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Katharinenm^rkt in Buhbach.

der Verwerfung der Berufung noch die Aberken­nung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 5 Jahren. Das Gericht beließ es, gemäß dem Antrag der Staatsanwaltschaft, bei der Zucht­hausstrafe von 2 Jahren und drei Mo­naten und erkannte dem Angeklagten die bürger­lichen Ehrenrechte für 5 Jahre ab.

Die M. H. aus Gießen, die schon erheblich darunter einschlägig vorbestraft ist, hatte sich vor dem Amtsgericht wegen Unterschlagung zu ver­antworten. Die Angeklagte war in Gießen bei dem Eigentlicher eines Hauses beschäftigt, in dem u. a. eine alleinstehende ältere Frau zur Miete wohnt. Während der Abwesenheit ihrer Herrschaft nahm die Angeklagte drei Monate lang die Miete ein. Sie führte jedoch nur zwei Monatsmieten ab und behielt die dritte in Höhe von rund 20 NM. für

das Gericht auf eine Ae f ä n g n i s ft r a f e von zehn Monaten, wovon zwei Monate durch die Untersuchungshaft als verbüßt gelten. Bemerkens­wert ist das loyale Verhalten der Firma, die von

Emst Kulawik Margret Kulawik, geb. Bauer

- Butzbach, 11. Nov. Der erste Tag des K a - tharinenmarktes, an dem ausschließlich Krammarkt stattfand, brachte trotz teilweise ungün­stiger Witterung einen sehr starken Zustrom von Menschen aus der näheren und weiteren Umgegend. Seit den frühen Morgenstunden waren der Markt­platz und die anschließenden Hauptstraßen voller Stände und Buden aller Art. Gegen Mittag brach­ten Bahn- und Sonderfahrten der Reichspost große Mengen Kauflustiger zum Markt. Der Katharinen­markt erwies sich im besten Sinne als Heimatfest.

Der zweite und letzte Markttag begann mit einem Viehmarkt. Es waren lediglich Ferkel auf­getrieben, die bei annehmbaren Preisen flotten Ab­satz fanden. Zu gleicher Zeit setzte wieder der Kram­markt ein. Die trockene Witterung veranlaßte wieder viele Auswärtige, den Markt zu besuchen.

lich stattfindenden Diehmarkt nicht in die Liste ein­trug, und die entsprechenden Gebühren einsteckte.

Der Angeklagte war voll geständig. Er gab zu seiner Entschuldigung an, er sei durch Krankheit in der Familie und Unglück im Viehstall finanziell so zurückgeworfen worden, daß er schließlich nicht mehr ein und aus gewußt habe und so langsam auf die schiefe Ebene gekommen sei. Mit Rücksicht auf das Geständnis beantragte der Vertreter der Anklage­behörde, dem Angeklagten mildernde Umstände zu­zubilligen. Das Gericht kam im wesentlichen zu demselben Ergebnis und verurteilte den Angeklag­ten wegen zweifacher fortgesetzter Unterschlagung in Tateinheit mit fortgesetzter genossenschaftlicher Un­treue zu einer Gesamtgefängnis strafe von einem Jahr und einer Geldstrafe von 500 RM.

Amtsgericht Gießen.

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stellte diese die Sache richtig, und so kamen die! Polizei. Der Angeklagte war in vollem Umsange Machenschaften der Angeklagten ans Tageslicht, geständig. Mit Rücksicht auf die Höhe der ergau- Jn dem Vorverfahren hatte die Angeklagte bestrit-! nerten Summe und die Tatsache, daß, der Ängs­ten, überhaupt jemals die Miete'vereinnahmt zu klagte bereits einschlägig vorbestraft ist, erkannte haben. In der gestrigen Hauptverhandlung änderte / " !'1 c 'n " c *

sie ihre Taktik und gab zu, die Miete dreimal in 1 Empfang genommen und in jedem Falle das Geld, abgeführt zu haben. Es bleibe daher nur die Mög-, ... ---

lichkeit, daß ihr Dienstherr sich in dem einen Falle! einer nochmaligen Geltendmachung ihrer Forde geirrt habe. Dieser bekundete jedoch, daß eine Mo-1 rimnpn hm nn- firh allein aeicbädiaten Künder natsmiete bei ihm nicht eingegangen sei. Das Ge­richt hielt daher die Angeklagte für überführt und verurteilte sie, gemäß dem Antrag des Amts­anwaltes, zu drei Wochen Gefängnis.

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Weiter stand der W. R. aus Frankfurt a. M. wegen fortgesetzten Betrugs vor dem Amtsgericht. Der Angeklagte war als Vertreter einer Frank­furter Firma im hiesigen Bezirk tätig. Im Juli und August d. I. besuchte er eine Reihe von Kun­den und schwindelte diesen vor, er solle im Auf­trage feiner Firma die Außenstände einziehen. In Wirklichkeit hatte er keine Inkassovollmacht. Auf diese Weise verschaffte er sich eine Summe von rund 2000 RM., die er nicht an feine Auftrag­geberin abführte, sondern in seine Tasche wandern ließ. Mit dem ergaunerten Gelde besuchte er nach­einander verschiedene Großstädte, wie Berlin, Bres­lau, Dresden, wo er das Geld in kürzester Zeit oeriubelte. Mit dem Nest des Geldes fuhr er nach Gießen zurück und stellte sich hier freiwillig der

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Die nächste Anklage richtete sich gegen den H. L. aus Ulfa. Sie lautete auf Unterschlagung und ge­nossenschaftliche Untreue. Der Angeklagte, der jahre­lang in der kleinen Gemeinde das größte Ansehen genoß, war u. a. im Vorstand sämtlicher vier Ge­nossenschaften, die es dort gibt. Nach dem Tode seiner Frau zeigte er ein ganz verändertes Wesen. Er lebte auf großem Fuße und leistete sich Dinge, die mit seinem Einkommen Nicht in Einklang zu bringen waren. Die Sache nahm einen derartigen Uni ang an, daß die Aufsichtsbehörde eine Kontrolle bei ihm vornahm. Dabei wurde festgestellt, daß der Angeklagte bei der Molkereigenossenschaft 5000 RM. und bei ber Mark- und Weidegenossenschaft etwa 800 bis 900 RM. veruntreut hatte. Er hat diese Manu- pulationen unbemerkt in den Jahren 1931 bis 1937 vorgenommen, wiederum ein Beweis dafür, wel­ches uneingeschränkte Vertrauen er in der Gemeinde genoß. Im ersteren Falle eignete er sich durch raffi­nierte Falschbuchungen das Geld an, während er im .....-......... ---- .

zweiten Falle die Nachmeldungen zu dem alljähr-1 sich. Als der Eigentümer seine Mieterin mahnte,

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