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zuführen. Solisten, Chor, Tanzgruppen und das

teiligt. Aus Ungarn wirkten das Symphonieorchester

teiligt. Aus Ungarn wirkten oas wympyomeora-en^ 6u}u^. r r

und der Gesangschor der Budapester Straßenbah- Hamburger Wüharmonische

ner mit, die dänische Kunst vertrat das Balett des Leitung von Staatskapellme er^Generalmusttdlr-r. Königlichen Theaters in Kopenhagen, aus der tor Eugen Jochurn bestrttten de z Tschechoslowakei waren die Koliner Kmoch-Kapelle der Festfolge mit bem ,Meistersinger Auf

die TanzgruppeBluten", die Erste Tschechische zug in dem al2 G°st,Kammersänger Eyv^ Dolkstrachtenaruppe und Mitglieder der Tanzgruppe La H o lm vom Deutschen Onernhaus

mitwirkte.

Die Sparkaffen in der Volkswirtschaft

ganz jungen Jahren ver- n Gelübde legte er 1932

Freude" teilnehmen. , v

Dr. Ley führte u. a. aus,Kraft durch Freude sei nicht nur die Angelegenheit einer bestimmten Volksschicht, sondern stelle den klarsten Aus­druck des neuen Deutschland schlechthin dar. Der Gedanke, baß die Wiedererstarkung und Gesundung eines Volkes nur dann möglich sei, wenn dieses Volk selbst voller Lebens ho ff- nung und Lebenswillen fei, finde in dem großenKraft durch Freude" - Werk seinen deutlich­sten Beweis. Dr. Ley gab der Hoffnung Ausdruck, daß der große LeitgedankeFreude und Arbeit dereinst der g a n z e n W e l t als Richtschnur die­nen möge.Wir sind überzeugt, daß dann die Welt Frieden haben wird, und daß dünn die Vol­ker ihres Lebens froh werden."

Die Kulturveranstaltungen des Aus­landes im Hamburger Thalia-Theater wurden am Freitagnachmittag mit j u g o f l a w i s d>e n , tsche­choslowakischen und rumänischen Dar­bietungen fortgesetzt. Den jugoslawischen Teil der Veranstaltung leitete ein Orchesterwerk etm der Synfonische Kolo" von Jacob Gotovao. Daraus folgten Volkstänze der jugoslawischen Trachten- grüppe zu Flöten- und Gesangsbegleitung. Starken Beifall fand ein lebhafter Stocktanz einer Männer­gruppe der rumänischen Trachtengruppe. Als Or­chesterwerk erklang vorher die rumänische Rapsodie Rr 3 von Georg Enescu. SmetanasDysherad aus dem Zyklus ..Mein Vaterland" leitete die tsche­choslowakischen Vorführungen ein, die u. a. Qua­drillen brachten. Zwischendurch sang ein Bariton tschechische Volkslieder. Die slowakische Trachten­gruppe zeigte anschließend Rundtänze, wie Polka

Koblenz, 11.Juni. (DRB.) Vor der Großen Strafkammer standen am Freitag wiederum zwei Klosterbrüder, die sich schwere sittliche Verbrechen haben zuschulden kommen lassen. DerBarmherzige Bruder" Thomas, eigentlich Joseph Zöller, ist erst 1924 in das Kloster der Barmherzigen Bruder in Montabaur eingetreten, um nach seiner eigenen Aussageden Gefahren der Welt zu entgehen", denn er war bereits in f ;------

führt worden. Die ewigen Gelübde legte er 1932 ab. Von 1927 bis 1933 hatte er in Montabaur an­fangs Pensionäre und Lungenkranke zu pflegen und bekam später die Aufsicht über die Gärtnerei. Im Herbst 1928 kam sein Vetter, der damals 14 Jahre alt war, als Gärtnerlehrling zu

Zwei weitere Gitilichkeitsprozesse gegen katholische Klosterbrüder.

Die .landgiuppeyiuicu , Volkstrachtengruppe und Mitglieder der Tanzgruppe des Tschechischen Nationaltheaters in Prag erschie­nen, um heimatliche Musik. Gesang und Tanz vor-

Oie Hamburger Reichsiagung der RG.-GemeinschastKraft durch Freude"

Volksfest, Musik und Tanz.

Am Nachmittag fanden auf 38 verschiedenen Plätzen der Hansestadt sportliche Vorfüh­rung e n mit Musik und Tanz statt. Tausende hielten die Anlagen umsäumt, auf denen Sport- abteilunqen der Marinestation der Nordsee 'hr aus­gezeichnetes Können zeigten. Hitlerjungen führten Florettfechten und BDM.-Sportgrupven Gymnastik und Tanz vor. Aus dem weiten Gelände des Ham­burger Zoos fand ein großes Volksfest statt. Musikkorps der Wehrmacht spielten flotte Marsche. Darbietungen des Don-Kosakenchors und des Deut­schen Sängerbundes vervollständigten das Pro- ^Äm^Äbend fanden in 22 großen Sälen M uf iE - und Tanzvorführungen mit den deutschen und ausländischen Gruppen statt. Im Zeichen nordischer Verbundenheit vereinigten sich m dem größten Saal der Stadt die Dolkstumsgruppen aus Schweden. Dänemark und Finnland Mit den Rhein­ländern, Saarländern und Mitgliedern der Nordi­schen Gesellschaft. Gesang und Tanz als Ausdruck kraftschöpfender Freude war der Leitgedanke des Abends an dem alle Nationen ihren Anteil hatten. Frohsinn und gute Laune ließ dieses glanzende Volksfest in herzlicher Verbundenheit und echter Lebensfreunde ausklingen. s

Zu einem festlichen Ereigms gestaltete sich der F e st a b e n d in der Staat so per. An dem vorzüglichen Gelingen des Festabends war eine Reihe ausländischer und hamburgischer Künstler be-

Die Arbeitslosigkeit aus ein Minimum gesunken

Mr noch 114000 einsatzfähige Reserve.

ffrontsoldatentreffen »Schütter an Schulter" in Oesterreich verboten.

W i e n, 11. Juni. (DNB.) Das Linzer Volksblatt veröffentlicht eine Meldung, wonach das Treffen der alten Soldaten, das unter dem Motto .-Schul­ter an Schulter" am, 1. Ium in Wels in Oberösterreich österreichische und reichs deutsche Frontsoldaten vereinigen sollte, von den Sicherheitsbehörden verboten worden ist Zur Begründung dieses Verbotes fuhrt das katholische Organ nachstehende seltsame Aruiche ins Treffen ...Oesterreich hat die Absicht sich treu an das Abkommen vom 11. Juli zu halten. Es wolle aber jede Gelege n h e i t v e rme i- den die eine Trübung des deutsch-österreichischen Verhältnisses dadurch herbeiführt daß Gaste aus dem Reich in i n n e r p o l i t i s ch e Ausein­andersetzungen verwickelt werden Das Soldatentreffen in Wels stand unter dem Ehren- fckutz des Botschafters von P ap e n cs würbe mit einer Teilnahme von 30 000 österreichi chen und deutschen Frontsoldaten gerechnet. In Wels waren zu dieser Veranstaltung, deren Verbot von der Be­völkerung außerordentlich bedauert wird, bereits große Vorbereitungen getroffen worden.

geben wird. El Zusammenhang zr länder und der Fi

Herzliches Willkommen in Vudapeft.

Budapest, 11. Juni. (DNB.) Reichsaußen­minister v. Neurath traf am Freitag um 18 Uhr im Sonderflugzeug auf dem B u d a p e st e r F l u g- platz ein. Ihm wurde von der ungarischen Re­gierung und der Bevölkerung der Hauptstadt em äußerst herzlicher Empfang bereitet. Zur Begrü­ßung hatten sich u. a. eingefunden- Ministerpräsi­dent Daranyi, Außenminister v o n K a n y a der Budapester Korpskommandant Feldmarfchall- leutnant v. N a g.y, der deutsche Gesandte und die Gesandten Italiens, Oesterreichs. Bulgariens unö Jugoslawiens. Der Reichsaußenminister schritt unter den Klängen der deutschen und ungarischen Natio­nalhymnen die Front der Ehrenkompanie ab und begab sich dann in sein Hotel. In den Straßen hatten Frontkämpferverbände, Pfadfinder und Schu­len Aufstellung genommen. Ueberall wurde der Reichsaußenminister mit stürmisch enHell- rufen begrüßt. Vor dem Hotel wurde Neurath von der deutschen Kolonie willkommen ge­heißen Am Freitagabend veranstaltete der unga­rische Außenminister Konya ein Essen.

AbsOied von Sofia.

Der Reichsaußenminister besucht die deutsche Schule.

Sofia, 11. Juni. (DNB.) Im Auftrage des Führers und Reichskanzlers überreichte der Reichs­außenminister von Neurath dem bulgarischen Ministerpräsidenten und Außenminister Klos­se i w a n o f f das Großkreuz des Ordens vom D e u t f ch e n A d l e r. Der Reichsaußenminister be­suchte dann dis neue deutsche Sch u l e, die größte deutsche Auslandsschule. Er brachte feine be­sondere Freude über das rührige und erfolgreiche Wirken der Kolonie, das durch das schone Schul­gebäude und das Deutsche Heim sichtbar verkörpert werde, zum Ausdruck. Im Anschluß daran besuchte Freiherr von Neurath das Archäologische Landes­museum. Gegen Mittag gab der deutsche Gesandte dem Reichsminister in seiner Wohnung em Früh­stück im kleinen Kreise. Dann flog der Minister nach Budapest weiter.

Berlin, 11. Ium. (DNB.) Der Bericht der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung stellt fest, daß feit Oer winterlichen Höchstbelastung im Januar die Arbeitslosigkeit von Monat zu Monat krafttg zu­rückgegangen ist: im Februar um 243 000, im Marz um 366 000, im April um 285 000. JrnApril wurde außerdem die Eingliederung des größten Teiles des neuen Jahrganges Schulentlassener in den Ar­beitsprozeß vollzogen, so daß sich die Zahl der Be- schäftigten im Laufe dieses einen Monats um runö 950 000 vermehrte. Trotzdem hat sich der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Mai fortgesetzt: um 184 000 auf 776 000. In nur vier Monaten hat die Zunahme der Beschäftigung damit eine Hohe von über 2 Millionen erreicht. Der absolute Rück­gang der Arbeitslosigkeit im Mai war am stärksten in Schlesien (28 000), Rheinland (25 000), Sachsen ( 24 000), Brandenburg ( 23 000).

Von den 776 000 Arbeitslosen sind 192 000 nicht

Hamburg 11. Juni. Am Freitagvormittag fand in der Musikhalle eine Arbeitstagung der NS.-GemeinschastKraft durch Freude" statt. Reichsleiter Pg. Horst Dreßler-Andreß gab ein Bild der geistigen Grundlagen, von denen das große KdF.-Werk getragen werde WennKraft durch Freude" zu einer machtvollen Künderin des deutschen Kulturwillens geworden fei, so verdanken wir dies der Erkenntnis, daß die kulturelle Entwick­lung eines Volkes und damit feine Größe und Zu­kunft bann als gesichert gelten können, wenn feine Erfolge getragen werden durch rassisch be­dingte Weltanschauung, die durch eine fort­schreitende Hebung des Lebensstandards auf allen Gebieten gekennzeichnet sei. Alle unsere Bemühungen haben daher stets auszugehen von den großen Leistungen unseres Volkes in der Ver­gangenheit und in der Gegenwart. Die Deutsche Arbeitsfront ist es, der im nationalsozialistischen Staat die Aufgabe zugefallen ist, Hort der Siche­rung und Steigerung des Lebensstandards des ge­samten Volkes zu fein.Kraft durch Freude" dient als Teil dieser Gesamtausgabe vor allem dem Er­reichung des gestellten Zieles hinsichtlich des geisti­gen uno seelischen Lebensstandards.

Der Reichsintendant des Deutschen Rundsunks, Dr. Glaßmeier, behandelte bann den Einsatz des Rundfunks in der Freizeit- und Feierabendye- staltung. Er betonte die große Kraft der Gemein- schaftsbildung, die im Rundfunk liege.Ein gutes deutsches Rundfunk-Programm", so hob Dr. Glaß- meier unter starkem Beifall hervor,ist die b e ft e Antikomintern-Propaganda, die es gibt." Es gelte, der oreiten Maffe des deutschen Volkes bessere und billigere Empfangs- gerate zur Verfügung zu stellen. Die Sendebe­zirke müßten teilweise neu gegliedert werden. Dr. Glasmeier betonte insbesondere den hohen Wert der Werkspausen-Konzerte und der zeitlichen An­passung der Programmgestaltung an die Arbetts- und Freizeitstunden der schaffenden Volksgenossen.

Reichsorganisationsleiter Dr. Ley empfing am Freitagabend im Uhlenhorster Fährhaus die Leiter der vielen in- und ausländischen Abordnungen sowie die zahlreichen Persönlichkeiten aus Deutsch­land und fast allen Ländern Europas, die an der Reichstagung der NS.-GemeinschaftKraft durch

ihm. An diesen hat sich Bruder Thomas heran- gemacht, wenn dieser sich im Badezimmer ge­waschen hatte, um nachzuschauen, ob der Junge sich auch wirklich einer gründlichen Reinigung unter­zogen habe. Wie Bruder Thomas zugibt, wurden die übelsten Ausschreitungen stets am Dienstag be­gangen, denn am Mittwoch pflegte Bruder Thomas zu beichten, so daß er dannohne Makel" sein widerliches Treiben erneut beginnen konnte. Schließlich ekelte sich der Lehrllng derart, daß er zum Bruder Vorsteher Titus ^ing^ der dem Gene­raloberen, Bruder f ' " 1"1

lute Gewißheit habe und unter Adolf Hitler auch haben könne, daß seine Spargroschen sich nicht wieder, wie in den unseligen Nachkriegsjahren, ent­werten würden. Der fortgesetzte Rückgang der Ar­beitslosenzahl und der aus der Wirtschaftsbelebung eingetretene stärkere Rohstoffbedarf stelle uns jetzt vor ganz andere Probleme als 1933. Es gelte jetzt, den Ausgleich zwischen den vorhandenen Kräften, die 1933 als brachliegende Reserven im Ueberfluß vorhanden gewesen seien, und. den zu lösenden Aufgaben herzustellen. Des­halb sei eine Rangordnung beim Arbeits-, Rohstoff- und Kapitaleinsatz notwendig. Unter diesem Ge­sichtspunkt bekomme die Frage der Kapitallenkung erhöhte Bedeutung. Der Minister stellte zum Schluß fest, daß die Sparkassen dank ihrer Erfolge als Kapitalsammelbecken zu einem wertvollen Instru­ment der Wirtschafts- ^und Finanzpolittk des Rei­ches geworden seien. w ,

Prof. Dr. Hettlage, Kämmerer der Reichshaupt- stadt Berlin, forderte, daß die Gewährver- bandshaftung auch bann beizubehalten sei, weny ein ausreichendes Eigenkapital für die Sparkasse einmal aus jährlichen Ueberschüssen an- gesammelt sein sollte. Viele Mißverständnisse in den Beziehungen zwischen Gemeinden und Sparkassen gingen von der Regelung der Personal­verhältnisse aus. Die Personalhoheit der Ge­meinde für die Sparkaffenbeamten und -angestellten sei unantastbar. Nehme die Sparkasse in großem Umfange den Zahlungsverkehr der Gemeindekasfe wahr, so habe sie Anspruch auf einen angemessenen Verwaltungskostenbeitrag. Hinsichtlich des für die Sparkassen bestehenden Gemeindekreditver- b o t e 5 sei eine gewisse Lockerung geboten. Professor Hettlage behandelte abschließend die vielgestaltigen Möglichkeiten, mit denen die Sparkassen an den Aufgaben der Gemeinde mitwirken können An der Spitze stehe die Förderung des Woh­nungsbaues durch Hypothekengewährung.

und Walzer.

Die vierte Kulturveranstaltung des Auslandes brachte Aufführungen der Norweger, Holländer, Schweizer, Finnen und Friesen. Nor­wegen hatte eine Knabenkapelle mit einem zehn­jährigen Dirigenten entsandt. Holland war durch drei Trachtengruppen vertreten. Die Tanzgruppe Gooi führte mimische Tänze vor, die in den lustigen Sieben Sprüngen" gipfelten. Die friesische Gruppe besang die Arbeit der Schiffer und Bau­ern und zeigte den ftiesifchen Nationaltanz. Den schweizerischen Teil eröffneten Alpenhorn­bläser. Fröhliche Ländler zu Ziehharmonika Oboe iind Kontrabaß, Volks- und Jodellieder des Berner Jodel-Doppelquartetts und die Vorführungen der Fahnenfchwinger. Finnlands Trachtengruppe gab dem Abend einen harmonischen Ausklang. Ein gemischter Chor fang die Weisen aus dem Lande der tausend Seen und der ewigen Walder und voll Kraft und Anmut folgten die Volkstänze. Die Volks­musik war durch die Kantele, das finnische National- irftrument, vertreten. Zu ihren Klängen fangen zwei Runensänger die alten finnischen Volkslieder

cher Titus ging, der bem wene- Hyazinth, Kenntnis gab. Dieser griff zu der bekannten Ausflucht: Erversetzte" Bruder Thomas ins Herz-Jesu-Heim nach Fulda. Das Gericht erkannte auf zwei Jahre Gefängnis

fekretär unö voraussichtliche Nachfolger Stalins, Kyrow, durch bas bolfchewifttsche Parteimitglied Nikolajew ermordet wurde. Don da an datieren die sowjetrussischenReiniaungskrisen". Und sie trafen nicht nur die Partei und jetzt acht Ober­kommandierende der Roten Armee, sondern sogar die GPU., von der eine Anzahl erschossen wurde und deren Chef Jagoda, bisher der Bluthund Stalins, unter schimpflichsten Anklagen seines Postens enthoben wurde. Es mag fein, daß sich die Angeklagten als oberste Befehlshaber der Roten Armee darüber unterhalten haben, mit welchen Mit­teln dem Blutrausch Stalins zu stoppen sei. Die Rote Armee ist, wie bei bem Charakter bes russi- fchen Volkes nicht weiter verwunderlich, durchaus apathisch und hat die Verhaftungen und Verurtei­lungen ihrer Obersten Heerführer über sich ergehen lassen. Vielleicht grassieren noch stärker als vorher nicht nur in der Roten Armee das Mißtrauen und die Furcht und die Empörung über Stalin, der wie ein Amokläufer blindlings feinen mißtrauischen und blutgierigen Instinkten gegen alle Welt nach­gibt. Aber Stalin sitzt vorläuftg noch auf den Pajonetten; er hat die Macht, und das rufsische Riesenreich liegt wieder einmal unter der Knute eines launenhaften Despoten und seiner jüdischen Hintermänner. rt-

3aah auf Ausländer.

Deutsche und japanische Konsulate sollen geschlossen werden.

Moskau, 11. Juni. (DNB.) Die Verhaftungs­welle in der Sowjetunion macht auch vor den aus Deutschland und Oesterreich emiariertenKom- m u n i ft e n, die seinerzeit mit offenen Armen aus­genommen wurden und die als Ausländer ohne Nationalität galten, nicht Halt. Der größte Teil ist verschwunden. Darunter, befinden sich ehe­malige Anführer der KPD. und der Jungkommuni­sten und ehemalige kommunistifche Reichstagsabge­ordnete. Die Spionenfurcht unter den Bolsche­wisten wächst in zunehmendem Maße. In jedem Ausländer wird ein Spion erblickt. Der Feldzug zugunsten der Ausweisung aller Auslän- b e r macht berartige «Fortschritte, baß es nach bem 1. Juli wohl feinen Auslänber mehr im Lande Ein Artikel derPrawda" läßt den iwischen der Verfolgung der Aus- llvtl jurdjt vor Spionen klar erkennen. Wie aus unterrichteten Kreisen oeriautet, sind Bestrebungen im Gange, eine Reihe deutscher und japanischer Konsulate zu schlie­ßen Don den sieben deutschen in Sowjetrußland befindlichen Konsulaten sind vor allem die in Odessa und Wladiwostock betroffen. Welche japanischen Konsulate in Mitleidenschaft gezogen sind, ist noch nicht bekannt. Man hat die Schließung der Konsulate an die bolschewistischen Machthaber in Form einerAnregung" herangebracht. Grundlage der Anregung ist, daß die meisten deutschen und japanischen Staatsangehörigen S o w j e t r u ß - and verlassen hätten und alle Wirtschaftsver- handlunqen gewöhnlich über Moskau liefen. So­mit bestünde für diese Länder kein Bedürfnis, Kon­sulate in Provinzstädten zu haben.

voll einsatzfähig. Eine weitere erhebliche Zahl umfaßt die Arbeitslosen, die wegen des Wechsels ihres Arbeitsplatzes kurzfristig beim Arbeitsamt gemeldet sind und am Stichtag als Arbeitslose miterfaßt werden. Ihre Zahl kann gegenwärtig auf etwa 200 000 geschätzt mcrben. Don bem Rest der 384 000 voll einsatzfähigen Ar- beitslofen kommen 270 000 Arbeitslose wegen Orts­gebundenheit (Familie, eigenes Heim) nur für den Einsatz am Wohnort in Frage. Diese Wohnorte sind aber ganz überwiegend die noch stärker belasteten Großstädte und Industriegebiete. Der Berufszugehörigkeit nach entfällt ein großer Teil dieser Arbeitslosen auf Berufe, in denen k e i n Mangel an Arbeitskräften herrscht. Rund 114 000 Arbeitslose stellen die bewegliche Re­serve bar, auf die in den nächsten Wochen zuruck- gegriffen wird.

Erfurt, 12. Juni. (DNB.) Reichsminister der Finanzen Graf Schwerin o o n K r o s i g k sprach vor den Teilnehmern des Mitteldeutschen Sparkassentages. Der Minister hob die für die er­sten vier Jahre nationalsozialistischer Wirtschafts­führung besonders kennzeichnenden Züge hervor: Das Vorwiegen des st a a t l i ch e n I n v e st i - tionseinsatzes, dessen Ziel sich zwar von dem der Arbeitsbeschaffung um jeden Preis zu dem der Wehrhaftmacyung und der Schaffung einer heimischen Rohstoffgrundlage gewandelt habe des­sen Finanzierungsmethode aber zunächst noch die gleiche geblieben sei. Es habe sich aber von Jahr zu Jahr das Verhältnis zwischen Staatsinvestitlo- nen und Zunahme der Staatsoerschuldung gebessert, d. h. der Sachvermögenszuwachs übersteige in stei­gendem Maße den Schuldenzuwachs. Ferner se-i diese Zeitspanne ausgefüllt durch eine starke Entschuldung der Privatwirtschaft. Und endlich bessere sich auch das Verhältnis zwi­schen kurz- und langfriftiger Verschuldung. Die ge­sicherte Grundlage der Finanzierung der großen Staatsaufgaben sei durch die Bildung von Spar kapital und die Lenkung des ge­bildeten Kapitals ermöglicht worden. An dieser Kapitalbildung seien die Sparkassen durch das Ansammeln gerade der kleinen und kleinsten Spareinlagen in besonders starkem Maße beteiligt Das Anwachsen der Spareinlagen bei den Sparkassen von 1,5 Milliarden RM. zu Beginn des Jahres 1925 auf 14,5 Milliarden RM. zu Be- ainn des Jahres 1937 kennzeichne die volkswirt­schaftliche Bedeutung der Sparkassen. Die alte Frage, ob Verbrauch ober Sparen ober, anbers ausgebrückt, Belebung der Konsumgüter- oder der Jnvestittonsgüterindustrie volkswirtschaftlich zweck­mäßiger sei, könne nur nach der jeweiligen wirt­schaftlichen Lage eines Volkes beantwortet werden. Für uns sei jedenfalls zur Zeit die Spartapt- ta Ibilbung das Vordringliche Um so wichtiger sei aber auch, daß der Sparer die abso-