in einen der Zeichensäle geschleudert. Durch die Explosion wurden zahlreiche Einrichtungsgegenstände und die Fenster­scheiben zertrümmert. Die Vorlesungen und Uebun-- gen wurden sofort unterbrochen.

Aus aller Welt.

Begeisterter Empfang der japanischen Bekvrdflieger in Berlin

Am Freitagnachmittag trafen die japanischen Re­kordflieger Masaaki Jinuma und Konju Tsu- k a g 0 f h i von Detmold kommend auf dem Berliner Zentralflughafen ein. Eine taufendköpfige Menschen­menge bereitete ihnen einen jubelnden Empfang. Zur Begrüßung hatten sich viele Angehörige der japanischen Kolonie, an ihrer Spitze der kaiserlich japanische Botschafter und Gräfin Mushakoji eingefunden. Ministerialdirektor Fisch als Ver­treter des Reichsluftfahrtministeriums sprach herz­liche Worte der Begrüßung. Ganz Deutschland Hube mit Begeisterung den Flug vom Fernen Osten bis nach London verfolgt und sich über das glückliche Gelingen gefreut. Die Rekordflieger haben eine Bot­schaft des Präsidenten des größten japanischen Zei­tungskonzerns Asahi Shim bum an das deutsche Volk mitgebracht: Das japanische Volk begrüßt es, daß Deutschland schon heute umfangreiche Vorberei­tungen für den Besuch der Olympiade 1940 in Tokio trifft, die durch den völkerverbindenden Sport- g.'ist der Weltjugend dem Frieden und der Ver-' ftänbigung zu bienen bestimmt ist. Auf Einladung des Staatssekretärs der Luftfahrt General der Flie­ger Milch fand dann eine Begrüßung im Haus der Flieger beim Aeroklub von Deutschland statt.

AusstellungDie deutsche Sriefmorfe".

In Berlin wurde die unter der Schirmherrschaft des Reichspostministers Dr. Ohne sorge stehende nationale AusstellungD1 e deutsche Bries- m a r k e" eröffnet. Die Ausstellung zeigt die große Fülle deutscher Briefmarkenschätze,' angefangen mit den Wertzeichen der deutschen Kleinstaaten über die Marken des Kaiserreiches und der Inflationszeit bis zu den heutigen Ausgaben. Einen besonderen Anziehungspunkt wird aber der auf der Ausstellung zum Verkauf gelangende Adolf-HitlerBlock bilden, der in ungezähnter Form herauskommt, und von dem der Besucher ein Stück erwerben kann. Ministerialrat im Reichspostministerium Fleisch­mann führte u. a. aus, die Briefmarke sei heute nicht allein ein bequemes Mittel zur Entrichtung der Postgebühren. Die Eigenart der Marke habe ihre Verwendung als ein wertvolles Werbemittel zwingend erscheinen lassen in einer Zeit, in der es darauf ankommt, der Welt und den eigenen Volks­genossen von der Wesensart eines neuen Reiches

Am Geburtstag des Führers werden in den Städten Berlin, München, Nürnberg und Berchtesgaden diese Stempel benutzt. (Scherl-Bilderdienst-M.)

etwas Besonderes mitzuteilen. Das sei auch der Grund, der die Reichspost veranlaßt habe, die Frei­marken des neuen Deutschland bewußt in den Dienst der Werbung für das Reich Adolf Hitlers zu stellen. Es fei für die Reichspost und für das ganze deutsche Volk eine große Ehre, mit der Herausgabe und dem Kauf dieser Gedenkmarke einen Wunsch des Führers erfüllen zu können, nämlich Mittel für wichtige kulturelle Aufgaben bereitzustellen, die im allgemeinen Haushaltsplan des Reiches nicht berücksichtigt werden könnten.

Höhlenforscher enldeckk eine Falschmünzerwerkslall.

Eine überraschende Entdeckung machte ein be­kannter Grazer Höhlenforscher im Murr- höhlengebiet in Steiermark. Als er einen Schacht durchstieg, der bisher als unerforscht galt,' stieß er auf eine Vermauerung in den Wänden, die rote ein prähistorisches Grab aussah. In der Meinung, eine wichtige Entdeckung über die ehemalige Be­siedlung des Murrhöhlengebietes machen zu können, sprengte er die Vermauerung auf und entdeckte zu seiner Ueberraschung eine unterirdische Werkstätte, in der sich zahlreiche Schmelzöfen und sonstige Werkzeuge befanden. Man nimmt an, daß es sich um eine Falschmünzerwerk statt handelt. Vorderhand hat die Gendarmerie noch keinen An­haltspunkt, wer sich diese unterirdische Arbeitsstätte eingerichtet hat.

Blinder Stenograph bestehl die Prüfung.

Der gewiß nicht alltägliche Fall, daß ein B l i n- d e r seine Geschäfts st enographenprü- fung vor der Industrie- und Handelskammer ab­gelegt hat, wird aus Braunschweig gemeldet. Dort bestand der 23 Jahre alte Eberhard Hagerott, der vor vier Jahren plötzlich erblindete, die Prü­fung mit 150 Silben. Der Blinde benutzt zum Ste­nographieren eine Stenographiermaschine r'ür Blinde, die sechs Hebel und einen Leerlaufhebel hat. Infolge der verschiedenartigen Zusammensetzung von Punkten ist es ihm möglich, dem Diktat zu fol­gen. Nach dem Diktat fühlt der Blinde mit dem Zeigefinger den Streifen ab,liest" also sein Steno­gramm wieder und überträgt es auf die Schreib­maschine. Das tat er mit einer Schnelligkeit und Sauberkeit, die ihresgleichen sucht. Dem jungen Mann ist es dadurch möglich geworden, sich einen Lebenserroerb zu schaffen.

Kunst und Wistenschast.

Baldur v. Schirach beglückwünscht Georg Kolbe.

Der Jugendführer des Deutschen Reiches, Baldur von Schirach, hat an den berühmten Bildhauer Georg Kolbe zu seinem 60. Geburtstag folgendes Telegramm gerichtet:Zu Ihrem heutigen 60. Ge­burtstag wünsche ich Ihnen von Herzen Glück. Möge Ihnen das Bewußtsein der Verbundenheit unserer Jugend mit Ihrem Werk immer neue Kraft spen­den zum Dienst an gemeinsamen Idealen.

Heil Hitler! Ihr Baldur von Schi rach."

In Würdigung seiner großen Verdienste auf dem Gebiet der bildenden Kunst verlieh die Stadt Frank­furt a. M. dem Goethepreisträger des Jahres 1936, Bildhauer Professor Dr. e. h. Georg Kolbe zu seinem 60. Geburtstage die Goethe-Plakette. Diese Auszeichnung, die bisher nur wenigen Künst­lern zuteil geworden ist,gilt dem hervorragenden bildnerischen Werk des großen Gestalters, dessen Kunstschöpfungen in ihrer so seltenen Ausgeglichen­heit, in der Reinheit der Form und der schweben­den Anmut eine wesenhafte innere Beziehung zum Goetheschen Schaffens- und Lebenskreis erkennen lassen."

Wetterbericht

des Relchswetkerdienstes. Ausgabeort Frankfurt

Mit dem Vorstoß eines kräftigen Atlantikwirbels zur Nordsee haben bei uns die Witterungsvorgänge wieder große Lebhaftigkeit angenommen. Dabei kamen wir wieder in den Bereich kälterer Meeres­luft, die unter zeitweise kräftig auffrischenden, beson­ders nach Norden hin auch teilweise stürmischen West­winden die Temperaturen unter dem jahreszeitlichen Durchschnitt hält und zu wiederholten, meist schauer­artigen Niederschlägen Anlaß gibt. Trotz kräftigem Druckanstieg ist eine durchgreifende Besserung vorerst noch nicht zu erwarten. Die Temperaturen werden bei nach Nordwest drehenden Winden zunächst noch weiter zurückgehen.

AussichtenfürSonntag: Veränderlich mit zeitweiliger Aufheiterung, ober auch wiederholten, meist schauerartigen Niederschlägen, bet zeitweilig auffrischenden, nach Nordwest drehenden Winden weitere Abkühlung.

Lufttemperaturen am 16. April: mittags 11 Grad Celsius, abends 9,1 Grad; am 17. April: morgens 9,1 Grad. Maximum 12,9 Grad, Minimum heute nacht 7,5 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 16. April: abends 10,1 Grad; am 17. April: morgens 8,9 Grad. Niederschläge 8 mm. Son­nenscheindauer 1,5 Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen­leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Jnhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. III 37: 10 496. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. wehr Emzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags

15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. April 1937 gültig.