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Oie Standarte der Ordnungspolizei.
Feierliche Einholung der ersten Polizeistandarle.
In feierlicher Form wurde am Mittwochvormittag die erste Standarte, die der Führer der Polizei in Nürnberg verliehen und in dem Luit- poldhain mit der Blutfahne der Bewegung ge- weiht halte, von einer Ehrenformation der berliner Schutzpolizei eingeholt und vom Dienst- gebäude des Kommandos der Schutzpolizei nach dem Hauptamt Ordnungspotizei Unter
(Scherl-Bilderdienst-M.)
den Linden 72 übergeführt. Drei Hundertschaften in der neuen in Nürnberg gezeigten Paradeuniform begleiteten die von dem Blutordensträger Oberleutnant Albrecht getragene und von zwei Ehrenzeichenträgern flankierte Standarte auf ihrem Marsch. Unter den Klängen des neuen, für Nürnberg komponierten nationalsozialistischen Polizeimarsches, zog die Ehrenformation durch das Brandenburger Tor zum Hauptamt, wo das Offizierkorps des Stabes des Chefs der Ordnungspolizei General D a l u e g e das Wahrzeichen der Polizei empfing. Unter den Rhythmen des Präsentiermarsches vollzog sich hier die feierliche Ueberführung der Standarte in das Dienstgebäude, wo sie im Zimmer des Chefs der Ordnungspolizei, General Daluege, neben drei der ältesten Fahnen der Bewegung, der ersten Frontbannfahne, der ersten Fahne der Berliner Nationalsozialisten und einer der ältesten Fahnen der kurmärkischen Braunhemden Aufstellung fand.
Mithilfe beiSpionageabwehr!
Besondere Vorsicht
im Gebiet der Wehrmachtsmanöver.
Berlin, 15. Sept. (DNV.) 3m letzten Drittel des September sind Teile Norddeutschlands der Schauplatz der Wehrmachlmanöver 1937. Eine Woche lang wird die neue Wehrmacht mit ihren drei Wehrmachtsleilen. Heer, Kriegsmarine und Luftwaffe, im unbekannten Gelände unter feld- mähigen Bedingungen Hebungen durchführen und die Brauchbarkeit des vielgestaltigen Kriegsgerätes erproben. Es liegt auf der Hand, datz die aus- ländische Spionage, von deren Dirken die Landesverratsprozesse der letzten 3ahre und 2Ho- nate Kunde gaben, während der Wanöverzeil eine verschärfte Ausspähungstätigkeit versuchen wird. Die Erfahrung früherer Manöver hat gezeigt, datz stets eine ganze Anzahl von Agenten, Spionen und Aushorchern unmittelbar in das Uebungsgebiet entsandt werden.
Zur Abwehr dieser landesverräterischen Elemente und zum Schutz unserer Wehrmacht sind a l le notwendigen Mahnahmen getroffen. Auch das Landesverratsgeseh, das für den Verräter den Tod durch das Beil des Scharfrichters vorsieht, wird inzwischen senen verächtlichen Kreaturen bekannt geworden sein, die sich durch Verräterei und Spionage ein schmutziges Iudasgeld verdienen wollen. Niemand braucht daher in Sorge zu sein oder sich besondere Gedanken zu machen. Wer allerdings glaubt, aus verdächtigen Wahrnehmungen, Beobachtungen, Gesprächen usw. schliehen zu müssen, dah Staatsfeinde ihr Anwesen treiben ober Spione am Werk sind, der wende sich umgehend vertrauensvoll an den nächsten Polizeibeamten. Ls wird selbstverständlich von jedem Volksgenossen, der seine erwünschte Mithilfe zur Verfügung stellt, erwartet, dah er sich der Tragweite seiner Anzeige b e w u h t ist, damit die Aeberwachungs- organe nicht durch unbegründete Anzeigen von ihren Aufgaben abgehalten werden.
Beschlagnahme polnischer Blätter in Danzig.
Danzig, 15. Sept. (DNB.) Durch Verfügung des Polizeipräsidenten war die Einfuhr und Verbreitung der polnischen Zeitungen „Jllustro- wany Kurjer Codzienny" und „K u r j e r B a l t i cf i" verboten worden. Die Polizei hatte den Verdacht, daß trotzdem Exemplare der verbotenen Zeitungen von polnischen Postbeamten den Beziehern zugestellt wurden.
Um sich darüber Gewißheit zu verschaffen, wurden die betreffenden Postbeamten aus dem Polizeipräsi- dium vernommen. Hier bestätigte sich der Verdacht. Da es den völkerrechtlichen Grundsätzen und den Grundsätzen des Gastrechtes widerspricht, daß Maßnahmen der Danziger Polizei durch die polnische Post in Danzig verhindert werden, ist die polnische diplomatische Vertretung vom Senat gebeten worden, die nötigen Maßnahmen zu treffen, daß die polnische Post in Danzig nicht Handlungen oornimmt, die nach dem Gesetz des Danziger Staates gesetzwidrig und strafbar sind. Gleichzeitig war der polnische diplomatische Vertreter wegen der Sistierung der polnischen Postbeamten beim Senat vorstellig geworden. Die Angelegenheit ist nunmehr als erledigt zu betrachten. polmscheplanemderMereszone
Don unserer berliner Schriftieitung.
Nicht alle Pläne von großem Wurf, an denen es in Polen selten mangelt, sind zur Durchführung gelangt, man muß aber gestehen, daß diejenigen, die irgendwie mit der polnischen Seegeltung Zusammenhängen, dennoch mit großem Eifer oor- wärtsgetrieben zu werden pflegen. So war es mit dem Ausbau des Hafens von Gdingen, der durch die französischen Kredite gefordert wurde, o war es mit der Kohlenbahn vom Meer bis nach Oftoberfchlefien und jetzt hat man das alte deutsche Fischerdorf H e l a geräumt, um hier eine Seefestung anzulegen, die geeignet sein dürfte, die gesamte Danziger Bucht zu beherrschen. Wie man hört, ist in löjähriger Vorbereitung ein Projekt fertiggefteüt worden, daß bezweckt, 10 000 Hektar Land in der Putziger Bucht dem Meer abzuringen. Der Vergleich mit Deutschland liegt nahe, ist aber dennoch wohl nicht ganz am Platze, wenn man bedenkt, daß Polen in seinen Ostgebieten noch weite unerschlossene Ländereien hat, die der Kultur erschlossen und besiedelt werden könnten. Die Ge- amtfoften sollen viele Millionen betragen und man könnte sich vorstellen, daß man mit dieser Summe das Mehrfache an Bauern auf ertragsfähigem vorhandenem Boden ansetzt.
Wenn diese Pläne dennoch verfolgt werden, dann liegt die Vermutung nahe, daß dabei noch andere Erwägungen mitsprechen. Was hat es mit der Putziger Bucht auf sich? Man ziehe eine gerade Linie von der Spitze der Halbinsel Heia zum nördlichen Ende des Gdinger Hafens und man chneidet damit ungefähr den Teil der Danziger Bucht vom Meere ab, der zu Land verwandelt werden soll. Die Seetiefe ist außerordentlich gering in diesem Teile, und zwei tiefere Stellen sollen a l s Binnenseen zurückbleiben, wenn man den schützenden Damm errichtet und die 40 000 Morgen Lano aus dem Meere holt. Die unmittelbare Folge dieses Werkes wäre nun zunächst, daß die Hafen- und Fischerstadt Putzig eine Binnen st adt würde, wodurch eine größere Zahl von Gewerben brotlos nv -hen oder ihre Betriebe anderswohin verlegen r te. Allerdings hätte Putzig damit die Möglichkeil sich nach der Seite des neu gewonnenen Lanoes auszubreiten und seinen Hafen weiter hinauszuschieben, was aber wiederum bedeutende Kosten verursachen müßte. Ein Vorteil dieses Projektes springt in die Augen: Die Landverbin- d u n g von Gdingen nach dem Orte Hela, also vom Hafen zur Küstenoerteidigung, würde auf etwa die Hälfte der heutigen Strecke, die etwa 60 Kilometer beträgt, verkürzt werden, was von großer strategischer und wirtschaftlicher Bedeutung wäre, um so mehr, als die heutige Eifenbahnlinie, soweit sie auf der außerordentlich schmalen Halbinsel entlangläuft, also fast 25 Kilometer weit in unmittelbarer Nähe der Küste entlangführt, damit strategisch sehr gefährdet ist und auch bei starkem Seewind an einigen Stellen oft von Sturzwellen erreicht und unterwühlt wird. Man wird sich in ALarschau also wohl den Kopf zu zerbrechen haben, ob dieser Vorteil die Millionen wert ist, die die Ausführung des Planes kosten würde
Land der Lugend.
Eindrücke eines britischen Offiziers vom Reichsparteitaq.
London, 16. Sept. (DNB. Funkspruch.) „Daily Telegraph" veröffentlicht eine Zuschrift des Majors F. Yeath-Brown, der während des Parteitages in Nürnberg war. In dem Brief heißt es, daß der Nationalsozialismus ungeheuer viel dazu beigetragen habe, b i e körperliche E r - t ü ch 11 g u n g zu vertiefen. In Nürnberg feien Taufende von Jungen des Reichsarbeitsdienstes mit bloßem Oberkörper vorbeimarsckiert Das sei das eindrucksvollste Schauspiel gewesen, das er je gesehen habe und bestimmt kein militärisches Schauspiel, sondern im Gegenteil ein Ausdruck der Würde der Arbeit. In, England verliere man viel Zeit, indem man sich den anderen gegenüber überlegen fühle und indem man [ mißachte, was ungewöhnlich fei. Auf diese Weise verliere der Engländer den Anschluß ' an wichtige Dinge, die sich auf dem Kontinent abspielten Eines dieser Dinge sei die Organisation des deutschen Arbeitsdienstes Das ' neue Deutschland mache auf jeden Besucher den ■ Eindruck körperlicher Gesundheit. Es habe . endgültig die „steife K r a g e n m e n t a 1 i t ä t" , ü b e r w u n d e n, die in England noch vorherrschend . sei Nürnberg, das man zu unrecht geringschätzig ! die Stadt der Uniformen genannt habe, könne man । nur als „Stadt der Jugend" bezeichnen । XVI. Deutsches Turn- und Sport- [ fest 1938 in Breslau.
Breslau, 15. Sept. (DNB.) Der Führer hat x die Durchführung des XVI. Deutschen Turn- und , Sportfestes 1938 in Breslau genehmigt Diese ' Veranstaltung der deutschen Turner und Sportler, 1 ja der Leibesübungen treibenden Nation über» ’ Haupt, soll die Erfüllung der in Stuttgart 1933 in . Anwesenheit des Führers umrissenen Aufgabe , weiterführen. Eine leibestüchtige, in Leistungen erprobte und in Gesundheit strahlende junge Mann» J schäft soll als geschlossene Gemeinschaft des Volkes
Deutschland wach und kräftig halten. Die deutschen Turnfeste sind aus Jahns Ueberlieferung feit ' dem ersten Fest in Coburg 1860 Bekenntnisse zu einem machtvollen und einigen Reich gewesen. Die Einbeziehung der Leibesübungen in das Kraftfeld der Reichsparteitage, der Bau des Riesenstadions in Nürnberg, die Förderung und Unterstützung der Leibesübungen als Teil der poli» g tischen Gesamterziehung durch Staat und Partei « in den Organisationen wie in der freien Gemein- , schäft des DRL. haben die Bedeutung und die r Aufgabenstellung der Leibeserziehung im Be- e wußtfein der Nation verankert. Der Führer hat - alle Dienststellen von Partei und Staat angewie- . sen, das Deutsche Turn- und Sportfest, Breslau i. 1938, zu fördern.
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