Einzelbild herunterladen

!tr. 84 Giftes Blaff

Annahme von Anzeige» für die Mittagsnummer bis8'/.UHr des Vormittags

Grundpreise für 1 mm Höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text­anzeigen von 70 mm Breite 50 Rpf.,PIatzvorschrift nach vorh Vereinbg.25"/ mehr.

Ermäßigte Grundpreise:

Stellen-., Vereins», gemein­nützige Anzeigen sowie ein­spaltige Gelegenheitsanzei­gen 5 Rpf, Familienanzei­gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B

Grschecm tag Md), außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustriert» (Siebener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholl« MonalL'vezugspreir:

Mit 4 Beilagen NM. 1.9b Ohne Jllusttierte . L80 Zustellgebühr .. # -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer GewaV

Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach» richten: Anzeiger Gießen

187. Jahrgang Montag, 12. April 19Z7

Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Postscheckkonto:

srantturf am Main 1168« vnl« uitb Verlag: vrühl'sche Universttätg-Vuch- und Steindruckerei 8. Lange In Siehe«. Schriftleitung und SeichSstsftelle: Schulftrahe r

Dramatische Kunst als völkische Notwendigkeit.

Reichsdramaturg Dr. Schlösser spricht auf der Reichstheatertagung der HL. in Bochum über nationalsozialistische Dramaturgie.

Mit einer musikalischen Morgenfeier begann am Sonntag im Bochumer Parkhaus die erste Reichs­theatertagung der HI. Herzlich begrüßte Oberbürgermeister Dr. P i c l u m zu Beginn der Feierstunde den Reichsjugendführer, die Ehrengäste und Tagungsteilnehmer. In einer kur­zen Ansprache umriß dann

Obergebietsführer Cerff, der Leiter des Kulturamtes der HZ.

Sinn und Wollen der ersten Reichstheatertagung der HI. Er müsse klar und eindeutig betonen, daß die HI. es ablehne, eine besondere Sparte im Ge­samtkulturleben zu bilden. Wenn sie sich um die Fragen des Theaters kümmere, so deswegen, weil sie an diesem Kulturinstitut nicht vorübergehen könne, denn das Theater bedeute für sie eine wert­volle Erziehungsstätte. Die Jugend habe sich durch lebendige Anteilnahme am Theater ja auch schon das Recht erworben, selbst an der Umgestaltung des deutschen Theaters aktiv mitzuarbeiten.

Man muß erkennen, fuhr Obergebietsführer C e r f f fort, daß die HI. die junge nachdrängende Schicht unseres gesamten Volkes, des Volkes von morgen in allen seinen Lebensäußerungen und Auf­gaben darstellt. Die Reichstheatertagung der HI. wolle einmal alle äußeren Bedenken und falschen Vorstellungen vom Theater beseitigen, die für viele bestimmend seien, überhaupt nicht ins Theater zu gehen. Deshalb habe die HI. führende Männer aus dem praktischen Theaterleben gebeten, ihre Kennt­nisse zu vermitteln, die vielen noch unbekannt seien. Die Herausstellung von Dramatikernder HI. bedeute nicht, daß die Jugend nun eine besondere Dramatik der HI." konstruieren wolle, sondern gelte dem Beweis, daß es der HI. darauf ankomme, auf den Spielplan und die Menschen des Theaters Einfluß zu nehmen. Die großen Werke der deutschen Meister der Vergangenheit hätten den Maßstab abzugeben für das heutige Schaffen und sollten die Jugend zur Bescheidenheit verpflich­ten, damit ihr eigenes Schaffen sich an diesen gro­ßen Leistungen der Vergangenheit steigert.

ReichsdramaturgDr.RainerSchlösser hielt einen grundlegenden Vortrag überRatio- nalsozialistische Dramaturgie", in dem ^r zunächst die Rassebedingtheit der Dramaturgie hervorhob. Der Redner fuhr fort: Die Dramaturgie ist keineErfindung" des Nationalsozialismus. Sie ist es ebensowenig wie etwa die Armee. Beides sind rassebedingte Aeußerungen unseres völkischen Le­bens schlechthin. Nicht, daß wir sie geschaffen hät­ten, ist die Großtat unserer Zeit, sondern, daß wir sie wieder haben erstehen lassen. Wir beachten wie­der den Anspruch, den unsere klassischen Dichter und Komponisten erhoben haben.

Eine der wichtigsten theaterpolitischen Aufgaben, vielleicht die wichtigste, die wir heute haben, ist die, ihrem unsterblichen Gespräch über das Gesetz des Dramatischen und die Bedeutung des Theaters gegenüber zufälligen Meinungsverschie­denheiten und Begriffsverwirrungen Gehör und Gültigkeit zu verschaffen. Wenn sie in dem Thea­ter nicht einen Platz der Unterhaltung, sondern eine Stätte des Kun st wertes sahen, wenn sie nicht den billigsten Maßstab, sondern den streng­sten anlegten, so fällt alles Gerede von dem Ge­gensatz zwischen theatralischer Geste und drama­turgischer Theorie, zwischen Theaterwirksamkeit und dramatischer Notwendigkeit in sich zusammen.

So sieht grundsätzlich auch für uns fest, daß keinerlei Sonderbedürfnis, weder das der be­mittelten, noch das der unbemittelten Schichten das Gesicht des Theaters bestimmen darf, son­dern allein die höchste sittliche und künstlerische Forderung. Die Bühne ist eine Stätte der tragischen Idee als der höch­sten, die der menschliche Geist überhaupt zu denken vermag, der Idee der Tragödie, welche durch die tiefste Erschütterung die höchste Er­hebung erreicht.

In der dramatischen Dichtung kommt es nicht so sehr auf Stofflich-Bildungsmäßiges an, sondern darauf, in welchem Grade die Gestaltung zur tra­gischen Höhe, oder doch wenigstens zu einem von dem Gipfel der tragischen Höhe beschatteten Pro­blem vordrmgt. Diese Feststellung ist eine sehr ernste Warnung an die nur allzu vielen, welche der Mei­nung sind, man brauche nur bestimmte, für patrio­tisch gehaltene geschichtliche Vorgänge recht und schlecht in eine Bilder- oder Aktfolge zu bringen. Das Tragische als eift Grundbestandteil anderer völkischen Wesenheit ist natur­gemäß nicht etwa eine rein literarische Angelegen­heit. Es wohnt uns vielmehr inne.

Wenn die Hitler-Jugend dank ihres alles Große aufgeschlossenen Sinnes gefühlsmäßig erfassen lernt, worum es bei den höchsten ethischen Werten des dramatischen Schaffens geht, wenn sie sieht, daß sich hier im Symbol verdichtet, was als praktisches Exerzierreglement des inneren An - ßt a n d e s ihr in ihrer Gliederung, im Staat, im Leben überhaupt nahegebracht wird, dann wird sie auch den glühenden Wunsch Baldur von Schi­wachs, den Wunsch Dr. Goebbels und meinen »erstehen, die Jugend mit dem Theater als einer Trziehungsstätte im höchsten Sinne,

einer Erziehungsstätte jenseits aller Schulmeisterei, in engste Verbindung zu bringen.

heute weiß jedes Kind, daß der Führer in unvorstellbarem Blaße am schwersten arbeiten darf und für dieses llebermaß an Leistungen überhaupt nicht entgolten werden kann. Dieses Recht, sich um der Ration willen zu verzehren, dieses Mehr-als-alle-anderen-Rlenschen-tun-d ü r- f e n, nicht etwa Tun -Müssen, ragt in seiner einsamen Großartigkeit hinaus in tragi­sche höhe, sofern man darunter die äußerste Haltung unter äußersten Boraussehungen ver­sieht.

Das A und das O der Dramaturgie muß ein Hochziel sein. Unter allen Umständen für die Ju­gend einer Zeit, welche sich nach dem Führer nen­nen darf. Natürlich gibt es' eine Alltagsdramatur- gie, die praktisch durch eine bloße Proklamation tra­gischer Theorien nicht ersetzbar wäre. Aber alle

Nebenzweige würden zur leidenschaftlichen Beja­hung eines idealistischen Geschlechtes nicht ausrei­chen. Heber ihnen muß sich wie eine Sehnsucht und wie eine Vision der Besten immer- wieder das den­ke r i s ch e Antlitz des ewigen Gottsuchers im Drama erheben. Wir können im Zwange des Alltags nicht immer zu ihnen aufsehen; es würde aber einer Aufgabe des Edelsten, was die Vor­sehung uns in das Herz gelegt hat, gleichkommen, wenn mir es nicht immer wieder in feierlichen Stunden beschwören.

Diese Beschwörung beschwört ihrerseits wieder uns. Sie beschwört uns, die Kunst nicht als eine Frage persönlichen Beliebens anzusehen, sondern als eine völkische Notwendigkeit, als eine Aufgabe, das ewige Gespräch von Messing bis Paul Ernst fortzusetzen, auf daß aus den Reihen der Kommenden die große, die gewaltige, die n a t i o - nalsozialistische Tragödie erstehe, vor welcher ein Volk erschüttert steht, und sich und seine Größe vollkommen begreift.

über die Generationen hinaus den Sieg der Ide« befestigen und für immer verankern. Wir wissen, daß nicht nur Kanonen und Maschinengewehr« allein die Macht eines Volkes darstellen, dahinten muß die geballte Kraft eines ganzen Volkes stehen. Gianetti und ich denken an einen regen 21 r b e i < ter austausch, an gegenseitige KdF.- un> Dopolavoro-Fahrten. Wir wollen, daß bet italienische Arbeiter und der deutsche Arbeiter sic» kennen und schätzen lernen. Wenn es uns geling^ auf diese Weise Volk zu Volk zu führen, dann wer» den künftige Kriege unmöglich sein.

366000 Arbeitslose weniger.

Kräftige Frühjahrsbelebung im Arbeitseinsatz.

Berlin, 10. April. (DBB.) Rach dem Bericht der Reichsanslall für Arbeitsvermittlung setzte sich im März die Frühjahrsbelebung im Arbeitseinsatz kräftig fort. Die Zahl der Arbeitslosen nahm um 366 0 0 0 a b und erreichte damit einen Stand von 1 245 000. Da auch der Februar bereits eine Ent­lastung um 242 000 gebracht fjallc, sind in den beiden Monaten nach lleberschreitung des winter­lichen Höchststandes bereits wieder 608 000 Volksgenossen im Arbeitsprozeß ein- gegliedert. Ende März 1937 ist der Stand der Arbeitslosigkeit etwa der gleiche wie im Iuli 1936. Bon dem Gesamlrückgang der Arbeitslosigkeit um 366000 fallen 231 000 oder 63,2 v. h. auf die S ai- sonaußenbcrufe. Es entfielen Ende März auf die Saisonaußenberufe noch 388 000 Arbeitslose gegenüber 210 000 am günstigsten Stand des Vor­jahres. In diesen Berufen find zur Zeit also noch 178 000 Arbeitslose mehr vorhanden. Die wichtig­sten Saifonaußenberuse wiesen im März folgenden Rückgang an Arbeitslosen auf: Baugewerbe einschließlich Bauhilfsarbeiter153 000, Ver­kehrsgewerbe 21 000, Industrie der Steine und Erden21 000, Land- und Forstwirtschaft21 000. Die mehr kon­junkturabhängigen Berufe erhielten durch die Internationale Aulomobilausstellung und die Leipziger Messe einen Auftrieb, der nicht auf den Binnenmarkt beschränkt war. Arbeits- einsahmäßig waren dem weiteren Aufschwung in einer Reihe von Berufsgruppen jedoch durch den Facharbeitermangel und das Rohstoff- Problem Grenzen gesetzt.

Stabschef Lutze eröffnet das Oankopfer der Ration.

Berlin, 10. April. (DNB.) Arn Samstagfrüh eröffnete Stabschef Lutze durch feine Einzeichnung in die Listen das Dankopfer der Nation. Vor der Reichskanzlei, in deren Gebäude sich die Dienst­stelle der Obersten SA.-Führung in Berlin befindet, hatte ein Sturm der Wachstandarte Feldherrnhalle" Aufstellung genommen. Zahlreiche Volksgenossen säumten den Rand des Wilhelm- platzes, als Stabschef Lutze eintraf, die SA.-Männer begrüßte und dann die Front der Ehrenformation abschritt. Hierauf begab sich der Stabschef in den Standartensaal, wo er als erster sich in die aufge­legte Liste eintrug. Ihm schlossen sich der Reichs­kriegsopferführer, SA.-Gruppenführer Oberlind­ober, die Reichswerkscharführer, SA.-Brigade» ührer Reichskulturwalter M o r a 11 e r , SA.-Bri- gadeführer Staatssekretär K l e i n m a n n und Ober­führer Aumüller von der NSKOV. an. Eine halbe Stunde nach Eröffnung des Dankopfers er­schien Staatsschauspieler Heinrich George. Eine erste vorläufige Zählung des Ergebnisses dieser ersten halben Stunde an einer einzigen Stelle des Reiches ergab 5335,50 Mark.

Der Gauleiter spricht in Osthannover.

NSG. In den Kreisstädten Stade und U e [ Zen im Gau Osthannover sprach Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger in Versammlungen der NSDAP. Der Gauleiter ging von der Frage aus, welche Gründe die Partei bewegen, nach wie vor Versammlungen abzuhalten. Der Kommu­nismus ist seit der Machtübernahme in Deutsch­land erledigt, einmal weil die geistige Aus­einandersetzung zwischen der Idee des National- sozialismus und der jüdischen Geistesrichtung im deutschen Volk die besten Kräfte wieder wachgerüttelt hatte, zum anderen, weil die von Adolf Hitler auf­gebaute nationalsozialistische Bewegung tatkräftig daran ging, diesen Feind des deutschen Volkes niederzuringen, um dann auf allen Gebieten des Lebens von neuem aufzubauen. Der Aufbauwillen der nationalsozialistischen Bewegung und ihr Er- folg aber ist ein Beweis für die Jugendlichkeit des deutschen Geistes und die Elastizität des deutschen Menschen. Die Jahrhunderte alte Sehnsucht des Deutschen ist erfüllt: ein Reich, ein Volk, ein Führer! Eine starke Wehr zum Schutz unserer Grenzen, vereint mit der nationalsoziali­stischen Bewegung, ist der Garant dafür, daß der Bolschewismus endgültig niedergerungen ist, dessen Lehre nichts anderes bedeutest als ständig den Frieden der Welt zu bedrohen. Wir aber wollen den Frieden! Inmitten einer chaotischen Um­welt gehen wir mit Eifer und Zähigkeit daran, im Vierjahresplan die Freiheit Deutschlands gegen den Boykott des Juden, den er als letzte Waffe gegen uns ins Feld führt, zu sichern. Keine Schwierigkeit ist dabei zu groß, als daß wir sie nicht überwinden

Reichsmiuister Aust eröffnet die neuen Ausgrabungen in Olympia.

Olympia, 10. April. (DNB.) Reichsminister Rust hat am Samstagvvrmittaa im Auftrag des Führers die neuen d»e u t sch e n Ausgra­bungen in Olympia mit dem ersten Hacken- fchlag eröffnet. Unter grünen Pinien begrüßten sich die beiden alten Veteranen der ersten deutschen Grabungen im Jahre 1875: Prof. Dvrpfeld und in griechischer Nationalkleidung der jetzt 90 Jahre alte Angelis Kosmopulos, der damals als Aufseher in vorbildlicher Freundschaft und Treue tätig gewesen war. Den Ort, wo die neuen deut­schen Grabungen durchgeführt werden, hatten Ar­beiter mit Blumen geschmückt, die in der Form eines Hakenkreuzes angeordnet waren. Gegenüber der Grabungsstelle hatten Mädchen in der bunten griechischen Nationaltracht und junge Burschen in der schmucken Kleidung der Eozänen Aufstellung genommen. Der Leiter des Deutschen Archäologischen Instituts in Athen Landeskreisleiter Dr. Wrede versprach saubere deutsche Arbeit zu leisten. Zweck der Ausgrabungen sei, das Gymnasion und das Stadion freizulegen, damit die ewigen Symbole des olympischen Gedankens wieder im Licht der Sonne liegen und wie es der Wunsch des Führers war die Erinnerung an die Olympischen Spiele in Berlin 1936 für alle Zeiten wachhalten.

Der griechische Kultusminister Georgakopolus erklärte u. a.: Wir schlagen heute ein neues Blatt der olympischen Geschichte auf. Auf dem ersten Blatte werden für immer die Namen des Führers des deutschen Volkes, Adolf Hitler, des Reichs­ministers Rust und des Leiters des Deutschen Archäologischen Instituts in Athen, Dr. Wrede, stehen. Der Führer und Reichskanzler gewährte den deutschen Archäologen die Mittel zur Fort­setzung der Ausgrabungen. Dieser große Entschluß setzt tiefes Verständnis des olympischen Geistes beim deutschen Volk und die Liebe der Deutschen zur olympischen Idee voraus. Niemals wurden feit ihrem Wiederaufleben die Spiele in solcher Würde begangen wie in der Hauptstadt des Deutschen Reiches. Der Name Adolf Hitler und der Name des Reichsministers Rust werden für immer mit dem Einstehen für Olympia und feine Idee ver­bunden bleiben.

Nun bat der Leiter des Deutschen Archäologischen Instituts in Athen Reichsminister Rust, die Gra­bungen zu eröffnen. Der Reichsminister erinnerte an den olympischen Fackellauf von der heiligen Stätte über die Grenzen der Länder hinweg zum Olympischen Stadion von Berlin. Damals wurde offenbar, daß die Jugend der Welt, die sich zum olympischen Kampf versammelt hatte, zum geistigen Ursprung der Olympischen Spiele zurückgefunden hatte. Zum Zeichen dessen gelobte Adolf Hitler, selbst tief von der olympischen Idee durchdrungen, in einem Augenblick von geschichtlicher Erhabenheit, die deutsche Ausgrabung Olympias wieder aufzu­nehmen und zu vollenden. Dieses Versprechen zu erfüllen, stehen wir hier!

Während Reichsminister Rust drei Schläge mit der Hacke ausführte, sprach er Worte des Ge­denkens: Zum ersten lenken wir unseren Blick zu­rück durch die Jahrtausende auf jene unbekannten Schöpfer der Spiele, auf die griechischen Meister, die die Tempel bauten und in ihnen die Bilder der Götter, Heroen und Agonisten schu­fen. Wir gedenken der Agonisten, die durch Jahrhunderte hier um den Oelzweig ran­gen. In dem Augenblick, da wir den Boden, auf dem sie schufen und kämpften, der Sonne wieder­zugeben uns anschicken, gedenken wir ihrer als der ewigen Herren und Eigentümer dieser Stätte und beugen uns in Ehrfurcht vor ihrem unsterblichen Geiste! Zum Zweiten: Dreizehn Jahrhunderte ent­zog die Natur den heiligen Boden den Augen der Sterblichen, dann kamen die Pioniere der Forschung und ließen die Stätten des helleni­schen Kultes und der hellenischen Kunst wieder aus dem Boden steigen. Der Heimgegangenen, in ihrer selbstlosen Gesinnung würdig der Agonisten, ge­denken wir in dieser Stunde! Nun wenden wir den

Blick in die Zukunft. Wenn der Boden der Kampf­bahn und des Gymnasion wieder sichtbar wird und die Strahlen der Sonne sie wieder beleuchten, dann möge der olympische G e i st, von dem heute bereits die beste Jugend der Welt ergriffen ist, sieg­haft werden! Mögen die kommenden Geschlechter im Ringen um diesen Geist den olympischen Sieg erfechten!

Hierbei tat der Reichsminister den dritten Hacken­schlag und erklärte die Ausgrabung für begonnen. per Donner der Kanonen vom Chronos-Hügel mischte sich in den freudigen Jubel der Menge. Bei einem geselligen Beisammensein, das alle Festteil­nehmer als Gäste des griechischen Kultusministers vereinigte, verkündete dieser die Ernennung des Reichsministers Rust zum Ehrenbürger Olympias. Reichsminister Rust antwortete tief bewegt, er hoffe, oft nach Griechenland wiederzu­kehren, wo er sich feit seiner Jugend heimisch fühle und wo er und seine Begleitung so überaus herz­lich begrüßt worden seien. Der griechische Kultus- nünifter hat an den Führer und Reichs­kanzler aus Olympia folgendes Telegramm ge­richtet:Eben hat Ihr ausgewählter Mitarbeiter Reichsminister R u ft die neuen Ausgrabungen von Olympia eingeweiht; das historische Ereignis, Ihrer Initiative verdankt, bewegt tief alle Griechen, die allgemeinen Sieg olympischen Geistes wünschen."

Dr. Ley spricht zu italienischen Arbeitern

Mailand, 11. April. (DNB.) Der zweite Tag des Mailänder Aufenthalts Dr. Leys war ausge­füllt mit Besichtigungen. Einen überaus freundlichen Empfang bereiteten die großen Automobilwerke Alfa Romeo den deutschen Gästen. Inschriften zeigen an allen Wänden die Worte:Evviva Hitler' Evviva Mussolini!",Es lebe die deutsch-italiemsche Arbeitsgemeinschaft!" Dr. Ley tritt auf einige Leute in Tropenuniform zu und schüttelt auch ihnen kräf­tig die Hände. Es sind Arbeiter, die den Feldzug in Abessinien mitgemacht hatten und nun wieder in der Heimat am Aufbauwerk der italienischen Na­tion mitwirken. Von den Caproni-Werken, wo die italienischen Kampfflugzeuge entstehen, grü­ßen zwei riesige Hakenkreuze von hohen Fahnen­masten. In der Maschinenhalle unterbrechen die Ar­beiter ihre Tätigkeit, um Dr. Ley zuzujubeln. Im­mer wieder streckt Dr. Ley den Arbeitern feine Hand entgegen. Die Arbeit ist der Wertmesser des Menschen dieses Wort Dr. Leys ist an dieser Wand in riesigen Lettern zu lesen. In einer Werk­halle nimmt Dr. Ley inmitten von fast 2000 ita­lienischen Arbeitern das Mittagessen ein. Der Abg. Gianetti erinnerte daran, daß die Freundschaft zwischen Italien und Deutschland gerade in einer Zeit der Not entstanden fei. Dr. Ley antwortete: Mir ist, als ob ich in Deutschland unter Freunden weilte!" Jedes Volk müsse seine Aufgabe darin erblicken, mit den anderen zusammenzuarbei­ten zum Glück und Wohlstand aller Völker. Dies sei der Glaube, den Mussolini und Hitler Italien und Deutschland gegeben hätten. Deutschland und Italien befänden sich inmitten einer Welt der Irr­tümer, des Mordes, des Totschlages und Zerstörung. Deshalb müßten sie um jeden Preis Zusam­menhalten. Stürmischer Beifall folgte den Aus­führungen Dr. Leys.

In Turin wohnte Reichsleiter Dr. Ley am Sonntagmittag einer überfüllten Versammlung der I n b u ft r i e a r b e i t e r der Provinz bei. Er führte u. a. aus: Mit besonders starkem Interesse habe ich die imponierende Kraftanstrengung verfolgt, die Italien während der Sanktionen entfaltet hat. Nur der Erfolg ist der Beweis für die Richtigkeit einer Idee. Ich sehe, wie alles stolze Aufblühen Ihres Landes innerlich in der Arbeit des Faschismus be­gründet ist. Ich weiß, daß der Duce vorbehaltlos hinter den Arbeitern Italiens steht. Der Faschismus und der Nationalsozialismus sind für die Ewigkeit bestimmt. Deshalb müssen Organisationen sein, die