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Nr.A4 Drittes Blatt

Giehener Anzeiger (General-Hnzeiger für Oberhessen)

Dienstag, 14. September 1957

Italien und die Beschlüsse von Ayon

bolschewistischen Volksfrontorganen st

>na- klassischen Bestände findet man im Spielplan Schil-

kündiM. folger Dies e'J,' JD:

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.Das neue Aktienrecht.

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f e r Bedeutung sind;

2. weil die an Italien, aber nicht auch Deutschland ergangene Einladung Versuch erscheine, einen Unterschied

listen, wo jetzt der Oberbolschewist N e g r i nx aus Valencia die Völkerbundsoersammlung eröff-pe^e. wird es noch großer staatsmännischer Klugheit wrö. Arbeit bedürfen, bis der Sieg der politischen Ver-

ge genseitigen Beistandes Ltch'erheit stütze, daß -nun" ab von allen den- e, ine dort Lebens- rt'' wird noch deut-

wiku i/u|iul5Silviu , HeubergersOpern- bal.«s" und LeharsLand des Lächelns" vorge­sehen. _________

Die dem Deutschen Theater benachbarten Kam» m e r s p i e l e , die am Ende der vergangenen Spiel­zeit reizvoll umgebaut und erfolgreich eröffnet wur­den, spielen fortan die ganze Spielzeit hindurch. Sie beginnen mit Michael Eg ans KomödieEr soll dein Herr sein", in der Gustav Fröhlich die Hauptrolle übernimmt. Es folgt Alexander Zinns Lustspiel von dem geldmüden MillionärFlucht vor dein Reichtum" und SordousCyprienne" in der Neubearbeitung Heinz Hilperts unter dem TitelAlso gut, lassen wir uns scheiden!"

nicht angreift, aber gebührlich wird die Sache, wenn einer von ihnen aus Versehen von einem Boot ge­rammt oder mit einem Ruder gestreift wird. In dem Fall kann der wild um sich schlagende Schwanz Unheil verbreiten. Auf jeden Fall macht der Schaden, den der Hai diesen Sommer angerichtet hat, seine zunehmende Zahl und seine beunruhigende Gewohnheit, sich in größter Nähe der Küste herum­zutreiben, ihn anerkanntermaßen zu einem Feind, aber zu einem, aus dem wir großen Nutzen ziehen können." C. K.

len finden als LessingsEmilia Galotti" und als Die Kameliendame" von Dumas; Hermine Kör­ner spielt die tragende Rolle in Zdenko von Kraffts SchauspielDie Entscheidung", einer Episode aus dem Frauen- und Regentinnenschicksal Katharinas von Rußland. Die klassische Komödie ist durch GoldinisDer Lügner", dos neuere Drama durch IbsensStützen der Gesellschaft" vertreten. Jürgen Fehling inszeniert die Uraufführung von Marcel Pagno'ls SchauspielCesar", die be­kannteWarschauer Zitadelle" von Gabriela Z a - p o l s k a wurde alsDer weiße Adler" neu be­arbeitet. Der leichten Unterhaltung sollen Sigmund GraffsBegegnung mit Ulrike" und Bruno W e l l e n k o m'p sHeißer Juli" dienen.

Das Deutsche Theater wird die Spielzeit mit Hermann Burtes neuem DramaHerzog und Henker" beginnen, das von Direktor Heinz Hilpert inszeniert wird. Die Komödie Beaumar­chais'Der Barbier von Sevilla" wird in der Be­arbeitung von Dr. D r e w s im Oktober folgen, und als Mittelpunkt des klassischen Dramas ist Shake­speares AltersdromaDer Sturm" gedacht. Die klassische Komödie ist, neben Beaumarchais, durch GozzisTurandot", durch ShakespearesViel Lärm um nichts" und durch MolieresGeizigen" vertreten, den Erich P o n t o darstellen wird. Ber- nard ShawsKaiser von Amerika" wird Theo­dor Loos fein, des 75jährigen Gerhart Haupt­mann gedenkt, wie das Staatliche Schauspielhaus, so auch das Deutsche Theater, und zwar mit einer Aufführung desArmen Heinrichs". Sigmund G r a f f sEinsame Tat" ist ein Drama, das die Opfertat des Studenten Karl Sand behandelt, das Schauspiel des Sudetendeutschen F. K. Franchy Summa cum laude" erlebt im Deutschen Theater

Berlin, im September.

In der zweiten Septemberhälfte und im Anfang des Oktobers öffnen sich die Berliner Bühnen» zur neuen Spielzeit. Was werden sie bringen, was wollen sie spielen?

Das Staatliche Schauspielhaus am Gendarmenmarkt stellt die Neueinstudierung großer Dramenzyklen in Aussicht, die bisher seinem Spielplan fehlten, auch in Berlin lange nicht voll­ständig gegeben worden sind. Lothar Müthel be­reitet SchillersWallenstein" vor (beide Teile an einem Abend), Intendant Gust. Gründgens wird die beiden Dramen des GoetheschenFaust" inszenie­ren, Jürgen Fehling die drei Shakespeareschen KönigsdramenHeinrich IV., I. und II.". Auch Ibsens Peer Gynt", der in der Fassung von Dietrich Eckart jahrelang dem Spielplan des Schauspiel­hauses angehörte, wird wieder ausgenommen, der 75jährige Gerhart Hauptmann wird mit einer Aufführung seinerVersunkenen Glocke" geehrt, und damit auch in der ernsten Spielfolge der Scherz nicht fehle, bringt man zur Siebenhundertjahrfeier Berlins eine Alt-Berliner Posse und als Weih­nachts-Aufführung Bernard Shaws Komödie Der Arzt am Scheideweg". Von Werken der jün­geren Autoren sind Hanns I o h st s Grabbedrama Der Einsame", Eberhard Wolfgang Möllers Der Sturz des Ministers", DillingersDer Gigant" und Hans RehbergsSiebenjähriger Krieg" in Aussicht genommen.

Bringt das Schauspielhaus am Gendarmenmarkt die großen Dramenzyklen und die klassischen Werke, so ist die Bühne des Kle kn en Hauses des Staatstheaters auch fernerhin demkleinen" und leichteren Schauspiel, dem Gesellschaftsstück und der Komödie geöffnet. Käthe Dorsch wird große Rol-

feine reichsdeutsche Uraufführung, die junge öster­reichische Dichterin Juliane Kay ist mit einer Ehe­komödieDer Birnbaum", und W. Gilb richt, dessenKohlhaas" undCharlotte Corday" auf dieser Bühne herauskamen, mit dem Napoleon- DramaLätitias Sohn" vertreten.

Minden,Die

Berlin, IX Sept (DNB.) Der englische und französische Geschäftsträger haben im Auswär­tigen Amt den Text der Beschlüsse von Nyon informatorisch übergeben.

Jm Rom haben die Geschäftsträger Englands und Frankreichs den italienischen Außenminister ausgesucht, um im Auftrag ihrer Regierungen die Einladung zur Teilnahme an der in Ryon verabredeten Mittelmeerkontrolte zu überbringen. Graf Eiano hat sich eine Entschei­dung Italiens Vorbehalten. Die Ergebnisse der rUittetmeerkonferenz von Ryon haben nach Ansicht der römischen Abendblätter deutlich gezeigt, daß derartige Verhandlungen ohne Italien un­möglich sind. Abgesehen von dem Ausschluß Sowjelrußlands von der TNittelmeerkontrolle wird die Gefahr betont, daß durch die sowjetrussischen Manöver in Ryon eine endgültige Klärung der englisch - italienischen Beziehungen verzögert, wenn auch nicht ganz vereitelt wer­den könnte. Italien könnte aus zwei Gründen die Aufforderung zur Teilnahme an der Kontrolle ab­lehnen.

1. weil das Tyrrhenische und das Adria- tische Meer im Zusamenhang mit dem spanischen Konflikt von untergeordne-

intereffen hätten. Das

Die Volksbühne, die unter der Leitung des Generalintendanten Eugen Klöpfer steht, um­faßt das Theater am Horst-Wessel-Platz, das Thea­ter in der Saarlandstraße und das der Operette ge­hörende Theater am Nollendorfplatz. Die Volks­bühne kündigt als Uraufführung Gerhart Haupt­mannsUlrich von Liechtenstein" an und ver­spricht von Werken lebender Autoren denHolle­dauer Schimmel", ein Volksstück von A. I. L i p p l, SchönherrsErde" und Manfred Haus­manns dramatische BalladeLilofee". Aus dem

K^mst und Wissenschaft.

Herbslneuerscheinungen der Hanseatischen Verlagsanftalt, Hamburg.

tt Zerstörer wür- t im Mittelmeer »»Stationen mo- Meer, dos von eilb stets als

In Berlin beginnt die neue Spielzeit

Vorschau auf das Programm der großen Bühnen.

licher: 60 englische und- fran den von nun ab die Polizeig ausüben. Damit nähmen diese t ralisch und materiell Besitzjvon der römischen Regierung etroasv Italienisches Meer bezeichnet wor

mann-Harnisch,Paradies Brasilien." Mosaik von einer Reise. Dr. Ivar Lißner,Pazifik." Ein Weltreisebuch. Professor Dr. Franz Koch, Deutsche Literaturgeschichte." Dr. Hans Peter Jpsen,Politik und Justiz." Professor Dr. Johannes Heckel,Deutsche Wchrverfassung." Professor Dr. Franz W i e a ck e r,Boden? Professor Dr. Rudolf Stucken,Deutsche Geld- und Kreditpolittk." Professor Dr. Jens Jessen, Grundlagen der Volkswirtschaftspolitik." Pro­fessor Dr. G. Schmölders und Professor Dr. W. Vogel,Wirtschaft und Raum." Professor Dr. Ernst Wagemann,Wirtschaftspolitische Strategie." Dr. rer. pol. Martin Höppner,

sich an r solidarischen Sicherheitspolitik im Mit­telmeer zu eteiligen Ader was die römische Regie­rung von eigner sölcken Aufforderung zu halten hat, das geht do sehr deutlich aus den Kommentaren der übrigen P riitf Presse hervor, die fast alle eine deutliche Spitze gXgen das faschistische Imperium enthalten. Mit kaum verborgener Genugtuung ver­kündet der halbamtlich? ..Petit Parisien", daß Eng­land und Frankreich f i_u n ^allein fast die ge­samte Verantwortung tiiti den Schutz der Seeschiff­fahrt auf dem Ttittchifear. übernommen hätten, daß das neue Uebereintomntfaj üch auf die alten Grund­sätze des Völkerbundes, «M und der kollektive n.^ dasMare Nostrum" oon jenigen Ländern geschützt

^italienische 'an im Rom ttd-tt' halb­en Was

Solche gehässigen Töne, die Selbstgefühl beleidigen müssen, wikÄ kaum überhören, auch wenn sie' nur ;

Lichtspielhaus:Gauner im Srotf".

Eine ähnliche Rolle wie hier Camilla Horn spielten früher, wenn wir uns recht entsinnen, Mar­lene Dietrich (Sehnsucht") und Brigitte Helm (Die schönen Tage von Aranjuez.") Nach einer Filrn- novelle von Toni Huppertz schrieben F. D. An­da m, Walter von Hollander und Johannes Riemann das Drehbuch. DerKonflikt" so lautet der Untertitel ergibt sich daraus, daß eine Hochstaplerin eines Tages ihr Herz entdeckt. Nach schweren Kämpfen gelingt es ihr wirklich, die un­sauberen Bindungen abzustreifen, die bisher ihr Dasein bestimmten, und an der Seite eines gelieb­ten Mannes ihr Glück zu finden. Johannes Rie­mann, ein geschätzter Bonvivant an Berliner Bühnen, führt Regie; hier kam es weniger auf psychologische und sachliche Motivierung an als aus den glatten und wirksamen Ablauf eines Unter­haltungsfilms, in welchem hochdramatische und ge­fühlvolle Szenen gerecht verteilt sind und auch der Auflockerung durch heitere Episoden nicht entbehren. Camilla Horn, schön und elegant, entwickelt in einer rein darstellerisch nicht übermäßig ergiebigen Rolle glaubhaft und wirksam den inneren Konflikt, um den die bewegte Handlung kreist. Karl Gün­ther, in einigen Szenen Willy Birgel überraschend ähnlich, gibt den gefährlichen Falschspieler mit bru­taler Gefühlskälte. Ihm gegenüber: Paul Klin­ger und Karl Martell, ein sympathisches Bru­derpaar. Die Gießener wird es interessieren, Herrn Arzdorf wiederzusehen, der mit Schneid und Intelligenz den Kommissar Dumont spielt. (Syn- dicat-Film-Tobis.)

Aus dem Beiprogramm feien Fox tönende Wo­chenschau, Landschaftsbilder aus dem Elbfandftein- gebirge und ein Vorspann zumHeiratsinstitut Ida und Co." mit Ida Wüst, Lingen und Roberts her- vvrgehoben. Hans Thyriot.

Aber abgesehen von dem wissenschaftlichen und sportlichen Interesse kann die Haifischjagd einen neuen Zweig englischer Industrie begründen. Die Forschung vieler Jahre hat mich gelehrt, daß der Hai die Menschheit mit vielen wertvollen Pro­dukten versehen kann. Zunächst liefert der Fisch etwa 180 Liter Oel von hohem Nährwert. Es gibt zwei Arten Haifischöl, helles und dunkles. Beide schmieren sich gut, das helle ist eines der besten für Feinmechanik. Das Fleisch des Riesenhais habe ich versucht und ausgezeichnet gefunden. Der Geschmack ist zwischen Heilbutt und Rochen, und es gibt keinen Grund, warum es nicht in Büchsen eingemacht und verkauft werden sollte. Ferner kann von dem Hai Fischmehl für Hühnerfutter gewonnen werden Die Haut liefert vorzügliches Leder für Handtaschen und wasserdichte Kleidung. Sogar die Flossen sind wertvoll. In chinesischen Restaurants gilt Suppe aus Haiflfchflosst» als Delikatesse. Bas »on den Flossen übrig bleibt, gibt noch Leim. Wie man sieht, ist unter den Fischen der Hai geradezu em Gegenstück zu unserem Hausschwem.

scheu den beiden INächlen der Achse Rom- Berlin zu machen.

Die Vernunft muß siegen!

Als die Gewalten der Vernunft hat Adolf Hitler ine hunderttausend Braunhemden bezeichnet, die im Luitpoldhain vor ihm aufmarschiert waren und die einst in der Kampfzeit den Feldzug des Geistes gegen den brachialen Terror der roten Front ge­wannen. Dieser Appell an das menschliche Gehirn erscheint besonders bedeutungsvoll in einem Augen­blick, da die Vernunft auch auf dem Felde der internationalen Politik einen Teilfieg errungen hat. Denn die vorläufige Ausschaltung Sowjet­rußlands aus dem Mi11e 1 meer, die Europa als ein wichtiges Ergebnis der Konfe­renz von Nyon verbuchen kann, bedeutet doch nichts anderes, als daß die politische Vernunft in einem kritischen Augenblick die Oberhand über die dunklen Triebe eines rohen und minderwertigen Charakters behielt, wie er sich in der Person des Sowjetjuden Litwinow-Finkelstein dar­stellt. Dieser Triumph des menschlichen Geistes, der nicht allein das Verdienst der englischen und fran­zösischen Staatsmänner ist, sondern gewiß auch auf die moralische Fernwirkung der in Nyon nicht an­wesenden Mächte Deutschland und Italien zurückzuführen ist, kann in der Tat der Beginn einer gemeineuropäischen Verständigung und Zu­sammenarbeit werden. Die Ordnung im Mittelmeer, das so oft das Meer der Entscheidungen genannt wurde, darf von nun an ausschließlich eine Sache sein, welche die europäischen Kulturstaaten unter sich abzumachen haben. Und wenn die Demokratien des Westens nun endlich von dem unheilvollen Prinzip der angeblichen Unparteilichkeit gegenüber Moskau Abschied nähmen, wenn sie dabei beharren würden, den Bock nicht wieder zum Gärtner, den bolschewistischen Verbrecher nicht wieder zum euro­päischen Sicherheitsdirektor zu machen, wenn sie der Sowjetflotte den Weg ins Mittelmeer für alle Zeiten versperren sollten, dann wäre wirklich die Stunde nahe, in der dies Meer zwischen drei Erd­teilen die Völker nicht mehr trennt, sondern ver­bindet.

Der Gegensatz der Interessen, die Italien, Eng-

Zeitschriften.

Das Septemberheft desReich sschu- lungsbriefes" ist der Außenpolitik des zwei­ten Reiches gewidmet. In drei ausgezeichneten Aufsätzen werden die Fehler und die Fehlerquellen, sowie die Auswirkungen dieser Fehler unter be­sonderer Berücksichtigung der Außenpolitik aufge­zeigt und gleichzeitig bargelegt, wie es dadurch all­mählich zur Schwächung des Reiches und troß des heldenhaften Kampfes gegen eine Welt von Fein­den durch die Revolte von 1918 zum Untergang des zweiten Reiches kam. Dr. von Kloeber behan­delt in dem BeitragVon der Reichsgründung zum Weltkrieg" vorwiegend die großen Fehler im außenpolitischen Raum (Verkennung des Habs- burg-Hohenzollern-Problems, Nichtbeachtung der Madjarisierung Oesterreichs, falsche Bündnispolitik) und die Auswirkungen dieser Fehler. Der Aufsatz von Ludwig GeßnerDie Fehlerschau, Führung und Volk in der Vorkriegspolitik" belegt die poli­tischen, militärischen und geistigen Fehler, wobei auch die Fehlerquellen (persönliche Schwächen, ab­strakte Ideologie, sentimentale Unbeherrschtheit, ro­mantische Schwärmerei, juristisch-bürokratisch-for­malistische Denkweise) eingehende Darstellung fin­den. Ein besonders wichtiges Kapitel erörtert Dr. Johann von Seers in dem BeitragÜberstaat­liche Mächte im Zweiten Reich Die Vorbereitung des Weltkrieges", der im einzelnen eine Uebersicht gibt über das planmäßige Wühlen jener finsteren Mächte, die auf verschiedenen Wegen schleichend ihr einziges Ziel damals wie heute in der Un­terwerfung Deutschlands sahen: Judentum, Marxis­mus, Freimaurerei, Kirchenreaktion. Ein lieber» blick über die Freimaurerei in den anderen Län­dern rundet das Bild ab. Wie auch sonst immer bringt der Schulungsbrief in feinen geschichtlichen Aufsätzen nicht eine zeitliche Tatsachenaneinander­reihung, sondern eine sorgfältig abgewogene gei- stesgeschichtliche Gesamtdarstellung, die ebenso wis­senschaftlich einwandfrei, wie weltanschaulich zu­verlässig und volkstümlich ist. Adami.

ßocbfdiulnacbricbfen.

Der außerordentliche Professor der Zahnheilkunde Dr. Kurt Scheidt, früher in Freiburg i. Br., jetzt Leiter der Abteilung für Orthodentie des Zahn­ärztlichen Instituts der Universität Frankfurt, hat einen Lehrauftrag für Zahnheilkunde erhalten. Dr. phil. habil. Heinz Brodersen in Frank­furt ist eine Dozentur für Experimentalphysik in der Naturwissenschaftlichen Fakultät btr Universität Frankfurt verliehen worden.

lersKabale und Liebe" und seinenWilhelm Tell", Georg BüchnersDantons Tod" und Shake­speares KomödieDer Widerspenstigen Zähmung", während das neuere Drama durch Herrn. Bahrs KmmödieJosephine" und durch Bjornsons

*rr L" s An Operetten sind

die Vernunft der DipIomaten~aufgebaOT _ . scheint durch die Haßpolitik der linksradikalen Parteibon- zen Englands und Frankreichs erneut in Wpage ge^ stellt. Und nicht nur in Paris und London-, son­dern auch in Genf, dem Mekka aller International

Die Zahl der Haie in britischen Gewässern ist nie geschätzt worden, aber zwischen Mai und Sep­tember halten sich viele Tausende von ihnen an der irischen Küste, im Firth of Clyde und an der ganzen schottischen Westküste auf. Dies scheint ihre Paarungszeit zu sein, denn später ziehen sie nörd­lich um Schottland herum nach Norwegen zu ihren Laickvlätzen. Gerade um diese jetzige Jahreszeit springt der männliche Riesenhai der etwa drei Meter länger wird als der weibliche hoch aus dem Wasser im Liebesspiel, und wenn einer zu­fällig auf einem kleinen Ruderboot landen sollte, würden die Insassen allerdings mitZiemlicher Sicherheit über Bord gespult werden. Vielleicht ist es für viele eine Beruhigung, daß der Hai m unseren Gewässern im allgemeinen den Menschen

Kriegswirtschaft der USA."ABC des Lohn­büros." Dr. Robert Adam und Franz Steg er. Walter Frank,Historie und Leben."Kleo Pleyer,Der deutsche Grenzkampf in Mittel­europa." Hans Bogner,Thukydides." Otto Hofier,Das Problem der germanischen Kontinuität." Professor Dr. Franz Koch, Goethe und die Juden."Forschungen zur Ju­denfrage." Band 2.

land und Frankreich hier in erster Linie vertreten, scheint uns nicht unüberwindlich. Oft genug ist in den letzten Monaten oon autoritativer Seite in London und Rom betont worden, daß die Lebens­sicherung des einen Imperiums die des anderen nicht ausschlösse. In beiden Ländern stehen Realpoli­tiker an der Spitze der Regierung, und in dem Briefwechsel zwischen Mussolini und Chamberlain spielte die umschliche Vernunft mehr noch als bas Gefühl eine ausschlaggebende Rolle. Auch heute, nach der Abhalfterung Finkelsteins in Nyon, hofft man in Großbritannien, die Italiener möchten sich in irgendeiner Form demArrangement von Nyon" anschließen. Daß die Italiener trotz der Beschrän­kung der sowjetrussischen Flottentätigkeit auf das Schwarze Meer nicht mit beiden Händen zugreifen, ist freilich verständlich. Denn man weist in Rom nicht zu Unrecht darauf hin, daß einerseits die für Italien in Aussicht genommene Kontrollzone (Adria und Tyrrhenisches Meer) sich im wesentlichen nur auf die italienischen Hoheitsgewässer beschränkt und daß andererseits die Vereinbarungen von Nyon sehr wohl auch dazu geeignet sein können, den unter fal­scher Flagge stattfindenden Sowjetschmuggel im Mittelmeer zu schützen und zu legalisieren. Man versteht in Rom auch die französische Presse zu le­sen, in der das Ergebnis der Mittelmeerkonferenz als ein Triumph der englisch-französischen Entente ober milder ausgedrückt: des Kollektivi­tätsprinzips gefeiert wird. Zwar sagt der PariserTemps", wenn Italien sich durch die fran­zösisch-englische Gesamtkontrolle des Mittelmeeres etwa als zweitrangige Macht zurückgesetzt fühlen sollte, so würde das unbegründet sein, weil man in Nyon ausdrücklich eine große italienische Zone vor­gesehen habe. Zwar meint derTemps" auch, die eigensten Interessen müßten Italien veranlassen,

Das Hausschwem unter den Fischen ..

Haifischjagd an der englischen Küste.

Die Zunahme des Auftauchens von Haifischen an den Küsten Großbritanniens und ihre Angriffe auf Fischerboote, hat einen der besten englischen Haifisch-Kenner und -Jäger, der Jahrzehnte auf Die Erforschung der Lebensgewohnheiten dieser gefähr­lichen Riesensische verwandt hat, G. Seccomde Hett, veranlaßt, in größerem Maßstab Jagd- expeditionen auf Haifische in englischen Gewässern auszurüsten. Augenblicklich weilt er zu diesen Jagd­zwecken auf der Insel Arran im Westen Schott­lands, oon wo aus er in einem Artikel m Der Daily Mail" seinen Landsleuten die Reize der Haifischjagd darstellt.

Riesenhaie in einer Länge bis zu 12 Meter", jo führt er aus,suchen dieses Jahr die britischen Gewässer in größerer Zahl als gewöhnlich heim und stellen zugleich ein Problem und eine Heraus- forberung bar. Für bie Fischer ,mb sie eine Ge- sahr sie zerreißen Netze, beschädigen Boote, forbern sogar Menschenleben und jagen ben Be­sitzern kleiner Fahrzeuge solche Angst ein daß me e nicht mehr ausfahren wollen. Den Wissenschaftler reizen die auftauchenden Herden, denn noch gibt es viele Geheimnisse im Leben des Hais, die uns verborgen sind. Für den Jäger sollte die Invasion eine Aufforderung bedeuten, obwohl wenige wissen, wieviel aufregende Reize die Jagd aus diese kampf­lustigen Riesen bietet. *

Der Hai ist kein besonders vorsichttges Tier, und wenn man von hinten kommt, kann man sein Boot längsseit bringen. Zu diesem Zweck benutze id) em ehemaliges Lotsenboot von 25 Tonnen ^rirn^bolt und 12 Meter Länge, zu schwer, um von den furcht­baren Schlägen, die der Hai mit seinem Schwanz austeilt, zum Kentern gebracht zu werden. Der Augenblick, in dem die Harpune in das Fleisch Des Riesen einbringt, ist es, in dem man auf den An­griff gefaßt sein muß. Der Hai schlägt mit seinem mächtigen Schwanz in wildem Rachedurst nach bem Boot, und dann, in einem Wirbel von Wogen und Gischt, taucht er bis zu hundert Meter Tiefe. Es ist ein blindwütiges Vorgehen, und man muß sich beeilen, fein Tau abzurollen. Meistens kann man nichts tun, als sich machtlos im Kielwasser der Bestie schleppen zu lassen. Mein aufregendster

Die 'Danseatisthe Derlagsanstalt AG., Hamburg 36, kündig^/:/folgende Neuerscheinungen an: Eugen Diesel, .Ziesel. Der Mensch, das Werk, das Schicksal." Hhns Friedrich B1 unck,Gesam­te»,. 10, Dände. Wolfram v. Eschen­bachsPckrzival." Uebertragen von Wilhelm Stapel. HeiViI ^teguweit,Die törichte Jungfrau." Roman. -7- Hermann Stahl,Vor der angelehnten Tür " Erzählung. Jakob Schaffner,Rote Burgen und blaue Seen." Ein Ostpreußenbuch Friedrich Georg Jünger, Der Taurus." Gedichte. Dr. Wolfgang Hoff-

Kampf mit einem Hai war im August vorigen Jahres, wo ich 19Vs Stunden auf See mar, bevor ich eine Beute von 4Vs Tonnen Gewicht landen konnte. Eine Vorstellung von den ungeheuren Kräften dieses Fisches mag es geben, wenn ich sage, daß unser 25-Tonnen-Boot in der Zeit von der Küste von Arran nach dem Irischen Kanal hin­untergeschleppt wurde, zurück nach Arran, an den Cumbrae-Jnseln vorbei und endlich nach Rothesay, eine nicht gefahrlose Strecke von 40 Seemeilen. Später erfuhr ich, daß man bereits Rettungsmaß­nahmen erwogen hatte, da man an Land glaubte, unser Boot triebe hilflos.

nunft über die Diktatur der Minderwertigen, der KoMödieJosephine" l..t Sieg des menschlichen Geistes über die rohe Gs^ .^mrifsement" vertreten ist.

walt sichergestellt ist. Ev. 9uico DostalsClivia", H e