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England hält an der Nichteinmischung fest.

©er Mißtrauensantrag der Labourpartei abgelehnt.-Eine neue Note an Franco.

mit seinen unerschöpflichen Hilfsmitteln über den Ozean herüberarifs, so konnte das nur geschehen, wenn alles aus die Karte Sieg gesetzt wurde. Es gab keinen anderen Ausweg. Daß er fehlschlug, ist die Tragik der Geschichte. Sie belastet den Mann nicht, der übermenschliche Kraft an fein Gelingen setzte. H.

Die Geburtstagsmarke des Führers.

Die Reichspost amLV.APrilallenAnforderungengewachsen

Berlin, 14. April. (DNB.) Eine Reihe von Firmen hat größere Markenblocks mit dem Bilde des Führers gekauft, um sie am Geburtstag des Führers oder am 1. Mai ihren Ge­folgschaftsmitgliedern zu schenken. Diese Firmen haben ein prachtvolles und nachahmenswer­tes Beispiel an Opfersinn und Ver­bundenheit mit dem Führer und dem nationalsozialistischen Staat gegeben. In der Ge­wißheit, daß alle Firmen diesem Beispiel folgen werden, wird der Druck der Marken seit Tagen beschleunigt. Die Betriebe und Fir­men werden gebeten, die für den 20. April und 1. Mai benötigten Mengen an Markenblocks s o - fort bei den zuständigen Postämtern oder unmittelbar bei der V e r s a n d st e l l e für Sammlermarken in Berlin W 30 zu bestellen, damit sie auch rechtzeitig geliefert werden können.

Die Reichspost wird am Geburtstag des Führers von 10 bis 24 Uhr bei allen $ o ft an ft alten des Reiches Gelegenheit zum Erwerb von Vierermarkenblocks mit dem Bilde des Führers bieten. Bei den größeren Postämtern wird für die Ausgabe der Markenblocks dauernd ein Schalter offen gehalten. Bis guf weiteres werden ferner bei allen öffentlichen Veran­staltungen sowie auf den Bahnsteigen und in größeren Gaststättenfliegende Markenver­käufer" für den Verkauf von Diererblocks ein­gesetzt werden. Am 20. April wird die Deutsche Reichspost allen Wünschen auf Gefällig- keitsstempelungen mit den gewöhnlichen Tagesstempeln, die stündlich umgesetzt werden, ent­sprechen. Bei einigen größeren Postanstalten sollen ferner am 20. April die Vierermarkenblocks auf Wunsch auch mit dem zum Geburtstag des Führers cherausgegebene-n Sonderstempeln bedruckt werden. Sie tragen folgende Inschriften und bild­liche Darstellungen: 1.Berlin. Des Führers Geburtstag, 20. April 1937" mit zwei Hakenkreuzen und dem Bild der Reichskanzlei; 2.München, Hauptstadt der Bewegung. Geburtstag des Führers, 20. April 1937" mit dem Bild der Feldherrnhalle; 3.Nürnberg, die Stadt der Reichsparteitage. Gebunstag des Führers, 20. April 1937" mit einem Hakenkreuz und der Nürnberger Burg; 4.B e r ch- tesgaden. Geburtstag des Führers, 20. April 1937" mit einer Ansicht von Berchtesgaden und dem Watzmann.

Dr. Ley von Mussolini empfangen.

Rom, 14. April. (DNB.) Am zweiten Tage sei­nes Aufenthaltes in Rom wurde Dr. Löy vom ita­lienischen Regierungschef empfangen. Der Duce unterhielt sich länger als eine halbe Stunde in deutscher Sprache mit Dr. Ley über seine Italien­reise und betonte, daß er vor allem die Besuche Dr. Leys in den italienischen Betrieben mit außer­ordentlichem Interesse verfolgt habe. Mussolini bat den Reichsorganisationsleiter, dem Führer und Reichskanzler seine herzlichsten Grüße zu übermit­teln. Zu Ehren Dr. Leys fand im Kapitol ein von her italienischen Regierung veranstalteter Emp­fang statt, zu dem zahlreiche Vertreter der Arbeit­geber- und Arbeitnehmerverbände erschienen waren. Der Gouverneur von Rom, Fürst Colonna, begleitete den Gast bei der Besichtigung der reichen Kunstschätze des Kapitols. Am Mittwochabend gab Korporationsminister Santini ein Essen. Dr. Ley stattete dem I st i t u t o Forlanini, der neuen Musterklinik, die als Forschungsinstitut zur Bekämpfung der Tuberkulose großen Ruf genießt, einen Besuch ab. Durch die Zusammen­fassung der Krankenkassen war es möglich, diese tech­nisch bis ins Kleinste vervollkommnete Musterklinik auch wirtschaftlich ungemein rationell zu gestalten, ein Erfolg, der vom Direktor des Instituts, Mo- relli, sowie dem Präsidenten der Nationalen Ver- sicherungs- und Fürsorgeinstitute, Biagi, besonders betont wurde. Der Reichsleiter besichtigte anschlie­ßend die Staatsdruckerei und die Führer- fchule des Faschismus, wo gerade die im Speise­saal versammelte Elite des faschistischen Nachwuchses in Heilrufe auf den Führer und auf Mussolini aus­brach. Dr. Ley hat bereits am ersten Abend in der italienischen Hauptstadt Gelegenheit genommen, den Rom-Deutschen aus der Heimat zu erzählen und über die Eindrücke seiner Jtalienreise zu be­richten. Dem von der Ortsgruppe Rom der Aus­landsorganisation der NSDAP, imDeutschen Heim" veranstalteten Abend wohnten Präsident Cia- netti und andere italienische Freunde sowie Bot­schafter von Hassell bei. Der Abend wurde zu einer Kundgebung für die deutsch-italienische Freundschaft.

Keine Sammlungen während des Sommers.

Der Reichsmini st er des Innern hat dem Reichsverband für deutsche Jugend­herbergen für den 17. und 18. April die Ge­nehmigung zur Sammlung von Geld­spenden durch Sammelbüchsen ober Sammel­listen und durch den Verkauf von Abzeichen erteilt. Aus diesem Anlaß erklärt der Minister in einem Runderlaß, daß nach dem Willen des Führers und Reichskanzlers die Sammlungen und sammlungs­ähnlichen Veranstaltungen während der Som­mermonate mit Rücksicht auf die großen Lei­stungen für das Winterhilfswerk weitgehend eingeschränkt werden sollen. Abgesehen von der genehmigten Sammlung für Jugendherbergen ordnet der Minister an, daß von den staatlichen Genehmigungsbehörden für die Zeit vom 1. April bis zum 30. September keine Genehmigung für Sammlungen zu erteilen ist. Das Ver­bot bezieht sich auch auf Verbreitung von Sammel­listen, Werbeschreiben oder Aufrufen, den Vertrieb von Eintrittskarten und Waren gemäß dem Samm- lungsgefetz. Dagegen gilt das Verbot nicht für öf­fentliche Veranstaltungen zu gemeinnützigen oder mildtätigen Zwecken und für Blin - denkonzerte. Gleichzeitig gibt der Minister in Vollzug des Sammlungsgefetzes Bestimmungen be­kannt, die den Begriff der O e f f e n t l i ch k e i t klären. Danach ist eine Sammlung unter anderem dann nicht öffentlich und daher nicht genehmigungs­pflichtig, wenn sie innerhalb eines eng begrenzten, zahlenmäßig kleinen Personenkreises veranstaltet wird, dessen Mitglieder in einem näheren, ihnen

London, 14. April (DNB.) Im Unterhaus^ machte Attlee der Regierung den Vorwurf, daß sie die englische Schiffahrt bei ihrer legalen Betätigung in spanischen Gewässern nicht genügend schütze und ihr das Einlaufen nach Bilbao nicht er­mögliche. Der Premierminister habe erklärt, er dulde keine Einmischung in die britische Schiffahrt auf See. Dennoch sei britischen Schiffen offiziell mit­geteilt worden, daß die Regierung sie nicht schützen könne. Das sei eine Begünstigung Francos.

Innenminister Sir John Simon

erinnerte.bie Opposition baran, baß im vergangenen August und September größere Seestreitkräfte der bolschewistischen Regierung eine Kontrolle im Mit­telmeer ausgeübt hätten. Von ihnen sei der inter­nationalen Schiffahrt verboten worden, gewisse Hä­fen anzulaufen,. Sie hätten alles getan, um eine Blockade zu errichten. Auch in diesem Falle habe die britische Regierung die eigene Schiffahrt gewarnt. Wenn man diese Haltung damals für rich­tig gehalten habe, wie könnte man im Zusammen­hang mit Bilbao das Gegenteil behaupten?

Die Regierung habe übrigens Franco eine neue Erklärung zugehen lassen, wonach die britische Regierung den Parteien n l ch t d i e Rechte einer kr iegf ühr endenINach t zugestehe, auch keine Behelligung britischer Schiffe auf See zulasse. Die Regierung habe hinzugefügt, daß durch die amtliche englische Warnung an die britische Schiffahrt Franco nicht von der end­gültigen Verantwortung entlastet werde, wenn irgendeinem britischen Schiff Scha­den zugefügt werde, selbst wenn es den Rat der englischen Regierung mißachtet hätte. Auf eine Zwischenfrage von Lloyd George, ob britische Schiffe auf hoher See im Falle eines An- griffe durch Francos Kriegsschiffe geschützt würden, erklärte Simon:3a, selbstverständlich. Die Regierung kann keinerlei Behelli­gung der britischen Schiffahrt dulden."

Der Leiter der Oppositionsliberalen, Sir Archibald Sinclair erklärte, daß bie Regierung den englischen Schiffen geraten habe, nicht nach Bilbao zu gehen, und legte es als eine Einmischung in die inneren Verhältnisse Spaniens aus. Die Rechte des wirtschaftlichen Verkehrs dürften für Bilbao und Valencia nicht beschränkt werden. Die britische Re­gierung sollte mit der französischen aufs engste zu- ammenarbeiten, um diese Politik wirksam zu ge-

bewußten inneren Zusammenhang zueinander tehen, und wenn auch der Veranstalter der Samm­lung zu diesem Personenkreis gehört. Steht der Ver­anstalter außerhalb des Personenkreises, dann liegt eine öffentliche Sammlung vor. Die Kirchenkollekten sind von der Genehmigungspflicht frei.

pflegestatte der Heimatliebe und Volksgemeinschaft.

Ein Aufruf für den Reichsopfertag für Jugendherbergen und -Heime.

B e r t i n , 14. April. (DNB.) Anläßlich des Reichs­werbe- und Opfertages des Reichsoerbandes für deutsche Jugendherbergen am 17. und 18. April haben die Reichsminister und der Jugendführer des Deutschen Reiches nachstehenden Aufruf unter­zeichnet:

Die Hitlerjuaend ruft am 17. und 18. April zu einem Reichsopfertag für die Jugendherbergen und Heime auf. Es gilt, für die deutsche Jugend Her­bergen und Heime zu schaffen und weiter auszu­bauen. Das Wandern führt zu den Quellen unseres völkischen Lebens, zu der Erkenntnis der politischen Notwendigkeiten, zu Blut und Boden. In der gegenwärtigen Zeit werden von jedem Volksge­nossen große Opfer gefordert. Das geringe Opfer für die Jugendherbergen und Heime wird sich reich­lich lohnen, denn jede Jugendherberge und jedes Heim ist eine Pflege st ätte der Heimat­liebe und damit der Volksgemein­schaft. Helft mit am Bau von Jugendherbergen und Heimen!"

Ser Führer eröffnet am 30. April die AusstellungGebt mirvierIahreZeit".

Berlin, 14. April. (SJIB.) Die (Eröffnung der AusstellungGebt mir vier Jahre Zeit" findet in Anwesenheit des Führers und der Reichsregierung am 30. April, um 11 Uhr, statt. Die Ausstellungseröffnung bildet den Auftakt zum Rationalen Feiertag des deutschen Volkes.

Eine Medaille

des Deutschen Noten Kreuzes.

Berlin, 15. April. (DNB.) Mit Ermächtigung des Führers und Reichskanzlers hat der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, NSKK.-Obergrüppen- führer Herzog von Coburg, als unterste Stufe des Ehrenzeichens des Deutschen Roten Kreuzes eineM edaille des Deut­schen Roten Kreuzes" eingeführt. Sie ist bestimmt vor allem für erfolgreiche Tätigkeit in langjähriger treuer Pflichterfüllung im Dienste des Roten Kreuzes und wird mit Zustimmung des Füh­rers und Reichskanzlers verliehen. Die Medaille, die am roten Band mit weißem Rand getragen wird, ist ein gleicharmiges, altsilberfarbiges, auf der Vor­derseite rot emailliertes Kreuz, das von einem weiß- emaillierten Ring eingefaßt ist; in der Mitte ist ein Adler aufgelegt, der in den Fängen einen goldenen Kranz mit schwarzem Hakenkreuz trägt. Aus der Rückseite ist die Aufschrift angebracht:Für Ver­dienste um das Deutsche Rote Kreuz". Die Medaille wird erstmalig zum Geburtstag des Füh­rers verliehen.

Der Hochverratsprozeß Roffaint

Berlin, 14. April. (DNB.) Vor dem Volks­gerichtshof wurde mit der Vernehmung der Zeugen begonnen. Die Ehefrau des geflüchteten kommunistischen Funktionäres Schwippert er­klärte, der Kaplan Rossaint habe den Kommunisten mehrmals in dessen Wohnung ausgesucht. Als

statten. Der Konservative Winston Churchill sagte, Sinclair fordere, mit der überwältigenden Seemacht Großbritanniens die Blockade um Bil­bao zu brechen. Die Blockade aber fei im Kriege eine völlig legitime Handlung. Der englische Außenminister habe richtig gehandelt sowohl was Englands Defensivbündnis mitFrank- r e i ch anlange, das Englands einzige Sicherheit in diesen Jahren säumiger Vorbereitung sei, als auch im Nichteinmifchungsausschuß.

Außenminister Eden

unterstrich, daß man Rechte einer kriegführenden Macht nicht nur eine Seite in Spanien zubilligen könnte, sondern entweder beiden Seiten oder keiner. Britische Schiffahrtskreise teilten keineswegs den Unwillen der Opposition. Die Oppo­sition wünsche anscheinend, daß britische Mi­nenräumboote unter dem Schutz der britischen Flotte den Weg nach Bilbao frei machen und die englischen Schiffe in den Hafen von Bilbao führen sollten. Eine derartige Handlung aber würde unvermeidlich als Einmischung ausgelegt wer­den können. Die Zurückziehung von Frei­willigen werde in der nächsten Sitzung des Nichteinmischungsausschusses erörtert werden. So­lange England nicht bereit sei, mit Menschen, Geld und Munition in Spanien einzugreifen, sei die richtige Politik, weiter alles zu tun, um die Nicht­einmischung wirksam zu machen. Es wäre der Höhe­punkt an Torheit, wenn England einen Schritt un­ternehme, der den Vorwand dazu liefern könne, das ganze Nichteinmischungsabkommen über den Haufen zu werfen.

Der Mißtrauensantrag der Labour Party wurde mit 345 gegen 130 Stimmen abgelehnt.

Theorie und Praxis.

Die wahren Motive der britischenOPPosition

London, 15. April. (DNB. Funkspruch.)Daily Telegraph" schreibt, die oppositionellen Argumente für eine Durchbrechung der Blockade seien nichts anderes gewesen, als eine Forderung nach Intervention zugunsten der Bolsche­wisten in Spanien. Die Labour-Party würde sicherlich nicht dieselbe Forderung stellen, wenn da­durch die nationalspanischen Streitkräfte behindert würden. DieTimes" schreibt, die Oppositionsredner unterstützten theoretisch die Nichteinmischung, aber in der Praxis lehnten sie sie ab, wenn die Bolschewisten dadurch benachteiligt schienen. Dieses Verhalten werde vom englischen Volk nicht unterstützt.

Schwippert wegen seiner staatsfeindlichen Umtriebe im November 1934 ins Ausland geflüchtet war, vermittelte Roffaint die Verbindung zwischen dem Vvlksverräter und seiner Frau. lieber einen kom­munistischen Mittelmann mit dem DecknamenNa­poleon van den Brinzk" ging der Zeugin von ihrem Mann ein Brief zu, der auch eine für Ros- f a i n t bestimmte Anlage mit einem Bericht über die Tätigkeit der im Ausland gegen Deutsch­land hetzenden jüdisch-bolschewistischen Kreise ent­hielt. Nach der Bekundung eines polizeilich vernom­menen Ohrenzeugen soll Nossaint erklärt haben, er sammele alle Nachrichten, die über dieMißhand­lung von Straf- und Untersuchungsgefangenen in Deutschland" (!) bekannt wurden, um diese Fälle weiter nach Rom zu melden. Rossaint versucht, das in Abrede zu stellen.

Ein Schriftleiter eines früheren Zentrumsblattes in Oberhausen erklärt, Rossaint habe den National­sozialismus innerlich abgelehnt, und geäußert, die Katholische Kirche würde dengrößten Verrat" be­gehen, wenn sie mit demFaschismus" zusammen­gehe. Man müsse es dazu kommen lassen, daß durch einedestruktive Haltung" der Zusammenbruch her-

Neuyork, 14. April. (DNB.) Die neuen Me­thoden der jüdischen Propaganda in Amerika stellen nach dem neuesten Beispiel alles bisher Bekannte in den Schatten. In der Baptistischen Ri- verside-Kirche zu Neuyork fand vor 1500 Zuschauern die Vorführung einesW e r b e f i l m s" statt, der sich, begleitet von aufpeitschen­den, rührseligen Hetzreden gegen Deutschland, mit dem Schicksal aus Deutsch­land ausgewiesener Emigranten beschäftigt. Der Film, der den bezeichnenden Titel trägtM o - berne christliche deutsche Märtyre r", soll womöglich in jeder Kirche der Vereinigten Staaten unentgeltlich vorgeführt werden. Der Er­lös dieses unfrommen Unternehmens, bei dem Kol­lekten veranstaltet werden, ist für Emigranten aus Deutschland bestimmt.

Der Film enthüllt mit erschreckender Deutlichkeit die in ein christliches Gewand gekleideten u n - christlichen Methoden, mit denen offenbar ein neuer großangelegter antideutscher Pro - pagandafeldzug durch alle Kirchen der Ver­einigten Staaten eingeleitet werden soll. Eine kleine Clique bemüht sich unter dem Einfluß landfremder Elemente, die Frömmigkeit amerikanischer Kreise für ihre Zwecke auszunutzen. Die wahren politischen Absichten werden durch fromme Steuerungen christ­licher Nächstenliebe verschleiert, und es wird der Versuch gemacht, den wertvollsten bodenständigen Teil der Bevölkerung der Vereinigten Staaten durch einen Appell an ihre religiösen Gefühle zu erfassen.

Der inhaltlich äußerst dürftige Film besteht im wesentlichen aus einem Ausruf des ehemaligen Völkerbundskommissars für die Emigranten aus Deutschland, Macdvnald, und des Pastors der Riverfidekirche, F o st i cf. Auch Erika Mann, die sattsam bekannte Tochter ihres nochrühmlicher" bekannten Vaters Thomas Mann, ist gleich­falls, ebenso wie andere deutsche Emigranten, an der Darstellung beteiligt. Die nationalsozialistische Regierung wird von den Rednern als Feind jeder christlichen Kultur hingestellt. Steuerungen von Alfred Rosenberg, Baldur von Schirach und aus dem Buch des FührersMein Kampf" werden an­geführt und der Absicht entsprechend gefälscht.

Erhöhte Versicherungsraten für englische Schiffe nach Spanien.

ßonbon, 15.April. (DNB. Funkspruch.) Im Zu- sammenhang mit der Blockade von Bilbao ist es be­merkenswert, daß die englischen Versicherungsgesell­schaften in den letzten Tagen die Prämien für bie Versicherung von englischen Nah­rung s m i t t e l s ch i f f e n , bie sich nach Spanien begeben, gegen Kriegsgefahr auf 3 v. H. erhöht haben. DieTimes" befürchtet, baß eine Verlänge­rung ber Blockade' von Bilbao die Eisen - und S t a h l i n d u st r i e in S ü d w a l e s, die normaler­weise auf große Eisenlieferungen au sSpa- nien angewiesen ist, ernstlich in Mitleiden­schaft ziehen wird.

Paris und Moskau durchlöchern die Einmischung.

Rom, 14. April. (DNB.)Giornale d'Jtalia" weist unter Angaben einer Reihe von Einzelheiten nach, wie Paris und Moskau gerade in den letzten vier Wochen überraschend große Flug­zeuglieferungen und Materialtrans­porte vorgenommen haben und im weiteren, daß auch die Freiwilligen-Anwerbungen auf französischem Boden nicht aufgehört haben. Haupt­organisator des Waffenschmuggels und der Liefe­rung von Kriegsmaterial für das bolschewistische Spanien sei der Toulouser kommunistische Stadtrat A u b a n , der mit dem französischen Luftfahrt­ministerium direkte Beziehungen unterhalte. Außer­dem habe man eine ganze Anzahl Piloten der Air France angeworben. In Frankreich seien weitere Fliegerschulen zur Ausbildung sowjetspani­scher Piloten gegründet worden, z. B. in Francanzal (Toulouse), Bordeaux, Carcassonne und Paris. Frankreich liefere sogar Luftabwehrgeschütze. Giornale d'Jtalia" spricht bann von 8 0 0 Frei­willigen, bie durch die Anwerbebüros mit Geld unterstützt und nach dem bolschewistischen Spanien in letzter Zeit abgeschickt worben seien. Das Neueste sei jeboch, baß am spanischen Bürgerkrieg alge­rische Eingeb orenen-Sol baten teilnäh­men. Am 7. März seien aus Tanger 250 Miliz- solbaten, mit spanischen Pässen versehen, nach Marseille verschifft worben unb am 17. unb 18. März weitere 1000 Manm Mit Segelbooten und Dampfern werde auch aus sämtlichen Häfen der französischen Küste zwischen Marseille und Toulon ein schwungvoller Waffenschmuggel nach dem bol­schewistischen Spanien betrieben.

Deutschfeindlicher Lügenfilm in einer Aeuyorker Kirche.

Llebler Mißbrauch zu jüdisch-kommunistischer Hetzpropaganda.

beigeführt werde. Dem Zeugen ist ferner bekannt, daß Rosfaint kommunistische Hetzschriften gelesen unb in seinem Bekanntenkreis weitergegeben hat. Der Frau eines SA.-Mannes hat Roffaint erklärt, bie nationalsozialistische Regierung werde nicht lange an ber Herrschaft bleiben.

Der Vorsitzende nimmt bann gegen Veröffent­lichungen in ber Auslandspresse Stellung. Er fragt den Angettagten Roffaint: Die Wiener Reichspost" vom 11. April 1937 behauptet, ber Vorsitzenbe trage gegen bie Angeklagten eine über» raschenb feindselige Einstellung zur Schau. Sagen Sie mir ganz offen, ob Sie den Ein­druck haben, daß ich Ihnen gegenüber eine über­raschend feindselige Haltung einnehme?" Angeklag­ter:N ein. Ich habe bereits einmal gesagt, daß ich nicht diesen Eindruck habe." Auch der Verteidi­ger betont, daß er von der völligen Objektivität der Verhandlungsführung überzeugt sei. Vorsitzender: ... so daß man sagen kann, die Vorwürfe sind vollkommen ungerechtfertigt. Dann bezeichne ich diesen Verhandlungsbericht als eine ungeheure Un­verschämtheit und richte diesen Vorwurf auch gegen denjenigen, der den Bericht verfaßt hat."

Der Film, der charakteristischerweise mit dem Ab­singen des Luther-Chorals beginnt, ist somit eine Mischung kirchlicher Lieder und Gebete mit hetze­rischen Gemeinheiten. Er ist ein hoffentlich zum Mißerfolg bestimmter Versuch, eine freche» bische Hetze in bie einflußreichen Kirchen ber Vereinigten Staaten hineinzutragen.

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Wenn hier eine kleine Clique lanbfrember Ele­mente unter jüdischer unb kommunistischer Führung versucht, die antibeutsche Propaganba in amerika­nische Kirchenkreise zu tragen, so sind wir über­zeugt, daß der gesunde Instinkt der großen Mehr­heit des amerikanischen Volkes den falschen Ton dieser Propaganda sehr schnell heraushören wird. Es kommt ja immer mehr zum Ausdruck, daß der weitaus größte Teil des amerikanischen Volkes diese üble jüdisch-kommunistische Hetze gegen das neue Deutschland gar nicht wünscht und als eine höchst unangebrachte Störung einer auf Verständi­gung der Völker und Sicherung des Weltfriedens gerichteten Politik empfinbet. Die Mehrzahl gerade der Amerikaner, die in den großen religiösen Ge­meinschaften zusammengeschlossen sind und nun von der jüdisch-kommunistischen Hetzclique als Opfer ihrer Propaganda ausersehen wurden, wissen genau, wieviel Angehörige gerade des deutschen Volkes als Pioniere der europäischen Kolonisation und später als Vorkämpfer der Unabhängigkeit der jungen Ver­einigten Staaten für den Ausbau Amerikas Unge­heures geleistet haben. Wir können es uns ieden- falls nicht denken, daß es die Absicht der Mehrzahl der Amerikaner ist, durch Duldung dieser jüdisch- kommunistischen Völkerverhetzung ein Land zu diffa­mieren, das Amerika einen Steuben, einen Karl Schurz und andere bedeutende Männer geschenkt hat.

Lynchjustiz in Amerika.

Neuyork, 14. April. (DNB.) Wie bereits ge­meldet, wurden Dienstag in Grenada im Staate Missouri zwei Neger gelyncht. Zu dieser Untat werden am Mittwoch furchtbare Ein­zelheiten berichtet. Die Neger, die der Ermordung eines weißen Ladenbesitzers beschuldigt waren, wür­ben unter noch ungeklärten Umständen aus dem