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Losverckäufer und Me glücklichen Gewinner beim Abholen der Gewinne. (Aufnahme: Winterhoff, Gießen).

Bornotizen.

Tageskalender für Samstag.

NSLB., Kreis Gießen, Abt. Mädchenerziehung, techn. Fächer: 15 Uhr Vortrag überVierjahres­plan und der Unterricht in Hauswirtschaft und Handarbeit" in der Mädchenberufsschule. Reichs­bund der Deutschen Beamten, Kreisabschnitt Gie­ßen, Fachschaft 13, Gemeindebeamten: 20 Uhr Ka­meradschaftsabend im Saal desAquariums", Walltorstraße. Stadttheater: 20 bis 22.15 Uhr Heiterer Tanzabend undDie schöne Galathee". Gloria-Palast, Seltersweg:Seine Tochter ist der Peter". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Der lustige Witwenball". Kirchliche Woche der Luthergemeinde in der Kapelle des Alten Fried­hofs: 20 Uhr VortragDie Gemeinde der Erlösten" von Hauptpastor D. Jannasch, Berlin. Katholi­sche Gemeinde: 20.30 Uhr Vortrag von Pros. Dr. Berg in der Kirche überHat die Kirche in Spa­nien versagt".

Tageskalender für Sonntag.

10 Uhr in der Neuen Aula Kundgebung deut­scher Technik im Zeichen des Vierjahresplanes. Kreisfeuerwehrtag in Gießen, 10 bis 12 Uhr Fuß­exerzieren, 14 Uhr Tagung im Katholischen Der- einshaus. Stadttheater: 19 bis 21.30 UhrLehr­ling gesucht". Gloria-Palast, Seltersweg:Seine Tochter ist der Peter". Lichtspielhaus, Bahnhof­straße:Der lustige Witwenball". Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand: 11 bis 13 Uhr AusstellungForscher als Künstler". Bekennt­nisgemeinschaft Gießen: 17 Uhr Vortrag in der Kapelle des Alten Friedhofs von Dr. med. Stue- venfandt überBekenntnis und Dogma". Ka­tholische Gemeinde: 20.30 Uhr Lichtbildervortrag von Prof. Dr. Berg im Dereinshaus überEuropa vor dem Abgrund".

Der Stadlhealer-Spielplan vom 14. bis 21. Februar.

Am Sonntagabend, 14. Februar, findet die erste Wiederholung des großen Erfolges der neuen SchwankoperetteLehrling gesucht" von Karl-Lud­wig Lindt und Karl Diergardt statt. Die musika­lische Leitung liegt in den Händen des Kapellmei­sters Hans H. Hampel. Wolfgang Kühne führt die Spielleitung. Die Titelrolle spielt Hansi Prinz. Die Vorstellung findet außer Miete statt, Anfang 19 Uhr, Ende 21.30 Uhr.

Montag, 15. Februar, Anfang 20 Uhr, Ende 22 Uhr. Einmaliges GastspielTanzgruppe Gün­ther-München" mit dem eigenen modernen Tanz­orchester. Außer Miete.

Dienstag, 16. Februar, Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr.Lehrling gesucht" Schwank-Operette von Lindt-Diergardt. Musikalische Leitung: Hans H. Hampel. Spielleitung: Wolfgang Kühne. Dienstag-Miete, 19. Vorstellung.

Mittwoch, 17. Februar, Anfang 19.30 Uhr, Ende 22 Uhr.Lehrling gesucht" Schwank-Operette von Lindt-Diergardt. Musikalische Leitung: Hans H. Hampel. Spielleitung: Wolfgang Kühne. Mitt- Woch-Miete, 19. Vorstellung.

Freitag, 19. Februar, Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr.Kupferne Hochzeit" Komödie von Rin- dom. Spielleitung: Hans Geißler. Freitag-Miete, 21. Vorstellung.

Samstag, 20. Februar, Anfang 20 Uhr, Ende 22.15 Uhr. Theaterring der NS. Kulturgemeinde. Freier Kartenverkauf.Heiterer Tanzabend". Lei­tung I. Zenner. Musikalische Leitung: Ernst Bräuer. Hierauf:Die schöne Galathee" Operette von Fr. von Suppe. Musikalische Leitung: Ernst Bräuer. Spielleitung: Paul W r e d e.

Sonntag, 21. Februar, Anfang 11 Uhr, Ende 13 Uhr. Zum letzten Mal:Gyges und sein Ring" Trauerspiel von Friedrich Hebbel. Spielleitung: Wolfgang Kühne. Kleine Preise. Außer Miete. Von 19 bis 21 Uhr. FestaufführungHerakles" Oratorium von G. F. Händel. Leitung: Prof. T e - mesvary. Außer Miete.

Großer Tanzabend des Günlher-Ballells, München.

Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Am Montag, 15. Februar, findet ein einmaliges Gastspiel des Günther-Balletts, München, statt. Das Ballett wurde auf der Int. Tanz-Olympiade Ber­lin 1936 mit der höchsten Anerkennung ausgezeich­net. Das Günther-Ballett gastierte mit außerge­wöhnlichem Erfolg in der Tschechoslowakei, Belgien und Holland und befindet sich zur Zeit auf einer Gastspielreise durch zirka 70 deutsche Städte. Es ist das erste Ballett, das mit einem eigenen modernen Tanzorchester ausgestattet ist. Dieser interessante Tanzabend findet außer Miete zu den üblichen Schaaspielpreisen statt. Anfang der Vorstellung 20 Uhr, Ende 22 Uhr.

Für die Gießener Mädel- und Zungmädelgruppen.

Betr.: Einlopfessen am Sonnlag, 14. Februar.

Bei dem öffentlichen Eintopfessen roeriwt wir Essen auftragen helfen usw. Es treten daher die Mädelgruppen um 11 Uhr vormittags wie folgt an:

Mädelgruppe 1/116 mit 50 Mädels am Studentenheim.

Mädelgruppe 2/116 mit 30 bis 40 Mädels am Cafe Leib.

Mädelgruppe 3/116 mit 30 bis 40 Mädels cum Cafe Leib

Mädelgruppe 4/116 mit 40 Mädels am Club.

Ich mache die Gruppenführerin darauf aufmerk­sam, daß die obengenannte Anzahl der Mädel un­bedingt eingehalten werden muß.

23e(r.: Kundgebung Deutscher Technik im Zeichen des Vierjahresplans.

Zu dieser Kundgebung am Sonntag, 14.2., vor­mittags 10 Uhr, in der Neuen Aula treten von den Mädelgruppen je 1 Führerin, von den JM.-Gmp- pen je 2 Führerinnen an.

Belr.: Theaterlaufbahn.

Die BDM.- und JM.-Gruppenführerinnen mel­den uns umgehend, wer in ihrer Gruppe schon in der Theaterlaufbahn ist, oder wer sie von den Mädels noch einschlagen will.

Für alle BOM- und ZM.-Gruppen im tlntergau 116.

Ich gebe euch nachstehend nochmals bekannt, wo und wann am Sonntag, 14.2., die Werkschulungen steigen:

Don 812 Uhr in Lollar für Mädel- und JM- Gruppe 5/116.

1318 Uhr in Großen-Buseck für die Mädel- und JM.-Gmppe 6/116.

812 Uhr in Londorf für die Mädel- und IM.-Gruppen 7/116 und 8/116.

Kundgebung deutscher Technik im Zeichen des Vierjahresplanes.

Am Sonntag, 14. Februar, 10 Uhr, findet in der Aula der Ludwigs-Universität zu Gießen eine Kundgebung des Amtes für Technik in der Kreis­leitung Wetterau der NSDAP, statt. Der Vor­tragende wird durch Lichtbilder und Filmvorfüh­rungen von der großen technischen Messe in Leipzig berichten.

Jeder deutsche Volksgenosse ist am Gelingen des Aufbauwerks des Führers interessiert. Dieser Vor­trag wird jedem zeigen, wie die Industrie arbeitet, um den Vierjahresplan zu verwirklichen. Eine groß­artige Schau deutscher Qualitätsarbeit, der Aufbau der Technischen Messe in Leipzig, Maschinen in vollem Betrieb, Neukonstruktionen auf allen Ge­bieten der Technik, werden in sonst nicht zu sehen­der Eindringlichkeit im Film zu sehen sein. Werk­zeugmaschinen aller Art, Webstühle, Spitzenklöppeln mit Maschinen, elektrotechnische Maschinen, Hoch­spannungsisolatoren und Apparate für 200 000 Volt, elektrisches Schweißen und Glühen, Elektrizi­tät zum Kochen, Braten, Backen, zur Warmwasser­

bereitung, Kühlen, elektrischer Strom als Nach­richtenübermittler, Doppelkolbenmotore, Dieselmo- tore im Betrieb, Nahrungs- und Genußmittel­maschinen, Baumaschinen und Baustoffmaschinen für die Herstellung von Hohlziegeln und Kunststeinen usw. werden so jedem Volksgenossen in ihrer Be­deutung vor Augen geführt.

In diesem Film wird das segensreiche Wirken der Maschinen auf allen Gebieten unseres täglichen Lebens sichtbar. Dahinter steht der große Kampf des deutschen Volkes um sein Lebensrecht. Alle Fragen, die uns berühren, die Wehrhaftmachung des deutschen Volkes, Sicherung der Ernährung, Aufbau der einheimischen Rohstoffwirtschaft und die Förderung der Ausfuhr werden auf dieser Kundgebung beantwortet werden.

Der Eintritt ist frei.

Kreisleitung Welterau der 71SDAP., Amt für Technik, in Gemeinschaft mit dem NSBDT./RTA. und der Deutschen Arbeitsfront.

SaupiappellderKnegerkameradschastl874Gießen

Die Kriegerkameradschaft 1874 hielt am Donners­tag wie man uns berichtet ihren diesjährigen Hauptappell im Saale desBurghof" ab.

Nach dem Einmarsch der Fahnen begrüßte Ka­meradschaftsführer, Rektor Stroh, die zahlreich erschienenen Kameraden und betonte, daß es bei jeder Zusammenkunft alter Soldaten Sitte und Tradition sei, des Obersten Führers zu gedenken. An das Sieg-Heil auf den Führer und Deutschland schlossen sich die Lieder der Bewegung an. Der Ka­meradschaftsführer gedachte dann der Toten, und Kamerad Hartmann verlas die Namen der seit dem letzten Hauptappell verstorbenen Kameraden Niepoth, Heister, Mohr, Männche, Keil, Denning- hoff, Lang, Heßler und die Kriegerwitwen Stmn und Keßler. Die Anwesenden weihten den Verstor­benen eine Minute stillen Gedenkens durch Erheben von den Sitzen.

Anschließend dankte Kamerad Stroh dem seit­herigen Kameradschafts-Führer, Landgerichtsrat Trümpert, der aus Gesundheitsrücksichten sein Amt niederlegen mußte, für seine aufopfernde 25- jährige Tätigkeit. Was er für die Kriegerkamerad­schaft getan habe, wisse jeder. Ueberall, wo es galt, zu helfen, habe er eingegriffen und heute noch sei er als Sozialreferent auf dem Posten. Deshalb sei es eine Ehrenpflicht der Kameraden, ihm für feine Treue und Aufopferung zu danken.

Der Jahresbericht gab einen umfassenden Ueber- blick über die Tätigkeit der Kriegerkameradschaft im vergangenen Jahr. Am Reichskriegertag in Kassel haben 40 Kameraden teilgenommen. Unter Aner­kennung der wichtigen Ausgaben des Kysfhäuser- bundes und auf Wunsch des Führers ist der Reichs­kriegertag zur ständigen Einrichtung geworden. Der Führer hat weiterhin dem Kyffhäuserbund die Ha­kenkreuzfahne verliehen und dadurch bestätigt, daß die Arbeit des Bundes durchaus in den Rahmen des neuen Deutschland paßt. Diese Anerkennung soll jeden Kameraden anspornen, nicht auf feinen Lorbeeren auszuruhen oder lau zu werden, son­dern sich voll und ganz für die großen Ziele des Führers einzusetzen. Heute kommt es auf die Mit­arbeit aller Kameraden an, und jeder einzelne muß freMg die Aufgaben bejahen, die an ihn gestellt werden. Mit Rücksicht darauf, daß viele Kameraden in den Gliederungen der Bewegung tätig find, haben nur wenige Versammlungen im vergangenen Jahr stattgefunden. Kameradschaftsführer Stroh hielt zwei lehrreiche Vorträge überDie Tragik deutschen Heldentums" und überFriedrich den

Großen". Im Mai nahm die Kameradschaft an dem Gründungsfest der 116er teil, anschließend an dem großen Sommerfest der Arbeitsgemeinschaft Gießener Kriegerkameradschaften. Beim Einmarsch des Regiments trat der Kyffhäuserbund erstmalig als geschlossene Formation neben den anderen Ka­meradschaften in Erscheinung. Im Kreisverband wurden zwei sehr gut besuchte Hauptversammlun­gen durchgeführt. Im Dezember fand ein großer Appell durch den Landesoerbandsführer, General­leutnant Fett, auf dem Oswaldsgarten statt. Auf sozialem Gebiet wurde viel Not gelindert. Außer­dem konnte zwei bedürftigen Kameraden aus dem Ruhrgebiet eine mehrwöchige Erholung auf der Burg Staufenberg ermöglicht werden. Not zu lin­dem ist eine der Hauptaufgaben des Kysshäuser- bundes, eine soziale Aufgabe, die ganz in den Rah­men' der heutigen großen Linie paßt. Der Mit­gliederbestand betrug im Jahre 1936 386 Köpfe. Die Lücken, die der Tod riß, konnten durch Neu­aufnahmen ausgeglichen werden.

Die Rechnunasablage ergab durchaus normale Kassenverhältnisse. Für die Unterstützung notleiden­der Kameraden konnte ein größerer Betrag ausge­geben werden. Der Voranschlag für 1937 wurde verlesen und genehmigt, er weist größere Strei­chungen und Einsparungen auf.

Die Mitglieder Konrad Wenzel (seit 1887) und Karl Amend (feit 1889) wurden in Anerkennung ihrer Treue zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Am Heldengedenktag findet zu Ehren der Toten eine Feier des Standorts auf dem Trieb statt. Die Kriegerkameradschaft wird bei dieser Feier mit einer Ehrenkompanie vertreten sein und am Vor­beimarsch vor Generalleutnant Oßwald teilneh­men. Außerdem werden an den beiden Krieger­denkmälern Kränze niedergelegt.

Bei der Winterhilfesammlung am vergangenen Sonntag haben sich besonders die alten Kameraden vorbildlich betätigt.

Zum Schluß berichtete Kamerad Wagner über das Winterhilfsschiehen, das am 17. und 21. Fe­bruar durchgeführt wird. Es wird erwartet, daß alle Kameraden sich an dieser, unseren notleidenden Volksgenossen zugute kommenden Veranstaltung be­teiligen.

Kamerad Stroh dankte anschließend derHaus­kapelle" für ihre schönen musikalischen Darbietun­gen und gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Kameraden auch im neuen Jahre ihren Mann ständen im Kampf um Deutschlands Größe.

1318 Uhr in Grünberg für die Mädel- und IM.-Gruppen 9/116 und 10/116.

812 Uhr in Hungen für die Mädel- und IM.-Gruppe 13/116.

812 Uhr in Lich für bie Mädel- und JM.- Gruppe 12/116.

1318 Uhr in Inheiden für die Mädel- und IM.-Gruppe 11/116.

Die Gruppenführerinnen sind mir dafür verant­wortlich, daß alle ihre Führerinnen anwesend sind. Ebenfalls bringen die Gruppenführerinnen am Sonntag folgende Meldungen mit:

Die Gesundheitsbogen vom Obergau, die Heim­fragebogen und die Anzahl der in ihrer Gruppe vorhandenen Arbeitsbücher.

Belr.: Sprechstunden in Gesundheilsfragen

>es BDM.

Die Untergauärztin des BDM., Dr. med. Fr. Feulgen, und die JM.-Untergauärzttn, Dr. med. M. Th. Schorbufch, halten ihre Sprechstunden jeden Mittwochnachmittag von 15 bis 16 Uhr in der Kinderklinik Gießen, Friedrichstraße 16, ab.

Die Untergauführerin.

Die öeutfdie Rrbeitdfront ii\ n.3.=6cmcinf(haftKraft durch kreude"

kdF."-Vorslellung im Sladtthealer.

Am Samstag, 13. Februar, bringt die NSG. Kraft durch Freude" als Sondervorstellung den mit großem Beifall aufgenommenenHeiteren Tanz­abend" und anschließend die Operette von Suppe Die schöne Galathee". Für diese Vorstellung sind noch Karten zu 50, 70 und 90 Pfennig auf der Kreisdienststelle, Schanzenstraße 18, und an der Abendkasse erhältlich.

Der köstliche SchwankCharleys Tante" kommt noch einmal als Nachmittagsvorstellung am Mon­tag, 15. Februar, 15 Uhr, zur Aufführung. Für diese Vorstellung stehen noch eine Anzahl Karten zu 70 und 90 Pfennig zur Verfügung, so daß alle diejenigen, die bei der ausverkauften Sondervor­stellung nicht mehr berücksichtigt werden konnten, dieses Erfolgsstück noch sehen können. Karten eben­falls auf der KreisdienststelleKdF.".

(Siebener WocheumorktpreUe.

* Gießen , 13. Febr. Aus dem heutigen Wochen­markt kosteten: D. f. Molkereibutter, % kg 1,57 Mk., f. Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60, Landbutter 1,42 Mk., Matte 20 bis 25 Pf-, Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 14, Klasse A 13, Klasse B 12, Klasse C 11/*, Klasse D 10/, unge­zeichnete 10, Wirsing, Z kg 10 bis 15, Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 10 bis 12, gelbe Rüben 8 bis 12, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 30, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 12 bis 15, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat 50 g 10 bis 12, / kg 80 Pf. bis 1 Mk.,

Tomaten 60 Pf., Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 35, Kartoffeln, XA kg 5 Pf., 5 kg 44 Pf., 50 kg 3,50 bis 3,70 Mk., Aepfel, /> kg 15 bis 20 Pf., Tafeläpfel 25 bis 40, Birnen 15 bis 25 Pf., Hähne 1 bis 1,10 Mk., Suppenhühner 80 bis 90 Pf., Tauben, das Stück 50 bis 60, Blumen­kohl 30 bis 60, Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 8, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 15 Pf.

Wilhelm-Busch-Abend.

Der Goethebund und Kaufmännische Verein be­reiteten gestern abend ihren Mitgliedern und Gästen in der Neuen Aula der Universität einen sehr vergnüglichen Abend. Die beiden Stunden des gestrigen Vortragsabends lösten sicherlich in jedem der Zuhörer jene stille und besinnliche Heiterkeit aus, die nun einmal untrennbar mit dem Namen Wilhelm Buschs verbunden ist.

Der Vortragskünstler Emil Kuehne gab eine Fülle der prächtigsten Schöpfungen des Dichter­malers wieder, und er tat es mit großer Sicher­heit. Alles, was man im Laufe des Abends hörte, wußte erauswendig". Das imponierte mächtig! Wenn er in der Schule auf diesem Gebiet auch schon sogut" war, dann hat er es leichter gehabt als wir. Der Vortragskünstler legte dabei eine Mannigfaltigkeit des Ausdrucks an den Tag, die jede Verszeile in Gehalt und Stimmung aus- schöpfte. Wilhelm Busch hätte, wenn es ihm mög­lich gewesen wäre, da zu sein, feine Helle Freude an dem Mann haben müssen.

Schon bei der Einleitung, der kleinen Selbst­biographieVon mir über mich", ließ sich wenn man die Augen schloß glauben, der Dichter säße höchstselbst vorne auf dem Stuhl und er­zählte ... Dann folgteein wenig heitere Philo­sophie", die, fern aller Theorie, erkennen ließ, wie sehr der Dichter, selbst Mensch und Menschenkenner, mannigfaltige Zustände unseres täglichen Lebens glossierte, ohne dabei jemanden auf den Schlips zu treten. Nach kurzer Atempause ließ Emil Kuehne eine luftige Charakterisierung der Kunst der Malerei folgen, schließlich hörte man noch einen höchst unter­halt- und lehrsamen Brief, den Wilhelm Busch einer jungen Anverwandten zum Hochzeitstag sandte. Das Silvester-Selbstgespräch eines Mannes, stil­volle Mischung von Resignation und Optimismus, beschloß den ersten Teil des Abends.

Dann brachte der Vortragskünstler zum gespro­chenen Wort noch die herzerfrischenden vielsagenden Bilder Wilhelm Buschs, und zwar einen Teil der Knobb-Trilogie, jenen Abschnitt, in dem Knobds Ehe- und Vaterfreuden, aber auch feine Kümmer­nisse um Julchen geschildert und bebildert wurden. Da war im Saal nur noch ein einziges und an­haltendes Schmunzeln ob aller jener lebensnahen Menschlichkeiten, die hier unter der Hand eines gottbegnadeten Menschen ihren Ausdruck fanden. Den Episoden im Knobbschen Hause folgte dann noch eine kurze Reihe selten gesehener Bilder, in

denen drastisch geschildert war, wie ein Klavier« virtuose und sein wohlwollender Zuhörer von der sanften Melancholie (ausgelöft durch ein Adagio) alle Zustände des Gefühls bis zur völligen Auf« löfung als der Folge eines unerhörten Furioso durchleben. Wohl kaum jemand machte in den Minuten, da diese Bilder auf der Leinwand er« schienen, den Versuch, sich der Gewalt der Darstel­lungen zu entziehen.

Den Abschluß des Abends bildete Philosophie zunächst heiteren und dann ernsteren Charakters, aber auch hier sah den Zuhörern gewissermaßen noch aus allen Knopflöchern der Schalk entgegen. Der Vortragskünstler erntete verdienten anhaltenden Beifall, der in dankbarer (Erinnerung auch dem Dichtermaler Wilhelm Busch galt.

*

** Ei n Siebzigjähriger. Am morgigen Sonntag, 14. Februar, kann der Wagenmeister i. R. Balthasar Wagner, Hindenburgwall 12 wohn­haft, in bester Gesundheit seinen 70. Geburtstag feiern.

** Die Zustellung der Steuer de« scheide über bie Bürger st euer für 1937 betrifft eine Bekanntmachung des Oberbürger­meisters in unserem heutigen Blatte. Auf die Be­kanntmachung fei besonders hingewiesen.

* D i e Lieferung von Lebensrnitteln schreibt die Direktton der Landes-Heil- und Pflege- Anstalt im Anzeigenteil unseres heutigen Blattes zur Vergebung aus. Interessenten seien auf btt Bekanntmachung besonders hingewiesen.

** Zahlreiche Holzoer st eigerungen werden im Anzeigenteil unseres heutigen Blattes bekanntgegeben. Kaufinteressenten seien auf diese Ankündigungen besonders hingewiesen.

** Diehmärkte in Gießen. Am nächsten Dienstag findet in Gießen Rindvieh-(Nutzvieh-) Markt statt, am Mittwoch folgt Schweinemarkt. Die Schweinemärkte werden von jetzt ab in der gedeckten Viehversteigerungshalle auf dem Dieh- marktplatz beim Güterbahnhof abgehalten.

** Die Bezugsscheine für Konsum- Margarine (ohne Verbilligung) und die Ausgabe der Stammabschnitte sind Gegenstand einer Bekanntmachung des städtischen Wohlfahrts­amtes im heutigen Blatte. Die Bekanntmachung fei dringend zur Beachtung empfohlen.

Oberhessen.

Kundgebung der Partei in Steinbach.

= Steinbach, 13. Febr. Am gestrigen Abend fand im Saale des Pg. Görlach eine sehr gut be­suchte Kundgebung der NSDAP, statt. Die Formationen der Partei, die Kriegerkamerad­schaft und andere Dolksgenofsen füllten den Saal bis zum letzten Platz. Nach dem Einzug der Fah­nen begrüßte der Ortsgruppenleiter, Bürgermeister Rink, den Kreisleiter und die Besucher und schloß mit dem Gruß an den Führer. Darauf sprach Kreisleiter Dr. Hildebrandt. Er verstand es in seiner Inständigen Ansprache, die von häufigen Beifallskundgebungen begleitet war, Ohr und Herz der Zuhörer zu gewinnen. Ausgehend von der Lage der Vergangenheit schilderte er nach einem tunen Blick auf das in vier Jahren erreichte Gute, Die großen Aufgaben des neuen Vierjahresplanes, die von jedem Volksgenossen völligen Einsatz feiner Person fordern. Die Mahnungen, die er an feine Zuhörer richtete, fanden ein Echo in dem Gelöbnis der Treue, das der Ortsgruppenleiter für die Ver­sammlung ablegte. In üblicher Weise schloß die Versammlung, und unter den Klängen der Musik fand der Ausmarsch der Fahnen statt. Anschließend folgte noch ein gemütliches kameradschaftliches Bei­sammensein. Erwähnt sei noch, daß auch die ande­ren Dörfer unserer Ortsgruppe, Albach und Gar­benteich, gut vertreten waren.

Landkreis Gießen.

£ Wieseck, 13. Febr. Unser Mitbürger Martin Dörr vollendete gestern sein 70. Lebensjahr. Herr Dörr befindet sich körperlich und geistig auf voller Höhe.

* Großen-Linden, 13. Febr. Der Müller- meister Willy Sandmeier, der aus Westfalen hier zugezogen ist, hat die unter der FirmaUni- versitätsmühle Großen-Linden" be­kannte Mühle käuflich erworben und wird sie nun­mehr in Betrieb nehmen.

I Großen-Linden, 12. Febr. Dieser Tage fand die Generalversammlung der hiesigen Vieh- taffe statt. Der Vorsitzende Lang gab den Ge­schäftsbericht bekannt. Der Rechner Hch. Velten erstattete den Kassenbericht, ihm wurde Entlastung erteilt. Die Zahl der Mitglieder beträgt 121. Ver­sichert waren 551 Stück Vieh mit einem Wert von 220 700 Mark. Die Gesamteinnahme betrug 3508 Mark, die Ausgaben 2753 Mark. Weiter verfügt die Kaffe über ein Sparkaffenguthaben von 1795 Mark. An Versicherungsprämien gingen 2108 Mark ein. Die Entschädigungen betrugen 1586 Mark. Für Tierarzt- und Behandlungskosten wurden 477 Mark bezahlt. Die Pferdeversicherung besteht aus 42 Mit­gliedern. Versichert waren 60 Pferde mit einem Versicherungskapital von 52 456 Mark. Die bezahl­ten Entschädigungen waren im verflossenen Jahr gering, so daß die Kasse über ein Guthaben von 2000 Mark verfügt. Der Bericht zeigt, daß beide Kassen in guter Verfassung sind und unentbehrliche Einrichtungen sind.

< Holzheim, 11. Febr. Der hiesige Turn­verein hielt im Dereinslokal einen Familien­abend ab. Dietmar! Gg. Sarnes hielt die Be­grüßungsansprache. Die Hauskapelle unterhielt mit guter Musik. Die Turner zeigten am Barren, wie auch bei einer Pyramide ihr Können. Für die wei­tere Unterhaltung sorgte Herr Lotz von Nieder- Bessingen, der für diesen Abend gewonnen worden war. Die Milchabsatzgenossenschaft Holzheim hielt im Rathaus ihre Generalver­sammlung ab. Der Rechner Karl Buß erstattete den Geschäftsbericht, dem folgendes zu entnehmen war: an die Molkerei Grieb in Gießen wurden im Jahre 1936 584 878 Liter Milch geliefert. In­nerhalb des Ortes wurden 11 330 Liter Frischmilch verkauft. Der Durchschnittspreis je Liter betrug 13,2 Pf., gegenüber 12,9 Pf. im Vorjahr. Der ge­ringste Preis bei 2,6 v. H. Fettgehalt belief sich auf 11 Pf., der höchste bei 4,7 v. H. Fettgehalt auf 15,4 Pfennig. Die Gesamteinnahmen betrugen 78 394,52 Mark. Die Ausgaben der Genossenschaft verzeich- neten 78 344,63 Mark, so daß ein Gewinn van 49,89 Mark zu verzeichnen war. Dem Vorstand und dem Aufsichtsrat wurde (Entlüftung erteilt, die beiden satzungsgemäß ausscheidenden Mitglieder wurden einstimmig wiedergewählt Die Genossen- schäft zählt zur Zeit 170 Mitglieder

* Hungen, 12. Febr. Durch einen Licht- bildervortrag von Missionsinspektor Dr. R o- s e n k r a n z wurde die Gemeinde mit Japan und dem Leben und Treiben des japanischen Volkes bekannt gemacht. Gespannt lauschten die Zuhörer dem Redner, der ein Bild gab von den geistigen

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