Zreitag, 12. März 1957
Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen)
Nr.üü Zweites Blatt
der zahlreichen meteorologischen Bo st a t i o n e n verschiedenster Größenordnung
II. (Schluß)".
Der
Der Mm besichiigt Mdelle neuer Zugendherbergen
zurück, und Peter Zeit ihrer gemein- nicht nur als Kol- gelernt . .
dem die Zeitung nicht nebenbei auftauchte, sondern im Zentrum und Brennpunkt des Geschehens steht; einen Film, der das Wesen der Zeitung aufspürte, belauschte und vermittelte, ein Film aus dem Leben der Zeitungsleute ... und zwar mit einer lebendigen, gegenwärtigen, spannenden und innerlich wahren Handlung.
düng, die Berufsschule die berufstheoretische Seite, und beide Einrichtungen arbeiten Hand in Hand an der Ertüchtigung des gewerblichen Nachwuchses. Leider muß festgestellt werden, daß das Zusammenarbeiten zwischen Handwerk und Berufsschule nicht immer so gewesen ist, wie es im Interesse der Sache gelegen hätte. Der vor dem Umbruch oft schwer um seinen Bestand kämpfende Handwerker erblickte nicht selten in der Berufsschule eine Einrichtung, die ihm den Jungen immer dann entzog, wenn er ihn notwendig brauchte. Statt mit- und füreinander zu arbeiten, mußte man oft das Gegenteil beobachten. Die Berufsschule hat vielleicht hie und da nicht in genügendem Maße die Fühlung
* Teil I des Artikels im Gießener Anzeiger Nr. 59 vom 11. März.
Ehren auf seinen alten Platz und „Lux" haben sich in der samen Arbeit bei der Zeitung legen und Kameraden schätzen
„Togqer."
Neuer Film im Gloria-Palast.
Mit dem Begriff der Zeitung schlechthin verbindet sich in der Vorstellung nicht nur der Leute vom Bau, sondern auch des Laien (sagen wir etwa: des durchschnittlichen Zeitungslesers) eine solche unübersehbare Fülle von interessantem Stoff, Roh-Stoff zunächst und ganz allgemein, — daß man sich wundern muß, warum es seit den seligen „Journalisten" von Gustav Freytag, die seit Jahrzehnten in der Mottenkiste begraben sind, kein eigentliches Zeitungsstück, keinen Zeitungsroman (nicht unterm Strich, sondern Roman von oder aus der Zeitung) und erst recht keinen Zeitungsfilm in Deutschland gegeben hat. Das ist merkwürdig. Zwar hat man des öfteren Filme zu sehen bekommen, in welchen auch ein Stückchen Zeitungsbetrieb vorkam: aber eben nur ein Stückchen, ganz nebenbei, episodisch und an der Peripherie der eigentlichen Handlung liegend. Was schlimmer war: das Bild oder das Bildchen, der mehr oder weniger dürftige Ausschnitt, den man so erhielt, als interessante Zugabe gewissermaßen, war fast durchweg falsch und beschämend entstellt. Es gab da Redaktionen, von denen wir schweigen wollen, es gab sogenannte Reporter zu sehen, die ein höchst unerfreuliches und verkehrtes Zerrbild der Wirklichkeit darstellten.
Daß „die Zeitung" als Gesamterscheinung, in der Summe ihrer politischen und geistigen, ihrer technischen und wirtschaftlichen, nicht zuletzt auch ihrer lebendig-persönlichen Teile und Funktionen eine überaus interessante Sache war und ist, wird kein Mensch ernstlich bestreiten wollen. Hier lag also ein riesiges Stoffgebiet brach. Es mußte erschlossen werden. Die Filmproduktion erkannte eines Tages die außerordentlichen Möglichkeiten, die sich anboten, wenn man es unternahm, die verschollene Welt des einmal klassisch gewesenen Lustspiels von Freytag mit filmischen Mitteln in unsere eigene Zeit zu übertragen.
Die Tobis schrieb also einen Wettbewerb um das beste Manuskript für einen solchen Film aus. (Es ist seinerzeit ausführlich darüber berichtet worden.) Es handelte sich wohlgemerkt darum, einen Zeitungsfilm zu schreiben, aber nicht etwa eine Reportage oder eine Art von Kulturfilm, wie ihn, von anderen Voraussetzungen aus, „Der Spiegel aus Papier" darstellte, sondern einen Film, in dem „die Zeitung" an sich Mittelpunkt und gewissermaßen Held und Hauptperson war, einen Film, in
Man mag an diesem Handlungsumriß erkennen, was hier für ein Stoff gefunden wurde; man mag sich im Kino selbst davon überzeugen, daß dieser Stoff lebendig und gegenwartsnah, dramatisch und spannend genannt werden darf — nicht bloß für uns, für die Leute vom Bau, wir kennen es ja — sondern für jedermann, der Freude an einem richtigen Spielfilm hat. Der Regisseur Jürgen von Alten hat begriffen, worauf es hier ankam. Tempo ist ein Lebenselement der Presse, Verantwortung ein an
Handwerk und Berufsschule.
Zum ISjährigen Bestehen der hessischen Berufsschulen.
Von ZRettor Friedrich Adam.
Im Beiprogramm läuft ein „Berliner Bilder, bogen" und die neue Ufa-Wochenschau.
Hans Thyriot.
mit der Handwerkerschaft gesucht; vielleicht war auch der Vorwurf nicht so ganz unberechtigt, daß man im Unterricht gelegentlich hinter der Entwicklung der Technik zurückblieb. Und der Schüler bekam in der Werkstatt oder auf dem Arbeitsplatz manches abfällige Urteil über seine Schule zu hären, ohne daß allerdings Meister und Geselle sich bemühten, durch Fühlungnahme mit der Schule sich ein sachlich einwandfreies Urteil zu bilden. Denn letzten Endes entscheidet über den Wert oder Unwert einer Einrichtung doch nur die Leistung.
Seit 1933 ist manches anders und bester geworden. Viele Innungen find stolz auf „ihre" Fachschule und suchen sie in jeder Weise zu fördern. Sie ziehen Schulleiter und Fachlehrer zu ihren Gesellenprüfungen heran, sehen darauf, daß ihre Lehrlinge den Unterricht pünktlich und regelmäßig besuchen und unterstützen den Lehrer so in der Auf- rechterhallung der Schulzucht, was sich auf die Leistungen recht günstig auswirkt. Es soll allerdings nicht verschwiegen werden, daß es auch heute noch Handwerker, ja sogar Obermeister gibt, deren Ein- stellung zur Berufsschule alles andere ist als freundlich. Sie seien in erster Linie herzlich eingeladen, sich an Ort und Stelle von den Leistungen der Schule zu überzeugen. Ich glaube bestimmt, daß aus manchem „Saulus" ein „Paulus" werden wird. Es gibt Gelegenheiten genug, wo Berufsschule und Handwerk beweisen können, daß sie bereit sind zusammenzuarbeiten. Nicht nur die Durchführung des Reichsberufswettkampfes soll uns zusammenführen; bei der Gesellenprüfung ließe sich wunderbar eine Arbeitsteilung in der Weise vornehmen, daß die Innung die praktische, die Berufsschule dagegen die theoretische Prüfung durchführte. Dies würde die Meister nicht nur entlasten, sondern trüge auch andererseits zur Steigerung der Leistungen und damit des Ansehens der Berufsschule bei. Der Lehrling muß wissen, daß auf das Bestehen seiner Gesellenprüfung auch die Berufsschule Einfluß hat; dann schaut er seine Schule mit ganz anderen Augen an. Es ließe sich noch manches über diese Dinge sagen. Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg.
Blick in die Zukunft:
Daß die Berufsschule in ihrer heutigen Form noch manche M n ä n g e l aufweist, wird nicht am
Der Jugendführer des Deutschen Reiches Baldur von Schirach zeigte dem Führer in der Reichskanzlei Modelle von neuen Jugendherbergen.
(Preffe-Jllustration-Hoffmann-M.)
Lotsen im Lustraum.
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Zeitschriften
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rußten Rolle werden die Zahlen abgegriffen, mit deren Hilfe man die mannigfachsten Berechnungen ausführt, um Hebungen und Senkungen oder andere Aenderungen im Luftmassenaufbau in den einzelnen Schichten gegenüber dem letzten Aufstieg festzustellen. Außerdem kann man z. B. die Möglichkeit von Wolkenbildung in bestimmten Höhen sowie Niederschläge berechnen.
Sodann werden die Ergebnisse zu einem verschlüsselten Telegramm zusammengestellt, durch Fernschreiber und drahtlose Telegraphie an alle Flugwetterwarten weitergeleitet und, zu besonderen Flugwetterkarten ausgewertet, den Piloten der Flugzeuge mit auf den Weg gegeben. Selbstver-
deres, wichtigeres: beides konnte gezeigt, nicht verkündet, sondern lebendig gestaltet werden. Statt der verschollenen Schablonen und Zerrbilder lebendige Menschen von Fleisch und Blut. Und aus Spiel und Gegenspiel eine im Kern dramatische, aktivierte, vor- wärtstreibende Handlung, die den Beschauer unmittelbar in die nächste, miterlebte Gegenwart hineinführt.
*
Der Spielleitung standen nicht nur die modernsten technischen Hilfsmittel zu Gebote — die Szenen wurden zu einem beträchtlichen Teil in einem großen Berliner Verlagshause aufgenommen — sondern auch ein Ensemble hervorragender Schauspieler. Paul Hartmann ist Togger; dies ist eine seiner eindringlichsten und lebendigsten Gestalten, ein Mann mit Herz und Geist, ein kämpferischer Mensch mit glühendem Willen und unerschütterlichem Glauben an die Idee, für die er sich einsetzt, ein Charakter mit einem Wort. Matthias Wiemann gibt den Peter aus der Provinz, eine prächtige Figur, jung und gescheit, temperamentvoll und ehrgeizig, beweglich und mit sachlichem Humor begabt. Renate Müller, „Lux", elegant und geschickt, mehr Diplomatin als Reporterin, kühl und knapp, aber im entscheidenden Augenblick nicht nur mit dem Mund, sondern auch mit dem Gefühl da, wo sie hingehört. Eine mit feiner psychologischer Einfühlung abgewogene, scharf profilierte Gestalt ist der Redakteur Berg von Walter Frank. Mit Takt und Zurückhaltung geben Paul Otto und Heinz S a l s n e r die Brüder Breitenbach. Auf der Gegenseite (Reuler-Konzern) heben sich Fritz R a s p, Fritz O d e m a r und Ernst Waldow als besonders markante Figuren heraus. — (Syndicat-Film Tobis.)
es empfindlich kalt. An der Tragfläche ist der „Meteorograph" befestigt, der selbsttätig auf einer berußten Rolle Temperatur, Luftdruck und Feuchtigkeit in den jeweiligen Höhen aufzeichnet. Der Beobachter hat die Aufgabe, die Form, Mächtigkeit und Höhe der einzelnen Wolkenschichten festzustellen und alle besonderen sichtbaren Erscheinungen, die nicht selbsttätig registriert werden können, aufzuzeichnen. Die genaue Kenntnis der Wolkenhöhe und ihrer Mächtigkeit, die von der Erde nicht genau festzustellen sind, ist für die Flugberatung von großer Wichtigkeit, um der betreffenden Maschine den besten Weg durch die Luft angeben zu können. Einmal geht es durch dickste „Waschküche", durch Wolkennebel, der so dicht ist, daß man nicht das Ende der Tragflächen sehen kann. Dann schießt die Maschine wieder im schönsten Sonnenschein durch wolkenfreien Raum, um gleich darauf irgendeine Böe zu überwinden, die wir von der Erde aus als Regenschauer wahrnehmen. Aber trotz aller auftretenden Ueberraschungen, die mitunter von majestätischer Schönheit sind, muß der Wetterflieger mit kritischen Augen ständig beobachten und notieren.
In ungefähr einer halben Stunde hat die Maschine die erforderliche Höhe von 5000 Meter erreicht, die Temperatur ist stark gefallen und kann z. B. in den ersten Frühlingsmonaten 3 0bis40Gradunter Null erreichen. Auch der Luftdruck ist erheblich geringer geworden, er beträgt in dieser Höhe nur noch die Hälfte von dem auf der Erde. Die dünne Luft und die tiefe Temperatur können sich für den Menschen bereits unangenehm bemerkbar machen. Trotzdem kommt man ohne künstliche Atmung aus, ein Beweis für die Anpassungsfähigkeit des Menschen. Ist die Gipfelhöhe erreicht, so geht es bald im Sturzfluge wieder zur Erde — in wenigen Minuten ist die Wetterflugstelle des Flughafens erreicht. Nun heißt es, schnell die selbsttätigen Aufzeichnungen des Meteorographen auszuwerten und dem Wetterdienst zugehen zu lassen. Aus den Kurven der be-
ständlich erhalten diese Höhenbeobachtungen durch die Wetterflieger eine umfassende Ergänzung seitens - ' ' ischen Boden-
verschiedenster Größenordnung, die von sich aus die gesamten Wetterverhältnisse am Erdboden und die sichtbaren Erscheinungen m der Höhe aufzeichnen und weitermelden, so daß der Flugzeugführer bei feinem Start eine Landkarte vom Wetterhimmel erhält, die wie ein Steckbrief auch jedes kleinste Zeichen der jeweiligen Wetterlage erkennen läßt. Dieser Steckbrief ist wohl eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine reibungslose sichere Durchführung der Verkehrsluftfahrt. w. L.
Bei allem technischen Fortschritt des Flugzeugbaues machte es nicht zuletzt die zuverlässige Wetterberatung möglich, ein engmaschiges Netz von Fluglinien nach einem Flugplan zeitlich genau mit größter Sicherheit für die Passagiere zu befliegen. Der Flugwetterdienst ist ein Pionier der Verkehrsluftfahrt, weil er das Flugzeug durch die „Unebenheiten" der Atmosphäre lenkt und rote ein Lotse an den Störungen und Gefahrenpunkten des Luftmeeres vorbeiführt. Der Vorarbeit des Flugwetterdienstes ist es zu danken, daß der Pilot eines Flugzeuges fchonbeimStart über jedes Fleckchen am Wolkenhimmel Bescheid weiß und sich daraus einstellen kann. Wetterüberraschungen wahrend des Fluges find fast ausgeschlossen, und bei plötzlichen Wetterstürzen während des Fluges wird der Pilot in der Luft sogleich durch Funk über die neu entstandene Lage unterrichtet. Für die Flugzeuge auf hoher See, natürlich auch für den Zeppelin- Dienst nach USA., ist ein besonderes Seeflugreferat an der Deutschen Seewarte in Hamburg eingerichtet, das hier die spezielle Beratung übernimmt und deren Leistung die beste ist, die man zur Zeit auf dem Gebiete der Seeflugberatung auf der Welt kennt.
Der Flugwetterdienst arbeitet mit den Wetterflugstellen, die W e 11 e r f l ü g e ausführen, und den Flugwetterwarten, die zusätzliche Beobachtungen z. B. Höhenwindmessungen mit Pilotballonen machen. An den Flugwetterwarten werden nach dem Material, das die Wetterflieger liefern, die Wetterkarten gezeichnet. Außerdem gibt es noch die äronautifchen Stationen Lindenberg und Friedrichshafen, wo Drachen- bzw. Fesselballonaufstiege unternommen werden. — In Deutschland gibt es acht Wetterflugstellen, und zwar in Berlin, Breslau, Hamburg, Frankfurt a. M., Königsberg, Köln, München und Norderney. Dazu kommen Lindenberg und Friedrichshafen mit Spezialaufstiegen. Alle Aufstiege finden zweimal täglich statt, und zwar um 8 Uhr morgens und um 5 Uhr nachmittags. All diese regelmäßigen Messungen ergeben zusammen ein gutes Bild von den Verhältnissen im Luftraum Deutschlands und Mitteleuropas.
Zu den Aufstiegen werden zweisitzige Sportmaschinen benutzt, die gut und schnell steigen und möglichst jedem Wetter gewachsen sind. Um alle Messungen miteinander vergleichen zu können, müssen die Aufstiege stets zur gleichen Zeit und regelmäßig bis zur selben Höhe — durchschnittlich 5 0 0 0 bis 6000 Meter — erfolgen. Die Schwierigkeiten liegen hier im Wetter selbst: Nebel und Sturm, Gewitterböen, Regengüsse und Vereisung gefährden wie jede Fliegerei insbesondere die Wetterflieger, die gerade diese Gefahren erkunden sollen. Der Wetterflieger ist kein Schönwetterflieger, sondern muß sich auch durch Wolken und Sturm hindurchkämpfen. Oft reichen die Wolkenmassen bis zur „Gipfelhöhe" des Aufstieges, und der Flugzeugführer, rings vom dicksten, undurchdringlichen Nebel umgeben, ist lediglich auf die Angaben feiner Instrumente angewiesen, nach denen er fliegen muß. Nur ein Helfer steht ihm noch zur Verfügung, wenn er sich in solcher Lage nicht nach der Erdschicht orientieren kann: die Funkpeilung des Flughafen s, die ihm Kurs und Entfernung vom Flughafen hinauffunkt. Ist inzwischen auch noch an der Erde ein Nebeleinbruch erfolgt, dann muß die Funk- peilstelle des Flughafens das Flugzeug regelrecht zum Hafen lotsen, um dem Piloten, der b e i N e b e l völlig blind ist, die Landung zu ermöglichen. Der zweite Insasse, der Beobachter, steht dabei mit Hilfe eines Kurzwellengerätes in ständiger Verbindung mit der Funkstelle des Flughafens.
Trotz all dieser Gefahren werden regelmäßig im Deutschen Fluawetterdienst die täglichen Aufstiege durchgeführt! Beim Morgengrauen startet die Maschine mit einem Flugzeugführer und einem Beobachter, beide in dicke Pelze vermummt, denn oben ist
welche die immer verhängnisvoller sich auswirkende Ueberfremdung der deutschen Wirtschaft auf dem Gewissen hat. Der Konzern zieht seine enormen Anzeigenausträge zurück, er arbeitet mit allen Mitteln und dunklen Machenschaften, um Togger kleinzukriegen und den „Neuen Tag" in seine Gewalt zu bringen. Die Reuler-Leute versuchen einen Setzerstreik zu entfesseln; auch das mißlingt: Togger bringt seine Leute wieder zur Vernunft; er hat ausgezeichnete Mitarbeiter, vor allem einen geheimnisvollen Reporter unter dem Decknamen „Lux", später einen geweckten und begabten jungen Journalisten aus der Provinz, namens Peter Geis, der sich auch beim „Neuen Tag" als ein geschickter und brauchbarer Mann erweist. Togger ist zäh, aber auch der Konzern läßt nicht locker, und es gelingt ihm schließlich, den Verleger der Zeitung durch ein raffiniert angedrehtes, verbrecherisch durchgeführtes Börsenmanöver wirtschaftlich zu ruinieren und damit die Zeitung in seine Gewalt zu bringen.
Togger wird entlassen, aber Peter Geis gibt nichts verloren: er kehrt in die Provinz zurück, führt von dort aus den Kampf weiter und fetzt schließlich in der amtlichen Pressekonferenz bie behördliche Untersuchung der von Togger gegen den Konzern erhobenen Angriffe und BeschulÄgungen durch. Jetzt ist der Stein im Rollen, und mittlerweile ist die Zeit reif geworden, her Name des „Neuen Tag", der schon untergegangen und verloren schien, erhält einen sinnbildlichen Klang, wenn in die stürmisch bewegte Szene hinein von ferne, dann mächtig anschwellend und taktfest näher dringend der Badenweiler Marsch ertönt; endlose Kolonnen marschieren im Fackelzug durchs Brandenburger Tor: ein neuer Tag ist angebrochen, der 30. Januar 1933. Die nationalsozialistische Bewegung entscheidet und krönt Toggers Kampf mit einem Sieg auf der ganzen Linie. Der verbrecherische Konzern fliegt auf, Togger kehrt mit allen
Renate Müller als „Lux".
(M. Minerva Syndicatfilm Tobis.)
Nicht weniger als 2517 Manuskripte gingen ein, woraus man schon sehen konnte, wie interessant der Stoff und die gestellte Aufgabe war; 70 kamen in die engere Wahl; fünfzehn erhielten die Preise. Von den preisgekrönten Verfassern gehörten nicht weniger als zehn dem journalistischen Berus an. Den ersten Preis (5000 Mark) erhielt der freie Schriftleiter Hans Bierkowfki aus Breslau. Er schrieb zusammen mit Walter Forster das Manuskript für den Film „Togger".
Dr. Togger ist Chefredakteur der Zeitung „Der neue Tag" in einem großen nationalen Verlag. Togger kämpft in seinen Spalten tagtäglich einen erbitterten Kampf gegen den internationalen Reuler-Konzern, eine allmächtig scheinende Gruppe,
_. ideale Schultyp für die in der Berufsausbildung stehende Jugend schien geschaffen. Werkstatt und Berufsschule wurden die beiden Pole der Berufsausbildung. Die Meisterlehre übernimmt die berufspraktische Seite der Ausbil-


