Sporl der Studenten.
Der Wettkampfbeirieb an der Llniversität Gießen.
Das vergangene Semester brachte nicht die Erfolge, die erhofft worden waren. Die Zahl der Studierenden ließ eine günstige Auslese kaum zu, ferner war auch leistungsmäßig ein Rückgang zu verzeichnen. Für die kommenden Jahre jedoch ist wieder mit gutem Nachwuchs zu rechnen. Zn der Grund- ausbilduncs stehen jetzt Leute zur Verfügung, die bestimmt die Universität Gießen zu Siegen führen werden. Hinsichtlich der Breitenarbeit ist Zufriedenstellendes zu berichten, für die vor allem das Institut für Leibesübungen der Universität Gießen verantwortlich zeichnet. •
In der Leichtathletik war am krassesten ein Rückgang in den Leistungen festzustellen. Beim Stadt- Staffellauf konnte die Universität nicht an die Erfolge im vorigen Jahre anschließen und mußte sich mit dem vierten Platz bei den Frauen und mit dem 6. Sieg bei den Männern zufrieden geben. Auch der Hochschulwettkampf gegen die Universität Marburg sah unsere Vertreter im Hintertreffen. Marburg siegte mit 9341,2 Punkten. Die bei den Universitätsmeisterschaften ausgetragenen Fachschastswetttämpfe brachten ein erbittertes Ringen um, die wertvollen Wanderpreise. Es siegte die Medizinische Fachschaft vor der Naturwissenschaftlichen Fachschaft. Die Deut- ichen Hochschulmeisterschaften in Göttingen ergaben; ür Gießen im Mannschaftskampf den 18. Platz in •er Gesamtwertung. Luh wurde im Kugelstoßen nur Vierter.
Im Schießen dagegen hielt sich unsere Vertretung hervorragend. Bei dem Fernschießwettkampf belegte unsere Universität unter 29 Mannschaften bei den Studenten den 13. Platz mit 944 Ringen,
bei den Studentinnen unter 20 Mannschaften den 11. Sieg mit 384 Ringen.
Das Faustballspiel, das von jeher gern an unserer Hochschule gespielt wurde, erlebte in diesem Semester wieder seinen Aufstieg. Bei dem Uni- versitätssportfest zeigten sich die Dozenten in einem gut durchgeführten Spiel, das die Studenten nur knapp gewannen. Am Tage darauf in Herborn verlor unsere Mannschaft gegen die kampfftärkeren Einheiten von Sinn und Herborn.
Erfreulicherweise ist die Fußballmannschaft der Universität besser geworden. Nach einem 2:2 in Herborn gelang es ihr in Ehringshausen 5:4 zu gewinnen. Die Mannschaft ist zur Zeit äußerst spielstark und wird bestimmt in den kommenden Rundenspielen um die Deutsche Hochschulmeisterschaft nicht mehr nur Punktlieferant fein. Für das Wintersemester ist eine Fahrt nach Luxemburg geplant.
Im Handball konnte sich die Mannschaft erst nach einigen Spielen Geltung verschaffen. Nach einem 4:4 in Herborn, worbei im übrigen die Gießener gut gefallen haben, verlor die Handballmannschaft gegen die Universität Marburg mit 7:5 Toren. Einen großen Erfolg brachte die Saarlandfahrt. Nur knapp 11:8 gegen den Gauligaverein St. Ingbert zu verlieren, hätten sich die kühnsten Optimisten nicht träumen lassen. Auch bei dem folgenden Spiel gegen den ungeschlagenen Saar- bezirksmeifter Tv. Hassel zeigte sich unsere Mannschaft von der besten Seite. In beiden Spielen bot Gießen Leistungen, wie sie wohl kaum eine andere deutsche Universität von der Größe Gießens auf- weisen kann.
vom Glaspalast zum Haus Der Deutschen Kunst.
Zum Tage der Deutschen Kunst.
Von Johannes Jacobi.
München, die Hauptstadt der Bewegung, ist vorn Führer auch zur Haupt st adtderdeut- s ch e n K u n st erhöht worden. Die hohe Auszeichnung, die München dadurch vor vielen anderen Städten erfuhr, und die tiefe Verpflichtung, die es gegenüber der gesamtdeutschen Kultur übernahm, geben dem Tag der Deutschen Kunst eine Bedeutung von grundsätzlicher Art. Was sich vom 16. bis 18. Juli in der schönen Jsarstadt abspielt, reicht weit über die Mauern Münchens und Bayerns hinaus, es ist eine gemeindeutsche Angelegenheit.
Im Mittelpunkt der großen Feiern steht die Einweihung des Hauses der Deutschen St u n ft und der Eröffnung der Großen Deutschen Kunstausstellung 1 9 3 7. Ausstellungshäuser für Werke der bildenden Kunst gibt es an vielen Stellen im'Reiche. Große und angesehene find darunter, die ihre geschichtliche Bedeutung auch in der Gegenwart erweisen Was aber das „Haus der Deutschen Kunst" vor ihnen auszeichnet, ist ein Doppeltes. Einmal übernimmt es die Tradition des G l a s p a l a st e s, der in der Nacht zum 6. Juni 1931 in Flammen aufging. So unwirtlich dieses Gebäude als Heim der Kunst erscheinen mochte, die Ausstellungen, die es in regelmäßigen Abständen beherbergte, waren oft Marksteine der deutschen Kunstgeschichte. Hier wurden Entscheidungen erfochten und Namen nut Ruhm gekrönt. Die Werke der bildenden Kunst, die sich an dieser Stelle der Betrachtung und dem Urteil der Oeffentlichkeit stellten, waren zum großen Teil dem fruchtbaren Boden der Kunststadt München entsprossen, ragten in ihrer Bedeutung und Problematik aber weit über Bayern hinaus. Diese Ueberlieferung soll
mit besonderer Betonung der gesamtdeutschen Repräsentation der Münchener Kunstausstellungen das neue Haus der Deutschen Kunst übernehmen. Die erste Ausstellung, die am Tage der Einweihung eröffnet wird, ist deshalb bereits aus dem ganzen Reiche beschickt, sie soll ein umfassendes Bild vom gegenwärtigen Stande der bildenden Kunst in Deutschland geben, und der Führer selbst hat an der Sichtung der eingesandten Arbeiten persönlichen Anteil genommen.
Neben seiner Funktion als Herberge wechselnder Ausstellungen ist das neue Haus selbst ein Zeugnis, ja ein Bekenntnis des künstlerischen Gestaltungswillens und seiner grundsätzlichen Richtung im neuen Deutschland. Als der Führer am 15. Oktober 1933 den Grundstein legte, stellte er die Aufgabe: „Ein Haus der deutschen Kunst soll entstehen, der alte Glaspalast, durch viele Jahrzehnte ein Merkmal dieser Stadt, sich verwandeln in ein Denkmal unserer Zeit." Was in vierjähriger Arbe.it geschaffen wurde, und jetzt seiner Bestimmung übergeben wird, ist eine Erfüllung, ein Mal des deutschen Baustils, der einst als die architektonische Leistung der nationalsozialistischen Epoche in die Geschichte eingehen soll.
Man hat das 20. Jahrhundert das Zeitalter der Technik genannt und gemeint, daß die neuen Baustoffe, Glas und Eisen, und eine nüchterne Konstruktion auch das künstlerische Gesicht der Zeit bestimmen müßten. Der Vergleich zwischen dem alten Glaspalast und seinem Nachfolger, dem Haus der Deutschen Kunst, lehrt jedoch, daß die Periode vorbei ist, in der man das Neue um des Neuen willen pries und in einem Bau, der unverhüllt seine technischen Bestandteile zeigte, einen Gipfel der
Lebertranflecke
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Lehrvertrag
neben Jod und Phosphor die Vitamine A und D, ist also sehr wirksam gegen Rachitis und andere Kinderkrankheiten. Bei neueren Lebertranpräparaten ist der unangenehme Geschmack beseitigt.
Lcbcrtranslecke lassen sich mit warmem Seifenwasser entfernen. Leberverhärtung. Eine chronische Leberentzündung, die man auch alsLeberschrumpfung oderLeber- zirrhose bezeichnet oft die Folge von chronischem Alkoholismus (Schnaps), man spricht deshalb auch von einer Säuferleber. Die Leber schwillt dabei zuerst an und beginnt dann zu schrumpfen, wodurch die Pfortader (s. d.) ihr Blut nur mehr erschwert in die Leber führen kann, es entsteht dann oft Bauchwassersucht. Behandlung sehr schwierig, Trink- verbot. Zuckergaben usw. Arzt!
Lebkuchen, gewürztes haltbares Gebäck aus Mehl und Honig oder Sirup Es gibt verschiedene Lebkuchenspezialitäten wie Baseler Leckerli, Nürnberger Lebkuchen und Thorner Katharinchen.
Leder, enthaarte und gegerbte Tierhaut, wird zweckmäßig mit Lederöl wieder aufgefrischt, wobei man das öl mit einem Läppchen kreisförmig einreibt. Man kann jedoch auch Vaseline oder Rhizinusöl verwenden.
Leberflecke entfernt man mit lauwarmem Wasser und einer schwachen Beigabe von Salmiakgeist. Schimmel läßt sich mit einer Formalmlojung entfernen. Schwärzen läßt sich Leder mit
Schuhwichse. Leder, auch Lederschuhe werden wasserdicht, wenn man das Oberleder mit Glyzerin oder Rizinusöl und das Schuh- ledcr mit warmem Leinöl einreibt. Lackieren kann man Leder mit fertig käuflichem Lederlack. Ledertaschen reinigt man, indem man sie mit Terpentinöl abreibt.
Legen von Wäsche Man feuchtet die Wäsche erst gut an, zieht Ränder und Spitzen glatt und zieht die Wäsche erst quer, dann längs. Je nach Größe des Wäschestücks legt man es 2, 3 oder 4mal zusammen Wäsche, die nur gebügelt und nicht gerollt wird, rollt man und schlägt sie in ein Tuch.
Legierung. Mischung von mehreren Metallen, wie Messing aus Kupfer und Zink, oder Bronze aus Kupfer und Zinn.
Legitimation, siehe Ausweis.
Legitimität, siehe eheliche Abstammung, Ehelichkeit.
Leguminosen sind Hülsenfrüchte. Sic bilden inbezug auf ihre Ernährung eine Ausnahme im Pflanzenreich: sie sammeln mit Hilfe von Wurzelbakterien Stickstoff aus der Luft Daher dienen sie auch als Gründünger. Stark eiweißhaltig. S. Hülsenfrüchte und Wechselwirtscha^t.
Lehm, gelbliche Erde, wird zu Ziegelsteinen gebrannt, zu Fußböden in Scheunen gestampft und zum Ausschmieren von Öfen verwendet.
Lehrvertrag. Den Lehrvertrag mutz für den Minderjährigen
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Auch die Innenausstattung ist nunmehr fertiggestellt. Unsere Aufnahme zeigt einen der Ausstellungsräume. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
modernen Zivilisation sah. Das war neunzehntes Jahrhundert mit seiner blinden Verehrung für die „Fortschritte" der Technik. Zu dieser Baugesinnung paßte gut eine Weltanschauung, die in dem Widmungsspruch des Londoner Kristalfpalastes ihren bezeichnenden Niederschlag gefunden hat: „Zur Erhebung und Erbauung im Sinne aller Menschheitsideale und zur Beförderung der allgemeinen Bruderschaft und Glückseligkeit." Das ironische Lächeln, das bei diesen Worten um den Mund des heutigen Menschen spielt, wird von der Ironie des Schicksals bestätigt: denn ein merkwürdiger „Zufall" fügte es, daß der Londoner Kristallpalast, der als erstes kühnes Gebäude aus Stahl und Glas für die Weltausstellung von 1851 drei Jahre vor dem Münchener Glaspalast errichtet worden war, einige Jahre nach seinem jüngeren Bruder gleichfalls ein Raub der Flammen wurde. Zwei Repräsentanten des .Zeitalters aus Glück und Glas" verbrannten und zer- fpitterten. '•
Was das neue Deutschland an ihre Stelle zu setzen hat, ist ein Sieg der Kun st über d i e Technik. Nicht als ob die moderne Technik ignoriert worden wäre! Wer einen Blick in das — unsichtbare — Innere des Hauses der Deutschen Kunst tun konnte, in die Wände, Decken, Keller und Fundamente, der findet dort die neuesten Hilfsmittel vollzählig vereinigt, die von Ingenieuren, Physikern und Chemikern ersonnen wurden, um ein großes Gebäude auf ungünstigem Gelände zu errichten und ein Ausstellungshaus zu ermöglichen, das den empfindlichen Werken der bildenden Kunst Schutz vor Zerstörung und Beschädigung und den Besuchern den angenehmsten Aufenthalt sichert. Aber all dies ist verborgen, ist zurückgedrängt in die dienende Rolle, die aller Technik zukommt. Im Vordergrund stehen die künstlerischen Kräfte, die in Stein einen Ausdruck heutigen Empfindens geschaffen haben.
Mnachcr, der vor den langen Säulenhallen dieses Hauses stehen wird, seine klassische Linienführung mit dem Auge abwägt und aus Grundriß und Ausbau den Stilwitten zu erfassen bemüht ist, wird sagen: Das ist nicht neu, das lehnt sich an die Antike an. Diese Erkenntnis ist richtig, aber nur zum Teil. Der Führer und seine Mitarbeiter, wie Rust und Rosenberg haben wiederholt darauf hillgewiesen, daß die baukünstlerische Genialität der alten Griechen uns einen Formenschatz übermittelt bat, der in seiner Reinheit und Natürlichkeit der Maßverhältnisse eine einmalige und verpflichtende Leistung arischen Geistes darstellt. Auf diesem Fundament kann jede Zeit ihr eigenes Haus errichten. Entscheidend ist, was sie daraus macht. Ueberblicfen wir nur die beiden großen Rezeptionen antiken Formengutes in der europäischen Kunstgeschichte, die Renaissance und den Klassizismus, so wird jedem Einsichtigen der Unterschied dieser beiden Stilgattungen voneinander und ihr gemeinsamer Abstand von der historischen Antike in die Augen springen. So wie die Baukünftiel der Re..uissance und vor hundert Jahren die des Klassizismus aus dem künstlerischen Vokabelschatz des Griechentums ihre eigene Sprache formten, so hat auch das neue Deutschland
den Ehrgeiz, den lebensträchtigen Strom artge« mäßer Ueberlieferung einzuleiten in den pulsieren, den Organismus des heutigen Gestaltungswillens. Nur Schwächlinge kopieren, starke Geister entfalten ihre Eigenart, indem sie sich mit einem gesunden
Erbteil bildend auseinandersetzen.
In dieser Fähigkeit beruht die besondere Berufung Münchens zum Wegbereiter einer neuen deutschen Kunst. Wohl haben viele Epochen sich an der Isar ihre unvergänglichen Denkmäler .gesetzt, aber so verschiedenartig im einzelnen sie waren, es geschah mit planender Weisheit und mit dem Blick auf das Ganze, mit einer „Weiträumigkeit und Großartigkeit der Baugesinnung, die den Betrachter tiefer Atem holen läßt, und dabei von jedem gött
lichen Maßstab und immer durchwaltet von einer kontrapunktischen Verteilung weiser maßstäblicher Steigerungen, von Blickpunkten und reichen op» tischen Bindungen. Ernste Straßen- und Platzbilder, (bie ganz auf die Würde feierlicher Architektur und ^großmenschlicher Plastik gestellt sind, wechseln mit rauschenden Brunnen und der blühenden Pracht grünender Anlagen".
In dieses Bild hat das neue Deutschland bereits seine unauslöslichen Züge gezeichnet. Die Umgestaltung des Königlichen Platzes zu einem städtebaulichen Juwel, das neue Verwaltungsgebäude der NSDAP, und m symmetrischer Entsprechung das Führerhaus, die Ehrentempel für die Gefallenen der Bewegung und das Braune Haus, sie erstanden schon vor dem Haus der Deutschen Kunst als beispielgebende Schöpfungen eines deutschen B a u st i l s, der das Üeberlieferte mit dem Modernen, das Schlichte mit dem Erhabenen, die Zweck» aebundenheit mit der Schönheit ausdrucksvoll und harmonisch verschmilzt. Dem Weitblick und der Menschenkenntnis des Führers ist es zu danken, daß für diese Aufgaben der Mann gefunden wurde, der sie zu lösen vermochte: Paul Ludwig Troost. Er, der auch in den Jahren der allgemeinen Zersetzung sich nicht von dem zerstörenden Geist ab stecken ließ, hat den ewigen Sinn der Architektur neiuentbunben: Das Sichtbarmachen bes organischen Gefüges im eblen Ausgleich von Lasten unb Trauen. Sein letztes Werk bas Haus ber Deutschen Kunst, vereinigt in vollenbeter Weise bie Elemente ber künstlerischen Klassizität unb ber sachlichen Funktion mit ber Stellung bes Gebäubes in Raum unb Landschaft.
Die Erinnerung an den zu früh verschiedenen ersten Baumeister des Dritten Reiches wird über» strahlt von der Gewißheit, daß Paul Ludwig T r o o st das Seine beigetragen hat, um jenes Wort mit neuem Inhalt zu erfüllen, das König Ludwig I. von Bayern als Kronpinz aussprach und an das ber Führer unb Reichskanzler bei ber Grundsteinlegung zum Hause ber Kunst roieber erinnerte: „Ich will aus München eine Stabt machen, bie Deutschlanb so zur Zierbe gereichen soll, baß keiner Deutschlanb kennt, wenn er nicht München gesehen hat."
Aus der engeren Heimat.
Sitzung der Uatsherren in Grimberg.
+ (9 r ü n b e r g, 14. Juli. Da ein neuer Bürgermeister noch nicht ernannt ist, leitete ber erste Bei- qeorbnete Albach bie Sitzung. Von befonberer Bebeutung war ber Punkt ber Tagesordnung, ber bie Kosten ber Faselviehhaltüng betraf.' Die Kosten hierfür belaufen sich auf ungefähr 3000 Mk. jährlich. Laut gesetzlicher Vorschrift finb Oememben, bie im Urnschulbungsverbanb finb, berechtigt unb verpflichtet, bie Kosten für bie Faselviehhaltung, soweit sie nicht burch Deckgelb aufgebracht werben, durch Umlage auf bie Viehhalter zu erheben. Den m Betracht fommenben Gerneinben ist auf ber letzten Versammlung ber Bürgermeister bes Kreises mifqegeben worben, schon für biefes Jahr in dieser Weise zu verfahren. Die Beratung sollte sich ledig- lich barum brehen, ob Sprunggelb ober Umlage w wählen sei. Die Meinung ber Ratsherren war hierüber geteilt.
Eine Mitteilung des Beigeordneten betraf die (Bebäuöe ft euer. Danach hat die Landesregie- rung angeordnet, daß diese Steuer für Grünberg, bas dem Umschuldungsverband angehört, auf den Landesdurchschnittssatz von 50,7 Pfennig festzusetzen ,ft. aegenüber dem seitherigen Satz von 42,8 Pf Die sich hieraus ergebende Mehreinnahme beträgt rund 2000 Mark.
Das Baugesuch £er Frau Kappes, die beim Umbau ihres Geschäftshauses eine Erweiterung nach ber Höfetränke hin vornehmen will, wird befürwortet.
Auch das Gesuch des Friedel Hofmann, der pine zweite Tankanlaqe vor seinem Hause errichten will, findet Befürwortung.
Abgelehnt wird das Gesuch ber Schäferei- aenossenschaft wegen Ueberlaffung einer alten Schäferhütte
Der Ortsbauernführer, Ratsherr Großhaus, weist auf bie Svatzenplaqe hin unb regt an, für ben Flurschützen bie Schießerlaubnis zu beantragen um weiteren Schaben zu verhüten.
Kin 17 fahriger Einbrecher
Cpb. Butzbach, 15 Juli In der letzten Zeit gab Hier ein Einbrecher wiederholt ein wenig
beliebtes Gastspiel. Der Dieb hatte es hauptsäch- luf) auf Geld abgesehen Nunmehr wurde der Täter von einem Wohnungsinhaber bei einer „In» spektion" des Schreibtisches überrascht Der Dieb konnte zwar noch durch ein Fenster flüchten, er rourbe aber erkannt, fo baß er später feftgenom» ™ e ” narben konnte. Es handelt sich um einen erst 17 Jahre alten Burschen, ber seine bUltimen Streiche bereits eingeftanben hat.
Landkreis Gießen.
Watzenborn-Steinberg, 15. IuU. Am vergangenen Sonntag unternahm der hiesige Gesangverein „S ä n g e r k r a n z" eine Sän- ? V» k r nach Bvd Homburg. Unter der fachkundigen Führung eines Mitgliedes des Ver» kehrsvereins wurden die Sehenswürdigkeiten ber ■oabeftabt besichtigt. Der Chor unter Leitung seines -Dirigenten Sport) trug auf dem Marktplatz einige Lqore vor bie von ben zahlreichen Zuhörern mit Beifall ausgenommen würben.
s 8 Watzenborn.Steinbera, 16. Juli. Bei ber biesjahrigen Meisterprüfung konnten aus unserer Gemeinde von 14 Handwerkern 13 Teil- nehmer »hre Meisterprüfung mit Erfolg ablegen. Es ra 'Ä- Schreinermeister: Karl Man bl er L, ®esor5 P'.tz- Karl Manbler II., Otto Hauser und Ludwig Burk: vier Weißbindermeister: Georg aJ * r VNl' Karl Pitz, Robert R ö h m i g und Heinrich Haas. Ferner Glasermeister Karl mr-n 9er.l Autofchlossermeister Karl Häuser, Mullerm°'ster Sari Römer unb Maurermeister Ernst Burger /
Eberstadt, 14. Juli. Die Ernte ar bei- t e n haben hier bereits begonnen. Wintergerste Ihn Teil auf Haufen unb wirb sogar
Aon gebroschen Heute begann bie hiesige Genossen- '!?'?^chmnschme roieber mit ihrer Melobie. r£ge ^wegen sich in biefem Jahr nach ben hia 9in F^bmssen bei Wintergerste zwischen 14 r ,5 S^ntner pro Morgen. Hier unb ba wurde ?? geschnitten. Die abgeernteten Schice finb schon zum. größten Teil gestürzt und mit hiof ®,(fen bestellt. Besonders stark hat in gefeöt $a$VC ,e^ f$on bie Frühkartoffelernte ein«


