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Aus aller Welt.

Schulmedizin und Naturheilkunde.

Die erste Sitzung der Zweiten Frankfur­ter Konferenz für Medizinisch-Natur­wissenschaftliche Zusammenarbeit war der Besprechung der physikalischen und physio­logischen Grundlagen der Wärmebehandlung gewid­met. Professor Dr. Lampert (Bad Homburg) äußerte sich dann über die FrageSchulmedi­zin oder Naturheilkunde" und führte u. a. aus: Unsere Aufgabe ist die Pflege der natur­wissenschaftlichen und bioloaisch-medizmischen For­schung. Die Kluft zwischen sogenannter Schulmedi­zin und Naturheilkunde muß verschwinden, denn diese Spaltung ist ein Schaden für bas Volk. Die Gegensätze zwischen Schulmedizin und Naturheilkunde sind gar nicht so groß, wie allge­mein angenommen wird. Die medizinische Wissen­schaft hat immer fchon gewisse von der Naturheil­kunde stammende Methoden angewandt. Wir haben uns zur Ausgabe gestellt, diese Methoden wissen­schaftlich zu untermauern. Wir sagen den Naturheil­kundigen:Wir wollen euch helfen, eure Methoden nachprüfen und, wenn sie stimmen, die wissenschaft­lichen Grundlagen dazu geben". Wenn die Schul­medizin sich bisher behauptet hat, so bedeutet das, daß sie richtig war. Wenn dabei gleichzeitig die Naturheilkunde obwohl sie die schwächere ist sich im Volk erhalten hat, so beweist das, daß auch darin wenn auch nur im Kern Wahres ent­halten ist. Wir gehen mit den Naturheilkundigen Zusammen, um zu erforschen, was wahr und was falsch ist. Die Entscheidung liegt dann bei der Wissenschaft.

Ehrentag der Rettungsmedaille.

Der Reichsbund der Inhaber der Rettungs­medaille, dessen Schirmherr Ministerpräsident Ge­neraloberst Hermann Göring ist, erläßt folgenden Aufruf: Am Sonntag, dem 6. Juni, feiert der Reichsbund der Inhaber der Rettungsmedaille in Berlin mit einem großen Aufmarsch im Lustgarten und anderen festlichen Veranstaltungen den Ehren­tag der Rettungsmedaille. Alle deutschen in treuer Kameradschaft verbundenen Lebensretter kommen hier zusammen, um durch an Tradition geheiligter Stätte ihre unerschütterliche Treue zu unserem Füh­rer zu bekunden und ihm und unserem Schirm­herrn, Ministerpräsident Generaloberst Hermann Göring, zu huldigen. Deutsche Männer und Frauen, denen für eine mutige Rettungstat dieRettungs­medaille am Bande" bzw.Erinnerungsmedaille

für Rettung aus Gefahr" verliehen oder aber eine amtliche Belobigung zuteil wurde und die dem Reichsbund der Inhaber der Rettungsmedaille noch nicht angehören, melden sich zum Beitritt und zur Teilnahme amEhrentage der Rettungsmedaille" bei der Bundesführung des Reichsbundes, Ber­lin W. 9, Potsdamer Straße 138 II.

Schwerer Erdrutsch fordert acht Todesopfer in einem italienischen Dorf.

In dem unweit von Vittorio Veneto liegenden norditalienischen Dorf Costa ereignete sich ein Erd­rutsch. Bis jetzt sind acht Todesopfer zu be­klagen. Vier Häuser wurden unter den Gesteins­massen völlig begraben, andere stürzten teilweise ein oder wurden derart beschädigt, daß mit ihrem nachträglichen Einsturz gerechnet werden muß. Als Ursache des Erdrutsches darf ein leichtes Beben an­genommen werden, in dessen Folge sich der nach anhaltenden Regengüssen aufgeweichte Boden auf dem Bergabhana von seiner Unterlage löste. Die Aufräumungsarbeiten gestalteten sich wegen der Gröhe der Felstrümmer und wegen der gewaltigen Gesteinsmassen, die den Ort verschüttet haben, äußert schwierig. Die acht Toten, meist Frauen und Kinder, wurden in der Kirche von Costa auf­gebahrt. Zahlreiche Verwundete, darunter sechs Schwerverletzte, wurden in das Kranken­haus von Vittorio Veneto gebracht. Es wird be­fürchtet, daß die Leichen noch weiterer Dorfbewoh­ner unter den Trümmern liegen.

Jüdischer INarktschleber ermordet polnischen Polizisten.

Aus Brest am Bug wird eine feige jüdische Mordtat gemeldet, die in der polnischen Be­völkerung Helle Empörung auslöste. Polizisten stell­ten bei einer Kontrolle der Marktstände fest, daß jüdischeHändler" aus Heimschlachtungen stam­mende und allen gesundheitlichen Anforderungen widersprechende Fleischwaren zum Verkauf anboten. Als die Beamten zur Beschlagnahme der Ware schreiten wollten, rotteten sich die jüdischen Schieber zusammen und griffen die Polizisten an. Einer der Juden zog in seiner Wut darüber, daß ihm durch das polizeiliche Einschreiten seinGeschäft" ver­dorben wurde, einen Revolver und schoß einen Po­lizisten nieder. Der Beamte wurde so schwer ver­letzt, daß er kurz nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus ft a r b. Die polnische Bevölkerung ging gegen den jüdischen Mörder und seine Spieß­gesellen vor, verprügelte sie und riß die Verkaufs­stände nieder.

Aus der engeren Heimat.

Erinnerung an eme große Zeit.

+ Grünberg, 13. Mai. Ein geschicht­liches Denkmal, das an die Zeiten des Sieben­jährigen Krieges erinnert, ist dieser Tage von seinem seitherigen Standort hinter der Stadtkirche in die Spitalskircke verbracht worden. Das Denkmal hat im Wandel der Zeiten schon mehrmals seinen Platz gewechselt. Errichtet wurde es von der Gattin des im Gefecht bei Atzenhain am 21. März 1761 ge­fallenen hannöverschen Generals Friedrich von Reden, der im Chor der alten Marienkirche seine letzte Ruhestätte gefunden hatte. Das aus weißem Sandstein gearbeitete Denkmal war ein Werk des Bildhauers Stahl aus Kassel und stellte eine trauernde Frau in gebeugter Stellung dar, die ihre Tränen in einer Schale sammelt. Im Volksmund trug daher das Denkmal den NamenTränen­weibchen". Die Inschrift lautete:

M.

Ernesti Friederici de Reden Copiarum Hanoveran legati

in proelio apud Grimbergam cum adversus Gallos fortiter pugnaret caesi

hocce pietatis monumentum vidua et liberi moerentes posuerunt.

Beim Einsturz der Marienkirche im Jahre 1816 wurde das Denkmal arg beschädigt, und es laa dann jahrzehntelang im Garten des ersten Pfarrhauses. Ein Urenkel des Generals mit Namen Gottfried von Reden ließ es dann durch den hiesigen Steinhauer­meister Leonhard wieder erneuern, und in seinem Beisein wurde es im Jahre 1906 hinter der Stadtkirche wieder aufgestellt. Eine in die Kirchen­wand eingelassene Gedenktafel berichtet darüber. Allein der Zahn der Zeit hat dem Denkmal so stark zugesetzt, daß nur noch die Ueberführuna in einen geschützten Raum es vor dem völligen Zerfall be­wahren konnte. Aus diesem Grunde hat man ihm nun in der- Spitalskirche in einer Nische hinter dem Altar einen Platz angewiesen.

Landkreis Gießen.

* Klein-Linden, 15. Mai. Ein Schwind­ler, der vor einigen Tagen einem hiesigen Ge­schäftsmann eine Kanne mit 25 Liter gutem

Salatöl verkauft hatte, die aber in Wirklichkeit nur z w e i Liter minderwertiges Kno­che n ö l auf der Oberfläche von 2 3 Liter W a f - s e r enthielt, der auch am nächsten Tage das gleiche Betrugsmanöver in Aßlar (Kreis Wetzlar) aus­führte, wurde dort nach dem alsbalV erkannten Be­trug verhaftet und dem Amtsgericht in Wetz­lar zugeführt. Hier stieß an der Straßengabe­lung der Frankfurter und Wetzlarer Straße, in der sog. Todesfälle, ein aus Richtung Gießen kommen­des Personenauto mit einem von Wetzlar kommenden Lastauto zusammen. Dabei wurde die aus Eiern und Butter bestehende Ladung des Personenautos zum Teil zertrümmert und floß als Rührei mit Butter auf die Landstraße. Personen wurden zum Glück nicht verletzt.

gfs. Allendorf (Lahn), 13. Mai. Unsere Frauen schäft veranstaltete mit dem Deut­schen Frauenwerk einen fröhlichen Kamerad­schaftsabend. Ein vierstimmiger Kanon leitete über zu der Ansprache der Leiterin Frau Faber, die auf die weitere Werbung zum Frauenwerk und auf die Notwendigkeit der Mitarbeit aller Frauen hin­wies. Dann sprach Schulungsleiter Müller über die Aufgaben und Pflichten der Frau im neuen Reich. Gemeinsame Lieder, kleine Zwiegespräche und Gedichte schufen eine fröhliche Stimmung und hielten die Teilnehmerinnen noch lange beisammen.

gfs. Grüningen, 12. Mai. Die Abt. Volks­wirtschaft = Hauswirtschaft führte einen Kurzlehr­gang in der Zubereitung des Seefisches durch. Die Vertrauensfrau, Frau Fay, zeigte die Herstellung der verschiedenen Gerichte, die zahlreichen Teilneh­merinnen waren mit Eifer und Freude dabei. Die Kostproben fanden großen Beifall und werden manche Hausfrau zur Nachahmung anregen. Im festlich geschmückten Saale bei Bender wurde der Muttertag mit den ältesten Dorfbewohnern gefeiert.

cxd Eberstadt, 13. Mai. Die Freiwillige Feuerwehr hielt im GasthausZum Schwanen" unter der Leituna von Brandmeister F e l s i n g ihre Generalversammlung ab. Brandmeister F e l s i n g erstattete den Geschäftsbericht, Kassenwart Eugen Gör lach berichtete über den Kassenstand. Dem Kassenwart und dem Vorstand wurde Entlastung erteilt. Im übrigen beschäftigte sich die Versamm­lung mit der Beratung einiger wichtiger Angelegen­heiten der Wehr.

gfs. Eberstadt, 12. Mai. Unsere Alten über 70 Jahre wurden von der Frauenschaft geehrt

und an festlich gedeckten Tischen freundlich bewirtet. Ein Singquartett trug schöne Lieder vor, und auf der stimmungsvoll geschmückten Bühne brachte der BDM. Volkstänze und Reigen zur Vorführung. Alle fühlten sich wohl in echter Volksverbundenheit und gedachten voller Dank des Führers.

Steinbach, 12. Mai. Zu einem Volks- gemeinschaftsabend hatten Jungvolk und Jungmädel am Sonntag in den Saal desEin­horn" eingeladen. Eine stattliche Schar Eltern und sonstiger Volksgenossen füllte den Saal. Mit dem gemeinsamen Lied des JV. und der IM.Ein junges Volk steht auf" begann der Abend. Orts­gruppenleiter Bürgermeister Rink hielt hierauf eine Begrüßungsansprache. Es folgte ein Spiel Die Aufnahme , das freudigen Beifall fand. Hier­auf fangen die Jungmädel unter Leitung ihrer Führerin Elfriede D ö l l verschiedene Kanons, die teilweise stürmische Heiterkeit erregten und lebhaften Beifall sanden. Die Jungmädels spielten daraus ein StückSusi nascht gern", das ebenfalls wohl- verdienten Beifall fand. Die folgenden Volkstänze der IM. gefielen allgemein. Die nächste Nummer der Spielfolge brachte das MärchenspielDer Däumling", das von Jungens des JV. und Mädels der IM. flott gespielt wurde. Die dankbare und beifallsfreudige Zuhörerschaft spendete reichen- Bei­fall. Das Jungvolk unter Leitung seines Führers Karl Haas gab darauf wohlgelungene Proben feines Turnens. Das Schluhlied wurde ebenfalls von den Pimpfen gesungen. Eine Ansprache des Propagandaleiters der Ortsgruppe Steinbach, Grö­ßer, beendete in üblicher Weise den Abend. Die Eltern und anderen Gäste waren sicherlich alle sehr befriedigt von diesem ersten Volksgemeinschasts- adend der IM. und des ID. und würdigten den tadellosen Verlauf des Abends, der nicht nur zeigte, daß alles gut vorbereitet und eingeübt war, son­dern der vor allem eine Probe der Begeisterung war, mit der Steinbachs Jugend bei ihrer Sache ist.

gfs. Beuern, 12. Mai. Im festlich geschmückten Saale desHolländischen Hofes" fand die Feier für die Eltern der Gefallenen statt. Die weiß gedeckten Tische waren mit leuchtendem Buchen­grün und blühenden Schlehenzweigen verziert. Zwi­schen ernsten und fröhlichen Gedichten wurden die Gäste mit Kaffee und Kuchen bewirtet. Die Leiterin, Frau Sommerlad, begrüßte die Gäste, nachdem Pg. Arnold der Kriegsopfer gedacht hatte. Ein Abend echter Volksgemeinschaft, der allen unver­gessen bleiben wird.

+ Grünberg, 15. Mai. Am 16. Mai kann Lehrer Valentin Roth aus eine 45jährige Tätigkeit an der hiesiaen Volksschule zurückblicken. Seine aanze Amtszeit hat er in Grünberg verbracht. Durch seine treue, von hohem Pflichteifer getragene Arbeit genießt er sowohl bei seinen Kollegen, als auch bei seinen ehemaligen Schülern, deren Kinder er zum Teil schon wieder zu seinen Schülern zählt, hohe Achtuna und Wertschätzung. Ausgestattet mit feinem musikalischen Können leitet er schon lange Jahre den Kirchenchor. Weiten Kreisen ist er auch bekannt durch seine rege Mitarbeit im Kriegerver­einswesen und als Bezirksvertreter des Hassiabezirks Grünberg.

CO Allendorf a. d. Lda., 14. Mai. Ein 66 Jahre alter Landwirt verunglückte ^gestern dadurch, daß ein störriges Rind mit dem Wa­gen, auf dem der alte Mann saß, plötzlich in rasen­dem Tempo davonjagte. Bei dem Bemühen, das Tier zu halten, kam der alte Mann zu Fall und wurde überfahren. Neben einigen Rippen­brüchen hat er wahrscheinlich noch andere Ver­letzungen davongetragen Unsere Stadt hat ein größere Geländestück mit 2 0 0 0 Maulbeer­bäumen bepflanzt, um damit zur Förderung der deutschen Seidenzucht beizMagen.

T Odenhausen a,A. Lda., 12. Mai. Die Landwirtschaftliche Bezugs- und Ab­satzgenossenschaft hielt ihre diesjährige Ge­neralversammlung unter Leitung des Vorsitzenden, Altbürgermeisters Nachtigall, ab. Rechner Werner erstattete den Geschäftsbericht und gab die Bilanz bekannt. Im verflossenen Jahre wurden über 300 Zentner Düngemittel mehr bezogen. Die ausscheidenden Vorstands- und Aufsichtsratsmttglie- der wurden wiedergewählt. In der steilen Kirch­gasse ereignete sich ein Verkehrsunfall. Ein Radfahrer stürzte so unglücklich mit seinem Fahr­rad, daß er bewußtlos mit schweren Kopfverletzun­gen liegenblieb. Nach erster ärztlicher Hilfeleistung wurde er im Auto nach seinem Heimatorte ver­bracht.

gfs. Rüddingshausen, 13. Mai. Unsere Frauenschaft vereinte sich zum ersten Male mit den neuen Mitgliedern des Deutschen Frauenwerks. Der Schulsaal war festlich mit Blumen geschmückt. Die Leiterin, Frau Engel, begrüßte die Besucher und richtete einen Appell zur freudigen Mitarbeit in Einigkeit und echter Volks­verbundenheit an die Frauen. Gemeinsame Lieder und Gedichte umrahmten die schlichte Feier. Zum Schluß sprach noch der Zellenleiter über die Stel­lung der Frau im Dritten Reich und hob hervor, wie durch unfern Führer die Frau und Mutter wieder den Ehrenplatz im deutschen Volke hat.

oo Langsdorf, 12. Mai. Heute fand hier die vom Tierzuchtamt Gießen veranstaltete erste Hauptköruntz 1937 statt. Sie wurde als Sam­melkörung für die Gemeinden Langsdorf, Betten­hausen, Bellersheim, Obbornhofen, Nonnenroth

durchgeführt. An Faselvieh waren auf getrieben 12 Bullen, 6 Eber, 6 Ziegenböcke. .Für die Eber waren massive Buchten vorgerichtet worden. Alle vorgeführten Tiere konnten gekört werden. Etliche Manntiere wurden wegen Alters oder wegen nicht genügender Körperformen abgekört. Oberlandwirt­schaftsrat Dr. Wagner gab wertvolle Erläute­rungen über Haltung und Gestalt der einzelnen Tiere. Bei der Bewertung des Viehes stellte Betten­hausen den besten Bullen, es folgte Langsdorf mit seinen vier Gemeindebullen. Das wertvollste Eber­vieh war von Bellersheim und Obbornhofen. Zur Freude der Gemeinden, die dem Ueberland-Trans- port der Tiere etwas sorgenvoll entgegengesehen hatten, verlief die ganze Veranstaltung ohne jeden Unfall.

Kreis Wetzlar.

* Dutenhofen, 12. Mai. Am Samstag ver­anstaltete das Deutsche Jungvolk, Jungzug 1/17/88 Dutenhofen unter Mitwirkung des BDM. imJagd­schlößchen" zu Dutenhofen einen Volksgemein­schaftsabend, der einen vollen Erfolg aufzu- weifen hatte. Nach einer kurzen Begrüßung durch Fähnleinführer Otto Trippler sprach der Jung- dannführer Walter Schreiber. Er streifte kurz

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die Aufgabengebiete des Jungvolks, insbesondere die in diesem Sommer zu leistende Arbeit. Darauf folg­ten zwei BühnenstückeDer Bauer steht auf!" (Zeit der Handlung 1932) undDer Kuhhandel", die vor­trefflich gespielt wurden und bei den Volksgenossen wachsende Begeisterung heroorriefen. Zwischendurch und in den jeweils stattfindenden Pausen gelangten noch einige Gedichte, Lieder, Musikeinlagen und Volkstänze zur Aufführung. Der Volksgemeinschafts­abend, der allen Besuchern ein paar fröhliche Stun­den bereitete, fand feinen Abschluß durch eine Ver­losung, die manchem Volksgenossen noch eine kleine Ueberraschung brachte.

Kreis Schotten.

# Groß-Eichen, 15. Mai. Am 1. Psingst- feiertag feiern die Eheleute Ernst Schombert und Frau Anna, geb. Schmidt, das Fest der f i I * bernen Hochzeit.

Artilleristentag in Darmstadt.

LPD. Darmstadt, 14. Mai. Vom 10. bis 12. Juli findet in Darmstadt der große Appell der hessischen Feldartilleristen statt. Mit Freude werden es alle früheren Angehörigen der Feldartillerie-Re­gimenter 25 und 61 und ihrer Kriegsformationen hören, daß der Oberbefehlshaber des Heeres, Gene­raloberst Freiherr v. Fritsch, die Schirmherr­schaft dieser Veranstaltung übernommen hat. Die neue Wehrmacht wird sich an diesem Ehrentage mit Vorführungen tatkräftig einschalten. Das Interesse an dieser großen Artilleristenoeranstaltung, die eine der bedeutendsten Darmstadts zu werden verspricht, ist groß. Der Leiter der Veranstaltung, Oberinspek­tor Schweitzer (Darmstadt), Moosbergstraße 99, bittet alle Kameraden aus nah und fern um recht­zeitige Anmeldung.

Schwere Zuchthaus- und Gefangnis- strasen für Fleischschieber.

LPD. Frankfurt a. M., 14. Mas, In dem seit über zwei Wochen im Gange befindllchen Prozeß gegen sieben Metzger und einen kaufmännischen An­gestellten wegen der 1935 und 1936 begangenen Fleischverschiebungen i m Frankfur­ter Schlacht- und Diehhof wurde am Frei­tag von der Zweiten Strafkammer das Urteil gefällt.

Der Leiter der Verteilerkolonne wurde wegen fortgesetzter schwerer Untreue, passiver Bestechung, gemeinschaftlicher schwerer fortgesetzter Urkunden­fälschung und Betrugs zuzweiJahrenZucht- h a u s und zweihundert Mark Geldstrafe verurteilt. Der frühere stellvertretende Jnnungsobermeister er­hielt wegen schwerer Untreue 1 % Jahre Zucht­haus und zweihundert Mark Geldstrafe, der gewerbsmäßige Hehler 1 Vi Jahre Zuchthaus und drei Jahre Ehrverlust. Der Angestellte erhielt wegen Beihilfe zur Untreue und pas­siver Bestechung, Urkundenfälschung und Betrug 10 Monate Gefängnis. Ein Metzgermeister wurde wegen Beihilfe zur Untreue, Höchstpreisüber- schreituna, Urkundenfälschung und Betrug zu 1% Jahren Gefängnis und 50 Mark Geld­strafe verurteilt, ein weiterer Metzger bekam a ch t Monate Gefängnis und 30 Mark Geldstrafe, zwei Burschen, die aus Not handelten und sich der Hehlerei und der Preisüberschreitung, der eine auch der Begünstigung schuldig machten, kamen mit vier Monaten drei Wochen bzw. vier Mona­ten Gefängnis davon. Der Haftbefehl gegen die beiden letzteren Angeklagten und den Angestell­ten wurde aufgehoben, gegen den gewerbsmäßigen Hehler wurde Haftbefehl erlassen. Die Untersuchungs­haft wurde den Angeklagten angerechnet. An der Aufklärung des Falles wirkte der Verein gegen Be­stechung in Berlin mit.

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