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Nr.bl Erstes Blatt

187. Jahrgang

Samstag. 13. Marz 1957

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Generalfeldmarschall v.Vlomberg

Einer der engsten Mitarbeiter des Reichs­kriegsministers stellt uns zum 4 0 jähri - gen Militärjubiläum des Feldmar­schalls am 13. März folgende Ausführungen zur Verfügung:

Ueber den ersten Kriegsminister und Oberbefehls­haber der Wehrmacht des neuen Deutschen Reiches gibt es keine Biographien; er ist nicht Ehrenbürger vieler Städte, und nur einige Lagerstraßen auf Truppenübungsplätzen sind nach ihm benannt. Richt als ob Wünsche nach Lebensbeschreibungen und Anträge auf Annahme von Ehrungen nicht an ihn gelangt seien sie sind es tatsächlich, aber sie

wurden meist mit freundlichem Dank für die gute Absicht ablehnend beschieden. So steht ein Soldat solchen Dingen gegenüber, der das Urteil über sein Wirken einer späteren Geschichtsschreibung über­lassen will und dessen 40jähriaes Leben als Offizier unter der Devise des Grafen Schlieffen stand: Mehr sein als scheinen, viel leisten, wenig hervor­treten".

Charakter und Leistung bestimmten den militä­rischen Lebensgang des Reichskriegsministers. Einer alten Soldatenfamilie entstammend, wurde er nach dem Besuch des Kadettenkorps Leutnant im Füsi­lier-Regiment 73 in Hannover. Frontdienst, Kriegs­akademie und Generalstabsstellungen wechselten und ergänzten sich in den siebzehn Jahren seiner Lauf­bahn bis 1914. Im Kriege bewährte er sich als Generalstabsofsizier bei verschiedenen Kommando­behörden sowohl beim Vormarsch über die Marne wie bei den späteren großen Abwehr- und Angriffs­schlachten im Westen, die dem Major von Blomberg das Verwundetenabzeichen und denPour le merite einbrachten. Im Weltkrieg befestigten sich auch die engen und herzlichen Beziehungen zu seinem dama­ligen Stabschef beim AOK. 7, dem späteren preu­ßischen Kriegsminister und 1. Chef der Heeresleitung des kleinen Reichsheeres, dem leider zu ftüh ver­storbenen General Reinhardt, einer geborenen Führerpersönlichkeit von hohem idealistischem Schwung und unbeirrbarer Willenskraft. Auch nach dem Zusammenbruch haben diese beiden Männer und Freunde, zuerst bei der Lehrbrigade Döberitz, später beim Wehrkreiskommando V in Stuttgart, jahrelang Seite an Seite erfolgreich beim Aufbau der Reichswehr mitgewirkt. Im Frühjahr 1925 zum Oberst befördert, wurde von Blomberg Leiter einer der wichtigsten Abteilungen der Heeresleitung, der Ausbildungsabteilung, und danach Chef des Truppenamtes, einer Stellung, die der heutigen des Generalstabschefs entspricht. Es folgten einige militärisch besonders fruchtbare und arbeitsreiche Jahre als Kommandeur der 1. Division in Königs­berg, von wo aus der damalige Generalleutnant von Blomberg als Leiter der militärischen Delega­tion zu der Abrüstungskonferenz nach Genf be­rufen wurde. Mehrere Kommandos und Studien­reisen zu fremden Armeen nach Rußland, Un­garn, Oesterreich und Nordamerika hatten in den vorhergehenden Jahren seine Welt- und Menschen­kenntnis erweitert. Seit dem Tod der Gattin ver­sieht eine seiner drei Töchter die Pflichten der Hausfrau; seine beiden Söhne sind Offiziere im Heer und in der» Luftwaffe. Die Mutter des Gene­ralfeldmarschalles verfolgt mit Anteilnahme den Lebensweg des Sohnes.

Mit dem 30. Januar 1933 beginnt das große ge­schichtliche Werk des Wehrministers und späteren Reichskriegsministers von Blomberg, der am Ge­burtstag des Führers am 20. April 1936 die höchste militärische Rangstufe erreicht. Die Aufgabe ist innerpolitisch gekennzeichnet durch die Eingliede­rung der Reichswehr in den neuen Staat und den Aufbau der volksverbundenen Wehrmacht; außen­politisch durch den Durchbruch zur Wehrfreiheit und Wehrhoheit. Was wehrpolitisch in den vergangenen vier Jahren in Deutschland geschaffen würde, lebt im Bewußtsein der Nation und braucht hier nicht chronologisch entwickelt zu werden. Heute erscheint uns das alles leicht und selbstverständlich, und doch war und ist es eine Aufgabe von unendlicher Schwere, ein steiler und schwieriger Weg zur Höhe, ein Werk reichster Erfüllung aber auch voller Gefahren, Mü­hen und Sorgen. Immer wieder hat der General­feldmarschall betont, daß das Volk dem Führer die Freiheit, daß die Wehrmacht ihrem Obersten Be­fehlshaber ihre Wiedergeburt verdankt. Leidenschaft­lich hat sich der Reichskriegsminister zum National­sozialismus bekannt. In ihm sieht er die Kraft­quelle der Gegenwart und der Zukunft des Reiches. Oft genug ljat er die entsagungsvolle, historische Aufgabe der früheren Reichswehr gewürdigt und sich kompromißlos vor sie gestellt Was der Ge­neralfeldmarschall von Blomberg für Deutschland tat, hat der Führer schon im Sommer 1934 in

Deutscher Beitrag zu den Verhandlungen über den Westpakt

Ein deutsches Memorandum in London überreicht.

Berlin, 12.TNärz. (DRB.) Der Reichsminister des Auswäriigen Freiherr von Reurath hat heute dem hiesigen britischen Botschafter Sir Eric Phipps ein TNemorandum über die Frage des Abschlusses eines neuen West pat­tes übergeben, das in Fortsetzung des bisherigen Meinungsaustausches den Standpunkt der Reichsregierung zu den Vorschlägen der an­deren beteiligten Regierungen darlegt. Dies ist i m Einvernehmen mit der italienischen Regierung erfolgt, die auch ihrerseits heute der britischen Regierung ein TNemorandum über die Frage des Westpaktes übermittelt hat.

Auch Itaüen zur Garantie Belgiens bereit Brüssel, 12. März. (DNB.) Im Zuge des diplomatischen Meinungsaustausches über einen Westpakt ist die belgische Regierung, wie am Don­nerstag bekannt wurde, auch über den Standpunkt der italienischen Regierung unterrichtet worden. Die belgische Regierung hatte am 12. Februar der eng­lischen Regierung in einer Note, deren Inhalt im einzelnen bis jetzt nicht veröffentlicht worden ist, erklärt, daß Belgien zum Abschluß eines Paktes zwischen den einzelnen Lo­carnomächten bereit sei. worin diese eine

London, 12. März. Auf der heutigen Sitzung des Nichteinmischungsausschusses erfolgte die end­gültige Einsetzung eines internationalen Amtes, das für die Verwaltung des Beobachtungssystems an den spanischen Grenzen verantwortlich sein wird, in fol­gender Zusammensetzung:

Vorsitzender des Amtes wird Vizeadmiral van D u l m (Holland), Mitglieder des Amtes sind die Vertreter, die von den Ausschußdelegierten Eng­lands, Frankreichs, Deutschlands, Griechen­lands, Italiens, Norwegens, Polens und der Sowjet­union ernannt werden. Sekretär des Amtes und Rechnungsbeamter des Internationalen Fonds wird Francis H e m m i n g (England), Sekretär des Inter­nationalen Ausschusses für die Anwendung des Nicht­einmischungsabkommens. Hauptadministrator für das System der Seeüberwachung wird Konteradmiral Olivier (Holland). Hauptaoministrator in Frank­reich wird Oberst Lunn (Dänemark). Es sind Vor­kehrungen getroffen worden, daß Vizeadmiral v a n D u l m, Konteradmiral Olivier und Oberst Lunn am kommenden Montag in London ein­treffen werden, um ihre Aemter zu übernehmen.

Heftige Kämpfe bei Guadalajara.

Salamanca, 13. März. (DNB.) Wie die letzten Frontnachrichten besagen, wurde im Abschnitt Guadalajara, besonders bei Taracena, auch am Freitag heftig gekämpft. Der nationale Rund­funk meldet, daß die Ortschaft Carrascosa de Henares bei Cogolludo erobert worden sei. Na­tionale Artillerie beschoß die bolschewistische Front­linie sowie die Befestigungen Madrids. In den Ge­birgen nördlich der Hauptstadt herrschen schwere Schnee stürme. Nationalflieger belegten die

Garantie der Unverletzlichkeit und Unabhängigkeit Belgiens übernehmen. Gleichzeitig hatte die belgische Regierung darauf hingewiesen, daß außer England und Frankreich auch Deutschland den belgi­schen Standpunkt, wonach die Sicherheit Bel­giens von den anderen Mächten ga­rantiert werden solle, angenommen habe. Die italienische Regierung hat jetzt die belgische Re­gierung wissen lassen, daß sie in der Frage der Si­cherheit Belgiens den gleichen Standpunkt einnehme wie England, Frankreich und Deutschland.

Mustolim in Libyen

Rom, 12. März. (DNB.) Der italienische Re­gierungschef hat sich am Freitag in Tobruk an Land begeben, wo er von Marschall B a l b o emp­fangen wurde. Mussolini schritt in Begleitung des Generalgouverneurs von Libyen die Ehrenforma­tionen der Marine, der Luftwaffe, der Carabinieri und Askari sowie der italienischen und eingeborenen faschistischen Verbände ab, wobei ihm von der ge­samten Bevölkerung begeisterte Huldigun­gen dargebracht wurden. Nach einer Besichtigung der Hafenstadt hat sich der Duce nach der 135 Kilo­meter von Tobruk entfernten italienisch-ägyptischen Grenzstadt A m s e a t begeben, um die Einweihung der dort beginnenden 1900 Kilometer langen Küsten st raße vorzunehmen.

Landstraße von Lerida nach Barcelona und Tarra­gona sowie eine Kaserne der Internationalen Bri­gade mit Bomben.

Furchtbare Zustände in den Kerkern Barcelonas

Paris, 13. März. (DNB.) DieAction Fran- ?aise" veröffentlicht eine Beschreibung der Zu­stände in den Gefängnissen Barcelonas. Aus der Feder einer Dame, die von den Bolsche­wisten ohne Angabe von Gründen 65Tage lang in einem Gefängnis von Barcelona festgehalten wurde. Im Gefängnis Jefatura befinden sich in den winzigen Einzelzellen, die nicht größer als IV2 zu 2 Meter seien, je 8 bis 10 Gefangene. Als einzige Luftzufuhr gebe es kleine Luftschächte, die aber meist verstopft seien. Einer der Zellen­insassen sei durch die unglaublichen Zustände vom Irrsinn befallen worden, ein anderer habe versucht, sich das Leben zu nehmen. Bon ihren Leidensgenossen sei einer nach dem anderen ohne Gerichtsverhandlung erschossen zu werden.

DieAction Francaise" bemerkt dazu, daß es noch immer ausländische Regierungen gebe, die die bol­schewistischen Machthaber in Spanien anerkennen. Gewisse Regierungen, wie z. B. diejenige Frank­reichs, arbeiteten sogar als Komplizen Moskaus und versorgten die Bolschewisten in Spanien mit Lebensrnitteln und Kriegsmaterial. Nur ein Mittel gebe es, um der im bolschewisti­schen Teil Spaniens herrschende Anarchie ein Ende zu setzen, nämlich, daß die Heere General Francos mit der auf der Halbinsel herrschenden Bolschewisten- Herrschaft Schluß machten.

Oie Kontrolle.

Man hatte es kaum noch für denkbar gehalten, daß der von den Mächten vor Monaten unter bri­tischem Vorsitz in London eingesetzte diplomatische Ausschuß, der verhüten sollte, daß aus der spani­schen Frage durch Einmischung dritter Staaten eine internationale werde, noch jemals zu brauchbaren Ergebnissen kommen werde. Sowjetrußland hat alles getan, um im Londoner Nichteinmischungs­ausschuß das Zustandekommen eines lieber» wachungsplanes zu verhindern, von dem die ande­ren Mächte eine Isolierung des spanischen Kriegs­schauplatzes erhoffen, nachdem es endlich gelungen ist, die vornehmlich interessierten Staaten nach un­endlichen Mühen und nach Abwehr unzähliger bol­schewistischer Sabotageoersuche auf ein striktes Ver­bot der Ausreise und Durchreise vonFreiwilligen" für eine der kriegführenden Gruppen und der Lie­ferung von Kriegsmaterial nach Spanien festzu­legen. Moskaus Delegierte im Londoner Ausschuß wollten mit ihren Verschleppungskünsten natürlich erreichen, daß vor Inkrafttreten der Kontrolle noch möglichst viele ihrer mit Waffen, Munition und Freiwilligen" beladenen Schiffe die spanische Küste erreichen sollten, um die bolschewistische Widerstands- front noch vor Toresschluß für den nun zu er­wartenden Endkampf zu stärken. Das wird ihnen im großen und ganzen auch geglückt fein, wenig­stens werden sie damit erreicht haben, daß dieser Endkampf noch einmal eine äußerst blutige Aus­einandersetzung werden wird, die von dem armen gequälten spanischen Volk noch einmal schwere Opfer fordern wird, bis endlich die Grundlagen für eine neue staatliche Ordnung auch in den Teilen Spaniens gelegt werden können, die heute noch unter dem bolschewistischen Terror seufzen.

Diese Leiden hätte man sehr wohl ab kürzen kön­nen, wenn die in London zusammengetretenen Mächte es alle wirklich gewollt hätten. Die Vor­schläge, die Deutschland und Italien schon im ver­gangenen Sommer zur wirksamen Isolierung des spanischen Kriegsschauplatzes gemacht hatten, fanden jedoch monatelang weder bei Sowjetrußland noch bei Frankreich und England ein williges Ohr. Sie ließen es geschehen, daß bis in die letzten Wochen hineinFreiwillige", von marxistischen Werbe- büros in allen möglichen Ländern zum Kriegs­dienst in derInternationalen Brigade" der spani­schen Bolschewisten gepreßt über die spanische Grenze strömten und in den roten Häfen gelandet wurden, daß ungeheure ßieferunaen von Kriegsmaterial, von Tanks und Flugzeugen bis zu Handgranaten und Dum-Dum-Gefchosfen, die bolschewistischen Arsenale in Katalonien auffüllten, daß schließlich sowjetrussische Agenten die revolutio­näre Propaganda in dem noch bolschewistischen Teil des Landes an sich rissen und sowjetrussische Offi­ziere und Politiker den nach so vielen Mißerfolgen wankend gewordenen spanischen Bolschewistenhäuvt- lingen die Führung des Kampfes gegen das natio­nale Spanien aus der Hand nahmen Nun endlich soll die Kontrolle der Mächte diesem beschämenden Spuk wenigstens soweit ein Ende machen, daß die Grenzen und Küsten Spaniens gegen weitere Zu­fuhren vonFreiwilligen" und Kriegsmaterial ab­gesperrt werden.

Ob sich der Londoner Ausschuß, durch diesen ersten Erfolg mutig gemacht, nun auch dazu aufraffen wird, auch die von Deutschland und Italien längst vorgeschlagene Rückbeförderung der nichtspanischen Freiwilligen" vom spanischen Kriegsschauvlatz in die Wege zu leiten und endlich auch die Formen derindirekten Einmischung", so besonders die finanzielle Unterstützung der spanischen Bolsche­wisten durch die von der Komintern besonders in Sowjetrußland und Frankreich veranstalteten Sammlungen unter die Lupe zu nehmen, das sind Fragen die angesichts der immer wieder erwie­senen Schwerfälligkeit des Londoner Apparats und des offenbaren Widerwillens, den einige Mächte gegen alle wirklich durchgreifenden Maßnabmen an den Tag legen, vermutlich noch lange offen blei­ben werden. Daß Sowjetrußland sich unter dem köstlichen Vorwand, seine Matrosen seien an so stürmische Gewässer wie die Biskaya nicht gewöhnt, von der gemeinsamen Kontrollaktion der übrigen aroßen Seemächte absonderte, nachdem selbst Frank­reich und England den dummdreisten Wunsch Mos­kaus abgelehnt hatten, ausgerechnet ihm die Ueber» wachung der noch in den Händen der Roten be­findlichen spanischen Mittelmetthäfen zu über­tragen, das zeigt doch, wie wenig man im Kreml geneigt ist, nun schon das spanische Spiel verloren zu geben. Es muß jedenfalls auch in Zukunft von dieser Seite durchaus noch mit weiteren Ueber» raschungen gerechnet werden.

Der nach den Beschlüssen des Londoner Richtern- mischungsausschusses am heutigen 13. März in Kraft tretende Ueberwachüngsplan zer­fällt in zwei Teile, einmal in die Kontrolle der fva- nischen Landgrenzen und zum andern in die Ueberwachung der für spanische Häfen bestimmten Schiffe. Die Kontrolle der spanisch-portugie­sischen Grenze wird auf Wunsch Portugals ein Stab von britischen Beobachtern übernehmen, die spanisch-französische Grenze und die spanisch» britische Grenze bei Gibraltar werden von Beob­achtern kontrolliert werden, die die im Ausschuß vertretenen Mächte stellen werden. Hierfür sind ins­gesamt ohne den Stab des Hauptagenten 265 Beob- aditPr vorgesehen die mit den einheimischen Grenz- behörben zusammenarbeiten sollen Der S e e ü b e r wachungsplan hat einmal die spanischen Küstengewässer in eine Reihe von Abschnitten auf- geteilt, von denen Deutschland eine Zone an der Mittelmeerküste mit den noch in bolschewistischen Händen befindlichen wichtigen Hafenstädten Carta­gena, Alicante und Valencia übertragen wurde. Zum anderen verpflichtet der Plan die im Ausschuß

die Worte gefaßt:Ich und wir alle sind glücklich, in ihm einen Ehrenmann sehen zu können vom Scheitel bis zur Sohle. Er hat die Armee aus innerstem Herzen versöhnt mit den Revolutionären von einst und verbunden mit ihrer Staatsführung von heute. Er hat in treuester Loyalität sich zu dem Prinzip bekannt, für das ich selbst mich dis zum letzten Atemzug einsetzen werde. Es gibt im Staate nur einen Waffenträger: die Wehrmacht. Und nur einen Träger des politischen Willens: dies ist die Nationalsozialistische Partei". Daß diese beiden Kräfte, die Partei und die Wehrmacht, sich gesun­den haben, daß sie gemeinsam den Staat tragen und das Volk formen und daß sie nichts mehr trennt als die Verschiedenheit der Ausgaben, das ist für den Bereich der Wehrmacht die große p 0 - l i t i s ch e Leistung des Reichskriegsministers. Sym­bol dieser Tatsache ist das Goldene Parteiabzeichen, das der Generalfeldmarschall und mit ihm die Oberbefehlshaber der Wehrmachtteile seit dem 30 Januar 1937 tragen.

Neben der politischen steht gleichwertig die mi­litärische und soldatische Arbeit des Ober­befehlshabers der Wehrmacht. Deutschland verfügt heute über die fortschrittlichste Wehrmachtorganisa- üon aller Staaten. Die schwierige Frage des ein­heitlichen Oberbefehls ist in der deutschen Wehr- verfassung eindeutig und vorbildlich gelöst. Dem Reichskriegsminister unterstehen Heer, Kriegsmarine und Luftwaffe; er sorgt für das Zusammenwirken der drei Teile im Frieden und im Kriege, er regelt alle Fragen, die die Gesamtwehrmacht betreffen. Alle diese Dinge lassen sich nicht vom grünen Tisch aus bewältigen Als Mann der Praxis ist der Ge­neralfeldmarschall häufig bei der Truppe, um zu sehen, wo der Schuh drückt. Er kümmert sich um die

Bewaffnung der Wehrmacht, er ist ein großer Freund des Flugzeuges, er fährt im Unterseeboot und im Kampfwagen; seine Sorge gilt ebenso der kriegsmäßigen Ausbildung, wie der Unterkunft und dem leiblichen und seelischen Wohl der Soldaten. Und weil neuzeitliche Wehrpolitik über den Bereich der Wehrmacht hinausgreift, sp obliegt dem Reichs­kriegsminister, der dem Führer verantwortlich ist für die Wehrpolitik des Reiches, auch die Pflicht, alle die Kräfte nutzbar zu machen und richtig zu leiten, ohne die eine Wehrmacht nicht leben kann. Das gilt für Arbeitseinsatz und Wehrwirtschaft, das berührt Fragen der inneren und der äußeren Po­litik, das bezieht sich auf die körperliche, moralische und geistige Verfassung des Volkes. Gewiß hat der Reichskriegsminister nicht allein diese Fragen zu entscheiden und zu regeln, aber seine Mitwirkung ist unerläßlich.

Eine gewaltige Last an Aufgaben und Verant- morfuna liegt auf den Schultern des Generalfeld­marschalls. Er hat die Verantwortung freudig ge­tragen und die Aufgaben erfolgreich bewältigt. Er kann am 13. März 1937 im berechtigten Stolz auf die vier Jahrzehnte seines Wirkens als Offizier und besonders auf die vier Jahre feiner Amtsfüh­rung als Reichskriegsminifter zurückblicken Mit der Wehrmacht gedenkt das ganze deutsche Volk an die­sem Tag in Dankbarkeit der Persönlichkeit und der Leistung des Oberbefehlshabers der Wehrmacht. In diesen Dank aber schließt das neue Deutschland den Wunsch ein, daß über den Frieden und die Ehre des Reiches und des Volkes auch in vielen Jahren der Zukunft eine Wehrmacht wachen möge, an de­ren Spitze der Generalfeldmarschall v. Blomberg steht als einer der treuesten Kampf- und Arbeits­gefährten Adolf Hitlers.

Das Internationale Amt für die Grenzüberwachung in Spanien